Donnerstag, 12. Februar 2026

Politicians

by  Meme Dept. 



Douglas Macgregor: We're Back To Endless Wars

von kennerderlage
 
 
Where is the MAGA-president? I think it‘s an illusion. I think MAGA is dead.“ Mit diesem deprimierenden  Zitat aus der Diskussion  kann man die Sendung von Daniel Davis mit Douglas Macgregor zusammenfassen: 
 

Zusammenfassung unter dem Video (auf Deutsch):

Oberst Douglas Macgregor argumentiert, dass Trump mit dem Versprechen angetreten sei, „endlose Kriege“ zu beenden und „America First“ zu priorisieren. Stattdessen verantwortet er jedoch ein massives, intransparentes Verteidigungsbudget von 1,5 Billionen Dollar und eine zunehmende Anzahl militärischer Konfrontationen. Anstatt Auslandseinsätze zu reduzieren, verschärft die US-Politik die Spannungen – insbesondere mit dem Iran und Russland – und scheitert gleichzeitig daran, den Krieg in der Ukraine zu beenden. 
 
Sie kritisieren die Beschlagnahmungen russischer, iranischer und venezolanischer Öltanker durch die USA als symbolische, wirtschaftlich unbedeutende und strategisch sinnlose Aktionen, die Russland provozieren könnten, ohne dessen Kriegsanstrengungen nennenswert zu schwächen. Diese Schritte werden eher als politisches Theater und wirtschaftliches Eigeninteresse (Steigerung der US-Ölexporte) denn als ernsthafte Strategie dargestellt. 
 
Die Diskussion weist Behauptungen zurück – die in europäischen Medien und Denkfabriken kursieren –, Russland würde nach einem Waffenstillstand in der Ukraine die NATO oder das Baltikum schnell angreifen. Solche Szenarien werden als absurde Panikmache bezeichnet, die dazu diene, einen andauernden Konflikt zu rechtfertigen und Institutionen aus der Zeit des Kalten Krieges aufrechtzuerhalten. 
 
Russland habe weder Interesse noch Anreiz, sich nach Westen auszudehnen, und bevorzuge normalisierte Wirtschaftsbeziehungen. 
 
Insgesamt wird in diesem Abschnitt argumentiert, dass Washington, europäische Führungskräfte und einfluss-reiche Denkfabriken mehr an der Aufrechterhaltung von Feindseligkeiten und andauernden Kriegen interessiert seien als an Verhandlungslösungen. 
 
Trumps Instinkt neige zwar möglicherweise zur Beendigung von Konflikten, so der Redner abschließend, doch habe er es versäumt, entschlossen zu handeln und Kriege und Spannungen trotz gegenteiliger Wahlversprechen fortbestehen lassen.

Peter Mandelson: Oh to Be in England Now that Thermidor is Here

von LePenseur
 
 
Unter diesem, ein wenig enigmatisch anmutenden Titel findet sich bei The Libertarian Alliance ein überaus aufschlußreicher, süffisant den absehbar tiefen (aber wohl nicht tödlichen) Absturz eines der raffiniertesten Hintergrund-Spielers der internationalen Politikszene, nämlich von Lord Peter Mandelson, kommentierender Artikel, den man sich genüßlich auf der Zunge zergehen lassen sollte.
 
Thermidor? Nun, abgesehen von ein paar Historikern und historisch Gebildeten (doch wer ist das heute noch ...) kennen die meisten diesen Begriff überhaupt nicht, oder höchstens als Name eines elitären Hummer-Gerichts. Aber der Artikel verweist auf den historischen Begriff doch mit hinreichender Genauigkeit, sodaß auch weniger historisch Gebildete (bzw. Interessierte )seine Bedeutung verstehen können. Eh voilà... der Worte sind genug gewechselt, nun laßt uns den Artikel zitieren!

I remember a joke from the 1990s. It travelled quickly then, because it was economical, and because it did not need explanation.

Q. Why do people hate Peter Mandelson on sight?
A. Because it saves time.

It remains the best summary of the man. He was never likely to be the most loathsome figure in British politics—there is no shortage of serious competition—but he was, and remains, the most conspicuously loathsome. He had the gift of provoking disgust before he had spoken a word, and of confirming it the moment he did. There are men who corrupt quietly, and there are men who make corruption theatrical. Mandelson belonged to the latter class.

His entanglement with the Jeffrey Epstein affair has brought a most gratifying conclusion to a career that should never have begun. This time, it really is final. He may or may not be prosecuted, and he will not be impoverished. Men like Mandelson will never struggle to pay their gas bills. But money was never the main currency he sought. Status mattered more, and respect more still. Both have now been withdrawn, and neither will be returned. He will spend what remains of his life as a frightened and embittered husk, shunned in rooms that once applauded him, tolerated only where his presence cannot be avoided. It is difficult to imagine a more fitting punishment.
(Hier weiterlesen)
Wenn der Artikelautor Marian Halcombe etwa feststellt:
Formal politics is theatre. The real authority lies with the monied interest: a financial oligarchy centred on the City of London and its international extensions. This class does not rule by issuing orders. It rules by setting limits. Within those limits, governments may posture and rotate personnel. Outside them, nothing happens. 
... dann kann man dem einfach nur beipflichten! Nicht
nur für Großbritannien, sondern für so ziemlich alle politischen Systeme der Gegenwart und Vergangenheit, egal wo sie etabliert sind, egal wie vollmundig sie sich selbst beschreiben mögen: die Klasse der Milliardäre und ihrer Bankster zieht die Fäden, an denen die Marionetten zu einem scheinbaren Eigenleben erwachen. Und die Puppen sind in Politik wie Verwaltung zu finden, wobei die "Fäden" vielleicht gar nicht der ganz zutreffende Begriff für die Form der Abhängigkeit der Puppen ist:
Politicians, senior civil servants, media figures, and academic courtiers form a governing class whose task is to administer the country in ways compatible with the needs of finance. They absorb the agenda by osmosis, not instruction, and mistake this absorption for independent judgement.
(Hervorhebung von LePenseur)
 "Osmose" — die geheimnisvolle Kraft, die die (über)lebensnotwendige Feuchtigkeit und die für den Erhalt und das Wachstum eines Baumes gegen alle Schwerkraft bis in die letzten Äste, ja Blätter, zieht: treffendes Bild für das Funktionieren der Abhängigkeitsverhältnisse: tausche "Wohlverhalten" für Karriere ... und die Hände, die einander waschen, halten sich noch (außer in depressiven Stunden der Wahrheit) für "sauber" ...
 
