Montag, 16. Februar 2026

Organized Crime

by  Meme Dept. 


(Note: some others are not shown on this photo)

Sonntag, 15. Februar 2026

Feindberührung II.

 von Sandokan

"You blows who you is."
– Louis Armstrong

"Man, if you have to ask what it is, you'll never know." 
– Louis Armstrong








To get the vixen to keep the geese...

by  Meme Dept. 



Tschaikowsky zählt zwar nicht zu den Lieblingskomponisten

von LePenseur 
 
 
Dennoch: ein engagiertes Studentenorchester der Boulder Symphony & Music Academy bringt eine (von der Aufnahmetechnik leider etwas dumpfe) nicht bloß "bemühte", sondern durchaus solide Interpretation von dessen Symphonie No. 5 in e-moll, op. 64, unter der Stabführung von Devin Patrick Hughes:
 
 
Perfekt? Sicherlich nicht ganz ... aber mit merklicher Hingabe aller Instrumentalisten gespielt und so (trotz der nicht optimalen Tontechnik) eine zu Herzen gehende Aufführung, die ihren Applaus redlich verdient hat. Wer die (ebenso recht witzigen wie instruktiven!) Worte zur Einleitung überspringen will: einfach hier bei Minute 8:00 einsteigen. 
 

Samstag, 14. Februar 2026

My Wish for Valtentine's Day

by  Meme Dept. 



Prof. John Mearsheimer: Political Pressure and Trump’s Peace Options

von kennerderlage
 
 
Eine interessante Analyse zur aktuellen Lage im Nahen Osten liefert die Unterhaltung von Judge Napolitano mit Prof. Mearsheimer:
 
 
Ein interessantes Detail zur geplant (gewesenen?) US-Attacke auf den Iran liest man in den Kommentaren unter dem Video (google translated):
Offenbar haben die USA dem Iran ein Geschenk in Form von nicht explodierten Bunker-brecherbomben (GBU-57 MOP) hinterlassen, die rund um das Fordow-Gelände verstreut liegen. Nun hört man, dass der Iran diese Blindgänger analysiert, um ihre Funktionsweise besser zu verstehen. Und ich bin überzeugt, dass die Erkenntnisse aus der Analyse dieser Bomben in nicht allzu ferner Zukunft auf eine Weise genutzt werden, die den USA und Israel missfallen wird. 

Sollten sich einige Leser an ihren Physikunterricht in der Schule erinnern: Newtons drittes Bewegungsgesetz besagt, dass jede Kraft eine gleich große, entgegengesetzt gerichtete Gegenkraft hervorruft. Übt ein Objekt eine Kraft auf ein anderes aus, so übt das zweite Objekt gleichzeitig eine gleich große, entgegengesetzt gerichtete Kraft aus. 

Genau das geschieht hier. Der Iran wird nach dem Angriff im vergangenen Juni nicht einfach kampflos aufgeben. Er reagiert und tut in diesem Fall genau das, was jeder souveräne Staat tun würde. Der Iran versucht sich zu verteidigen, wohl wissend, dass Israel und die USA ihn vernichten wollen.
Es bleibt spannend! Mehr zu dem Thema auch in einer Diskussion zwischen dem Professor und Daniel Davis, in der auch andere Konfliktgebiete angesprochen werden. Besonders "interessant" die Wortspende von Kaja Kallas (min 42:40) zu der von ihr erwarteten Niederlage der Russen im Ukrainekonflikt. Das macht sogar den stets eloquenten Prof. Mearsheimer sichtlich sprachlos....
 

Die Wahrheit über die Plandemie – Dokumente des WEF

von Helmut
 
 
Nun ist es raus — das WEF hat es auf den Punkt gebracht. Die Plandemie, von langer Hand vorbereitet, beginnend über die Idee Attalis vom Jahre 1981 (Interview mit Solomon) bis über die von der Rockefeller-stiftung beauftragte Studie des Peter Schwartz ("Scenarios for the Future of Technology and International Development") vom Jahre 2010, sowie weiteren Probevorbereitungen auf den Januar 2020 (insgesamt drei im Jahre 2019) hatte einen Hauptzweck:

Zu testen, wie weit man die Völker der Welt unter Kontrolle bringen kann, wenn man als Begründung z.B. den Schutz der öffentlichen Gesundheit angibt. Man hat bewusst nicht die Begründung „Angst“ genannt —  obwohl das zutreffender wäre. Ich erinnere an das Zitat, das man Göring unterstellt hat, und das immer wieder als Fake dargestellt wird, weil er es im Nürnberger Prozess nicht gesagt hätte. Hat er auch nicht, aber er hat es bei einem Interview zu einem Reporter gesagt.
„Es ist sehr einfach und hat nichts mit dem Nationalsozialismus zu tun, es hat mit der menschlichen Natur zu tun. Man kann es in einem nationalsozialistischen, sozialistischen, kommunistischen, monarchischen oder demokratischen Regime tun: Das Einzige, was eine Regierung braucht, um Menschen zu Sklaven zu machen, ist Angst!“
In den Medien wird das heruntergespielt, im „ruhrbarone.de“ wird behauptet:
„Göring ist es auch, von dem zurzeit in den Sozialen Medien ein Zitat die Runde macht, dass vor allem bei Coronaleugnern beliebt ist, die die Coronamaßnahmen der Bundesregierung gerne in die Nähe des NS-Regimes stellen und das Infektionsschutzgesetz mit dem Ermächtigungsgesetz auf eine Stufe stellen.“
Wie man solche Aussagen bewerten soll, ergibt sich schon daraus, dass hier immer noch der Begriff "Corona-Leugner" verwendet wird. Nun muss man aber sehr aufpassen, was man bei den Medien liest, denn auch am heutigen Tag schreibt KI:
„Wissenschaftliche Untersuchungen und Berichte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehen hingegen davon aus, dass SARS-CoV-2 natürlichen Ursprungs ist und durch eine Zoonose (Übertragung vom Tier auf den Menschen) entstanden ist.“
(Ich glaube, da ist jeder Kommentar überflüssig, zu so einem Schwachsinn).

