@JackGordone
Mittwoch, 14. Oktober 2026
Prof. John Mearsheimer : Can Trump Bluff Iran Into Surrender?
Sonntag, 11. Oktober 2026
Douglas Macgregor : Russia destroys Bridges and will take Kiev
@fcbayern7055Thank you very much for the incredibly honest and in-depth conversation with Col. Douglas McGregor about the circumstances. Please invite him back many more times and ask him questions. For me, this was one of the most valuable and substantive conversations I’ve ever had. Such openness and foresight are so valuable. For many people, the connections between history and the present are simply unknown.
Freitag, 9. Oktober 2026
Die Militarisierung der EU wurde 2017 besiegelt
Ich bin kürzlich auf eine Präsentation gestoßen, die am 8. Juni 2017 bei einem „Track 1.5“-Verteidigungs-rundtisch in Ottawa gehalten wurde. Der Redner war Brigadegeneral Gerald Funke, damals Unterabteilungs-leiter Planung I im deutschen Verteidigungsministerium, dem zentralen Kopf der Zukunftsanalyse der Bundes-wehr.
Das Lesen seiner Folien ist sehr aufschlussreich hinsichtlich einer seit langem bestehenden Absicht sowie westlicher Vorahnung und Planung. Sie zeigen, dass die Umwandlung Deutschlands in einen logistischen Knotenpunkt (z. B. durch OPLAN DEU) für die sogenannte Ostflanke – wie so vieles, was wir heute in der EU an Veränderungen beobachten – ein bürokratischer Meilenstein war, der bereits fünf Jahre vor dem Überqueren der ukrainischen Grenze durch den ersten Panzer vereinbart und bekannt gemacht wurde. Ich möchte Ihnen einige Punkte dieser Folien näher erläutern:
Die „Anpassung nationaler Pläne“
Ein Punkt lautet:
„Die Bündnispartner erwarten eine Anpassung der nationalen Pläne [1,2], um die NATO-Ziele zu erreichen.“
Dies bedeutet im Grunde genommen einerseits eine konvergente Entwicklung der NATO und ihrer Bünd-nispartner durch Planung und Umsetzung, andererseits aber natürlich auch einen Verlust an Souveränität:
Es ist ein offenes Eingeständnis, dass die souveräne Raumordnung des deutschen Staates – der demokratische Prozess des Ausgleichs zwischen Wohnen, Industrie und Natur – nun der militärischen Logik des Bündnisses untergeordnet ist.
Deutschland gibt seine Planungsautonomie freiwillig zugunsten der anti-entropischen Wettbewerbsnot-wendigkeit der NATO auf. Es gibt also keine Pläne mehr, die dem Gemeinwohl und den Bürgern dienen. Stattdessen schreibt die NATO im Grunde vor, dass Dienstleistungen und Infrastruktur auf die Anforderungen des Bündnisses zugeschnitten werden müssen.
Das Ergebnis ist das, was auf einer anderen Folie steht: „Deutschland als Transitnation“. Dieser auf den Folien verwendete Ausdruck ist der höfliche Euphemismus für das Hinterland der Ostflanke. Das Land wird – und das ausgerechnet im Jahr 2017 – als bloßer Korridor für Ausrüstung und Truppen neu konzipiert.
„Strategische Vorausschau 2040“
Die vielleicht brisanteste Enthüllung ist die Folie, auf der die Szenarien der „Strategischen Vorausschau 2040“ [3,4] gemäß einem geheimen Plan der Bundeswehr detailliert dargestellt sind:
Schon lange vor 2022 modellierte die interne Zukunftsprognose der Bundeswehr eine Zukunft der „Blockkonfrontation“ und des „multipolaren Wettbewerbs“, angetrieben durch „Ressourcenknappheit“ und „Klimawandel“.
Dies beweist, dass der aktuelle multipolare Konflikt kein unvorhergesehener Zufall war, sondern bereits eine zentrale Planungsannahme darstellt. Tatsächlich werden insbesondere das Verhalten Russlands und Chinas als destabilisierende Faktoren genannt. („Global West“ ist übrigens das positivste aller Szenarien in diesem Modell, auch bekannt als westliche oder US-Hegemonie).