Marian Halcombe stellt die Diagnose ohne falsches Mitleid, kühl und emotionslos:

But the world has changed. China has risen. The Russian war has not gone as planned. [...]

This has forced a reconsideration of tactics. Not of ends — those remain unchanged: global rentier capitalism backed by force — but of means. What is now required is not further dis-integration, but a limited restoration: enough industry to function, enough cohesion to endure, enough legitimacy to stabilise the system.

Statt "rentier capitalism backed by force" hätte er auch einfacher "crony capitalism" schreiben können, aber das wäre vielleicht zu plump, zu plakativ rübergekommen. Denn Halcombe liefert danach seine Definition für den Begriff "Thermidore":
The French call this moment Thermidor: not a counter-revolution, but a retreat from excess; not liberty, but order; not repentance, but consolidation. 
Wer glaubt, daß mit dem Platzen der Epstein-Affaire jetzt "aufgearbeitet" wird, daß der "MAGA"-Moment in der US-Politik den deep state austrocknen wird, ist naiv! Nichts (oder, wenigstens, nicht viel) dergleichen wird geschehen. Der auf den normalen, ordentlichen Menschen lastende Druck wird sich temporär etwas mindern — das vielleicht. Hoffentlich!
 
Aber die Versuche der "Eliten", den Rest der Menschheit (also die 99,9% deplorables laut dieser Killary, die für ihre Taten wohl hernieden auch nie zur Verantwortung gezogen werden dürfte) unterzubuttern, werden weitergehen. Mit der Opferung einiger Sündenböcke, wobei selbst die "Opferung" nur symbolisch ausfallen dürfte.
 
Der frühere österreichische Wirtschaftsminister Robert Graf, den (trotz seiner allseits gerühmten Konzilianz in Verhandlungen und des geschätzten Wortwitzes seiner Parlamentsreden) seine politischen Gegner so wie seine eigenen "Parteifreunde" wegen einer früheren Berufstätigkeit zuweilen als "burgenländischen Hendlbrater" *) zu desavouieren wußten, meinte einmal:
 
Wer in der Politik einen Freund sucht, sollte sich einen Hund anschaffen.
 
Ich kenne wenig wahrere Worte; und das nicht
nur für die Politik, sondern ebenso für die in erschreckender Akzeleration mehr und mehr entartende westliche Gesellschaft ...
 
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*) Für unsere Piefkes: 

Die "Burgenländer"  und die über sie gerissenen Witze sind das österreichische Pendant zu den Ostfriesen(-witzen) der Föderalgermanen. 

Ein "Hendl" = Huhn, daher "Hendlbrater" abwertend für: Imbißstubenbetreiber, (kleiner) Gastwirt.
 

Mittwoch, 11. Februar 2026

Parties

by  Meme Dept. 



Chas Freeman zu USA/Russland-Beziehungen und zu Netanjahus Wunschliste bei Trump

von kennerderlage
 
 
Der ehemalige US-Botschafter in Saudi-Arabien und stellvertretende US-Verteidigungsminister (internationale Sicherheitsfragen) in einer ausserordentlich informativen Diskussion mit Judge Napolitano:
 
 
Ansehen lohnt sich! Und man wird bald erfahren, was nach dem heutigen Treffen (oder sollte man nicht besser sagen: bei der heutigen Instruktionsstunde) Netanjahus von Trump als "Verhandlungs"-Ergebnis verlautbart wird.

Terra Sancta — Terra Incognita

von Deliberator  Austriacus 
 
 
Wer sich über den Nahost-Konflikt informieren will, wird bald feststellen: was uns die Systemmedien und der Geschichtsunterricht erzählen, ist bestenfalls "Dichtung und Wahrheit" — wobei der Dichtungs-Anteil der weitaus überwiegende ist. Zufällig fand ich auf der Website der Property and Freedom Society einen Vortrag zu diesem Thema, der eine große Menge an historischen Details anspricht, die den seit Jahrzehnten schwälenden Nahostkonflikt auf einmal plausibler macht als die einseitigen Geschichtsklitterungen, die uns normalerweise vorgesetzt werden:
 
 
Unter dem Video findet sich eine Zusammenfassung, die ich (hier in deutscher Übersetzung) für bereits sehr informativ halte:
Der Ökonom Saifedean Ammous argumentiert, dass der israelisch-palästinensische Konflikt im Wesentlichen eine Krise der Eigentumsrechte und keine alte religiöse oder ethnische Fehde darstellt. Er behauptet, dass der Zionismus systematisch das jahrhundertealte System des privaten Landbesitzes in Palästina abgebaut und durch ein staatlich kontrolliertes, rassenbasiertes Monopol ersetzt hat, das zwangsläufig Gewalt und Enteignung hervorbringt. Diese Verletzung, ermöglicht durch ausländische Mächte und durch Subventionen aufrechterhalten, hat eine historisch friedliche Region in einen Schauplatz anhaltenden Diebstahls, Vertreibungen und Völkermords verwandelt. Ammous greift auf libertäre Prinzipien zurück (unter Berufung auf Mises, Rothbard und Hoppe), um zu behaupten, dass die Wiederherstellung universeller Eigentumsrechte der einzige Weg zum Frieden ist.

Historische Hauptargumente: 

Landbesitz und Koexistenz vor 1948: Britische  Daten aus dem Jahr 1945 zeigen, dass Juden nur 5,67 % des palästinensischen Landes besaßen (alles durch legitime Käufe), Muslime und Christen 48,31 % und 46 % öffentlich (viel de facto von Beduinen gehalten). Kein Bezirk hatte jüdische Mehrheitsbeteiligung. Über 1.300 Jahre lang unter islamischer Herrschaft (seit 637 n. Chr.) koexistierten Juden, Muslime und Christen friedlich mit geschützten Eigentumsrechten – z. B. gemeinsame Feierlichkeiten in Hebron im Jahr 1747. Ammous weist Behauptungen über inhärente Konflikte zurück und weist darauf hin, dass die letzte große jüdische Vertreibung durch die Römer (70–130 n. Chr.) stattfand und Massenvertreibungen während der Kreuzzüge stattfanden. 

