Der Papst ist das geistliche Oberhaupt von rund 1,4 Milliarden Katholiken.Der Trump ist das weltliche Oberhaupt von rund 0,35 Milliarden US-Amerikanern.Der Papst hat eine Armee von 135 Mann mit einem Jahresetat von geschätzt 3 Millionen Euro.Der Trump hat 1,3 Millionen Mann unter Waffen, mit einem Jahresetat der bald die 1,5 Billionen Dollar erreichen wird.Der Papst hat eindringlich zum Frieden aufgerufen.Dem Trump hat das überhaupt nicht gefallen.Mir stellt sich die Frage, warum der Trump überhaupt zur Kenntnis nimmt, was der Papst sagt.
„Das ist mehr als ein Verbrechen – das ist ein Fehler“, soll Fürst Talleyrand, einer der größten Staatsmänner Frankreichs, nach einem fatalen Entschluß Napoleons ausgerufen haben haben (manche schreiben das Zitat auch Joseph Fouché, Herzog von Otranto und Polizeiminister desselben Napoleon, zu).
Trump wird diesen Fehler zu bereuen haben, schon bei den kommenden midterm elections und erst recht für den Fall, daß er doch noch einmal als Präsident antreten will (so er dies 2028 noch erlebt). Denn seine Wählerschaft rekrutiert sich nicht nur aus fundamentalistisch-sektiererischen Evangelikalen und "Christian Zionists", sondern ebenso auch aus den vielen Mittelklasse-Amerikanern italienischer, irischer Herkunft und den Hispanics, also lauter Gruppen, die traditionell eher bei den Demokraten ihr Kreuzchen machten und erst seit George W. Bush und dannin noch größerer Zahl auch bei Trump dasselbe taten. Weil sie seinen Verheißungen, etwas für die Mittelschicht in den USA zu tun, glaubten und weil sie seinen Friedensappellen vertrauten.
Dieses Vertrauen hat er in seiner zweiten Amtszeit kurz nach Beginn mit Füßen getreten. Das ist inzwischen weg und wird für ihn auch nicht wiedererlangbar sein, zu sehr fühlen sich seine Wähler vergackeiert, als daß sie ihm da nochmals auf den Leim gingen. Man muß keineswegs wie David Berger, der den Philosophia Perennis-Blog herausgibt, weit bis ins Mittelalter zurück ausholen um Gründe zu finden, warum Konflikte zwischen Imperatoren und Päpsten meist zugunsten Letzterer ausgingen: wer nicht Legenden schmieden will, wird auch genug Gegenbeispiele finden, vom Sacco di Roma bis zur Odyssee Pius' VII ...
Aber: auch wenn Trump nicht müde wird zu behaupten, er wäre per „landslight victory“ gewählt worden, war das keineswegs der Fall! Viele Stimmenvorsprünge kamen aus einigen Swing States, die ihm aufgrund des etwas eigenartigen US-Wahlsystems einen erheblichen Vorsprung an Wahlmännerstimmen bescherte. Aber ein Erdrutsch-Sieg hätte doch anders aussehen müssen – noch dazu gegen eine unpopuläre, erst im letzten Moment aufgestellte und sichtlich unfähige Gegenkandidatin! Und da reichen schon relativ wenige, durch die Attacken Trumps angewiderte Katholiken aus, den Pendelschlag in die Gegenrichtung zu bewirken. Wie sagt doch der Volksmund?
Hochmut kommt vor dem Fall!
Ich denke, da ist mehr der Wunsch des werten Penseurs der Vater seines Artikels. Die US-Katholiken sind (inzwischen, früher waren sie in der Tat ehe den Democrats zugeneigt) stramm republikanisch, und zwar ganz klar rechts, auf MAGA-Kurs. Die stehen zu Trump. Weil sie keinen Papst wollen, der Polit-Reden schwingt und linke Appeasement-Schalmeien bläst, sondern einen, der seinen Schafen den Weg zum ewigen Heil aufzeigt. Genau das hat J.D. Vance, ein gehorsamer Sohn der Kirche, seinem Papst auch in Erinnerung geurfen, sehr zurecht.