So blickt die funktionale Elite in die Zukunft, sieht den Zusammenbruch ihres „Gartens“ und akzeptiert die Schaffung eines „Bunkers“ als unvermeidlich. Sie plant, dieses Szenario zu bewohnen. Folglich war die „Zeitenwende“ lediglich der Übergang in die Umsetzungsphase eines längst festgelegten Kurses hin zur Entropie, hin zur Aufrechterhaltung des „Global West“ in seiner jetzigen Form. Aber sie empfinden sich tatsächlich als Teil eines multipolaren Wettbewerbs.
Der Veranstaltungsort
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Veranstaltungsort dieser Präsentation: Warum Ottawa? Warum 2017?
Der CDA-Instituts-Roundtable ist ein geschlossener, vertraulicher Rahmen, in dem verbündete Planer Konzepte austauschen, um ihre Rahmenbedingungen und Pläne aufeinander abzustimmen.
Im Wesentlichen wird ein in der deutschen Planungsabteilung entwickeltes Konzept exportiert, validiert und mit kanadischen, amerikanischen und NATO-Planern abgestimmt, bevor es umgesetzt wird.
Das Konzept der „Transit Nation“ [5] ist nichts anderes als die Darstellung der Deutschland zugewiesenen Rolle innerhalb der NATO-„Bunker“-Architektur zur Genehmigung durch das Bündnis. Es war der Moment, in dem ein deutscher Offizier dem transatlantischen Militär-Kapital-Komplex die Treue schwor – vorrangig vor dem nationalen Interesse. (Ganz zu schweigen davon: Wo bleibt bei all dem die Demokratie?)
Der Architekt
Schließlich müssen wir uns den Mann, den Vortragenden, selbst ansehen.
Damals (2017): Brigadegeneral Funke fungiert als Architekt und entwirft die Pläne für militarisierte Logistikkorridore. Heute (2025): Derselbe Mann, nun Generalleutnant Funke, ist Kommandeur des Unterstützungskommandos.
Das bedeutet, dass er nun für die Umsetzung genau jenes Plans verantwortlich ist, den er den Verbündeten vor acht Jahren 'verkauft' hat. Der Kreis schließt sich. Die Planungszelle ist zur Kommandozentrale geworden, und die Szenarien sind nun Teil unseres Alltags.
Daher sind die Schaffung eines Bunkerstaates, das präventive Ausschließen abweichender Meinungen, die Langsamkeit und das Schweigen bei der Umsetzung der Politik – all das – tatsächlich die Umsetzung einer Strategie und eines Plans. (Ist dies für die transatlantischen Eliten erfolgreich? Das ist eine ganz andere Frage.)
[1] https://security-network.com/operationsplan-deutschland-eine-einfuehrung/
[2] https://web.archive.org/web/20260323061157/https://neongraudev.security-network.com/opl...
[3] https://www.imi-online.de/2017/11/06/strategische-vorausschau-2040/
[4] https://www.garnertedarmstrong.org/leaked-german-military-doc-predicts-eu-collapse-rise...
[5] https://web.archive.org/web/20240207132145/https://www.german-foreign-policy.com/news/d...
Buchempfehlung: Rowan Allport – War Plan Taiwan OPLAN 5077 and the US Struggle for the Pacific (Naval Institute Press, 2026)
Link: https://substack.com/@nelbonilla/note/c-193882785
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Leute, die im Weg stehen oder es sich auch nur andeutet, (Pre Crime KI?) werden zur Seite geräumt
- Barschel (um was ging es, wer erinnert sich noch?)
- Edathy (NSU-Ausschuss)
- H.G. Maaßen (MSM erfundene faubulisierte Chemnitzer Hetzjagd - vollends fake! Maaßen sprach es aus!