Zionistische Aggression und die Nakba: Bis 1947 setzten zionistische Milizen (31 % der Bevölkerung) Terrorismus, Massaker (z. B. Deir Yassin, bei dem 100+ Zivilisten getötet wurden) und vorsätzliche Vertreibungen ein, um die Kontrolle zu übernehmen, wodurch 250.000–380.000 Palästinenser vor dem Krieg von 1948 vertrieben wurden. Führer wie Ben-Gurion befürworteten offen die "zwangsweise Umsiedlung". Die Nakba ("Katastrophe") führte dazu, dass ~800.000 Palästinenser aus über 500 Dörfern vertrieben wurden, deren Eigentum durch das israelische Abwesenheitsgesetz konfisziert wurde. Die britische Entwaffnung der Palästinenser (1939) ermöglichte dies; arabische Armeen griffen erst danach ein, um den Genozid zu stoppen, waren jedoch unterlegen. 

Staatsmonopol auf Landbesitz: Nach 1948 verstaatlichte Israel ~70 % des Landes unter der israelischen Landverwaltung (ILA), die es ausschließlich über das Rückkehrgesetz an Juden verpachtet – im Grunde eine sozialistische Agentur, die für eine ethnische Gruppe stiehlt. Palästinensern wird das Rückkaufsrecht verweigert, anders als in Siedlergesellschaften wie den USA, wo die Einheimischen einen Teil des Eigentums behalten.

Bundeskanzler Bruno Kreisky rief einst einem jungen Zeitungsreporter, der eher ahnungslose Fragen stellte, zu: 

LERNEN SIE GESCHICHTE!

Was nicht nur für Zeitungsreporter ein wirklich guter, berherzigenswerter Rat ist — nur leider erschreckend außer Mode gekommen.
 

Dienstag, 10. Februar 2026

What the W.P. knows for sure....

by  Meme Dept. 



Die Geschichte wiederholt sich (Teil 2)

Gastkommentar
von Ralph Bernhard
 
 
Dieser Text erörtert den historischen Kontext und die Auswirkungen von Seeblockaden, die als Vorlage dienen können. Im Fokus steht dabei die aktuelle Strategie der USA gegen China als „Fernblockade“, die an vergangene Ereignisse erinnert. 
 
Die USA bereiten derzeit eine „Seeblockade über große Entfernungen“ gegen China vor, die einem sich wiederholenden historischen Muster folgt (Details dazu finden sich im US Naval War College Review/A Maritime Oil Blockade Against China/2018 und lassen sich aus der seit 2010 zunehmend aggressiven Rhetorik gegenüber Peking ableiten). 
 
Dies stellt einen regelrechten Versuch dar, die Geschichte zu wiederholen, gefolgt von einer Erzählung, die an vergangene Ereignisse anknüpft. 
 
Ein Auszug aus der ursprünglichen Erzählung über die „Seeblockade über große Entfernungen“, bekannt als „Der Erste Weltkrieg und die Hauptursachen“, die sich nach dem Sieg Deutschlands über Frankreich 1871 und dem damit einhergehenden Aufstieg Deutschlands zur stärksten Macht Europas in Phasen entwickelte. Dies verdeutlicht die Bemühungen gemäßigter internationaler Politiker, Seeblockaden auf Operationen mit kurzer Reichweite zu beschränken, um deren Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung zu verringern (Fortsetzung der Haager Konferenzen). Die Londoner Erklärung von 1909 ist ein Schlüsseldokument, das die Regeln für Seeblockaden festlegte. Kurz gesagt, zielten die Londoner Erklärung (1909) und die Blockaderegeln darauf ab, Seeblockaden zu kodifizieren und dabei Effektivität und Nähe zu betonen: 

1) Nähevoraussetzung: Artikel 1 bis 21 legten fest, dass eine Blockade „effektiv“ sein musste. Das bedeutete, dass Schiffe direkt vor der feindlichen Küste stationiert werden mussten, um den Zugang physisch zu verhindern, wie es historisch üblich war. 

2) Verbot von Fernblockaden: Die Erklärung erlaubte keine „Fernblockaden“, bei denen Schiffe Schiffe weit draußen auf See abfangen. Historisch gesehen nutzten Seemächte die Logik des Kaperbriefs, um Piraterie zu legalisieren, indem sie Piraten Schutz gewährten. Im Wesentlichen war dies der Versuch zu behaupten: „Eure Piraterie ist verwerflich, meine aber ist Heldentum.“ 

3) Neutralitätsschutz: Die Anwendung der Doktrin der „ununterbrochenen Reise“ auf Blockaden wurde untersagt. Das bedeutete, dass Güter, die für neutrale Häfen bestimmt waren, nicht beschlagnahmt werden durften, selbst wenn sie später auf dem Landweg zum Feind transportiert wurden. 
 
Es ist wahrscheinlich, dass die Behörden in London mit einem solchen Abkommen unzufrieden waren. Tatsächlich hätte eine Ratifizierung die Royal Navy im Ersten Weltkrieg erheblich eingeschränkt, nicht die Marinen der Mittelmächte. Aus diesem Grund ratifizierte London das Abkommen nicht (logischer Schluss). Mangels Dringlichkeit wurde es daher nie formell ratifiziert, obwohl die Erklärung zu Beginn des Ersten Weltkriegs weithin als Völkergewohnheitsrecht anerkannt war. Versuche, Länder zu beschuldigen, die am meisten von einem solchen Vertrag profitiert hätten, oder zu suggerieren, dass bestimmte Großmächte (nicht der eigene Block) die Ratifizierung torpedieren wollten, sind typische Taktiken der Narrativgestaltung und Propaganda. Narrativgestaltung ist in der populären Geschichtsschreibung weit verbreitet. 
 
Nach 1914 entstanden neue Realitäten mit einer Seeblockade Nordeuropas. Während des Ersten Weltkriegs hatte diese Fernblockade weitreichende negative Auswirkungen, selbst in neutralen Ländern wie den Nieder-landen, die die Kartoffelhungersnot erlebten (Aardappelonroer 1917/1918). Die Kriegsparteien missachteten restriktive Gesetze und änderten sie zu ihrem Vorteil. Großbritannien verhängte eine Fernblockade gegen Deutschland, indem es Schiffe weitab vom Ärmelkanal und der Nordsee kontrollierte und neutrale Staaten zwang, nur noch nach britischen Regeln zugelassene Güter zu transportieren. Schwächere Mächte waren zur Einhaltung gezwungen („Recht des Stärkeren“). Schmuggellisten wurden auf hoher See und in britischen Häfen durchgesetzt. Nach dem Ersten Weltkrieg setzte sich diese Logik der Regelsetzung zum eigenen Vorteil durch. Siehe Fußnote 1. 
 
