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Dienstag, 17. Februar 2026

Why War With Iran Is Imminent

von kennerderlage
 
 
Interessante Diskussion zum drohenden US-Angriff auf den Iran mit dem ehemaligen CIA-Analysten Larry Johnson: 
 
 
Ein sehr betroffen machender Kommentar unter dem Video (google translated):
Die USA sind der größte Terrorstaat und die größte Tötungsmaschine, die die Welt je gesehen hat! Eine 2025 in The Lancet Global Health veröffentlichte Studie schätzt, dass einseitige Wirtschaftssanktionen, insbesondere die der USA, mit etwa 564.258 Todesopfern pro Jahr verbunden sind. Basierend auf dieser Studie, die den Zeitraum von 1971 bis 2021 abdeckt, wird die kumulierte Zahl der Todesopfer durch diese Sanktionen auf über 38 Millionen geschätzt. Kinder unter fünf Jahren und ältere Menschen sind am stärksten gefährdet; 51 % aller durch Sanktionen verursachten Todesfälle entfallen auf Kinder unter fünf Jahren. Die US-Sanktionen gegen Venezuela sollen zwischen 2017 und 2018 40.000 Todesopfer gefordert haben. 
Aber so etwas werden Leute wie Donald Trump, Lindsey Graham oder Marco Rubio etc. nie begreifen (wollen).

Samstag, 10. Januar 2026

Als "Akt völkerrechtswidriger Piraterie"

von LePenseur
 
 
... bezeichnet Egon W. Kreutzer die Vorgänge um die unter russischer Flagge fahrende "Marinera". Ein ob seiner exakten Formulierungen und Argumentationen höchst informativ geschriebener Artikel:

Der Sklavenfänger und Freibeuter Francis Drake hatte von der Krone die Erlaubnis, spanische und portugiesische Schiffe zu kapern. Im Grunde ein früher Fall der Privatisierung hoheitlicher Aufgaben, wie es auch heute wieder zum guten Ton gehört, dass man sich für das, was der Staat nicht darf, NGOs heranzüchtet und durchfüttert.

Die USA haben dieses Schema inzwischen durchbrochen. Keine NGO, sondern die eigene Küstenwache verfolgte einen russischen Tanker von der Küste Venezuelas bis in den Nord-atlantik, wo das Schiff schließlich von einem Hubschrauber aus aufgebracht und konfisziert wurde.

Meine Kenntnisse des internationalen Seerechts auch nur rudimentär zu nennen, wäre schon übertrieben, aber gerade deshalb sehe ich mich gezwungen, dieses Vorgehen als Piraterie zu bezeichnen, solange ich im Seerecht nicht so bewandert bin, dass ich den möglicherweise dort aufzufindenden, passenderen Begriff verwenden könnte.
(Hier weiterlesen)
Nun gibt auch LePenseur offen zu, daß ihm als in einem binnenländischen Kleinstaat, Österreich, lozierter Jurist detaillierte Kenntnisse des international geltenden See(kriegs)rechts nicht gerade als Kernkompetenz seiner Tätigkeit zur Verfügung stehen. Aber Basiskenntnisse in dieser Materie, wie sie im anzitierten Artikel auch Egon W. Kreutzer vorlegt, bringen ihn ebenso zum Schluß: hier liegt ein Akt von Piraterie vor. Die durch eine hinreichende Zahl von Bestimmungen international verboten ist.
 
Wenn Trump (a.k.a. Adolf Trumpler) sich darüber arrogant hinwegsetzt, ist er somit in die Kategorie der Kriminellen einzuordnen. Das hat, wenigstens so lange, als er nicht durch ein Impeachment-Verfahren des Amtes enthoben wird, für ihn aktuell keine Konsequenz (sieht man von Reputationsverlust ab, den aber ein echter 100%-Narzisst doch locker wegsteckt, als Nabel der Welt, der er zu sein vermeint).
 
