Schlußsatz eines höchst lesenswerten Artikels bei der »Weiterdenkerin«.
Dienstag, 6. Oktober 2015
Irgendwie nett ...
... wenn man auf Musel-Proselytenmacherei
Korrekterweise gehören allerdings noch Würstchen dazu. Ich meine: richtige Würstchen — nicht die von der »Wenn-ich-die-Bombe-zünde-warten-72-Jungfrauen-auf-mich«-Fraktion ...
total entspannt reagieren kann (wiewohl diese Spaghettimonstristen sonst eher nicht mein Bier sind!):
Korrekterweise gehören allerdings noch Würstchen dazu. Ich meine: richtige Würstchen — nicht die von der »Wenn-ich-die-Bombe-zünde-warten-72-Jungfrauen-auf-mich«-Fraktion ...
NEOS? Ein paar Gedanken zur Wiener Landtags- und Gemeinderatswahl
Auf ihren Wahlplakaten fordern die NEOS — eine vom Bau-Tycoon und Ex-LiF-Abgeordneten Haselsteiner finanzierte (und damit wohl auch gelenkte) Splitterpartei, die überall außerhalb Wiens bislang durch Wahl-Mißerfolge aufgefallen ist — eine grundlegende Reform für Wien. Das ist sinnvoll und bitter nötig. Gleichzeitig versuchen sie sich als »die Kraft, die Strache verhindert« zu profilieren. Mal abgesehen, daß dieses Ziel durch die Wahl der NEOS (die in Umfragen derzeit in Wien bei etwa 5% der Stimmen liegen) nicht erreichbar ist, sondern von einer Menge anderer Faktoren abhängt — mit diesem »Wahlziel« demaskiert sich die vorgeblich »liberale« Partei als willfährige Steigbügelhalter des jahrzehntelang roten (und jetzt ein bisserl grün durchsprenkelten) Machtfilzes in Wien.
Hätten die NEOS ein klares Programm vorgelegt, was in dieser Stadt ihrer Meinung nach dringend zu ändern wäre (und dessen gibt's wahrlich genug!), und dann gesagt: »Wir werden jene Parteien (ggf. in einer Koalition) unterstützen, die zu diesen Änderungen bereit sind«, dann hätte man sie als ehrliche Opposition wahrnehmen können, egal, ob man ihre Anliegen nun ganz oder bloß teilweise unterstützt. Denn das hätte den Roten (bzw. Rot-GrünInnen) die Rute ins Fenster gestellt: »Wenn ihr weitermachen wollt wie bisher, und sich aller Wahrscheinlichkeit nach Rot/Grün nach dem 11. Oktober nicht mehr ausgeht, dann gibt es eben auch andere Möglichkeiten, der eiskalten Korruption, der Unfähigkeit und dem Schmarotzertum der etablierten linken Parteifunktionärskaste zu begegnen!«
Mit ihrer Parole: »Stoppt Strache!« geben sie jedoch zu erkennen, daß ihnen auch der unfähigste rote Bürgermeister lieber ist, als eine Reform zu Ungunsten der roten Machtapparate. Der Verdacht liegt nahe, daß ein vom Wohlwollen der städtischen — und natürlich von der Putzfrau bis zum Chef des Bauamtes bis in die Fasern tiefrot eingefärbten! — Bauverwaltung doch irgendwie abhängiger Bauunternehmer weit mehr Interesse an weiteren »guten Beziehungen« zu dieser roten Krake interessiert ist, als an einer dringend nötigen Reform dieser Stadtverwaltung und -politik.
Da die Wiener ÖVP unter ihrem farblosen Obmann nach derzeitigem Stand sogar noch hinter den GrünInnen zu liegen kommen dürfte (sich demnach ein — vielen Altpartei-Apparatschiks sicherlich nicht unerwünschtes — Rot/Schwarz noch weniger ausgehen dürfte als ein Rot/Grün), bedeutet dieser NEOS-Slogan im Klartext ein Andienen an eine Teilhabe an der bisherigen Rot/Grün Koalition, also den Wunsch nach einer Volksfront-Blockparteienregierung aus Prolosozen, Ökommunisten und Liberalsozialisten. Lichtvolle Perspektiven tun sich da auf!
Eine intelligente NEOS-Strategie kann das freilich nicht genannt werden — und in der Polarisierung der Endphase des Wahlkampfs sind die Chancen intakt, daß die NEOS mit dieser Festlegung auf roten Machterhalt unter die Räder (sprich: unter die 4%-Hürde) kommen könnten. Denn genug ihrer Wähler kamen in der Vergangenheit ja von frustrierten ÖVPlern, denen die Packelei ihrer Funktionäre mit den Roten zutiefst zuwider waren — ob diese unter solchen Auspizien wirklich einer Splitterpartei mit links-verbogenem Rückgrat ihre Stimme geben wollen, oder nicht doch lieber »taktisch« (wiewohl zähneknirschend) Strache, der so vielleicht dann doch noch Erster würde, oder aber — nach dem »Prinzip Hoffnung«, d.h. im Hinblick auf eine dann vielleicht doch mögliche Blau/Schwarze Koalition, die in dieser Stadt endlich aufräumen könnte! — zähnknirschend ÖVP wählen?
Mit ihrer Festlegung »Stoppt Strache!« hat sich das Trüppchen der NEOS jedenfalls als glaubhafte Wahlalternative aus dem Spiel genommen. Und vielen Wählern ein »Faites vos jeux!« zugerufen, dessen Resultate die NEOS sich selbst zuzuschreiben haben werden.
»Rien ne va plus!« lautet bekanntlich die letzte Ansage, wenn die Kugel rollt ...
Montag, 5. Oktober 2015
Na, haben die Politruks schön langsam Fracksausen?
Pegida: Ermittlung wg Bildung einer terroristischen Vereinigung05.10.2015Die Behörden gehen immer strikter gegen Pegida vor. Gegen einen Vorstand der Pegida in München besteht der Verdacht der Bildung einer terroristischen Vereinigung. Das hat das bayerische Innenministerium bestätigt.Staatsanwaltschaft und Behörden gehen immer schärfer gegen Pegida vor. Nachdem letzte Woche von der Staatsanwaltschaft Dresden gegen Lutz Bachmann Anklage wegen Volksverhetzung erhoben wurde geht es jetzt noch einen Schritt weiter.Der Generalbundesanwalt ermittelt gegen den Münchner Pegida Vorstand wegen des Verdachts der Bildung einer terroristischen Vereinigung. Das hat das bayerische Innenministerium bestätigt.
Es sind das die alten Stasi-Methoden, mit denen Honni, Mielke & Co. versuchten, ihre Kritiker mundtot zu machen. Im Unterschied zu damals sind heute die Leute freilich — dank Internet — informierter und nicht mehr so einfach zu »zersetzen«. Selbst — und gerade! — im »Tal der Ahnungslosen« ist den Menschen klargeworden, daß nicht pöhse Neonazis versuchen, die brave Regierung zu bedrängen, sondern daß gesinnungslose Politgauner ihre Linie durchziehen wollen, egal, ob das den Bürgern nun paßt oder nicht. Ich wage die Prognose: sie werden damit nicht durchkommen. Nicht mehr.
Mutti hat ein Ablaufdatum. Spätestens seit den letzten Auslassungen in bekannter Politbüro-Manier ...
Nachklänge zum 3. Oktober
Was die »Grüne Jugend« darüber denkt, bekommt man hier gezwischert. Nun ahnten wir ja schon längst, daß man einen Vogel haben muß, um bei den GrünInnen sein zu können — daß es aber ein derart ausgewachsener Lämmergeier ist, überrascht dann doch ein wenig ...