Das Wettrüsten zur See begann weder 1905/06 noch an einem anderen häufig genannten Datum, noch endete es 1919 mit der Selbstversenkung der Hochseeflotte. Dies war lediglich der anglo-deutsche Teil. Das Wettrüsten begann früher, die moderne Phase war durch Londons „Zwei-Mächte-System“ gekennzeichnet. London legte dies ohne jegliche internationale Konsultation fest. Das Wettrüsten zur See setzte sich während des Ersten Weltkriegs mit wechselnden Rivalen fort. Die Annahme, das Wettrüsten zur See habe den Ersten Weltkrieg verursacht, ist ein Irrtum. Warum? Das Wettrüsten zur See begann 1871 mit Frankreichs Versuch, norddeutsche Häfen während des Deutsch-Französischen Krieges zu blockieren. Dieses und andere historische Beispiele zeigten, wie sich Blockaden auf die Bevölkerung in vorwiegend landbasierten Kriegen auswirken konnten, wenn diese sich über einen längeren Zeitraum erstreckten (sogenannte „lange Kriege“).
 
Die wahren Gründe für den Aufbau einer deutschen Marine waren zweifacher Natur: 

1) Londons Weigerung, nach 1890 ein deutsch-britisches Bündnis einzugehen, das gemeinsame Interessen hätte schaffen können (Großbritannien schützte mit seiner Seemacht die gemeinsamen Überseegebiete, Deutschland mit seiner Landmacht die gemeinsamen kontinentalen Interessen). 

2) Die Absicht der deutschen Führung, die Bevölkerung vor Blockadedrohungen zu schützen. 
 
Blockaden waren eine bevorzugte Taktik der Wirtschaftskriegsführung (siehe Fußnote 2). Das Wettrüsten zur See begann als deutsch-französischer Wettstreit und dehnte sich nach Russlands Bündnis mit Frankreich (1891–1894) auf Russland aus. Als Großbritannien der Triple Entente (1904–1907) beitrat, war das Wettrüsten bereits in vollem Gange. Die deutsche Führung musste Häfen vor potenziellen Blockaden durch drei Marinen schützen: die britische, die russische und die französische. Die deutsche Marineaufrüstung war daher eine Reaktion auf Bedrohungen, nicht deren Ursache. Ursache und Wirkung zu verwechseln, indem man willkürlich ein Start-datum festlegt, verfälscht die Geschichte. 
 
Zudem ist zu beachten, dass die vor dem Ersten Weltkrieg gebauten deutschen Schiffe Küstenverteidigungs-schiffe mit kurzer Reichweite ohne globale Reichweite oder Stützpunkte in Übersee waren. Die wahrge-nommene Bedrohung für die Royal Navy und das Britische Empire war teilweise Propaganda von Rüstungs-herstellern, die nach Finanzierung suchten. Letztendlich war das Britische Empire der größte Verlierer dieses diplomatischen Schauspiels, denn mit dem Ersten Weltkrieg verlor es zunächst die Möglichkeit, den „Zwei-Mächte-Standard“ durchzusetzen, und dann sein Empire. 
 
Ursache und Wirkung: Keine Ursache, keine Wirkung. Ohne die kontinuierliche Einkreisung Mitteleuropas nach 1890 hätte es keine Notwendigkeit für eine große deutsche Marine gegeben. 
 
All dies wird sich wiederholen. Ersetzt man einfach „Deutschland“ durch „China“ und den entsprechenden Ort auf der Karte, verschiebt sich die Schuld von denjenigen, die anstiften, etwas aufzwingen, nötigen und diplomatisch manövrieren, um die Deutungshoheit in ihrer Bevölkerung zu behalten (das MICIMATT-System der privatisierten Propaganda). Jegliche chinesischen Bemühungen, ihr Volk, ihre Küsten und die wirtschaft-lichen Errungenschaften der Nachkriegszeit (ähnlich wie in Deutschland nach den 1890er Jahren) zu schützen, werden so negativ wie möglich dargestellt und als „schwarze Legende“ stilisiert. 
 
Sollten Einkreisung und Expansion eine Reaktion hervorrufen, wird diese erneut als „Rettung der Welt durch die USA/den Westen“ dargestellt. 
 
Werden die Westler daraus lernen? Zweifellos nicht. Ihre Geschichtsschreibung priorisiert Relativismus gegen-über Genauigkeit und begräbt die Wahrheit unter Propaganda (Überheblichkeit, Chauvinismus), um sich als „Weltretter“ zu inszenieren. In diesem Narrativ ist Imperialismus wohlwollend, und Realismus wird herunter-gespielt. Es wurden keine Lehren gezogen, obwohl die Ereignisse des Kalten Krieges, als Kriegsspiele offen-barten, dass Europas „beste Freunde“ über 300 taktische Atomwaffen gegen ihre eigenen NATO-Verbündeten richteten, noch einmal deutlich machten: das Hauptaugenmerk lag auf dem Überleben der eigenen Familien, selbst auf Kosten anderer. Millionen europäischer Opfer wurden als akzeptabel erachtet, um amerikanische Leben zu retten. 
 
Rat an die Europäer: Schafft ein globales Machtgleichgewicht, sonst droht erneut der Untergang. Trotz aller Versuche, Verwirrung zu stiften und zu spalten, gilt: Ein Machtgleichgewicht ist Realismus. Schafft es oder verliert. Ein Machtgleichgewicht ist kein Imperialismus. Es ist eine antiimperialistische Gegenmaßnahme und verdient Anerkennung in der realistischen Debatte. Imperialistisch geprägte Geschichtsschreibung bedeutet, dass alle Kriege selbstverschuldet waren (systemisch durch Staaten, nicht persönlich durch Einzelpersonen). Das Wurzel allen Übels ist nach wie vor der Imperialismus, und nach wie vor die Strategie des Teilens und Herrschens durch politische Kontrolle und Dominanz. Siehe Fußnote 3. 
 
Wenn es nicht Realismus ist, dann ist es Imperialismus, einschließlich des Missbrauchs von „besten Freunden“ oder neutralen Staaten in imperialistischen Plänen ohne die stillschweigende Zustimmung der Betroffenen. 
 
