Donnerstag, 21. Mai 2026

Die Medien und der Einfluss der Parteien

von Helmut
 
 
Das hat mich etwas hellhörig gemacht, dieser reel:

https://www.facebook.com/reel/1478880897052035

Da gehts darum, dass die Parteien, in diesem Falle die SPD, eine Menge an Medienbeteiligungen hat, was ihr zum einen ein gutes Einkommen beschert und zum anderen auch den Einfluss in der Politik sichert. Nun habe ich mir angewöhnt, das, was ich da so in Videoclips sehe, auch nachzuprüfen. Und siehe da, sogar die oftmals verlogene KI gibt das unumwunden zu. Dort liest man:

Die SPD besitzt über ihre Beteiligungsgesellschaft, die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbH (DDVG), ein umfangreiches Medienportfolio in Deutschland. Die Holding dient primär als wirtschaftliche Kapitalanlage und zur Sicherung der Medienvielfalt.

Die wichtigsten Medienbeteiligungen der SPD im Überblick:

Regionalzeitungen und Verlage:
Neue Westfälische (Bielefeld): 100-prozentige Beteiligung über den DDVG-Verlag.
MADSACK Mediengruppe (Hannover): Rund 23,1-prozentige Beteiligung. Dazu gehören zahlreiche Regionalzeitungen, darunter die Hannoversche Allgemeine Zeitung, die Leipziger Volkszeitung und die Märkische Allgemeine.
Frankenpost Verlag (Hof): 35-prozentige Beteiligung (u.a. Herausgeber der Frankenpost).
Suhler Verlagsgesellschaft (Suhl): 30-prozentige Beteiligung.
Neue Presse (Coburg): 30-prozentige Beteiligung.
Cuxhaven-Niederelbe Verlagsgesellschaft: 32,5-prozentige Beteiligung.

ddvg
+1
Überregionale Inhalte und Dienstleistungen:
RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): Wird von der Verlagsgesellschaft Madsack betrieben, an der die SPD beteiligt ist. Das RND liefert überregionale Inhalte für zahlreiche deutsche Tageszeitungen.

Wochenzeitung Das Parlament
+2
Rundfunk und Digitales:
Die SPD hält über die DDVG zudem verschiedene Anteile an privaten Radiosendern (wie etwa Beteiligungen an der Regiocast-Gruppe) sowie an Digital- und Dienstleistungsunternehmen.

Media Ownership Monitor Germany
+2
Eine tagesaktuelle, detaillierte Übersicht aller Beteiligungsstrukturen finden Sie direkt im Beteiligungsbericht und Organigramm der DDVG.
Einflussnahme? - Das Parlament
16.12.2019 — In Wirklichkeit sei die SPD aber auch an den "Cuxhavener Nachrichten", der "Neuen Presse Coburg", der "Frankenpost", an der "Neuen...

Wochenzeitung Das Parlament
Stephan Brandner: Mehr Transparenz bei ...
28.09.2023 — Stephan Brandner: Mehr Transparenz bei Medienbeteiligungen von Parteien. Stephan Brandner. Berlin, 28. September 2023. Die SPD ist...

Politik - Media Ownership Monitor Germany
Im Falle der Regiocast hält die SPD beispielsweise ihre Anteile über 45 verschiedene Einzelbeteiligungen an diversen anderen Medie...

Media Ownership Monitor Germany

Dann noch die Info über die DDVG, ist ja schon beachtlich:

https://www.ddvg.de/portfolio/beteiligungen/

Also, da klappert bei mir schon der Klodeckel, wenn ich mir das reinziehe.

Bei den Schwarzen ist das anscheinend wesentlich geringer, KI schreibt dazu:

Die Parteien CDU und CSU besitzen keine direkten Anteile an großen privaten Medienkonzernen wie Radio- oder Fernsehsendern. Allerdings halten sie über parteieigene Beteiligungsgesellschaften kleinere, fachspezifische Medienunternehmen sowie Verlage für Parteipublikationen.