- Hanning + Dankesreiter (...) allein schon beide! Ja klar, wenn ein Aserbaidschaner nach Top Secrets fragt, macht der immer eine Teambesprechungsanfrage - wahrscheinlich steckt die ganze Büroetage noch mit drin! Pruuuust!
Donnerstag, 8. Oktober 2026
Douglas Macgregor : Hide The Damage, Escalate The War
Freitag, 18. September 2026
„Ein Mann wie er sollte nicht Präsident sein“
Donnerstag, 17. September 2026
Douglas Macgregor : Iran Exposes Critical Weakness in U.S. Defenses
Freitag, 11. September 2026
Alexander Mercouris : The War That Reshapes the Global Order
Donnerstag, 10. September 2026
Douglas Macgregor : U.S. Defeated in Iran & Israel Will Not Survive
Mittwoch, 9. September 2026
Larry Johnson & Judge Napolitano : Putin’s Patience Is Over! Ukraine Faces Collapse
Sonntag, 6. September 2026
Prof. Jeffrey Sachs : The World Order Built on Lies Is Now Unravelling
@JimBillyRayBobThe grand chess board. For countries who find themselves on the receiving end of a US "national interests/security" project, it's a lot like playing chess against a pigeon. No matter how you frame it, explain the rules etc, in the end, the pigeon will jump onto the chessboard, upset all the pieces, crap all over the board, and fly away declaring itself the winner.(Das große Schachbrett. Für Länder, die sich im Visier eines US-amerikanischen Projekts zur „nationalen Interessen/Sicherheit“ wiederfinden, ist das, als würden sie Schach gegen eine Taube spielen. Egal, wie man es formuliert, die Regeln erklärt usw., am Ende springt die Taube aufs Schachbrett, wirft alle Figuren um, beschmutzt es und fliegt davon, um sich selbst zum Sieger zu erklären.)
Freitag, 4. September 2026
Douglas Macgregor : The Current State of America
America is not merely drifting. It is being spent into exhaustion, stretched across wars it cannot finish, and governed by people who refuse to tell the public what every soldier, worker, and parent already feels in their bones: the country is living beyond its means, fighting beyond its strength, and lying beyond its credibility. Col. Douglas Macgregor does not soften the picture. He names the debt as a crime scene, the endless foreign commitments as a slow suicide, and Washington’s denial as the most dangerous weapon pointed at the American people. This is not pessimism. It is a combat veteran’s after-action report on a nation that still pretends it is invincible while the foundation cracks underneath it.
Freitag, 28. August 2026
Lawrence Wilkerson : No Chance for US to Prevail in Iran
Donnerstag, 27. August 2026
Der kenntnisreiche Prof. John Mearsheimer (5) : The False Promise of Tactical Nuclear Weapons.
Es gibt deutliche Anzeichen dafür, dass die USA daran interessiert sind, ihre Optionen für den Einsatz ihres Nukleararsenals zu erweitern. Insbesondere scheint das Pentagon seine Abhängigkeit von taktischen Atomwaffen sowohl zur Abschreckung als auch zur Kriegsführung im Falle eines Scheiterns der Abschreckung zu erhöhen.Ich werde argumentieren, dass ein Krieg mit taktischen Atomwaffen kaum zu einem bedeutenden militärischen Sieg führen und katastrophale Folgen haben dürfte. Tatsächlich verfolgten die USA und die NATO in den 1950er Jahren im Kontext eines Krieges in Europa genau diese Option, nur um dann festzustellen, dass sie einen anderen Weg finden mussten, die Sowjetunion abzuschrecken und sie im Falle eines Scheiterns der Abschreckung zu bekämpfen. Die gleiche grundlegende Logik, die damals galt, gilt auch heute noch. Kurz gesagt: Taktische Atomwaffen sind keine kriegsentscheidenden Waffen.