AntwortenLöschenCher (chère?) Anonym,
AntwortenLöschenDie US-Katholiken sind ([...] stramm republikanisch, und zwar ganz klar rechts, auf MAGA-Kurs.
Das werden die nächsten Wahlen ja zeigen ... ich frage mich nur, warum der Orangs Man dann nervlich so ausrastet, wenn er doch ohnehin der sichere Sieger sein wird ...
Ich gebe dem Anonym von 14:01 Recht. Die amerikanischen Katholiken sind auch im Maßstab der weltweiten Kirche besonders glaubenstreu und politisch rechts. Sie wollen keinen Polit-Papst, sondern einen, der sich um das Heil der ihm anvertrauten unsterblichen Seelen kümmern. Damit hatder Papst rund um die Uhr genug zu tun. Das Innerweltliche möge er bitte Trump überlassen.
AntwortenLöschen(Leider zeigt sich, dass der Papst zwar qua Geburt Amerikaner ist, aber den größten Teil seines Lebens in Südamerika zugebracht hat, wo er von der fatalen marxistischen "Befreiungstheologie" affiziert wurde.)
Cher Montfort,
Löschennur sofern Sie die erpresserische Drohung mit Völkermord ("Eine ganze Zivilisation auslöschen") und die aktive Unterstützung des zionistischen Regimes Israels, das den Genozid in Gaza, Westbank und Libanon offen und ungeniert betreibt, als das "Innerweltliche" bezeichnen.
Demnach hätte Pius XI, statt seine Enzyklika "Mit brennender Sorge" gegen die Untaten des NS-Regimes zu veröffentlichen, wohl auch besser "das Innerweltliche ... Hitler überlassen" sollen. Meinen Sie sowas ernst?
Ich fürchte leider: ja. Und das ist genau die (Un-)Geisteshaltung, die ich an verknöchert-fanatischen Tradis schlichtweg zum Kotzen finde.
Dieser Papst ist eine furchtbare Person und ein grauenhafter Papst.
AntwortenLöschenNur ist Trump selbst als Person und Amtsträger auch kein Stück besser.
Und beide sind Verräter an der eigenen Anhängerschaft.
Vergangenen Donnerstag hat Papst Leo die katholischen Kirchen weltweit zu einer Stunde Friedensgebet in den Pfarrkirchen aufgerufen. In dieser stillen Anbetung vor dem Allerheiligsten, kam mir besonders das Wort Jesu nach seiner Auferstehung in den Sinn: "Meinen Frieden gebe ich euch, nicht einen Frieden wie die Welt in gibt. Bleibt in meiner Liebe."
AntwortenLöschen--- Ein Esel schimpft den anderen Langohr ---
AntwortenLöschen"...gegen die Untaten des NS-Regimes ..." - Katyn zum Beispiel, oder den unprovozierten Überfall auf das engelgleiche Polen, oder Zeitzünderbomben auf Wohngebiete.
Scherzkeks!
LöschenDaß Katyn nicht von den Nazis begangen wurde, ist bekannt. Und daß sich die Polen keineswegs "engelsgleich" verhalten haben, detto.
Doch darum ging es in meinem obigen Kommentar nicht! Pius XI hat nichts über Katyn geschrieben (das war ja auch erst später). Das wissen Sie ganz genau und wollen jetzt nur hinwegeskamotieren, daß es unsägliche Verbrechen in der Nazizeit gab. Die gab es! Und sparen Sie sich den Hinweis, daß es unsägliche Verbrechen der Alliierten ebenso gab. Auch das wurde oft genug auf diesem Blog thematisiert!
Hier geht es um das Beispiel, daß Pius XI für spätere Päpste gab: eben nicht in die Hosen zu machen, wenn ein Unrechts-Regime wütet, sondern dagegen aufzutreten.