Unser oberster Maasregler
... sieht exakt so aus, wie er agiert:
| Quelle: de.wikipedia.org – Foto: A.Savin 2015 |
Ein dröger, kleinkarierter, verklemmter Sesselfurzer, dessen starrer Blick nur das Brett fixiert, das er vorm Kopf hat. Bei Typen wie diesem reicht's eigentlich nicht einmal für Haßpostings oder Verachtung — höchstens Geringschätzung ist da noch drin. Und vielleicht Mitleid. Warum hat ihm in der Pubertät niemand rechtzeitig beigebracht, wie man ein Mädel anflirtet (oder wenigstens: wie man sich einen runterholt)?
Solchen Klemmis hilft auch ein offener Hemdkragen nicht wirklich: man glaubt ihnen den tollen Hengst nicht, sondern tippt eher darauf, daß in der Mittagspause ihre Krawatte einen Saucenfleck abgekriegt hat.
Typen wie obige regieren die Bunterepublik und versuchen, ihre tiefwurzelnden Minderwertigkeits-komplexe durch Großinquisitoren-Allüren zu übertünchen. Gefährlicher als alle großen Männer waren immer die, die krampfhaft versuchten, durch schrillen Aktionismus sich eine Größe anzuMAASsen, die in deplorablem Kontrast zu ihrer tatsächlichlichen Unbedeutendheit steht ...
Sonntag, 4. Oktober 2015
Ein paar Gedanken zur Wienwahl ...
... versucht »DiePresse« unter die Leut' zu bringen (haben die schon Fracksausen in der Redaktion, daß die Leut' »falsch« wählen ...?):
Touché!
Ist Strache (noch) aufzuhalten?
Heinz-Christian Strache: FPÖ-Chef seit zehn Jahren. / Bild: (c) REUTERS (HEINZ-PETER BADER)Burgenland, Steiermark, Oberösterreich: Die Wahlerfolge der FPÖ lassen die Regierungsparteien einigermaßen ratlos zurück. Dabei gäbe es wirksame Methoden, um Rechtspopulisten einzubremsen. Für Wien kämen sie allerdings zu spät.von Thomas Prior (Die Presse)In der Steiermark: fast verdreifacht. Im Burgenland: stark dazugewonnen und Teil der Landesregierung geworden. In Oberösterreich: verdoppelt. In Wien: Chancen auf Platz eins. Und in den Bundesumfragen: ein All-time High, seit Monaten konstant vor den Regierungsparteien.
Nach zehn Jahren als FPÖ-Chef ist Heinz-Christian Strache an seinem vorläufigen Karrierehöhepunkt angekommen. „Lieber H.-C. Strache, sag, was wird passieren, wenn die Blauen endlich unser Land regieren?“, reimt der Auftragsrapper MC Blue im FPÖ-Clip anlässlich der Wien-Wahl. Und viele Wähler, Freunde wie Feinde Straches, fragen sich längst nicht mehr, ob dieser Fall eintreten wird, sondern nur noch, wann.
Die Leserkommentar lassen die umwölkte Stimmung der »Presse«-Redaktion vermutlich auch nicht steigen, wenn z.B. ein Poster »thoughtcrime« meint:
"Dabei gäbe es wirksame Methoden, um Rechtspopulisten einzubremsen"
Aber nicht bei den Linkslinkspopulisten der Blockparteien.
Keine halbe Sache
Wenn es etwas gibt, was man ihm mit Sicherheit nicht vorwerfen konnte, so das: »halbe Sachen« hat er nie gemacht! Immer war er mit Herz und Seele bei dem, was er tat.
Die Rede ist vom deutschen Schriftsteller Max Halbe, der heute vor 150 Jahren, also am 4. Oktober 1865, in Güttland, einer Ortschaft in der Nähe von Danzig, geboren wurde.
Kann man, ja: darf man so schreiben, wenn man in der geschichtslosen Geisteswüstenei eines »Der Islam gehört zu Deutschland«- und »Refugees Welcome«-Schlandes Anerkennung finden will? Und dann erst der Titel dieser Lebenserinnerungen! Also: »Scholle und Schicksal« — nun, das geht mal gar nicht …
Dennoch: die so beginnenden Kindheits- und Jugenderinnerungen (ihr zweiter Band, »Jahrhundert-wende«, führt bis in die Zeit von 1914 weiter) eines im Zeitpunkt der Fertigstellung siebzigjährigen Mannes zählen zu den ganz großen autobiographischen »Würfen« der deutschen Literaturgeschichte. Sicher auch, weil sie
Halbe ist für die Literaturkenner (leider! das konstatiert man schon bei kurzem Durchblättern der vierzehnbändigen Gesamtausgabe seiner Werke, die auf billigem Holzschliffpapier und in Pappeinband 1940 bis 1945 im Bergland-Verlag erschien, und uns im Namenregister mit durchaus entbehrlichen, damals aber geforderten Hinweisen über den Rassestatus der Genannten versorgt, denn Halbe schreibt in seiner Biographie nämlich völlig ungeniert über jede Menge damals Verfemter!) eigentlich nur als Autor seines großen (und letztlich einzigen) Erfolgsstückes »Jugend« ein wenig bekannt geblieben, und gilt literarisch gemeinhin für eine Art von »kleinerem Bruder« von Gerhart Hauptmann in dessen naturalistischer Phase. Kaum bekanntgeworden ist hingegen Halbes erzählerisches Werk, was überaus bedauerlich ist, denn er verfaßte, wie Wikipedia richtig vermerkt
Halbe verließ Deutschland 1933 nicht. Daß er ein bekennender Nazi gewesen wäre, ist angesichts dieser in der Nazizeit publizierten beiden Bände Lebenserinnerungen eigentlich undenkbar: wie leicht hätte er die Erwähnung des einen oder anderen »Juden« oder »Halbjuden« unterlassen, oder doch durch ein paar regimekonforme Nebenbemerkungen ihre Bedeutung für seinen Lebensweg relativieren können — und tat es nicht. Die Nazis hofierten ihn trotz seiner merklichen Zurückhaltung, war er doch einer der nicht allzu vielen weithin »anerkannten« Autoren, gegen den sie aufgrund seiner konservativ-patriotischen Eisntellung und Volkstümlichkeit einerseits aus NS-Sicht kaum Einwände zu haben brauchten, der sich jedoch andererseits längst von aller Politik fernhielt, ihnen also auch als »innerer Emigrant« kaum gefährlich werden konnte.
All das hat ihm nach 1945 sehr geschadet. Anders als Gerhart Hauptmann, der als Autor des sozialen Dramas schlechthin, der »Weber«, in der DDR weiterhin seinen Anwert hatte (und deshalb in der linksgewendeten westdeutschen Literaturkritik und -forschung trotz manchen Kompromisses in der Nazi-Zeit auch so irgendwie passieren durfte), fehlte Max Halbe diese DDR-Protektion, und so wurde er spätestens seit der Übernahme der Deutungshoheit über deutsche Geschichte (»Weichselgau« — also wirklich!) und Kultur durch die 68er-Generation ein Outcast, den man höchstens mit Verachtung strafte, viel öfter noch mit lückenloser damnatio memoriæ. Da half auch seine Freundschaft zu dem von unseren Deutungs»eliten« ungleich geschätzteren Wedekind (dessen Grabrede er gehalten hatte) nichts …
Halbe schrieb fast keine Lyrik — in den vierzehn dicken Bänden seiner »Gesammelten Werke« findet sie auf wenig mehr als dreißig Seiten Platz. Dennoch sei jenes Gedicht, das er an die Spitze dieser kleinen Sammlung stellte, hier zum Abschluß zitiert. Nein, es ist wohl ein ordentliches, lesbares, aber kein wirklich »geniales« Gedicht — und doch eines, das uns viel über Max Halbe, sein Leben und Streben zu sagen weiß:
Der majestätische Gipfel seines Lebens ist seit Jahrzehnten durch Nebel verhüllt. Ob sie sich einst einmal lichten werden …?
