von Deliberator Austriacus
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Montag, 4. Juli 2022
Sonntag, 8. März 2020
Video zum Sonntag
von Fragolin
Kann man nicht kommentieren.
Muss man auch nicht.
Vorsicht, Schneeflöckchen,
Schwefeldämpfe!
Samstag, 7. März 2020
»Erdogan knickt ein – Putin siegt auf ganzer Linie«
... titelt Tichys Einblick. Und dürfte damit richtig liegen:
Die Türkei erkennt die Unrechtmäßigkeit ihrer eigenen Militäraktion in Nordsyrien an. Die Verhandlungen zwischen Erdogan und Putin offenbaren, dass Erdogan nachgibt, wenn er Gegenwind bekommt. Da könnten die Europäer was von Putin lernen.Der Erfolg bei Vertragsverhandlungen lässt sich am besten an dem messen, was die jeweiligen Partner zuvor gefordert hatten. Unter diesem Gesichtspunkt lässt sich feststellen: Bei den Gesprächen über eine Waffenruhe im syrischen Idlib hat Russlands Präsident Putin gegen seinen türkischen Konterpart einen veritablen Sieg nach Punkten errungen.
Auf die Gefahr hin, daß geistig minderbemittelte und/oder ideologisch verblendete Kommentarposter jetzt wieder die alte Platte vom »Putin-Fanblog« auflegen: wenn Putin was ordentlich hinkriegt, dann werde ich ihn loben. Und intelligenter als die Hohlkörperteile (um es höflich zu umschreiben), die unsere Politszene in Mittel-, Nord-, West- und Südeuropa bevölkern, ist er allemal. Es hat nichts mit »Fan« zu tun, wenn man auch mal die Realität einfach zur Kenntnis nimmt ...
Freitag, 6. März 2020
Fußnoten zum Freitag
von Fragolin
Ein Glück, dass die
Atemschutzmasken ausverkauft sind. Wenn jetzt jeder mit so einem Teil
herumrennt, kommt die Polizei nicht mehr beim Abstrafen wegen
Verstößen gegen das Burkaverbot hinterher.
***
Im gestrigen „Kurier“
fragten die Investigativjournalisten eine Psychologin, wie man
Kindern die Angst vor „dem Virus“ nehmen könne. Leider
antwortete diese darauf nicht, dass sie nur aufhören bräuchten,
durch effekthascherischen Sensationsjournalismus solche zu schüren.
***
Kleiner Tipp für Leute mit
Urlaubssperre: Einmal 1450 anrufen und herzhaft ins Telefon niesen
beschert zwei Wochen häusliche Quarantäne bei voller
Lohnfortzahlung. Ich spüre schon das Kribbeln in der Nase...
***
Die „Linke“ hat sich
endgültig von ihrer radikalmarxistischen Vergangenheit als
DDR-Unterdrückungspartei emanzipiert und beschreitet einen
moderaten, von Merkel offensichtlich voll und ganz mitgetragenen Weg:
Den feuchten Traum einer Kongressteilnehmerin, alle Reichen zu
erschießen, schwächte der Linken-Chef Riexinger nach kurzer Pause
zum Abklingen der Zustimmung geschickt ab und klärte sie auf, dass
man die Reichen nicht erschießen wolle sondern nur „einer
nützlichen Arbeit zuführen“. Dass Arbeit frei macht, wusste ja
schon einer der großen sozialistischen, wenn auch eher nationalen,
Vordenker der Linken, und ließ solche Weisheit deshalb an das
Eingangstor eines Lagers schreiben, in dem die revolutionären Träume
dieser Faschisten einstmals aktiv gelebt wurden und vorher materiell
enteignete „Geldjuden“ der finalen Befreiung entgegenmarschieren
durften.
Wäre Höcke wirklich ein
„Faschist“, wäre er bei der „Linken“ besser aufgehoben.
***
Recep der Prächtige
unterstreicht seine Sorge um das Wohlergehen der von ihm ausgesuchten
"Geflüchteten" und entsendet tausende schwerbewaffnete
Uniformierte an seine Grenze und in den Rücken jener menschlichen
Schutzschilde für seinen Aufmarsch, um jene, die den Widerstand
Griechenlands gegen ihre Einreise als Zeichen des
Nicht-Willkommen-Seins deuten und enttäuscht wieder umdrehen wollen,
eine gewisse Motivation zu vermitteln, es doch lieber weiter zu
versuchen.
Und wie reagiert die EU auf
diese offene Kriegserklärung?
Sie lädt den Erpresser zu
Verhandlungen ein.
***
Ein Oppositionspolitiker wagte
es im türkischen Schauspielhaus (das man aus Tradition immer noch
als „Parlament“ bezeichnet), dem Großsultan mangelnden Respekt
gegenüber seinen Soldaten vorzuwerfen. Erdogans Jubelperser gerieten
darob in typisch muselmanische Empörungsrage und prügelten sich wie
die Wilden, die sie sind.
Der Unhold darf nun dem
Prächtigen 150.000 Euro ob seiner Frechheit zahlen und bekommt ein
Strafverfahren wegen Präsidentenbeleidigung an die dreiste Bcke, das
im Kerker enden kann (und wohl auch wird).
Und da beschwert sich die AfD,
in Deutschland dürfe man Merkel nicht kritisieren. Mimimi.
Hier verliert man doch nur den
Job und die Reputation.
***
Die Überraschungspräsideuse an
der EU-Spitze wird einen militärischen Konflikt mit der Türkei
natürlich vermeiden. Aber weniger, weil sie so ein Friedensengel
ist, sondern weil sie weiß, in welchen Zustand sie das Deutsche
Bundesheer versetzt hat.
Sonntag, 23. Juni 2019
Time to say good-bye?
Der GröTAZ bekam eine Quittung:
Oppositionskandidat gewinnt Bürgermeisterwahl in Istanbul
Bei der Bürgermeisterwahl in Istanbul gab es 53,8 Prozent der Stimmen für Imamoğlu und nur 45,3 Prozent für Yildirim. Der AKP-Kandidat gestand die Niederlage ein.Der Oppositionskandidat Ekrem Imamoğlu hat nach Auszählung fast aller Stimmen die Bürgermeisterwahl in Istanbul gewonnen. Imamoğlu erhielt am Sonntag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu 53,75 Prozent der Stimmen, sein Gegner, der ehemalige Ministerpräsident Binali Yildirim, kam auf 45,43 Prozent. Der Abstand zwischen den beiden Kandidaten betrug nach Auszählung von 97,4 Prozent der Stimmen mehr als 730.000 Stimmen.
