Samstag, 27. Juni 2026

The Gates Of Hell...

by  Meme Dept. 




Die Verfolgung der orthodoxen Kirche in der Ukraine

von Deliberator  Austriacus 
 
 
Patrik Baab ist einer der profiliertesten Journalisten Deutschlands. Einer von denen, die den Namen verdienen, weil sie nicht bloße Schreib- & Maulhuren der Herrschenden sind! Dank an Herrn Baab, dass er sich an dieses Thema gewagt hat, denn in (West-)Europa wird es gänzlich verschwiegen. Was in diesem Interview mit einem orthodoxen Priester über die brutale Kirchenverfolgung in der Ukraine berichtet wird, macht betroffen und fassungslos:
 
 
Patrik Baab schreibt dazu: Feuer im Höhlenkloster. Am 15. Juni 2026 stand das Höhlenkloster Kiew in Flammen. Die Kriegsparteien beschuldigen sich gegenseitig. Die Ukraine wirft Russland vor, Raketen ins Kloster gelenkt zu haben. Auf russischer Seite heißt es, eine ukrainische Patriot-Rakete habe das Kloster getroffen und in Brand gesetzt. Die ukrainisch-orthodoxe Kirche unter Feuer. 
 
Was steckt hinter den Ereignissen? Und warum steht die ukrainisch-orthodoxe Kirche seit Jahren im Zentrum eines erbitterten Konflikts? 
 
Der Priester der russisch-orthodoxen Kirche in Berlin-Charlottenburg, André Sikojev, berichtet in diesem erschütternden Gespräch von einer Realität in der Ukraine, die in den westlichen Leitmedien kaum stattzufinden scheint. Während Berlin die Ukraine als Hort von „Demokratie und Freiheit“ feiert, schildert André Sikojev eine systematische Christenverfolgung, das Verbot der ukrainisch-orthodoxen Kirche und einen brutalen Kulturkampf gegen die eigenen Wurzeln. 
 
Im Gespräch geht es um: 
  • Der Reliquien-Krimi: Wie heilige Gebeine aus dem Kiewer Höhlenkloster über den Kaukasus nach Berlin gerettet wurden. 
  • Christenverfolgung heute: Warum Priester und Bischöfe auf offener Straße verhaftet und zwangs-rekrutiert werden. 
  • Der verbotene Glaube: Die Hintergründe des offiziellen Verbots der ukrainisch-orthodoxen Kirche durch das Kiewer Regime. 
  • Geheimdienste und Kirche: Die Rolle der CIA und US-amerikanischer Stiftungen beim Aufbau einer staatlichen „Antikirche“. 
  • Verschwiegenes Leid: Warum die massiven Angriffe auf Klöster und Gläubige in deutschen Medien kein Thema sind. 
  • Geld gegen Blut: Sikojevs brisante Analyse der Ukraine als „satanistischer Bioreaktor“, in dem Milliarden gegen Menschenleben gehandelt werden. 
„Dieses Schweigen in Deutschland ist eine Mitschuld an der Kirchenzerstörung und der Verfolgung von Christen.“ 
 
André Sikojev blickt hinter die Kulissen der geopolitischen Strategien und zeigt auf, wie Religion als Werkzeug benutzt wird, um ein Volk von seiner Geschichte zu entfremden. Ein tiefgehendes Gespräch über den Verlust von Rechtsstaatlichkeit, die Macht der Propaganda und die unerschütterliche Hoffnung der Gläubigen inmitten des Terrors. 
 

Freitag, 26. Juni 2026

Drain The Swamp ?

by  Meme Dept. 




Meine Sichtweise auf meine Zeit in Deutschland

von Helmut
 
 
Ich bin damals von Österreich weg, habe in Deutschland meine Studien in Stgt.-Hohenheim beendet und bin in dieselbe Firma, in der ich vorher als Vorarbeiter tätig war, als Baustellenleiter zurückgekehrt.

Ja, ich habe viel gearbeitet, ich hatte ein Festgehalt, aber oft war ich noch nach Mitternacht im Büro bei den Abrechnungen, etc. Was mich an Deutschland als gebürtiger Wiener fasziniert hat, war die Wertschätzung der Leistung. Egal, ob alt oder jung, ob schön oder hässlich, das, was man an Leistung gebracht hat, danach wurde man eingeschätzt und auch bezahlt. Letztlich auch wertgeschätzt.

Der Herr Hofrat oder andere „Küß die Hand, gnä Frau“-Attribute, die zählten hier nicht. Das war meine Welt, das hat mich beeindruckt und meinen Glauben an dieses Land gefestigt. Ich war in der ehrenamtlichen Jugendarbeit tätig, mehr als 20 Jahre lang, war stolz darauf, dass dadurch aufrechte und vor allem kritische Demokraten hervorgegangen sind.

Damals war aber auch eine andere Zeit, was den politischen Ablauf betrifft. Wie ich schon an anderer Stelle dargelegt habe, damals gab es noch einen Kanzler Schmidt, der zwar in einer Partei war, die ich nicht anhimmelte, aber das Tun und Lassen dieses Mannes hat mich beeindruckt.

Das alles ist Schnee von gestern, und wir alle wissen nur zu gut, in welchen Morast der Karren in Deutschland abgeglitten ist. Das Frustierende war für mich, dass die breite Mehrheit diesen Weg zur Hölle, der üblicherweise mit guten Vorsätzen gepflastert ist, durch ihr Schweigen mitgetragen hat. Ich sah längere Zeit da keine Hoffnung mehr aufkeimen, dass sich da etwas zum Guten bessern könnte.

Deshalb war ich auf dem Negativ-Trip und sah nur mehr die Chance darin, dass, wenn alles, was einmal einen Wert dargestellt hat, untergeht, dann irgendwann der Phönix aus der Asche steigt und es einen Neubeginn gibt. Als ich in den 90er Jahren erkennen konnte, dass der Stecken nicht mehr in die richtige Richtung schwimmt, bin ich mit meiner Familie ausgewandert.