»Ich entstamme einem alten Bauerngeschlecht nieder-sächsischer Herkunft, das wahrscheinlich schon zur Ordenszeit im Weichselgau Wurzeln gefaßt, urkundlich aber erst seit 1700 dort sich nachweisen läßt. Dies rührt daher, daß zu Anfang des achtzehnten Jahrhunderts am damaligen Wohnsitz unserer Familie ein Kirchenbrand stattgefunden hat, dem die sämtlichen Kirchenbücher und sonstigen pfarramtlichen Aufzeichnungen zum Opfer fielen. Für die weiter zurückliegende Zeit sind also keine schriftlichen Belege vorhanden. Es hat sich aber in unserer durch Langlebigkeit gekennzeichneten Familie eine mündliche Überlieferung erhalten, die unseren Ursprung aus Niedersachsen, vermutlich aus Westfalen, herleitet. Gewisse gemeinsame Charakterzüge unserer Familie — Hartnäckigkeit, Eigensinn, Eigenbrötelei und Absonderungsdrang, Standhaftigkeit, Bauerstolz, Tatsachensinn und gleichzeitiger Hang zum Mystizismus — weisen ja auch deutlich nach dem Lande der roten Erde hin. Immermanns „Münchhausen“, die Schilderung des Erbschulzen und seines ganzen Lebenskreises im „Oberhof“ — ich las es mit zwölf Jahren und es war der erste Roman in meinem Leben — ist mir sicher nicht nur durch seine literarischen Vorzüge so unauslöschlich haften geblieben. […]
Seit der Mittagshöhe des Mittelalters, seit 1200 etwa, bestand eine lebendige Menschenbrücke vom westlichen Niederdeutschland über das neubesiedelte Elb- und Odergebiet hinweg nach dem Preußenland, dem Weichselgau. „Wir wellen gen Ostland reiten!“ Der deutsche Ritterorden war es, der zuerst diesen Fanfarenruf durch das Deutschland der späten Stauferzeit erklingen ließ. […]
Nicht umsonst hat ein historischer Seher wie Treitschke die germanische Rückwanderung nach Osten und die Besitzergreifung, Wiederbesiedlung der weiten, fruchtbaren Lande zwischen Weichsel und Düna die größte Tat nicht nur unseres Mittelalters, sondern unserer ganzen Geschichte genannt. Wir sind schon damals unter soviel primitiveren Verhältnissen ein Volk ohne Raum gewesen. Die Eröffnung des Weges nach Osten war gleichbedeutend mit dem Öffnen eines Ventils, das die gefahrdrohenden Spannungen ausglich und das ohnehin zerklüftete, zerrüttete Reich nach dem Untergang der Staufer vor schweren bäuerlichen und kleinbürgerlichen Erschütterungen bewahrte. Sie sind dann um zwei- bis dreihundert Jahre später zum Ausbruch gekommen, als das inzwischen emporgestiegene Polentum sich wie eine breite Palisade über die Straße nach dem Osten legte und sie versperrte.
Es war also eine Kolonialwelt, die sich unter den Fittichen des deutschen Ritterordens an der Weichsel auftat, Städte gründete, Dörfer anlegte, Straßen baute, Deiche errichtete, Gräben zog, Wälder rodete, Ackerboden schuf. Und wie jede Kolonialwelt war es eine . j u n g e . Welt. Eine Welt von jungen . M ä n n e r n , denen es an Frauen mangelte […]
Jedoch der Tag kam, wenn Gott es wollte, wo aus dem jungen Glücksritter und Abenteurer ein standfester Siedler und wohlgegründeter Hufenbauer, wohl gar ein Erbschulze wurde. Da war dann die Frau vonnöten. Wie hätte man ohne sie wirtschaften können! Manch einer wird sich seine Base, seine zurückgelassene Braut nachkommen haben lassen. Die anderen, weitaus die Mehrzahl, werden genommen haben, was sie fanden und was sich mehr oder minder willig bot: eingeborene Mädchen, die Töchter des Landes, das man erobert, des Volkes, das man unterworfen hatten. Als Mägde, als Leibeigene nahm man sie auf den Hof. Über Jahr und Tag ward aus der Magd die Frau. Preußisches, litauisches, kaschubisches, masurisches, bald genug und in zunehmendem Maße auch polnisches Blut mischte sich mit dem Blut der deutschen Herren- und Erobererrasse, der westfälischen, friesischen, fränkischen und rheinischen Jungens. In wenigen Menschenaltern war das weiträumige Ordensland mit einer vielfach nicht mehr ganz blutreinen, aber vielleicht um so dauerhafteren Kolonistenschicht von dennoch ausgeprägtem deutschen Charakter überzogen.«
Kann man, ja: darf man so schreiben, wenn man in der geschichtslosen Geisteswüstenei eines »Der Islam gehört zu Deutschland«- und »Refugees Welcome«-Schlandes Anerkennung finden will? Und dann erst der Titel dieser Lebenserinnerungen! Also: »Scholle und Schicksal« — nun, das geht mal gar nicht …
Dennoch: die so beginnenden Kindheits- und Jugenderinnerungen (ihr zweiter Band, »Jahrhundert-wende«, führt bis in die Zeit von 1914 weiter) eines im Zeitpunkt der Fertigstellung siebzigjährigen Mannes zählen zu den ganz großen autobiographischen »Würfen« der deutschen Literaturgeschichte. Sicher auch, weil sie
wichtige Quellenwerke zur Geschichte der deutschen Literatur, besonders des Naturalismus, sind …… wie Wikipedia vermerkt. Doch sie sind weit mehr als ein bloßes »Quellenwerk« für angehende Germanisten! In unprätentiösen Worten gestalten sie das in Irrungen sich forttastende Leben eines begabten, von Selbstzweifeln und überspannten Flausen hin- und hergerissenen, jungen Mannes — und doch ist es kein neurasthenisch-larmoyant selbstbespiegelndes Psychogramm, sondern die schwerblütig-solide, selbstkritische Bestandsaufnahme eines Reifungsprozesses, in dem die vom Autor als gemeinsame Charakterzüge der Familie angeführten Eigenschaften — »Hartnäckigkeit, Eigensinn, Eigenbrötelei und Absonderungsdrang, Standhaftigkeit, Bauerstolz, Tatsachensinn und gleichzeitiger Hang zum Mystizismus« — lebendig und vor allem glaubhaft gestaltet werden.
Halbe ist für die Literaturkenner (leider! das konstatiert man schon bei kurzem Durchblättern der vierzehnbändigen Gesamtausgabe seiner Werke, die auf billigem Holzschliffpapier und in Pappeinband 1940 bis 1945 im Bergland-Verlag erschien, und uns im Namenregister mit durchaus entbehrlichen, damals aber geforderten Hinweisen über den Rassestatus der Genannten versorgt, denn Halbe schreibt in seiner Biographie nämlich völlig ungeniert über jede Menge damals Verfemter!) eigentlich nur als Autor seines großen (und letztlich einzigen) Erfolgsstückes »Jugend« ein wenig bekannt geblieben, und gilt literarisch gemeinhin für eine Art von »kleinerem Bruder« von Gerhart Hauptmann in dessen naturalistischer Phase. Kaum bekanntgeworden ist hingegen Halbes erzählerisches Werk, was überaus bedauerlich ist, denn er verfaßte, wie Wikipedia richtig vermerkt
… mehrere Romane, wie Die Tat des Dietrich Stobäus oder Generalkonsul Stenzel und sein gefährliches Ich, in denen er sich besonders auf die Ausgestaltung der Gedankengänge seiner Figuren konzentrierte.