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Fußnoten
 
1) Der Londoner Flottenvertrag von 1930 konzentrierte sich weniger auf Blockaderegeln als vielmehr auf die Einschränkung von U-Boot-Angriffen auf Handelsschiffe. Er verpflichtete U-Boote, humanitäre Regeln wie Überwasserschiffe zu befolgen (Anhalten und Durchsuchen vor dem Versenken). Dies begünstigte eindeutig stärkere Seemächte, die „ihre eigenen Regeln“ aufstellen und dies nach 1922 im Rahmen des Washingtoner Flottenvertrags (5-5-3-2-2) geltende Regelungssystems nutzen konnten, um schwächere Marinen als Propagandainstrument zu kritisieren. Stärkere Marinen nutzten ihre Macht, um zu blockieren, Sanktionen zu verhängen und ihren Willen durch Regeln durchzusetzen, die sie zu ihrem Vorteil schufen. Kommt Ihnen das bekannt vor? 
 
2) Die Ursache für die deutsche Marineaufrüstung lag im Bündnissystem und der gewohnheitsmäßigen Nutzung der Marinen als Blockade- und Küstenbombardierungsinstrumente (siehe „Kopenhagenisierung“, Massenterror durch brennende Städte, eine Angst, die damals so real war wie die Luftangriffe der 1930er Jahre oder der Atomkrieg während des Kalten Krieges). Die Seeschlacht von Kopenhagen (1807) verdeutlicht diese Bedrohung. Deutsche Schiffe waren für die Kurzstreckenverteidigung in Nord- und Ostsee konzipiert, um solche Blockaden zu verhindern. Tirpitz' „Risikoflotte“ musste, anders als die Royal Navy mit ihren zahlreichen Überseestützpunkten (Singapur, Bombay, Malta, Gibraltar, Sydney, Aden, Alexandria, Hongkong usw.), weder zahlenmäßig überlegen sein noch global operieren. Die deutschen Marinewerften im Inland waren die einzigen Einrichtungen für die Schiffswartung. Das Wettrüsten zur See vor dem Krieg und die vermeintliche deutsche Bedrohung waren teilweise britische Propaganda, um Unterstützung und Finanzierung für den Kampf gegen die deutsche Expansion durch den Bau weiterer Schiffe zu sichern. Die „globale Bedrohung“ Großbritanniens war erfunden. Das anglo-deutsche Wettrüsten endete offiziell 1912 mit der Anerkennung der deutschen „Niederlage“. Laut Wikipedia zur Haldane-Mission: „Deutschland schlug einen Vertrag vor, der die britische Seeherrschaft im Austausch für britische Neutralität anerkannte, sofern Deutschland im Falle eines Krieges nicht der Aggressor wäre. Großbritannien lehnte dies ab, da seine Seeherrschaft gesichert war und Außenminister Sir Edward Grey eine aggressivere Haltung gegenüber Deutschland befürwortete.“ 
 
3) „Wer die Nahrungsmittelversorgung kontrolliert, kontrolliert die Menschen; wer die Energie kontrolliert, kann ganze Kontinente kontrollieren; wer das Geld kontrolliert, kann die Welt kontrollieren“ – ein angebliches Zitat von Henry Kissinger. Es geht um Herrschaft, Kontrolle und die Beherrschung von Vermögen, Ressourcen und Regionen der Welt, und Sie (der/die Leser/in oder Ihre Kinder) werden von diesen sogenannten „Gentlemen“ in Machtpositionen nicht besonders hoch geschätzt …
 

Epstein. The Movie

by  Meme Dept. 



Montag, 9. Februar 2026

Logic

by  Meme Dept. 



Die Geschichte wiederholt sich (Teil 1)

Gastkommentar 
von Ralph Bernhard
 
 
Die späteren Weltkriege I und II waren Teil desselben Konflikts, der um 1900 begann, als die Seemächte ihre kontinentalen Nachbarn einkreisten. Für das amerikanische Jahrhundert nach 1900, das auf dem größten „Zaun“ der Welt (dem Atlantik) saß und abwartete, war Europa schlichtweg ein etwas größeres Gebiet als Großbritannien für Rom um das Jahr 0. Die von beiden Imperien angewandte Taktik war dieselbe: die Ausnutzung bestehender Spaltungen. 
 
Diese Ausnutzung für die eigenen Zwecke ist die Strategie „Teile und herrsche“. Ein proaktives Mittel, die eigenen Interessen auf Kosten anderer zu fördern, besteht darin, einige zu bevorzugen (die Macht der Begünstigten zu stärken) und andere zu benachteiligen (die Macht der Ausgestoßenen zu schwächen). In der Anfangsphase, als Großbritannien bis in die 1940er Jahre selbst die dominierende Rolle des „Zerstörers“ innehatte, musste Washington D.C. – abgesehen von der offenen Bevorzugung der Kriegsparteien im Ersten Weltkrieg, die hinter einer wohlklingenden Geschichte verborgen war – nicht viel tun. 
 
Die Strategie der „Außenseiter“ lautete stets: „Wenn sich ein lokaler/begrenzter Krieg auf dem Kontinent ausweitet, dann das inszenierte Szenario eines langen Krieges.“ Dies wurde von der Hegemonialmacht selbst verkündet. Daran hat sich heute nichts geändert, weder vor 100, 200 noch vor 300 Jahren. Die „Außenseiter“, die einen Krieg vermeiden wollen, profitieren davon, wenn alle anderen bis zur gegenseitigen Erschöpfung kämpfen. Daran wird sich auch heute nichts ändern, nachdem Selenskyj erkannt hat, wie er von Boris Johnson in den langen Krieg hineingezogen wurde (die Istanbul-Vorschläge wurden torpediert, während die Schuld auf die Gegenseite abgewälzt wurde). Für den „Spalter“, der unbeteiligt zusieht, sind die vielen Gründe, Motivationen, Ideologien, Rechtfertigungen, Meinungen, Ausreden oder die Interessen derjenigen, die zur vorteilhaften Spaltung für die höhere Macht beitragen, irrelevant. 
 
Für die spaltende Macht spielt es keine Rolle, wie die Spaltung umgesetzt wird, wie bestehende Spaltungen vertieft werden, wer aus welchen Gründen auch immer dabei hilft oder ob diejenigen, die die Spaltung befürworten und unterstützen, sich dessen überhaupt bewusst sind: Entscheidend ist allein die Umsetzung der Spaltung. Für den außenstehenden Spalter mit seinem geografischen Vorteil der Distanz zu gewaltsamen Ereignissen ist es nicht wichtig, warum die auserwählten Akteure für die Vorteile des Imperiums zusammenarbeiten, sondern die Tatsache, dass sie zusammenarbeiten, um Spaltung zu erzeugen und einen Teil des Planeten irgendwo zu beherrschen. 
 