Irgendwo habe ich in einem Gedicht der Vertriebenen gelesen, wie ein Lied wieder neue Kraft geben konnte, um in die Zukunft zu gehen. Nun stelle ich fest, dass es offensichtlich neuere Lieder gibt, die Hoffnung geben, mir zumindest. Einige Beispiele davon:

https://www.youtube.com/watch?v=vzKvMP6eYVA
https://www.youtube.com/watch?v=gjqebntTJd0&list=RDgjqebntTJd0&start_radio=1
https://www.youtube.com/watch?v=1T9Wd6kF1QQ&list=RD1T9Wd6kF1QQ&start_radio=1
https://www.youtube.com/watch?v=ip6PbTW1sm0&list=RDip6PbTW1sm0&start_radio=1
https://www.youtube.com/watch?v=J_6SVz6D4oc&list=RDJ_6SVz6D4oc&start_radio=1
https://www.youtube.com/watch?v=U0xYuIzGkNY&list=RDU0xYuIzGkNY&start_radio=1
https://www.youtube.com/watch?v=0T59yb12UWo&list=RD0T59yb12UWo&start_radio=1

und noch viele andere. Lieder haben eine unsagbare Kraft. Mit Liedern kann man die Welt verändern, auch politische Systeme stürzen. Soll das alles Anlass zum Aufbruch geben? Es wäre wünschenswert.

Es sind Lieder, die nicht mit irgendwelchen Attributen vor 90 Jahren zu versehen sind, sondern es sind rein patriotische Lieder. Man hat versucht, den Patriotismus kaputt zu machen, - aber offensichtlich ist es nicht gelungen. Aber dieser Patriotismus trägt uns, und er gibt auch Kraft.

Donnerstag, 25. Juni 2026

It's an ill wind that blows nobody any good....

by  Meme Dept. 




Totalausfall bei der Bahn und immer wieder die gleichen Erklärungsmuster Alternative Erklärungen in Betracht ziehen!

Gastkommentar
von Paranoia
 
 
Für mich ist dieser Ausfall eine Demonstration der Verletzlichkeit unseres Landes. Da muss keine nukleare Waffe gezündet werden.

Als stolzer Abonnent des Deutschland-Abenteuer-Ticket, der zwischen Hannover und dem Niederrhein pendelt, wundere ich mich über die Explosion der Zugstörungen.  Wenn z.B. ganze Stellwerke an kritischen Stellen ausfallen, dann vibriert mein Aluhut ganz heftig.

Ich bezweifele die Erklärung, dass alles auf den Wartungssparer Mehdorn und seine Genossen zurückzuführen ist. Ich glaube eher an "Die Antwort könnte sie verunsichern" (Lothar de Maizière). Ein Teil der Störungsmeldungen der Bahn ist verdächtig nichtssagend.

Jüngst fuhr ich bei Unwetter nach Hannover. Die Worte des angolanischen multilingualen und charmanten Schaffners vor Dortmund, dass in Hamm alles stehen bliebe. habe ich nicht glauben wollen. Um 2:30 hatte ich in Hamm den Glauben an den Schienersatzverkehr verloren. 300 Fahrgäste drängelten sich vor dem Eingang des Gliederbusses. Das hatte so Duisburger Loveparade-Charakter ...

Und so kam es, dass ich in einen ICE stieg, den der Lokführer dankenswerterweise als Aufenthaltsraum umdeklariert hatte. Ich fand einen Schlafplatz auf dem Boden eines Gepäckfachs zwische den Sitzen. Die Leute lagen auf und unter den Sitzen, andere quer über den Gang.

Im Sommer ist die Mitnahme einer Thermoskanne mit kühlem Wasser Pflicht für mich bei jede Bahnfahrt. Eine Toilettenrolle in der Reisetasche gehört auch immer dazu.

Ich freue mich jetzt schon auf viele spannende Bahnabenteuer, die mich noch erwarten!
 

Schlafwandler? Nein: Korrupte, durchgeknallte NWO-Marionetten, die ihr Volk verraten!

von kennerderlage
 
 
Prof. Glenn Diesen warnt vor Bestrebungen EUropas, also der NATO-Staaten Europas, gegen Russland in den Krieg zu ziehen:
 
 

Mittwoch, 24. Juni 2026

Disney+-Truth

by  Meme Dept. 




Man muß US-Finanzminister nicht mögen

von LePenseur
 
 
... so ganz im Allgemeinen — und den derzeitigen, Scott Bessent, im Speziellen ebenso nicht! Aber wo er recht hat, da hat er eben recht. Bspw. mit seiner Meinung über den Penispianisten und Schneemann aus Kiew (das außer den Ukis bei uns nur intellektülle Wichser "Kyiv" nennen, weil die ja auch "Praha" oder "Москва́" sagten & schrieben, sagen sie ...) die er in wenig feine, aber überaus trefflich charakterisierende Worte (hier auf Deutsch) faßte:
„Ich habe mit diesem kleinen Wichser zu tun gehabt … Er ist tückisch. Er ist wie das behinderte Kind für die Europäer. Und er benimmt sich wie Mr. Bean auf Crack.“ 
"Mr. Bean auf Crack" — also Hand aufs Herz: eine Formulierung von solcher Stringenz und Eleganz muß einem erstmal einfallen!
 
Chapeau! Touché!
 

Dienstag, 23. Juni 2026

Anstelle eines Nachrufs

 von Manfred Müller
 
 
... ein Video von Murray Rothbard über den gestern, über 100-jährig, verblichenen Alan Greenspan, lange Jahre Chef der Federal Reserve und damals das "Orakel von Delphi" für Börsianer weltweit:
 
 
Rothbard ist manchmal kaum zu verstehen mit seinem Gebrabbel, deshalb ist das Transskript des Videos sehr hilfreich:

[Question about Greenspan] What do you think about Alan Greenspan? How did he go from being … from studying under Mises …

Rothbard: Yeah, that’s very interesting. Greenspan, well he was never … he was always a Keynesian, even in the old Randian Period. He had no interest in Austrian economics at all, and no interest in economic theory. He was basically a forecaster. He was a lousy forecaster, interestingly enough.

When he got his Fed post a couple years ago, he had to give up its forecasting business because the forecasting firm—Townsend &  Greenspan—admittedly, they were lousy forecasters, and so without Greenspan, there’s no point in having it. In other words, Greenspan was sold not as forecasting but as access the power. Like Kissinger—why did Kissinger & Associates make $10 million a year, or whatever it is, because he knows all these bigshots and can get them in with the bigshots, that’s high-fallutin’ lobbying.