Zurück zu meiner Eingangs-Behauptung:

Es wurde in den Veröffentlichungen des WEF nun klargestellt, was der eigentliche Zweck dieser Plandemie war, und das kann man hier nachlesen:

Ich nehme davon nur den ersten Punkt heraus, und da ist es völlig klar:
1. COVID-19 was the test of social responsibility – A huge number of unimaginable restrictions for public health were adopted by billions of citizens across the world. There were numerous examples globally of maintaining social distancing, wearing masks, mass vaccinations and acceptance of contact-tracing applications for public health, which demonstrated the core of individual social responsibility.
Was das nun weiter bedeutet, kann man sich ja ausmalen, für die Zukunft. Ganz gut hier in dem Video erklärt:

Man kann es sich auch über einen facebook-reel erklären lassen:

Nun gibt es sicher manche, die im Rückblick nun meinen, das Ganze ist ja nun abgehakt, und es wird sicher nicht so heiß gegessen, wie gekocht wird. Das Gegenteil ist der Fall. Man will mit aller Gewalt nun Exempel statuieren, um in Zukunft auch die aufmüpfigen Mediziner in Reih und Glied zu zwingen. Dabei benützt die Politik die Justiz, die ja entgegen des Grundgesetzes nicht voneinander getrennt sind, sondern Hand in Hand arbeiten.

Gut nachvollziehbar aus diesem Video, wo einer der betroffenen Ärzte, Herr Dr. Walter Weber, klare Kante ansagt (Dauer 9 min):



Ein kurzer Überblick, auch von diesem Arzt, aus einem facebook-reel (2,5 min):

Mein Fazit:

Obwohl es längst bewiesen ist, dass die einfachen Masken nichts gebracht haben und bei einer tatsächlichen Covid-Infektion aus Gründen der Durchlässigkeit hinsichtlich der Größe des Virus nur die FFP3-Masken einen Sinn hatten, die man aber laut Arbeitsschutzverordnung nur maximal 75 Minuten(*) tragen darf, werden noch laufend Ärzte vor die Gerichte gezerrt, mit Geldstrafen, Berufsverboten und auch mit Gefängnisstrafen belegt. Einfach nur deshalb, um die Gewalthoheit des Staates bei zukünftigen Maßnahmen nicht zu gefährden, auch dann nicht, wenn sie unbegründet sind.
 

(*) FFP3-Masken: Aufgrund des hohen Atemwiderstands gelten in der Regel Tragezeiten von ca. 75 Minuten (ohne Ventil) bis zu 2 Stunden (mit Ventil), gefolgt von einer Erholungsdauer von 30 Minuten.
 

Freitag, 13. Februar 2026

Free Fall

by  Meme Dept. 



Prof. Jeffrey Sachs: Economic Coercion & Death Of The Dollar

von kennerderlage
 
 
Prof. Glenn Diesen spricht mit Prof. Jeffrey zum Effekt, dass wirtschaftspolitische Zwangsmassnahmen das internationale System destabilisieren und letztlich kontraproduktiv sind, weil die Welt lernt, ohne die USA auszukommen:
 
 

Heute vor 15 Jahren

von LePenseur
 
 
(das war an einem Sonntag, dem 13. Februar 2011) veröffentlichte ich auf diesem Blog einen Artikel unter dem Titel 

Unwillkommene Wahrheiten

 
Aber deshalb nicht weniger wahr. Auch wenn man sie in Österreich (und vielen anderen Staaten Europas) nicht mehr unbestraft aussprechen dürfte. Pat Condell at his best (z.B. mit seiner Definition: »Islam without violence is like an egg-free omelette«)
Daran schlossen sich eine Reihe von Videos, in denen Pat Condell sehr unverblümt zur Umvolkung seines Heimatlandes Großbritannien zu einem islamistisch-totalitären Kalifatsstaat Stellung bezog. Sie sind allesamt präzise argumentiert und wirklich sehenswert! Meinen Artikel schloß ich mit den Sätzen:
Kleine Anmerkung für die doch recht zahlreichen religiösen Besucher dieses Blogs (übrigens: Dankeschön an Rev. Alipius — über seinen Blog kommen die meisten zuordbaren Besucher hier-her!): ich weiß bereits, daß Pat Condell ein Atheist ist, und daß er auch manche Unterstützer hat (wie z.B. Dawkins), auf die er unschwer verzichten könnte.