Dennoch sollte man sich nicht zu früh freuen: Totgesagte leben oft lang! Und niemand weiß, ob den Erdowahn nicht seine treuen Schafherden aus Anatolien retten werden, denen Istanbul bereits jetzt ein verabscheuenswerter Sündenpfuhl ist. Aber dennoch: die Ohrfeige für einen Präsidenten, der selbst einmal Bürgermeister dieser Stadt war, schallt laut!
Mittwoch, 15. August 2018
Es geht bergauf
von Fragolin
Höret, ihr Ungläubigen, der
allmächtige Sultan hat gesprochen!
Und nachdem er seinen Untertanen die weise (daher der Name) Weisung
erteilte, ihre ekligen und nach Kuffar stinkenden Dollar flugs in
schariakonforme und Allah gefällige türkische Lira umzutauschen,
machten diese sich schnell und frohen Herzens auf zu den Banken und
Wechselstuben. Und tauschten Lira in Dollar. Zumindest die mit
Denkfähigkeit. Also nicht allzu viele. Aber doch.
Und so trötet der mächtige Khalifenanwärter und selbstgefühlte
Stellvertreter Allahs auf Erden, nicht nur die stinkenden Geldscheine
der satanischen Mächte jenes Kontinentes, den nach seinem Glauben
Türken lange vor Kolumbus entdeckt haben, sondern auch dessen
Kommunikationsgeräte seien des Scheitans.
"Wir werden einen Boykott gegen elektronische Geräte aus den
USA verhängen. Sie haben das iPhone, doch auf der anderen Seite gibt
es Samsung", sagte Erdogan mit Bezug auf den US-Handyhersteller
Apple und den südkoreanischen Konkurrenten. Außerdem habe die
Türkei ihre eigene Marke Vestel.“
„Turkey first“, hahaha.
Naja, in seinem gerechten Zorn hat der GröLaZ, der Größte
Liebhaber aller Ziegen, wohl übersehen, dass die
Produktionsstandorte der Hauptkomponenten von Samsung und iPhone
weniger weit auseinanderstehen als er seinen Harem an einem Tag
treiben kann, aber es geht ja ums Prinzip. Sonst würde ihm noch
jemand mit der Nachricht den Tag versauen, dass die getürkten, äh,
türkischen Nachbauten ekliger Westtechnik mit Android laufen, dem
Betriebssystem von Google, und irgendwie wird er anscheinend die
verhassten Amerikaner nicht los. Außer seine Fachleute für
Kopiertechnik „programmieren“ ein eigenes Betriebssystem.
Türkische Innovation ist ja weltberühmt.
„Die Türkei werde in Zukunft qualitativ hochwertige Waren
produzieren und diese auch exportieren.“
Naja,
wenigstens ist er so realistisch, dass er erkennt, dass sie das jetzt
nicht tut. Und Zukunft ist ein sehr dehnbarer Begriff. Wenn nichtmal
die Türken den Türkenschrott kaufen („Apple-Produkte
sind in der Türkei sehr verbreitet und werden auch von Erdogan
selbst benutzt.“), dann können sie das Zeug nicht mal in den
Regenwald des zentralen Kongo exportieren. Selbst da ist das iPhone
weiter verbreitet als Vestel. Türkische Handys werden weltweit etwa
so gefragt sein wie indische Automobile. Von türkischen Automobilen
wollen wir gar nicht reden.
„Schon
seit Tagen kursiert im Kurzmitteilungsdienst Twitter die Forderung,
keine Reklame mehr bei US-Firmen zu schalten.“
Aber
dafür seine Propaganda über Twitter zu verteilen.
Twitter!
Wenn‘s
geht vom iPhone.
Ich
lach mich schief! Warum nur sind die beklopptesten und gefährlichsten
Diktatoren immer solche Komiker! Chaplin hat das erkannt und grandios
aufgegriffen.
„...die
Beziehungen zu "unserem wichtigsten Wirtschaftspartner",
der Europäischen Union, müssten gestärkt werden.“
Gut.
Denn wenn er es sich jetzt auch noch mit der EU verscherzt (die ja
nicht einmal merkt, wie sie von einem kleinen Diktator vorgeführt
wird, der auf ihrem reflexgesteuerten Trump-Hass Klavier spielt –
von einem Idioten wie dem Irren aus Ankara am Nasenring durch die
Manege gezogen zu werden spricht für die politische Weitsicht und
großartige Weisheit unserer gloriosen Führungselite) und seine
Berliner Lieblingsziege bockig wird, dann muss er seinen Landsleuten
auch noch verbieten BMW zu fahren und lieber auf die türkische Marke
AEK umzusteigen: Anatolischer Eselskarren.
Spätestens
dann wird es eng für ihn bei seinen Fans.
Es geht bergauf mit dem Osmanischen Reich. Steil bergauf:
Mittwoch, 27. Juni 2018
Tja, wie ist es nur möglich ...
... daß eine satte 2/3- bis 3/4-Mehrheit der Auslandstürken einen nationalistischen Radikalmusel (man könnte auch Islamo-Fascho dazu sagen) wie den GröTAZ wählen, fragt sich DiePresse in Gestalt einer gewissen Frau Özgan (d.h.: die fragt sich das natürlich nicht in diesen unverblümten Worten, weil sie beim nächsten Heimaturlaub vermutlich nicht schon am Flughafen verhaftet werden will ...). Wie nicht anders zu erwarten, wird zum Schluß des Artikels der Schluß gezogen:
Das Abstimmungsverhalten ist aber sicher auch Ausdruck einer gescheiterten Integrationspolitik. Diese Debatte dreht sich seit Langem im Kreis, hoffentlich führt sie irgendwann zu Ergebnissen.Seit fünf Jahrzehnten hat die österreichische Politik Berührungsängste mit einer Gemeinschaft, die sie mehr geduldet hat, als sich für sie zu interessieren. In der Integrationsdebatte wird über Türken oft so gesprochen, als hätten sie dieses Land in eine Katastrophe gestürzt. Dabei haben sie gemeinsam mit Migranten aus Ex-Jugoslawien maßgeblich zum Wohlstand der Zweiten Republik beigetragen. Das kann man doch einmal, Erdoğan hin oder her, anerkennen. Und dann ganz sachlich beginnen, den Einfluss der Türkei endlich zu kappen.
Also die pöhsen Österreicher sind schuld! Weil sie die ihnen seitens anatolischer Hilfsarbeitern und Dönerbudenbetreiber bescherte gewaltige Wohlstandsmehrung nicht gebührend zu würdigen wissen! Ohne die Österreich nämlich längst bzw. noch immer ein Dritte-Welt-Land wäre, oder wie ...?
Nun, das sehen viele Kommentarposter mit vollem Recht ein bisserl anders, so z.B.
