Montag, 9. Februar 2026

Logic

by  Meme Dept. 



Die Geschichte wiederholt sich (Teil 1)

Gastkommentar 
von Ralph Bernhard
 
 
Die späteren Weltkriege I und II waren Teil desselben Konflikts, der um 1900 begann, als die Seemächte ihre kontinentalen Nachbarn einkreisten. Für das amerikanische Jahrhundert nach 1900, das auf dem größten „Zaun“ der Welt (dem Atlantik) saß und abwartete, war Europa schlichtweg ein etwas größeres Gebiet als Großbritannien für Rom um das Jahr 0. Die von beiden Imperien angewandte Taktik war dieselbe: die Ausnutzung bestehender Spaltungen. 
 
Diese Ausnutzung für die eigenen Zwecke ist die Strategie „Teile und herrsche“. Ein proaktives Mittel, die eigenen Interessen auf Kosten anderer zu fördern, besteht darin, einige zu bevorzugen (die Macht der Begünstigten zu stärken) und andere zu benachteiligen (die Macht der Ausgestoßenen zu schwächen). In der Anfangsphase, als Großbritannien bis in die 1940er Jahre selbst die dominierende Rolle des „Zerstörers“ innehatte, musste Washington D.C. – abgesehen von der offenen Bevorzugung der Kriegsparteien im Ersten Weltkrieg, die hinter einer wohlklingenden Geschichte verborgen war – nicht viel tun. 
 
Die Strategie der „Außenseiter“ lautete stets: „Wenn sich ein lokaler/begrenzter Krieg auf dem Kontinent ausweitet, dann das inszenierte Szenario eines langen Krieges.“ Dies wurde von der Hegemonialmacht selbst verkündet. Daran hat sich heute nichts geändert, weder vor 100, 200 noch vor 300 Jahren. Die „Außenseiter“, die einen Krieg vermeiden wollen, profitieren davon, wenn alle anderen bis zur gegenseitigen Erschöpfung kämpfen. Daran wird sich auch heute nichts ändern, nachdem Selenskyj erkannt hat, wie er von Boris Johnson in den langen Krieg hineingezogen wurde (die Istanbul-Vorschläge wurden torpediert, während die Schuld auf die Gegenseite abgewälzt wurde). Für den „Spalter“, der unbeteiligt zusieht, sind die vielen Gründe, Motivationen, Ideologien, Rechtfertigungen, Meinungen, Ausreden oder die Interessen derjenigen, die zur vorteilhaften Spaltung für die höhere Macht beitragen, irrelevant. 
 
Für die spaltende Macht spielt es keine Rolle, wie die Spaltung umgesetzt wird, wie bestehende Spaltungen vertieft werden, wer aus welchen Gründen auch immer dabei hilft oder ob diejenigen, die die Spaltung befürworten und unterstützen, sich dessen überhaupt bewusst sind: Entscheidend ist allein die Umsetzung der Spaltung. Für den außenstehenden Spalter mit seinem geografischen Vorteil der Distanz zu gewaltsamen Ereignissen ist es nicht wichtig, warum die auserwählten Akteure für die Vorteile des Imperiums zusammenarbeiten, sondern die Tatsache, dass sie zusammenarbeiten, um Spaltung zu erzeugen und einen Teil des Planeten irgendwo zu beherrschen. 
 
„Wie“ und „dass“ sind zwei verschiedene Dinge. Das Imperium ist auf Profit aus, nur „Interessen“ zählen. Es gibt mehr als genug Beispiele von Strategen, die dies offen zugeben. Die Apologeten werden sich nie damit auseinandersetzen, da sie instinktiv wissen, dass sie von Kriegen anderswo profitieren. Diese „Unentschlossenen“ müssen nur auf den Knall warten, dann können sie sich einmischen und profitieren. 
 
Die nach den 1990er Jahren ausgebrochenen Konflikte haben ihre Vorläufer in der europäischen Geschichte, in den Ereignissen der 1890er Jahre bis 1914 und in Versailles. Sollte jemand an der Richtigkeit der obigen Einschätzung zweifeln, schlage ich eine Karte vor, auf der man die Einkreisung Mitteleuropas nach den 1890er Jahren einzeichnen kann. Karten sind eine wertvollere Informationsquelle als die Worte eines anderen Menschen, der zu Lügen und Täuschungen neigt. Dieses Muster setzte sich nach dem Ersten Weltkrieg fort, mit dem einzigen Unterschied, dass es anstelle einer kleinen Anzahl großer „Einkreiser“ (vor 1914) nun eine große Anzahl kleinerer „Einkreiser“ (nach 1919) gab. Der „Weltkrieg“ nach 1914 war ein weiterer 30-jähriger Krieg in Europa (mit einer 20-jährigen Unterbrechung). 
 
Die um das Jahr 1900 entstandenen Machtverhältnisse waren: 
1) die Seemächte (Großbritannien/USA) mit ihren kontinentalen Verbündeten als „Kohlefänger“ (wie Frankreich nach 1904 und Russland nach 1907), die lange Kriege bevorzugten. gegenüber: 
2) die kontinentalen Bündnisse, die kurze Kriege bevorzugten und durch die Seeüberlegenheit von 1) eingekreist und daran gehindert wurden, ausreichend Einflusssphären für ihr Wachstum zu erreichen. Diese Einkreisungsstrategie begann um 1900 als bewusste Aktion der Seemächte. 
 
Albion nutzte seine uneinnehmbare geografische Lage, um nicht nur in Europa, sondern weltweit Machtspiele zu spielen: 
Teile und gewinne (Macht für die eigenen Systeme). 
Wenn nicht: Teile und herrsche (aus der Position eines überlegenen Gegners). 
Wenn nicht: Teile und herrsche (durch Gebietsansprüche, Schwächung anderer usw.). 
Wenn nicht: Teile und herrsche (Märkte, Einflusssphären usw.). 
Wenn nicht: Teile und zerstöre (jene, die sich Ausbeutung und Spaltung widersetzen). 
 
