Donnerstag, 13. August 2026

Sanktionen sind (bei entsprechendem Bildungsniveau!) Technologiebeschleuniger der Sanktionierten

Gastkommentar
von Dieter
 
 
Die derzeitige Phase der Weltgeschichte ist geprägt von asymetrischen Kriegen seitens der beherrschenden Wirtschaftsmächte gegen unterlegene bzw. abhängige Wirtschaften, bei denen man menschliche Resourcen nicht opfern will (oder systembedingt nicht kann).

Das funktioniert recht gut bei abhängigen Nationen mit geringem Bildungsstand, wenigen Ingenieuren und Naturwissenschaftlern im Vergleich zur Gesmatbevölkerung. Bei anderen Ländern, die traditionell oder in der Entwicklung der letzten Jahrzehnte auf hohe Bildung setz(t)en, ergibt sich mittel- bis langfristig ein anderes Bild.

Bei letzteren führt der Sanktionsdruck zu vermehrten Anstrengungen die Sanktionen zu kompensieren, ggf. darüber hinaus sogar bessere Lösungen zu entwickeln zum langfristigen Nachteil der bequemen gesättigten derzeit herrschenden Militär- und Wirtschaftsmächte.

Ähnliches passierte in der Vergangenheit mit Deutschland durch englische Blockaden und dem Aufstieg der Chemie-Branche und es passiert wieder durch das blinde Agieren der USA und der Europäer.

Gestern las ich z.B., daß die Russen es geschafft haben, das Star-Link-System zeitweise zu unterbrechen bzw. zu stören (was bislang als unmöglich galt) und statt dessen ihre eigenes "Starlink" in die Umlaufbahnen bringen, welches deutlich leistungsfähiger sein soll als das amerikanische.

Nehmen wir den Iran, ebenfalls eine große Bildungsnation mit ebenfalls einer deutlich höheren Ing.-Dichte als bei westlichen Ländern (VSA, Europa). Hier rücken die Amis langsam von ihren Militärstützpunkten in Nahost ab bzw. vergrößern die Distanz zum Iran, da sie nicht in der Lage sind, deren Waffen (unter extremen Sanktionen entwickelt!) wirksam entgegenzutreten. Aber auch in vielen anderen Disziplinen spielen die Iraner mit in den oberen Rängen.

Oder nehmen wir Nord-Korea, welches gerade auf Waffentechnik versucht, im  Anschluß an die führende praxisbewährte Technik der Russen aufzuschließen unter Testung der eigenen Entwicklungen.

Als Gegensatz dazu: die Lateinamerikaner, die den Amis — mit Ausnahme Brasiliens (ebenfalls inzwischen hohe Ingenieurs-Dichte!) — gnadenlos ausgeliefert sind.

Es ist nach meiner Betrachtung davon auszugehen, daß bildungsmäßig aufstrebende Nationen unter dem Druck von Sanktionen Technologiebeschleuniger werden und somit bestens gerüstet sein werden anhand getätigter Bildungsinvestitionen.
 

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