And so, how so did he rise to fame and fortune? I don’t quite know. I mean, if you ever … I’ve met Greenspan, and I think he’s the least charismatic person I’ve ever seen practically. He’s got the persuasiveness of a dead mackerel. So I don’t know how he got … it’s difficult to figure out. He got in with I guess the Ford administration, … And the interesting thing is he gets in, he got into the Council of Economic Advisors and recently the Fed. The New York Times would write about him about say, “well he has these peculiar philosophical views, like gold standard and Ayn Rand etc., but don’t worry about it folks, he’s really a pragmatist.” That’s the tip-off—regardless of these views, they’re sort of in the closet; he doesn’t care about them; in practice, he’s like everybody else. Which of course is true.

But you also have the unique … see he has the advantage or the establishment of having conservative or Randian whatever “aura,” so he can get away with stuff, a conservative will back him. And so he can do the the same stuff everybody else is doing. It has sort of an aura or right-wing connection. I think that’s probably the usefulness. But basically he’s like Volcker or the other people—he’s a Volcker without a cigar, is what he is. He’s probably better than a lot of other guys.

The interesting thing how the conservative Keynesians like Volcker and Greenspan are better than the Reaganite supply-siders who want more inflation, they want a lot more inflation, a lot lower interest rates, … they’re holding a line, such as it is. It’s too glad because Greenspan saved the Social Security system for a century, by increasing taxes of course. So he has a lot to answer for… But in contrast to … in contrast to … he’s less bad than the Reaganites, is all you can say for him.

But the interesting thing is he follows the Randian strategic view. The Randian strategic view is—see most people think of Randians as being libertarian  with a slight quirk. They’re not really libertarians politically at all, because what they want is, before you can do anything politically, before you can cut taxes, eliminate price controls or anything—before you do anything, you have to have everybody agree on Randian philosophy—free will, and concept and percept and all the other crap—so before you can do anything, have any coalition with anybody, you have to everybody agree on all the Randian metaphysics. Well since you’re not going to have that, in practice you have just regular statists.

Dass Greenspan eine geraume Zeit lang dem Kreis um Ayn Rand angehörte, wissen heute vermutlich nur mehr die Wenigsten. Aber es war eben immer nur "sort of in the closet", nichts, was Greenspans tatsächliche Tätigkeit in der Fed beeinflusste.
 
Ob ihm nach seinem Abgang gedämmert hat, was er mit seiner lockeren Geldpolitik angerichtet hat? Kann sein, manche spätere Statements lassen es vermuten. Als überzeugter Atheist, der er war, wird ihn dies aber nicht allzu sehr tangiert haben Er hatte sein Leben erfolgreich gelebt, wurde nie angeklagt, hatte nie üble Konsequenzen seiner Aktionen zu tragen — also: was soll's!
 
Eine systemimmante Figur ist gestorben. Lange Zeit bewundert, nach seinem Abgang allmählich vergessen. Falls er nun in einem Jenseits (oder auch nur in seiner Todesstunde) auf sein Handeln zurückblicken kann bzw. muss: ist er dafür zu beneiden?
 
Unser geschätzter LePenseur pflegt derartige rhetorische Fragen mit dem Satz zu quittieren: "Die Frage zu stellen, heißt sie beantworten."
 

Followers

by  Meme Dept. 




Wann steckt man ihn denn endlich in die Klapse?

von Manfred Müller
 
 
Gemeint ist natürlich Trump, wer sonst?! Was er auf seinem (A)social-Media-Account von sich gibt (als "Schreiben" kann man diese infantile Stenolalie wirklich nicht bezeichnen!) ist nur noch lächerlich (wenn es auf Grund von Trumps Position nicht brandgefährlich wäre!) und abstoßend. Bei TKP liest man darüber:
Nach den explosiven Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen die iranischen Unterhändler – in denen er unter anderem via Fox News warnte, sie würden bei einer Schließung der Straße von Hormus „nicht einmal mehr in ihr verdammtes Land zurückkehren“ – sind die Friedensgespräche im Schweizer Luxusresort Bürgenstock in eine schwere Krise gestürzt und wurden temporär unterbrochen. TKP.AT berichtete darüber.
(Hier weiterlesen)

Wer den Mitgliedern einer diplomatischen Verhandlungsdelegation mit Ermordung, zumindest aber mit rechtswidriger Gefangennahme droht, bewegt sich eindeutig auf dem Niveau von Mafia-Bossen und ähnlich zwielichtigen Gestalten: Trump hat sich damit als Bandenchef einer Terrorgruppe namens US-Regierung zu erkennen gegeben. Nicht, dass dies aus den Handlungen der Charakter dieser Regierung nicht schon zuvor jedem klar gewesen wäre: aber die präpotente Ungeniertheit, mit der dieser tobsüchtige Psychopath im Weißen Haus agiert, lässt doch etwas beim Gedanken schaudern, dass derselbe Psychopath jederzeit auch den Knopf zu einem Atomschlag drücken kann!

Man kann nur hoffen, dass es noch Kräfte in den USA gibt, die diesen ersichtlich durchgeknallten und von seinem Amt völlig überforderten Polit-Schlägertypen auf legale Weise unschädlich machen. Vizepräsident Vance hätte hier verfassungskonform Möglichkeiten, doch ist zu bezweifeln, dass er sich traut, sie auch zu nutzen. Bleibt also ein Impeachment durch den Kongress, das allerdings vor den Midterms keine Chance auf Erfolg hat.

Unerfreuliche Aussichten, die dadurch nicht besser werden, dass in EUropa ähnlich blindwütige Idioten glauben, ihre durch die am laufenden Band aufbrechenden Skandale gefährdete Haut mit einem Krieg gegen Russland zu retten. Es gibt zwei "Tags" (auf gut Deutsch: Stichworte) auf unserem Blog, die heute leider beide zugleich auf die derzeitige Führungsriege des Westens zutreffen:

Wir werden von Idioten regiert

und:

Wir werden von Verbrechern regiert 

In der Vergangenheit wurde zur Genüge bewiesen, dass selbst wenn nur einer der Sätze zutrifft, das Leben und der Wohlstand der Bürger (bis hin zur Existenz des Landes!) in Gefahr sind. Was passiert, wenn beide Sätze sich als richtig erweisen, ist gerade in der Testphase ... und nein: das vorliegende Zwischenergebnis sieht nicht gerade beruhigend aus!
 