Diese Strategie wurde nach einer kurzen Atempause, dem Kalten Krieg (1945–1991), einfach wiederholt. In den 1990er-Jahren verfolgte der US-Imperialismus mit der Wolfowitz-Doktrin und dem Anspruch auf die US-Vorherrschaft – mit der „US-Primatität“ als oberster Priorität – das erste Opfer auf dem Weg zur Zerstörung Jugoslawiens. Dies wurde in Strategiepapieren festgehalten und war für alle einsehbar. Diesmal waren die „Ziele“ der globalen Strategie des Teile-und-herrsche-Prinzips nicht Mitteleuropa/die Mittelmächte (Vertrag von Versailles usw.), sondern China und Russland. Die neuen Standardrivalen verlagerten sich weiter nach Osten. Das Endziel unserer außereuropäischen „Freunde“ in Washington D.C. ist es, China zu zerschlagen, wie sie einst Europa zerschlagen haben, und es dann, wie sie es mit Europa taten, mithilfe ihrer „Freunde“ Großbritannien und Frankreich (London und Paris) in kleine Stücke zu zerteilen. Dabei nutzen sie die Blockmentalität von Dummköpfen, indem sie gespaltene Nachbarn als „Werkzeuge“ auf einem „Schachbrett“ benutzen, um später völlige Unschuld und den Status des „Weltretters“ für sich zu beanspruchen. Nach einer kurzen Pause, dem sogenannten „Kalten Krieg“, setzte sich der Vormarsch des Imperiums auf dem Marschweg fort, der mit dem wirtschaftlichen Niedergang der UdSSR in den späten 1980er Jahren begann. 
 
Systemische/ideologische Expansion in eine konzertierte Aktion, die als „Teile und herrsche“ bezeichnet wird. 
– Osteuropa. 
– Balkan/Schwarzmeer/Kaukasus-Region (südlicher Vorstoß). 
– Baltikum/Skandinavien (nördlicher Vorstoß). 
Dies war schlicht die Fortsetzung des Plans zur Überwältigung Russlands, der bereits im Ersten Weltkrieg seinen Ursprung hatte. Man wollte die durch den dreijährigen Krieg (1914–1917/Ostfront) entstandene Schwäche ausnutzen, der alle erschöpfte und ausdehnte. Daher lag es nie im „Interesse“ der Sieger, ein gerechtes Gleichgewicht der Kräfte in Europa zu erreichen, wie es 1815 der Fall gewesen war (Gleichgewicht der Kräfte/Konzert Europas). Die Absicht war vielmehr, ein Ungleichgewicht der Kräfte als Grundlage zu schaffen, das man ausnutzen konnte, ungeachtet dessen, was die politischen Befürworter einer friedlichen Neuorientierung glaubten. Immer weiter vorrücken, und wenn es zu einer Reaktion oder einem Widerstand (auch bekannt als „defensiver Realismus“) seitens der Eingekesselten oder Bedrängten kommt, sollen die Propagandisten mit dem Finger auf diese zeigen (narrative Kontrolle). Dieses imperialistische Verhalten, wie es in Washington D.C. und seinem unterwürfigen „kollektiven Westen/NATO“ zu beobachten ist, begann nicht erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Fragen Sie die indigenen Völker oder Mexiko. 
 
Aufgrund ihrer eigenen ideologischen Indoktrination (die sie gerne anderen zuschreibt, auch bekannt als „Fingerzeigen“) und ihrer stolzen Zurschaustellung von „Guten“, „auf der richtigen Seite der Geschichte“ und „unverzichtbarer Nation“ werden die Einkreiser ihre eigene Korruption niemals eingestehen. Sie fühlen sich besser mit den Realitäten, die sie ihren Nachbarn direkt oder indirekt aufgezwungen haben, und beabsichtigen nicht, der simplen moralischen Logik einer Machtstrategie zu folgen, der sogenannten Goldenen Regel: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“ Wollen Sie eingekreist und unterdrückt werden? Dann tun Sie es anderen nicht an. Wenn Sie einer so einfachen Logik nicht folgen können, müssen Sie der Logik der Kausalität folgen, wo ein schlammiger Graben auf Sie wartet. Wohlgemerkt: Nicht diese sogenannten „Führer“, die Sie hier täuschen. Sondern Sie persönlich, der Sie dies lesen. Die Strippenzieher und Strippenzieher sitzen sicher in ihren Bunkern und skandieren Parolen aus ihren „Mutterkellern“ oder verstecken sich hinter ihren Tastaturen (Tastaturkrieger) und hoffen, niemals dort zu landen, wo sie jubeln. 
 
Die aktuelle „Grönland-Erzählung“ ist nichts anderes als systematische Expansion, die 1776 begann und nie endete. Ein unersättliches Imperium, das sich hinter einer Erzählung verbirgt. Fakt ist: Während des Ersten Weltkriegs planten die Strategen in London, Washington und Paris bereits 1918 ihren Krieg gegen Russland als systematische Expansion und brauchten „neue beste Freunde“ (Osteuropäer), die als Stellvertreter opfert werden sollten, den Großteil der Kämpfe bestreiten und sterben sollten, während sie selbst im Hintergrund blieben und mit ihren Flotten Russland „an den Rändern“ angriffen, um später mit systematischer Expansion und systematischem Profit und Gewinn einzugreifen. Warum ist das Fakt? Weil es tatsächlich so geschehen ist. Diese Angewohnheit, Stellvertreter für die Kämpfe und das Sterben zu missbrauchen, wiederholte sich nach den 1990er Jahren. Man suchte nach slawischen Menschen, die man gegen ihre Nachbarn aufhetzen konnte. Vertraut man Albion einmal, ist man für immer in seinen Fängen gefangen. Und heute? Die Geschichte wiederholt sich. 
Albion 2.0 
Wer glaubt, der Erste und Zweite Weltkrieg seien jemals zu Ende gegangen, ist bereits ein Narr, der sich für die systematische Expansion und den Gewinn seiner „Freunde“ opfert. 
 