Nun, das sehen viele Kommentarposter mit vollem Recht ein bisserl anders, so z.B.
publisher
Bis auf die unschöne Tatsache, daß keineswegs »die Integration bei allen anderen Migrantengruppen funktioniert«, sondern es vielmehr »... bei allen anderen Migrantengruppen außer den Moslems ...« heißen müßte, kann dem Poster »publisher« nicht widersprochen werden. Irgendwie dürfte Integrationswilligkeit und/oder -fähigkeit halt doch was mit einer speziellen implantierten Religion zu tun haben, auch wenn das den Gutmenschen so gar nicht schmeckt ...
Sonntag, 24. Juni 2018
»Wo liegt der Unterschied zwischen der Türkei und Deutschland?«
... fragt Michael Mannheimer. Und mit voller Berechtigung:
- Bei der Türkei weiß die Weltöffentlichkeit, dass sie sich von ihrer kemalistisch-demokratischen Demokratie verabschiedet hat und zu einer Diktatur geworden ist.
- Bei Deutschland denkt die Weltöffentlichkeit immer, noch, es handele sich um eine Vorzeigedemokratie.
Doch im Prinzip gibt es keinen Unterschied mehr zwischen beiden Ländern.Merkel regiert Deutschland wie Erdogan die Türkei: Vorbei an Gesetzen, vorbei am demokratischen Geist. Diesen hatte Merkel noch nie – ebensowenig wie ihr Busenfreund Erdogan, dem sie immer noch in den Hintern kriecht.
Das System der Scheindemokratie hat sich in Deutschland seit dem Amtsantritt der ehemaligen FDJ-Sekretärin und mutmaßlichen Stasi-Mitarbeiterin endgültig in Richtung DDR gewandelt. Was in der früheren »Zone« noch recht naiv und offensichtlich über Einheitslisten mit 99,x% veranstaltet wurde, das kommt jetzt im Deckmantel der »wählerfreundlichen« Einführung der Briefwahl und der geschickten (und auch weniger geschickten — man denke an Bremen!) Manipulation der Auszählung daher. Wenn gleichzeitig eine faktisch gleichgeschaltete »öffentliche Meinung« vorgeblich objektiv berichterstattender Systemmedien für Dauer-Gehirnwäsche sorgt, regelmäßige Bestechung weiter Wählerschichten diese faktisch an einer tatsächlich freien Wahl hindert, und durch systemische Hindernisse die Etablierung einer Konkurrenz zu den Systemparteien faktisch fast verunmöglicht wird, dann kann man mit Recht sagen: das sind getürkte Wahlen (oder mit größerer Berechtigung: »gedeutschte Wahlen«).
IM Erika wird sicherlich die Gelegenheit wahrnehmen, dem Sultan Größenwahn zu seinem getürkten Sieg zu gratulieren (Honni schickte bei jeder Wahl im Warschauer Pakt schließlich auch Telegramme an die »siegreichen« Verbündeten).
Wenn man an die Vorfälle bei Österreichs letzter Bundespräsidentenwahl denkt, muß man als »Ösi« allerdings gestehen: bei uns ist es kaum besser! Auch hier wird geschummelt, was das Zeug hält, die Briefwahl ermöglicht Manipulationen in geradezu dreister Manier, und dagegen unternommen wird — nichts! Ein von Konsumismus vertrotteltes und durch PC-Zwänge mundtot gemachtes Volk wagt längst nicht mehr aufzubegehren und die System-Politruks dorthin zu befördern, wohin sie längst gehören: vor Gericht — bzw. (angesichts der Korrumpiertheit hiesiger Justizstysteme) gleich an die Laterne.
Nein, es ist nicht schön, in solchen Zeiten zu leben (außer für die Systemparasiten, die an den Trögen der vermentlichen Macht schmatzen). Und mit jeder Verlängerung, in die dieses korrupte System geht, wird die Fallhöhe wieder ein Stück höher, was den finalen Crash von Mal zu Mal für noch weniger Menschen überlebbar macht. Wir leben in interessanten Zeiten, zweifellos! Und wie man weiß: jemandem zu wünschen, in interessanten Zeiten zu leben, ist im Chinesischen ein besonders heimtückischer Fluch ...
Mittwoch, 23. Mai 2018
Der stellvertretende Vorsitzende der türkischen Regierungspartei AKP
... Hayati Yazici, hat die Bundesregierung in scharfem Tonfall dafür kritisiert, dass sie Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland verhindert. Er glaube, "dass unsere deutschen Freunde in Sachen Demokratie ein Defizit haben", sagte Yazici der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Nun wird man dem prinzipiellen Befund, daß es im Deutschland von IM Erika, unter rechtsbrüchigen Innenministern, die Paßkontrollen von »Flüchtlingen« faktisch aussetzen, und unter der Zensur von Maas-Männchens Lieblings-Stasiagentin Kahane und einer medialen Gleichschaltung, die beinahe schon die »Qualität« der DDR-Presse erreicht, ein Demokratiedefizit gäbe, wenig entgegenhalten können. Die Behörden- und Justizapparate über sich in vorauseilendem Gehorsam gegenüber ihren politischen Auftraggebern, statt ihrem gesetzlichen Auftrag nachzukommen. Es ist also nicht bloß ein »Demokratiedefizit«, sondern noch viel mehr ein Rechtsstaatlichkeits-Defizit, das Deutschland heute zur Bananenrepublik verkommen läßt.
Nur: daß gerade ein Politiker des ebenso autoritären wie korrupten Regime des Erdowahnsinnigen die Kritik äußert, ist pikant und etwa so, wie die Entrüstung der Sowjets über deutsche Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg, in dem gerade die Rote Armee Kriegsverbrechen am laufenden Band beging: einfach heuchlerisch und verlogen.
Mittwoch, 16. Mai 2018
Völkermord
von Fragolin
Der Khalif von Ankara tobt und „örömöböröröt!“ wieder
irgendwas in ein vor sein Hitlerbärtchen gehaltenes Mikro. Es wäre
ja irgendwie putzig, wenn der Typ nicht so durchgeknallt und
halbmondgefährlich wäre.
Dass er seine Botschafter überall abzieht ist ja nichts Neues, zu
der Stellenbeschreibung gehört regelmäßige Heimreise ebenso wie
oftmalige Einbestellung wegen dem Mist, den der Größenwahnsinnige
mal wieder abgesondert hat, dazu. Das nimmt man zur Kenntnis und geht
zur Tagesordnung über.
Jedenfalls plustert er sich mächtig auf, was ja verständlich ist,
fühlt er sich ja inzwischen als der legitime Anführer aller
rechtgläubiger Muslime inklusive der teutonischen Musterintegrierten
aus der „Mannschaft“ Özil und Gündogan, letzterer seine
Verehrung für „seinen Präsidenten“ sogar auf sein Trikot
onanierte. Ein echter Türrrke bleibt eben immer ein echter Türrrke,
auch wenn er in Deutschland geboren wurde, das liegt halt im Blute
der Herrenrasse – mit dieser Form des faschistoiden Nationalismus
hat selbst Fatima Claudia Roth kein Problem, die
gerne sieht wenn Autokorsos mit wehenden Halbmondfahnen durch
deutsche Städte hupen, aber einen Koller bekommt, wenn deutsche
Fußballfans zu Länderspielen die deutsche Fahne schwenken.
