Samstag, 12. Januar 2013

»Ein Bild sagt mehr als tausend Worte«

... meint der Volksmund. Nichts sagt dieses Sprichwort freilich darüber, welche tausend Worte nun solch ein Bild sagt:


Können Sie es sich nicht denken? Es handelt sich dabei um das Bilanzbild der Schweizer Nationalbank, deren Bilanzsumme derzeit auf ca. 75% des Schweizer Bruttonationalprodukts (!!!) angeschwollen ist. Irgendwie eine interessante Vorstellung: drei Viertel von dem, was ein ganzes, reiches Land in einem ganzen Jahr an Wirtschaftsleistung schafft, soll also äquivalent dem sein, was — zum ganz überwältigenden Teil in Form von Fremdwährungs»investments« — hier im Bilanzsheet einer Nationalbank abgebildet ist.

Wer glaubt, daß dem reale Werte gegenübersteht, kann genauso gut an den Weihnachtsmann oder den Osterhasen glauben. Oder an die Fähigkeit von Politikern, mit Geld sparsam umzugehen. Welche Botschaft also verkündet dieses Bild? Kurz gesagt diese:


»Der Crash steht demnächst bevor«


Diese fünf Worte, zweihundertmal wiederholt, sagen alles; der Rest ist eigentlich nicht der Rede wert. Wenn Sie wollen, können Sie ihn hier nachlesen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Läuft erschreckend parallel zur Wachstumskurve der Weltbevölkerung.

Irgendwer hat gesagt…

Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte haben sich (in Europa, USA, ...) immer größere Schuldenberge aufgetürmt.

Die Schulden sind teils gut bzw. werthaltig (sich rechnende Investitionen usw.) und teils schlecht bzw. wertlos (unrentable Investitionen, nicht rückzahlungsfähiger Konsum usw.).

Die Frage ist, wer die Verluste aus faulen Schulden, die im System drin sind und auf Abschreibung warten, letztlich schluckt.

Die Aufblähung der Zentralbankbilanzen ist ein Teil dieses Prozesses - die Verluste werden in die Zentralbankbilanz verschoben und warten dort auf Abschreibung. Das schluckt dann der Steuerzahler. Ganz dramatisch bei der Deutschen Bundesbank mit ihren faulen Targetforderungen.

Wie immer bei solchen Spielen - eine Bevölkerungsgruppe gewinnt und eine andere verliert.

Friedrich hat gesagt…

@Irgendwer:
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Die Aufblähung der Zentralbankbilanzen ist ein Teil dieses Prozesses - die Verluste werden in die Zentralbankbilanz verschoben und warten dort auf Abschreibung. Das schluckt dann der Steuerzahler. Ganz dramatisch bei der Deutschen Bundesbank mit ihren faulen Targetforderungen.

Wie immer bei solchen Spielen - eine Bevölkerungsgruppe gewinnt und eine andere verliert.
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Ich glaube nicht, daß es dabei wirklich Gewinner geben wird. Wie schrieb dazu von Mises:
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Es gibt keine Möglichkeit, den finalen Zusammenbruch eines Booms zu verhindern, der durch Kreditexpansion erzeugt wurde. Die einzige Alternative lautet: Entweder die Krise entsteht früher durch die freiwillige Beendigung einer Kreditexpansion – oder sie entsteht später als finale und totale Katastrophe für das betreffende Währungssystem. "

Nun wenn man eventuell als Gewinner wird finden können wäre vielleicht der Staat nur wird auch der gewaltig abspecken müssen.

Das irgendsoetas passiert ist meines Erachtens unumgänglich, aus der Geschichte weiß ich aber das geht selten ohne Krieg ab und da möchte ich an ein paar Dinge "erinnern".
- Die USA befinden sich seit nunmehr mehr als einer Dekade im Krieg
- Der Krieg wurde nach dem Angriff auf das WTC sogar auf die eigenen Bevölkerung ausgedehnt. Der Apparat rüstet "gewaltig" auf. Und natürlich passt es Ihm nicht, wenn es die Bevölkerung diese Aufrüstung mitmacht. Was schrieben die Kommentatoren nach dem Amoklauf an der Schulde? Mehr verkaufte Waffen um 50,xxx %

- Frankreich ist in Mali in den Krieg gezogen

- China und Japan sind womöglich auf dem Weg in einen Krieg. Was werden die Amerikaner wohl machen müssen? Wenn Sie Ihr Beistandsgarantie ernst meinen.

- Gibt es wirklich eine große Anzahl Kriegsgewinnler?

Anonym hat gesagt…

Was ich nicht schön finde, ist, dass viele Menschen nach dem 6. September 2011, dem Tag an dem die Druckerpresse angeworfen wurde, den damaligen Präsidenten der Schweizer Nationalbank Hildebrand, als mieses kleines korruptes Schwein bezeichnet haben, das sich persönlich mit seinem Insiderwissen an dieser volkswirtschaftlich durchaus originellen Massnahme bereichert habe. Was kann denn Hildebrand dafür, dass seine Frau nicht nur Galeristin (!) ist, sondern auch einen 7.Sinn für extreme Sprünge bei Devisenkursen hat? (http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/uebersicht/die-affaere-um-snb-praesident-hildebrand-spitzt-sich-zu-1.14114692 ) Und ist es nicht schön, das griechische Reeder 1,20 CHF pro Euro frisch gedruckt bekommen, bei ihrem Geldtransfer von EU-Subventionen in die Schweiz, statt etwa nur 0,95 CHF, wie es der böse Markt wohl inzwischen eingerichtet hätte? Sind es nicht Menschen wie Hildebrandt, Draghi, Faymann und griechische Reeder, die Europa ausmachen? Wer soll denn Europas Jugend aus der Arbeitslosigkeit befreien, wenn nicht diese Wirtschafts- und Charakterkoryphäen?

Volker hat gesagt…

Da sage noch einer, es gäbe keine Hockey-Schläger-Kurve.

Kritischer Beobachter hat gesagt…

@Anonym:

Die Weltbevölkerung ist aber seit 1997 zum Glück nicht auf das 8-fache gestiegen!