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Donnerstag, 17. April 2025

Die US-Zölle und die Lösung: die Inder haben's drauf. Die Chinesen auch ...

Gastkommentar
von Nereus
 
 
Da „unser aller Donald“ die Welt mit Zöllen maßregelt bzw. maßregeln will, sorgt er natürlich für Unruhe im Kaninchenbau. Darauf erhoffte er Reaktionen. Die gibt es auch, aber manchmal sind die richtig clever!

Vor allem die Inder glänzen mit Raffinesse:

„Die USA sind verärgert über das Handelsdefizit, was einer der Hauptgründe für die Einführung von 26 % wechselseitigen Zöllen auf Indien ist“, so ein Beamter.

Es wird erwartet, dass die BTA diese Bedenken durch die Erhöhung der hochwertigen Importe aus den USA ausräumt.

Nun, die Betonung liegt auf „hochwertig“. Und was möchten die Inder nun importieren?

Indien erwägt, Gold und andere hochwertige Gegenstände zu importieren, darunter Silber, Platin und Edelsteine aus den USA, um Washingtons Besorgnis über ein erhebliches Handelsdefizit mit Indien auszuräumen, sagten zwei Personen, die über die Angelegenheit informiert sind.

Die Diversifizierung des Handels könnte eine der Möglichkeiten sein, das bilaterale Handelsdefizit mit den USA zu überbrücken, sagten sie und forderten Anonymität. Im Rahmen der laufenden Verhandlungen über ein bilaterales Handelsabkommen (BTA) erwägen die beiden Partner die Integration der Lieferkette für gegenseitige Gewinne. Unter BTA könnten Konzessionäre für Edelmetalle und Fertigschmuck eine Win-Win-Situation für beide sein, sagten sie.

Damit sind die Ansprüche der Amis erfüllt. Mehr hochwertig als Gold geht kaum. Fettes „Respekt!“ nach Neu-Dehli!

[[zigarre]]

 

.. aber die Chinesen sind schneller unterwegs. Goldexperte Jan Nieuwenhuijs berichtet:

China erreicht im April mit Hashtag#gold den Nachbrenner.

Wenn es eine Statistik über Gold gibt, die mich heute schockiert hat, dann war es der Kommentar meines Kollegen Ray Jia heute Morgen, als er mir sagte, dass chinesische ETFs in den ersten 11 Tagen des Aprils mehr Hashtag#gold-Zuflüsse verzeichnet haben als im gesamten ersten Quartal 2025.

Aha, die Chinesen riechen den Braten. Und der Goldpreis zieht an als gäbe es kein Morgen. Was hat das alles zu bedeuten? Trocknet da irgendwo die Geldversorgung aus? Will sich niemand mehr verschulden?

Dann müssen - wohl oder übel - die Notenbanken wieder ran. Daraus folgt: Die Zinsen werden fallen, unten bleiben und ein Rettungspaket wird das andere jagen. Die Firmen werden entlassen müssen, weil sie sonst nicht überleben können ..

Anders formuliert: Die Kacke ist jetzt richtig am Dampfen. 

Aber daran ist nicht Donald Schuld. Das Problem wurde über 50 Jahre lang vertagt und nun läßt es sich nicht mehr länger verleugnen. Es gibt hier Leute, die meinen, es gäbe keine Rettung mehr. Ich sehe das anders, aber ziemlich heftig wird es auf jeden Fall.

 

Freitag, 28. Februar 2025

Offener Brief an Donald Trump: Lassen Sie sich nicht von den Fort Knox-Rechnungsprüfern täuschen

Gastkommentar
von Nereus
 
 
Gerade erschien ein Artikel bei Goldseiten.de von Jan Nieuwenhuijs, einem Mann, der Gold-Bugs bekannt sein dürfte. Er verweist darin auf die kleinen und großen Betrügereien der vergangenen Inventuren oder Schein-Überprüfungen:

Wenn Sie mit diesem Vorhaben fortfahren, wird Ihnen das US-Finanzministerium, der Eigentümer des Goldes, irreführend mitteilen, dass das Metall jährlich vom Office of Inspector General (OIG) zusammen mit einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer, KPMG LLP, geprüft wird.
...
Die Bürokraten werden sagen, dass keine neuen Prüfungen erforderlich sind. Aber lassen Sie sich nicht täuschen.