Dieser Erdogan also tobt, weil es die Juden gewagt haben, ihre Grenze
gegen den Ansturm einer mit Steinschleudern und brennenden Autoreifen
vorrückenden Armee aus hasszerfressenen Fußsoldaten der
palästinensisch-arabischen Terrormiliz „Hamas“, von unseren
Medien auch liebevoll als „friedlich Protestierende“ beschrieben,
zu verteidigen. „Das ist Völkermord!“ blökt der Ziegenfürst
seiner empört mähenden Herde entgegen, und da weiß man gleich: da
spricht ein Fachmann. Denn während Israel „völkermordend“ 55
Hamas-Kämpfer direkt an seinem Grenzzaun erschossen hat, die
gewaltsam auf sein Staatsgebiet eindringen wollten, kommt die Türkei
auf tausende „kurdische Terroristen“ auf syrischem Staatsgebiet
und hat hunderttausende in die Flucht getrieben, weil sie einfach zu
nahe an der türkischen Grenze wohnen. Und zu nahe können schon mal
hundert Kilometer sein, wenn man Kurde ist.
I have a sowas von dream.
Wenn der letzte Armenier, äh, Kurde ausgerottet ist, kommt der
türkische Teil der deutschen Nationalmannschaft in einer Spielpause
mit einem fliegenden Teppich zu seinem geliebten Khalifen und
gratuliert ihm herzlich zu seinem erfolgreichen Völkermord. Jogi Löw
und der DFB lächeln dazu verhalten und verständnisvoll, während
Claudia Roth ihrem Sultan den Delinquenten Özdemir in Ketten
vorführt, damit er diesem Verräter am wahren Türkentum die
Bastonade geben kann. Im Hintergrund wird Jan Böhmermann dem Kadi
vorgeführt und dem Henker übergeben. Dieser fragt nach einem
letzten Wort. „Ziegenficker!“ tönt es durch die Szene. Erdogan
zuckt kurz zusammen, grinst dann und sagt: „Tje, nette Umschreibung
für Angie. Schade, dass sie heute keine Zeit hat, dabei zu sein,
aber sie muss ja vor der Knesset eine Rede halten über den
Völkermord der Juden an den Palästinensern. Der Tag heute wird noch
lustig!“ Dann pfeift er sich eine Karaffe Raki ein und geht mit
Fatima Roth und zwei anderen Ziegen in seinen Milliardenpalast, der
gerade von einem billigen Maler aus Würselen mit neuen
hundert-Euro-Scheinen tapeziert wird, und feiert eine wilde Party mit
seinen ganzen zurückgerufenen Botschaftern…
Montag, 23. April 2018
Wahlsonntag
von Fragolin
Salzburg hat gewählt. Ich wollte eigentlich so Einiges darüber
schreiben, aber da die Hochrechnungen bereits sehr früh am
Nachmittag bekannt gegeben wurden, musste ich auch mit meiner
liebreizenden Fragolina bereits recht früh ein angemessenes Getränk
zur Feier des Tages genehmigen. Nach den großspurigen
Erfolgsmeldungen der in NÖ nur marginal gestutzten Grünen und sogar
leicht zulegenden Roten, die unsere Pizzaprinzessin zu ganz
besonderen verbalen Pirhouetten animierten (bei Verlusten haben die
Landesparteien ja nie etwas mit der Bundespartei zu tun, bei Gewinnen
ist das immer ein starkes Zeichen für die Bundespartei – Pippi
Langstrumpf lässt grüßen und die Prinzessin hat ja auch gewisse
Ähnlichkeiten mit Herrn Nilsson), gab es jetzt wieder die erwartbare
Klatsche für die Beiden, wobei die Grünen ja dem allgemeinen Trend
folgend ziemlich in den Keller geprügelt wurden. Nicht nur, dass
sich nicht einmal mehr die Hälfte der letzten Wahl erreicht haben,
die allerdings kaum historisch vergleichbar war – sie wurden
einfach auf ihre Einstelligkeit von vor 2013 zurückgedrückt –
geht sich auch bei bestem Willen keine Beteiligung an irgend einer
Regierungskonstellation aus.
Entweder Schwarz-Rot oder Schwarz-Blau. Was anderes geht sich nicht
aus.
Schwarz-Rot wäre durch die roten Korruptionsskandale belastet,
Schwarz-Blau einem permanenten Trommelfeuer der Medien ausgesetzt.
Aber zweiterer Fall würde zumindest volle Unterstützung aus dem
Bund bekommen. Mal sehen, wie die neue Landesregierung aussehen wird.
Zumindest grün wird sicher nicht dabei sein.
Gut.
Innsbruck hat gewählt.
Und bleibt tiefgrün.
Also werde ich mir in Zukunft irgendwelche Hinweise auf die
Vorkommnisse in Innsbruck verkneifen, wenn dann mal wieder
Gruppenprügeleien, Messereien oder Vergewaltigungen bejammert
werden: Wie bestellt, so geliefert. Ich werde morgen unserem
schwarzen Bürgermeister mal eine kleine Anfrage zukommen lassen, ob
wir die inzwischen von ihm selbst schon abgelehnten und in einem
alten, extra für diese Früchtchen neu aufgeputzten, Landgasthaus
untergebrachten Grüppchen an abends immer wieder für
Polizeieinsätze sorgenden Goldstückchen nicht nach Innsbruck
schicken können. Dort scheint noch ein großer Bedarf an
Bereicherung zu bestehen. Dem kann gerne geholfen werden. In unserem
Provinzstädtchen haben wir genug Erfahrungen für die nächsten
Jahrzehnte gesammelt. Das reicht. Wir teilen gerne. Viel Spaß mit
den unreifen Südfrüchtchen.
In Deutschland bekam Andrea „auf die Fresse“ Nahles
erwartungsgemäß den Martinsorden verliehen und wurde zur neuen
SPD-Chefin gekürt. Dass der Verzweiflungshunderter für den
Ärmelschoner aus Brüssel, äh, Messias aus Würselen, nicht mehr
getoppt werden kann, war schon rein mathematisch klar. Aber gerade
mal knapp über 66% sind für sozialistische Verhältnisse eine
schallende Klatsche. Nahles hat schon verspielt, bevor sie begonnen
hat. Innerparteilich werden sehr wahrscheinlich bereits jetzt die
Zähne jener Sägen gefeilt und geschränkt, deren lustig raspelndes
Geräusch Nahles neben immer wieder anfallenden Häufchen an Spänen
neben den Stuhlbeinen in nächster Zeit unter ihrem Hintern vernehmen
wird. Stinkefinger-Siggi „das Pack“ Gabriel wollte bei einem
solchen Ergebnis noch frustriert hinschmeißen, aber Nahles feiert
erstmal den Beginn ihrer Demontage als Erfolg.