Daß man hingegen, wie Sie offenbar insinuieren wollen, den Genozid an Juden und Zigeunern, die Ermordung politischer Gegner, die Behinderung und Zerschlagung kirchlicher Organisationen als nicht stattgefunden sondern als bloße Verleumdung der ach-so-edelmenschlichen Nazis bezeichnen sollte, ist einfach letztklassige Polemik.
Nehmen Sie zur Kenntnis, daß ich solche Geschichtsfälschungen durch den Admin löschen lasse.
Adieu!
Sorry, habe vergessen, mich einzuloggen!
LöschenDieser Papst entpuppt sich immer mehr als genauso schrecklich wie sein irrlichternder Vorgänger. Was er da in Afrika am Polit-Predigten vom Stapel lässt, ist „letztklassig“, um den Penseur zu zitieren. Ich weiß, dass mir das hier gerade keine Freunde macht, aber ich verbeuge mich vor Trumps Courage, einem Papst zu kristallklar ins Angesicht hinein zu widersprechen. Welcher Staatsmann wagt dies schon? Keiner sonst.
AntwortenLöschenDas viel größere Problem dabei ist allerdings, dass sich Trump als nicht bloß genauso schrecklich, sondern sogar noch als viel schrecklicher als sein seniler Vorgänger entpuppt.
LöschenNö,
LöschenTrump hätte seine "Goschen" halten sollen.
Die US-Verfassung sieht eine strikte Trennung zwischen Religion und Staat vor. Indem Trump sich in innerkirliche, katholische Anlegenheiten mischt, verletzt er dies möglicherweise.
Das ist ungeschickt, dumm und auch unnötig. Klar ein politischer Fehler. Ein ungeschickter Schachzug, den die woke Linke, selbst wenn wir dieser kontra-faktisch strategische Dummheit unterstellen, locker wid ausspielen können.
Die Strategie, die Trump verkörpert, ist gescheitert.
Die Woken sind durch ihn noch hysterischer geworden, noch rücksichtsloser, noch... gefährlicher!
Sobald der nächste demokratische Präsident an der Macht ist werden die keinen Augenblick zögern, "trumpische" Beamte, Richter usw. irgendwie umgehen zu wollen.
MfG,
Der "NATO"-Troll.
Ich hoffe, dass Anonym von 22:26 kein Rechtslibertärer ist. So einen Unsinn kann eigentlich nur ein Liberaler sagen.
AntwortenLöschenHallo,
AntwortenLöschen>für den Fall, daß er doch noch einmal als Präsident antreten will (so er dies 2028 noch erlebt).
Die amerikanische Verfassung ist mit Zusatzartikel 22 recht klar.
Wenn Trump noch mal Präsident werden wollte, dann wäre das ein offener Bruch mit der US-Verfassung und eine reguläre Wahl wäre damit von vornherein erledigt. Man müsste sich das, falls man Lust auf solche Spekulationen hat, als Mischung aus Militärputsch und MAGA-Volksaufstand vorstellen.
Und für letzteres hat Trump schlicht nicht die Anhänger.
>Friedensappellen
Bei Schiller heißt es treffend: Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn sein böser Nachtbar es nicht will.
Der Inhaber eines rein geistlichen Amtes wie der Papst hat vielleicht den Luxus, eine besonders reine, edele Moral zu vertreten. Ein Politiker muss mit den schmuzigen Kompromissen auf Bodenhöhe operieren.
MfG,
der "NATO"-Troll.
Trump hat bereits zu Beginn seiner 2. Periode angekündigt, dass dies die letzte Präsidentenwahl gewesen sein wird. Und wenn er in einem berechenbar ist, dann darin, dass er seine Ankündigungen knallhart umsetzt. Er wird mit einem Federstrich die Verfassung anpassen und wird „auf Lebenszeit“ Präsident bleiben. Das entspricht auch dem Wunsch der Mehrheit der Amerikaner. Wenn er nicht mehr kann, wird sein Sohn Eric übernehmen.
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