Einen äußerst aussagekräftigen Artikel habe ich von Herrn Gerhard Battmer gelesen. Der Artikel ist derart informativ, dass ich ihn komplett hier wiedergebe:
Die Strategic Airlift International Solution (SALIS) ist ein multinationales Programm der NATO und EU. Es sichert den teilnehmenden Ländern den Zugriff auf große zivile Transportflugzeuge vom Typ Antonow An-124-100 zu. Die Maschinen sind am Flughafen Leipzig/Halle stationiert und dienen militärischen sowie humanitären Einsätzen.
Mit den zwei An-124 waren jährlich 4800 Flugstunden bereitzustellen. Zu zahlen waren unabhängig von der tatsächlichen Nutzung für die ersten 2000 Flugstunden („vollfinanziert“) je 100 %, für die weiteren 2.800 Flugstunden („teilfinanziert“) je 40 % des vereinbarten Flugstunden-Kostensatzes. Nach der Nutzung aller vollfinanzierten Flugstunden fielen bei Nutzung der teilfinanzierten Flugstunden die Zahlungen für die restlichen 60 % des Kostensatzes an. Zusätzlich waren nach Flugdurchführung die Ausgaben für Kerosin zu erstatten.
Deutschland hatte anfangs ein Kontingent von 750 voll- sowie 1045 teilfinanzierten Flugstunden übernommen und dafür etwa 20 Millionen Euro zu zahlen; den Rest teilten sich die anderen teilnehmenden Staaten. Ohne diesen hohen deutschen Anteil wäre die Mindestabnahme von 4800 Flugstunden nicht zu erreichen gewesen und das Programm gescheitert. Das deutsche Flugstunden-Kontingent überstieg den Eigenbedarf, sodass in manchen Jahren Zahlungen von bis zu 5 Mio. Euro nicht genutzt werden konnten. Stets wurden bei höherem Bedarf anderer Vertragsteilnehmer eine entsprechende Anzahl von Flugstunden an diese abgegeben. Von daher bestand kein Anreiz für diese Nationen, ein vertraglich höheres Flugstunden-Kontingent zu übernehmen. Weitere Flugstunden-Abgaben erfolgten an Dritte wie die Vereinten Nationen (UN) (Kongo-Einsatz) oder das Auswärtige Amt. Die Verrechnung abgegebener Flugstunden erfolgte zum nominalen Flugstunden-Kostensatz, sodass weitere Vorhalte- und alle Zinskosten zu Lasten des deutschen Verteidigungshaushaltes verblieben.
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Anfang 2012 nahm die Bundespolizei mit der Firma SALIS Gespräche auf, um ebenfalls die Fähigkeiten der An-124 für weltweite Einsätze kurzfristig zu nutzen.
Ende 2016 liefen die bisherigen Verträge aus. Neue, 2017–2018 gültige Verträge wurden aufgrund der geänderten politischen Lage mit den russischen und ukrainischen Anbietern getrennt abgeschlossen. Während die Ukrainer anstrebten, das gesamte Kontingent an Flugstunden zu übernehmen, machten die russischen Anbieter ein günstigeres Angebot und erhielten durch die NATO Support and Procurement Agency (NSPA) den größeren Anteil des Auftrags. Aufgrund der inzwischen längerfristig geplanten Nutzung wurde der Projektname von Strategic Airlift Interim Solution zu Strategic Airlift International Solution geändert.
Im April 2018 teilte der russische Partner Volga-Dnjepr mit, dass er den Vertrag nach dem Auslaufen zum Jahresende beenden und nicht, wie in einer Vertragsoption vorgesehen, verlängern werde.
Im Dezember 2018 unterzeichnete die NATO Support and Procurement Agency (NSPA) den neuen Vertrag mit der Antonov Logistics Salis mit Unternehmenssitz in Deutschland. Zusätzlich zu den An-124 werden bzw. wurden Transportkapazitäten durch weitere große Transportflugzeugtypen gestellt, darunter An-225, An-22 und Il-76.[wikipedia]
Vgl. auch hier:
𝗚𝗲𝗹𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻𝗲𝗿 𝗧𝗮𝗯𝘂𝗯𝗿𝘂𝗰𝗵: 𝗥𝘂𝘀𝘀𝗶𝘀𝗰𝗵-𝘂𝗸𝗿𝗮𝗶𝗻𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗕𝘂𝗻𝗱𝗲𝘀𝘄𝗲𝗵𝗿𝗺𝗮𝘀𝗰𝗵𝗶𝗻𝗲 𝗺𝗶𝘁 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘁ö𝗱𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗔𝘂𝘀𝗿ü𝘀𝘁𝘂𝗻𝗴𝘀-𝗴𝗲𝗴𝗲𝗻𝘀𝘁ä𝗻𝗱𝗲𝗻 𝗲𝗿𝗿𝗲𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗘𝗿𝗯𝗶𝗹 - 𝗢𝗱𝗲𝗿: 𝗗𝗲𝗿 𝗟𝗲𝗮𝘀𝗶𝗻𝗴𝘃𝗲𝗿𝘁𝗿𝗮𝗴
Die pöhse Drohne soll 4 Stunden lang (sicherlich mit Verschnaufpausen) auf dem Leipziger Flughafen rumgeschwirrt sein. Der Röper desinformiert mal wieder: youtube.com/watch?v=JorYLDGKWhk
AntwortenLöschenMir kommt aber eher die deutsche "Berichterstattung" darüber wie Desinformation vor.
Löschen>> Mir kommt aber eher die deutsche "Berichterstattung" darüber wie Desinformation vor. <<
AntwortenLöschenAch was!