Mittwoch, 20. November 2019

Einspruch!


Gestern erschien auf diesem Blog ein Artikel von Kollegen Fragolin, denn ich nicht unkommentiert so stehenlassen möchte:
Mimimi
von Fragolin

Da hat dieser kleine Wunderknabe also eine App gebastelt, über die man, jeglichem Datenschutz lachend ins Gesicht spuckend, Lehrer öffentlich bewerten und niederkommentieren kann, und den Lehrern ausgerichtet, sie mögen bitte nicht so dünnhäutig sein und negative Bewertungen eben wegstecken. Es würde eh nur objektiv bewertet (wer an Objektivität glaubt, glaubt auch an Regenbogen-Einhorn-Kittys…) und überhaupt sei eben jeder selbst schuld, wenn er keine Bestbewertung bekommt.

Gleich nach dem ersten Wochenende wurde die App wieder vom Netz genommen. Im App-Store wurde sie nämlich massiv negativ bewertet und kritisiert, dass es sich um eine Mobbing-App und Datenkrake handle und um offenen Verstoß gegen jeglichen Datenschutz und jegliche Persönlichkeitsrechte. Während Noten nicht mehr in der Klasse vorgelesen werden dürfen, würden Lehrer öffentlich an den Pranger gestellt. Und das ließ den Programmbastler weinend zusammenbrechen, weil er ja jetzt von „Hass“ verfolgt wird.
Nun kann ich ja die Süffisanz, mit der Kollege Fragolin das »Mimimi« des Programmbastler-Jüngels behandelt, durchaus verstehen und teile sie vollinhaltlich. Wer austeilen will, muß auch einstecken können, sage ich immer. Nur: warum diese App einen »offenen Verstoß gegen jeglichen Datenschutz und jegliche Persönlichkeitsrechte« darstellen soll, erschließt sich mir nicht ganz!

Sind Lehrer sakrosankte Lebewesen? Exakt, das, was mit Lehrern diese App bewerkstelligen sollte, das wird seit jeher mit einigen anderen Berufsgruppen gemacht. Theater-, Musik- und Filmkritik sind ja nicht erst mit den Smartphone-Apps erfunden worden, sondern existieren seit Jahrhunderten (okay, die Filmkritik erst seit ca. hundert Jahren). Und bspw. ein Anton Bruckner wußte ein Lied davon zu seufzen, was ihm die gehässige Kritik Hanslicks alles an Aufführungsmöglichkeiten und positiver Publikumsresonanz verhagelt hat.

Seit Jahrzehnten treiben »Gastrokritiker« ihr Unwesen — Zeitschriften wie Gault Millau, Falstaff & Co. loben und verreißen Restaurants seit Jahren — und über den noblen Zirkel der Haubenlokale hinaus: seit Jahren boomt auf Trip Advisor & Co. die Hotel- und Gasthausbewertung durch Besucher: hat hier je einer »Datenschutz« und »Persönlichkeitsrechte« moniert, wenn der Koch XY mit seiner neuesten Kreation zur Sau gemacht wurde?

Warum also nicht Lehrer bewerten, wenn dasselbe Schicksal auch Ärzte, Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, IT-Berater, Baumeister, Installateure (und überhaupt alle Wirtschaftstreibenden) trifft? Oder ist der erboste Patient, dem der Doktor nicht einfühlsam genug auf seine Wehwehchen eingehen wollte, für den Arzt nicht ebenso ein Problem, wie für einen Lehrer ein aufsässiger Schüler, der ihn wegen eines »Nichtgenügend« in Mathe angiftet?

Sicher: ich weiß schon, daß anonyme Kritik dazu verleitet, die Sau rauszulassen und hinterhältig Rache zu nehmen (genau das werfen diesem LePenseur-Blog ja gerne Poster vor, bei denen es mich immer amüsiert, daß sie diese Kritik natürlich als »Anonym« oder hinter einem Nickname versteckt vortragen ...) — und das unterscheidet die »Lehrer-App« (aber auch die Bewertungen auf »Google«, »Herold« oder »TripAdvisor« wohlgemerkt, denn auch die sind meist anonym!) von den Artikeln im Falstaff-Magazin oder der Theaterkritik in der Tageszeitung. Denn da steht ein Name drunter, und da kann man sich (meist aber nur theoretisch!) beschweren, wenn Unwahres behauptet wird.
Ja, keine Frage: solche Bewertungsplattformen sind nicht unproblematisch! Denn wenn nicht die Kompetenz, sondern die beleidigte Leberwurst das Sagen hat, und man einfach nicht feststellen kann, ob hier ein Kenner berechtigt kritisiert, oder vielleicht ein neidischer Konkurrent giftig anschwärzt — es ist problematisch. Aber es ist wohl kaum problematischer bei einer Lehrer-App als bei einer App für Restaurant-Bewertungen. Wobei die Konsequenzen bei der letzteren im Mißbrauchsfall noch weit dramatischer ausfallen dürften, als in der »geschützten Werkstatt« einer Schule.

Eine geschickt eingefädelte Kampagne gegen ein Restaurant kann dieses schnell in Konkurs treiben. Die Wahrscheinlichkeit, daß negative Bewertungen auf einer Schüler-Plattform einen Lehrer den Job kosten, halte ich dagegn für wohl weit geringer: zu gut organisiert ist dafür die Lehrergewerkschaft, als daß die sowas durchgehen ließen! Was für den »unorganisierten« Lehrer, der vielleicht noch Nonkonformist ist, vermutlich nicht gelten wird. 
Nur frage ich mich: was tut so jemand auf einer öffentlichen Schule? Und weiters: würde der nicht längst von seinen »lieben« Kollegen gemobbt werden, was das Zeug hält ...?


Teuflische Chemie

von Fragolin

Frage an Radio Eriwan: Kann die Heilige Greta wirklich Kohlendioxid aus den Kühltürmen der Kohlekraftwerke aufsteigen sehen?

Antwort: Im Prinzip ja, nur handelt es sich dabei um das nicht weniger gefährliche, hochgiftige und klimazerstörerische Dihydrogenmonoxid. Nur wirklich selbstaufopfernde Klimaretter setzen im Kampf gegen diese fürchterlichen klimazerstörerischen, polklappenabschmelzenden und erdverglühenden Molekülgruppen auf die heldenhafte Direktvernichtung, indem sie auf ihren Klimakonferenzen, zu denen sie alljährlich rund um die Welt jetten, eine pure Mischung aus diesen Substanzen, in umweltfreundliche Mehrwegflaschen gezogen, literweise trinken. Abends wird dann auch noch eine besondere chemische Mixtur aller beteiligten chemischen Elemente namens Hydroxiethan dazugemischt, die sich sogar positiv auf das Klima, zumindest das zwischenmenschliche, auswirken kann, wenn man sie in Maßen zu sich nimmt. (Vor einer dauerhaften Überdosierung wird allerdings gewarnt, sie kann zu spontanen Ischias-Anfällen führen.) Und man verhindert damit die Weiterverarbeitung dieses teuflischen C2H5-OH zu Biokraftstoff, als welcher es ja wieder zu Kohlendioxid verbrannt werden würde, was die arme Greta dann weinend ansehen müsste. Und wer will das schon?

Dienstag, 19. November 2019

Mimimi

von Fragolin

Da hat dieser kleine Wunderknabe also eine App gebastelt, über die man, jeglichem Datenschutz lachend ins Gesicht spuckend, Lehrer öffentlich bewerten und niederkommentieren kann, und den Lehrern ausgerichtet, sie mögen bitte nicht so dünnhäutig sein und negative Bewertungen eben wegstecken. Es würde eh nur objektiv bewertet (wer an Objektivität glaubt, glaubt auch an Regenbogen-Einhorn-Kittys…) und überhaupt sei eben jeder selbst schuld, wenn er keine Bestbewertung bekommt.

