Freitag, 10. April 2026

Speed Matters

by  Meme Dept. 




The Whole War Was a Disaster!

von kennerderlage
 
 
Klares Statement von Prof. Jeffrey Sachs im Interview mit CNN-News18 zum Verlauf des U.S./Israelischen Angriffskriegs gegen den Iran: This is no win for the U.S.!
 
 
Die Ergebnisse des Krieges haben sich bereits gezeigt und werden sich in naher Zukunft noch viel klarer zeigen: der Versuch, den American Exceptionalism durch die Vernichtung/Unterwerfung des Iran vor seiner Ersetzung durch eine multipolare Weltordnung zu retten ist nicht nur gescheitert, sondern hat die Ersetzung sogar noch rasant beschleunigt.
 
Was zweifellos aus Sicht der U.S.A. kein Gewinn ist. Wohl aber einer aus Sicht der restlichen Welt werden kann!
 

Heute vor 60 Jahren

von LePenseur
 
 
... starb zu Taunton, Somerset, der englische Schriftsteller Evelyn Waugh (geb.  am 28.10.1903). Na klar, werden manche Leser denken: der konservative LePenseur mit seiner Sozenabneigung muß ja einen Evelyn Waugh mögen.! Und die obligaten Kirchen- & Christenhasser werden okkultistische Psychogramme darüber aufstellen, ob bei ihm wohl noch immer Nachwirkungen frühkindlicher Kontakte zur Katholischen Kirche wirkmächtig sind, denn der Waugh war schließlich ein Konvertit und die sind bekanntlich 150%ig Katholen und daher, wenn er seiner gedenkt ... ... ach, geschenkt!
 
So wenig, wie ich linksintellektuell ticke, bloß weil ich Habermas' posthume Abkanzelung durch Hadmut Danisch als pietätlos und anmaßend selbstgefällig empfand, so wenig, wie ich preußischer Komißknopf oder Militarist bin, nur weil ich bedeutenden Feldherren wie Guderian, Mackensen oder Manstein Gedenkartikel widmete, ebenso wenig bin ich in vatikanischen Banden, wenn ich die elegante Latinität von Enzykliken Papst Leos XIII preise oder einen Priester-Schriftsteller wie Kernstock gegen dessen vollkommen hirnlose Diffamierung als "Nazi-Dichter" in Schutz nehme — oder einen konvertierten und dann sehr katholisch gewordenen englischen Schriftsteller ob seiner Romane würdige. Bei "sehr katholisch" fällt mir übrigens die entzückende Anekdote ein, laut welcher Papst Pius XII anläßlich einer Privataudienz von einer reichen, amerikanischen Konvertitin so leidenschaftlich mit Appellen bearbeitet wurde, was doch nicht alles zu tun wichtig wäre und am besten von ihm selbst und sofort und überhaupt und ... ... bis der geplagte Pontifex sie schließlich unterbrach mit einem gequälten: "Sie müssen wissen, Madame: ich bin bereits katholisch!"
 
Doch nun endlich zu Evelyn Waugh. Die Personalien und eine insgesamt gute Darstellung seines Werks kann man bei Wikipedia nachlesen (de bzw. en), seine größten (und durchwegs auch verfilmten) Erfolge, also Decline and Fall (1928, das erfolgreiche Erstlingswerk des Autors), Scoop (1938), Brideshead Revisited (1945) und die Triplogie Sword of Honour (1952-61), ebenfalls in den verlinkten Einzelartikeln.