Halbe verließ Deutschland 1933 nicht. Daß er ein bekennender Nazi gewesen wäre, ist angesichts dieser in der Nazizeit publizierten beiden Bände Lebenserinnerungen eigentlich undenkbar: wie leicht hätte er die Erwähnung des einen oder anderen »Juden« oder »Halbjuden« unterlassen, oder doch durch ein paar regimekonforme Nebenbemerkungen ihre Bedeutung für seinen Lebensweg relativieren können — und tat es nicht. Die Nazis hofierten ihn trotz seiner merklichen Zurückhaltung, war er doch einer der nicht allzu vielen weithin »anerkannten« Autoren, gegen den sie aufgrund seiner konservativ-patriotischen Eisntellung und Volkstümlichkeit einerseits aus NS-Sicht kaum Einwände zu haben brauchten, der sich jedoch andererseits längst von aller Politik fernhielt, ihnen also auch als »innerer Emigrant« kaum gefährlich werden konnte.
All das hat ihm nach 1945 sehr geschadet. Anders als Gerhart Hauptmann, der als Autor des sozialen Dramas schlechthin, der »Weber«, in der DDR weiterhin seinen Anwert hatte (und deshalb in der linksgewendeten westdeutschen Literaturkritik und -forschung trotz manchen Kompromisses in der Nazi-Zeit auch so irgendwie passieren durfte), fehlte Max Halbe diese DDR-Protektion, und so wurde er spätestens seit der Übernahme der Deutungshoheit über deutsche Geschichte (»Weichselgau« — also wirklich!) und Kultur durch die 68er-Generation ein Outcast, den man höchstens mit Verachtung strafte, viel öfter noch mit lückenloser damnatio memoriæ. Da half auch seine Freundschaft zu dem von unseren Deutungs»eliten« ungleich geschätzteren Wedekind (dessen Grabrede er gehalten hatte) nichts …
Als ich dieses niederzuschreiben begann, war ich fünfundsechzig Jahre Gast auf Erden. Das ist eine lange Reise, wenn man sie erst vor sich hat. Vom Ende aus gesehen, erscheint sie als Ganzes kurz. Vertiefen wir uns aber dann in die Betrachtung zurückgelegter Einzelstrecken, so schwindelt es uns bald vor der unübersehbaren Bilderfülle und Gestaltenreihe, vor all den zahllosen, einst lebendig gewesenen, für unverlierbar, unentrinnbar gehaltenen und dennoch längst gestorbenen Gefühlen, Gedanken, Hoffnungen, Plänen Leidenschaften, Sehnsüchten, Träumen, Wünschen, Bedürfnissen, Irrtümern, Verfehlungen, Enttäuschungen, Überstürzungen, Verblendungen Seligkeiten, Verzweiflungen — vor diesem nicht abreißen wollenden Filmband mit seinen Hunderten, Tausenden von scheinbar gleichen Szenen, Szenchen, Situationen […]Nein, die »bescheidene Ruhebank auf dem Gartenhügel« waren die vom Kriegsgetöse und dem erkennbaren Untergang, der erkennbaren Totalvernichtung Deutschlands umschatteten letzten Tage von Max Halbe sicher nicht: aber mit dem »wenn es hoch kommt, achtzig Jahre« hat der — knapp sein achtzigstes Lebensjahr erreichende — Schriftsteller Recht behalten. Er starb am 30. November 1944 auf seinem Landgut bei Neuötting. Da stand die Rote Armee im Zusammenbruch der Ostfront schon an der Grenze des Reiches …
Ich sage, es schwindelt uns auf unserem Beobachtungsposten der erreichten Altershöhe, mag dies nun ein majestätischer Gipfel sein mit Fernsicht über viele andere Gipfel, über Eis und Schnee, über Weiten und Länder und Meere, oder mag es sich nur um eine bescheidene Ruhebank auf einem Gartenhügel handeln. Es schwindelt uns vor unserer eigenen unfaßbaren, undefinierbaren Vielgestaltigkeit und Unübersehbarkeit, vor der Unendlichkeit unseres Mikrokosmos, dessen Dauer doch nur siebzig Jahre und, wenn es hoch kommt, achtzig Jahre beträgt; und das Gefühl der absoluten Traumhaftigkeit unseres eigenen und alles Daseins übermannt uns ganz.
Halbe schrieb fast keine Lyrik — in den vierzehn dicken Bänden seiner »Gesammelten Werke« findet sie auf wenig mehr als dreißig Seiten Platz. Dennoch sei jenes Gedicht, das er an die Spitze dieser kleinen Sammlung stellte, hier zum Abschluß zitiert. Nein, es ist wohl ein ordentliches, lesbares, aber kein wirklich »geniales« Gedicht — und doch eines, das uns viel über Max Halbe, sein Leben und Streben zu sagen weiß:
Dir ist bestimmt, zu wandern auf Erden.
Der andern ihr Glück soll deines nicht werden.
Sollst suchen und irren in unsteter Hast,
An reichster Tafel friedloser Gast.
Und wie du auch jagst von Westen nach Osten,
Den Jammer der Welt, du sollst ihn durchkosten,
Und wo du nur irrst in Nord oder Süd,
Dein Kräutlein, dein Kräutlein nirgendwo blüht.
Zu suchen bist du verdammt auf Erden.
Der andern ihr Glück soll deines nicht werden.
Der andern ihr Frieden, dir leiht er nicht Ruh’.
Ein flüchtiger Wandrer, ein Kämpfer bist du.
Der majestätische Gipfel seines Lebens ist seit Jahrzehnten durch Nebel verhüllt. Ob sie sich einst einmal lichten werden …?
»Österreich« zitiert ihren Sponsor Häupl:
»Bei dieser Wahl geht's um Charakter«
Wie wahr! Ob man Häupl, den ewigen Sesselkleber, der lieber unter Beteiligung der GrünInnen seine Stadt vor die Hunde gehen läßt, als die längst überfälligen und bitter notwendigen (aber seiner Partei schadenden) Reformen anzugehen (oder wenigstens angehen zu lassen), noch ein weiteres Mal amtieren läßt, das ist in der Tat eine Charakterfrage.
Eine andere freilich, als die Schlagzeile insinuiert ...
In der Schockstarre nach dem FPÖ-Erfolg in Oberösterreich
... übertitelte die SPÖ-nahe Prekariatspostille »Österreich« merklich erschüttert ihre boulevard-tauglich formulierte Wahlanalyse mit
»Männer und Junge - sie wählten die FPÖ«
Daraus kann demnach der Umkehrschluß gezogen werden, daß die anderen Partei vorwiegend von Alten und Luschen gewählt wurden.
Nicht, daß wir das bspw. bezüglich der Roten (Alte) und GrünInnen (Luschen) nicht schon längst vermutet hätten — daß aber eine Häupl/Faymann-Jubelpostille das auch so offen ausspricht, das verwundert halt doch ein wenig ...
Samstag, 3. Oktober 2015
Gastkommentar(e) — Zum Treffen Obama-Putin
... fand Andreas Unterberger (wiewohl in der jahrzehntelang von zwei CIA-Spitzeln geführten Wiener Tageszeitung »DiePresse« sozialisiert, die er dann auch als Chefredakteur leitete) bemerkenswert kritische Worte zum Verhalten der US-Administration.
Was für ein Präsident!Unterberger bleibt uns zwar eine Begründung schuldig, warum Obama angeblich »eher im Recht« wäre, aber da wollen wir nicht splitterrichten ...
29. September 2015 14:05 | Autor: Andreas Unterberger
„Unbehaglich“ sei das Gespräch zwischen dem amerikanischen und dem russischen Präsidenten gewesen, melden mehrere Medien.
Nun, eigentlich habe ich nicht geglaubt, dass Präsidenten zu dem Zweck in ihr Amt gekommen sind, um nur behagliche Wohlfühltermine zu absolvieren. Es ist auch durchaus so, dass die beiden Herren derzeit in Sachen Ukraine (wo Barack Obama eher im Recht ist) und in Sachen Syrien (wo Wladimir Putin zuzustimmen ist) sehr weit auseinanderliegen.