Der Weg der SPD in den tiefen Zehnerbereich ist vorgezeichnet, die
interne Spaltung wird immer wahrscheinlicher. An der Merkel-CDU
zerreibt es jede Partei; Lindner weiß, warum er sich das nicht
angetan hat; die FDP kennt den pommerschen Eisberg schon, an dem sich
die Rote Fregatte gerade die Flanke aufreißt. Na gut, eine Partei,
die in einem Martin Schulz die Letzte Große Hoffnung sieht und aus
deren oberster Personaldecke sich nur noch so intellektuell dünne
Fäden wie Andrea Nahles ziehen lassen, hat fertig.
Der Großsultan und Khalif in spe hat Neuwahlen ausgerufen, damit er
die erst vor Kurzem dem nächsten Präsidenten volksabstimmend
zugeschanzte Totalermächtigung und Parlamentsausschaltung noch
schnell über die Bühne bekommt, bevor irgendwer auf die Idee kommt,
einen Oppositionspolitiker vorher aus dem Knast zu entlassen. Man
will ja kein Risiko eingehen und sich noch von irgend einem dreckigen
Kurden oder Aleviten in die mit sunnitischer Reinheit geheiligte
Suppe spucken zu lassen.
Unser Kanzler wurde in Ö1 interviewt, und (selbstverständlich rein
zufällig) wurde auch die Frage gestellt, wie er denn zu
Wahlkampfauftritten des Großsultans von Ankara vor seinen
türkenfahnenschwingenden Jubeltruppen in Österreich stehen würde.
Die Antwort war vorhersehbar, Kurz‘ Standpunkt war und ist
allgemein bekannt, die Gesetzeslage ist es auch, und beides ist sogar
ausnahmsweise einmal deckungsgleich mit der Meinung des Herrn Kern,
in dessen Regierungszeit sogar der Gesetzesbeschluss fällt, der ein
Verbot solcher Auftritte legalisiert. Trotzdem jaulten die üblichen
Kreischer sofort los und nagelten ihre billige polemische Hetze in
die Internetforen der Linkspresse. Aber sie kamen nicht weit. Denn
selbstverständlich konnte der Irre vom Bosporus nicht lange an sich
halten und bellte sofort seine üblichen Drohungen und Beleidigungen
heraus und saftelte irgend etwas über Demokratie und das türkische
Volk daher.
Wenn der Erdowahnsinnige von Demokratie faselt, dann ist das immer
wieder erbauend und entzieht selbst seinen härtesten Verteidigern
und Kurz-Bashern jegliche argumentative Grundlage.
Haben wir doch zu dem Thema schon einiges erfahren können.
Ein kurzer Abriss:
„Wir sind die
Weltmacht Türkei. Das sollte jeder wissen. Die Türkei ist kein Land
mehr, dessen Tagesordnung von außen bestimmt wird, sondern ein Land,
das in der Welt die Tagesordnung bestimmt.“
„An
unsere Bürger (Anm.:
in den EU-Staaten), die ihrem
Land, ihrem Volk, ihrer Flagge und ihrem Gebetsruf treu sind:
Übernehmt persönlich Aufgaben in politischen Parteien und
politischen Mechanismen!“
...sagt 2018 der, von dem auch dieser Ausspruch aus 2010 stammt:
„Wir
müssen die europäische Kultur mit der türkischen impfen.”
...und der in einer damals noch demokratischen Türkei in den Knast
ging für diese Rezitation:
„Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufspringen, bis
wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette
unsere Bajonette, die Moscheekuppeln unsere Helme und die Gläubigen
unsere Soldaten.“
Diktatoren, die aus dem Kerker kommen, alle anpöbeln und ihre
Nachbarn militärisch angreifen hatten wir schon, sogar mit
Schnauzbart. Daraus sollten wir gelernt haben.
Nachdem er in Syrien eingefallen ist und dort die Kurden ausräuchert,
werden es wohl die letzten Umfragewerte vor seiner Wahl zum Sultan
entscheiden, ob er sich auch noch auf ein militärisches Abenteuer
gegen Griechenland einlässt und Ägäis-Inseln besetzt.
"Ihr könnt gegen mich sein, ihr habt mich immer gehasst.
Aber seid Euch bewusst: ihr werdet mir nie die Macht wegnehmen
können, die mir Allah gegeben hat."
Wenn man den Teil mit dem blutrünstigen Götzen weglässt, könnte
das wörtlich aus einer Hitler-Rede an das bolschewistische
Weltjudentum, dem damaligen Äquivalent der dreckigen Kuffar,
stammen.
"Es gibt keinen Islam und Islamismus. Es gibt nur einen
Islam. Wer etwas anderes sagt, beleidigt den Islam."
Man kann einen Islam nicht beleidigen. Man kann einen Menschen
beleidigen. Da der aber keinen allzu hohen Stellenwert im Weltbild
eines radikalislamischen Despoten hat, kann der die Welt nicht anders
sehen.
Erdi, man möchte dir manchen Tag den Böhmermann nackt auf den Bauch
binden und zurufen: du bist ein größenwahnsinniger Idiot und
solltest schnellstmöglich jeglicher politischer Macht entkleidet
werden. Aber das muss dein eigenes Volk hinbekommen. Wenn es das
nicht tut, dann hat es dich verdient. Aber unser Verständnis nicht.
Donnerstag, 15. Februar 2018
Osmanischer Watschensultan
von Fragolin
Eine Weile war es relativ ruhig um das osmanische Rumpelstilzchen,
doch jetzt hat es ihn wieder gepackt. Dass er bei der Uckermärkischen
Wachtel an den Schwanzfedern zupft interessiert ja eh keinen, weil
die sowieso schön still hält. Aber diesmal
hat er sich einen Anderen ausgesucht.
„Der
türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat die US-Truppen in
Manbij davor gewarnt, einem türkischen Angriff auf die Kurdenmiliz
YPG in der nordsyrischen Stadt im Wege zu stehen.“
Hinter dem Wort „gewarnt“ konnte ich den Text nur noch
verschwommen wahrnehmen; zu schnell schossen mir die Tränen der
Heiterkeit in die Augen. Der Osmanische Träumerle-Sultan warnt die
USA. Ein kleiner struppiger Kläffer mit neckischem Schnauzbart bellt
mutig einen Löwen an. Der seine Atomraketen nicht mal in die Türkei
fliegen lassen muss, weil die schon da sind. Und der eine Streitmacht
hat, die nicht nur technisch sondern such von der Ausbildung her die
mit Abstand stärkste der Welt ist. Die türkische ist zwar groß,
aber zu drei Vierteln mit amerikanischer Technik ausgerüstet, die
ein bis zwei Versionen hinter der aktuellen der Amis selbst herhinkt.