Allgemein gilt Waugh als einer der bedeutsamsten englischen Schriftsteller des mittleren 20. Jahrhunderts und so geniert es mich  ein wenig einzugestehen, daß ich von ihm eigentlich nur Brideshead Revisited (und nicht einmal dieses zur Gänze) richtig gelesen habe — und dann auch noch bekennen muß: so wirklich "angesprochen" hat dieser Roman mich nicht! Ja, sicherlich: die teils düster-lastende, teils elegische und mit Ironie überhellte Grundstimmung ist perfekt getroffen, die Dialoge sind treffend charakterisiert und mischen gekonnt Stilebenen. Es ist, zweifellos, ein groß angelegter und künstlerisch wertvoller Roman, den Waugh in gewissem Sinne als Quintessenz seiner Weltsicht uns damit vorlegt. Wikipedia trifft schon den Punkt, wenn in der Zusammenfassung bemerkt wird:
In seinem Epilog fasst der Ich-Erzähler seinen Bericht als „grimme kleine Menschentragödie“ (the fierce little human tragedy) zusammen. In der Tat ist diese „Wirkung der göttlichen Bestimmung in einer heidnischen Welt“ eine ironische Wendung des Autors, denn tatsächlich gemeint sind die negativen Folgen der (versuchten) Abwendung vom Katholizismus: Bridey findet Erfüllung als Sammler von Streichholzschachteln und ehelicht eine nicht mehr junge Witwe, die ihn primär aus Gründen der finanziellen Absicherung heiratet; Julia ist einer erfüllten Ehe unfähig; Sebastian endet als Trinker und büßt als Pförtner eines marokkanischen Klosters; und der alte Marquess, Alexander, findet nur deshalb zum Katholizismus zurück, weil er den Tod fürchtet. Das Gegenbild dazu bietet allein die tief gläubige und zugleich fröhliche und liebenswerte Cordelia, die das Positive des Glaubenslebens zum Ausdruck bringt. 
Und genau das ist es dann auch, was den Roman trotz aller literarischer Meriten für meinen Geschmack in eine gewisse Nähe von "Tendenzliteratur" rückt. Wer sehr "katholisch" denkt und fühlt (v.a. letzteres), wird bspw. die Szene geistlich berühren, in der dem bereits halb in Agonie liegenden Marquess die Letzte Ölung erteilt wird (samt Erleichterung des Ich-Erzählers, daß jener sich diese nicht reflexartig abwischt). Mich erfüllte die Schilderung hingegen mit einem Gefühl von "Das alles ist doch irgendwie unecht und aufgesetzt dahererzählt", das mir dann fast die weitere Lektüre verleidete.
 
Und so wie mich der Agitprop der jungen Sowjetdichtung anwidert, die blut-raunende Volkstümelei der Nazi-Poeten nervt und auch Atlas Shrugged, das opus magnum der libertären Tendentliteratur zum Gähnen verleitet, so sehr finde ich die in einem Versuch von Selbstironie als 
„Warnung des Autors“ (1945) [...], das Buch sei „nichts Geringeres als der Versuch, das Wirken der göttlichen Bestimmung [oder Gnade] in einer heidnischen Welt nachzuzeichnen, und zwar in den Lebensgeschichten einer englischen Katholikenfamilie, die selbst halb paganisiert ist“ 
... als leider zutreffende, aber mich für das Werk nicht gerade begeisternde Beschreibung. Da lob' ich mir den guten alten Joseph Conrad, der sich seine ja auch nicht eben durchwegs erquicklich endende Weltsicht in den Romanen nie sichtbar "raushängen" ließ, sondern deren Erschließung der Imagination des Lesers überließ.
 
Aber vielleicht sind das auch einfach zu kritische Bemerkungen eines Bücherfressers, dessen überlasteter Magen mit mancher Lektüre einfach schon überfordert ist ... anyway! Lesen sollte man etwas von diesem Autor durchaus — und ich bin auch nicht so größenwahnsinnig zu glauben, daß mein Geschmack auch der aller anderes zu sein hätte! Zum Schluß noch eine hübsche Anekdote: der Autor war in erster Ehe (später, brav katholisch, annulliert ... aber lassen wir das, ich habe zu diesem kanonistischen Konstrukt meine eigene Meinung!) mit einer gewissen Evelyn Gardner verheiratet, sodaß die Freunde bei Besuchen etc. vor dem kuriosen Problem standen, daß beide Ehegatten denselben Vornamen trugen. Wie die beiden in der Anrede also auseinanderhalten? Als Lösung kam heraus: er wurde "He-Evelyn" und sie "She-Evelyn" genannt. Dennoch: die Ehe hielt nicht lange und wurde 1930 wieder geschieden ...
 