Stellt euch vor, ihr wisst nicht, worum es im Ersten und Zweiten Weltkrieg ging, und werdet jedes Mal emotional aufgewühlt, wenn eure ideologische Position infrage gestellt wird. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg ging es um die Zerstörung des 1815 begründeten europäischen Machtgleichgewichts. Diese Zerstörung wurde von ausländischen Ideologen herbeigeführt, die wie ein Trojanisches Pferd nach Europa eindrangen, zunächst nach Großbritannien und Frankreich (wo die Monarchie als vermeintlicher Vorteil dem einfachen Volk verkauft wurde) und in andere Länder am Rande Europas, um systemische Macht zu erlangen. Sie nutzten Stellvertreter, um den Großteil der Kämpfe und des Sterbens für sich zu tragen. Der Versailler Vertrag war der erste Versuch, Deutschland in europäischen und globalen Angelegenheiten zu schwächen, Russland von diesen fernzuhalten und die USA (Lord Ismay) in diese Angelegenheiten einzubinden. Er scheiterte nur, weil die USA ihn nicht unterzeichneten. Die USA konnten es sich leisten zu warten. Distanz bedeutete Straffreiheit und damit einen Vorteil. 
 
Das ist die Strategie des Teilens und Herrschens.
  

Sicherheit für Österreich

von LePenseur
 
 
Unter obigem Titel findet sich ein, in Stichworten übersichtlich gegliederter Vorschlag von Klaus Woltron, was Österreich für seine Sicherheit tun sollte — und vor allem: was nicht!
Was Österreich nicht tun sollte: 
- NATO-Beitritt aus Panik 
- Demonstrativ proklamierte Aufrüstung 
- Moralisierende Außenpolitik 
- Relativieren der Neutralität 
Die EU braucht keine Atombombe, und Österreich keine NATO. Es braucht ein zeitgemäßes Bundesheer, funktionierende Institutionen- und den Mut zur nüchternen Selbstkritik. 
Leseempfehlung! Nur wenige Minuten, die sich aber lohnen — damit man irgendwelchen globalistisch-transatlantischen Rattenfängern und Rüstungsprofiteuren und ihrer perfiden Propaganda nicht auf den Leim geht!
 

 

Sonntag, 8. Februar 2026

Sag zum Abschied leise "Servus" ...

 
So schnell ist eine Woche um ... 
 

 

Ein erschütternder Artikel

von Manfred Müller 
 
 
Auf der Webseite Auf der Lichtung wurde vor zwei Tagen ein betroffen machender Artikel veröfentlicht, der erklärt ... ... Nein, falsch: nicht "erklärt", sondern bewusst macht, wie es sein konnte, dass ein Epstein-Netzwerk (und nicht nur dieses) "funktionieren" konnte.
Missbrauch, Inzest überall – darum will es keiner wissen

Es gibt wohl kaum eine Familie ohne einen irgendwie gearteten Fall von Missbrauch, Inzest, Vergewaltigung. Man spricht nicht gerne über diese Familiengeheimnisse, erst wenn es Probleme macht. Ich weiß das nicht nur aus meinem beruflichen Kontext als Familienberater, der ich unter anderem bin, sondern auch aus meiner eigenen „Herkunftsfamilie“, wie man das so nennt. Und meist gibt es nicht nur einen Täter oder auch Täterin, was gar nicht so selten ist, wie manche vermuten würden, sondern etliche Wiederholungen über Generationen und in verschiedenen Beziehungskonstellationen, die aufgrund der Missbrauchserfahrungen irgendwie missbräuchlich sind – oder toxisch, was nichts anderes als eine verdeckende Modebezeichnung ist.

Bevor wir solche Fälle wie Epstein oder Dutroux in ihrer Komplexität verstehen und als Wirklichkeit anerkennen können, führt kein Weg daran vorbei, sich mit der eigenen Geschichte zu beschäftigen, die nicht wirklich verdeckt in uns schlummert, aber wie eine Sepsis wirkt, die langsam unseren gesamten Körper vergiftet, die Sinne vernebelt und uns taub und stumm macht, wenn wir nicht hinsehen.

Immer wenn ein großer Fall publik wird, fragen sich alle, wie ein ganzes Netzwerk solange unentdeckt bleiben konnte, warum niemand etwas gemerkt hat? Wie konnte Natascha Kampusch solange von ihrem Entführer festgehalten werden? Warum hat im Fall Fritzl keiner etwas gehört oder Verdacht geschöpft? „Ein Teil der Antworten könnte die Bevölkerung verunsichern…“
 Nein, das Wissen darum "erklärt" nicht wirklich etwas. Aber es macht einem die Situation, in die ein Mensch, eine Familie, eine Gesellschaft verstrickt sind, "bewusst". Erklären setzt Klarheit voraus — ein unrealistisch hoher Anspruch für abgründiges Fehlverhalten. "Bewusstheit" ist das Wissen, dass es das gibt. Erst der erste Schritt, etwas dagegen zu unternehmen, wenn man will. Aber der wichtigste.
 
Leseempfehlung! 
 

Samstag, 7. Februar 2026

Ich schenk Dir die Sonne ...

 
 

 
 

Beginnt der eigentliche Epstein Skandal erst noch?

 von Sandokan

Angesichts der aktuellen Veröffentlichungen des E-Mail-Verkehrs zwischen Epstein und einer Vielzahl an Prominenten und einflussreichen Persönlichkeiten, bis in höchste politische Kreise hinein, kann man sich die Frage stellen, ob alles bisherige nicht bloß das Vorgeplänkel war.


Schon jetzt musste sich PM Starmer öffentlich entschuldigen (was ihm keiner abnimmt) und feuerte das Labour Urgestein Peter Mandelson. Zuletzt britischer Botschafter in den USA von Starmers Gnaden.
Jetzt musste er auch noch aus der Labour-Party austreten und seinen Sitz im House of Lords abgegeben - wegen seiner engen Kontakte zu Epstein und seiner Rolle als Handlanger Epsteins.

Bill Gates wiederum wurde bloßgestellt als jetzt bekannt wurde, dass er seiner damaligen Ehefrau Melinda, offenbar ohne ihr Wissen, Antibiotika verabreicht hat, weil er sich anderswo mit einer Geschlechtskrankheit angesteckt hatte.