Ray McGovern : Will Russia Escalate ?

von kennerderlage
 
 
Ray McGovern (CIA-Analyst von 1963 bis 1990) im Interview mit Judge Napolitano: an Anfang geht die Unterhaltung noch zu den Auslassungen Trumps gegen die iranische Delegation in der Schweiz und die Entwicklungen im Nahen Osten, dann jedoch mit dem etwas aus dem Fokus geratenen Ukrain-Konflikt: eine kluge Analyse, die es sich anzusehen lohnt!
 
 
P.S.: Ebenfalls sehenswert das Interview mit Prof. Jeffrey Sachs zum Iran-Krieg
 

Montag, 22. Juni 2026

A Copying Exercise

by  Meme Dept. 




China, Japan und der US-Dollar

von Helmut
 
 
Hier bewege ich mich auf einem Terrain, das mit Sicherheit nicht meine Spielwiese ist. Aber ich habe mal nachgesehen und in der letzten Zeit da keine klaren Hinweise mehr darüber gefunden. Darum greife ich das Thema auf.

China, das früher einmal einen Stall voll US-Anleihen gehabt hat, hat da bereits eine beträchtliche Menge davon abgestoßen. Bereits im Februar dieses Jahres konnte man das im Net lesen:

https://www.tabularasamagazin.de/marc-friedrich-china-verkauft-us-anleihen-droht-jetzt-...

KI hat dazu folgende Meinung:

China reduziert seine Bestände an US-Staatsanleihen seit Jahren schrittweise und hat den niedrigsten Stand seit 17 Jahren erreicht. Der Hauptgrund für diesen schrittweisen Rückzug ist die Diversifizierung der Währungsreserven und die Verringerung der Abhängigkeit vom US-Finanzsystem, um sich beispielsweise gegen mögliche Sanktionen abzusichern.

Die wichtigsten Fakten und Entwicklungen im Detail:

Aktueller Stand: China hält derzeit noch US-Staatsanleihen im Wert von etwa 690 bis 777 Milliarden US-Dollar. Damit ist China nach Japan und Großbritannien der drittgrößte aus-ländische Gläubiger der USA.

Historischer Rückgang: In der Spitze hielt China über 1,2 Billionen US-Dollar an US-Schulden. Der kontinuierliche Abbau hat sich über das letzte Jahrzehnt gestreckt und beläuft sich mittlerweile auf fast 500 Milliarden US-Dollar.

Umschichtung in Gold: Parallel zum Verkauf der US-Anleihen hat China seine Devisen-reserven breiter aufgestellt und verstärkt Gold sowie andere Rohstoffe gekauft.

Handlungsdruck für Banken: Chinesische Aufsichtsbehörden haben heimische Banken zudem dazu gedrängt, ihre Bestände an US-Dollar-Anleihen abzubauen. Als Gründe wurden Konzentrationsrisiken sowie die hohe Volatilität an den US-Märkten genannt.

Auswirkungen auf die USA: Trotz der massiven Verkäufe in den vergangenen Jahren hat der Schritt bisher nicht zu den befürchteten Verwerfungen am US-Finanzmarkt geführt. Abgestoßene Anleihen wurden problemlos von anderen Investoren aufgekauft, und China macht heute nur noch einen relativ kleinen Bruchteil der gesamten US-Staatsverschuldung aus.

Stellt sich die Frage, ob China sich aus der Klammer der USA befreien will und/oder dadurch den Yuan stärken will:

https://table.media/china/news/finanzmarkt-chinesische-staatsanleihen-taugen-bald-als-p...

Worüber aber kaum berichtet wird, das ist die Parallel-Entwicklung dazu in Japan:

https://finanzmarktwelt.de/japan-schockt-anleihemarkt-warum-das-fuer-die-usa-zum-proble...

Dieser Absatz lässt mich aufhorchen:

Die eigentliche Gefahr liegt eher in einem strukturellen Wandel. In den 2010er-Jahren halfen Japans niedrige Zinsen dabei, auch die US-Renditen niedrig zu halten. Japanisches Kapital suchte Rendite in Amerika und stabilisierte damit den US-Anleihemarkt.

Nun könnte sich dieser Effekt umkehren. Wenn japanische Renditen weiter steigen und die Inflation erneut anzieht, könnten die USA einen ihrer wichtigsten ausländischen Käufer von Staatsanleihen verlieren. Das würde nicht sofort alle Märkte erschüttern, könnte aber über Jahre hinweg für strukturell höhere Zinsen sorgen.

Natürlich hat auch Trump seine Berater. Könnte diese asiatische Entwicklung dazu geführt haben, dass Trump den Konflikt mit dem Iran vom Zaun gebrochen hat? Es ist ja nichts Neues, dass man wirtschaftliche Probleme am besten mit einem Krieg in den Griff bekommt. Trump hätte doch wissen können, dass er sich bei dem Konflikt mit dem Iran eine blutige Nase holt, was sich auch durch den sogenannten "Friedensvertrag" bestätigt.

Daher die Gretchenfrage: 
Zeichnet sich eine wirtschaftliche Abwärtsbewegung 
bei den USA ab?

Dazu noch eine Meinung eines Bankers, die gerade ein Jahr alt ist:

 

Sonntag, 21. Juni 2026

Die Generationenschuld in der Geschichte

von Helmut
 
 

Ich habe das erst in einem meiner kürzlichen Artikel angesprochen, aber eher nur gestreift. Deshalb will ich es noch einmal aufgreifen und klar beim Namen nennen. Es dreht sich dabei um die Verantwortung jedes Einzelnen, die Verantwortung für sich selbst, aber auch für seine Familie und für diejenigen, die nach ihm kommen. Und damit meine ich nicht die Verantwortung, damit die ihm Nahestehenden was zu beißen haben, sondern, was sie von der Zukunft zu erwarten haben, in welcher Welt sie weiter leben sollen und wie die zukünftigen politischen Rahmenbedingungen aussehen werden, und wie man mit denen leben soll.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass es da viel zu viele Ignoranten gibt, zu viele „Vogel Strauß und Kopf in den Sand-Politik“, und die vermeintlichen Besserwisser, die die Meinung vertreten: „Wir haben ja damals auch sehen müssen, wie wir damit zurechtkommen und haben es geschafft. Ihr müsst halt auch sehen, wie Ihr das in der Zukunft hinkriegt“.