Eine kleine Bemerkung noch zu dem Wikipedia-Satz über den Tod des Schriftstellers, der offenbar dessen liturgischen Konservatismus besonders hervorheben sollte:
Waugh starb plötzlich im Alter von 62 Jahren am Ostersonntag des Jahres 1966, nachdem er kurz zuvor noch einer katholischen Messe nach altem Ritus beigewohnt hatte. 
Der Wiener ist versucht, hier ein launiges "No, na!" einzuwerfen. Was anderes hätte Waugh im Jahr 1966 schon besuchen können? Der Novus Ordo Missae wurde ja erst am 3. April 1969 mit der Apostolischen Konstitution Missale romanum promulgiert ...
 

Donnerstag, 9. April 2026

Now I've Got It!

by  Meme Dept. 




Frage: Wie viele Stunden dauern 10 Tage ...?

von kennerderlage
 
 
Die Antwort scheint klar: 240 Stunden! Nur bei 10 Tagen Waffenruhe gibt es offenbar deutlichen Rabatt, wenn es um Israel geht. 
 
Prof. Diesen und Prof. Marandi (von der Uni Teheran) sprechen zur Verletzung des Waffenstillstandes durch das Vorgehen Israels im Libanon:
 
 
 

Der Dooms-Day hat am Mittwoch nicht stattgefunden! Wer hätte das gedacht ...

von LePenseur
 
 
Angesagte Weltuntergänge finden bekanntlich nicht statt (außer dem letzten, tatsächlichen, aber das kann ja nachher keiner mehr blöd kommentieren ...) und so ging auch der heutige Tag mit einem unspektakulär lauen "Waffenstillstand" in die Weltuntergangs-Verlängerung (um 14 Tage). Warten wir ab, was in 14 Tagen auf dem Menüplan steht. Meine Prognose: nichts, was Präsident Trump besonders schmecken wird ... aber: warten wir einfach ab.
 
Da, wie ich feststellen mußte, auch der sonst so zuverläßlich "liefernde" Gastautoren-Kollege kennerderlage seit Karfreitag sich offenbar auf Osterurlaub befand, muß ich einige der interessanten Videos nachliefern, an denen es dank eines verhaltensoriginellen POTUS, der dafür die Steilvorlagen lieferte, nicht mangelte. Fangen wir gleich mit einem Video des von mir besonders geschätzten Prof. John Mearsheimer an:
 
 
Dieses Gespräch fand noch vor dem Ablauf des Ultimatums an die „verrückten Bastarde“, das nächste mit Larry Johnson hingegen bereits nach der Vernkündung des „Waffenstillstands“ statt:
 
 
Da aller guten Dinge drei sind, hier noch der Kommentar von Daniel Davis auf seinem Kanal Deep Dive über die Siegesmeldung des „Secretary of War“ Pete Hegseth:
 
 
Der sonst so umgänglich-ruhige Oberstleutnant a.D. Davis gerät über dieses aufgeblasene, dreist lügende Herrenanzugs-Model, das sich  „Secretary of War“ nennt (was vom früheren stv. US-Verteidigungsminister Chas Freeman zutreffend auf „Secretary of War Crimes“ korrigiert wurde), wirklich in Rage und fragt: „Victory? Don't Insult Our Intelligence, Mr. Sec of War!
 
Und in der Tat: schön langsam kommt man sich nur mehr verarscht vor! Der alte Fürst Bismarck soll einmal gesagt haben: „Je weniger die Leute über Außenpolitik und über die Zubereitung von Würsten wissen, desto besser können sie schlafen!“ Ein sicherlich wahrer Satz. Nur ist der Schlaf aus Unwissenheit über die Idiotie unserer Politikerkaste ein höchst trügerischer — und ehrlich gesagt: ich bevorzuge immer noch eine alles andere als ruhige Nachtruhe gegenüber dem Morgengrauen, das einen ergreift, wenn man nach vermeintlich gutem Schlaf um diesen gebracht ist, sobald man die neuesten Streiche unserer Politverbrecher kennenlernt!
 