Die lassen ihre Rüstungsindustrie immer gerne Technologie erst dann
ins Ausland verkaufen, wenn die Technik der eigenen Streitkräfte
zwei Schritte weiter ist.
„In
einer Rede vor der Fraktion seiner AK-Partei drohte Erdoğan den
amerikanischen Soldaten am Dienstag für diesen Fall mit einer
"osmanischen Ohrfeige".“
Na wenn er sich da mal nicht einen amerikanischen Fußtritt holt. Nun
dürfte sich die Gefahr eines Angriffs der USA auf die Türkei in
sehr engen Grenzen halten. Aber brisant ist das trotzdem, was da
abläuft. Denn laut Nato-Pakt sollte der Größenwahnsinnige mal
schön die Füße stillhalten. Bei genauem Hinsehen ist nämlich
nicht nur sein Vorgehen gegen Kurden im Irak und in Syrien, wo er
nunmal gar nichts verloren hätte, wenn die Gier nach der Erweiterung
des Reichsgebietes und der Sammlung von Heldenpunkten auf dem Weg zum
legitimen Khalifen der Umma nicht so groß wäre, sondern auch seine
Drohung des Schießens auf Soldaten eines Verbündeten schön langsam
genug, um ihn aus der Nato zu feuern. Im Artikel 1 des Paktes heißt
es ja:
„Die vertragschließenden Staaten verpflichten sich, gemäß den
Bestimmungen der Charta der Vereinten Nationen jeden internationalen
Streitfall, an dem sie beteiligt sein mögen, durch friedliche Mittel
in der Weise zu regeln, daß Frieden, Sicherheit und Gerechtigkeit
unter den Völkern nicht gefährdet werden, und sich in ihren
internationalen Beziehungen jeglicher Drohung oder
Gewaltanwendung zu enthalten, die in irgendeiner Weise mit
den Zielen der Vereinten Nationen nicht vereinbar ist.“
Drohung und Gewaltanwendung gegen einen Verbündeten wären wohl kaum
mit den Zielen der UNO vereinbar. Also könnte man die Türken nicht
nur endlich mal aus den EU-Beitrittsverhandlungen entlassen sondern
sollte sie auch aus der Nato feuern.
Aber das wäre nicht im Interesse der Amerikaner. Denn sonst hätten
die Türken ja bereits bei der Annektion Zyperns rausgeschmissen
werden müssen. Wenn die Türken in der Nato kaltgestellt werden,
wird sich Recep der Prächtige gleich an Wladimir den Starken wenden
– und davor haben die Amerikaner Angst. Statt Putin durch die
Vernichtung seines Syrischen Verbündeten zu schwächen würde dieser
durch einen weit mächtigeren Verbündeten als Assad gestärkt. Und
hätte die Macht, den Kaukasus in die Zange zu nehmen. Kleiner Tipp:
Georgien.
Wenn der Erdowahnsinnige jetzt glaubt, den USA vorschreiben zu
können, was sie zu tun und zu lassen haben, dann lehnt er sich
gefährlich weit aus dem Fenster. Mit der alemannischen Wachtel
konnte er sich noch spielen, da braucht er nur erwähnen, dass er ein
paar Millionen „Flüchtlinge“ vorbeischicken könnte, und schon
kniet Merkel vor ihm. Aber womit will er Amerika drohen? Mit dem
Erschießen amerikanischer Soldaten? Wie die Amerikaner auf sowas
reagieren, weiß jeder. Das kann sehr ungemütlich werden.
Aber Amerika muss nicht die Türkei angreifen und sich nicht mit
türkischen Streitkräften anlegen.
Das Problem ist nicht die Türkei.
Das Problem ist Erdogan.
Und Probleme kann man beseitigen.
Der osmanische Watschensultan rüttelt am Bäumchen. Er wäre nicht
der erste Verbündete der USA, der glaubt, sich über diese erheben
zu können, und am Ende als jammerndes Häufchen Elend aus einem
Erdloch gezogen oder in Schlafrock und Pantoffeln nachts von GIs
überrascht wird.
Sonntag, 28. Januar 2018
Konfliktzone
von Fragolin
Der Krieg des osmanischen Sultans gegen seine Lieblingsfeinde wird,
allein schon wegen der hohen Zahl an Kurden ebenso wie Türken in
unseren Ländern, auch nach Deutschland und Österreich getragen. Wir
haben den Boden perfekt bereitet, um zu einer Konfliktzone zu werden.
Könnte sein, dass wir bald schon andere Probleme haben als
Liederbücher.
In Köln sind mal eben 20.000 Kurden auf die Straße gegangen, um
gegen Erdogans Einmarsch in Syrien zu protestieren. Ob Deutschland
jetzt der richtige Ort für so etwas ist, kann diskutiert werden,
aber Deutschland hat diesen Leuten nun einmal Asyl gewährt und so
haben sie keinen anderen Ort dafür. Und sie haben alles richtig
gemacht: ordentlich angemeldet, von den Behörden Auflagen bekommen,
diese Auflagen bestätigt und friedlich demonstriert.
Bis zu dem Moment, als sie auf die Auflagen pfiffen.
Das Vorgehen war einfach: eine Auflage war das strikte Verbot von
Fahnen mit dem Konterfei des verurteilten PKK-Terroristen Öcalan.
Denn man kann den Kurden zugestehen, in dem Konflikt eine bestimmte
Opferrolle einzunehmen, aber Engelchen sind sie deswegen noch lange
keine. Jedenfalls entrollten sie eine solche Fahne. Keiner schritt
ein, denn die Polizei ist zu Deeskalation und Verhältnismäßigkeit
angehalten. Und dann geschah das, was man als Lehrstück gegen den
ganzen Deeskalations- und Rücksichtkäse betrachten kann: Anstatt
sofort einzuschreiten und die Fahne einzukassieren, ließ man den
Einen gewähren – und der wurde als Präzedenzfall gewertet und
fand sofort nicht nur Nachahmer, sondern, und daran erkennt man die
konzertierte Aktion, es wurden hunderte Öcalan-Fahnen verteilt und
entrollt.