(Hier weiterlesen)
Als
GASTKOMMENTAR(E)
seien hier die bestbewerteten Lesermeinungen veröffentlicht, aus denen eindeutig ersichtlich ist, daß »transatlantisch« mittlerweile kein Merkmal anständiger Menschen mehr ist (oder, wie Klonovsky in seinen Acta Diurna, per 4.12.2014 süffisant anmerkte: »Zu den lästigsten Ausländern in diesem seligen Land gehören die eingeborenen Transatlantiker«). Aber lesen sie selbst ....
socrates
24x Ausgezeichneter Kommentar
29. September 2015 17:16
Die Krone nannte Assad gestern "Verbrecher". Das einzige "Verbrechen", das der demokratisch gewählte Präsident Syriens begangen hat, war, den Russen einen Hafen zu öffnen. Die USA hat Überfall Häfen, auch in Israel, Zypern und Griechenland, aber: quod licet USA, non licet Russland.
Ohne diesen Hafen hätte es vielleicht schon den WW3 gegeben denn Israel hätte Teheran bombardiert.
Putin gab überall nach, außer bei der Krim und bei dem Syrischen Hafen. Da holte er blitzschnell die Flotte, eine israelische Rakete wurde abgewehrt und ein US Spionageschiff aus dem Schwarzen Meer vertrieben. Die Atombomber, die über 20 Jahre am Boden standen, flogen wieder. Wenn sie durch den Ärmelkanal fliegen, ist London in Sichtweite und die Vorwarnzeit Null. Wenn es ans Eingemachte geht, dann ist er unnachsichtig. Er läßt Syrien nicht verkommen.
Die USA tastet sich cm-weise vor und bettelte um eine Grenze.
Die Krone und alle unsere Medien können mir gerne zeigen, welches Verbrechen Assad begangen hat. Ansonsten sollen sie an die jüngste Wahl denken, die gezeigt hat, daß mit Hetzen nix zu gewinnen ist.
Bob
21x Ausgezeichneter Kommentar
29. September 2015 15:29
Ich frage mich warum Obama in der Ukraine im Recht ist? Der Friedensnobelpreisträger ist der größte Kriegstreiber und Lügner den die USA als Präsident jemals hervorgebracht hat. Als Besucher einer Koranschule ist er Muslim, ob er überhaupt Amerikaner ist steht auch nicht fest.
Guantanamo besteht nach wie vor, entgegen seinen Versprechungen, da es ihm nicht gelungen ist die Gefangenen in der ganzen Welt zu verteilen.
Die einzige "Erfolgsstory" ist die immer näher kommende Einkreisung von Russland durch die Nato. Nur durch die unglaubliche Geduld von Putin ist es zu keiner kriegerischen Auseinandersetzung gekommen.
dssm
16x Ausgezeichneter Kommentar
29. September 2015 14:59
Obama ist der klassische Gutmensch. Er will unbedingt gutes Tun, wenn dies dann der Realität zuwider läuft, so wird eifrig ignoriert. Und da Putin schon mehrfach der Spielverderber war und damit die nächste Interventionsspirale verhindert hat, kann mit diesem Schlechtmensch logischer weise nicht geredet werden – und wenn die Welt untergeht; im Falle dieser beiden Herren leider ein sehr realistisches Szenario.
Ein grosses Problem ist dabei der zunehmend handzahme Journalismus. Es stellt kein Reporter mehr scharfe, unangenehmen Fragen (höchstens bei Strache). Daher muss der Gutmensch auch keine Antworten geben.
Wenn also der Gutmensch fordert: Nie mehr soll es kranke Menschen geben! So ruft die Journaille: Hurra! Der Weltretter ist da! Anstatt zu fragen wie das gehen soll.
Denn die Lösung könnte einfach aber etwas unangenehm sein: Jeden der krank wird, sofort erschießen – dann ist garantiert niemand mehr krank. Kommentar mit Anmerkungen lesen
M.S.
16x Ausgezeichneter Kommentar
29. September 2015 14:44
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass weltweit in der Politik die Dummheit rapide zunimmt. Und Österreich ist dabei eine kleine Welt, in der die große ihre Probe hält.
Irre ich mich? Und wenn nicht, woran mag das liegen?
Politicus1
14x Ausgezeichneter Kommentar
29. September 2015 14:12
Der US Military Industrial Complex hat doch gar kein Interesse, irgendwo außerhalb der USA Kriegszustände zu beenden!
machmuss verschiebnix
13x Ausgezeichneter Kommentar
29. September 2015 21:28
Wenigstens die europäischen Regierungen sollten endlich "erwachsen" werden und mit dem Putin-Bashing aufhören. Wieviele ehem. Sovjet-Herrscher gab es wohl, die in so einer Situation alle Atom-U-Boote vor diversen US-Küstenabschnitten positioniert hätten, um dann nur mehr auf den Knopf drücken zu müssen ?
Putin ist aber schlauer als die Provokateure aus den USA UND DAS ist unser Segen ! ! !
Es ist auch so noch ungemütlich genug, wenn man alt genug ist um aus Erfahrung zu wissen, daß die USA einen Krieg brauchen, weil die größte Einnahme-Quelle der US-Wirtschaft aus "Military Industrial Complex" geschöpft wird .
simplicissimus
12x Ausgezeichneter Kommentar
29. September 2015 17:12
Durchs reden kommen die Leut zsamm. Obamas Vater ist ein Luo und da ich einige Luos ziemlich gut kenne, weiß ich wie endlos diese schwafeln können. Es hört sich alles wunderbar an mit einem Gehalt von Zuckerwatte. So ist er ja auch Präsident geworden. Armer Putin, der sich das anhören muß.
Jedoch bleibt es dabei: sie sollen reden, vielleicht erklärt ein geduldiger Putin nach einer zweistündigen Obama-Jubelrede mit kurzen Worten, wie sich die USA aus dem selbstverschuldeten Schlamassel im Nahen Osten herauswurschteln könnten ...
24x Ausgezeichneter Kommentar
29. September 2015 17:16
Die Krone nannte Assad gestern "Verbrecher". Das einzige "Verbrechen", das der demokratisch gewählte Präsident Syriens begangen hat, war, den Russen einen Hafen zu öffnen. Die USA hat Überfall Häfen, auch in Israel, Zypern und Griechenland, aber: quod licet USA, non licet Russland.
Ohne diesen Hafen hätte es vielleicht schon den WW3 gegeben denn Israel hätte Teheran bombardiert.
Putin gab überall nach, außer bei der Krim und bei dem Syrischen Hafen. Da holte er blitzschnell die Flotte, eine israelische Rakete wurde abgewehrt und ein US Spionageschiff aus dem Schwarzen Meer vertrieben. Die Atombomber, die über 20 Jahre am Boden standen, flogen wieder. Wenn sie durch den Ärmelkanal fliegen, ist London in Sichtweite und die Vorwarnzeit Null. Wenn es ans Eingemachte geht, dann ist er unnachsichtig. Er läßt Syrien nicht verkommen.
Die USA tastet sich cm-weise vor und bettelte um eine Grenze.
Die Krone und alle unsere Medien können mir gerne zeigen, welches Verbrechen Assad begangen hat. Ansonsten sollen sie an die jüngste Wahl denken, die gezeigt hat, daß mit Hetzen nix zu gewinnen ist.
Bob
21x Ausgezeichneter Kommentar
29. September 2015 15:29
Ich frage mich warum Obama in der Ukraine im Recht ist? Der Friedensnobelpreisträger ist der größte Kriegstreiber und Lügner den die USA als Präsident jemals hervorgebracht hat. Als Besucher einer Koranschule ist er Muslim, ob er überhaupt Amerikaner ist steht auch nicht fest.
Guantanamo besteht nach wie vor, entgegen seinen Versprechungen, da es ihm nicht gelungen ist die Gefangenen in der ganzen Welt zu verteilen.