Denn die durchgeknallte Gruppe von Amateur-Diplomaten und Karriereleiter-Kletterern, von geschmierten Rüstungslobbyisten und gehirngewaschenen Thinktank-Zöglingen, die unser politisches Parkett bevölkert, hat insgesamt weniger politisches Hirn in all ihren Köpfen, als irgendein Durchschnittsbotschafter vor hundert Jahren alleine auf die Waagschale brachte. Von einem Bismarck gar nicht zu sprechen ...
  

Mittwoch, 8. April 2026

Just Rumors....

by  Meme Dept. 




Satire: Gehören Sie zur Oberschicht?

  von Sandokan


Oder zur Upper Crust, wie man bei den Briten auch scherzhaft sagt.
Ob das überhaupt erstrebenswert ist sei angesichts ihrer Vertreter zwar dahingestellt.




Aber der frühere Mangel an Diversität ist jedenfalls erschreckend.
Zum "Glück" hat sich das geändert.

Dienstag, 7. April 2026

Charles Burney

von LePenseur
 
 
... wurde heute vor 300 Jahren, am 7. April 1726 zu Shewsbury in England geboren. Er war einer der bedeutendsten Musikhistoriker in seinem Land, eigentlich gewissermaßen der Begründer dieser Disziplin. Daneben war er auch als Komponist und Organist tätig. In seinem langen Leben stand er in Kontakt zu den größten Meistern seiner Zeit, von Georg Friedrich Händel bis zu Wolfgang Amadeus Mozart und dessen Zeitgenossen. Der umfangreiche Wikipedia-Artikel lohnt die Lektüre, die hier noch durch zwei Musikvideos ergänzt sei:
 
 
 
Charles Burney's Bedeutung liegt sicherlich eher auf seiner bahnbrechenden wissenschaftlichen Tätigkeit als Musikhistoriker als auf der des Komponisten, der zwar höchst achbare, handwerklich perfekte, aber doch nicht wirklich "originelle" Werke schuf. Dennoch: auch er verdient ein kleines Gedenkartikelchen, das ich noch schnell aus dem Urlaub sende, damit der Osterdienstag nicht ganz ohne Artikel bleibe ...
 

Montag, 6. April 2026

Absolut geisteskrank!

 
Nicht die "crazy bastards", als die The Donald die Iraner bezeichnet. Seine Diktion wird jener des Herrn Adolf vor 85 Jahren immer ähnlicher, nur dass dieser, wenn et z.B. Churchill als "alten Säufer" bezeichnete, wenigstens die Wahrheit völlig auf seiner Seite hatte (bei Rooseveldt und Stalin schon etwas weniger ...) und das ist wohl ein Zeichen, dass Trump seine Felle davonschwimmen sieht. Dazu ein interessanter 
 
 
Gastkommentar
von Odysseus
 
 
Beim US-Militär wurden etliche erfahrene Führungspositionen durch Hegsteh/Trump-Getreue ausgetauscht. Wobei Hegseth der fanatischere Klerikale zu sein scheint.

Ziel soll sein, schneller härtere Vorgehensweisen im Konflikt durchzusetzen. Gerüchten zufolge werden gar konventionelle Monsterbomben ins Spiel gebracht, die eine ganze Stadt auslöschen könnten. Motto: Hiroshima Effekt um Bevölkerung zu brechen/paralaysieren.

Absolut geisteskrank. Trump steht für mich völlig neben sich. Halte es für naheliegend, dass man ihm (schon länger) Substanzen zur Manipulation verabreicht.

Die Liste der Brücken ist der Anfang vom Ende der Golfstaaten. Sie müssen sich sofort, wie vom Iran gefordert, von den USA abwenden. 