Gleich nach dem ersten Wochenende wurde die App wieder vom Netz genommen. Im App-Store wurde sie nämlich massiv negativ bewertet und kritisiert, dass es sich um eine Mobbing-App und Datenkrake handle und um offenen Verstoß gegen jeglichen Datenschutz und jegliche Persönlichkeitsrechte. Während Noten nicht mehr in der Klasse vorgelesen werden dürfen, würden Lehrer öffentlich an den Pranger gestellt. Und das ließ den Programmbastler weinend zusammenbrechen, weil er ja jetzt von „Hass“ verfolgt wird.
Ach nee.
Wirklich?

Tja, Burli, so fühlt sich das an, wenn ein Bumerang zurückkommt. Da kann man auch kleine Einhorn-Kittys reinschnitzen, es tut trotzdem weh, wenn er einem vor die Stirn knallt. Wie hast du selbst gesagt? Wer negativ bewertet würde, müsse das eben als Ansporn sehen, besser zu werden.
Warum dann jetzt das Mimimi und inflationäre Geflenne wegen „Hass“, wenn objektive und berechtigte Kritik kommt? Schneeflöckchen-Syndrom?

Ach ja, und noch eine Frage an die Lehrergewerkschaft: Beiträge kassieren tut ihr ja fleißig, eure Klientel wird ja auch nicht gerade mickrig entlohnt, also wo bleibt jetzt eure hochgepriesene Interessenvertretung? Kein Geld für eine Klage wegen Verstoß gegen Persönlichkeitsrechte? Die Schule kann nämlich jeder öffentlich bewerten, aber Lehrer namentlich ist mit dem Datenschutz und den Persönlichkeitsrechten absolut unvereinbar!

Aber es kann auch sein, dass es besonders im linken Spektrum interessierte Kreise gibt, die aus Kommentaren zu Negativbewertungen herausfiltern, wo sich „rechte Gesinnung“ verstecken könnte. Oder Ablehnung gegen Klimahüpfer. Wer finanziert und forciert denn da im Hintergrund die Arbeit des Blockwart-App-Programmierers? Oder ist der gar nur eine Marionette? Weil man eine Lehrer-Bewertungs-App noch weniger akzeptieren würde, wenn sie nicht von einem Schüler kommt?

Ich hoffe, da hängen sich mal ein paar investigative Journalisten dran. Und nein, vom „Falter“ erwarte ich da nix; die wühlen wahrscheinlich lieber in den Schülerkommentaren nach Hinweisen auf „Nazilehrer.“..

Karma is a bitch ...


Tja, was soll man da noch sagen ...
British "White Helmets" Co-Founder Dead in Turkey

November 15, 2019 (Tony Cartalucci - LD) - Former British military officer James Le Mesurier suspected of ties to MI6 and the co-founder of the so-called "White Helmets" front was found dead this month in Turkey from an apparent fall from his residence.

The Western media wasted no time linking it to claims Russia had recently made that he was an intelligence asset involved in sowing instability worldwide - attempting to portray Russia as somehow likely responsible for Le Mesurier's death.

Not a Rescue Org 

In actuality, the "White Helmets" were an extension of Western armed and funded terrorist organizations operating in Syria with the "White Helmets" specifically serving the purpose of war propagandists thinly disguised as "rescue workers" or local "civil defense."

They found themselves repeatedly at the center of alleged chemical attacks the US accused the Syrian government of - indicating their likely involvement in carrying out false flag operations - many of which may have actually killed real people.
»Ene mene muh, und raus bist du«, haben wir als Kinder gespielt. Später im Leben kann das todernst werden. Le Mesurier wurde offenbar »geopolitisch« nicht mehr gebraucht, hätte aber als Insider noch lästig werden können ...

Der Sozialismus siecht!

Ich verstehe die Aufregung nicht.

Da wurde also eine Kranzschleife nicht ganz rechtschreibkonform beschriftet. Die SPD schäumt und will klagen.
Wo ist das Problem?
Es kann doch nur an einer von vier Möglichkeiten gelegen haben.

Erstens: Der orthographiedysfunktionale Kranzschleifenbeschrifter hat in einer von den Roten und Grünen so bejubelten, die patriarchalen Unterdrückungsmethoden der Schriftvorschriften durchbrechenden „Schreiben nach Gehör“-Schulen das Schreiben nach Gehör gelernt und eben genau das auf den Kranz geschrieben, was er gehört hat. So wie er es gelernt hat. Praktisch das Opfer einer von tiefroten Schulbehörden durchgesetzten Multifunktionsverblödung ab Einschulungsdatum. Eine Klage gegen das Unternehmen könnte dort Ressentiments schüren und dazu führen, dass künftig Menschen aus alternativpädagogisch verblödenden Schulsystemen von vornherein keine Chance auf einen Job haben.

Zweitens: Die Kranzschleifenbeschrifterei hat als vorbildliches Willkommensunternehmen zur Verhinderung der Abschiebung und Forcierung der Integration eines Schutzerflehenden diesem die großmütige Chance gegeben, sich in unser Leistungsleben einzugliedern und der Ärmste ist eben noch nicht so sattelfest mit doitschas Sprak. Das muss man honorieren und Nachsicht üben. Eine Klage gegen das Unternehmen könnte dort Ressentiments schüren und xenophobe Mühlräder bewässern, so dass aufstrebende Einströmende künftig keine Chance mehr auf einen Job dort haben. Die SPD als Förderin von Fremdenfeindlichkeit. Wollt ihr das, Jenossen?

Drittens: Der/die Mitarbeitenden*In_X hat den Ratschlag der SPD-Genoss*_X+§&% befolgt und mehr auf moderne Technologie, Internet of Things und KI gesetzt, ohne zu wissen, was das alles eigentlich bedeutet, aber das muss man ja nicht, man hat ja Google, Wikipedia und Alexa, und hat einfach Alexa per Spracherkennung den Text diktiert und die Blechdrohne einfach ausdrucken lassen. Da Alexa mit KI, in der sich das Wort „Intelligenz“ versteckt, etwa so viel zu tun hat wie ein Kieselstein mit aufgemaltem Gesicht mit Albert Einstein, sind solche Fehler vorprogrammiert, müssen wir diese eben verzeihen. Eine Klage gegen das Unternehmen könnte dort zu der Meinung führen, dass man nur noch intelligente Menschen beschäftigt; allerdings sind die in den Billigprogrammen der sozialistischen Arbeitsmarktförderung nicht zu bekommen und was anderes kann sich das Unternehmen nicht leisten, weil die SPD ja auch nicht gerade aus dem Füllhorn zahlt. Und damit kommen wir zu…

Viertens: Man hat, selbst zwar nach Mindestlöhnen und bedingungslosem Geldverteilen schreiend, in Anbetracht des Erhaltes des eigenen Besitzes penibel darauf geachtet, den mit Abstand billigsten Bieter zu beauftragen, der zwar kaum deutsch kann, weil er in einer Druckerei im rumänischen Rila-Gebirge Straßenkinder für ein Pflanzenmargarinebrot handstempeln lässt, aber dafür war er eben unschlagbar billig. Eine Klage… ach was soll‘s, wäre eben der nächste Schuss ins Knie.

Also los, Genossen, frisch drauflosgeklagt gegen euch selbst. Ihr müsst nichts befürchten, denn Dummheit ist nicht strafbar. Außer vor dem Wähler, und der zeigt es euch seit Jahren, aber ihr seid sogar noch dümmer als vermutet und merkt nicht einmal das.
Jenossen, der Sozialismus siecht!