Die einzige "Erfolgsstory" ist die immer näher kommende Einkreisung von Russland durch die Nato. Nur durch die unglaubliche Geduld von Putin ist es zu keiner kriegerischen Auseinandersetzung gekommen.
dssm
16x Ausgezeichneter Kommentar
29. September 2015 14:59
Obama ist der klassische Gutmensch. Er will unbedingt gutes Tun, wenn dies dann der Realität zuwider läuft, so wird eifrig ignoriert. Und da Putin schon mehrfach der Spielverderber war und damit die nächste Interventionsspirale verhindert hat, kann mit diesem Schlechtmensch logischer weise nicht geredet werden – und wenn die Welt untergeht; im Falle dieser beiden Herren leider ein sehr realistisches Szenario.
Ein grosses Problem ist dabei der zunehmend handzahme Journalismus. Es stellt kein Reporter mehr scharfe, unangenehmen Fragen (höchstens bei Strache). Daher muss der Gutmensch auch keine Antworten geben.
Wenn also der Gutmensch fordert: Nie mehr soll es kranke Menschen geben! So ruft die Journaille: Hurra! Der Weltretter ist da! Anstatt zu fragen wie das gehen soll.
Denn die Lösung könnte einfach aber etwas unangenehm sein: Jeden der krank wird, sofort erschießen – dann ist garantiert niemand mehr krank. Kommentar mit Anmerkungen lesen
M.S.
16x Ausgezeichneter Kommentar
29. September 2015 14:44
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass weltweit in der Politik die Dummheit rapide zunimmt. Und Österreich ist dabei eine kleine Welt, in der die große ihre Probe hält.
Irre ich mich? Und wenn nicht, woran mag das liegen?
Politicus1
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29. September 2015 14:12
Der US Military Industrial Complex hat doch gar kein Interesse, irgendwo außerhalb der USA Kriegszustände zu beenden!
machmuss verschiebnix
13x Ausgezeichneter Kommentar
29. September 2015 21:28
Wenigstens die europäischen Regierungen sollten endlich "erwachsen" werden und mit dem Putin-Bashing aufhören. Wieviele ehem. Sovjet-Herrscher gab es wohl, die in so einer Situation alle Atom-U-Boote vor diversen US-Küstenabschnitten positioniert hätten, um dann nur mehr auf den Knopf drücken zu müssen ?
Putin ist aber schlauer als die Provokateure aus den USA UND DAS ist unser Segen ! ! !
Es ist auch so noch ungemütlich genug, wenn man alt genug ist um aus Erfahrung zu wissen, daß die USA einen Krieg brauchen, weil die größte Einnahme-Quelle der US-Wirtschaft aus "Military Industrial Complex" geschöpft wird .
simplicissimus
12x Ausgezeichneter Kommentar
29. September 2015 17:12
Durchs reden kommen die Leut zsamm. Obamas Vater ist ein Luo und da ich einige Luos ziemlich gut kenne, weiß ich wie endlos diese schwafeln können. Es hört sich alles wunderbar an mit einem Gehalt von Zuckerwatte. So ist er ja auch Präsident geworden. Armer Putin, der sich das anhören muß.
Jedoch bleibt es dabei: sie sollen reden, vielleicht erklärt ein geduldiger Putin nach einer zweistündigen Obama-Jubelrede mit kurzen Worten, wie sich die USA aus dem selbstverschuldeten Schlamassel im Nahen Osten herauswurschteln könnten ...
»Wir könnten das kommende Jahr nicht überleben«
... meint Ex-Präsident Michail Gorbatschow:
Wer diesen Blog etwas kennt, der weiß, daß die Sympathien von LePenseur für Gorbatschow doch eher überschaubar genannt werden können. Dennoch: wo er recht hat, hat er eben recht.Nachdem die USA gemeinsam mit baltischen und osteuropäischen Partnern ihre nuklearen und konventionellen Bedrohung an der Grenze zu Russland ausgebaut haben, ergreift nun Michail Gorbatschow das Wort. Er warnt vor einem dritten Weltkrieg, der im Zuge der aktuellen Provokationen näher denn je sei.Er galt lange als Befürworter einer prowestlichen Sichtweise im Zuge der Ukraine-Krise. So behauptete er beispielsweise, dass es kein Versprechen der NATO gegeben habe, dass sie sich nicht nach Osteuropa erweitert. Mehrere Dokumente, zeitgeschichtliche Aussagen und wissenschaftliche Untersuchungen belegen das Gegenteil (NEOPresse berichtet). Doch nun bezieht der letzte Staatspräsident der Sowjetunion klare Stellung.Hintergrund sind zahlreiche Provokationen – meist militärischer Art – in den letzten Wochen. Diese gingen jedoch meist von amerikanischer oder europäischer Seite aus, nicht von russischer.
Offenbar setzen die Falken in Washington darauf, Putin durch militärische Rüstung im Schulterschluß mit EU-Sanktionen und Börsernmanipulationen in den Ruin zu treiben, und so endlich eines der letzten Hindernisse auf dem Weg des East-Coast-Establishments zur totalen Weltherrschaft auszuschalten (es bleiben dann ja wirklich nur mehr die Chinesen über). Und wenn es ein paar Atombomben auf Rußland bedeutet (und vielleicht auch ein paar in Ost- und Mitteleuropa), so soll's den Neocons auch recht sein. Es ist ja nicht ihr Land, das zerstört, und sind nicht ihre Bürger, die dadurch massakriert werden.
Offenbar werden die Gauner jenseits des Atlantiks ganz im Gefolge der seinerzeitigen Gauner jenseits des Ärmelkanals nach für ihren Geschmack zu langen Friedensperioden kriegslüstern, daß geschwind ein Konflikt aus dem Hut gezaubert werden muß, um den stotternden Wirtschaftsmotor mit Blut, Schweiß und Tränen zu zitieren — wenn man einen pathetischen Ausspruchs eines dieser Verbrecher zitieren möchte ...
Ein Sittenbild aus dem Land der Berufsantifanten
... liefert uns die deutsche »Justiz« mit dem Berufungs-Urteil gegen Michael Mannheimer durch das OLG Stuttgart:
„Antifa, Linkspartei-Sympathisanten und Grüne haben in der Vergangenheit mehr als genug bewiesen, dass sie von demokratischer Meinungsbildung nichts, von linker Meinungs- und Gesinnungsdiktatur im Sinne Lenins und Stalins, jedoch alles halten. Wer sich gedanklich rechts der von ihnen gezogenen Demarkationslinie bewegt, wird als “Rechter” oder “Nazi” ausgemacht“.Das schrieb Michael Mannheimer am 6.11.2013. Nun ist er selbst zum Opfer linker Gesinnungsdiktatur geworden, die unser Land in allen Bereichen überzogen hat. Und die deutsche Justiz hat einmal mehr eine „Affaire Dreyfus“ produziert.
Dieses Urteil ist eine Schande — von der zu hoffen steht, daß der BGH sie tilgen wird! Wobei die Hoffnung darauf nicht überspannt werden sollte — der Corps(un)geist in der deutschen Justiz ist immer noch höchst intakt ...
Ein Urteil, mit dem ein Gericht einer Zeitung den Freibrief erteilt, jemanden als »Neonazi« zu diffamieren, ohne daß für diese Behauptung ein Beweis erfordert würde, ist ein Fehlurteil, wenn auch der Vorsitzende Richter Matthias Haag sich in dem politischen Wind geschmeidig anpassender Rabulistik bemüht, diesen erbärmlichen Eindruck zu verwischen.
Es erhebt sich die Frage, wenn es denn rechtens ist, einen Publizisten, der erkennbar kein Neonazi ist, als Neonazi bezeichnen zu dürfen, warum es dann nicht ebenso rechtens sein sollte, einen Richter und einen Gerichtshof, der in vorauseilendem Gehorsam gegenüber seiner Parteivorsitzenden (im Falle des Richters, der auch ein CDU-Funktionär ist) bzw. (im Falle des Gerichtshofes insgesamt) in Unterwürfigkeit gegenüber der gerade herrschenden Regierungspolitik ein politisches Fehlurteil fällt, als Neo-Freisler oder als Neuauflage des Volksgerichtshofs zu bezeichnen.