Deutscher Bundestag
+4
Medienbeteiligungen der CDU:
Laut ihren veröffentlichten Rechenschaftsberichten (u.a. Rechenschaftsbericht 2022) hält die CDU mittelbar oder unmittelbar Beteiligungen an folgenden Medienunternehmen:

Lobbypedia
Union Betriebs GmbH, Rheinbach
Kommunal-Verlag GmbH, Berlin
CDA Verlagsgesellschaft mbH, Berlin

Lobbypedia
Medienbeteiligungen der CSU:
Die CSU hält laut ihren Rechenschaftsberichten keine direkten Anteile an Medienunternehmen im klassischen Sinne. Jedoch wird der „Bayernkurier“ als unselbstständiger wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb der Christlich-Sozialen Union in Bayern e.V. geführt. Zudem hält die CSU 100-prozentige Anteile an folgenden Dienstleistern:

Deutscher Bundestag
+2
Bavaria Werbe- und Wirtschaftsdienst GmbH, München
Union Report GmbH, Nürnberg

Nun ja, schließlich gibt es ja auch noch die Möglichkeit der aufrichtigen finanziellen Unterstützung für die Medien, die genau das bringen, was die Regierung will:

https://www.verdi.de/medien/eckpunkte-fuer-eine-staatliche-medienfoerderung

 

1 Kommentar:

  1. Sehr geehrter Helmut!

    "Tichy" hat diese Beteiligungen schon öfter zum Thema gemacht. Wenn man sich so anschaut, bei wieviel Prozent Wählerstimmen die SPD aktuell steht, stellt sich mir die Frage: "Was nützts?"

    MfG Michael!

    AntwortenLöschen

Forums-Trolle, die die Kommentarfunktion zugemüllt hatten, machten die Moderation von Kommentaren nötig. Da der Blogbetreiber weder Zeit noch Lust hat, ständig den Blog zu beobachten, können bisweilen auch mehrere Tage vergehen, bevor ein Kommentarposting freigeschaltet wird. Bitte um Verständnis.

Mit dem Posten eines Kommentars erteilen Sie die gem. DSGVO notwendige Zustimmung, daß dieser im Falle seiner Freischaltung auf Dauer gespeichert und lesbar bleibt. Von der »Blogger«-Software vorgegeben ist weiters, daß Ihre E-Mail-Adresse, sofern Sie sie bekanntgeben, gespeichert wird. Dasselbe gilt für für Meldung als »Follower« u. dergl. Sollten Sie nachträglich die Löschung eines Kommentars begehren, können Sie dies unter Angabe des bezughabenden Artikels, sowie von Datum und Uhrzeit ihres Kommentars tun. Ihr Kommentar wird dann innerhalb einer dem Blogbetreiber zumutbaren Zeit gelöscht wird (auch dies kann mehrere Tage dauern).

Ob etwaige Daten eines Kommentators (IP-Adresse etc.) von der »Blogger«-Software automatisch gespeichert und/oder weiterverarbeitet werden, entzieht sich der Kenntnis des Blogbetreibers, ist von diesem aber weder beeinflußbar noch kontrollierbar. Zu diesem Fragen wenden Sie sich bitte an:

https://www.google.de/contact/impressum.html

Hier finden Sie auch einen Hinweis zur »Datenschutzerklärung«:

https://policies.google.com/privacy?hl=de

Auf diesem Blog herrscht auch hinsichtlich der Kommentare weitestgehende Redefreiheit. Gelöscht werden jedoch Kommentare
1. durch deren Stehenlassen sich der Blogbetreiber strafrechtlichen Sanktionen aussetzen würde;
2. die dazu dienen, diesen Blog öffentlich zu diskreditieren;
3. Werbeeinschaltungen (auch in Form von Schleichwerbung);
4. persönliche Beleidigungen und ähnliches (bitte argumentieren Sie möglichst sachlich).
5. weiters können Kommentare, die ohne oder nur geringen inhaltlichen Zusammenhang mit dem Artikel oder dem daran schließenden Kommentarverlauf gepostet werden (»off topic«) — evtl. nach Abwägung der Informationsinteressen im freien Ermessen des Blogbetreibers — durch den Administrator gelöscht werden.

Wem das nicht frei genug ist, dem sei dringend geraten, seinen eigenen Blog zu eröffnen.