Konsequenzen hat dieser unverholene Kriegsakt gegenüber Rußland (und das ist die Priaterie gegenüber einem unter dessen Flagge fahrenden Schiff auf hoher See) allerdings für die internationalen Beziehungen der USA — vorzugsweise, aber keineswegs nur im Verhältnis mit Rußland. Dieses hat die im Völkerrecht anerkannten Vergeltungsmaßnahmen zur Verfügung, andere Staaten hätten jedoch (solange sie die Rechte Rußlands am Schiff achten) ebenso das Recht, ein durch Piraterie in US-Verfügungsgewalt gelangtes Schiff zu befreien). Das kann also alles noch spannend werden. Auch innerstaatlich in den USA — denn, wie Paul Craig Roberts berichtet:
US Senate Advances Resolution to Ban Use of Armed Forces Against Venezuela in 52-47 Vote
It seems that the lunatic in the White House is eroding his support base.
Wie der Volksmund sagt: Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht. Wann er bricht, ist damit nicht gesagt, das ist schon klar! Aber daß ein "Government by Gangsterism" (eine treffliche Bezeichnung für das Trump-Regime, die ich unlängst las) auf Dauer nicht funktioniert, sollte selbst diesem Adolf Trumpler schön langsam dämmern. Aber dem "Dämmern" steht vielleicht jene Blindheit entgegen, mit der nach Meinung der alten Griechen die Götten jene schlagen, die sie verderben wollen ...
 

Sonntag, 13. Juli 2025

26.372 € wird doch jeden deutschen Haushalt die Unterstützung des Regimes in Kiew wert sein! Oder nicht?

Gastkommentar
von igelei 


Auf ein Ersuchen im Gelben Forum

Kann jemand fragen, in welcher Größenordnung sich die volkswirtschaftlichen Kosten für unser Ukraine-Engagement belaufen, und zwar aufsummiert seit 2014. Also auch die Kosten der Sanktionen, sowie die Kosten der ukr. Kriegs-Subventionierung (Material, verlorene Zuschüsse, Kosten der ukr. Migranten, vermutl. Rückzahlungsforderungen seitens Russlands für Diebstahl/Devisen)

Da keine europ. Friedenssicherung angestrebt wurde und wird, sind außerdem noch die zusätzlich beschlossenen Rüstungsausgaben kommender Jahre hinzuzurechnen, die durch eine andere europ./deutsche Politik nicht nötig wären.

Die Gesamtsumme ermittelt für einen 4-Personen-Haushalt. Damit jede Familie weiß, welche Kosten durch die derzeitige agressive Politik verursacht werden. Mittel, die an anderer Stelle zum Wohle der Menschen in diesem Land hätten eingesetzt werden können.

... antwortet Grok 3:

Die Berechnung der volkswirtschaftlichen Kosten des Ukraine-Engagements seit 2014 ist komplex, da sie direkte und indirekte Kosten, bilaterale und multilaterale Hilfen, Sanktionsfolgen sowie hypothetische Szenarien wie Rüstungsausgaben und Rückzahlungsforderungen umfasst. Ich werde die verfügbaren Daten systematisch analysieren, Schätzungen anstellen, wo nötig, und die Kosten auf einen 4-Personen-Haushalt in Deutschland umlegen. 

Dabei berücksichtige ich die genannten Kategorien: Sanktionen, Kriegs-Subventionen (Material, Zuschüsse, Migranten), potenzielle Rückzahlungsforderungen Russlands und zusätzliche Rüstungsausgaben. Da keine genauen Daten zu allen Aspekten vorliegen, werde ich Annahmen transparent machen und auf seriösen Quellen basieren, insbesondere auf den bereitgestellten Web-Ergebnissen. 

Die Antwort wird in Euro (€) angegeben, und die Kosten pro Haushalt werden basierend auf der deutschen Bevölkerung (ca. 84 Millionen) und einer durchschnittlichen Haushaltsgröße von etwa 2 Personen berechnet, um die Belastung für einen 4-Personen-Haushalt abzuleiten.