Aber erstens höre ich klugen Überlegungen (besonders, wenn sie so pointiert vorgebracht werden) gerne zu, egal von wem sie kommen. Und zweitens wird der, der Pat Condell nicht jetzt zuhört, später vermutlich keine Gelegenheit haben, es zu tun. Denn dann wird er entweder in Reih und Glied in Socken beim Freitagsgebet auf Gymnastik machen, oder in seiner geduldeten Katakom-benkirche möglichst unauffällig vergangenen Zeiten größerer Freiheit nachweinen. Oder tot sein.

Also, ganz unter uns: da promote ich doch lieber einen Pat Condell ....
Dem ist eigentlich nicht hinzuzufügen, außer ... daß schon 15 Jahre später (sprich also: heute) solche Videos wohl kaum mehr veröffentlicht werden dürften. Es sei denn, man hat seinen Bademantel im Vorzimmer griffbereit am Haken, wenn die Schergen "unserer" Staatsgewalt frühmorgens anklopfen. Und die Rufnummer eines brauchbaren und vertrauenswürdigen Anwalts für die Angehörigen griffbereit hinterlegt, damit doch wenigstens nach den ersten Verhören auf dem Revier ein Rechtsbeistand Rudimente eines legalen Verfahrens einmahnen kann.
 
Weit haben wir's gebracht, in diesen 15 Jahren!
 

Donnerstag, 12. Februar 2026

Politicians

by  Meme Dept. 



Douglas Macgregor: We're Back To Endless Wars

von kennerderlage
 
 
Where is the MAGA-president? I think it‘s an illusion. I think MAGA is dead.“ Mit diesem deprimierenden  Zitat aus der Diskussion  kann man die Sendung von Daniel Davis mit Douglas Macgregor zusammenfassen: 
 

Zusammenfassung unter dem Video (auf Deutsch):

Oberst Douglas Macgregor argumentiert, dass Trump mit dem Versprechen angetreten sei, „endlose Kriege“ zu beenden und „America First“ zu priorisieren. Stattdessen verantwortet er jedoch ein massives, intransparentes Verteidigungsbudget von 1,5 Billionen Dollar und eine zunehmende Anzahl militärischer Konfrontationen. Anstatt Auslandseinsätze zu reduzieren, verschärft die US-Politik die Spannungen – insbesondere mit dem Iran und Russland – und scheitert gleichzeitig daran, den Krieg in der Ukraine zu beenden. 
 
Sie kritisieren die Beschlagnahmungen russischer, iranischer und venezolanischer Öltanker durch die USA als symbolische, wirtschaftlich unbedeutende und strategisch sinnlose Aktionen, die Russland provozieren könnten, ohne dessen Kriegsanstrengungen nennenswert zu schwächen. Diese Schritte werden eher als politisches Theater und wirtschaftliches Eigeninteresse (Steigerung der US-Ölexporte) denn als ernsthafte Strategie dargestellt. 
 
Die Diskussion weist Behauptungen zurück – die in europäischen Medien und Denkfabriken kursieren –, Russland würde nach einem Waffenstillstand in der Ukraine die NATO oder das Baltikum schnell angreifen. Solche Szenarien werden als absurde Panikmache bezeichnet, die dazu diene, einen andauernden Konflikt zu rechtfertigen und Institutionen aus der Zeit des Kalten Krieges aufrechtzuerhalten. 
 
Russland habe weder Interesse noch Anreiz, sich nach Westen auszudehnen, und bevorzuge normalisierte Wirtschaftsbeziehungen. 
 
Insgesamt wird in diesem Abschnitt argumentiert, dass Washington, europäische Führungskräfte und einfluss-reiche Denkfabriken mehr an der Aufrechterhaltung von Feindseligkeiten und andauernden Kriegen interessiert seien als an Verhandlungslösungen. 
 
Trumps Instinkt neige zwar möglicherweise zur Beendigung von Konflikten, so der Redner abschließend, doch habe er es versäumt, entschlossen zu handeln und Kriege und Spannungen trotz gegenteiliger Wahlversprechen fortbestehen lassen.

Peter Mandelson: Oh to Be in England Now that Thermidor is Here

von LePenseur
 
 
Unter diesem, ein wenig enigmatisch anmutenden Titel findet sich bei The Libertarian Alliance ein überaus aufschlußreicher, süffisant den absehbar tiefen (aber wohl nicht tödlichen) Absturz eines der raffiniertesten Hintergrund-Spielers der internationalen Politikszene, nämlich von Lord Peter Mandelson, kommentierender Artikel, den man sich genüßlich auf der Zunge zergehen lassen sollte.
 
Thermidor? Nun, abgesehen von ein paar Historikern und historisch Gebildeten (doch wer ist das heute noch ...) kennen die meisten diesen Begriff überhaupt nicht, oder höchstens als Name eines elitären Hummer-Gerichts. Aber der Artikel verweist auf den historischen Begriff doch mit hinreichender Genauigkeit, sodaß auch weniger historisch Gebildete (bzw. Interessierte )seine Bedeutung verstehen können. Eh voilà... der Worte sind genug gewechselt, nun laßt uns den Artikel zitieren!