Jetzt will ich das einfach aus meiner persönlichen Sicht beschreiben, was mich bewegt. Fangen wir einmal in den 60er Jahren an:

Damals war ich ein Jüngling, ein Teenager. Trotzdem habe ich mich schon mit 15 und 16 dafür interessiert, was damals so gelaufen ist, in Österreich und in Deutschland. Es war noch deutlich vor den 68er Demos, und ich habe laufend die Fragen der Generation der Erwachsenen gehört, die in die Richtung an die damalige Erlebnisgeneration der Kriege und der Hitlerzeit gingen: „Warum habt ihr geschwiegen, warum habt ihr das alles zugelassen, warum seid ihr nicht aufgestanden, als noch Zeit dafür war?“

Es hat mich sehr nachdenklich gemacht, und deshalb habe ich mich intensiv mit dieser Zeit auseinandergesetzt, zumal auch mein Großvater im Widerstand damals umgekommen ist. Natürlich habe ich sehr viele Details erfahren, weil ich mich mit der Generation unterhalten habe, die das alles selbst erlebt hat. Meine Gesprächspartner waren auf der gesamten Bandbreite vertreten, vom KZ-Insassen bis zum SS-Mann.

Vieles habe ich dadurch erfahren, was die meisten gar nicht wissen. Auch über den Feldzug in Russland habe ich Dinge erfahren, die man nirgends nachlesen kann. Auch über die Hölle von Stalingrad. Unterm Strich habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass es weder ein „Weiß“ noch ein „Schwarz“ gibt, sondern Grauschattierungen in allen Nuancen. Hier von Schuld der Generation unserer Großeltern zu sprechen, wäre verfehlt, weil sich unsereiner wohl kaum die Zustände vorstellen kann, in dieser Zeit, als diese Vorfahren gelebt haben.

Was aber keine pauschale Entlastung von der Schuld sein kann, von der die Nachkriegsgeneration gesprochen hat. Was war denn deren Schuld:

Sie hatten mit dem täglichen Existenzkampf zu tun, mit dem Überleben, und wie man der Familie was auf den Teller bringen kann. Soziale Systeme, wie wir sie kennen, gab es ja damals nicht. Das aber bewirkte ein Verhältnis zur Politik, das man in etwa so beschreiben kann:

- Es wird ja schon gut gehen
- Wir Kleinen können sowieso nichts machen
- Es ist besser, zu schweigen
- Die da oben werden sicher wissen, was sie machen
- Mir geht die Diskussion mit der Politik auf den Wecker, ich will nichts mehr davon hören

Und noch viele andere Argumente. Wenn die Nachfolgegeneration des Krieges dann derartige Fragen gestellt hat, nach der Verantwortung für die Kinder und Enkel, etc., dann hat man schon bei mehreren die Betroffenheit gemerkt, und auch den Versuch, das Gespräch auf anderes zu lenken.

Soviel zu der Zeit der 30er und 40er Jahre. Gehen wir in die 80er und 90er Jahre und halten wir Rückschau:

In dieser Zeit war schon an manchen Beispielen festzustellen, dass sich da etwas zum Negativen verändert, zum Nachteil der Bevölkerung. Spätestens in den 90er Jahren, obwohl in Deutschland und auch überhaupt in Europa vieles von der Euphorie des Falls des Eisernen Vorhangs überdeckt wurde.
Aber jeder, der die Politik im Land und auch in Europa verfolgt hat, konnte das feststellen. Da aber passierte bei den meisten Leuten etwas Seltsames, - nämlich der Selbstbetrug. Diejenigen, die in der Mitte des Lebens standen, sagten sich immer wieder vor, dass es sich um einen zeitlich begrenzten Durchhänger handelt, der sicher wieder in den nächsten Jahren repariert wird. Man hatte noch die Amtszeit bis 1982 im Hinterkopf, als es einen Kanzler mit dem Namen Helmut Schmidt gab, in einer Zeit, als noch die Anständigkeit in der Politik überwog.

Es gab ja auch Ansätze, als sich die Demos zum NATO-Doppelbeschluss in den Jahren 1980–1983 formierten. Damals setzte man auf die Grünen, die sich immer als Friedenspartei darstellten. Aber spätestens beim illegalen NATO-Feldzug gegen Jugoslawien im Jahre 1999 löste sich die Tarnkappe in Luft auf und man konnte klar die Verwandlung der Grünen vom Paulus zum Saulus, also zur Kriegspartei, erkennen. Außerdem war die Bezeichnung „Verteidigungsbündnis“ für die NATO nur mehr Schnee von gestern, weil sie sich zum Angriffsbündnis gemausert hatte.

Zurück zu meiner Generation, die das sehr wohl beurteilen konnte. Was haben wir gemacht? Haben wir den Fuß in den Türrahmen gestellt und gesagt: „Bis hierher und keinen cm mehr weiter?“ Nein, wir haben geschwiegen und gehofft, dass wieder die Vernunft in den Vordergrund kommt. Aber wir haben umsonst gehofft und tatenlos zugesehen, ohne etwas zu unternehmen.

Ich bezeichne das als unsere Generationenschuld, die wir auch einmal in unser Grab mitnehmen werden. Denn jeder war in der Lage, die Zeit der 70er Jahre mit der Zeit um die Jahrtausendwende zu vergleichen, und zu sehen, wie sich vieles zum Negativen entwickelt.

Unsere Generation hat ein großes Glück: Die Jüngeren, die die 70er Jahre nicht erlebt haben, also die Generation, die nach uns kam, wissen nicht, wie wir damals gelebt haben. Wir hatten Ziele, und sahen immer ein „Morgen“. Per Autostopp war ich in Skandinavien unterwegs, und oftmals haben mich Frauen mitgenommen – ohne Angst. Es gab keine Kriminalität, zumindest nicht in dem Ausmaß, wie wir sie heute erleben.

Geld hatten wir genügend, in den Semesterferien am Bock (damit ist der Fernlaster gemeint) hatte ich monatlich 2.650 DM bar auf die Kralle, als höchster Steuerpflichtiger (Lohnsteuerklasse I/0). Die Mieten waren bezahlbar, genauso wie die Nebenkosten. Ein Teil meines Studiums wurde staatlich finanziert, und zwar nicht über BaFög, sondern über AFG, was damals 60% vorherigen des Bruttoeinkommens bedeutete. Als Zuschuss, ohne Rückzahlungsverpflichtung.