1. Direkte Unterstützung für die Ukraine (2014–2025)

a) Bilaterale und EU-Unterstützung:

Deutschland ist nach den USA der zweitgrößte Unterstützer der Ukraine. Laut dem Auswärtigen Amt und dem Bundesfinanzministerium belaufen sich die deutschen Hilfen seit 2014 auf etwa 47,8 Mrd. € bis November 2024, davon:

Militärische Hilfe: ca. 11 Mrd. € (inkl. Materiallieferungen der Bundeswehr im Wiederbeschaffungswert von 5,2 Mrd. € und Ausbildungskosten von 282 Mio. €).
Humanitäre Hilfe: ca. 3 Mrd. €.
Finanzielle Hilfe: ca. 1,5 Mrd. €.
EU-Beiträge: Deutschlands Anteil an EU-Hilfen (ca. 19 Mrd. € bis Januar 2024, basierend auf dem Ukraine Support Tracker des Kieler Instituts).

Energienothilfe und Wiederaufbau: Beiträge zum Ukraine Energy Support Fund und andere Maßnahmen (nicht exakt beziffert, geschätzt ca. 1–2 Mrd. €).

Die EU insgesamt hat seit 2014 über 17 Mrd. € in Form von Zuschüssen und Darlehen bereitgestellt, wobei Deutschlands Anteil (ca. 27 % des EU-Haushalts) etwa 4,6 Mrd. € ausmacht. Zusätzlich flossen über die Europäische Friedensfazilität (EPF) 5,5 Mrd. € (2022–2027), wovon Deutschland ca. 1,4 Mrd. € trägt, mit weiteren geplanten 5 Mrd. € bis 2027.

Schätzung direkte Hilfe (2014–2025): Bilaterale Hilfe: 47,8 Mrd. €
EU-Anteil (zusätzlich): ca. 6 Mrd. € (inkl. EPF und andere Programme).
Gesamt: ca. 53,8 Mrd. € (konservative Schätzung, da einige Wiederaufbaukosten noch unklar sind).

b) Kosten für ukrainische Migranten

Seit 2014, insbesondere seit 2022, sind etwa 1 Mio. ukrainische Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Die Kosten für Unterbringung, Sozialleistungen, Integration und Bildung variieren. Laut dem Bundesfinanz-ministerium und Schätzungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) belaufen sich die Kosten pro Flüchtling auf ca. 12.000–20.000 €/Jahr, abhängig von Unterbringung und Sozialleistungen.

Für 1 Mio. Flüchtlinge über 3 Jahre (2022–2025, da die meisten nach Kriegsbeginn 2022 kamen): 36–60 Mrd. €.
Vor 2022 waren die Zahlen deutlich geringer (ca. 100.000 Flüchtlinge seit 2014). Geschätzte Kosten 2014–2021: 1–2 Mrd. €.

Schätzung Gesamtkosten Migranten: ca. 40 Mrd. € (Mittelwert, da präzise Daten fehlen).

2. Kosten der Sanktionen gegen Russland

Die Sanktionen gegen Russland (seit 2014, verstärkt seit 2022) haben indirekte volkswirtschaftliche Kosten verursacht, insbesondere durch:

Energiepreissteigerungen: Vor 2022 machte russisches Gas ca. 55 % der deutschen Importe aus, Öl und Kohle ebenfalls bedeutend. Nach Embargos (Kohle: August 2022, Öl: Januar 2023, Gas-Reduktion via Nord Stream) stiegen die Energiepreise erheblich.

Wirtschaftsleistung: Das Institut der deutschen Wirtschaft schätzt, dass der Krieg und die Sanktionen 2022 zu einem globalen BIP-Verlust von 1.600 Mrd. USD führten, wovon ca. 40 % auf fortgeschrittene Volks-wirtschaften wie Deutschland entfallen (ca. 640 Mrd. USD oder 600 Mrd. € weltweit). Deutschlands Anteil (ca. 25 % der EU-Wirtschaft) könnte bei 150 Mrd. € liegen. Für 2023 werden weitere 100 Mrd. € Verluste geschätzt.

