Samstag, 26. November 2016

De mortuis nil nisi bene ...

... also über den kubanische Diktator daher: nichts.

Oder halt ... eines war (wenigstens für mich) positiv: durch seine Handelsbeziehungen in den Ostblock und das Handelsembargo der USA (welche uns sonst alle guten Havannas weggeraucht hätten!) gab er mir in früheren Jahren die Möglichkeit, in Ungarn recht preisgünstig kubanische Zigarren zu erstehen, die ich im Rahmen der damals großzügigeren Reisefreigrenzen zollfrei nach Österreich mitnehmen konnte. LaPenseuse rauchte damals so gut wie überhaupt nicht, also waren bei jedem Besuch in Ödenburg 4 Kisten à 25 Zigarren drin, und (da's längst verjährt ist, kann ich es ja schreiben) bisweilen auch mehr ... 

Vielleicht wird ihm das bei der Bemessung der jenseitigen Strafen mildernd angerechnet ...

Er wird jedenfalls, hörte ich, verbrannt, was für einen langjährigen Zigarrenraucher auch irgendwie angemessen erscheint. Was immer er tat (bzw. untat) ...

Friede seiner Asche!

Denn nur selbstgerechte, siegesberauschte Kriegsverbrecher wie die von Nürnberg waren so pietätlos, die Asche ihrer Hingerichteten anonym irgendwo in einem Gewässer zu verklappen ...


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P.S.: ich muß mich korrigieren! Auch das alliierte Satrapenregime in Berlin war dazu im Falle Rudolf Heß imstande. Nun ja ... "ein Bund Hadern"*), wie der Wiener in solchen Fällen sagt ...


*) für Piefkes: "Hadern" = "Lumpen" im ursprünglichen Sinne von zerlumpten Textilien.


Kommentare:

Gutmenschengesocks hat gesagt…

So liest sich also ein Blog, der kürzlich weihevoll von sich behauptet hat, er sei "alles, aber kein Neo-Nazi-Blog".
Lange nicht mehr so gelacht.
Heil, mein Penseur!

Anonym hat gesagt…

@Gutmenschengesocks:

Perfekter Nickname. Passt haargenau!

Le Penseur hat gesagt…

Cher (chère?) "Gutmenschengesocks",

man muß (was Ihnen leider offenbar nicht so einsichtig ist) keineswegs ein Neo-Nazi sein, um ein von Kriegsverbrechern ernanntes Tribunal zur Verurteilung und Hinrichtung von Kriegsverbrechern ziemlich verlogen und ungustiös zu halten.

Und man muß erst recht kein Neo-Nazi sein, um das Ausbuddeln eines Verstorbenen samt anschließendem Verbrennen und Verklappen in der Nordsee, damit sich keine "Pilgerstätte" an seinen Grab entwickeln kann, erst recht letztklassig und pietätlos zu finden.

Übrigens: ich fände es auch pietätlos, wenn man z.B. bei einem Mielke oder Ulbrich die Urne einfach ins Meer schüttet, oder einen Breschnjew aus seinem Grab holt und in die Moskwa schmeißt.

Wenn Sie das alles nur zu einem "Lange nicht mehr so gelacht" inspiriert, dann sagt das einiges über Sie. Aber (wie ich in einem nicht völlig unvergleichbaren Fall unlängst hinzusetzte): m.E. nicht unbedingt das Beste.

Hasta la vista, bzw. wie der Wiener zu Ihresgleichen wohl eher sagen würde: "Tschüß mit Ü!"

Gutmenschengesocks hat gesagt…

Werter Anonym,
vielen Dank, dass Sie so bereitwillig über das Stöckchen gesprungen sind, das ich Ihnen mit meinem bewußt gewählten Nicknamen hingehalten habe. Und so gezeigt haben, wessen Geistes Kind Sie sind.