„Wie“ und „dass“ sind zwei verschiedene Dinge. Das Imperium ist auf Profit aus, nur „Interessen“ zählen. Es gibt mehr als genug Beispiele von Strategen, die dies offen zugeben. Die Apologeten werden sich nie damit auseinandersetzen, da sie instinktiv wissen, dass sie von Kriegen anderswo profitieren. Diese „Unentschlossenen“ müssen nur auf den Knall warten, dann können sie sich einmischen und profitieren. 
 
Die nach den 1990er Jahren ausgebrochenen Konflikte haben ihre Vorläufer in der europäischen Geschichte, in den Ereignissen der 1890er Jahre bis 1914 und in Versailles. Sollte jemand an der Richtigkeit der obigen Einschätzung zweifeln, schlage ich eine Karte vor, auf der man die Einkreisung Mitteleuropas nach den 1890er Jahren einzeichnen kann. Karten sind eine wertvollere Informationsquelle als die Worte eines anderen Menschen, der zu Lügen und Täuschungen neigt. Dieses Muster setzte sich nach dem Ersten Weltkrieg fort, mit dem einzigen Unterschied, dass es anstelle einer kleinen Anzahl großer „Einkreiser“ (vor 1914) nun eine große Anzahl kleinerer „Einkreiser“ (nach 1919) gab. Der „Weltkrieg“ nach 1914 war ein weiterer 30-jähriger Krieg in Europa (mit einer 20-jährigen Unterbrechung). 
 
Die um das Jahr 1900 entstandenen Machtverhältnisse waren: 
1) die Seemächte (Großbritannien/USA) mit ihren kontinentalen Verbündeten als „Kohlefänger“ (wie Frankreich nach 1904 und Russland nach 1907), die lange Kriege bevorzugten. gegenüber: 
2) die kontinentalen Bündnisse, die kurze Kriege bevorzugten und durch die Seeüberlegenheit von 1) eingekreist und daran gehindert wurden, ausreichend Einflusssphären für ihr Wachstum zu erreichen. Diese Einkreisungsstrategie begann um 1900 als bewusste Aktion der Seemächte. 
 
Albion nutzte seine uneinnehmbare geografische Lage, um nicht nur in Europa, sondern weltweit Machtspiele zu spielen: 
Teile und gewinne (Macht für die eigenen Systeme). 
Wenn nicht: Teile und herrsche (aus der Position eines überlegenen Gegners). 
Wenn nicht: Teile und herrsche (durch Gebietsansprüche, Schwächung anderer usw.). 
Wenn nicht: Teile und herrsche (Märkte, Einflusssphären usw.). 
Wenn nicht: Teile und zerstöre (jene, die sich Ausbeutung und Spaltung widersetzen). 
 
Diese Strategie wurde nach einer kurzen Atempause, dem Kalten Krieg (1945–1991), einfach wiederholt. In den 1990er-Jahren verfolgte der US-Imperialismus mit der Wolfowitz-Doktrin und dem Anspruch auf die US-Vorherrschaft – mit der „US-Primatität“ als oberster Priorität – das erste Opfer auf dem Weg zur Zerstörung Jugoslawiens. Dies wurde in Strategiepapieren festgehalten und war für alle einsehbar. Diesmal waren die „Ziele“ der globalen Strategie des Teile-und-herrsche-Prinzips nicht Mitteleuropa/die Mittelmächte (Vertrag von Versailles usw.), sondern China und Russland. Die neuen Standardrivalen verlagerten sich weiter nach Osten. Das Endziel unserer außereuropäischen „Freunde“ in Washington D.C. ist es, China zu zerschlagen, wie sie einst Europa zerschlagen haben, und es dann, wie sie es mit Europa taten, mithilfe ihrer „Freunde“ Großbritannien und Frankreich (London und Paris) in kleine Stücke zu zerteilen. Dabei nutzen sie die Blockmentalität von Dummköpfen, indem sie gespaltene Nachbarn als „Werkzeuge“ auf einem „Schachbrett“ benutzen, um später völlige Unschuld und den Status des „Weltretters“ für sich zu beanspruchen. Nach einer kurzen Pause, dem sogenannten „Kalten Krieg“, setzte sich der Vormarsch des Imperiums auf dem Marschweg fort, der mit dem wirtschaftlichen Niedergang der UdSSR in den späten 1980er Jahren begann. 
 
Systemische/ideologische Expansion in eine konzertierte Aktion, die als „Teile und herrsche“ bezeichnet wird. 
– Osteuropa. 
– Balkan/Schwarzmeer/Kaukasus-Region (südlicher Vorstoß). 
– Baltikum/Skandinavien (nördlicher Vorstoß). 
Dies war schlicht die Fortsetzung des Plans zur Überwältigung Russlands, der bereits im Ersten Weltkrieg seinen Ursprung hatte. Man wollte die durch den dreijährigen Krieg (1914–1917/Ostfront) entstandene Schwäche ausnutzen, der alle erschöpfte und ausdehnte. Daher lag es nie im „Interesse“ der Sieger, ein gerechtes Gleichgewicht der Kräfte in Europa zu erreichen, wie es 1815 der Fall gewesen war (Gleichgewicht der Kräfte/Konzert Europas). Die Absicht war vielmehr, ein Ungleichgewicht der Kräfte als Grundlage zu schaffen, das man ausnutzen konnte, ungeachtet dessen, was die politischen Befürworter einer friedlichen Neuorientierung glaubten. Immer weiter vorrücken, und wenn es zu einer Reaktion oder einem Widerstand (auch bekannt als „defensiver Realismus“) seitens der Eingekesselten oder Bedrängten kommt, sollen die Propagandisten mit dem Finger auf diese zeigen (narrative Kontrolle). Dieses imperialistische Verhalten, wie es in Washington D.C. und seinem unterwürfigen „kollektiven Westen/NATO“ zu beobachten ist, begann nicht erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Fragen Sie die indigenen Völker oder Mexiko. 
 