Es stimmt zwar, dass das OIG derzeit jährlich die permanenten Sicherheitsplomben an den Tresorräumen überprüft, und KPMG hat das OIG bei diesen Prüfungen begleitet, aber diese Prüfungen sind alles andere als glaubwürdig, wenn man wissen will, was mit den Fächern passiert ist, bevor die letzten Plomben angebracht wurden.

So etwas macht natürlich Lust auf mehr Informationen ... An welchen Schrauben wurde denn da gedreht?

Die vollständige Liste der Anomalien und Probleme im Zusammenhang mit den Prüfungen würde zu lange dauern, um sie hier zu erörtern, aber im Folgenden werden einige beunruhigende Schlussfolgerungen genannt:

• Wiederholt wich das Prüfungspersonal vom vorgeschriebenen Prüfungsprotokoll ab, während die internen Kontrollen, die solche Abweichungen verhindern sollten, versagten.

• Zahlreiche Audit- und Prüfberichte sind verlorengegangen oder wurden vernichtet.

• Jahrzehntelang wurde ein erheblicher Teil des Metalls ohne ersichtlichen Grund von den Überprüfungen ausgeschlossen.

• Die US-Regierung unternahm große Anstrengungen, um Informationen über die Audits zurückzuhalten.

• Die permanenten Sicherheitsplomben, die nach der Prüfung auf den Tresorräumen angebracht wurden und nie wieder gebrochen werden sollten, wurden wiederholt gebrochen. Das OIG hat dieses Thema sorgfältig vermieden, als es unter Eid aussagte, und bei einer anderen Gelegenheit darüber gelogen.

In Anbetracht der Bedeutung dieses Themas möchte ich auf das heikelste Thema eingehen: die häufige Öffnung von Tresorfächern, die unter dem Gemeinsamen Amtssiegel stehen, da solche Verletzungen bedeuten, dass es keine Garantie dafür gibt, dass die Tresorfächer noch das Gold enthalten, das sie enthalten sollten.

Sollte Nieuwenhuijs mit seinen Behauptungen richtig liegen, dann kann es dafür nur einen Grund geben: das Gold aus Fort-Knox wurde bewegt und zwar in erheblichem Umfang.

Ob es noch vollständig vor Ort ist, nur Teilbestände existieren oder gar der Tresor komplett leer ist, läßt sich daraus nicht unbedingt ableiten. Das kann daher nur eine ordentliche Inventur herausfinden.

Auf geht`s!

[[top]]

 

Freitag, 18. Oktober 2024

Der schwarze Schwan könnte den Namen Deflation tragen

Gastkommentar
von Nereus
 
 
Der Westen ist politisch verunstaltet, ideologisch verblödet und lähmt sich selbst. Das eigentliche Problem ist jedoch, daß man die vergangenen Krisen immer wieder mit Geld und Kredit zugekleistert hat, um sich Zeit zu erkaufen. Es durfte keinen Abschwung geben, es mußte immer weitergehen und besser werden. Die Wirtschaft durfte nicht „atmen“.

Begonnen hat das schon in Achtzigern, spätestens nach dem Crash 1987. Da kündigte sich ein großer Abschwung an, der dann noch mit dem Zusammenbruch des Ostblocks übertüncht wurde. Hätte man damals schon reformiert, wäre das Drama noch beherrschbar gewesen. Aber das waren die Jahre der Streiks und der Emanzipation.

Die staatliche Inflationierung ist nur die Flucht des Zebras (65 km/h) vor dem Gepard (120 km/h), der immer näher kommt. Man versucht den drohenden Kältetod mit immer größerer Wärmezufuhr zu behandeln. Außer Zeitgewinn gibt es aber da leider nichts zu gewinnen, es wird nur auf die nächste Generation übertragen. Am Ende könnte dann der Wärmetod (Hyper-Inflation) stehen, da der Erfrierende sich einfach nicht erwärmen wollte. Oder besser: er wollte schon, aber konnte nicht.

 [[ironie]]

Ich vermute uns droht das Schicksal Japans, das man als verlorene Jahrzehnte bezeichnet hat.