Natürlich habe ich Anfang der 70er als Österreicher auch die Heiratsprämie „mitgenommen“ (damals ca. 15.000 Schilling) und auch die staatliche Geburtenförderung (auch als „Bockprämie“ bezeichnet), die einige tausend Schilling ausmachte. Das Gesundheitssystem war in Ordnung, monatelange Wartezeiten für einen Facharzttermin waren damals unbekannt.

Es ist gut, dass sich die Jüngeren gar nicht dafür interessieren, wie ihre Eltern damals gelebt haben. Denn dadurch wissen sie nicht, was ihnen alles entgangen ist, was ihnen vorenthalten wurde. Sie leben in ihrer „Jetzt-Zeit“ und glauben, dass das richtungsweisend ist. Der Hund, der schon nach der Geburt an die Kette kam, weiß ja auch nicht, was Freiheit ist. Er himmelt aber seinen Herrn an, der ihn täglich füttert.

Wüssten die Jüngeren das und würden sie das entsprechend bewerten – wahrscheinlich wäre das nicht gut. Denn heute kann man nicht nur Kalaschnikows am Schwarzmarkt kaufen, sondern noch ganz andere „Spielzeuge“, ermöglicht durch den Ukrainekrieg. Die Bataillone, die sich als Security um die Politiker bei öffentlichen Auftritten zeigen, sind ja kein Zufall.

Gehen wir in die „Jetzt-Zeit“. Das, was wir seit dem Jahre 2015 erlebt haben, hätte auch kein Orwell noch 10 Jahre davor als mögliche Realität in Erwägung gezogen. Hat sich jemand dagegen gewehrt? Ausländer-überfremdung durch andere Kulturen, Corona-Repression, usw. usw. – es gab kaum Widerstand. Die Regierung mit Unterstützung der von ihr bezahlten Medien hat da ganze Propagandaarbeit geleistet, ein Dr. Goebbels wäre da richtig neidisch geworden.

Soll ich mir die Frage stellen, wohin das alles noch führen wird, bei den Politikern, die in der Verantwortung stehen? Nein, es sind keine Flaschen, keine Holzköpfe, - es sind willige Marionetten, die das alles ausführen, was ihnen von hinter den Kulissen vorgegeben wird. Dazu werden sie ja fürstlich belohnt, was man ja parteienübergreifend sieht. Beispiel Merz und Blackrock, weil das Politikergesetz keine Offenlegung derartiger Bezüge fordert, wenn sie die Marke 5% nicht überschreitet. Aber nicht nur die CDU, auch Sigmar Gabriel von der SPD ist ja mittlerweile im Aufsichtsrat von Rheinmetall, dem Champion in der Kriegswaffenproduktion.

Wie sehe ich das alles im Rückblick? Einfache Antwort: Es erleichtert mir den Schwund der Jugend. Nein, ich wollte nicht noch einmal jung sein, so schön das auch damals war. Ich muss meinem Schöpfer auf Knien danken, dass ich meine Jugendzeit in den 70ern erleben durfte, in einer einzigartigen Zeit. Ich sehe, wohin das alles nun führen wird, und ich beneide die jüngere Generation nicht.

Aber ich mache mir Sorgen um diejenigen, die noch im Kinderwagen herumkutschiert werden oder im Sandkasten spielen. Was erwartet diese Generation, wenn die einmal erwachsen werden? Machen sich deren Eltern überhaupt Gedanken darüber? Sehe ich Gespenster, wenn ich die Reaktion der Generation der 60er Jahre auf die Zukunft umlege? Die Kids, die sich jetzt noch ihren Spielsachen widmen, werden nämlich dann, wenn sie mal 30 oder 40 sind und in diesem Desaster leben müssen, das sich ja bereits jetzt abzeichnet, ihren Eltern dieselben Fragen stellen: Warum habt ihr das zugelassen? Warum habt ihr nicht in der Zeit, als man noch dagegen etwas tun konnte, wirksam eingegriffen? Usw. usw.

So manchen jungen Eltern habe ich diese Frage gestellt und sie darauf hingewiesen, dass es vorteilhaft sein könnte, sich bereits jetzt eine Antwort für diesen späteren Fall zurecht zu legen. Aber die meisten kapieren ja gar nicht, was ich ihnen vorhalte. Sie leben in ihrer Zeit, sind in ihrem digitalen Gefängnis eingesperrt, das sie ständig vor sich hertragen (manche nennen es auch Smartphone) und nennen sich glücklich, wenn sie ein paar Euro Wohngeldzuschuss bekommen.

Ich aber stelle mich der von mir angesprochenen Generationenschuld, die wir uns nach den 80ern aufgeladen haben. Kritische Beobachtung der Zeit, Bedürfnis nach bereinigten Infos aus der ganzen Welt, was manchmal schon in eine Sucht ausartet, und volle Ausnützung der Meinungsfreiheit. Aber nicht nur in Foren und sozialen Netzwerken, sondern auch in Aktionen. Plakate auf dem Haus, damit Vorbeigehende auch zum Nachdenken angeregt werden, aktive Teilnahme an Demos, usw.

Diejenigen aus meiner Familie, die nach mir kommen, werden mir einmal nicht vorhalten müssen, dass ich geschwiegen habe, im Gegenteil. Sie werden sagen: „Unser Alter war nicht so blöd, der hat schon bald erkannt, wohin der Stecken schwimmt und hat das getan, was er dagegen tun konnte.“ Vielleicht werden sie sogar stolz darauf sein, wie ich mich verhalten habe, wer weiß das schon. So wie ich stolz auf meinen Großvater bin, der in der Nazizeit nicht geschwiegen hatte und dafür mit seinem Leben bezahlt hat.
 

Samstag, 20. Juni 2026

"Democracy"

by  Meme Dept. 




Der deutsche Highperformer und der Niedergang unseres Landes (Teil II)

Gastkommentar
von Plancius
 
(Fortsetzung von Teil I) 
 
 
Die kognitive Dissonanz derer, die sich die Welt anschauen
 
Ich fahre zwar nicht auf Messen nach Fernost, habe aber beruflich mit Projekt- und Produktmanagern bei vorwiegend Mittelständlern und Hidden Champions zu tun, die die ganze Welt bereisen.