Aber derartiges ist hoffentlich erst der Beginn des Fallouts der Epstein E-Mails auf internationaler Ebene. Die E-Mails enthalten auch deutliche Hinweise auf Folterungen, schweren Missbrauch, Todesfälle (Morde?) und Menschenhandel (die dabei verwendeten Codeworte erinnern wohl nicht zufällig an Pizzagate). Aber einige E-Mails führen auch tief in die Anfänge des Ukraine Konfliktes hinein. Ein anderes Beispiel sind Gespräche zwischen einem ehemaligen israelischen Regierungschef und Epstein über Palantir und Peter Thiel. Dessen Nähe man sucht und den man als Drogensüchtigen darstellt.

Wieder einmal: Die Verschwörungstheorien von gestern, sind die Nachrichten von heute.






Wer konnte sich das nur vorstellen ...

von kennerderlage
 
 
Auch das WEF war in Person von B. Brende, CEO des WEF und einst norwegischer Aussenminister, mit Epstein in Kontakt. Und zwar in ziemlich engem Kontakt: 
Die Affäre rund um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zieht weitere Kreise.

Nach Royals und Milliardären sowie Exponenten aus Politik und Wirtschaft gerät nun auch das WEF in den Fokus des Skandals. Denn: Es gab mindestens drei Abendessen zwischen WEF-Chef Børge Brende und Jeffrey Epstein.

Und zwar lange, nachdem Epstein bereits wegen Anstiftung zur Prostitution einer Minderjährigen 2008 ins Gefängnis musste. Zudem bezeichnete er den Sexualstraftäter als «meinen Freund».

Mehr noch: Brende unterhielt einen regen SMS-Verkehr mit Epstein. Er lobte ihn zudem als «brillanten Gastgeber». Und diskutierte mit ihm Pläne für das WEF.

Doch noch im November beteuerte Brende gegenüber der norwegischen Zeitung «Aftenposten», nichts mit Epstein zu tun gehabt zu haben.

Die Epstein-Files belegen jedoch: Brende hat bezüglich seines Kontakts mit Epstein die Un-wahrheit gesagt.
»A fish rots from the head down«, sagt man auf englisch. Das WEF macht da keine Ausnahme. Nein, ganz und gar nicht!
 

Was Sie schon immer über Spekulanten wissen wollten, und sich bisher nicht zu fragen getrauten

von LePenseur
 
 
... erfahren Sie in diesem perfekten Artikel von Calimero, den ich hiermit für den nächsten Ökonomie-Nobelpreis vorschlage. Nun ist mir durchaus bewußt, daß Kollege Calimero nicht wirklich etwas Neues darin entdeckt hat — nur gegenüber dem Geschwurbel, das in den letzten Jahren mit dem Nobelpreis-Nachbau ausgezeichnet wurde, sticht es um Klassen und Längen ab!

Danke, Calimero!
 
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Diese obenstehenden Zeilen schrieb ich vor 14 Jahren auf meinem Blog. Nicht ahnend, daß dieser verlinkte Calimero-Artikel bis heute ein der besten Darstellungen zu diesem Thema ist, die ich kenne! Und das will was heißen ...
 
So, und jetzt wieder Urlaub ... 

Freitag, 6. Februar 2026

Ich will nichts mehr von dir wissen, ich will nichts mehr von dir hören

von Sandokan
 
 
Emmanuel Bonne, Macrons diplomatischer Berater hält sich aktuell in Russland auf, weil er mit Putin sprechen möchte. Ebenso haben die lettische Premierministerin und der estonische Präsident zu Gesprächen aufgerufen. Ganz ähnlich haben sich in jüngster Vergangenheit bereits Italiens Meloni und selbst der britische PM Starmer und Kanzler Merz geäußert. 

Das Manöver ist allerdings durchschaubar. Es geht ihnen allen mehr darum, überhaupt noch politisch eine Rolle zu spielen und wenigstens am diplomatischen Katzentisch Platz nehmen zu dürfen. Vielleicht auch um die tatsächlichen Verhandlungen (zwischen Russland und den USA) durch Querschüsse zu torpedieren.  

Wenn die EU plötzlich doch mit Russland sprechen will,
dann ist das wie eine Ex-Freundin, die dich betrogen hat
und die plötzlich wieder den Kontakt zu dir sucht,
nachdem du glücklich verheiratet bist
und Kinder hast.


A Speaker? Nope — A Receiver...

by  Meme Dept. 



Hinter Epstein stand wohl der Geheimdienst eines Landes

von Manfred Müller
 
 
Fragt sich nur: welchen Landes?
 
Obwohl der andere Donald, der aus Polen, gerade tönt, dass Epstein ein Agent der Russkis, nein: sogar Putins himself gewesen sei, das Ganze daher ein honey pot des KGB, sodass all die armen Wertewestler, die da in den Files erwähnt werden, von vornerherein als durch ruchlose Putin-Umtriebe in üblen Verdacht geratene 100%-Unschuldslämmer anzusehen seien (Mann! Da klingt ja so, wie wenn der Polen-Donald  selbst balls deep da selbst drinnenstecken würde bzw.  drinnengesteckt 😏 hätte), erhebt sich die Frage: war Putin wirklich dafür verantwortlich, dass z.B. ein Bill Gates sich bei einer minderjährigen Schlampe mit einer Geschlechtskrankheit angesteckt hat, oder war dafür nicht doch die blanke Einführung von dessen Geschlechtsteil kausal? 
 
Hat Putin die Bläserinnen auf Donald The Great ansetzen müssen, um diesen heimtückisch zu fesseln, oder hat der sein Hosenstallgatter selbst für den Oralsex mit jungen Gespielinnen aufgetan. Fragen über Fragen ...
 
Auch der Umstand, wie ein angeblich russischer Agent in einem US-Sicherheitsgefängnis, bei dem zufällig die Überwachungskameras ausgefallen und die Wachmannschaften eingeschlafen waren, selbstgemordet werden konnte, wäre zumindest hinterfragenswert! Denn wer sollte daran ein Interesse haben? Der KGB wohl nicht, denn warum sollte der seinen eigenen Mann umbringen, wenn der im bevorstehenden Prozess durch geschickt placierte Aussagen gegen Russlandfeinde doch noch gut verwendbar gewesen wäre? US-Geheimdienste ebenso wenig, denn die würden ihn diesfalls für spätere Austauschgeschäfte mit den Russkis wie ihren Augapfel hüten. Also wer hatte da eine Enttarnung seines Agenten zu fürchten ...? Ein Kollege aus dem Gelben Forum hat dazu eine naheliegende Theorie und erklärt sie im folgenden
 
 
Gastkommentar
von Bernd Borchert
 
 
Jeder weiß es, keiner sagt es...  Ziel war/ist, wichtige Menschen in den USA (Wirtschaft, Politik, Kultur, Medien, etc.) erpressbar zu machen, falls jemand von denen auf die Idee kommen würde, die ideelle und militärische Unterstützung der USA für ein Land in Frage zu stellen.