Aufgrund ihrer eigenen ideologischen Indoktrination (die sie gerne anderen zuschreibt, auch bekannt als „Fingerzeigen“) und ihrer stolzen Zurschaustellung von „Guten“, „auf der richtigen Seite der Geschichte“ und „unverzichtbarer Nation“ werden die Einkreiser ihre eigene Korruption niemals eingestehen. Sie fühlen sich besser mit den Realitäten, die sie ihren Nachbarn direkt oder indirekt aufgezwungen haben, und beabsichtigen nicht, der simplen moralischen Logik einer Machtstrategie zu folgen, der sogenannten Goldenen Regel: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“ Wollen Sie eingekreist und unterdrückt werden? Dann tun Sie es anderen nicht an. Wenn Sie einer so einfachen Logik nicht folgen können, müssen Sie der Logik der Kausalität folgen, wo ein schlammiger Graben auf Sie wartet. Wohlgemerkt: Nicht diese sogenannten „Führer“, die Sie hier täuschen. Sondern Sie persönlich, der Sie dies lesen. Die Strippenzieher und Strippenzieher sitzen sicher in ihren Bunkern und skandieren Parolen aus ihren „Mutterkellern“ oder verstecken sich hinter ihren Tastaturen (Tastaturkrieger) und hoffen, niemals dort zu landen, wo sie jubeln. 
 
Die aktuelle „Grönland-Erzählung“ ist nichts anderes als systematische Expansion, die 1776 begann und nie endete. Ein unersättliches Imperium, das sich hinter einer Erzählung verbirgt. Fakt ist: Während des Ersten Weltkriegs planten die Strategen in London, Washington und Paris bereits 1918 ihren Krieg gegen Russland als systematische Expansion und brauchten „neue beste Freunde“ (Osteuropäer), die als Stellvertreter opfert werden sollten, den Großteil der Kämpfe bestreiten und sterben sollten, während sie selbst im Hintergrund blieben und mit ihren Flotten Russland „an den Rändern“ angriffen, um später mit systematischer Expansion und systematischem Profit und Gewinn einzugreifen. Warum ist das Fakt? Weil es tatsächlich so geschehen ist. Diese Angewohnheit, Stellvertreter für die Kämpfe und das Sterben zu missbrauchen, wiederholte sich nach den 1990er Jahren. Man suchte nach slawischen Menschen, die man gegen ihre Nachbarn aufhetzen konnte. Vertraut man Albion einmal, ist man für immer in seinen Fängen gefangen. Und heute? Die Geschichte wiederholt sich. 
Albion 2.0 
Wer glaubt, der Erste und Zweite Weltkrieg seien jemals zu Ende gegangen, ist bereits ein Narr, der sich für die systematische Expansion und den Gewinn seiner „Freunde“ opfert. 
 
Stellt euch vor, ihr wisst nicht, worum es im Ersten und Zweiten Weltkrieg ging, und werdet jedes Mal emotional aufgewühlt, wenn eure ideologische Position infrage gestellt wird. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg ging es um die Zerstörung des 1815 begründeten europäischen Machtgleichgewichts. Diese Zerstörung wurde von ausländischen Ideologen herbeigeführt, die wie ein Trojanisches Pferd nach Europa eindrangen, zunächst nach Großbritannien und Frankreich (wo die Monarchie als vermeintlicher Vorteil dem einfachen Volk verkauft wurde) und in andere Länder am Rande Europas, um systemische Macht zu erlangen. Sie nutzten Stellvertreter, um den Großteil der Kämpfe und des Sterbens für sich zu tragen. Der Versailler Vertrag war der erste Versuch, Deutschland in europäischen und globalen Angelegenheiten zu schwächen, Russland von diesen fernzuhalten und die USA (Lord Ismay) in diese Angelegenheiten einzubinden. Er scheiterte nur, weil die USA ihn nicht unterzeichneten. Die USA konnten es sich leisten zu warten. Distanz bedeutete Straffreiheit und damit einen Vorteil. 
 
Das ist die Strategie des Teilens und Herrschens.
  

Sicherheit für Österreich

von LePenseur
 
 
Unter obigem Titel findet sich ein, in Stichworten übersichtlich gegliederter Vorschlag von Klaus Woltron, was Österreich für seine Sicherheit tun sollte — und vor allem: was nicht!
Was Österreich nicht tun sollte: 
- NATO-Beitritt aus Panik 
- Demonstrativ proklamierte Aufrüstung 
- Moralisierende Außenpolitik 
- Relativieren der Neutralität 
Die EU braucht keine Atombombe, und Österreich keine NATO. Es braucht ein zeitgemäßes Bundesheer, funktionierende Institutionen- und den Mut zur nüchternen Selbstkritik. 
Leseempfehlung! Nur wenige Minuten, die sich aber lohnen — damit man irgendwelchen globalistisch-transatlantischen Rattenfängern und Rüstungsprofiteuren und ihrer perfiden Propaganda nicht auf den Leim geht!
 

 

Sonntag, 8. Februar 2026

Sag zum Abschied leise "Servus" ...

 
So schnell ist eine Woche um ... 
 

 

Ein erschütternder Artikel

von Manfred Müller 
 
 
Auf der Webseite Auf der Lichtung wurde vor zwei Tagen ein betroffen machender Artikel veröfentlicht, der erklärt ... ... Nein, falsch: nicht "erklärt", sondern bewusst macht, wie es sein konnte, dass ein Epstein-Netzwerk (und nicht nur dieses) "funktionieren" konnte.
Missbrauch, Inzest überall – darum will es keiner wissen

Es gibt wohl kaum eine Familie ohne einen irgendwie gearteten Fall von Missbrauch, Inzest, Vergewaltigung. Man spricht nicht gerne über diese Familiengeheimnisse, erst wenn es Probleme macht. Ich weiß das nicht nur aus meinem beruflichen Kontext als Familienberater, der ich unter anderem bin, sondern auch aus meiner eigenen „Herkunftsfamilie“, wie man das so nennt. Und meist gibt es nicht nur einen Täter oder auch Täterin, was gar nicht so selten ist, wie manche vermuten würden, sondern etliche Wiederholungen über Generationen und in verschiedenen Beziehungskonstellationen, die aufgrund der Missbrauchserfahrungen irgendwie missbräuchlich sind – oder toxisch, was nichts anderes als eine verdeckende Modebezeichnung ist.

Bevor wir solche Fälle wie Epstein oder Dutroux in ihrer Komplexität verstehen und als Wirklichkeit anerkennen können, führt kein Weg daran vorbei, sich mit der eigenen Geschichte zu beschäftigen, die nicht wirklich verdeckt in uns schlummert, aber wie eine Sepsis wirkt, die langsam unseren gesamten Körper vergiftet, die Sinne vernebelt und uns taub und stumm macht, wenn wir nicht hinsehen.