Bei den Königsfamilien wäre das aus meiner Sicht gleichbedeutend mit ihrem Ende. Ich gehe davon aus, dass die Mitglieder alle mit übelsten Taten in Dossiers a la Epstein dokumentiert/ erpressbar sind und deren Veröffentlichung Umstürze provozieren würden. 

Eine hochexplosive Zwickmühle: Hört Trump nicht auf, wir der asymmetrische Krieg Auge um Auge fortgesetzt. Auch eine Monsterbombe wird noch beantwortet werden können. Dann sind die ersten Entsalzunganlagen der Golfstaaten dran. Massenmord wird mit Massenmord vergolten werden.

Für den Fall von einem Einsatz von Nuklearwaffen hat China vor 2 Tagen unmißverständlich gesagt, dass Israel dann nicht mehr existieren wird.


Etwas Wahres ist an der Samson-Option schon dran. Bevor Israel untergeht, weil es keine "endlose" Unterstützung vom Westen im konventionellen Krieg bekoomt, setzt es die A-Bomnen auch gegen diesen ein so soll die Doktrin lauten. Diese Erpressung hätte schon 1973 funktioniert als die USA eingecknickt sind. Aber 2026 ist die Situation anders: DER WESTEN WÜRDE ZWAR ALLES LIEFERN, HAT ABER NICHTS! Wie praktisch! Wer nichts hat, der kann auch nicht erpresst werden! Zudem kann Chinas Warnung auch so verstanden werden: Wir werden überleben, ihr nicht! 

Der virale Professor Jiang skizziert knackig, warum es aus seiner Sicht ein Finanzkrieg ist und den Niedergang der USA einleiten wird. Sie haben nur die Wahl ob sie jetzt wie geprügelte Hunde gehen, oder erst noch die ganze Region funktionsunfähig machen, schwerste Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung begehen und viele tausend Soldaten samt Eliteinheiten verlieren - und dann abziehen.
Niemand wird ihnen jemals mehr trauen. (Quelle: https://t.me/Infrarot_Medien/5503)

Das einzige was alles noch stoppen könnte, wäre eine Revolte innerhalb des US-Militärs.
 

80er

 von Sandokan









Sonntag, 5. April 2026

Satire: Pokervariante Washington Hold’em, no limits

 by  Meme Dept. 

Gleiches Spiel, nur andere Karten.

Eine kleine, aber alte Gemeinde in Boston

von LePenseur
 
 
... nämlich King's Chapel, die älteste unitarische Gemeinde in den U.S.A., feierte Ostersonntag 2023 einen feierlichen Gottesdient: ein bemerkenswertes, geradezu einzigartiges Beispiel einer quasi "alt-ritualistischen Gemeinde" im insgesamt dezidiert "progressiven" Unitarismus, die (auch wenn man die rationalistischen, undogmatischen Lehren des Unitarismus nicht teilt) uns damit eine faszinierende Erfahrung vermitteln. 
 
Der Zeit des Covid-Wahns geschuldet sind die zwar wirkungslosen, dafür optisch störenden Gesichtsmasken, die von einigen immer noch getragen wurden. Davon abgesehen: daß eine kleine Gemeinschaft von ein paar hundert Mitgliedern so etwas in dieser beeindruckenden, stilvollen Qualität "auf die Beine stellen" kann, grenzt an ein Wunder:
 
 
Und offen gesagt: ich habe Ostergottesdienste in Kathedralen miterlebt, die mich weitaus weniger beeindruckt und angesprochen haben, als dieser hier ...
 
 
  F R O H E   O S T E R N !  
 