Die verlorenen Jahrzehnte sind eine lange Periode wirtschaftlicher Stagnation in Japan, die durch den asset price bubble Zusammenbruch der Vermögenspreisblase ab 1990 ausgelöst wurde.
Der singuläre Begriff Lost Decade (10 Dollar, Ushinawareta J'nen) bezeichnete ursprünglich auf die 1990er Jahre, aber die 2000er Jahre (Verlorene 20 Jahre, 20 Dollar) und die 2010er Jahre (Verlust 30 Jahre, 30 Dollar) wurden von Kommentatoren aufgenommen, als das Phänomen weiterging.

Von 1991 bis 2003 wuchs die japanische Wirtschaft, gemessen am BIP, nur um 1,14 % jährlich, während die durchschnittliche reale Wachstumsrate zwischen 2000 und 2010 etwa 1% betrug, sowohl deutlich unter den anderen Industrienationen.

Die Schuldenstände stiegen als Reaktion auf die Finanzkrise in der Großen Rezession im Jahr 2008 weiter an ..
Japans nominales BIP pro Kopf stagniert seit den 1990er Jahren um 40.000 Dollar, während andere Volkswirtschaften ein deutliches Wachstum erlebt haben.

Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Lost_Decades

Das ist auch der wahre Grund, warum die Hintertanen des Geldes einen großen Krieg wollen. Die größten Aufschwünge kommen immer dann, wenn zuvor alles kaputtgemacht worden ist.

Vermutlich hat Markus Blaschzok noch eine weitere gute Erklärung:

Nach Angaben des World Gold Council (WGC) kauften die Zentralbanken im ersten Halbjahr 2024 eine Rekordmenge von 483 Tonnen Gold, was zwar einen Anstieg gegenüber den 460 Tonnen im gleichen Zeitraum des Vorjahres darstellt, jedoch nur einen moderaten Zuwachs bedeutet. Dennoch war die Gesamtnachfrage nach Gold mit 2.044,2 Tonnen im ersten Halbjahr niedriger als im Vorjahr (2.159,6 Tonnen) und lag auch unter den 2.179,3 Tonnen von 2022.

Da gleichzeitig das Goldangebot im ersten Halbjahr 2024 auf 2.441,3 Tonnen anstieg und sich damit auch das WGC diesen Preisanstieg nicht erklären kann, wird die Lücke des Überangebots von 397,1 Tonnen zu außerbörslichen OTC-Käufen erklärt, denn irgend jemand muss ja schließlich gekauft haben, wenn der Preis steigt, anstatt zu fallen. Da der Preis sogar eine historische Rallye vollzog, müssen diese OTC-Käufe noch viel größer gewesen sein.
Dies führt uns zu der Frage: Wer kauft da draußen in solch großem Stil Gold und warum?

OTC (Over-the-Counter) Käufe bei Gold sind Transaktionen, die außerhalb einer Börse direkt zwischen Banken, Minenunternehmen und institutionellen Investoren stattfinden, wodurch große Mengen Gold flexibel und diskret gehandelt werden können. Der OTC-Markt bietet den Beteiligten Anonymität, da besonders im Goldmarkt viele große Käufer, darunter Zentralbanken, ihre Aktivitäten nicht offenlegen wollen.

Ende 2019 stand ich mit meiner Prognose eines neuen Jahrzehnts der Stagflation, einem Ende der Nullzinsen und in Bälde inflationsinduziert stark steigender Zinsen völlig allein auf weiter Flur. Seit ein bis zwei Jahren ist die Stagflation jedoch in aller Munde.

Meine Vermutung ist, dass hinter den Käufen am Goldmarkt großes Geld steckt, dass die Unausweichlichkeit der Stagflation erkannt hat und deshalb aus dem Aktien- und Anleihenmarkt in Gold (Cash) flieht, was bereits in der Stagflation der siebziger Jahre die beste Investmententscheidung war.

Diese Kreise wissen womöglich, dass wir unmittelbar vor einer neuen Krise stehen, auf die höhere Inflation und höhere Zinsen folgen werden. Ihnen ist es daher egal zu welchem Preis sie in Gold allozieren, da sie dieses Investment über viele Jahre halten werden. Dies würde die bisherige Rallye und die andauernde Stärke des Goldpreises erklären.

Quelle: https://www.goldseiten.de/artikel/634957--Goldpreis-trotzt-der-Schwerkraft-und-erreicht...