@considerthis7680
Something that John failed to mention was that after the fall of the USSR, and many of the internal documents became available for study, there was little evidence found that the USSR had any intentions of invading Western Europe in the 50s and 60s, despite NATO's firm beliefs to the contrary. Much like now, the US and NATO were willing to go to nuclear war to fight a greatly exaggerated threat. If this is true, it begs the question, why? I.e., what drives the West to consistently see minor combatants as Sauron? Perhaps a military industrial complex that can't differentiate between a King snake and a Coral snake shouldn't be turned loose with multi-million dollar budgets and nuclear weapons. If you like other interesting military plans from back in the day, look up Operation Dropshot -- where the US thought about doing to the USSR what Israel has done to Gaza, but with nuclear weapons.(John hat unerwähnt gelassen, dass nach dem Zerfall der UdSSR und der Freigabe vieler interner Dokumente kaum Beweise dafür gefunden wurden, dass die UdSSR in den 50er- und 60er-Jahren tatsächlich Invasionsabsichten in Westeuropa hegte – entgegen der festen Überzeugung der NATO. Ähnlich wie heute waren die USA und die NATO bereit, einen Atomkrieg zu führen, um eine stark übertriebene Bedrohung abzuwehren. Wenn das stimmt, stellt sich die Frage: Warum? Was treibt den Westen dazu, kleinere Konfliktparteien immer wieder als Sauron zu sehen? Vielleicht sollte man einem militärisch-industriellen Komplex, der nicht zwischen einer Königsnatter und einer Korallenschlange unterscheiden kann, nicht Millionenbudgets und Atomwaffen anvertrauen. Wer sich für andere interessante Militärpläne aus dieser Zeit interessiert, sollte sich die Operation Dropshot ansehen – die USA erwogen, der UdSSR das anzutun, was Israel mit Gaza gemacht hat, nur eben mit Atomwaffen.)
Wir leben, ich muß mich leider wiederholen, tatsächlich am Anbruch "interessanter Zeiten", wie der bekannte chinesische Fluch lautet ...
Peter Kuznick : Entering the Age of Nuclear Wars
Unterm Video steht (neben vielen Danksagungen an die Interviewpartner) zwei ausserordentlich beunruhigende Kommentarpostings:
@spiroraftopoulos7850
America and Israel are the instigators of nuclear war should we enter this stage in the next few months. Just look at their genocidal behavior, the shambles of their economies, and the bankruptcy of their morality and criminal behavior as indicators. 🇺🇸🇮🇱
@canozgurdogan
Every time I see deep historical and geopolitical breakdowns exposing how treaties are dis-mantled and public perception is conditioned to accept endless war, my mind goes straight to Project Veilgate by Kaiven Morric. Bro, that book gave me a whole new perspective on the hidden forces driving international conflict and nuclear brinkmanship. Kaiven leaked raw documentation on covert defense contracts, institutional war game models, and suppressed archives that main-stream corporate media refuses to touch. The fact that Amazon pulled the book down almost immediately after release only confirmed how heavy the content really was. Definitely one of the most eye-opening things I've ever read.
Montag, 24. August 2026
Col. Douglas Macgregor : Die Konflikte verschmelzen, Amerika sitzt in der Falle, Dollar-Implosion
Sonntag, 23. August 2026
Die sich vergrößernde Gefahr von Atomwaffen und ihrer Verwendung in Europa
Dieser Bericht ließ mich aufhorchen, - denn es wird eigentlich kaum darüber in den staatlich finanzierten MSM berichtet. Aber diese Meldung entspricht der Wahrheit, ich hab‘s überprüft. Sogar KI gibt es zu. Mit einigen wenigen Kürzungen drucke ich diesen Artikel ab, den ich hier entdeckt habe:
https://www.infosperber.ch/politik/
Dass die Nato nicht nur konventionell, sondern auch nuklear weiter aufrüsten werde, hatte Nato-Generalsekretär Mark Rutte schon am 21./22. April anlässlich des diesjährigen Nato Nuclear Policy Symposiums angedeutet, zu dem rund 150 Experten aus den Mitgliedstaaten in Istanbul zusammengekommen waren. «In Zeiten großer Instabilität», äußerte Rutte damals, nehme auch «die Bedeutung nuklearer Abschreckung zu»; man müsse deshalb dafür sorgen, dass die Abschreckung «glaubwürdig, sicher und wirksam» bleibe. In diesem Kontext werde man «wichtige Entscheidungen» treffen müssen – «unter anderem darüber, wie sich die nukleare Aufstellung der Nato weiter an das sich verschlechternde Sicherheitsumfeld anpassen muss».