Und man unterhält sich ja beim Mittagstsich oder auch in Pausen über Gott und die Welt. Und da bin ich doch jedes mal von neuem überrascht, wie tief beeindruckt sie von Shanghai, Singapur oder Kuala Lumpur sind. Aber gleich hinterher die dortige rasante Entwicklung wieder relativieren mit so Aussagen wie:

  • das hat langfristig keinen Erfolg
  • die Asiaten sind schnell und gut im Kopieren
  • die Menschenrechte werden dort missachtet, was mittelfristig deren Innovationskraft wieder abbremst
  • sie werden an ihren niedrigen Geburtenraten zugrunde gehen. Wir hingegen setzen auf Migrations-management und Einwanderung.
  • in Asien fehlt die Buntheit, man sieht so gut wie keine Afrikaner und Araber. Der fehlende Multi-kultaralismus bremst die dortigen Gesellschaften mittelfristig aus.
  • es mangelt dort an individueller Freiheit. Stattdessen setzt man auf Konformismus und Uniformität.
  • man darf in Singapur noch nicht mal ein Kaugummi unter den U-Bahn-Sitz kleben oder die Füße auf den gegenüberliegenden Sitz legen, ohne hohe Strafen oder körperliche Züchtigungen zu erfahren.

Es ist für mich immer wieder erschreckend zu erfahren, wie diese akademisch gebildeteten Menschen den Dreck bei uns, den herumlungernden Abschaum aus aller Welt als gesellschaftspolitischen Vorteil, als Beitrag zur Stabilisierung unserer Rente und als Innovationsmotor verkaufen.

Und ich sitze ihnen nicht als Parteisekretär wie zu DDR-Zeiten gegenüber, bei dem man sich vielleicht einkratzen will. Nein ganz im Gegenteil, sie denken, ich bin auch Teil ihrer Blase und wollen bei mir Beifall einheimsen. Es ist für sie unvorstellbar, dass ich praktisch mit geballter Faust in der Tasche ihnen gegenüber sitze, um mich zu zügeln und ihnen meine Meinung zu geigen.

Leider fehlt es an psychologischen Studien, wie man es schaffen kann, bei Menschen mit einem solch weiten globalen Erfahrungshorizont eine derart kognitive Dissonanz schaffen und einen Filter in ihre Wahrnehmung implementieren kann. Man kann ihnen ja kein B für ein A vormachen, sie erfahren ja die Welt nicht nur gefiltert durch Medien oder Literatur, nein sie sind weit gereist und können sich alles vor Ort live anschauen.

Und das ist dieser große Block Grünen-Wähler, der bei ca. 15% steht. Selbst im Osten erfahren die Grünen immer mehr Zulauf, sie steigern sich auch langsam von 5% auf ca. 8-9%. Es gibt auch im Osten mittlerweile eine erkleckliche Menge Menschen, die ihren Wohlstand im System BRD verorten und selbstzufrieden vor sich hin leben.

Sie suhlen sich in ihrer Selbstzufriedenheit und spenden sich gegenseitig Beifall, auch wenn sie gegenseitig ein SAP Projekt in die Grütze gefahren haben oder ein Bauprojekt versemmelt haben. Es ficht sie überhaupt nicht an. Sie fühlen sich in ihrer Blase dermaßen pudelwohl. Zwischen mir und ihnen gibt es keine Schnittmenge. 

Mein Erlebnis, das alles getoppt hat, war ein Jubiläum bei einem Kunden im Rheinland, der seine japanischen Geschäftspartner hierzu eingeladen hat. War kurz vor Corona. Der Geschäftsführer, promovierter Volkswirt, hat in seiner Rede den Erfolg der Masseneinwanderung nach Deutschland thematisiert, welche Chancen sich hierfür eröffnen, wie die Demografie hiervon profitiert, welch positiven Effekt das auf unsere Altersversorgungs-systeme hat ... und dann, wie Japan hiervon profitieren kann.

Ich bin vor Scham im Boden versunken. Trotz kultursensibler Schulungen, eigener Reisen nach Japan und Asien, hat er seine japanischen Gäste vor allen Leuten brüskiert, ihnen Lehren zu erteilen. Die Akademiker strotzen nur so vor Selbstbewusstsein und haben überhaupt kein Schamgefühl.

Dieser Schlag Leute lebt so selbstsicher in ihrer Blase, sie haben die Parolen des Mainstreams dermaßen verinnerlicht, dass sie überhaupt kein Schamgefühl haben, sich immer auf der sicheren Seite fühlen und das Gegenüber von ihrer totalitäten Ideologie überzeugen wollen. Sie sind das Bild vom hässlichen Deutschen par excellence.

Aber das noch viel schlimmere dabei war die Tatsache, dass die Kollegen beim anschließenden Mittagstisch die Rede ihres Geschäftsführers gelobt haben. Mein Gott, habe ich gedacht: kann man nicht einfach mal die Fresse halten ob dieser Peinlichkeit den Japanern gegenüber. Nein, auch die anderen deutschen Beschäftigten sind so von ihrem Sendungsbewusstsein überzeugt ... Ich kann nur sagen, Köln, Düsseldorf und das ganze Rheinland sind ein ganz schlimmes Pflaster für gute, deutsche Seelen.

Und was ich noch feststellen kann: eine ganz üble Sorte Mensch sind Akademiker der Ex-DDR, die sich seinerzeit Ende der 80er Jahre zur Opposition zählten und sich damals in der evangelischen Kirche rum-getrieben haben. Heute absolute BRDlinge und überhaupt alles, was sich im Dunstkreis der Kirche herumtreibt, ist mit größter Vorsicht zu genießen. Und auch größte Vorsicht vor den Scheinoppositionellen der späten DDR, die heute in Amt uund Würden sind.

Ich frage mich manchmal, wie wollen wir all die Menschen dieses Typus mitnehmen, wenn wir unser Land wieder auf Kurs bringen wollen. Sind sie so opportunistisch und passen sich den geänderten Rahmen-bedingungen an oder sind sie so in ihrem Glauben an den Endsieg ihrer woken Ideologie verhaftet, dass sie wild um sich schlagen und uns alle mit in den Abgrund reißen.
  

Freitag, 19. Juni 2026

Prosperity vs. Poverty

by  Meme Dept. 




Der deutsche Highperformer und der Niedergang unseres Landes (Teil I)

Gastkommentar
von Plancius
 
 
Viele von uns haben in den letzten Tagen bestimmt das Video von dem deutschen Akademiker mit dem gelben Helm gesehen, der am vergangenen Montag am Rande der „Eine Million Demo“ vom Compact-Magazin interviewt wurde.