Das heißt aber auch, dass ein ganzer Projektstab im Hintergrund zuarbeitete. Und wenn ein Prominenter nicht auf die Sex-Insel kommen wollte und auch sonst nicht mitmachen wollte, wurde er für alle Fälle trotzdem auf die Listen von Kunden gesetzt und entsprechende kompromitierende Fotos gephotoshopped und emails etc. ganz einfach gefälscht. Geld für die Mitarbeiter inklusive Fälscher, für die Insel, für die Prostituierten und alles weitere dürfte in beliebiger Höhe zur Verfügung gestanden haben, denn es ging ja um die Staatsräson jenes kleinen, aber zahlungskräftigen Auftraggeber-Landes.

Mit anderen Worten: die meisten Prominenten dürften gar nichts damit zu tun gehabt haben — weil sie kein Interesse hatten oder weil sie das Spiel durchschaut hatten. Das, was da jetzt veröffentlich wird, dürfte zumeist gefälscht sein.
 
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Ob der letzte Absatz des Gastkommentars auch zutrifft, sei dahingestellt. Schließlich geben die meisten, die jetzt erst durch die erzwungene Veröffentlichung der Epstein-Files namentlich bekannt wurden, recht gewundene Erklärungen, warum sie zwar mit Epstein in Kontakt waren, doch mit seinen Girls aber nie-nie-niemals-nimmer was zu tun hatten, zu Protokoll ...
 
Das wird also noch spannend. Popcorn bunkern! Man wird's brauchen.
 

Fast genauso sah sie aus

 
... meine heutige Kanzleileiterin (blond, selbstverständlich!), als sie vor vielen Jahren bei uns anfing und sieht eigentlich noch heute so aus ... vielleicht ein paar Lachfältchen mehr, aber das schadet nicht, ganz im Gegenteil:
 
 
 Na, hoffentlich erholt(e) sie sich diese Woche gut von mir 😊 ... 
 

Donnerstag, 5. Februar 2026

Le Penseur

by  Meme Dept. 



Die "Welt" - Publikation: Epstein versus Einladungsvideo (Merkel)

von Helmut
 
 
Herr Ulf Poschardt ist der Herausgeber der „Welt”. Natürlich sind die großen Medien in Deutschland (und auch in anderen Ländern) weisungsgebunden. Nun hat er sich in einem Interview relativ offen und mit Blick auf Investigationsjournalismus zum Thema Epstein geäußert.

Das passt nicht so recht mit einem anderen Vorgang zusammen, nämlich mit dem Entfernen des Videos, das man bis vor kurzem über die "Welt" anklicken und sehen konnte. Hat mich zu einer Mailanfrage an Herrn Poschardt gebracht, und bin gespannt, ob man da überhaupt eine Antwort bekommt. Mein Schreiben:

Ihr Interview betreff Epstein

Sehr geehrter Herr Poschardt,

ich beziehe mich auf das Interview, das ich heute in facebook entdeckt habe:

https://www.facebook.com/watch/?ref=saved&v=875418222060168

Ihre Darstellung sowie Bewertung der Situation in diesem Interview fand ich überzeugend, was mich zu meiner nachstehenden Fragestellung führt. Natürlich geht es beim Thema Epstein um Vorgänge und Personen, die nicht im Rampenlicht Deutschlands stehen. Möglicherweise tut man sich da leichter, im investigativen Sinn hier Klarheit zu fordern.

Ich stelle mir die Frage, inwieweit Sie als Herausgeber das Rückgrat haben, auch frappante Vorgänge in Deutschland öffentlich zugänglich zu belassen.

Worum geht es mir:

Mehrere Jahre lang war das berühmte "Einladungsvideo", das im Jahre 2015 von der damaligen Bundeskanzlerin Merkel in Auftrag gegeben wurde und eine Art von Anleitung darstellt, wie man auf einfache Weise das Asylrecht in Deutschland in Anspruch nehmen kann, im Internet zu sehen. Dieses Video gabs in allen möglichen Sprachen, natürlich in den arabischen genauso wie in paschtunisch und anderen afghanischen Sprachen und war über die Seite der "Welt" anzuklicken.

Nun ist dieses Video seit einiger Zeit aus dem Internet verschwunden, und an die Stelle des Videos hat man lediglich eine Beschreibung in Worten gesetzt:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article145792553/Video-fuer-Fluechtlinge-Der-Werbefilm-fuer-das-gelobte-Asylland-Germany.html

Nun stelle ich mir und Ihnen die Frage, warum die "Welt" dieses Video aus der Verfügbarkeit herausgenommen hat. Schließlich war und ist es ein Zeitdokument, was letztlich die Politik der "Teddybärenwerfer" erklärt. Sogar KI bewertet es mit dem Kommentar:

Es handelt sich um ein historisches Dokument aus der Zeit der Flüchtlingskrise 2015, das die damalige Haltung und die Diskussionen in der Medienlandschaft widerspiegelt.

Meine Fragen schlüssle ich nun detailliert auf:

1) Wer hat das veranlasst, dass dieses Video nicht mehr zu sehen ist?

- Waren es Kreise der CDU?
- War es Frau Merkel selbst?
- Welche Begründung wurde dafür angegeben?

2) Wurde diese Entscheidung der "Welt", das Video herauszunehmen, mit Hilfe von Druckmitteln bewirkt?

- Bot man Zahlungen für die Entfernung an?
- Kündigte man Kürzungen der Presseförderung im Falle der Nichtentfernung an?

Natürlich werde ich wohl kaum eine adäquate Antwort auf diese Fragen bekommen, das liegt schon "in der Natur der Sache". Da ich aber ein Befürworter des "fair-plays" bin, auch bei Presseanfragen, weise ich bereits zu Beginn darauf hin, dass meine Anfrage in mehreren politischen Foren in einigen EU-Ländern abgedruckt wird, was auch eine mögliche Antwort Ihrerseits betrifft.