Zwei Monate später, am 18. Juni, bekräftigte die Nuclear Planning Group der Nato nach ihrem regulären Jahrestreffen in Brüssel, man sei mittlerweile dabei, «die nuklearen Fähigkeiten der Nato zu modernisieren» und ihre «nuklearen Planungsfähigkeiten zu stärken. In die benötigten «Fähigkeiten» werde man entsprechend «investieren».
«Taktische» Einsätze
Bei der Modernisierung, die bereits im Gang ist, handelt es sich zum einen um die Ersetzung alter durch neue US-Atombomben, die im Rahmen der «nuklearen Teilhabe» in fünf Ländern Europas lagern. Sie ist, wie aus Äußerungen hochrangiger Militärs hervorgeht – Experten bestätigen dies –, inzwischen abgeschlossen. Konkret sind alte B61-Bomben durch neue vom Typ B61-12 ersetzt worden.
Die B61-12 sind deutlich zielsicherer als ihr Vorgängermodell; sie lassen sich zudem skalieren, also mit unterschiedlicher Sprengwirkung einsetzen. Wie Fachleute bestätigen, können sie somit prinzipiell auch «taktisch» eingesetzt werden, so etwa, um feindliche Kommandozentralen und andere militärische Infrastruktur zu zerstören, aber auch, um Ansammlungen feindlicher Streitkräfte zu vernichten. Sogar Einsätze auf dem Schlachtfeld sind prinzipiell denkbar. Damit sinkt die Hemmschwelle zu ihrer Nutzung – und die Atomkriegsgefahr nimmt zu.
Die fraglichen US-Bomben sind auf Flugplätzen in Büchel in der Eifel, in Kleine Brogel in Belgien, in Volkel in den Niederlanden, in Aviano und Ghedi in Italien sowie in İncirlik in der Türkei stationiert. Insgesamt soll es sich Experten zufolge derzeit um rund 100 jederzeit einsatzfähige Atombomben handeln. Für Büchel wurde bislang die Zahl 20 genannt.
Milliarden für Büchel
Mit der Umrüstung auf die neuen Bomben vom Typ B61-12 sind weitere modernisierende Maßnahmen verbunden. Dazu zählt insbesondere die Umstellung auf neue US-Kampfjets des Modells F-35. Alle Streitkräfte, die in die nukleare Teilhabe integriert sind, besitzen bereits F-35-Jets oder sind dabei, sie zu erwerben – auch die deutsche Bundeswehr, die für zehn Milliarden Euro 35 F-35-Jets erwirbt.
Für den Betrieb der F-35 wiederum muss der Fliegerhorst Büchel umfassend umgebaut werden. Unter anderem benötigt er eine völlig neue Infrastruktur für die Einsatzsteuerung. Die Umbauten sollen spätestens 2027 abgeschlossen sein. Der starke Zeitdruck sowie spezielle Sicherheits-vorgaben der Vereinigten Staaten – so darf zum Beispiel nicht einmal Stahl aus chinesischer Herstellung genutzt werden – treiben mittlerweile die Kosten rasant in die Höhe. Gingen die Planungen zunächst von Kosten von gut 700 Millionen Euro aus, so war bald schon von 1,1 Milliarden Euro die Rede. Im Juli vergangenen Jahres räumte das Verteidigungsministerium ein, der Endpreis werde wohl sogar auf zwei Milliarden Euro steigen.