Die Krise steht in den Startlöchern (und wird medial vorerst noch klein gehalten) und die Schwergewichte decken sich ein, weil sie wissen, daß man für 2.600 oder 2.700 Dollares immer noch ein Schnäppchen macht. 

Wird Gold demzufolge in 2025 vielleicht schon mit 3.500 oder 4.200 gehandelt?

 

Dienstag, 28. Januar 2020

Goldige Lügen


... verbreitete die deutsche Bundesregierung aus Anlaß der Regierungsvorlage, mit der der anonyme Erwerb von Gold drastisch eingeschränkt wurde:
Warum Deutschland gegen das Gold in den Krieg zieht

Der Besitz von Gold ist ein Weg, um sich aus der „Schuldenfalle“ des Fiat Geldsystems zu befreien, allerdings mögen es die Regierungen überhaupt nicht, dass ihre Bürger Gold besitzen, was vor allem für Deutschland gilt.

Deutsche lieben ihr Gold genauso, wie Inder und Chinesen, obwohl ihre Motivation für den Kauf und die Aufbewahrung von Goldbarren eine andere ist.
In Wahrheit geht's nicht um angebliche »Geldwäsche«, die da verhindert werden soll. Sondern ganz einfach um den Versuch, dem hoffnungslos instabilen Fiat-Money-System doch noch eine weitere, kurze Überlebenschance zu geben. Bis ... ja bis die »Verantwortlichen« — die man angesicht ihrer per Gesetz postulierten Unverantwortbarkeit für ihre Entscheidungen besser als »Unverantwortliche« besser bezeichnen sollte! — einen Trick gefunden haben, das unweigerliche Zusammenkrachen des Schwindelsystems möglichst gut zu verstecken — in einem neuen Weltkrieg, in notwendigen (und natürlich sauteuren!) Schritten zur »Rettung des Weltklimas vor dem Weltuntergang«, in weltweiten Seuchen, die leider, leider die Weltwirtschaft zum Erliegen bringen etc. etc. 

Ach was, die Stories sind altbekannt! Irgendwas wird den Ganoven schon einfallen, wie ihnen doch schon immer noch was eingefallen ist. Nur ein bisserl Zeit, damit es sich die (Un-)Verantwortlichen noch »richten« können — denn mit ein paar Immobilien und sonstigen Vermögenswerten auf der hohen Kante lebt sich's einfach schöner.

Den Rest beißen die Hunde. Wie üblich.


Dienstag, 24. September 2019

Wertvoller als Gold ...


Rund drei Viertel aller in Deutschland lebenden Syrer im erwerbsfähigen Alter sind Hartz-IV-Empfänger. Zuletzt erhielten 74,9 Prozent von ihnen Transferleistungen, wie die Bundesagentur für Arbeit auf Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer mitteilte.
Deshalb wählen die Schlafschafe auch weiter brav unsere Blockparteien, die uns noch mehr von demselben versprechen und ihre Versprechen auch halten. Wetten?

»Geliefert wie bestellt«, wie Kollege Fragolin in solchen Fällen zu schreiben pflegt ...


Montag, 24. April 2017

Fette Kohle

von Fragolin

Da sage mal einer, in Merkelstan würden Familien nicht unterstützt. Weil das Kindergeld nur maximal 192 Euro beträgt. Das stimmt nicht!

Man kann auch auf 1.000 Euro kommen, oder sogar auf 2.500 Euro. Kann man hier nachlesen.
Natürlich gibt es für so viel Staatsknete auch Bedingungen. Die zweitwichtigste: Es darf nicht das eigene Kind sein, das man großzieht. Dann gibt es schon mal die 1.000 Euro. Aber will man die 2.500 haben, dann muss das Kind her“geflüchtet“ sein. Und dann spielt es auch keine Rolle mehr, dass der süße Kleine, der sagt er wäre dreizehn, dabei aussieht, als wäre er dreißig.

Und jetzt wissen wir auch, warum eine kleine Gruppe der Schwulenlobby so laut danach krakeelt, Kinder adoptieren zu dürfen. Warum soll denen auch diskriminierend ein solch lukratives Geschäftsmodell verschlossen bleiben? Immerhin kann man da so richtig fette Kohle abgreifen. Gutmenschlichkeit muss sich ja auszahlen, und das Geld der Deutschen, das wissen wir seit Joschka, muss verbraten werden, ganz egal wofür.