Mit freundlichen Grüßen
 

EU-Kommission im Fadenkreuz

von Sandokan
 
 
Der ständige Justiz-Ausschuss des US-Repräsentantenhauses (US House Committee on the Judiciary) hat sich in seinem aktuellen Report der antidemokratischen Umtriebe der EU angenommen.

Die Informationen die sich darin finden sind äußerst aufschlussreich, vereinzelt kannte man das vielleicht bereits, etwa im Fall der Wahlmanipulationen in Rumänien.
Aber das war eben beileibe nicht der einzige schwere Bruch demokratischer Regeln und Normen, im sich zunehmend autoritär und totalitär gebärdenden Dschungel zu dem die EU degeneriert ist.


Viele werden eventuell sogar sagen, der Ansatz dazu war von Beginn an vorhanden. Mittlerweile ist es bloß offensichtlicher und die Vorgehensweise der ungewählten Brüsseler Kleptokraten und Bürokraten maximal unverschämt geworden. Natürlich alles mit der willfährigen Unterstützung der Regierungen und Teilen der Opposition der einzelnen Mitgliedsländer (mit bloß singulären Ausnahmen, wie etwa bei Ungarn oder der Slowakei - Robert Fico hat man ja überhaupt gleich versucht zu ermorden).

Daneben geht es auch um Zensur und Medienkontrolle, innerhalb wie außerhalb der EU (Stichwort: Digital Services Act), womit auch die US Tech-Konzerne ins Spiel kommen. Neben der versuchten Einflussnahme auf die US-Wahlen wohl der Hauptgrund, weshalb man sich in den USA von politischer Seite damit befasst. 

Man darf gespannt sein, wie die heimischen Systemmedien und die Politik jetzt darauf reagieren werden. Falls denn überhaupt, der Versuch, es unter den Teppich zu kehren, ist jedenfalls schon vorprogrammiert.

Vor allem Part II geht auf die Wahlmanipulationen innerhalb der EU ein.



Mittwoch, 4. Februar 2026

What A Difference !

by  Meme Dept. 



Die Geschichte wiederholt sich (Teil 2)

Gastkommentar
von Ralph Bernhard
 
 
Dieser Text erörtert den historischen Kontext und die Auswirkungen von Seeblockaden, die als Vorlage dienen können. Im Fokus steht dabei die aktuelle Strategie der USA gegen China als „Fernblockade“, die an vergangene Ereignisse erinnert. 
 
Die USA bereiten derzeit eine „Seeblockade über große Entfernungen“ gegen China vor, die einem sich wiederholenden historischen Muster folgt (Details dazu finden sich im US Naval War College Review/A Maritime Oil Blockade Against China/2018 und lassen sich aus der seit 2010 zunehmend aggressiven Rhetorik gegenüber Peking ableiten). 
 
Dies stellt einen regelrechten Versuch dar, die Geschichte zu wiederholen, gefolgt von einer Erzählung, die an vergangene Ereignisse anknüpft. 
 
Ein Auszug aus der ursprünglichen Erzählung über die „Seeblockade über große Entfernungen“, bekannt als „Der Erste Weltkrieg und die Hauptursachen“, die sich nach dem Sieg Deutschlands über Frankreich 1871 und dem damit einhergehenden Aufstieg Deutschlands zur stärksten Macht Europas in Phasen entwickelte. Dies verdeutlicht die Bemühungen gemäßigter internationaler Politiker, Seeblockaden auf Operationen mit kurzer Reichweite zu beschränken, um deren Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung zu verringern (Fortsetzung der Haager Konferenzen). Die Londoner Erklärung von 1909 ist ein Schlüsseldokument, das die Regeln für Seeblockaden festlegte. Kurz gesagt, zielten die Londoner Erklärung (1909) und die Blockaderegeln darauf ab, Seeblockaden zu kodifizieren und dabei Effektivität und Nähe zu betonen: 
 
1) Nähevoraussetzung: Artikel 1 bis 21 legten fest, dass eine Blockade „effektiv“ sein musste. Das bedeutete, dass Schiffe direkt vor der feindlichen Küste stationiert werden mussten, um den Zugang physisch zu verhindern, wie es historisch üblich war. 
 
2) Verbot von Fernblockaden: Die Erklärung erlaubte keine „Fernblockaden“, bei denen Schiffe Schiffe weit draußen auf See abfangen. Historisch gesehen nutzten Seemächte die Logik des Kaperbriefs, um Piraterie zu legalisieren, indem sie Piraten Schutz gewährten. Im Wesentlichen war dies der Versuch zu behaupten: „Eure Piraterie ist verwerflich, meine aber ist Heldentum.“ 
 
3) Neutralitätsschutz: Die Anwendung der Doktrin der „ununterbrochenen Reise“ auf Blockaden wurde untersagt. Das bedeutete, dass Güter, die für neutrale Häfen bestimmt waren, nicht beschlagnahmt werden durften, selbst wenn sie später auf dem Landweg zum Feind transportiert wurden. 
 
Es ist wahrscheinlich, dass die Behörden in London mit einem solchen Abkommen unzufrieden waren. Tatsächlich hätte eine Ratifizierung die Royal Navy im Ersten Weltkrieg erheblich eingeschränkt, nicht die Marinen der Mittelmächte. Aus diesem Grund ratifizierte London das Abkommen nicht (logischer Schluss). Mangels Dringlichkeit wurde es daher nie formell ratifiziert, obwohl die Erklärung zu Beginn des Ersten Weltkriegs weithin als Völkergewohnheitsrecht anerkannt war. Versuche, Länder zu beschuldigen, die am meisten von einem solchen Vertrag profitiert hätten, oder zu suggerieren, dass bestimmte Großmächte (nicht der eigene Block) die Ratifizierung torpedieren wollten, sind typische Taktiken der Narrativgestaltung und Propaganda. Narrativgestaltung ist in der populären Geschichtsschreibung weit verbreitet. 
 