Montag, 18. November 2019

Braun muß weg!

von  it’s  me  


Der „Kampf gegen Rechts“ hat so richtig Fahrt aufgenommen, sodass ich mich verpflichtet fühle, meinen Beitrag für die „gute“ Sache beizusteuern.

Der FC St.Pauli muss seine Dressen ändern, denn die sind im sattesten Braun gehalten, was natürlich Assoziationen an die dunkelste Zeit Deutschlands erinnert, und das ist ein absolutes No-go. Rechts-abbiegespuren darf es nicht mehr geben. Es müssen Verkehrsplaner her, die es ermöglichen, dass man mit dreimal Linksabbiegen dasselbe Ergebnis erreicht wie mit einmal Rechtsabbiegen. Ein paar Brücken und Unterführungen machen das sicher möglich. Und die Kosten? Who cares – es dient der guten Sache, damit ist diese Verschwendung gerechtfertigt! Man kann ja noch immer die Erbschafts- und Schenkungssteuer wieder einführen.

Letztens dachte ich, ich fahre an einem geheimen Nazitreffpunkt vorbei, dabei war es das Auslieferungslager von UPS – alles im satten Braun gehalten: die Autos, die Uniformen und sogar die Pakete. Weg mit diesen Nazis, es muss alles auf Rot geändert werden, ein Sichel und Hammer – Logo zusätzlich würde sicher großen Zuspruch erfahren.

Die Autoindustrie muss ihre digitale Geschwindigkeitsanzeige insofern modifizieren, dass nie und nimmer die Geschwindigkeit 88 angezeigt wird, denn es könnte bei sämtlichen Linken und Ultralinken – a.k.a. GrünInnen – schwerste Traumata auslösen, und wer will schon einen gestörten Koalitions-partner!

Gegen den deutschen Arbeitsminister muss sofort ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet werden, denn ein HH – Hubertus Heil – geht schon gar nicht in Merkels Diktatorischer Republik. Auch Merkel selbst muss unter spezielle Beobachtung des Verfassungsschutzes gestellt werden, denn sie hat auch das „A“ in ihrem Vornamen, liebt ebenfalls Wagner, und hat ähnliche Völkerbewegungen initiiert wie jener Braunauer Kunstmaler (nur halt in die Gegenrichtung: während dieser die eigene männliche Bevölkerung in Bewegung setzte, um andere Völker zu überrennen und auszulöschen, hat „A“ andere Bevölkerungen – speziell männliche – in Bewegung gesetzt, um die eigene Bevölkerung zu überrennen und zu drangsalieren ...).

Sämtliche Blasmusikkapellen müssen aufgelöst werden, denn die spielen sehr gerne Märsche, und das ist ebenfalls schwerst Nazi-affin und traumatisierend, außerdem hörte ich am Land letztens sogar eine „Oh du mein Österreich“ spielen, und das in der Nähe einer Asylunterkunft:


Wie kulturell unsensibel die Leute am Land doch sind!

Die größte Herausforderung stellt sich für die Botaniker, denn die müssen das Erbmaterial der Bäume in einer Art verändern, dass es im Herbst keine braunen, die Gutmenschen traumatisiernden Blätter mehr gibt. Und sämtliche Hasen, Rehe und Eichhörnchen sind zum Abschuss freigegeben, denn deren braunes Feld ist ein unzumutbarer Anblick.

Vielleicht kann ich ein paar Millionen an Subventionen abstauben, indem ich eine Art „Anti-Rechts -Brainstorming-Institut“ gründe und die linke Szene mit meinen Beiträgen erfreue (das Briefpapier in Rot und Grün gehalten).


Interessante Entwicklungen bahnen sich an


Nicht nur in Österreich (Verzeihung für diese Bemerkung, die den Eindruck erwackt, als halte sich — bzw. hielte ich —  Österreich für den Nabel der Welt ...), sondern weltweit. Und die transatlantsichen Trolle werden vermutlich gleich wieder ihre alte Putin-Kim-Leier auspacken. Sei's drum!

Bei »Land Destroyer« findet sich eine hochinteressante Information über Änderungen in Süostasien, näherhin: in Thailand.
Why Thailand is Buying Russian Helicopters
November 17, 2019 (Joseph Thomas - NEO) - Beginning in 2011, the Kingdom of Thailand began replacing aging US helicopters not with newer US-built models, but with Russian and Italian systems instead.

This includes Russian Mi-17 medium twin-turbine transport helicopters and several AgustaWestland AW149's and AW139's (for transporting VIPs).

According to a January 2019 article in Jane's 360:
The RTA [Royal Thai Army] already operates five Mi-17V-5 platforms. In March 2008 the service ordered the first three such rotorcraft from Russia, which were delivered in March 2011, followed by the remaining two in November 2015 under a contract signed in July 2014. 
The article also noted that 2 more have recently arrived in Thailand, bringing the total number up to 7:
The Royal Thai Army (RTA) has received two more Russian-made Mil Mi-17V-5 ‘Hip-H’ medium transport helicopters, an RTA source told Jane’s on 8 January.
Russia's embassy in Bangkok would note during the delivery of several Mi-17's in 2015 that:
This model of the famous Russian MI-17 helicopter can be used not only for transportation purposes but also in combat circumstances as well as for civil needs, in particular for rescue operations and forest fire extinguishing.
Indeed, far from just new toys resulting from a military spending spree as US-backed opposition figures in Thailand claim, Russian-built Mi-17s have already been seen in action, most notably during the spectacular cave rescue incident last year where 12 children and their football coach made it out of flooded caves alive.
(Hier weiterlesen)
Ein weiterer, kleiner Schritt zu multipolarer Normalität anstelle von monopolarer Weltherrschaft: gut so! Und weitere werden folgen — auch wenn es den Herrschaften vom Washingtoner East-Coast-Establishment nicht gefällt ...


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P.S.: wundert sich jetzt noch wer, daß der König Thailands in unseren ferngesteuerten Systemmedien als höchst seltsam und abwegig dargestellt wird? Geht ja irgendwie gar nicht anders: wenn man so jemanden nicht einfach per Putsch aus dem Weg räumen kann (was das weitaus mehrheitlich loyal zu ihrem Königshaus stehenden Thaivolk nicht goutieren würde) aber dennoch bekämpfen will, muß man ihn als Unmensch und Verrückten darstellen und hoffen, daß die Unterstützung für ihn dann doch zu bröckeln beginnt. War in der Vergangenheit ja schon öfter der Fall ...


Die Blauen sind nicht regierungsfähig

von Fragolin


Die BVT-Razzia, die der damalige Innenminister Kickl nicht ablehnen konnte ohne sich des Amtsmissbrauchs und der Behinderung laufender Ermittlungen schuldig zu machen, wurde ja bekanntlich von der Korruptionsstaatsanwaltschaft gefordert (nur nochmal für jene, die es nicht begreifen wollen: die Staatsanwaltschaft ordnet eine Razzia an, die Polizei muss diese dann ermöglichen), die damals offiziell dem Justizminister, einem Ex-Blauen und bekennenden Anti-Strache-Mann auf ÖVP-Ticket, unterstand und bekanntermaßen sehr offene Kanäle zu den Roten haben (durch die auch Medien wie „Falter“ und „Standard“ offensichtlich immer weit vor jedem anderen an eigentlich nicht öffentliche, interne Ermittlungsstände kommen). Anordnung also aus einem Schwarz-Roten Ressort an die Polizei, und die darf nicht selbstherrlich die Ermittlungen behindern oder gar verweigern sondern muss diese dann ermöglichen. Dass Kickl bei einem so brisanten Fall auf eine Truppe zurückgriff, zu der er Vertrauen hatte und wo er sicher war, keine Maulwürfe befürchten zu müssen, liegt auf der Hand. Dass diese Razzia ein Kuckucksei war und eigentlich Kickl aus dem Amt fegen sollte, also ein kalter Putsch des Koalitionsfeindes war, scheint die plausibelste Erklärung und ist rückblickend auf die mediale und politische Kampagne auch das wahrscheinlichste Szenario. (Das von links bis heute kolportierte Narrativ, Kickl wollte an Informationen aus Datenbanken des ihm selbst unterstellten BVT kommen, ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten; wenn er die hätte haben wollen, hätte er auf die Datenbanken einfach zugreifen brauchen – er war damals der Innenminister!)