I remember a joke from the 1990s. It travelled quickly then, because it was economical, and because it did not need explanation.

Q. Why do people hate Peter Mandelson on sight?
A. Because it saves time.

It remains the best summary of the man. He was never likely to be the most loathsome figure in British politics—there is no shortage of serious competition—but he was, and remains, the most conspicuously loathsome. He had the gift of provoking disgust before he had spoken a word, and of confirming it the moment he did. There are men who corrupt quietly, and there are men who make corruption theatrical. Mandelson belonged to the latter class.

His entanglement with the Jeffrey Epstein affair has brought a most gratifying conclusion to a career that should never have begun. This time, it really is final. He may or may not be prosecuted, and he will not be impoverished. Men like Mandelson will never struggle to pay their gas bills. But money was never the main currency he sought. Status mattered more, and respect more still. Both have now been withdrawn, and neither will be returned. He will spend what remains of his life as a frightened and embittered husk, shunned in rooms that once applauded him, tolerated only where his presence cannot be avoided. It is difficult to imagine a more fitting punishment.
(Hier weiterlesen)
Wenn der Artikelautor Marian Halcombe etwa feststellt:
Formal politics is theatre. The real authority lies with the monied interest: a financial oligarchy centred on the City of London and its international extensions. This class does not rule by issuing orders. It rules by setting limits. Within those limits, governments may posture and rotate personnel. Outside them, nothing happens. 
... dann kann man dem einfach nur beipflichten! Nicht
nur für Großbritannien, sondern für so ziemlich alle politischen Systeme der Gegenwart und Vergangenheit, egal wo sie etabliert sind, egal wie vollmundig sie sich selbst beschreiben mögen: die Klasse der Milliardäre und ihrer Bankster zieht die Fäden, an denen die Marionetten zu einem scheinbaren Eigenleben erwachen. Und die Puppen sind in Politik wie Verwaltung zu finden, wobei die "Fäden" vielleicht gar nicht der ganz zutreffende Begriff für die Form der Abhängigkeit der Puppen ist:
Politicians, senior civil servants, media figures, and academic courtiers form a governing class whose task is to administer the country in ways compatible with the needs of finance. They absorb the agenda by osmosis, not instruction, and mistake this absorption for independent judgement.
(Hervorhebung von LePenseur)
 "Osmose" — die geheimnisvolle Kraft, die die (über)lebensnotwendige Feuchtigkeit und die für den Erhalt und das Wachstum eines Baumes gegen alle Schwerkraft bis in die letzten Äste, ja Blätter, zieht: treffendes Bild für das Funktionieren der Abhängigkeitsverhältnisse: tausche "Wohlverhalten" für Karriere ... und die Hände, die einander waschen, halten sich noch (außer in depressiven Stunden der Wahrheit) für "sauber" ...
 
Marian Halcombe stellt die Diagnose ohne falsches Mitleid, kühl und emotionslos:

But the world has changed. China has risen. The Russian war has not gone as planned. [...]

This has forced a reconsideration of tactics. Not of ends — those remain unchanged: global rentier capitalism backed by force — but of means. What is now required is not further dis-integration, but a limited restoration: enough industry to function, enough cohesion to endure, enough legitimacy to stabilise the system.

Statt "rentier capitalism backed by force" hätte er auch einfacher "crony capitalism" schreiben können, aber das wäre vielleicht zu plump, zu plakativ rübergekommen. Denn Halcombe liefert danach seine Definition für den Begriff "Thermidore":
The French call this moment Thermidor: not a counter-revolution, but a retreat from excess; not liberty, but order; not repentance, but consolidation. 
Wer glaubt, daß mit dem Platzen der Epstein-Affaire jetzt "aufgearbeitet" wird, daß der "MAGA"-Moment in der US-Politik den deep state austrocknen wird, ist naiv! Nichts (oder, wenigstens, nicht viel) dergleichen wird geschehen. Der auf den normalen, ordentlichen Menschen lastende Druck wird sich temporär etwas mindern — das vielleicht. Hoffentlich!
 
Aber die Versuche der "Eliten", den Rest der Menschheit (also die 99,9% deplorables laut dieser Killary, die für ihre Taten wohl hernieden auch nie zur Verantwortung gezogen werden dürfte) unterzubuttern, werden weitergehen. Mit der Opferung einiger Sündenböcke, wobei selbst die "Opferung" nur symbolisch ausfallen dürfte.
 
Der frühere österreichische Wirtschaftsminister Robert Graf, den (trotz seiner allseits gerühmten Konzilianz in Verhandlungen und des geschätzten Wortwitzes seiner Parlamentsreden) seine politischen Gegner so wie seine eigenen "Parteifreunde" wegen einer früheren Berufstätigkeit zuweilen als "burgenländischen Hendlbrater" *) zu desavouieren wußten, meinte einmal:
 
Wer in der Politik einen Freund sucht, sollte sich einen Hund anschaffen.
 