Nach 1914 entstanden neue Realitäten mit einer Seeblockade Nordeuropas. Während des Ersten Weltkriegs hatte diese Fernblockade weitreichende negative Auswirkungen, selbst in neutralen Ländern wie den Niederlanden, die die Kartoffelhungersnot erlebten (Aardappelonroer 1917/1918). Die Kriegsparteien missachteten restriktive Gesetze und änderten sie zu ihrem Vorteil. Großbritannien verhängte eine Fernblockade gegen Deutschland, indem es Schiffe weitab vom Ärmelkanal und der Nordsee kontrollierte und neutrale Staaten zwang, nur noch nach britischen Regeln zugelassene Güter zu transportieren. Schwächere Mächte waren zur Einhaltung gezwungen („Recht des Stärkeren“). Schmuggellisten wurden auf hoher See und in britischen Häfen durchgesetzt. Nach dem Ersten Weltkrieg setzte sich diese Logik der Regelsetzung zum eigenen Vorteil durch. Siehe Fußnote 1. 
 
Das Wettrüsten zur See begann weder 1905/06 noch an einem anderen häufig genannten Datum, noch endete es 1919 mit der Selbstversenkung der Hochseeflotte. Dies war lediglich der anglo-deutsche Teil. Das Wettrüsten begann früher, die moderne Phase war durch Londons „Zwei-Mächte-System“ gekennzeichnet. London legte dies ohne jegliche internationale Konsultation fest. Das Wettrüsten zur See setzte sich während des Ersten Weltkriegs mit wechselnden Rivalen fort. Die Annahme, das Wettrüsten zur See habe den Ersten Weltkrieg verursacht, ist ein Irrtum. Warum? Das Wettrüsten zur See begann 1871 mit Frankreichs Versuch, norddeutsche Häfen während des Deutsch-Französischen Krieges zu blockieren. Dieses und andere historische Beispiele zeigten, wie sich Blockaden auf die Bevölkerung in vorwiegend landbasierten Kriegen auswirken konnten, wenn diese sich über einen längeren Zeitraum erstreckten (sogenannte „lange Kriege“). Die wahren Gründe für den Aufbau einer deutschen Marine waren zweifacher Natur: 
1) Londons Weigerung, nach 1890 ein deutsch-britisches Bündnis einzugehen, das gemeinsame Interessen hätte schaffen können (Großbritannien schützte mit seiner Seemacht die gemeinsamen Überseegebiete, Deutschland mit seiner Landmacht die gemeinsamen kontinentalen Interessen). 
2) Die Absicht der deutschen Führung, die Bevölkerung vor Blockadedrohungen zu schützen. 
 
Blockaden waren eine bevorzugte Taktik der Wirtschaftskriegsführung (siehe Fußnote 2). Das Wettrüsten zur See begann als deutsch-französischer Wettstreit und dehnte sich nach Russlands Bündnis mit Frankreich (1891–1894) auf Russland aus. Als Großbritannien der Triple Entente (1904–1907) beitrat, war das Wettrüsten bereits in vollem Gange. Die deutsche Führung musste Häfen vor potenziellen Blockaden durch drei Marinen schützen: die britische, die russische und die französische. Die deutsche Marineaufrüstung war daher eine Reaktion auf Bedrohungen, nicht deren Ursache. Ursache und Wirkung zu verwechseln, indem man willkürlich ein Startdatum festlegt, verfälscht die Geschichte. 
 
Zudem ist zu beachten, dass die vor dem Ersten Weltkrieg gebauten deutschen Schiffe Küstenverteidigungsschiffe mit kurzer Reichweite ohne globale Reichweite oder Stützpunkte in Übersee waren. Die wahrgenommene Bedrohung für die Royal Navy und das Britische Empire war teilweise Propaganda von Rüstungsherstellern, die nach Finanzierung suchten. Letztendlich war das Britische Empire der größte Verlierer dieses diplomatischen Schauspiels, denn mit dem Ersten Weltkrieg verlor es zunächst die Möglichkeit, den „Zwei-Mächte-Standard“ durchzusetzen, und dann sein Empire. 
 
Ursache und Wirkung. 
Keine Ursache, keine Wirkung. 
Ohne die kontinuierliche Einkreisung Mitteleuropas nach 1890 hätte es keine Notwendigkeit für eine große deutsche Marine gegeben. 
 
All dies wird sich wiederholen. Ersetzt man einfach „Deutschland“ durch „China“ und den entsprechenden Ort auf der Karte, verschiebt sich die Schuld von denjenigen, die anstiften, etwas aufzwingen, nötigen und diplomatisch manövrieren, um die Deutungshoheit in ihrer Bevölkerung zu behalten (das MICIMATT-System der privatisierten Propaganda). Jegliche chinesischen Bemühungen, ihr Volk, ihre Küsten und die wirtschaftlichen Errungenschaften der Nachkriegszeit (ähnlich wie in Deutschland nach den 1890er Jahren) zu schützen, werden so negativ wie möglich dargestellt und als „schwarze Legende“ stilisiert. 
 
Sollten Einkreisung und Expansion eine Reaktion hervorrufen, wird diese erneut als „Rettung der Welt durch die USA/den Westen“ dargestellt. 
 
Werden die Westler daraus lernen? Zweifellos nicht. Ihre Geschichtsschreibung priorisiert Relativismus gegenüber Genauigkeit und begräbt die Wahrheit unter Propaganda (Überheblichkeit, Chauvinismus), um sich als „Weltretter“ zu inszenieren. In diesem Narrativ ist Imperialismus wohlwollend, und Realismus wird heruntergespielt. Es wurden keine Lehren gezogen, obwohl die Ereignisse des Kalten Krieges, als Kriegsspiele offenbarten, dass Europas „beste Freunde“ über 300 taktische Atomwaffen gegen ihre eigenen NATO-Verbündeten richteten, noch einmal deutlich wurden. Ihr Hauptaugenmerk lag auf dem Überleben der eigenen Familien, selbst auf Kosten anderer. Millionen europäischer Opfer wurden als akzeptabel erachtet, um amerikanische Leben zu retten. 
 