Der erste Putschversuch misslang trotz massivster Angriffe bis hin zu offenen Lügen und beleidigenden Ausritten bekannter Pöbler. Also musste Ibiza her.
Wie es scheint, und ich habe diesen Verdacht immer stärker, wusste Kurz selbst nichts von den Intrigen, die die alten schwarzen Bonzen, deren Sockenpuppe er letztendlich ist, auch wenn er glaubt irgend etwas Besonderes zu sein, hinter seinem Rücken sponnen und bis heute weben. Ich habe lange geschwankt zwischen dem Bild des intelligenten, gerissenen und intriganten Machtmenschen und der sich als solchen selbst einschätzenden, im Grunde aber in jugendlicher Selbstüberschätzung naiven Marionette alter erfahrener Puppenspieler hinter der Bühne. Mir scheint immer mehr, der ist einfach nur abgehoben, aber dumm. Daher diese ewigen aalglattten Stehsätze, immer die gleichen nichtssagenden Parolen, dieses sinnleere Geschwafel mit weinerlicher Stimme – er hat nichts zu sagen und sein einziges Talent ist es, das irgendwie telegen zu machen. Da ist kein Rückgrat, keine Meinung, kein Inhalt; wenn man dem das Skript wegnimmt, so ahnt man, redet er von Blockflöten und Weihnachtsliedern. Gerade, dass er nicht zu zittern anfängt. Wir werden von Marionetten regiert.

Nachdem Kickl nun immer noch im Parlament sitzt und dort mit dem Wissen seiner Amtszeit einer (ich glaube es erst, wenn es sie gibt) schwarz-grünen (oder doch eher einer den alten Seilschaften im Hintergrund herzensliebsten schwarz-roten Regierung) das Leben und vor Allem deren Umgang mit Migration und importierter Kriminalität recht schwer machen könnte, möchte man ihn dort auch weg haben. Strache konnte man kaltstellen, sogar seine Frau sippenhaftend und von den sonst so gern kreischbereiten Femanzen wohlwollend betrachtet zum Paria stempeln, aber den Kickl wird man irgendwie nicht los und anscheinend ist die Hemmschwelle zum Autounfall noch zu hoch.
Dass man jetzt aus einer roten Vorfeldorganisation heraus versucht, über eine unsinnige Wortverdrehung eine Verhetzung zu konstruieren und seine Immunität aufzuheben, ist dabei nur noch eine kleine Randnotiz.

Zusätzlich wird die nächste Rakete gezündet: In den letzten Tagen seiner Amtszeit soll das zum Innenressort gehörige Bundesamt für Korruptionsbekämpfung ein Begehr an die dem auf schwarzem Ticket fahrenden Justizministerium unterstehende Staatsanwaltschaft gerichtet haben, das Handy einer Neos-Abgeordneten zu beschlagnahmen, um „einem Maulwurf im BVT auf die Spur zu kommen“, denn sie war auch noch Mitglied des „BVT-Untersuchungsausschusses“, der allerdings weniger die Quellen zu diesem Skandal untersuchte sondern sich nur auf die Person Kickl und seine Rolle als Innenminister fokussierte – man hatte ja eine Agenda und ein klares Ziel.

Der Antrag dazu wurde im Mai noch während der Amtszeit von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) gestellt, die Absage kam in den ersten Tagen der neuen, parteifreien Regierung...“ berichtet die „Krone“.
Man beachte die Wortwahl dieses vom linken „Standard“ veröffentlichten Satzes. Nein, nicht das Märchen von der „parteifreien Regierung“: Es geschah „während der Amtszeit“ bedeutet nicht, er hätte irgendwas angeordnet oder der neue IM irgendwas zurückgenommen; das passierte ganz offensichtlich alles autark in den mittleren Ebenen ohne Einflussnahme oder Wissen der jeweiligen Chefs.
Man stapelte Munition gegen Kickl auf, sammelte Stolpersteine, um für den Fall seiner renitenten Weigerung, auf Geheiß der Hintermänner des Koalitionsfeindes das Amt zu räumen, ausreichend Granaten zu haben, die man auf ihn schießen könnte. Die Beschlagnahme des Handys ebenso wie des Laptops oder PCs einer Nationalratsabgeordneten wäre ein beispielloser Angriff gegen die Demokratie und die Verfassungsordnung. Deshalb schmetterte die Staatsanwaltschaft das Begehr auch folgerichtig ab, um folgendes Bild zu erzeugen, das von den linken Gazetten und ihren Filterblasen auch schnappatmend ventiliert wird: Der blaue Kickl wollte demokratiefeindlich oppositionelle Abgeordnete angreifen, und nur die heldenhaften schwarzen Staatsanwälte konnten diesen Angriff abwehren.
Was allerdings nur in einem Nebensatz ganz unten erwähnt und nicht weiter betrachtet wird, ist die Tatsache, dass Kickl dort ja kein Alleinregiment führte sondern eine schwarze Staatssekretärin zur Seite hatte, in deren Zuständigkeitsbereich, man ahnt es, genau jenes Bundesamt für Korruptionsbekämpfung fiel. Dessen Direktor, Andreas Wieselthaler, wurde auch bereits von verschiedenen Seiten eine überaus ausgeprägte Nähe zur ÖVP bescheinigt; Hörigkeit gegenüber einem FPÖ-Funktionär würde man bei diesem wohl eher nicht finden. So wie das gesamte BAK ein einziger schwarzer Verein zu sein scheint.

Es gab also dieses Begehr aus einem Amt, das einer schwarzen Staatssekretärin und einem schwarzen Direktor unterstand an die von einem auf schwarzem Ticket amtierenden Justizminister geleitete weisungsgebundene Staatsanwaltschaft. Der „Skandal“ wird dem ehemaligen blauen Innenminister umgehängt, der nach eigenen Angaben nicht einmal wusste (und auch nicht wissen konnte, wenn es ihm keiner sagt), dass eine Unterabteilung dieses Begehr stellte, und rein zufällig über die dem schwarzen Parteichef durch das Miteigentum seines guten Freundes und strahlenden Sternes in rotschwarzer Runde recht wohlgesonnene „Krone“ auch genau so an die Öffentlichkeit gehypet.