Immer wenn ein großer Fall publik wird, fragen sich alle, wie ein ganzes Netzwerk solange unentdeckt bleiben konnte, warum niemand etwas gemerkt hat? Wie konnte Natascha Kampusch solange von ihrem Entführer festgehalten werden? Warum hat im Fall Fritzl keiner etwas gehört oder Verdacht geschöpft? „Ein Teil der Antworten könnte die Bevölkerung verunsichern…“
 Nein, das Wissen darum "erklärt" nicht wirklich etwas. Aber es macht einem die Situation, in die ein Mensch, eine Familie, eine Gesellschaft verstrickt sind, "bewusst". Erklären setzt Klarheit voraus — ein unrealistisch hoher Anspruch für abgründiges Fehlverhalten. "Bewusstheit" ist das Wissen, dass es das gibt. Erst der erste Schritt, etwas dagegen zu unternehmen, wenn man will. Aber der wichtigste.
 
Leseempfehlung! 
 

Samstag, 7. Februar 2026

Ich schenk Dir die Sonne ...

 
 

 
 

Beginnt der eigentliche Epstein Skandal erst noch?

 von Sandokan

Angesichts der aktuellen Veröffentlichungen des E-Mail-Verkehrs zwischen Epstein und einer Vielzahl an Prominenten und einflussreichen Persönlichkeiten, bis in höchste politische Kreise hinein, kann man sich die Frage stellen, ob alles bisherige nicht bloß das Vorgeplänkel war.


Schon jetzt musste sich PM Starmer öffentlich entschuldigen (was ihm keiner abnimmt) und feuerte das Labour Urgestein Peter Mandelson. Zuletzt britischer Botschafter in den USA von Starmers Gnaden.
Jetzt musste er auch noch aus der Labour-Party austreten und seinen Sitz im House of Lords abgegeben - wegen seiner engen Kontakte zu Epstein und seiner Rolle als Handlanger Epsteins.

Bill Gates wiederum wurde bloßgestellt als jetzt bekannt wurde, dass er seiner damaligen Ehefrau Melinda, offenbar ohne ihr Wissen, Antibiotika verabreicht hat, weil er sich anderswo mit einer Geschlechtskrankheit angesteckt hatte.

Aber derartiges ist hoffentlich erst der Beginn des Fallouts der Epstein E-Mails auf internationaler Ebene. Die E-Mails enthalten auch deutliche Hinweise auf Folterungen, schweren Missbrauch, Todesfälle (Morde?) und Menschenhandel (die dabei verwendeten Codeworte erinnern wohl nicht zufällig an Pizzagate). Aber einige E-Mails führen auch tief in die Anfänge des Ukraine Konfliktes hinein. Ein anderes Beispiel sind Gespräche zwischen einem ehemaligen israelischen Regierungschef und Epstein über Palantir und Peter Thiel. Dessen Nähe man sucht und den man als Drogensüchtigen darstellt.

Wieder einmal: Die Verschwörungstheorien von gestern, sind die Nachrichten von heute.






Wer konnte sich das nur vorstellen ...

von kennerderlage
 
 
Auch das WEF war in Person von B. Brende, CEO des WEF und einst norwegischer Aussenminister, mit Epstein in Kontakt. Und zwar in ziemlich engem Kontakt: 
Die Affäre rund um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zieht weitere Kreise.

Nach Royals und Milliardären sowie Exponenten aus Politik und Wirtschaft gerät nun auch das WEF in den Fokus des Skandals. Denn: Es gab mindestens drei Abendessen zwischen WEF-Chef Børge Brende und Jeffrey Epstein.

Und zwar lange, nachdem Epstein bereits wegen Anstiftung zur Prostitution einer Minderjährigen 2008 ins Gefängnis musste. Zudem bezeichnete er den Sexualstraftäter als «meinen Freund».

Mehr noch: Brende unterhielt einen regen SMS-Verkehr mit Epstein. Er lobte ihn zudem als «brillanten Gastgeber». Und diskutierte mit ihm Pläne für das WEF.

Doch noch im November beteuerte Brende gegenüber der norwegischen Zeitung «Aftenposten», nichts mit Epstein zu tun gehabt zu haben.

Die Epstein-Files belegen jedoch: Brende hat bezüglich seines Kontakts mit Epstein die Un-wahrheit gesagt.
»A fish rots from the head down«, sagt man auf englisch. Das WEF macht da keine Ausnahme. Nein, ganz und gar nicht!
 

Was Sie schon immer über Spekulanten wissen wollten, und sich bisher nicht zu fragen getrauten

von LePenseur
 
 
... erfahren Sie in diesem perfekten Artikel von Calimero, den ich hiermit für den nächsten Ökonomie-Nobelpreis vorschlage. Nun ist mir durchaus bewußt, daß Kollege Calimero nicht wirklich etwas Neues darin entdeckt hat — nur gegenüber dem Geschwurbel, das in den letzten Jahren mit dem Nobelpreis-Nachbau ausgezeichnet wurde, sticht es um Klassen und Längen ab!

Danke, Calimero!
 
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Diese obenstehenden Zeilen schrieb ich vor 14 Jahren auf meinem Blog. Nicht ahnend, daß dieser verlinkte Calimero-Artikel bis heute ein der besten Darstellungen zu diesem Thema ist, die ich kenne! Und das will was heißen ...
 
So, und jetzt wieder Urlaub ... 

Freitag, 6. Februar 2026

Ich will nichts mehr von dir wissen, ich will nichts mehr von dir hören

von Sandokan
 
 
Emmanuel Bonne, Macrons diplomatischer Berater hält sich aktuell in Russland auf, weil er mit Putin sprechen möchte. Ebenso haben die lettische Premierministerin und der estonische Präsident zu Gesprächen aufgerufen. Ganz ähnlich haben sich in jüngster Vergangenheit bereits Italiens Meloni und selbst der britische PM Starmer und Kanzler Merz geäußert. 

Das Manöver ist allerdings durchschaubar. Es geht ihnen allen mehr darum, überhaupt noch politisch eine Rolle zu spielen und wenigstens am diplomatischen Katzentisch Platz nehmen zu dürfen. Vielleicht auch um die tatsächlichen Verhandlungen (zwischen Russland und den USA) durch Querschüsse zu torpedieren.  

Wenn die EU plötzlich doch mit Russland sprechen will,
dann ist das wie eine Ex-Freundin, die dich betrogen hat
und die plötzlich wieder den Kontakt zu dir sucht,
nachdem du glücklich verheiratet bist
und Kinder hast.


A Speaker? Nope — A Receiver...

by  Meme Dept.