An der Grenze zu Russland
Im Rahmen ihrer weiteren nuklearen Aufrüstung zieht die Nato, wie am Freitag berichtet wurde, auch die Einrichtung neuer Stationierungsorte in Betracht. In Großbritannien wird der Plan Berichten zufolge bereits realisiert. Schon im Sommer vergangenen Jahres hatten Rüstungsgegner mitgeteilt, man verfüge über klare Hinweise darauf, dass auf die Air Base Lakenheath nordöstlich von Cambridge B61-12-Bomben verbracht worden seien. Es wäre das erste Mal seit 2008, dass US-Atomwaffen wieder in Großbritannien lagern.
Inzwischen gehen Experten allgemein davon aus, dass US-Atombomben in Lakenheath angekommen sind. Die Luftwaffenbasis war 2021 die erste in Europa, auf der US-Kampfjets vom Typ F-35 stationiert wurde. Mit den neuen B61-12 ist das Vereinigte Königreich das sechste Land in Europa, in dem US-Atombomben lagern. Weitere könnten, wie Nato-Generalsekretär Rutte in einem Gespräch mit der Deutschen Depeschenagentur explizit nicht ausschloss, folgen. Genannt werden mögliche Standorte in Finnland, Litauen und Polen, alle an oder nahe der Grenze zu Russland.
Das Ende der Rüstungskontrolle
Experten urteilen, insgesamt könnten 100 bis 150 Atombomben vom Typ B61-12 zusätzlich in Europa stationiert werden. Parallel hat auch Frankreich angekündigt, seine Bestände an Kernwaffen aufzustocken. Über die genaue Zahl will Paris keine Informationen veröffentlichen – mit dem erklärten Ziel, den Gegner, also Russland, im Unklaren zu lassen. Auch bei der Nato wird Berichten zufolge darüber nachgedacht, keine Details über die in Aussicht stehende nukleare Aufrüstung vorzulegen. Als Grund wird gleichfalls das Vorhaben genannt, in Moskau Unge-wissheit zu schüren. (*)
Während dies als strategischer Vorteil angepriesen wird, erhöht es faktisch die Unsicherheit in Europa noch mehr, zumal stark davon auszugehen ist, dass Russland reziprok reagiert, seinerseits Atomwaffen in größerer Nähe zu Westeuropa stationiert und den Westen auch im Unklaren lässt.
Dies geschieht, nachdem die Vereinigten Staaten systematisch die nukleare Rüstungskontrolle ruiniert haben, indem sie alle einschlägigen Abkommen auslaufen ließen, zuletzt New Start, das am 5. Februar dieses Jahres formal ungültig wurde. Alistair Burnett von der International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN) konstatiert: «Kein einziges der Abkommen über atomare Rüstungskontrolle gilt mehr.»
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(*) Ich lach' mich krank, wenn es nicht so fatal wäre! Als wenn es keine Auslandsgeheimdienste gäbe.
Dieses Thema wird auch in anderen Ländern diskutiert. In meinen Augen besorgniserregend diskutiert:
https://www.deutschlandfunk.de/atomwaffen-europa-100.html
und auch hier:
Montag, 17. August 2026
Rheinmetall, einmal anders betrachtet
Sehr geehrter Herr Minister,
Ich will Ihnen eine Nachhilfestunde der Geschichte geben, in diesem Fall der Geschichte des Konzerns Rheinmetall:
Das deutsche Rüstungsunternehmen Rheinmetall wurde 1889 in Dortmund gegründet und produzierte neben anderen Artikeln hauptsächlich Rüstungsgüter. Das Unternehmen wurde später nach Düsseldorf und dann Berlin verlegt. Bis in die 1930er Jahre verlagerten sich diese Schwerpunkte immer wieder – bis im Zweiten Weltkrieg fast vollständig auf Waffenproduktion umgeschwenkt wurde. Durch die massenweise Produktion von Waffen und Munition jeder Größe und Art und deren Einsatz an den verschiedenen Fronten in Ost und West trug auch die deutsche Rüstungsindustrie zur Verlängerung des Weltkrieges bei.