Vollkommen zurecht wurde die Demonstration daraufhin von der Polizei
aufgelöst, denn einmal formulierte Auflagen sind nun einmal zu
erfüllen, Gesetze sind einzuhalten. Aber einen schalen Beigeschmack
hat das Ganze, wenn man bedenkt, dass „spontane“
Massendemonstrationen von Türken, die in der Nacht nach der
Putschvorstellung mit der türkischen Fahne im Anschlag durch die
Straßen Kölns und Wiens marschierten, von keinen Behörden
belästigt wurden. Anstatt sofort die Bereitschaft zu mobilisieren
und dem illegalen und durchaus beängstigenden Spuk ein schnelles
Ende zu bereiten, hielten die Behörden still und ließen die Türken
gewähren. Doch gegen die Kurden wird dem Gesetz Geltung verschafft.
Dass die Kurden das rigorose Vorgehen gegen ihre eigene, offiziell
angemeldete Demo, jetzt in ein Verhältnis setzen und sagen, es wäre
eine klare Diskriminierung, bei ihnen das Gesetz nach Punkt und
Beistrich umzusetzen und bei den Türken beide Augen zuzudrücken,
ist verständlich. Auch wenn es wieder nur das kulturbedingte Mimimi
dieser vorderasiatischen Völker ist, das Bild ist verheerend. Dass
eine Veranstalterin im TV dann jammert, die Polizei hätte
„Ermessensspielraum“ gehabt und lieber „auf Eskalation
gesetzt“, ist lächerlich. Die Polizei hatte keinen Spielraum, die
Auflagen waren eindeutig und der Verstoß dagegen eine geplante
Provokation. Sie haben alles richtig gemacht. Sie müssten das nur
bei anderen auch tun.
In Wien demonstrierten auch Kurden, es waren wohl so etwa 3.000. Am
Rand kam es zu einigen Vorfällen, als die Demo von Passanten
angegriffen wurde. Es leben eben auch Türken in Wien, und die sind,
das haben ja die Ergebnisse bei Erdogans letztem Wahlspektakel
gezeigt, mehrheitlich ihrem Sultan ganz besonders herzlich zugetan.
Und wenn die hören, dass man ihren Helden als „Faschisten“
bezeichnet, was besonders aus Sicht der Kurden auch durchaus seine
Berechtigung zu haben scheint, rasten sie eben mal aus. Aber es ist
wohl nichts Grobes passiert.
Aber nach der Prügelei am Flughafen von Hannover, wo türkische
Touristen und kurdische Demonstranten aufeinander losgingen, und dem
Angriff gegen türkische Moscheen in Kassel, Minden oder Leipzig,
sollte uns bewusst sein, dass es nicht lange dabei bleiben wird, dass
es friedlich vonstatten geht. Es ist nur noch eine Frage der Zeit,
bis Kurden und Türken ernsthaft aneinandergeraten. Wir haben einen
Konflikt importiert und der wird sich nicht wegdiskutieren lassen.
Und es wird der Tag kommen, an dem wir ganz klar Stellung beziehen
müssen. Jeder denkende Mensch kann nur zu dem Schluss kommen, dass
wir uns gegen beide Seiten entscheiden müssen. Was das bedeutet,
muss ich wohl nicht weiter ausführen.
Im halbherzigen „Kampf gegen den IS“ waren die Kurden – mal
wieder – die nützlichen Idioten, jetzt empfangen sie die übliche
Belohnung des Bundes mit der NATO: den Tritt in den Hintern. Die NATO
legt sich immer wieder mit den schlimmsten Gestalten ins Bett, und
wenn sie die dann wieder raustreten, produzieren sie neue Feinde. Und
mit der Türkei ist es auch noch die NATO, die in Syrien
einmarschiert und die Kurdengebiete besetzt, um ihnen neuerlich
jegliche Hoffnung auf Autonomie auszubomben.
Der Sultan erweitert sein osmanisches Reichsgebiet.
Assad hat angekündigt, türkische Kampfflugzeuge über seinem
Hoheitsgebiet abzuschießen. Ob er das Versprechen einhalten kann,
nach all der militärischen Schwächung, sei dahingestellt, aber es
riecht nach Krieg, aber diesmal richtig. Erdogan sucht nur einen
Grund, um sich Syrien zu holen. Wenn er Russland versprochen hat,
dass sie ihren Mittelmeerstützpunkt behalten dürfen und Putin den
Deal eingegangen ist, ist Assad geliefert.
Montag, 30. Oktober 2017
»Unsere Vorfahren standen schon einmal vor Wien«
... meinte ein Berater des Erdowahnsinnigen, a.k.a. GröTAZ, im staatlichen Rundfunksender der Türkei, »TRT Haber«.
Exakt aus diesem Grund wollen gerade wir Österreicher dieses kleinasiatische Gesindel nicht in der EU haben. Und bei uns im Lande schon gar nicht.
Was ist daran so schwer zu verstehen, liebe Gutmenschen? Was würdet ihr sagen, wenn ein Berater von Mutti, a.k.a. IM Erika, mit der Ansage »Unsere Vorfahren standen schon einmal in Paris, Kiew, Athen und am Nordkap« die Wiedererrichtung eines Großdeutschen Reiches als Ziel verkündet?
»Schrecklich, so ein Nazi!« würdet ihr rufen, und die Gutmenschen würden Amok laufen. Na, ist ein Türzi etwa um einen Deut besser als ein Nazi? Eben!
Freitag, 22. September 2017
Mimose, die erste: Der GröTAZ missbilligt ...
Keine Anpassung an die »Neue Linksschreibung« (als Gegensatz zur alten Rechtschreibung, der LePenseur wohl zeitlebens treubleiben wird), sondern ein Wortspiel: »missbilligen« äußert sich beim GröTAZ u.a. dadurch, daß er nur eine Miss Turkey billigt, die seinem Wahnsinn huldigt. Und das ist eben nicht die derzeitige — bzw. schon gewesene bzw. faktisch nie gewesene, wenn's nach dem Betonkopf des Erdowahnsinnigen geht, und er brave Abnicker findet, die seine Hirnblähungen devot umsetzen:
Wut-Erdogan nimmt Miss Türkei Krone weg
18-Jährige widmete ihre Periode den "Märtyrern" des gescheiterten Putschs.
Die Siegerin der Miss-Türkei-Wahl ist ihre Krone wegen einer als anstößig gewerteten Twitter-Botschaft wieder los. Itir Esen verlor ihren Titel nur einen Tag nach dem Gewinn am Donnerstagabend. An ihre Stelle trat die Zweitplatzierte Asli Sümen, die nun auch zum Miss-World-Wettbewerb nach China reist.
Der 18-jährigen Esen wurde ein Tweet zum gescheiterten Putsch gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan im Juli 2016 zum Verhängnis. In der rund um den ersten Jahrestag des Aufstandes gesendeten Botschaft hieß es: "Ich habe heute Morgen meine Periode, um den Märtyrertag 15. Juli zu feiern. Ich feiere den Tag, indem ich im Namen des Blutes unserer Märtyrer blute."