Und wir wissen auch, warum es so viele Hilfsbegeisterte gibt, die es kaum erwarten können, dass noch viele Millionen mehr zu uns „flüchten“ um hier „betreut“ zu werden und vor Erregung bebend schon auf den Moment im September warten, wo sie ihr Kreuz bei denen machen können, die ihnen das garantieren, statt bei den fiesen Rechtspopulisten, die ihnen den persönlichen Gewinn an dieser Schmierenkomödie verhageln wollen.

Das ist das Schöne an der Demokratie: Jedes Volk bekommt, was es sich mehrheitlich wünscht.

Samstag, 31. Dezember 2016

Zum Silvestermorgen ausnahmsweise keine hübsche Maid

... sondern ein Link auf einen ganz hervorragenden Artikel von Frank Meyer auf BankhausRott, den jeder, der sich nicht nur vom blabla unserer Politruks und Notenbankster bluffen lassen möchte, in aller Ruhe und Aufmerksamkeit lesen sollte, denn er enhält in höchst kondensierter Form mehr wirtschaftlichen Sachverstand als somancher ellenlange Finanz- & Börsenbrief!
Die heimliche Enteignung und goldiger Experten-Unsinn

30. Dezember 2016 
von Frank Meyer

Fake News sind kein Phänomen der Neuzeit. Vor einem Jahr tönten die Posaunen der Analysten, Gold wäre mit das Dümmste, was man 2016 haben könnte. Die US- Zinswende würde das gelbe (und vielleicht sogar radioaktive???) Blech unter 1.000 US-Dollar pro Unze knüppeln – ganz freundlich gerechnet. Und dann kam es wieder mal anders…
Ein Jahr später stellt man fest, die mysteriöse US-Zinswende gehörte zweifelsohne zu den Fake News des Jahres 2016, mantrahaft bemüht von der FED und nachgeplappert von den Experten. Die FED sagte für das zu Ende gehende Jahr vier Zinserhöhungen voraus. Aber geschenkt. Man wurde keinen Moment müde, daran festzuhalten. Zinserhöhungen wären Gift für Gold, so das Argument der Experten. Komischerweise fand Gold mit der ersten Zinsanhebung sein Tief und sein zweites Tief vor ein paar Tagen.
Ein Jahr später ist Gold sogar in der angeblich stärksten Währung der Welt um neun Prozent gestiegen, was nichts anderes bedeutet, dass der US-Dollar gegenüber Gold um neun Prozent abgewertet hat. Dabei hieß es neulich, dass die FED im nächsten Jahr die Zinsen viermal anheben wird, also um ein ganzes Prozent. Mindestens! Auch wegen der Glaubwürdigkeit, sagte einer ihrer Gurus, um glaubwürdig zu bleiben. Überhaupt sind die FED-Vertreter ziemlich das Gegenteil davon, aber witzig in ihren Formulierungen, in ihren live gespielten Witzen. Natürlich wird deshalb Gold im nächsten Jahr fallen, heißt es zur Jahreswende. Wenn nichts dazwischen kommt.
Der Artikel ist wirklich phänomenal! Allein der Trick mit der "umgedrehten" Kurs-Chart führt einem drastisch vor Augen, daß in realen Werten betrachtet, nicht das Gold in Euro steigt, sondern der Euro in Gold fällt, was an sich eine Binsenwahrheit ist, aber psychologisch die Dinge vom Kopf wieder auf die Füße stellt. Und der gewohnt süffisante Seitenhieb:
Der Goldpreis hängt an anderen Dingen als an den Projektionen von Experten gerade am Ende eines Jahres. Wenn die Zinsen auf Gespartes mehr abwerfen als die Inflation wegfrisst, hat es Gold schwer. Dann sind Tagesgelder, Sparbriefe, Anleihen und auch Bares besser als Gold, das nun wirklich keine Zinsen abwirft. Es gibt deshalb keine Zinsen, weil es kein Ausfallrisiko gibt. Von daher müssten deutsche Anleihen sogar noch sicherer als Gold sein. Ja klar! Wer Bares für Wahres hält, setzt auf ein „Produkt“ aus Baumwolle, das auf Vertrauen basiert. Glauben Sie wirklich an steigende Zinsen für Otto Normal?
... wird das Herz unserer Fiat-Money-Gangstern von der Draghi-Bande und dem Yellen-Clan auch nicht gerade begeistern: weil er so wahr ist!