 
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P.S.: "altritualistisch" heißt natürlich nicht, daß dort in pontificalibus zelebriert und lateinisch gebetet wird, es ist ja letztlich eine – aber eben unitarische! – anglikanisch-protestantische Kirchengemeinde. Aber sie verwendet das Book of Common Prayer fast in der Originalversion (faktisch sind nur die trinitarischen Doxologien etc. ausgetauscht worden). Aber es erfreut mein Herz, wenn Lesungen nicht von irgendeinem "Grünzeug" in Schlabberpulli und Jeans im Slang dahergekaut werden, sondern von korrekt mit Anzug und Krawatte bzw. Kirchgangs-Kostüm gekleideten, soligniert und präzise vortragenden Herren und Damen erklingen. Und die Psalmodie und die Hymnen – für einen Kirchenchor einer Kleingemeinde: Hut ab, sehr beachtlich!
 

Samstag, 4. April 2026

Completely correct

by  Meme Dept. 




Karsamstagsbräuche 1965

Gastbeitrag 
von Damaszenerklinge
 
 
  

Erst 61 Jahre ist es her — und wirkt für uns heute doch fast wie vor einer Ewigkeit ...

 

Christian Ortners Wehmut

von Deliberator  Austriacus 
 
 
Die Einführung der Todesstrafe für "bestimmte Terrordelikte in Israel" rührt Christian Ortners (in seiner Rolle als Kolumnist für DiePresse) "Wehmut" als Gegner der Todesstrafe. Allerdings ortet Ortner hier ein "Messen mit zweierlei Maß" und schreibt:
In Japan sitzen derzeit rund 100 zum Tode Verurteilte im Gefängnis und warten auf ihre Hinrichtung. Todesurteile werden dort etwa wegen terroristiswcher Delikte wie der Sarin-Attacke auf die U-Bahn in Tokio verhängt und vollstreckt. Davon, dass in EU-Hauptstädten deswegen ein Sturm der Entrüstung losbräche, ist nichts zu sehen. Japan ist halt so.

Und wenn "Japan halt so ist", so Ortners implizite Schlussfolgerung, so darf doch Israel "halt ebenso sein", nicht wahr? Nein: eben nicht wahr! Denn hier möchte Ortner, der in der EU "zweierlei Maß" für denselben Sachverhalt sieht, auf einmal mit einerlei Maß für keineswegs denselben Sachverhalt messen. 

Was aber genauso falsch ist, denn das Gleichbehandlungsgebot wird nicht nur durch die unterschiedliche Behandlung gleicher Sachverhalte, sondern eben auch durch die gleiche Behandlung unterschiedlicher Sach-verhalte verletzt. In Japan werden terroristische Delikte, egal wem gegenüber sie und aus welchen Motiven heraus begangen hat, mit dem Tod bestraft. In Israel hingegen nur

... jeder, der vorsätzlich oder fahrlässig den Tod eines israelischen Staatsbürgers verursacht, wenn die Handlung aus einem rassistischen oder volksfeindlichen Motiv im Sinne von § 144f dieses Gesetzes und mit dem Ziel begangen wird, dem Staat Israel und der Wiedergeburt des jüdischen Volkes in seinem Land Schaden zuzufügen ...

Der zionistisch denkende Siedler im Westjordanland, der den palestinensischen Nachbar einfach so abknallt, der hat nicht den Galgen zu befürchten. Und bei der Nachlässigkeit israelischer Strafverfolgungsbehörden in diesen (recht zahlreichen!) Fällen, nichts, was über die Sanktion fürs Trinken von Kamillentee hinausginge, nämlich: gar nichts! Ein Pali weniger, na und? Weiter so!

Ortner hätte, bevor er seine Verteidigungstirade für Israel losgelassen hätte, bei Dushan Wegner nachlesen können, der kürzlich einen informativen Artikel darüber geschrieben hat. Und er hätte nachdenken können, ob er in Vergleichsfällen das "... ist halt so" auch so flüssig in die Tastatur getippt hätte.

So ganz hypothetisch stellen wir uns einfach vor: in Österreich würde die Vergewaltigung von Frauen nur dann streng (wenngleich nicht mit dem Strang, das verbietet unsere Verfassung seit vielen Jahren!) bestraft, wenn die Vergewaltigung beispielsweise von Inländern ohne Migrationshintergrund begangen werden. Alle anderen Vergewaltiger wären von dieser strengen Bestrafung nicht betroffen.