Kickl verweist darauf, dass das BAK im Zuständigkeitsbereich der damaligen ÖVP-Staatssekretärin Karoline Edtstadler gelegen sei und empfahl, „bei ihr nachzufragen, ob sie über diesen gravierenden Schritt informiert war und wenn ja, ob sie ihre Zustimmung gab“.“

Die Sache hat nur einen Haken: Sofort nach der EU-Wahl wechselte – damals überraschend und viele Menschen verblüffend – Edtstadler sofort ins EU-Parlament und schlüpfte dort in die Immunität. Wenn man sich diese jetzt hochblubbernde Polit-Intrige anschaut, dann versteht man langsam, was wirklich hinter diesem erstaunlichen Wechsel stehen könnte: Sie wurde „Vonderleyent“. Bevor jemand tiefer gräbt und eventuell gar – wie die Blauen wohl getan hätten – einen Untersuchungsausschuss fordert, der zu sehr unangenehmen Ergebnissen führen könnte, wird die betroffene Person in eine höhere Sphäre der Immunität transferiert und ist damit aus dem Schussfeld. Was bleibt ist eine weitere Intrige gegen Kickl, die ihm auch noch selbst zur Last gelegt wird, und wenn er sich dagegen wehrt, wird ihm auch noch „Opfergehabe“ vorgeworfen.
Ich muss bei sowas immer an Stefan Jürgens und sein „Kentucky schreit ficken“ denken: „Gefickt eingeschädelt!“

Meine Meinung dazu: Die Blauen sind nicht regierungsfähig!
Aber nicht, weil sie, wie die Sprachrohre der alten roten und schwarzen Bonzenriegen tröten, so übel rechtsextrem und nazisch wären, sondern weil sie dem in Jahrzehnten zur Perfektion entwickelten Intrigen- und Schmutzkübelnetzwerk derer, die sich den Staat nach dem Krieg zur Beute gemacht haben, nicht gewachsen sind. Sie sind eben nicht zu „brutal“ für diesen Intrigantenstadel, sondern ganz im Gegenteil zu unbedarft. Sie glauben, mit knackigen Parolen etwas ausrichten zu können gegen ein in Jahrzehnten tief eingegossenes Betonfundament aus Seilschaften, Netzwerken und schwarzrotem Proporz. Sie glauben, eine Regierungsbeteiligung reicht schon aus, um irgend etwas verändern zu können.

Aber als Chef bist du machtlos, wenn sich die Belegschaft gegen dich einig ist. Man ändert das System nicht von oben, man infiltriert es von unten. Das haben die Rechten verpasst.
In Deutschland wird übrigens genau deswegen der „Kampf gegen rechts“ durch Blockwartsysteme, Denunziationsrufnummern, Meldewege in allen Ämtern und Ausschnüffeln der eigenen Kollegen geführt. Wenn die Gegner irgendwo mal auf einen Chefsessel kommen, kann man sie ignorieren, aber wenn sie unten im System stecken, werden sie gefährlich. Der maoistische „Marsch durch die Institutionen“.
Wer das von oben nicht verhindert, es zulässt, der lässt auch das Erodieren des Systems zu. Das, was man Merkel vorwerfen kann und muss: sie hat es aus intriganter Machtbesessenheit, egozentrischer Selbstüberschätzung und eklatanter Führungsschwäche zugelassen, dass alle Machtstrukturen mit Linksextremen und Deutschlandhassern durchsetzt werden.
In Deutschland sieht man das auch an der SPD. Deren linker Rand hat bereits so viele Beteiligungen in meinungsbildenden Medienhäusern, sitzt in so vielen Vorständen, in so vielen Ämtern, leitet Universitäten und Schulen, in denen bereits die Kleinen stramm auf links gepolt werden – die haben es gar nicht mehr nötig, noch gewählt zu werden, um ihre Ziele durchzusetzen. Die machen das von unten. Geld fließt über millionenschwere Beteiligungen und Stiftungen herein. Pfeif auf Wahlen und den Pöbel; man braucht keinen Chefsessel, wenn man eh alle Abteilungsleiter auf seiner Seite hat.

Wenn morgen die FPÖ eine Alleinregierung mit stabiler Mehrheit bilden könnte, wäre diese innerhalb eines Jahres aus dem Amt, wetten? Aber nicht, weil sie ihre Arbeit schlecht machen würde, sondern weil dann alle Geschütze aufgefahren würden, die es gibt. Bis hier die Straßen brennen.

P.S. Ach ja, zu dieser „Liederbuch-Farce“ habe ich auch was gefunden. „Unzensuriert“ gehört zwar nicht zu den Medien, die ich konsumiere, aber ich bekam diesen Link.
Man erkennt die komplette Sinnentstellung der Faksimiles, die über die „Krone“ verbreitet wurden, die ja bekanntlich in der Hand eines Freundes vom Herrn Kurz ist, dessen Partei wiederum jedesmal massiv profitiert, wenn FPÖ-Wähler verekelt wurden.
Ich hatte das Thema ja schonmal, ich halte dieses „Liederbuch“ für eine widerliche Sammlung primitiven Rotzes und eigentlich ein erstaunliches Sittenbild über die Gedankenwelt von Gymnasiasten und Studenten, aber ganz sicher alles andere als „NS-verherrlichend“. (Die gleiche Lügenstrategie übrigens wie bei dem „Rattengedicht“, bei dem bis heute behauptet wird, Migranten würden als Ratten bezeichnet, obwohl es nicht stimmt, sondern sich der Autor als „Stadtratte“ ausgibt.) Wer etwas von „Rassenwahn“ und „Nazipimmeln“ als „Verherrlichung“ interpretiert, muss schon gewaltig einen an der Klatsche haben. Wenn man das einem echten Nazi vorsingt, sollte man sich vorher eine Rüstung anziehen. Und der „Antisemitismus“ wird, wie man nun sieht, auch durch Sinnentstellung konstruiert.
Das ganze Brimborium wird vor Gericht gezerrt und dort dann eben festgestellt, wie schon viele Male vorher, dass da einfach gar nichts war. Aber natürlich passiert das erst nach der Wahl. Medien und Justiz als Instrumente der Meinungsbeeinflussung vor Wahlen – und die Politiker und Parteien, die das anzetteln, wollen irgendwas über Orban oder Putin maulen? Wir brauchen keine Russen, um unsere Demokratie auszuhebeln, dafür haben wir eigene Leute.
Und die sind hoch aktiv.

Sonntag, 17. November 2019

Ein »Wort zum Sonntag«, wie ich es die ganze Woche gesucht


... aber erst jetzt bei Jürgen Fritz gefunden habe:

Woran das Abendland zugrunde gehen wird: dass wir die Aufklärung nicht zu Ende führten


Es mag noch immer eine klare Minderheit sein, aber es werden immer mehr Menschen, die es regelrecht spüren, mache auch schon ganz klar sehen und erkennen: das Abendland wird untergehen. Zumindest ist die Gefahr, dass dies passieren wird, dass das Beste, was dieser Planet je hervorbrachte, sich selbst quasi zu Tode stranguliert, nicht nur gegeben, sondern förmlich mit den Händen greifbar. Doch wie konnte es so weit kommen? Was steckt dahinter respektive was steckt im innersten Kern der Problematik? Was ist der Grundfehler, an dem wir zu Grunde zu gehen drohen? Hier die vielleicht beste Erklärung.
(Hier weiterlesen)
Chapeau! Touché!

Nochmals »Mozart« (nicht Vater!), aber anders ...



Michael Klonovsky widmet seine Sonntagstagebücher bekanntlich immer den Künsten — und wer könnte bestreiten, daß so dreinzuschauen wie Gerhard Polt bei min. 2:28 in der Tat ein Kunst ist! Das kann nicht jeder.

Ach ja — und blasen wie Steffl Well (der Herr ganz links) auch nicht ...