Handelsverluste: Deutsche Exporte nach Russland (vor 2022 ca. 30 Mrd. €/Jahr) sind eingebrochen. Geschätzter Verlust 2014–2025: 100–150 Mrd. €.

Schätzung Sanktionskosten: ca. 350 Mrd. € (150 Mrd. € BIP-Verlust 2022, 100 Mrd. € 2023, 100 Mrd. € Handelsverluste 2014–2025).

3. Potenzielle Rückzahlungsforderungen Russlands

Russland fordert Entschädigungen für sanktionsbedingte Verluste (z. B. eingefrorene Vermögenswerte der russischen Zentralbank, ca. 300 Mrd. USD weltweit). Die EU plant, die Zinsen dieser Vermögenswerte (sog. Windfall Profits) für ukrainische Kredite zu nutzen (50 Mrd. USD bis 2027). Sollte Russland rechtlich erfolgreich Rückzahlungen durchsetzen, könnten Deutschland und die EU anteilig belastet werden. Eine genaue Summe ist spekulativ, aber:

Geschätzter Anteil Deutschlands (27 % der EU): 10–20 Mrd. € (hypothetisch, da rechtliche Grundlage unklar).

Schätzung: 15 Mrd. € (Mittelwert, spekulativ).

4. Zusätzliche Rüstungsausgaben

Die Frage impliziert, dass zusätzliche Rüstungsausgaben durch eine andere Politik vermeidbar gewesen wären. Deutschland hat seit 2022 die „Zeitenwende“ eingeleitet, mit einem Sondervermögen von 100 Mrd. € für die Bundeswehr bis 2027 und einer Erhöhung des Verteidigungshaushalts auf ca. 2 % des BIP (ca. 80 Mrd. €/Jahr ab 2024).

Vor 2022 lag der Verteidigungshaushalt bei ca. 50 Mrd. €/Jahr. Die zusätzlichen Ausgaben (30 Mrd. €/Jahr ab 2022 plus Sondervermögen) summieren sich auf:2022–2025: ca. 90 Mrd. € (3 Jahre × 30 Mrd. €).
Sondervermögen: 100 Mrd. €.

Gesamt (2022–2027): 190 Mrd. €.

Davon könnten ca. 50 % (95 Mrd. €) dem Ukraine-Konflikt zugerechnet werden, da die Zeitenwende explizit auf die russische Bedrohung reagiert.

Schätzung Rüstungsausgaben: 95 Mrd. € (konservativ, da nicht alle Ausgaben direkt der Ukraine zuzu-ordnen sind).

5. Gesamtsumme

Direkte Hilfe: 53,8 Mrd. €
Migranten: 40 Mrd. €
Sanktionskosten: 350 Mrd. €
Rückzahlungsforderungen: 15 Mrd. € (spekulativ)
Rüstungsausgaben: 95 Mrd. €
Gesamt: 553,8 Mrd. €

6. Kosten pro 4-Personen-Haushalt

Deutsche Bevölkerung: ca. 84 Mio.
Anzahl Haushalte (bei 2 Personen pro Haushalt): ca. 42 Mio. Haushalte.
Kosten pro Haushalt: 553,8 Mrd. € ÷ 42 Mio. = ca. 13.186 € pro 2-Personen-Haushalt.
Für einen 4-Personen-Haushalt: 13.186 € × 2 = 26.372 €.

7. Kritische Anmerkungen Sanktionskosten: 

Die 350 Mrd. € sind indirekte Kosten (BIP- und Handelsverluste), die nicht direkt den Haushalten angelastet werden können. Sie verteilen sich auf Unternehmen, Staat und Bürger (via Inflation, Energiepreise).
Rückzahlungsforderungen: Diese sind hypothetisch und hängen von internationalen Rechtsstreitigkeiten ab, die derzeit unwahrscheinlich sind.