Wie gesagt: rein hypothetisch, dieses Vergleichsbeispiel, denn in Österreich sind die Staatsanwaltschaften und Gerichte mit  n i e   g e s e h e n e m   E i n s a t z  bemüht, alle Vergewaltigungen gleich streng zu bestrafen. Nicht wahr?

Aber ich überlege mir kurz, wie ein Artikel von Christian Ortner zum obigen, rein hypothetischen Vergleich wohl schließen würde: "Österreich ist halt so" ... ... glaube ich irgendwie eher nicht.

Freitag, 3. April 2026

Die Raketenangriffe geht weiter

von kennerderlage
 
 
Daniel Davis, US-Golfkriegsveteran, spricht auf seinem Kanal Deep Dive mit Nima Alkhorshid, Assistent Professor in Itajubá (Brasilien), der den Diskussionskanal Dialog Works leitet, zu den aktuellen Entwicklungen:
 
 
Lesenswert die zum Teil sehr sarkastischen Kommentarpostings unter dem Video, wie beispielsweise diese hier:
@fa18superhornetpilotcessna75
Iran should trade the American air crew for Natenyahu and Gvir. Thats a fair trade.
(Der Iran sollte die amerikanische Flugzeugbesatzung gegen Natenyahu und Gvir austauschen. Das wäre ein fairer Tausch.)
  
@GFermat1601
And another “stealth” F-35 was also shot down but the Pentagon policy is to say nothing about it, don’t admit it. Probably on orders from Lockheed Martin, who runs the $1.5 trillion F-35 program.
(Und eine weitere „Stealth“-F-35 wurde ebenfalls abgeschossen, doch die Pentagon-Politik lautet: Schweigen ist geboten. Vermutlich auf Anweisung von Lockheed Martin, dem Unternehmen hinter dem 1,5 Billionen Dollar schweren F-35-Programm. 
 
@dubravkoskoda9947
This adds credence that there was an attempted US land incursion from Kuwait and huge US casualties. Kuwait hospitals are full of US wounded and are now legit targets for Iran.
(Dies untermauert die Annahme eines versuchten US-Landeinmarsches von Kuwait aus mit hohen US-Verlusten. Die Krankenhäuser in Kuwait sind überfüllt mit verwundeten US-Soldaten und stellen nun legitime Ziele für den Iran dar.)
 
@MindbodyMedic
There was a fire caused by lint in the onboard laundry system hence pilots ejected...
(Im Bordwäschesystem war es durch Flusen zu einem Brand gekommen, weshalb die Piloten mit dem Schleudersitz ausstiegen.)
Wohltuend unaufgeregt die Art von Nima Alkhorshid, der ja auch auf seinem Kanal die Eingeladenen nicht unterbricht, sondern zum Sprechen bringt, zur informativen Darlegung der Vorgeschichte, Zusammenhaenge und erwartbaren Entwicklungen bringt.
 

Things I Trust More....

by  Meme Dept. 




Donnerstag, 2. April 2026

Douglas Macgregor: US Boots on the Ground - a Disaster!

von kennerderlage
 
 
Nach der Brandrede von Trump stehen alle Zeichen auf totaler Eskalation, bis hin zum Gedanken an einen Atomkrieg. Douglas Macgregor ist in seiner Beurteilung der Lage und der kommenden Entwicklungen sehr vorsichtig (schliesslich ist er selbst Offizier der US Army, wenn auch im Ruhestand), aber doch eindeutig: das hat alles Potential zu einem ausgewachsenen Disaster!
 
 
Dass Trump inzwischen auch an der "Heimatfront" das Wasser bis zum Hals steht, beweist sein Rauswurf der Justizministerin Bondi, die offenbar nicht servil genug seinen Anweisungen Folge leistete ...
 

3 Nuked MAGA Monkeys

by  Meme Dept.