Der Vorsitzende Richter blieb jegliche Begründung schuldig, warum die wider besseres Wissen aufgestellte Behauptung, Mannheimer sei ein „bekannter Neonazi“, keine Beleidigung darstelle. Er bezog sich in seinen mündlichen Ausführungen schwammig auf die Teilnahme Mannheimers an der Pegida-Demonstration in Karlsruhe und der von der Stuttgarter Zeitung kolportierten und nicht weiter belegten Behauptung, dort seien Neonazis anwesend gewesen.Der Vorsitzende Richter Matthias Haag, zugleich auch Sprecher der CDU-Fraktion Bad Waldsee, orientierte sich bei seinen Ausführungen ganz offensichtlich an der CDU-Bundesvorsitzenden und Noch-Kanzlerin Angela Merkel, die in ihrer Weihnachtsansprache das deutsche Volk dazu aufrief, den Pegida-Bewegungen nicht zu folgen. Die Verkennung des Grundrechts auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit mag für eine ehemalige Stasi-Mitarbeiterin üblich sein. Gilt das aber auch für den Vorsitzenden Richter eines OLG?
... fragt Peter Helmes am Schluß seines Artikels. Wie pflegen derlei Fragen auf dem LePenseur-Blog beantwortet zu werden, wenn sie denn überhaupt noch gestellt werden? Richtig — so:
»Die Frage zu stellen, heißt, sie zu beantworten ...«
Rechtzeitig vor dem 25-Jahr-Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung hat die deutsche Systemjustiz dafür gesorgt, daß diese Republik zur Kenntlichkeit entstellt wurde: als eine sich längst von den Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit und Verfassungsmäßigkeit verabschiedet habende Demokratie-Simulation politischer Klüngel in und hinter den Systemparteien. Wo findet sich ein Zola, der unseren Machtcliquen und ihren subaltern buckelnden Handlangern in den Verwaltungs- und Gerichtsapparaten ein flammendes
J'Accuse!
entgegendonnert ...?
Wie wird doch so nett gesungen? »Einigkeit und Recht und Freiheit«: Einigkeit unter unseren Machthabern besteht höchstens darin, Recht und Freiheit zu mißachten. Also, offen gesagt: da war sogar die DDR-Hymne noch weniger heuchlerisch und verlogen ...
Freitag, 2. Oktober 2015
»Hier begegnet uns ein Wiedergänger von Arno Schidt auf Speed«
... meint ein anonymer Kommentarposter über ein Gedicht eines anderen anonymen Kommentarposters zu einem lesenswerten Artikel auf »Politplatschquatsch« über den Abessinienkrieg der Italiener, der am 2. Oktober 1936 von Mussolini feierlich für eröffnet erklärt wurde.
Der erstgenannte anonyme Kommentarposter berichtigte sein Posting auf »"Arno Schmidt"... argh«. Nun ja — »Schidt« hatte mir irgendwie besser gefallen ...
Nun ist es ja durchaus nicht unpikant, wenn ein früherer Soze und nunmehriger Fascho (d.h. natürlich: damals nunmehrige!) die Eröffnung eines Krieges gerade am 2. Oktober vornimmt, welcher bekanntlich den Hl. Schutzengeln geweiht ist. Offenbar wußte der GröIAZ (Größter Itaker aller Zeiten), was er von der Kampfeskraft italienischer Divisionen zu halten habe (sowohl die lanzenbewehrten Amharenkrieger des Negus Haile Selassie lieferten dafür bemerkenswerte Nachweise, wie auch die späteren Einsätze an der Seite des GröFAZ, die letztlich irgendwie über das Balkanschlamassel dazu führten, daß der Zweite Weltkkrieg verl... ... nun ja, lassen wir das besser ... um Fontane (bzw. »Fonty«, wie ein ähnlich begnadeter Dichter wie der i.d.F. zitierte sich zitierend nannte) zu zitieren: »Ach, Luise, laß ... das ist ein zu weites Feld« ...
Doch nun zum wiedergängerischen Schidt bzw. Schmidt-Gedicht:
Themenabend "Lyrik gegen die Landnahme"
das Stahlrohr
das Migrantenkind schreit und schreit ; es will und es will und nie ist es ruhig ;
das Migrantenkind schreit . Die Migrantenmutter telefoniert ;
sie telefoniert und sie telefoniert und sie hat und sie hat und sie hat und sie will und sie kauft und
der bayrische Wagen fährt vor ; unendlich tief ist er tiefergelegt , viel tiefer gelegt als gedacht .
die zweite Migrantenfamilie blockiert nun den Gehweg ; hochprofessionell scheikert der Alphamigrant mit dem Goldkettchen .
Störsender ein ; maximale Leistung .
"jallajallajalla lalala in schallah und schall lala " der Handyfunk ist beendet .
wunderschön ist das Stahlrohr aus V4A . U - Bootstahl .
immer wenn der Migrant telefoniert schlägt die höher Macht zu .
Das Stahlrohr - so wunderbar gearbeitet - hergestellt in Deutschland - Hülle für ein Geheimnis .
ich bewege mich durch den Verfügungsraum .
rosa !
irgendjemand hat den Testosteronwagen mit rosa Fa-Bé besprüht .
------------------
Das Gedicht ist — wie fast alle moderne Lyrik — von erheblichen Deutungsunsicherheiten durchsetzt. Doch diese Deutungsunsicherheiten machen es erst zu einem Kunstwerk! »Über allen Gipfeln ist Ruh'« kann schließlich ein jeder — sogar ein Goethe! — auf »Wipfeln« und »Du« reimen — doch über das sind wir natürlich längst hinaus, die Ungereimtheit unseres Lebens heischt ungereimte Gedichte, und die Unverständlichkeit unseres Lebens (die nur für die Kaste der Kulturbetrüger sich bisweilen erhellt — bspw. wenn das Rezensionshonorar für die Besprechung eines zeitgenössischen Lyrikbandes auf dem Konto gutgebucht wurde).
Was also will uns das Gedicht sagen? Was uns bedeuten? auch hier — ein zu weites Feld, als daß wir uns darauf begeben wollten (oder: sollten, sagt unser Rechtsfreund, wie der Anwalt in Österreichs kunstvoller Juristensprache bisweilen noch benannt wird. Bzw. RechtsfreundIn vermutlich längst ...).
Eines steht freilich fest: es ist nicht unproblematisch — wie könnte es das auch, in einer Zeit voller Probleme! »Hülle für ein Geheimnis« ist natürlich ganz offenbar, und leider können wir in Anbetracht dessen nicht ausschließen, was ein dritter anonymer Kommentarposter (der freilich schon vor den beiden vorgenannten postete, in gewissem Sinne daher also als »Proto-Anonymus« zu bezeichnen wäre) vorgeahnt hat:
Finden wir auch. Irgendwie ein Stück weit traurig, nicht wahr ...?Der Itaker als natürlicher Nachfolger des irren "farbigfraugeneigten" Duce ist also schuld an der aktuellen Eritreerinvasion in Schland, ist das die Botschaft, die ppq vermitteln möchte. Ich wiederhole mich, aber dieser Blog sät Hass.
Schlimm das.
Die NSU-Schmiere läuft wie geschmiert?
Eher wie gelähmt, wenn man sich die mittlerweilige Prozeßdauer so ansieht ... Und jetzt kommt noch eine Nebenklägerin abhanden. Der »Tagesspiegel« berichtet merklich verstört:
Wer den Prozeß verfolgte, der findet das keineswegs »schwer zu glauben« — denn was uns da an geradezu haarsträubendem Unsinn seitens der Staatsanwälte als zu glauben vorgelegt wird. Tote, die in diesem Zustand noch Pumpguns durchladen, feuerfeste Papiertaschentücher mit DNS-Spuren, die aus einem abgebrannten Wohnwagen geborgen werden etc. etc. etc.