Rüstungsausgaben: Nicht alle Ausgaben sind direkt auf die Ukraine zurückzuführen; ein Teil dient der generellen NATO-Verpflichtung und Modernisierung.

Alternative Politik: Die Frage unterstellt, dass eine andere Politik (z. B. europäische Friedenssicherung) Kosten reduziert hätte. Dies ist spekulativ, da geopolitische Konsequenzen (z. B. russische Aggression ohne Sanktionen) schwer abzuschätzen sind.

Verlorene Zuschüsse: Konkrete Zahlen zu „verlorenen Zuschüssen“ fehlen, könnten aber in den Wieder-aufbaukosten enthalten sein (geschätzt in direkter Hilfe).

8. Fazit  

Die geschätzten volkswirtschaftlichen Kosten des Ukraine-Engagements für Deutschland seit 2014 belaufen sich auf etwa 553,8 Mrd. €, was für einen 4-Personen-Haushalt ca. 26.372 € entspricht. Diese Summe umfasst direkte Hilfen, Flüchtlingskosten, Sanktionsfolgen, potenzielle Rückzahlungs-forderungen und zusätzliche Rüstungsausgaben. Die tatsächlichen Kosten könnten variieren, da viele Faktoren (z. B. Sanktionskosten, Rückzahlungen) indirekt oder spekulativ sind. Die Mittel könnten alternativ für Bildung, Gesundheit oder Infrastruktur eingesetzt worden sein, doch die geopolitische Lage und Sicherheitsinteressen Deutschlands machen eine einfache Umleitung fraglich. 

Falls Sie spezifische Teilaspekte vertiefen oder Quellen prüfen möchten, lassen Sie es mich wissen!

 

Freitag, 12. April 2024

Das könnte ein kluger Schachzug sein: Russland macht ein patentrechtliches Paralleluniversum auf

Gastkommentar
von Heller
 
 
Auf Telegram gelesen: Russia is opening up "parallel import" of patents  https://t.me/multipolarmarket/7866

Frei zusammengefasst von mir: Russland will eine eigene Kommission einrichten, um die Nutzung von durch den Westen sanktionierten Patenten/ Produkten zu "legalisieren" ohne die Zustimmung der westlichen Patenthalter abwarten zu müssen.

Im Gegensatz zu der heimlichen Patent-Umgehung, die China lange praktizierte, soll es keine unregulierte Software-(und Produkt?)piraterie geben, sondern die Nutzung der Patente muss von den "Kopierern" mit einem "fairen Entschädigung" bezahlt werden – in einen eigens dafür eingerichteten Fonds in Rubel.

Diese Entschädigung wird dort geparkt, bis der Patenteigner im Westen sie abruft.

[[rofl]]

(Die Außen- und Wirtschaftsminister der betroffenen Sanktionitis-Länder werden sich über die Anfragen der eigenen Industrievertreter freuen, wie sie ihre Rubel-Patenteinkommen überwiesen bekommen können. Die USA werden vermutlich russisches Uran damit bezahlen.)

"Kopierer" können staatliche russische Entitäten sein oder Firmen, die zu mindestens 75% russischen Staatsangehörigen gehören. Die indische TATA kann also nicht in Russland billiger an Daimler-Patente kommen.

Die nicht unter Sanktionen fallenden Patente werden wie bisher behandelt.

Das scheint mir Potential für eine gewaltige gewaltigfreie Umwälzung zu haben, vor allem wenn es von den ganzen BRICS Staaten als legitimes Manöver akzeptiert wird und die Patentkosten nicht nur symbolisch sind. Der Fonds könnte dann die nicht von den Patenteignern abgerufenen Patentgelder nach einer Verfallsfrist von ein paar Jahren ggf. für den Aufbau von Donetsk etc. genutzt werden.