Bei dem gescheiterten Putsch wurden 249 Menschen - Putschisten nicht mitgerechnet - getötet. Damals hatte eine Gruppe Soldaten versucht, die Macht an sich zu reißen.
Die Miss-Türkei-Organisation erklärte, sie könne eine solche Mitteilung "nicht hinnehmen". Ziel der Organisation sei es, das Ansehen der Türkei in der Welt zu fördern. Der Tweet sei den Veranstaltern erst nach dem Entscheid bekannt geworden. Das Urteil sei nach stundenlangen Beratungen über dessen Inhalt gefallen.(Quelle)
Nun kann man ja über die höchsten Grade von Frauenschönheit immer geteilter Meinung sein — die Schönheit liegt im Auge des Betrachters, heißt es nicht ohne Grund —, aber daß die junge Dame ohne Zweifel ihren Missen-Titel nicht ganz zu Unrecht beanspruchen darf, wird man schwerlich bestreiten können:
Ob das Twitter-Posting mit der Assoziation von Menstruationsblut mit dem Blut von Märtyrern besonders appetitlich ist, mag durchaus mit Recht bestritten werden — aber, hallo! Wo sind wir, bzw. wo ist die Türkei hingelangt, wenn ein disputabel geschmackvolles Twitter-Statement von anno dazumal zum Anlaß genommen wird, das Ergebnis einer Schönheitskonkurrenz auszuhebeln?!
Daß die Berichterstattung von oe24.at nur so von serviler Feigheit strotzt (indem der offenkundig bewußt dilettantisch inszenierte Operettenputsch mit dem Satz »Damals hatte eine Gruppe Soldaten versucht, die Macht an sich zu reißen« ganz in der Sicht des Erdowahnsinnigen beschrieben wird), sei nur am Rande erwähnt. Nun — Österreich und Mut sind eben nicht deckungsgleich, wissen wir. »Ein echter Wiener geht nicht unter«, und wie derlei Umschreibungen opportunistischer Rückgratlosigkeit sonst noch lauten mögen ...
Wie sagten doch schon die alten Römer? »Difficile est saturam non scribere ...«
Mittwoch, 10. Mai 2017
Ja, genau das brauchen wir!
Der türkische Abgeordnete Sevki Yilmaz soll im Ottakringer Vereinslokal „Wonder“ alle Kritiker von Erdogan mit Mord bedroht haben. Die Aussagen fielen mitten in Wien auf seiner Werbe-Tour für das Verfassungsreferendum, das dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan die uneingeschränkte Macht bis 2029 sichern soll.
Ja, das brauchen wir in Österreich! Genau sowas. Ganz dringend! Und unser Kauertaler Kopftuch-Fan hat ja schon erklärt, daß er mit Doppelstaatsbürgerschaften kein Problem hat.
Nett für ihn.
Er sitzt nämlich im Ernstfall in einer gepanzerten Dienstlimousine, von einem Schwarm Bodyguards abgedeckt. Alle Otto (und Ottilie) Normalverbraucher, wie z.B. auch LePenseur, welche die Aktionen des Erdowahnsinnigen nicht so prickelnd finden, hingegen nicht, wenn Herr Yilmaz oder einer seiner Fans die Pistole zückt.
Was LePenseur auch nicht so wirklich nett findet.
Mittwoch, 19. April 2017
Sonntag, 9. April 2017
Kindskopf
von Fragolin
Ach je,
eine Kinderzeitung in Ösistan schreibt nicht erdowahnfreundlich. Kann man zum
Beispiel hier
verfolgen. Oh, diese Nazis und Faschisten…
Abgesehen
von der Lächerlichkeit der Empörung, möchte ich aber auch ein wenig Würze in
die Causa streuen.
War es
nicht ein (berechtigter) Aufreger, als in einer Apothekerzeitung eine Anleitung
zur Identifikation von Nazikindern (blond, adrett und höflich) abgedruckt
wurde? Nun, wer sich darüber empört, der muss auch ertragen, wenn der
osmanische Leitwolf heult, wenn man ihn medial tritt. Ignorieren und genießen
würde ja reichen.
Ansonsten
ist Erdowahn ja ein wandelnder Indikator, so eine Art Kanarienvogel im medialen
Schacht – wenn er tobt, hat man irgendwas richtig gemacht.
Und
ausgerechnet die FPÖ poltert jetzt lautstark los, dass es niemanden zu
interessieren hat, welche politische Einflussnahme in Schülerzeitungen
abgedruckt wird. Die gleiche FPÖ, die eine Meldestelle gegen politische Arbeit
an Schulen eingerichtet hat und sich gerade mörderisch aufgeplustert hat wegen
einem politisch extrem linksschlagseitig dahindümpelnden Schulschiff.
Also
entweder fordere ich Neutralität in der Bildung oder nicht. Aber die Richtung
vorgeben und nur die Abweichung davon verdammen, riecht nach Spiegelbild des
Vorhandenen.
Naja,
ist nur ein kleines Ferkelchen am Rande des Saurudels, das heute durch das
mediale Dorf geprügelt wird. Der Bonsai-Sultan ist eben nicht halb so
bedeutsam, wie er von sich selbst glaubt.
Donnerstag, 16. März 2017
Sonntag, 12. März 2017
Frau Antje…
von Fragolin
„De Hollända
haben auf die Ankündigung der Türkei, jetzt komme mal eben ihr Außenminister
vorbei, um eine Wahlkampfrede zu halten, von der die Niederlande vorher
ausgerichtet haben, dass sie das nicht wünschen, klargemacht, dass er gerne
anfliegen könne, er würde aber auf keinem niederländischen Flughafen eine
Landeerlaubnis bekommen.
Das ist die
Sprache, die der Sultan und seine Wesire verstehen! Wer auf Diplomatie scheißt
und seinen Willen mit dem Hammer durchsetzen will, dem muss man mit dem Hammer
antworten und kein Gesülze über Sicherheit von Hallen und Anzahl von Feuerlöschern
lostreten. Dieses gallertige Weicheier-Gedöns hat nichts mit Diplomatie zu tun
sondern nur noch mit Peinlichkeit. Aber gut, klare Worte von Merkel wären eine
Weltsensation.“
Mehr von den
Oranjes und auch ein bisschen was von unserem Brüsseler Hähnchen und natürlich
den Irren vom Bosporus findet sich heute hier.
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Meine Kinder sind mit kroatischen, serbischen, sogar indischen Kindern zur Schule gegangen - nicht das geringste Problem.
Die Eltern bemühten sich, Deutsch zu lernen,
die Kinder sprachen perfektes Hochdeutsch ohne Akzent.
Warum funktioniert Integration nur bei euch Türken nicht?
Bitte darüber den nächsten Leitartikel!