Vielleicht kommt der Staatsanwalt demnächst drauf, daß das alles in Wahrheit die grünen Männchen vom Mars (oder vom BND) ausgeführt haben.
Blöd nur irgendwie ... so einen Prozeß kann man (außer durch Tod der Angeklagten) doch nur durch ein wenigstens korrekt aussehendes Verfahren beenden.
Wäre ich Frau Zschäpe — ich tät' mir langsam Sorgen um meine Gesundheit machen. Insbesondere Trombosen »san a Hund«, wie der Wiener sagt ...
Überraschung!
Also — wer hätte sich sowas bloß gedacht?!
Auch US-Truppen verübten brutale VergewaltigungenHunderttausende Frauen wurden 1945 von Rotarmisten vergewaltigt. Aber auch viele GIs zwangen Deutsche zum Geschlechtsverkehr, zeigt die Historikerin Miriam Gebhardt.
Aber »DieWelt« wäre nicht »DieWelt«, wenn ihr »leitender Redakteur Zeit- und Kulturgeschichte« nicht sofort zu versichern wüßte:
Doch
ihre Zahlen überzeugen nicht.
Ei, warum? Ei, darum! Weil — Morgenstern läßt grüßen — nicht sein kann, was nicht sein darf. Naja, 1945 waren nicht alle GIs zu jeder Zeit Gentlemen in Uniform, zugegeben — aber ...
Denn ihre Schätzung von mindestens 190.000 Vergewaltigungen durch US-Soldaten ist nicht besser und nicht schlechter als jede andere vage Annahme. Zu dieser Zahl kommt Gebhardt durch mehrere, jeweils in sich mindestens fragwürdige Hochrechnungen.Ausgangspunkt ist eine Statistik von 1956, der zufolge in der Bundesrepublik und in West-Berlin knapp 3200 Kinder lebten, die bei Vergewaltigungen gezeugt wurden. Davon seien etwa drei Fünftel amerikanischen Vätern zuzurechnen.Da erfahrungsgemäß ein Prozent der insgesamt vergewaltigten Frauen tatsächlich ein Kind ihres Peinigers gebar, multipliziert Gebhardt diese Zahl mit 100. So kommt sie auf den Wert von mindestens 190.000 von GIs vergewaltigten Frauen.Doch dieser Wert ist, anders als die Autorin vorgibt, in Wirklichkeit völlig freihändig. Weder die Ausgangszahl noch der Faktor 100 sind überzeugend belegt. Es sind Annahmen, die zutreffen können, aber nicht müssen. Das festzustellen hat nichts mit Relativierung der Verbrechen zu tun – es könnte genauso gut doppelt so viele Fälle sexueller Gewalt durch GIs gegeben haben oder halb so viele. Man kann es schlicht nicht quantifizieren.Als sicher darf man annehmen, dass es auch beim Einmarsch der westlichen Truppen in Deutschland zu vielen traumatisierenden sexuellen Gewalttaten gekommen ist. Es werden viel mehr gewesen sein als die etwa 11.000 Fälle, die der amerikanische Kriminologe J. Robert Lilly aufgrund einer Hochrechnung aus den tatsächlich eröffneten Militärstrafverfahren angenommen hat.Ob es aber 100.000 waren, eine Viertel- oder eine halbe Million, wird sich nicht aufklären lassen. Das sollte man auch offen einräumen, sonst führt man Leser in die Irre.
Noch viel mehr führt allerdings in die Irre, wer durchaus empirisch-rational nachvollziehbare, und als schätzungsweise Ermittlung im Buch offengelegte (sic!) Berechnungen seinen Lesern als »nicht besser und nicht schlechter als jede andere vage Annahme«, sogar als »völlig
freihändig« verkaufen will! Ein bloßer Blick in Wikipedia hätte den »leitenden Redakteur« in Kenntnis gesetzt, daß ein einmaliger Geschlechtsverkehr infolge Vergewaltigung mit ca. 3-5% Wahrscheinlichkeit zu einer Schwangerschaft führt — wenn man dann noch annimmt, daß ein erheblicher Teil dieser Schwangerschaften durch eine Abtreibung beendet wurde, und weiters durch Kindersterblichkeit zwischen 1945 und 1956 zusätzlich Kinder in der Statistik aus 1956 nicht mehr erfaßt sind, dann ist die Schätzung »mal hundert« nicht bloß eine »vage Annahme« sondern vielmehr durchaus nachvollziehbar.
Aber wer, wie »DieWelt«, und überhaupt alle Publikationen der Springer-Presse, sich nicht primär als Informationsmedium, sondern als Sprachrohr des Hegemons U.S.A. verstand und versteht (bekanntlich steht »die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität
in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von
Amerika« in der Satzung der Springer AG), der hat natürlich jedes Interesse, alle Verbrechen der US-Army im besiegten und unterworfenen Deutschland nach Möglichkeit schönzureden.
Ein Paulus-Wort an unsere linkskatholischen Gutmenschen
(Tim. 1 5:8)
Si quis autem suorum, et maxime domesticorum, curam non habet, fidem negavit, et est infideli deterior.
... ach herrje! — die können ja nicht mehr Latein ... aber hier (in Vers 8) werden sie geholfen! Werden sie's lesen? vielleicht. Werden sie's beherzigen? Ach, lassen wir diese Fragen ...
Donnerstag, 1. Oktober 2015
»Die Polizisten fügen sich schließlich ...«
... bemerkt eine davon hörbar sehr angenehm berührte ORF-Reporterin in einem Bericht über illegale Eindringlinge (ab 0:55):
Fast möchte man der ORF-Dame möglichst bald ein vergleichbar illegales Eindringen in ihre eigene Wohnung gönnen, die von »Flüchtlingen« halt einfach genommen wird. Ob sie sich dann auch mit merkbarer Befriedigung »fügen« wird ...?
Pardon — aber wer braucht diesen Mob?
Wohl niemand, außer der »Flüchtlings«-Industrie und unseren p.t. Volksverrätern in Politik und Medien, die sich in feuchten Träumen von Multikulti und Einheits-Mischmasch im One-World-Order ergehen.
Schmeißt diesen Mob einfach raus — wenn nicht anders möglich, dann eben mit Gewalt! Wenn mir ein ungebetener Gast mich beflegelt, weil ihm mein Essen nicht paßt, und mir noch ins Vorzimmer scheißt, bin ich ja auch völlig berechtigt, ihn mit einem Tritt in den Arsch rauszuwerfen. Sein Pech — hätte er sich zu benehmen gewußt ...
Dieses Gesocks kann ihresgleichen im Reichstag und im Berliner Regierungsviertel auch gleich mitnehmen. Und auch die in all den Medienredaktionen, die noch immer mit Betroffenheitsgeste von »Flüchtlingen« dahinsülzen, obwohl mittlerweile längst klar ist, daß auf einen echten Flüchtling mindestens zehn sogenannte »Wirtschaftsflüchtlinge« kommen — also nichts anderes als unerwünschte Einwanderer, die es sich in unserem Sozialsystem bequem machen wollen.
Mein Mitgefühl mit derlei Sozialparasiten ist durchaus endenwollend! Ich habe nicht jahrzehntelang gearbeitet (und als Selbständiger nun wirklich nicht zu knapp, und sicher nicht in einer »geschützten Werkstätte«, sondern im durchaus rauhen Wind des freien Marktes!), um dann zusehen zu müssen, daß irgendwelches dahergelaufenes Gelichter Abzocke in Reinkultur betreibt — und mir vielleicht von Arschgeigen-Politruks und Medienfuzzis dann noch vorwerfen lassen soll, ein »xenophober Rechter« (oder sonst was »Böses«) zu sein.
VA Senator Black discusses ISI, Syria, and Assad ...
Hörenswertes Interview mit Dr. Richard H. Black, einem erfahrenen US-Politiker der zweiten Reihe — von denen man sich bisweilen wünscht, sie wären in der ersten:
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