Lesen! Den Kopf wenigstens am 31. Dezember einmal aus dem Sand heben und schauen, wo die Gefahren drohen! Das wäre schon mal ein guter Vorsatz für dieses Jahr. Und im nächsten am besten gleich ab 2. Jänner mit dem Nachdenken anfangen ...


Dienstag, 25. November 2014

Ei, warum? Ei, darum!

Warum bloß kümmern sich die Niederlande klammheimlich um ein solch »barbarisches Relikt« aus der Steinzeit des Geldwesens?

Geheimaktion: Niederlande holen Gold aus USA heim

Gold bars from the vault of a bank are seen in this illustration picture taken in Zurich
Bild: (c) REUTERS (ARND WIEGMANN) 

In völliger Geheimhaltung haben die Niederlande in den vergangenen Monaten 120 Tonnen Gold aus New York abgezogen. Die Ukraine hat derweil ein Drittel ihrer Reserven verkauft.
 (Die Presse)
Wien/Den Haag/Kiew. Was den Deutschen nicht gelungen ist, haben die Holländer offenbar in absoluter Geheimhaltung durchgezogen. Wie die Nationalbank der Niederlande am Freitag per Aussendung bekannt gab, wurden in den vergangenen Monaten 122,5 Tonnen Gold aus den Tresoren der Federal Reserve in New York heimgeholt. Holland besitzt 612,5 Tonnen Gold – etwa das Doppelte von Österreich (280 Tonnen).
Da versucht man uns doch mit aller Macht weiszumachen, daß dieses gelbglänzende Zeuchs bloß eine Spinnerei für irgendwelche Old Vogeys sei, die noch immer nicht behirnt haben, daß Computerdateien, in denen Kontosalden zu Fantastrillionensummen aufdatiert (und ggf. mit Mausklick gelöscht) werden können, doch das »wirkliche« Geld seien. Man versucht es, wenigstens bis zum Abstimmungsergebnis der Schweizer Goldinitiative — denn nichts fürchten die Macht- & Geld-»Eliten« unserer Schwindel-Ökonomie mehr als ihre enttarnung als sprichwörtliche Kaiser ohne Kleider.

Putzig irgendwie der lapidar-nebulöse Verweis darauf, daß die Ukraine »derweil ein Drittel ihrer Reserven verkauft« habe. Ach, welche sind denn da gemeint? Etwa die, welche unter dem pöhsen Janukowitsch angeschafft wurden und noch da waren, als man ihn stürzen ließ? Das wäre demnach ein Drittel von 42,3 Tonnen des edlen Metalles (oder: glitzernden Tands, wenn man den Papiergeldfreaks folgt), oder geht's da um ein Drittel des schäbigen Restes von ein paar hundert Kilo, die (wenigstens angeblich) noch in den Tresoren der Nationalbank der Kiewer Regierung lagern ...?

Was mit dem Rest passierte? Nun, darüber kann man trefflich spekulieren. Bloß: antworten von offizieller Seite, sollte man keine erwarten. Und wenn man sie bekäme: wohl eher nicht glauben ...

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Die Schweizer Goldinitiative

... verspricht interessant zu werden.


MMNews zieht dazu folgendes
Fazit: Der Mainstream wacht nun auf, weil er das Referendum angesichts einer nicht mehr unmöglichen Niederlage am 30. November unbedingt bekämpfen muss. Erwarten Sie im November wieder einmal eine Schlammschlacht der System-Massenmedien gegen die Schweizer Bürger – so wie schon beim IWF-Beitritt der Schweiz, bei allen EU-Referenden der letzten 20 Jahre, bei den dämlichen Verkäufen von 60% des Schweizer Goldes zum schlechtesten Zeitpunkt 1999, bei allen Zuwanderungs- und Freizügigkeits-Referenden! Auch diesmal wird dem Mainstream kein Argument gegen das Volk zu dumm sein.
(Hier weiterlesen)
Die bislang letzte Initiative in Richtung einer goldgedeckten Währung — von Gaddafi angedacht — hat sich ausgesprochen letal für den Vordenker ausgewirkt. Das wirklich Spannende an der Schweizer Goldinitiative wird sein,wie man das mit der Schweiz bewerkstelligen will. Einen Gaddafi kann man mit einem Putsch stürzen, foltern & abknallen, und ihn danach am Seil durch die Straßen schleifen. Das wird mitmehreren Millionen Stimmberechtigter allerdings so nicht funktionieren. Was also können die Geldfälscher unseres weltweiten Papierwährungssystems machen? Nato-Luftangriffe auf Zürich, Bern, Basel und Genf? Oder gar Atombomben auf die Alpenfestung? Oder läßt man's mit ein paar »Autounfällen« der Initiativen-Betreiber bewenden? Oder startet die US-East-Coast einen »bloß wirtschaftlichen« Vernichtungsfeldzug gegen die Schweizer Wirtschaft?