Ich kenne wenig wahrere Worte; und das nicht
nur für die Politik, sondern ebenso für die in erschreckender Akzeleration mehr und mehr entartende westliche Gesellschaft ...
 
-----
 
*) Für unsere Piefkes: 

Die "Burgenländer"  und die über sie gerissenen Witze sind das österreichische Pendant zu den Ostfriesen(-witzen) der Föderalgermanen. 

Ein "Hendl" = Huhn, daher "Hendlbrater" abwertend für: Imbißstubenbetreiber, (kleiner) Gastwirt.
 

Mittwoch, 11. Februar 2026

Parties

by  Meme Dept. 



Chas Freeman zu USA/Russland-Beziehungen und zu Netanjahus Wunschliste bei Trump

von kennerderlage
 
 
Der ehemalige US-Botschafter in Saudi-Arabien und stellvertretende US-Verteidigungsminister (internationale Sicherheitsfragen) in einer ausserordentlich informativen Diskussion mit Judge Napolitano:
 
 
Ansehen lohnt sich! Und man wird bald erfahren, was nach dem heutigen Treffen (oder sollte man nicht besser sagen: bei der heutigen Instruktionsstunde) Netanjahus von Trump als "Verhandlungs"-Ergebnis verlautbart wird.

Terra Sancta — Terra Incognita

von Deliberator  Austriacus 
 
 
Wer sich über den Nahost-Konflikt informieren will, wird bald feststellen: was uns die Systemmedien und der Geschichtsunterricht erzählen, ist bestenfalls "Dichtung und Wahrheit" — wobei der Dichtungs-Anteil der weitaus überwiegende ist. Zufällig fand ich auf der Website der Property and Freedom Society einen Vortrag zu diesem Thema, der eine große Menge an historischen Details anspricht, die den seit Jahrzehnten schwälenden Nahostkonflikt auf einmal plausibler macht als die einseitigen Geschichtsklitterungen, die uns normalerweise vorgesetzt werden:
 
 
Unter dem Video findet sich eine Zusammenfassung, die ich (hier in deutscher Übersetzung) für bereits sehr informativ halte:
Der Ökonom Saifedean Ammous argumentiert, dass der israelisch-palästinensische Konflikt im Wesentlichen eine Krise der Eigentumsrechte und keine alte religiöse oder ethnische Fehde darstellt. Er behauptet, dass der Zionismus systematisch das jahrhundertealte System des privaten Landbesitzes in Palästina abgebaut und durch ein staatlich kontrolliertes, rassenbasiertes Monopol ersetzt hat, das zwangsläufig Gewalt und Enteignung hervorbringt. Diese Verletzung, ermöglicht durch ausländische Mächte und durch Subventionen aufrechterhalten, hat eine historisch friedliche Region in einen Schauplatz anhaltenden Diebstahls, Vertreibungen und Völkermords verwandelt. Ammous greift auf libertäre Prinzipien zurück (unter Berufung auf Mises, Rothbard und Hoppe), um zu behaupten, dass die Wiederherstellung universeller Eigentumsrechte der einzige Weg zum Frieden ist.

Historische Hauptargumente: 

Landbesitz und Koexistenz vor 1948: Britische  Daten aus dem Jahr 1945 zeigen, dass Juden nur 5,67 % des palästinensischen Landes besaßen (alles durch legitime Käufe), Muslime und Christen 48,31 % und 46 % öffentlich (viel de facto von Beduinen gehalten). Kein Bezirk hatte jüdische Mehrheitsbeteiligung. Über 1.300 Jahre lang unter islamischer Herrschaft (seit 637 n. Chr.) koexistierten Juden, Muslime und Christen friedlich mit geschützten Eigentumsrechten – z. B. gemeinsame Feierlichkeiten in Hebron im Jahr 1747. Ammous weist Behauptungen über inhärente Konflikte zurück und weist darauf hin, dass die letzte große jüdische Vertreibung durch die Römer (70–130 n. Chr.) stattfand und Massenvertreibungen während der Kreuzzüge stattfanden. 

Zionistische Aggression und die Nakba: Bis 1947 setzten zionistische Milizen (31 % der Bevölkerung) Terrorismus, Massaker (z. B. Deir Yassin, bei dem 100+ Zivilisten getötet wurden) und vorsätzliche Vertreibungen ein, um die Kontrolle zu übernehmen, wodurch 250.000–380.000 Palästinenser vor dem Krieg von 1948 vertrieben wurden. Führer wie Ben-Gurion befürworteten offen die "zwangsweise Umsiedlung". Die Nakba ("Katastrophe") führte dazu, dass ~800.000 Palästinenser aus über 500 Dörfern vertrieben wurden, deren Eigentum durch das israelische Abwesenheitsgesetz konfisziert wurde. Die britische Entwaffnung der Palästinenser (1939) ermöglichte dies; arabische Armeen griffen erst danach ein, um den Genozid zu stoppen, waren jedoch unterlegen. 