Das Video machte überall die Runde, sei es auf X, in den alternativen Medien, auf Telegram oder in WhatsApp-Chats. Man lachte und spottete über den Mann, viele Mems in Anlehnung an „Bob der Baumeister“ und den Begriff „Highperformer“ sind entstanden.

Ehrlich gesagt, konnte ich gar nicht über das Video lachen, vielmehr war es für mich ein Augenöffner und beschreibt in wenigen Augenblicken, warum sich unser Land im Niedergang befindet und warum wir an allen Ecken und Enden so dysfunktional geworden sind.

Ich habe in diesem Mann sofort meine akademischen Kollegen und auch meine ehemaligen Kommilitonen aus meinem Studium erkannt. Der Mann ist der Typus par excellence, den ich als Projektleiter in meinen Projekten erlebe, und das sowohl auf Kunden- als auch auf Beratungsseite. Diesen Typus trifft man in Deutschland ab einer bestimmten Ebene allerorten, sei es in Konzernen wie SAP, Accenture, Roland Berger, Deutsche Bahn, BMW und Bosch, aber auch bei Mittelständlern wie Bahlsen, Herrenknecht oder Schäffler.

Sie bekleiden verantwortungsvolle Aufgaben und managen Projekte. Ohne diesen Typus Akademiker gäbe es nicht die vielen fehlgeschlagenen SAP Projekte, gäbe es kein Stuttgart 21, gäbe es nicht das Desaster bei der Deutschen Bahn, gäbe es keinen Ausverkauf deutscher Ingenieuerskunst ans Ausland, gäbe es kein Chaos am Flughafen BER und gäbe es die unendlich langen Verzögerungen bei wichtigen Bau- und Infrastruktur-projekten nicht.

Dieser Typus Mann (es gibt aber auch ebensolche Frauen) hat das deutsche Bildungssystem mit einem Diplom und häufig auch mit einem Doktortitel absolviert und ist in Wirtschaft, Bildungswesen und in der Verwaltung aufgestiegen. Jahresgehälter zumeist über 120.000 Euro plus gut verdienender Ehefrau an der Seite, zum Teil in Teilzeit, wenn sie sich noch um die Kinder kümmert.

Wohnhaft entweder in schicken Vierteln der Großstädte in einer mondänen Altbauwohnung in Straßen mit altem Baumbestand oder am Stadtrand in Reihenhaus oder Eigenheim. Die Kinder gehen häufig in Waldorf- oder Montessori-Schulen. Sie sind stramme Grünen-Wähler, zumeist sind die Ehefrauen noch irgendwo gesellschaftlich aktiv, sei es bei den Grünen oder einer sonstigen linken NGO.

Zumeist sind es Emporkömmlinge aus dem westdeutschen, bürgerlichen Milieu und sind gut mit Erbschaften der Nachkriegsgeneration bedacht. Aber auch meine ostdeutschen, ehemaligen Kommilitonen können diesem Typus zugerechnet werden, obwohl sie materiell nicht mit Vorschusslorbeeren bedacht wurden. Es ist also kein primär westdeutsches Phänomen. Die Ostdeutschen sehen ihren Aufstieg zumeist im System BRD verortet und sind ihm deshalb in Loyalität verbunden.

Eigentlich handelt es sich bei dem Typus um musterhafte Staatsbürger. Wenn sie in der freien Wirtschaft tätig sind, sind es zumeist Nettosteuerzahler, sie zahlen extrem hohe Steuern ohne Murren, sind sogar bereit, noch mehr abzugeben, investieren viel Zeit und Geld in die Bildung und Erziehung ihrer Kinder, sind angenehme Menschen in der Nachbarschaft, machen im Alltag keine Probleme.

Was sie jedoch kennzeichnet: Sie sind im beruflichen Alltag konfliktscheu und lassen Dinge laufen, bis sie dysfunktional sind. Und was das Schlimme dabei ist, sie bewegen sich untereinander in einer großen Blase. Der Projektleiter dieses Typs beim Beratungsunternehmen trifft auf ebensolchen Typus auf Kundenseite, beide zusammen wieder auf gleichartige in der staatlichen Verwaltung oder weiteren Dienstleistern, die am Projekt beteiligt sind. Unsere ganzes Land hat seine Selektionsmechanismen in den letzten Jahrzehnten so justiert, dass genau dieser Typus an den meisten Schaltstellen unseres Landes sitzt.

Und genau dieser Typus, der mit dem Fahrrad zu seiner Arbeitsstelle in Berlin-Zentrum fährt, ist mit all den Problemen konfrontiert, denen sich auch der gemeine Bürger gegenüber sieht. Fährt er mit der Bahn zu seinen Kunden, kann er kaum einen Termin pünktlich wahrnehmen, er sieht all den Dreck und das Gesindel auf deutschen Bahnhöfen oder im Nahverkehr der Städte. Er ist mit dem massiv gekürzten Inlandsflugverkehr konfrontiert, er steht wie jeder andere in seinem 5er BMW im Stau auf deutschen Straßen, er muss wie jeder andere gesetzlich Versicherte monatelang auf einen Facharzttermin warten, in der Notaufnahme des Kranken-hauses sitzt auch er mit seinem verletzten Kind inmitten von muslimischen Clans oder schreienden Roma-Sippen.

Aber sie haben keine Antennen für die Dysfunktionalitäten oder den Niedergang unseres Landes. In ihrem Mindset scheint irgendein Filter eingebaut zu sein, der all den sie umgebenden Dreck, die Dysfunktionalitäten ausblendet, ehe die Wahrnehmung zum Gehirn weitergeleitet wird. Ehemalige Kommilitonen wohnen und arbeiten in Berlin beim Bundesverband Deutscher Banken, bei der Deutschen Bahn oder sind leitende Angestellte von Klinikkomplexen. Sie nehmen den Verfall unserer Hauptstadt überhaupt nicht wahr. Sie fühlen sich im besten Deutschland aller Zeiten. Auch ihre vielen Reisen ins Ausland führen zu keinem Umdenken in ihrer Ansicht über unser Land, wo ich nach jeder Rückkehr geschockt darüber bin, wie weit abgehängt wir im Vergleich zu vielen Regionen der Welt sind.

(Fortsetzung)