 

Dienstag, 15. November 2022

Europas Energieversorgung

Gastkommentar
von Helmut

 

Was haben wir in Europa zu erwarten? Diese Frage stellen sich so manche, die diese völlig unüberlegte Boykott-Politik mit den Russen mit realen Augen betrachten. Die Quintessenz der Fachleute, die das beurteilen können sieht so aus:
Russland kann ein oder zwei Jahre überleben. Europa kann keinen Winter überleben.
Unter dem Titel: „Vor der kommenden Energiekrise gibt es kein Entkommen“ gab Anas Alhajji, Chef-ökonom des Beratungsunternehmens NGP Energy Capital Management, vor einigen Tagen ein sehr interessantes Interview im Podcast MacroVoices. Er machte deutlich, wie prekär Europas Situation wirklich ist. Die Konfrontation zwischen Europa und Russland, so Alhajji, sei so, wie wenn zwei Personen einander in die Finger bissen:
„Wer wird zuerst schreien? Derjenige, der zuerst schreit, verliert, obwohl beide vielleicht nur der Bruchteil einer Sekunde trennt. Beide werden also schreien, aber einer um den Bruchteil einer Sekunde vor dem anderen. Und Europa wird verlieren. Russland hat einen Haushaltsüberschuss. Russland hat einen Handelsüberschuss. Es hat massive Devisen- und Goldreserven. Russland kann ein oder zwei Jahre überleben. Europa kann keinen Winter überleben.“
Weiteres Ungemach droht: Das gesamte LNG, das von den USA nach Europa exportiert wird, stammt aus dem Golf von Mexiko. „Wir wissen, dass selbst Hurrikane, die keine Zerstörung anrichten, Verzögerungen im Schiffsverkehr mit sich bringen“, so Alhajji. „Europa könnte also in Schwierigkeiten kommen, obwohl die Erdgasspeicherstände gestiegen sind und derzeit ein komfortables Niveau erreicht haben. Das kann innerhalb von Tagen ausgelöscht werden, wenn keine zusätzlichen Lieferungen kommen.“ Was die LNG-Exporte der USA betrifft, rechnet er damit, dass sie mittelfristig in Amerika auf Widerstand stoßen werden.
Fazit: Die Europäer müssten „wirklich ihre Politik überdenken“. Anderenfalls werde es in Europa eine Krise geben.
Es ist indessen ein schwerer strategischer Fehler der Regierung, öffentlich zu erklären, die Kohlekraft-werke würden nur für kurze Zeit, als „Notlösung“ eingeschaltet. Warum? Weil Menschen nötig sind, die sie betreiben und warten. Wenn man diesen sagt, dass ihre Arbeit nicht geschätzt und auch nur von kurzer Dauer ist, ehe man sie ab 2024 wieder als „Klimakiller“ diffamieren wird, haben sie dazu viel-leicht gar keine Lust. Dabei spielen auch marode Kohlekraftwerke eine Rolle, die nicht mehr aus-reichend gewartet werden, weil sie ja angeblich nur auf Abruf in Betrieb sind.
Was aber macht die Regierung und die ihr hörigen Medien? Ein Ausschnitt aus der offiziellen Webseite der EU – der Vizepräsident der Kommission, Josep Borrell, meint zu den Folgen des Ukrainekonflikts:
Der Preis für Freiheit und Demokratie
Mit steigenden Energie- und anderen Preisen sind die Auswirkungen allerdings auch in Europa erheblich. Wir in der EU müssen bereit sein, auch einen Preis für das Ende dieses ungeheuerlichen und willkürlichen Krieges zu zahlen: Die Zukunft unserer Sicherheit und unserer Demokratien hängt davon ab. Der zu zahlende Preis ist der Preis der Freiheit.
Bei solchen Äußerungen gerate ich in einen heiligen Zorn: Wir müssen einen Preis dafür bezahlen, weil unsere Sicherheit und unsere Demokratien davon abhängen, damit der Krieg in der Ukraine so ausgeht, wie es sich die NATO wünscht? Mich interessiert keine Ukraine, mich interessiert das Wohlergehen meiner Familie, und das hat mit der Ukraine überhaupt nichts zu tun.
Den Preis der Freiheit haben schon unsere Vorfahren bezahlt, in zwei Kriegen, mit Blut, Schweiß und Tränen, und in der Nachkriegszeit, als man den ganzen Schutt weggeräumt und das Land wieder auf-gebaut hat. Als Dank dafür hat man bereits in den späten 80er Jahren damit begonnen, den Trümmer-frauen den Heizkostenzuschuss zu kürzen, der damals „Kohlengeld“ hieß.
Leute wie Borrell und andere Spitzenpolitiker in Europa wollen mit solchen Lügen ihre falsche Politik rechtfertigen und stürzen dadurch die Länder der EU in eine neue Armut, die man sich hat vorher nicht träumen lassen. Weiter meint er:
Ferner müssen wir den Energieverbrauch und damit unseren Gas-, Erdöl- und Kohle-bedarf, der ebenfalls hauptsächlich aus Russland gedeckt wird, senken. Andernfalls drohen unsere Bestrebungen zu einem drastischen Anstieg der Gesamtenergiekosten der EU zu führen. Wir dürfen auch nicht von einer Abhängigkeit in die nächste geraten. (Quelle)
Das heißt nichts anderes im Klartext, als sich gehörig einschränken, was den Energieverbrauch betrifft, und den geringeren Energieverbrauch mit wesentlich höheren Tarifen bezahlen. Eine fatale Politik! Die EU und die ihr angeschlossenen Regierungen führen uns sehenden Auges in ein Desaster hinein, dessen Umfang man nur erahnen kann, - der aber durchaus einen Vergleich mit den ersten Jahren der Nachkriegszeit nach 1945 zulässt.
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P.S.: Viele Passagen wurden aus dieser Studie verwendet.