Staatsmonopol auf Landbesitz: Nach 1948 verstaatlichte Israel ~70 % des Landes unter der israelischen Landverwaltung (ILA), die es ausschließlich über das Rückkehrgesetz an Juden verpachtet – im Grunde eine sozialistische Agentur, die für eine ethnische Gruppe stiehlt. Palästinensern wird das Rückkaufsrecht verweigert, anders als in Siedlergesellschaften wie den USA, wo die Einheimischen einen Teil des Eigentums behalten.

Bundeskanzler Bruno Kreisky rief einst einem jungen Zeitungsreporter, der eher ahnungslose Fragen stellte, zu: 

LERNEN SIE GESCHICHTE!

Was nicht nur für Zeitungsreporter ein wirklich guter, berherzigenswerter Rat ist — nur leider erschreckend außer Mode gekommen.
 

Dienstag, 10. Februar 2026

What the W.P. knows for sure....

by  Meme Dept. 



Die Geschichte wiederholt sich (Teil 2)

Gastkommentar
von Ralph Bernhard
 
 
Dieser Text erörtert den historischen Kontext und die Auswirkungen von Seeblockaden, die als Vorlage dienen können. Im Fokus steht dabei die aktuelle Strategie der USA gegen China als „Fernblockade“, die an vergangene Ereignisse erinnert. 
 
Die USA bereiten derzeit eine „Seeblockade über große Entfernungen“ gegen China vor, die einem sich wiederholenden historischen Muster folgt (Details dazu finden sich im US Naval War College Review/A Maritime Oil Blockade Against China/2018 und lassen sich aus der seit 2010 zunehmend aggressiven Rhetorik gegenüber Peking ableiten). 
 
Dies stellt einen regelrechten Versuch dar, die Geschichte zu wiederholen, gefolgt von einer Erzählung, die an vergangene Ereignisse anknüpft. 
 
Ein Auszug aus der ursprünglichen Erzählung über die „Seeblockade über große Entfernungen“, bekannt als „Der Erste Weltkrieg und die Hauptursachen“, die sich nach dem Sieg Deutschlands über Frankreich 1871 und dem damit einhergehenden Aufstieg Deutschlands zur stärksten Macht Europas in Phasen entwickelte. Dies verdeutlicht die Bemühungen gemäßigter internationaler Politiker, Seeblockaden auf Operationen mit kurzer Reichweite zu beschränken, um deren Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung zu verringern (Fortsetzung der Haager Konferenzen). Die Londoner Erklärung von 1909 ist ein Schlüsseldokument, das die Regeln für Seeblockaden festlegte. Kurz gesagt, zielten die Londoner Erklärung (1909) und die Blockaderegeln darauf ab, Seeblockaden zu kodifizieren und dabei Effektivität und Nähe zu betonen: 

1) Nähevoraussetzung: Artikel 1 bis 21 legten fest, dass eine Blockade „effektiv“ sein musste. Das bedeutete, dass Schiffe direkt vor der feindlichen Küste stationiert werden mussten, um den Zugang physisch zu verhindern, wie es historisch üblich war. 

2) Verbot von Fernblockaden: Die Erklärung erlaubte keine „Fernblockaden“, bei denen Schiffe Schiffe weit draußen auf See abfangen. Historisch gesehen nutzten Seemächte die Logik des Kaperbriefs, um Piraterie zu legalisieren, indem sie Piraten Schutz gewährten. Im Wesentlichen war dies der Versuch zu behaupten: „Eure Piraterie ist verwerflich, meine aber ist Heldentum.“ 

3) Neutralitätsschutz: Die Anwendung der Doktrin der „ununterbrochenen Reise“ auf Blockaden wurde untersagt. Das bedeutete, dass Güter, die für neutrale Häfen bestimmt waren, nicht beschlagnahmt werden durften, selbst wenn sie später auf dem Landweg zum Feind transportiert wurden. 
 
Es ist wahrscheinlich, dass die Behörden in London mit einem solchen Abkommen unzufrieden waren. Tatsächlich hätte eine Ratifizierung die Royal Navy im Ersten Weltkrieg erheblich eingeschränkt, nicht die Marinen der Mittelmächte. Aus diesem Grund ratifizierte London das Abkommen nicht (logischer Schluss). Mangels Dringlichkeit wurde es daher nie formell ratifiziert, obwohl die Erklärung zu Beginn des Ersten Weltkriegs weithin als Völkergewohnheitsrecht anerkannt war. Versuche, Länder zu beschuldigen, die am meisten von einem solchen Vertrag profitiert hätten, oder zu suggerieren, dass bestimmte Großmächte (nicht der eigene Block) die Ratifizierung torpedieren wollten, sind typische Taktiken der Narrativgestaltung und Propaganda. Narrativgestaltung ist in der populären Geschichtsschreibung weit verbreitet. 
 