Dazu gehörte auch der massenweise Einsatz von Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen, und zwar sowohl von deportierten Menschen aus den von der Wehrmacht besetzten Ländern in West- und Osteuropa als auch von Kriegsgefangenen, besonders aus der Sowjetunion. Auch deutsche und ausländische jüdische KZ-Häftlinge wurden in den Werken der Rheinmetall-Borsig AG unter unwürdigen Umständen zur Arbeit gezwungen, wobei viele von ihnen ums Leben kamen. Unter unmenschlichen Bedingungen arbeiteten die Zwangsarbeiter dort lange Schichten. Hunger, Krankheiten und Gewalt forderten zahlreiche Opfer, viele Häftlinge überlebten die schweren Lebens- und Arbeitsbedingungen nicht.
Der moderne Konzern Rheinmetall ist sich also bewusst, dass er während der NS-Zeit von Zwangsarbeit profitiert hat – bemüht sich aber mehr schlecht als recht um wirkliche Aufarbeitung. Die Darstellung der Situation der Zwangsarbeiter sei unseriös und verharmlosend und spiele die Rolle des Konzerns herunter – auch, weil oft betont werde, dass der Konzern sich nicht gegen die Verstaatlichung hätte wehren können. Eine Argumentation, die Rheinmetall nach dem Krieg oft vertrat, um Verantwortung abzuwenden. Auch an anderer Stelle, zum Beispiel wenn es um die Behandlung der KZ-Häftlinge durch die SS ging, weise das Unternehmen die Verantwortung für Taten, die auf den eigenen Werksgeländen passiert seien, von sich.
Unter dem Druck der öffentlichen Meinung hat der Konzern 2014 eine Festschrift vorgelegt, worin auch zu diesem Thema Stellung bezogen wurde. Das Thema der Zwangsarbeiter wurde aber verharmlost und nur lückenhaft dargestellt. Es wird auch sehr undifferenziert über die verschiedenen Gruppen von Zwangsarbeiter berichtet, obwohl man seit den ersten Studien weiß, dass mit Zwangsarbeitenden unterschiedlich umgegangen wurde: Die aus westlichen Ländern wurden cum grano salis besser behandelt als die aus den osteuropäischen Besatzungsgebieten. Sowjetische Kriegsgefangene und natürlich auch KZ-Häftlinge wurden ganz miserabel behandelt, ebenso die italienischen „Militärinternierten“, denen man am Ende des Krieges sogar den Status als Kriegsgefangene verweigerte.
Allein der niedersächsische Standort Unterlüß in der Lüneburger Heide war von Lagern mit Tausenden Insassen umgeben. Viele von ihnen, darunter vor allem Personen jüdischen Glaubens aus Ungarn, wurden bei Rheinmetall eingesetzt. Auch Zwangsarbeiter vom Außenlager Tannenberg des Konzentrationslagers Bergen-Belsen kamen bei Rheinmetall zum Einsatz. Teilweise wurden diese auch von Auschwitz nach Niedersachsen verlegt.
Fazit: Eine kritische Aufarbeitung der Geschichte, in welchem Ausmaß das Unternehmen von der NS-Zeit profitierte, wie und ob Zwangsarbeiter durch das Unternehmen entschädigt wurden, wird nicht im Text der Festschrift erwähnt.
Soviel zur Geschichte. Wie funktioniert der Konzern aber heute:
Rheinmetall ist ein großer deutscher Rüstungskonzern, der Waffen, Militärfahrzeuge und Munition herstellt. Das Unternehmen profitiert wirtschaftlich von Kriegen, da es Streitkräfte wie die Bundeswehr und verbündete Staaten mit Kriegsmaterial beliefert. Rheinmetall liefert im großen Stil Ausrüstung und Munition an die Ukraine und verzeichnet durch die weltweite Aufrüstung stark steigende Umsätze.
Rheinmetall in den vergangenen Jahren zu einem der am stärksten wachsenden Industrieunternehmen in Deutschland gemacht. Rekordbudgets der NATO-Staaten, massive Nachbestellungen von Artilleriemunition und der Bau neuer Kapazitäten wie im niedersächsischen Unterlüss ließen den Auftragsbestand auf Rekordhöhen steigen, führten zum DAX-Aufstieg und veränderten auch das gesellschaftliche Image der Rüstungsbranche grundlegend.