Wir werden es in den nächsten Tagen und Wochen erleben ...

Samstag, 4. Oktober 2014

Nikolaus Jilch

... seit 2011 Economist-Redakteur der »Presse«, veröffentlicht an eher unauffälliger Stelle (man will ja seine Financiers nciht verschrecken!) seinen lesenswerten Blog »Goldjournal«. Jüngster Artikel darin:

Greenspan erklärt die "goldene Regel" - und China

"Yet gold has special properties that no other currency, with the possible exception of silver, can claim."
"Foreign Affairs" entwickelt sich rasant zur Pflichtlektüre. Zuerst tritt die Zeitschrift die große Gelddruckdebatte von 2014 los - und jetzt meldet sich auch noch Alan Greenspan zu Wort.
Was heißt, er meldet sich zu Wort? Er schreibt über Gold. Und über China. Über Chinas Gold!

Die "speziellen Eigenschaften" von Gold

Alan Greenspan ist einer der ganz wenigen Notenbank-Kapazunder, der immer klar und offen zum Thema Gold gesprochen hat. Ich habe hier schon einmal darüber geschrieben.
In Foreign Affairs erklärt er jetzt, warum China sich immer mehr Gold zulegt. Und das will ich Ihnen nicht vorenthalten.
 LePenseur auch nicht. Deshalb dieser Link. Lesenswert!

Mittwoch, 19. März 2014

Am Golde hängt, zum Golde drängt ...

Ukrainische Goldreserven sollen in die USA transportiert worden sein 

13. März 2014 - 12:35

Laut einem Bericht der russischen Zeitung Iskra sollen angeblich der gesamten ukrainische Goldreserven in Richtung USA transferiert worden sein. Die Operation soll am vergangenen Freitag auf dem Flughafen Borispol (bei Kiew) stattgefunden haben. Mehrere Fahrzeuge, so heißt es, sollen um 2 Uhr nachts insgesamt 40 Tonnen Gold auf das Flugfeld transportiert haben. Der Transport wurde offenbar von schwerbewaffneten Angehörigen einer „Privatarmee“ begleitet.

Von Borispol soll der Transport des ukrainischen Goldschatzes, verpackt in 40 Kisten, in die USA durchgeführt worden sein. Alarmierten Flughafenbediensteten soll von der Geschäftsführung aufgetragen worden sein, sich nicht „einzumischen“. Der Abflug der Transportmaschine erfolgte von einer abseits gelegenen Notlandebahn.
 ... weiß Unzensuriert.at zu berichten. Nun, wer hätte sowas bloß gedacht ...


Montag, 2. September 2013

Die Gier nach Macht

... ist nicht nur höchst aktuell die Triebfeder unserer Politiker (und anderer »Big Player« in Bürokratie, Wirtschaft und Medien), sondern auch das Thema eines gedankenreichen Essays von Donald W. Miller, Jr. auf »LewRockwell«:
Wagner's Ring on the Lust for Power

I can’t listen to that much Wagner. I start getting the urge to conquer Poland. Woody Allen

The opera world is celebrating the 200th anniversary of the birth of Richard Wagner (born May 22, 1813) with 15 productions of his four-opera music drama Des Ring der Nibelungen (Ring of the Nibelung) in 2013—10 in Europe, 2 in the UK, 2 in the U.S., and 1 in Australia. Putting on this many productions of The Ring in one year testifies to the growing appreciation of the artistic genius of its composer. [...]

