Freitag, 14. Dezember 2012

Einen lesensweren Artikel über John Stuart Mill

... findet sich heute auf »Morgenländers Notizbuch — und besonders jenen Bewohner der libertären Blogosphäre ans Herz zu legen, die im Wolkenkuckucksheim eines herrschaftslosen Anarcho-Individualismus, dessen einziges Gesetz so circa die Nichtschädigungsabsicht wäre, und alles wäre Wonne und Waschtrog.

Nun, der Gang der Welt beweist uns schlagend (sowie brennend, raubend, bombenwerfend und auf viele andere Arten): dem ist in der Realität nicht zu 100% so. Umso wichtiger ist es daher, rechtzeitig darüber nachzudenken, wie man mit der zumeist unerfreulicheren Realität umgehen sollte. John Stuart Mill zu lesen wäre schon mal ein guter Anfang ...

Kommentare:

Nescio hat gesagt…

Ein schöner Artikel bei Morgenländer. Auch die Kommentare sind gut.
Leider bin ich zu pragmatisch, um näher auf dieses Thema einzugehen.

Ist zwar ein anderes Thema, aber zufällig habe ich einen anderen Artikel gefunden, aus der Feder eines heutigen Juristen. Trotz der Länge lesenswert, und jedes Wort ist wahr:

http://www.pi-news.net/2012/12/unrechtsstaat-deutschland/

FDominicus hat gesagt…

Sehe ich ziemlich anders. Erst einmal bedeutet Libertär nicht diszplinlos es stellt den Staat speziell nicht als "Heiligtum" dar.

Ein Libertäre steht zu dem was er sagt und handelt entsprechend, ohne Disziplin geht das nicht. Dafür braucht man aber zuletzt einen Staat.


Loyalität ist ein zweischneidiges Schwert. Zu wem man loyal sein sollte macht den großen Unterschied.



Erziehung ist ein gutes Schlagwort. Warum religöse Erziehung gut sein sollte, kann ich nicht mehr nachhalten. Mit dem Gott aus dem AT möchte ich nichts zu tun haben. Er ist eifersüchtig und rachsüchtig. Dazu noch intolerant. Warum sollte ich das als Vorbild haben wollen.


Das man sich mit Seinem Staat identifizieren sollt, kann es wohl kaum noch sein. Dieses Deutschland von heute kann mich kreuzweise.

Es ist ein System wie aus einem Horrorfilm. Totalitär und konfirmistisch. Nur gebändigt durch ganz wenige Paragraphen, die auch mehr und mehr unterhölt werden.

Vielleicht können Sie mir ja sagen warum ich dieses D schäzten sollte.

Ich schätze lieber diejenigen (Menschen), die sich aufrecht durchs leben bewegen. Die gegenüber anderne Menschen erst mal freundlich sind zu Ihren Worten stehen und sich auch daran halten. Ich wüsste kaum einen Politiker dem ich hier trauen würde. Da bevorzuge ich jeden kleinen Handwerker der für sich selber sorgt...