Rat an die Europäer: Schafft ein globales Machtgleichgewicht, sonst droht erneut der Untergang. Trotz aller Versuche, Verwirrung zu stiften und zu spalten, gilt: Ein Machtgleichgewicht ist Realismus. Schafft es oder verliert. Ein Machtgleichgewicht ist kein Imperialismus. Es ist eine antiimperialistische Gegenmaßnahme und verdient Anerkennung in der realistischen Debatte. Imperialistisch geprägte Geschichtsschreibung bedeutet, dass alle Kriege selbstverschuldet waren (systemisch durch Staaten, nicht persönlich durch Einzelpersonen). Das Wurzel allen Übels ist nach wie vor der Imperialismus, und nach wie vor die Strategie des Teilens und Herrschens durch politische Kontrolle und Dominanz. Siehe Fußnote 3. 
 
Wenn es nicht Realismus ist, dann ist es Imperialismus, einschließlich des Missbrauchs von „besten Freunden“ oder neutralen Staaten in imperialistischen Plänen ohne die stillschweigende Zustimmung der Betroffenen. 
 
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Fußnoten: 
 
1) Der Londoner Flottenvertrag von 1930 konzentrierte sich weniger auf Blockaderegeln als vielmehr auf die Einschränkung von U-Boot-Angriffen auf Handelsschiffe. Er verpflichtete U-Boote, humanitäre Regeln wie Überwasserschiffe zu befolgen (Anhalten und Durchsuchen vor dem Versenken). Dies begünstigte eindeutig stärkere Seemächte, die „ihre eigenen Regeln“ aufstellen und dies nach 1922 im Rahmen des Washingtoner Flottenvertrags (5-5-3-2-2) geltende Regelungssystems nutzen konnten, um schwächere Marinen als Propagandainstrument zu kritisieren. Stärkere Marinen nutzten ihre Macht, um zu blockieren, Sanktionen zu verhängen und ihren Willen durch Regeln durchzusetzen, die sie zu ihrem Vorteil schufen. Kommt Ihnen das bekannt vor? 
 
2) Die Ursache für die deutsche Marineaufrüstung lag im Bündnissystem und der gewohnheitsmäßigen Nutzung der Marinen als Blockade- und Küstenbombardierungsinstrumente (siehe „Kopenhagenisierung“, Massenterror durch brennende Städte, eine Angst, die damals so real war wie die Luftangriffe der 1930er Jahre oder der Atomkrieg während des Kalten Krieges). Die Seeschlacht von Kopenhagen (1807) verdeutlicht diese Bedrohung. Deutsche Schiffe waren für die Kurzstreckenverteidigung in Nord- und Ostsee konzipiert, um solche Blockaden zu verhindern. Tirpitz' „Risikoflotte“ musste, anders als die Royal Navy mit ihren zahlreichen Überseestützpunkten (Singapur, Bombay, Malta, Gibraltar, Sydney, Aden, Alexandria, Hongkong usw.), weder zahlenmäßig überlegen sein noch global operieren. Die deutschen Marinewerften im Inland waren die einzigen Einrichtungen für die Schiffswartung. Das Wettrüsten zur See vor dem Krieg und die vermeintliche deutsche Bedrohung waren teilweise britische Propaganda, um Unterstützung und Finanzierung für den Kampf gegen die deutsche Expansion durch den Bau weiterer Schiffe zu sichern. Die „globale Bedrohung“ Großbritanniens war erfunden. Das anglo-deutsche Wettrüsten endete offiziell 1912 mit der Anerkennung der deutschen „Niederlage“. Laut Wikipedia zur Haldane-Mission: „Deutschland schlug einen Vertrag vor, der die britische Seeherrschaft im Austausch für britische Neutralität anerkannte, sofern Deutschland im Falle eines Krieges nicht der Aggressor wäre. Großbritannien lehnte dies ab, da seine Seeherrschaft gesichert war und Außenminister Sir Edward Grey eine aggressivere Haltung gegenüber Deutschland befürwortete.“ 
 
3) „Wer die Nahrungsmittelversorgung kontrolliert, kontrolliert die Menschen; wer die Energie kontrolliert, kann ganze Kontinente kontrollieren; wer das Geld kontrolliert, kann die Welt kontrollieren“ – ein angebliches Zitat von Henry Kissinger. Es geht um Herrschaft, Kontrolle und die Beherrschung von Vermögen, Ressourcen und Regionen der Welt, und Sie (der/die Leser/in oder Ihre Kinder) werden von diesen sogenannten „Gentlemen“ in Machtpositionen nicht besonders hoch geschätzt …
 

Ein neuer Morgenthau-Plan als Zukunft des Irans? Es sieht danach aus...

von kennerderlage
 
 
USrael ist offenbar noch geisteskranker als man bisher annehmen musste. Zu glauben, dass die Iraner begeistert sein werden, wenn ihre Heimat vernichtet und aufgeteilt werden soll (genau das hatten sie nämlich in der Vergangenheit bereits mit den Briten), damit in Zukunft Israel als Hegemon den gesamten Nahen Osten beherrscht, ist einfach komplett durchgeknallt! 
 
Daniel Davis und Douglas Macgregor diskutieren die Implikationen dieses verwegenen geopolitischen Projekts:
 
 

Eier beweisen

von Manfred Müller
 
 
Gestriger Internetfund beim Blog „Die Anmerkung“ — perfekt passend zur gerade aktuellen Faschingszeit:
menschenwürdige Hodensackinspektion
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius reagiert auf die Sorgen junger Männer vor dem „Eierkontrollgriff“ bei der Musterung. Es werde menschen-würdig ablaufen, verspricht er.
Menschenwürdig funktioniert das nur unter Zuhilfenahme versierter Frauen. Versprochen.

Dazu stellen sich zwei Fragen:

1. an Pistorius: was versteht so ein geeichter Sozen-Apparatschik wie er von Menschenwürde?

2. an Die Anmerkung: „Versierte Frauen“? Darf auch eine „Frau“ Oberstlt Anastasia Biefang Hand anlegen? Die seinerzeit im Interview der Dragqueen „Parka“ wörtlich erklärte: „Ich lasse mich gern vögeln in Darkrooms.“ Sichtlich belustigte Rückfrage der moderierenden Dragqueen: „Du läßt dich gerne durchbumsen?“ Biefang: „Ja, warum nicht, ne?“

Menschenwürdig, eben...