Prager Herbst

von Fragolin

In Tschechien gehen 30 Jahre nach der Entmachtung der menschenverachtenden Kommunisten wieder Hunderttausende gegen die Regierung auf die Straße. Zu Babis selbst kann ich nicht viel sagen, die tschechische Regierung hat mich bisher nicht wirklich beschäftigt, er gibt aber auf den ersten Blick das Bild eines alten kommunistischen Apparatschiks und Stasi-Mitarbeiters, der bereits unter den Kommunisten Karriere machte und damit nach der Revolution Milliardär werden konnte; ein klassischer Oligarch der postkommunistischen Ära eben, wie wir sie auch aus Polen, Ungarn und der Ukraine kennen. Dazu passt auch, dass er mit den Sozialisten und den Kommunisten gestützt wird, während er die Zusammenarbeit mit den Nationalisten ablehnt. Was hiesige Kommentatoren nicht hindert, ihn gelegentlich zu den „Rechten“ zu packen, woran man auch deren Richtungslosigkeit erkennt. Da reicht die Zuordnung „Unternehmer“ vollkommen aus, denn alles was rechts von Ultralinken steht, ist für Ultralinke eben ein „Rechter“. So wie die Kommunistin Wagenknecht in Deutschland.

Interessant finde ich aber die Statements, die hier medial verbreitet werden.

Es sieht heute nicht so aus, wie wir uns das damals vorgestellt haben.“
30 Jahre nach der Samtenen Revolution haben wir eine Regierung, die von den Kommunisten toleriert wird.“

Das sind Aussagen, wie sie wortwörtlich auf einer Pegida-Demonstration in Dresden aufgenommen werden könnten. Wo die Merkelpartei aktuell mit den alten Kommunisten sogar eine Koalition, also direkte Regierungsbeteiligung anstrebt. Unter dem Merkel-Regime wäre eine Demonstration gegen eine Landesregierung mit den Altkommunisten pauschal eine Zusammenrottung rechtsradikaler Demokratiefeinde und Neonazis.

So wie in Österreich, wo unter einem grünen Altkommunisten als Bundespräsidenten die momentan vom marxistischen Linksflügel beherrschten Grünen von einem jegliches politische Rückgrat vermissen lassenden Machtstrebenden in die Regierung geholt werden sollen. Auch hier kann man davon ausgehen, dass Demonstrationen gegen diese Regierung (gegen die vorige gab es ja laut ORF nur zivilgesellschaftliche Retter der Demokratie auf der Straße) medial eher als Aufmärsche rechtsradikaler Demokratiefeinde dargestellt werden.

Sie kriechen wieder aus ihren Löchern, die alten Apparatschiks und Parteigranden, schicken verjüngte Gesichter vor, eine Jugend, die um nichts weniger fanatisch linksextrem ist wie es ihre alten Genossen vorgelebt haben. Sie haben Unheil über ganze Völker gebracht (auch wenn man unter Merkel nicht mehr davon spricht und medial gebannt hat, die DDR als „Unrechtsregime“ zu bezeichnen und in den Kreisen der politischen Elite wieder sehr wohlwollend über die „gute alte Zeit“ schwadroniert wird) und man lässt sie gewähren und nach der Durchseuchung sämtlicher Bildungsstufen, öffentlich-rechtlicher Medien und auch Printmedien wieder politische Ämter ausüben.

Die Ostdeutschen haben das erkannt, da funktioniert der Kommunistensensor noch bei einigen. Es sind die gleichen Leute, die vor 30 Jahren von den Kommunisten verfolgt und als Nazis verhetzt wurden, die auch heute von Merkels Stiefelknechten verfolgt und als Nazis verhetzt werden.
Es scheint, die Tschechen haben den Sensor auch noch. Ich bin mal gespannt, wann die Medien eine Richtung finden, ob sie die Demonstranten jetzt als mutige Demokratieverteidiger gegen einen rechtsgerichteten Milliardär Berlusconischer Prägung verherrlichen oder als von rechts aufgestachelte Aufmärsche gegen einen Linksliberalen verdammen sollen. Auf die Idee, sie als Verteidiger der Demokratie gegen erstarkende Kommunisten zu betrachten, wird wohl kaum einer kommen. Denn dass Kommunismus und Demokratie unvereinbar sind, haben bisher die wenigsten begriffen, und im Westen mangels Erfahrung sowieso nicht.

Video zum Sonntag

von Fragolin

Einmal noch eine der schönsten Stimmen, die uns jemals auf Erden geschenkt war und die viel zu früh von uns gegangen ist: Ofra Haza. Und das auch noch auf Hebräisch, damit die linksradikalen „Antisemitismus“-Pöbler hier nochmal so richtig was zum Würgen haben:


Jüdische Kultur, jüdisches Leben und jüdische Wissenschaft haben Europa so viel mehr gegeben, als von diesem Kontinent und seinen Bewohnern jemals hätte zurückgegeben werden können. Und ausgerechnet jene, die nicht müde werden, den Holocaust und damit die Fast-Vernichtung dieses Erbes durch engstirnige Rassen-Theoretiker und Hasspraktiker zu bejammern und für ihre Hetze zu instrumentalisieren, beklatschen die Flutung des Kontinents mit Millionen neuer rassistischer Judenhasser, in deren Reihen ausreichend Bereitwillige wären, die einen neuen Holocaust beklatschen und bei der Vernichtung einer Stimme wie der von Ofra Haza und dem endgültigen Verstummen jüdischer Musik freudig aktiv mitwirken würden.
Tobt nur, ihr linken Wichte.
Ihr seid die wahren Rassisten, Judenhasser und Hetzer. Ihr seid in eurer Selbstgefälligkeit nur so abgrundtief strunzdumm, dass ihr das nie begreifen werdet.

Auf Israel, die einzige Demokratie im Nahen Osten und meistgehasste Nation der Welt.
אלוהים יגן עליך

Samstag, 16. November 2019

Die Umvolkung nimmt Fahrt auf


Wenn ein Abgeordneter eine Frage stellt, dann erfährt er oft Dinge, die man nicht für möglich halten würde. Weil sie vom politisch-medialen Komplex, der unsere Nachrichtenlieferanten (fast) lückenlos kontrolliert und beherrscht, sorgfältigst aus der Berichterstattung ausgeklammert werden:


Wer sich im Internet bewegt, der weiß, daß solches schon seit längerem berichtet wird. Man kann's glauben oder eben nicht, denn selbst nachprüfen wird naturgemäß eher schwierig sein. Aber schwarz auf weiß, mit Bestätigung durch ein Ministerium, bekommt das nur ein Bundestagsabgeordneter auf eine offizielle Anfrage.

Wenn man dann weiterforscht, findet man natürlich Hinweise auf dieses Umvolkungsprogramm, z.B. die Website resettlement, die ich absichtlich nicht verlinke, da ich den LePenseur-Blog nicht mit diesen Machenschaften in Verbindung gebracht sehen will. Also: »resettlement« in die Eingabezeile schreiben, einen Punkt und »de« hinzufügen — eh voilà! Was finden wir da? Bspw. auf der Startseite den Hinweis:

resettlement.de ist ein Kooperationsprojekt des Caritasverbandes für die Diözese Hildes-heim / Caritasstelle im GDL Friedland und des Deutschen Caritasverbandes. Ziel des Projektes ist es, über die verschiedenen Aufnahmeprogramme zu informieren und die am Aufnahmeprozess beteiligten Akteure zu vernetzen.
Wäre ich nicht schon ausgetreten: jetzt wäre wohl endgültig der Punkt erreicht gewesen, der RKK den Rücken zu kehren und auszutreten! Einer »Religionsgemeinschaft«, die die steuerfinanzierten Subventionen und die Spenden argloser Bürger dazu mißbraucht, die Ansiedlung von Afrikanern in Mitteleuropa zu organisieren, will ich nicht angehören.