Waffen von Rheinmetall kommen nach Konzernangaben auch im Irankrieg zum Einsatz. Das Unternehmen will etwa den USA helfen, ihre durch die heftigen Angriffe auf Iran geleerten Raketenarsenale wieder aufzufüllen. Der Auftragsbestand (Backlog) könne sich bis Jahresende auf 135 Milliarden Euro mehr als verdoppeln.
Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall will nach seinem Umsatz- und Gewinnplus 2025 auch dieses Jahr deutlich wachsen. Der Konzernumsatz werde um 40 bis 45 Prozent auf 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro steigen, teilte das Unternehmen angesichts der Ausbreitung weltweiter Krisen und Kriege mit. Die operative Marge im Konzern solle auf 19 Prozent klettern, nach 18,5 Prozent im Jahr 2025.
Zusammenfassend kann man sagen:
Es ist für das Unternehmen außerordentlich förderlich, dass vom Westen die kriegerische Auseinandersetzung durch die immensen Waffenlieferungen an die Ukraine am Leben erhalten wird, denn nur so erklären sich die immensen Gewinne des Konzerns. Niemand fragt dabei nach den Schattenseiten dieser Strategie. Niemand fragt nach den Zwangsarbeitern im Naziregime, oder nach den Toten des russisch-ukrainischen Krieges. Anstelle dessen werden stolz die militärischen Ausrüstungen präsentiert, um von den Schattenseiten des Konzerns abzulenken.
Daher beglückwünsche ich Sie, Herr Minister, dass Sie mit solchen Konzernen zusammenarbeiten und die Vertreter als seriöse Gesprächspartner begrüßen. Aber ich habe noch den Rat meiner verstorbenen Mutter in Erinnerung, die mir immer sagte:
„Sage mir, mit wem Du gehst, und ich sage Dir, wer Du bist!“
Zum Abschluss noch einige Links auf Fotos mit Originalaufnahmen der Firma Rheinmetall aus der NS-Zeit.
https://www.directupload.eu/file/d/9376/otomlj5j_jpg.htm
https://www.directupload.eu/file/d/9376/u2t8si9w_webp.htm
https://www.directupload.eu/file/d/9376/qt79guq4_jpg.htm
https://www.directupload.eu/file/d/9376/csr9tnfm_png.htm
https://www.directupload.eu/file/d/9376/apspyuy2_jpg.htm
https://www.directupload.eu/file/d/9376/6k65i7w4_jpg.htm
Mittwoch, 12. August 2026
Where is Spiderman? Or: Iran – The Search for an Honourable Defeat
Dienstag, 11. August 2026
Ein Nachtrag zur Antonow in Leipzig und zu den jüngsten Drohnen-Vorfällen
In Rumänien spricht die Regierung von mutmaßlicher russischer Drohne, aber die Bulgaren sagen die Wahrheit. Eine Meldung dazu (übersetzt):
"Die Ukraine hat auf den Absturz einer Drohne am Samstag in der Nähe der Grenze zu Rumänien und einer strategisch wichtigen Gasleitung reagiert. „Die ukrainische Armee hat kein Fluggerät absichtlich in Richtung Bulgarien gelenkt“, teilten die Behörden mit.
Zudem wurde die ukrainische Botschafterin ins bulgarische Außenministerium einbestellt." (Quelle)
Samstag, 25. Juli 2026
Prof. Glenn Diesen : Will Putin Attack His NATO Tormentors?
@joehenderson8939The endemic hatred of Russia is engrained in all politicians of just about all nations stemming from the cold war with the USSR. The Federation is very different and Putin explained a lot of it in his interview with Tucker Carlson. Our collective intelligence agencies are built around defeating Russia and Iran in the US. The citizens have little say in government's decisions about Foreign Relations. Trump's administration has exposed how corrupted our government is with Israel ideology. AIPAC has a death grip on our congress and our government is on the cusp of being controlled by the tiny Zionist nation.