 

Mittwoch, 9. November 2022

Zieht euch warm an ...

von LePenseur
 
 
Ein kurzes Youtube-Video (ein etwas längeres verschwand seit gestern bereits im Zensur-Nirvana — ach, warum denn nur...?) mit unschöner Prognose für die Energiesituation in ein paar Monaten:
 

Dr. Melanie Maas-Brunner, CTO Technik-Ressort im Vorstand der BASF, zeigt darin mit knappen Worten, mit welcher Inkompetenz unsere Politruks unterwegs sind. Und das Erschütterndste dabei: es gibt immer noch jede Menge Schlafschafe, die glauben: »Es wird nicht so schlimm kommen ... wir schaffen das!«

Wie die Illusion des »Wir schaffen das!« in der Realität aussah, kann man ja beim Ansturm der Migranten seit 2015 beobachten. Aber daß sich die Leute noch einmal ebensolche Scheiße auf dem Kopf verreiben lassen — das verschlägt einem doch irgendwie die Sprache ...

Samstag, 17. September 2022

Das Dach brennt

von Deliberator  Austriacus 
 
„Dimension von Lehman-Brothers-Pleite“ 
Immer mehr Stadtwerke geraten in große Schwierigkeiten
 
Nicht nur die Verbraucher haben mit hohen Energiepreisen zu kämpfen, auch die Versorger trifft die aktuelle Situation hart. Wie das „ Handelsblatt “ berichtet, geraten immer mehr Stadtwerke und Energieunternehmen in Zahlungsschwierigkeiten.

Markant: Mehrere Energieversorger haben dem Bericht zufolge auch schon mögliche finanzielle Unterstützung für Sicherheitszahlungen bei der Bundesregierung beantragt - das Finanzvolumen beträgt einen zweistelligen Milliardenbetrag. 

Schön langsam sickert auch in der Systempresse durch, dass das Dach brennt. Und zwar lichterloh! Und wieder werden sich einige Globalisten-Heuschrecken am Feuer die Hände wärmen und sich die Kastanien, die für sie durch die diversen "Rettungsaktionen" auf Steuerkosten aus dem Feuer geholt werden, in die Tasche stecken. Ihre eigene, wohlgemerkt.