Wagner’s Ring is a story about gods, dwarfs, and giants; a dragon; and several humans, including a young Siegfried, billed as the hero of the piece. It has murders and incest and magic, where a dwarf turns himself into a giant snake and then into a tiny toad. One need not know anything about The Ring to become absorbed in the story and moved by it when attending a good production that has captions of the libretto displayed above the stage (supertitles). As Stephen Wadsworth, director of the Seattle Opera Ring points out, “It’s a fantastic story, a story that resembles a complex modern novel more than a dusty old Norse epic.”

The Ring’s tale comes from Norse mythology, in large part from 13th century Icelandic texts (Poetic and Prose Eddas and Völsunga Saga). Myths reveal the basic truths about human nature. They are a symbolic distillation of human experience, and The Ring is especially important to us today for what it tells us about the pursuit of power.

The two principal components of power in The Ring are an all-powerful ring made of gold and a magical metallic veil the ring’s possessor is empowered to make called the tarnhelm. The tarnhelm can render its wearer invisible and able to watch unobserved everything that is happening. The tarnhelm in myth presages what we now must confront living in the U.S. Surveillance State with its all-seeing National Security Agency (NSA). Apropos the allegorical tarnhelm, power brokers like to call the NSA “No Such Agency.”
(Hier weiterlesen)
Der Autor des Artikels ist Mediziner — und es ist interessant — und eine (wenigstens in Wien) signifikant häufige Tatsache — , daß Mediziner oft eine besonders tiefe Beziehung zu Musik haben. Daß sie darüberhinaus noch über das polit-ökonomische Interesse und Verständnis verfügen, hinter die Fabelwesen einer Opernhandlung zu blicken und sodann die symbolische Handlung in die Sprache der Realität zu übertragen, ist schon weitaus seltener.

Lesenswert!

Donnerstag, 29. August 2013

Last man standing

Interessante Meldungen aus Indien:
Gold is last man standing as rupee fuels inflation
Unprecedented outflows from Indian gold funds are set to reverse as money managers predict rupee’s slump

Mumbai: Unprecedented outflows from Indian gold funds are set to reverse as money managers predict the rupee’s slump to an all-time low and resurgent inflation will spur demand for bullion as a store of value.

Kotak Mahindra Asset Management Co. and Reliance Capital Asset Management Ltd expect investors to boost holdings after withdrawing a record Rs.310 crore in June and July. Bullion prices in the world’s biggest gold-consuming nation have surged 21.8% since 30 June, according to data compiled by Bloomberg, while indexes measuring Indian bonds fell 6.4% and stocks dropped 4.5%.

“Gold is a natural hedge on your portfolio,” Lakshmi Iyer, a Mumbai-based fund manager at Kotak Mahindra Asset, which manages Rs.37,700 crore, said in an 21 August telephone interview. “It’s the last man standing.”

Bullion has rallied at almost twice the pace of global prices this quarter as the rupee plunged, threatening to fuel inflation in a nation that imports 80% of its oil. Optimism is rising in India at a time when gold traders elsewhere are more bearish on the metal as they prepare for the Federal Reserve to end stimulus that weakened the dollar.

“Gold helps portfolio diversification, especially in an environment of rupee depreciation,” Hiren Chandaria, a Mumbai-based fund manager at Reliance Capital Asset, which oversees $15.6 billion, said in an 16 August interview. “We are likely to see a good rebound in demand before Diwali,” he said, referring to the Hindu festival that falls in November this year.
(Hier weiterlesen)
Fürwahr, wir leben in interessanten Zeiten! Wenn sich sogar Mainstream-Medien à la »Wirtschaftswoche« bemüßigt (bessergesagt, um nicht vor ihren Lesern als gekaufte Vollteppen dazustehen: gezwungen!) sehen, Artikel unter so hübschen Titelzeilen wie »Gold ist das bessere Geld«, »Gold geht nie pleite«, »Fast nur Gold als Alternative« oder »Die Bedeutung von Gold« online zu stellen, dann heißt das schon was — wo doch das Gold der natürliche Feind aller Zentralbankster ist. Und wer mit einem aus dem Macht- & Meinungskartell des ökonomisch-politisch-medialen Komplexes in Feindschaft lebt, hat sie alle zum Feind.

Ob der Bombenlärm — wie Backaroma & Co. hoffen — wirklich das immer lautere Knirschen im Gebälk unserer Schwindelgeld-Wolkenkratzer übertönen kann, wird sich noch herausstellen. Früh genug — und, für die meisten — immer zu spät ...