Wer mehr über dieses dreiste Umvolkungsprojekt lesen möchte — hier finden Sie weitere Details, bei denen Ihnen der Mund offen stehenbleiben wird, mit welcher Unverschämtheit die politisch-medialen »Eliten« unserer Länder die Pläne der NWO-Verbrecher umsetzen. Und die Österreicher unter den Lesern dieses Blogs werden noch besser verstehen, warum die FPÖ und ihr Innenminister Kickl um jeden Preis aus der Regierung entfernt werden mußten ...



Geliefert wie bestellt

von Fragolin

Tesla dreht seine ganzen Läden, wie im August den in der Wiener Innenstadt, lieber zu und will seine Kisten nur noch übers Netz verkaufen. Jetzt wissen wir auch, warum: Damit man ihm die ausgebrannten Giftbomben nicht wieder zurückliefert. Man lässt seltene Erden und energieintensiv zu verhüttende Mineralien von kongolesischen Kindern mit Kiepen aus Erdhöhlen schleppen, schmiedet daraus Kisten voll chemischer Brandbomben und schmeißt den hochgiftigen Dreck in die Welt - und wird von den dummbratzigen Grünen dafür als Held der Umwelt gefeiert und zum Klimaretter erklärt. Wenn die Brandbomben dann hochgehen, ist der Große Klimaretter auf Tauchstation und lässt seine hochgiftige und ätzende Säuren auseiternden Wracks in der Botanik versumpfen.

Ich hätte einen Vorschlag: den Grünen, die ja lauthals danach kreischen, in wenigen Jahren nur noch ausschließlich diese Giftbomben zuzulassen, dieses und alle anderen vor sich hinsuppenden Wracks vor die Türen ihrer Parteibüros schmeißen, mit einem Zettel dran: Bitteschön, geliefert wie bestellt!
Jetzt sitzen sie ja wohl bald in der Regierung, in einem extra für sie zusammengetackerten Verkehrs- und Umweltministerium (Bock-zum-Gärtner-Ministerium), dann sollen sie sich auch um die selbstgebastelten Probleme kümmern und dem ratlosen Rest der Welt kraft ihrer Kompetenz zeigen, was sie mit dem Giftmüll jetzt zu tun gedenken.

Zumindest die Lithiumsuppe aus dem Wasserbad scheint ja verkäuflich zu sein. Der Rest: nicht recyclingfähiger, hochgiftiger Dreck. Selbst ein Professor für Abfallverwertungstechnik an der Montanuni weiß keinen Rat.

Der Produzent habe etwas hergestellt, ohne darüber nachzudenken, wie diese Dinge entsorgt werden sollen.“

Kommt mir bekannt vor. Genau das gleiche hören wir doch gerade über die Windräder der ersten Generation, die Kraftstofflieferanten für Tesla und Co., die, wenn sie nicht schon vorher hochgefährlich abgebrannt sind (hatten wir erst letztens, jeden Monat eines…) heute als nicht recyclingbarer Glasfaserverbundmist mühsam aus unwegsamem Gelände abtransportiert, zerschreddert und verheizt werden müssen, wobei haufenweise Dreck in den Filtern bleibt, der wieder als hochgiftiger Sondermüll entsorgt werden muss.
Fragt doch den Kogler oder die Maurer oder die Lunaschek und wie diese ganzen angeblichen Umweltspezialisten und Ökofachleute heißen. Wenn sie nicht zufällig nur grün camouflierte Kommunisten ohne jegliche Fachkompetenz sind (und sowas können ja nur bösartige rechtsrechte grünbashende Hetzer behaupten), dann wissen sie doch sicher eine Lösung für das Problem, dessen Potenzierung sich aus ihrer eigenen Politik ergibt.

Ach ja, der Abschleppunternehmer parkt die Giftbombe jetzt am Rande seines Firmenparkplatzes. Wenn er sich da mal kein Ei legt. Denn wenn es auf das Wrack regnet, spült es genau jene Giftbrühe heraus, die auch in dem Wassercontainer vor sich hinblubbert, weil sie niemand entsorgen kann, weil niemand weiß, was da alles drin ist. Und diese herausgespülte Lauge suppt dann ins Erdreich und verseucht mit etwas Pech auch noch das Grundwasser mit aggressiven und hochgiftigen Chemikalien. Er muss leider damit rechnen, dass die gleichen Grünen, die gerne nur noch solche Katastrophen auf unseren Straßen sehen würden, mal auf eine keine Probenentnahme vorbeikommen und er dann behördlich angeordnet ein paar Kubikmeter hochkontaminiertes Erdreich ausbaggern und entsorgen lassen muss.
Wenn er dafür überhaupt jemanden findet.

Der Transport der unberechenbaren Batterie würde nämlich eine EU-Gefahrengut-Genehmigung erfordern, die es in Österreich noch gar nicht gebe, sagt Klingler von der Firma DAKA.“

Sowas brauchen wir auch nicht, Hauptsache, wir verbieten erstmal die Zulassung von Dieselautos und verdonnern alle dazu, sich solche Giftbomben kaufen zu müssen. Solange sie dafür auf Trinkhalme und Ohrenstaberl verzichten.
Ich bin immer wieder begeistert, wie progressiv, zukunftsweisend und nachhaltig die grüne Politik ist...

Freitag, 15. November 2019

»Wohlstandsverwahrloste Neomarxisten«


... lautet die trefende Bezeichnung der NZZ für unsere selbsternannten »Klima-Aktivisten«, die in Wahrheit Planwirtschaft und linke »Expertokratie« propagieren:
Carola Rackete und Luisa Neubauer sind die bekanntesten Köpfe der deutschen Klimaschutzbewegung. Beide haben kürzlich Bücher zum Thema vorgelegt. Die Lektüre lohnt sich – vor allem für Eltern, deren Kinder demonstrieren. Wie radikal diese Autorinnen sind, dürfte den wenigsten bewusst sein.
 Chapeau! Touché!


Klebrige Meinungsfreiheit

von Fragolin


Wenn Claus Kleber „über Ansprüche an Journalisten und Wahrheit in der Berichterstattung“ spricht, dann hat das was. So, als würde Claudia Roth über deutschen Patriotismus und die Bedeutung der Volkszugehörigkeit referieren. Oder Greta Thunberg über die Vorzüge des Nachverbrennungskatalysators und die Bedeutung der Automobilindustrie für den Wirtschaftsstandort.

Dass das Ganze in der Alpen-Prawda passiert, wundert nicht wirklich, zeigt aber herrlich diese Filterblase: da palavert ein linksextremer Hardcore-Propagandist von geradezu Schnitzlerscher Qualität in einem linksextremen Propaganda-Schmierblatt darüber, dass Journalismus wertneutral berichten muss. Das ist Situationskomik pur. So wie die permanent Selbstbeschreibung der marxistischen und linksradikalen Grünen als bürgerlich-liberale Umweltschützer.

Noch komischer wird es aber, wenn der Meinungs- und Haltungsspezialist Kleber zum Thema Meinungsfreiheit feststellt:
Man darf nicht behaupten, dass die Meinungsfreiheit eingeschränkt sei, nur weil man keinen Widerspruch erträgt.“
Einen Satz, in dem man klarstellen möchte, dass es keine Einschränkung der Meinungsfreiheit gibt, mit den Worten „Man darf nicht behaupten...“ zu beginnen, ist entweder abgrundtief naiv, was ich einem Menschen vom Format Klebers nicht unterstellen möchte, oder Chuzpe. Da verscheißert einer offensichtlich den Rest der Welt.