Nach 1914 entstanden neue Realitäten mit einer Seeblockade Nordeuropas. Während des Ersten Weltkriegs hatte diese Fernblockade weitreichende negative Auswirkungen, selbst in neutralen Ländern wie den Nieder-landen, die die Kartoffelhungersnot erlebten (Aardappelonroer 1917/1918). Die Kriegsparteien missachteten restriktive Gesetze und änderten sie zu ihrem Vorteil. Großbritannien verhängte eine Fernblockade gegen Deutschland, indem es Schiffe weitab vom Ärmelkanal und der Nordsee kontrollierte und neutrale Staaten zwang, nur noch nach britischen Regeln zugelassene Güter zu transportieren. Schwächere Mächte waren zur Einhaltung gezwungen („Recht des Stärkeren“). Schmuggellisten wurden auf hoher See und in britischen Häfen durchgesetzt. Nach dem Ersten Weltkrieg setzte sich diese Logik der Regelsetzung zum eigenen Vorteil durch. Siehe Fußnote 1. 
 
Das Wettrüsten zur See begann weder 1905/06 noch an einem anderen häufig genannten Datum, noch endete es 1919 mit der Selbstversenkung der Hochseeflotte. Dies war lediglich der anglo-deutsche Teil. Das Wettrüsten begann früher, die moderne Phase war durch Londons „Zwei-Mächte-System“ gekennzeichnet. London legte dies ohne jegliche internationale Konsultation fest. Das Wettrüsten zur See setzte sich während des Ersten Weltkriegs mit wechselnden Rivalen fort. Die Annahme, das Wettrüsten zur See habe den Ersten Weltkrieg verursacht, ist ein Irrtum. Warum? Das Wettrüsten zur See begann 1871 mit Frankreichs Versuch, norddeutsche Häfen während des Deutsch-Französischen Krieges zu blockieren. Dieses und andere historische Beispiele zeigten, wie sich Blockaden auf die Bevölkerung in vorwiegend landbasierten Kriegen auswirken konnten, wenn diese sich über einen längeren Zeitraum erstreckten (sogenannte „lange Kriege“).
 
Die wahren Gründe für den Aufbau einer deutschen Marine waren zweifacher Natur: 

1) Londons Weigerung, nach 1890 ein deutsch-britisches Bündnis einzugehen, das gemeinsame Interessen hätte schaffen können (Großbritannien schützte mit seiner Seemacht die gemeinsamen Überseegebiete, Deutschland mit seiner Landmacht die gemeinsamen kontinentalen Interessen). 

2) Die Absicht der deutschen Führung, die Bevölkerung vor Blockadedrohungen zu schützen. 
 
Blockaden waren eine bevorzugte Taktik der Wirtschaftskriegsführung (siehe Fußnote 2). Das Wettrüsten zur See begann als deutsch-französischer Wettstreit und dehnte sich nach Russlands Bündnis mit Frankreich (1891–1894) auf Russland aus. Als Großbritannien der Triple Entente (1904–1907) beitrat, war das Wettrüsten bereits in vollem Gange. Die deutsche Führung musste Häfen vor potenziellen Blockaden durch drei Marinen schützen: die britische, die russische und die französische. Die deutsche Marineaufrüstung war daher eine Reaktion auf Bedrohungen, nicht deren Ursache. Ursache und Wirkung zu verwechseln, indem man willkürlich ein Start-datum festlegt, verfälscht die Geschichte. 
 
Zudem ist zu beachten, dass die vor dem Ersten Weltkrieg gebauten deutschen Schiffe Küstenverteidigungs-schiffe mit kurzer Reichweite ohne globale Reichweite oder Stützpunkte in Übersee waren. Die wahrge-nommene Bedrohung für die Royal Navy und das Britische Empire war teilweise Propaganda von Rüstungs-herstellern, die nach Finanzierung suchten. Letztendlich war das Britische Empire der größte Verlierer dieses diplomatischen Schauspiels, denn mit dem Ersten Weltkrieg verlor es zunächst die Möglichkeit, den „Zwei-Mächte-Standard“ durchzusetzen, und dann sein Empire. 
 
Ursache und Wirkung: Keine Ursache, keine Wirkung. Ohne die kontinuierliche Einkreisung Mitteleuropas nach 1890 hätte es keine Notwendigkeit für eine große deutsche Marine gegeben. 
 
All dies wird sich wiederholen. Ersetzt man einfach „Deutschland“ durch „China“ und den entsprechenden Ort auf der Karte, verschiebt sich die Schuld von denjenigen, die anstiften, etwas aufzwingen, nötigen und diplomatisch manövrieren, um die Deutungshoheit in ihrer Bevölkerung zu behalten (das MICIMATT-System der privatisierten Propaganda). Jegliche chinesischen Bemühungen, ihr Volk, ihre Küsten und die wirtschaft-lichen Errungenschaften der Nachkriegszeit (ähnlich wie in Deutschland nach den 1890er Jahren) zu schützen, werden so negativ wie möglich dargestellt und als „schwarze Legende“ stilisiert. 
 
Sollten Einkreisung und Expansion eine Reaktion hervorrufen, wird diese erneut als „Rettung der Welt durch die USA/den Westen“ dargestellt. 
 
Werden die Westler daraus lernen? Zweifellos nicht. Ihre Geschichtsschreibung priorisiert Relativismus gegen-über Genauigkeit und begräbt die Wahrheit unter Propaganda (Überheblichkeit, Chauvinismus), um sich als „Weltretter“ zu inszenieren. In diesem Narrativ ist Imperialismus wohlwollend, und Realismus wird herunter-gespielt. Es wurden keine Lehren gezogen, obwohl die Ereignisse des Kalten Krieges, als Kriegsspiele offen-barten, dass Europas „beste Freunde“ über 300 taktische Atomwaffen gegen ihre eigenen NATO-Verbündeten richteten, noch einmal deutlich machten: das Hauptaugenmerk lag auf dem Überleben der eigenen Familien, selbst auf Kosten anderer. Millionen europäischer Opfer wurden als akzeptabel erachtet, um amerikanische Leben zu retten. 
 
Rat an die Europäer: Schafft ein globales Machtgleichgewicht, sonst droht erneut der Untergang. Trotz aller Versuche, Verwirrung zu stiften und zu spalten, gilt: Ein Machtgleichgewicht ist Realismus. Schafft es oder verliert. Ein Machtgleichgewicht ist kein Imperialismus. Es ist eine antiimperialistische Gegenmaßnahme und verdient Anerkennung in der realistischen Debatte. Imperialistisch geprägte Geschichtsschreibung bedeutet, dass alle Kriege selbstverschuldet waren (systemisch durch Staaten, nicht persönlich durch Einzelpersonen). Das Wurzel allen Übels ist nach wie vor der Imperialismus, und nach wie vor die Strategie des Teilens und Herrschens durch politische Kontrolle und Dominanz. Siehe Fußnote 3. 
 
Wenn es nicht Realismus ist, dann ist es Imperialismus, einschließlich des Missbrauchs von „besten Freunden“ oder neutralen Staaten in imperialistischen Plänen ohne die stillschweigende Zustimmung der Betroffenen. 
 
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Fußnoten
 
1) Der Londoner Flottenvertrag von 1930 konzentrierte sich weniger auf Blockaderegeln als vielmehr auf die Einschränkung von U-Boot-Angriffen auf Handelsschiffe. Er verpflichtete U-Boote, humanitäre Regeln wie Überwasserschiffe zu befolgen (Anhalten und Durchsuchen vor dem Versenken). Dies begünstigte eindeutig stärkere Seemächte, die „ihre eigenen Regeln“ aufstellen und dies nach 1922 im Rahmen des Washingtoner Flottenvertrags (5-5-3-2-2) geltende Regelungssystems nutzen konnten, um schwächere Marinen als Propagandainstrument zu kritisieren. Stärkere Marinen nutzten ihre Macht, um zu blockieren, Sanktionen zu verhängen und ihren Willen durch Regeln durchzusetzen, die sie zu ihrem Vorteil schufen. Kommt Ihnen das bekannt vor? 
 
2) Die Ursache für die deutsche Marineaufrüstung lag im Bündnissystem und der gewohnheitsmäßigen Nutzung der Marinen als Blockade- und Küstenbombardierungsinstrumente (siehe „Kopenhagenisierung“, Massenterror durch brennende Städte, eine Angst, die damals so real war wie die Luftangriffe der 1930er Jahre oder der Atomkrieg während des Kalten Krieges). Die Seeschlacht von Kopenhagen (1807) verdeutlicht diese Bedrohung. Deutsche Schiffe waren für die Kurzstreckenverteidigung in Nord- und Ostsee konzipiert, um solche Blockaden zu verhindern. Tirpitz' „Risikoflotte“ musste, anders als die Royal Navy mit ihren zahlreichen Überseestützpunkten (Singapur, Bombay, Malta, Gibraltar, Sydney, Aden, Alexandria, Hongkong usw.), weder zahlenmäßig überlegen sein noch global operieren. Die deutschen Marinewerften im Inland waren die einzigen Einrichtungen für die Schiffswartung. Das Wettrüsten zur See vor dem Krieg und die vermeintliche deutsche Bedrohung waren teilweise britische Propaganda, um Unterstützung und Finanzierung für den Kampf gegen die deutsche Expansion durch den Bau weiterer Schiffe zu sichern. Die „globale Bedrohung“ Großbritanniens war erfunden. Das anglo-deutsche Wettrüsten endete offiziell 1912 mit der Anerkennung der deutschen „Niederlage“. Laut Wikipedia zur Haldane-Mission: „Deutschland schlug einen Vertrag vor, der die britische Seeherrschaft im Austausch für britische Neutralität anerkannte, sofern Deutschland im Falle eines Krieges nicht der Aggressor wäre. Großbritannien lehnte dies ab, da seine Seeherrschaft gesichert war und Außenminister Sir Edward Grey eine aggressivere Haltung gegenüber Deutschland befürwortete.“ 
 
3) „Wer die Nahrungsmittelversorgung kontrolliert, kontrolliert die Menschen; wer die Energie kontrolliert, kann ganze Kontinente kontrollieren; wer das Geld kontrolliert, kann die Welt kontrollieren“ – ein angebliches Zitat von Henry Kissinger. Es geht um Herrschaft, Kontrolle und die Beherrschung von Vermögen, Ressourcen und Regionen der Welt, und Sie (der/die Leser/in oder Ihre Kinder) werden von diesen sogenannten „Gentlemen“ in Machtpositionen nicht besonders hoch geschätzt …
 

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Montag, 9. Februar 2026

Logic

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