Meinungsfreiheit muss man benutzen: use it or lose it“, doziert der Herr Meinungsbildungs-beauftragte; „use it and lose your reputation“ kommt ihm nicht über die Lippen. Kaltgestellte Ex-Kollegen, die die Meinungsfreiheit als Freiheit, eine andere Meinung als jene zu offenbaren, die ihnen vorgegeben wurde, missinterpretierten und dann abgeschossen, vom Bildschirm verbannt, aus den Buchläden geräumt und abendfüllend verhetzt wurden und werden, erwähnt er selbstverständlich nicht. Die Filterblase soll ja keine Schlieren bekommen.

Ja, Herr Kleber, ich „use“ Meinungsfreiheit, und das ohne ein Jahressalär weit über einer halben Million sondern gratis, ohne ein mächtiges parteiunterstütztes Medienunternehmen im Rücken, denn dort ist bei mir nur die Wand – und deshalb muss ich befürchten, Besuch von Leuten zu bekommen, die Ihre Kommentare in linksextremen Hetzmedien wohlwollend kommentieren und sich bemüßigt fühlen, den Worten ihrer Haltungsstifter Taten folgen zu lassen, ebenso persönlich wie wirtschaftlich angegriffen zu werden und mit sinnlosen und kaum juristisch erfolgversprechenden aber trotzdem finanziell existenzbedrohenden Klagswellen überschüttet zu werden. Nein, ich werde wohl kaum das Schicksal türkischer oder gar nordkoreanischer Dissidenten erleiden, zumindest noch nicht, denn Deutschland ist auf einem Weg in interessante Zeiten, der selbst das für die Zukunft nicht mehr unmöglich erscheinen lässt. Menschen mit Millionen am Konto, einem Meinungskonzern als Basis und politischer Angepasstheit im Gepäck wie Claus Kleber werden wohl keinen Mangel an Meinungsfreiheit orten, denn sie haben ja die richtige Meinung.

Wie es denen geht, die die falsche Meinung haben, wird er wohl nie begreifen, obwohl er mit seiner gern auch mal verhetzenden Art der Berichterstattung selbst dazu beiträgt, für diese Menschen das Leben von Tag zu Tag gefährlicher zu gestalten.

Donnerstag, 14. November 2019

Der Vater


... stand immer im Schatten seines großen Sohnes. Völlig zu recht, denn der Schatten des Sohnes war eben so groß, daß er jeden, außer den Allergrößten verschlang: man mußte schon ein Joseph Haydn sein, um neben der Größe Mozarts bestehen zu können. Leopold Mozart, der heute vor 300 Jahren, am 14. November 1719 geboren wurde, war ein solider, talentierter Musiker. Ein Könner auf seinen Instrumenten, ein Komponist von Geschmack und Einfallsreichtum — aber eben kein Genie wie sein Sohn. Es ist eine Tragik um diesen Mann, ohne den Wolfgang Amadé Mozart nicht nur biologisch nicht existent wäre, sondern auch — dieses einfach vorausgesetzt — künstlerisch wohl ebenso nicht.

Es war sicherlich neben der ererbten, und durch das Schicksal ins Geniale überhöhten Anlage auch die stete Bemühung des Vaters, die seinen Sohn herausforderte, anspornte, mit Kritik und sicherlich auch Drill und Pedanterie zu jenem Ausnahmefall der Musikgeschichte machte, die einem Menschen in einem vergleichsweise kurzen Leben auf nahezu sämtlichen Gebieten der Tonkunst herausragende Meisterwerke zu schaffen ermöglichte. Und dafür müssen wir ihm dankbar sein. Sein Schicksal während des Lebens (und erst recht nach seinem Tode) war ein einziges »Illum oportet crescere, me autem minui« auf musikalisch.

So entzückend die naive Tonmalerei seiner »programmatischen« Symphonien und Divertimenti ist (es ist höchst vergnüglich, seine »Sinfonia da caccia« mit ihren Hornsignalen und Gewehrschüssen anzuhören, oder den ohrenbetäubenden Dudelsack- und Drehleierklängen der »Bauernhochzeit« zu lauschen — doch zu seinem »runden« Jubiläum möge seine »Missa solemnis« erklingen:



Ein wirklich großes Werk, das im Vergleich mit zeitgleich entstandenen Messen Joseph Haydns durchaus ehrenvoll bestehen kann. Sein großer Sohn hat gewußt, warum er einmal voll Ehrfurcht und Dankbarkeit äußerte: »Nach dem lieben Gott kommt gleich der Papa« ...

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P.S.: eine kurze, aber wohlgelungene und einfühlsame Hinführung zu Leopold Mozart findet man hier.

Herbstkatze





Kurz + / –

von  it’s  me  


Sehen wir's positiv: Kurz hat in einem Interview der FAZ gegenüber gesagt, dass in der Migrationskrise einige Staaten versucht haben, andere zu einer Politik der offenen Grenzen zu zwingen, und dass dies zu einer Spaltung geführt habe, wobei sich der Westen moralisch überlegen fühle und auf den Osten hinabblicke. Dies halte er für eine gefährliche Entwicklung, die er zusammen mit der Zwangs-umsiedlung weiterhin ablehne.

Traurig, dass man das in Zeiten wie diesen diese Aussage als Positivum hervorheben muss, dabei sollte es nur logisch und konsequent sein. Denn bei der völligen Öffnung der Grenzen am 5. September 2015 und der Freigabe deutschen und österreichischen Territoriums für Glücksritter, Verbrecher und einige, wenige Flüchtlinge (laut Prof. Dr. Ferdinand Kirchhof stünde nur 0,5% aller, die hier sind, dieses Recht auch zu – sprich: nicht 1 Million, sondern nur 5.000! Interview mit der FAZ vom 29.08.2017) handelte es sich um ein Verbrechen von Merkel, einige Asyl-, EU- und Verfassungsgesetze zu ignorieren, wie der bekannte Verfassungrechtler Prof. Dr.Dr. Udo Di Fabio in seinem Gutachten (im Auftrag von Horst Seehofer erstellt) auf 124 Seiten aufschlüsselte. Das Strafmaß, das Merkel bei einer funktionierenden Justiz zu erwarten hätte: bis 5,5 Jahre Gefängnis. 

Man stelle sich vor, jemand begeht ein Verbrechen und zwingt jemanden bis dahin Unbeteiligten, ebenfalls bei einem kriminellen Akt mitzumachen. Und weil der sich weigert, wird der Unschuldige angeklagt und vor Gericht gezerrt, während der wahre Verbrecher unbeschadet davon kommt und im Prozess gegen das wahre Opfer als Schöffe tätig wird. Schon schräg, oder nicht?

Und hier wird's gleich weniger positiv: Kurz hat im selben Interview beklagt, dass Frankreich und die Niederlande durch ihr Veto eine potentielle Erweiterung der EU auf den Westbalkan verhindert haben. Es sollten intensivere Gespräche mit Nordmazedonien und Albanien aufgenommen werden, da diese beiden Länder zu Europa gehörten. Weiters meint er, dass sich ohne Mitgliedschaft in der EU die Sicherheitslage massiv verschlechtern würde und es mehr Einbrüche und mehr Kriminalität geben würde.

Da hat der Lieblingsschwiegersohn aller älteren Österreicherinnen etwas verwechselt oder sich die Statistiken des BKA nicht angeschaut, denn Deutschland ist Gründungsmitglied der EU und die Kriminalität war noch nie so hoch wie heute.

Außerdem sollte er an die Worte von Jörg Haider denken, der eine zu schnelle Erweiterung der EU damals in Richtung Osten ablehnte mit der Begründung, dass in den neu aufzunehmenden Ländern erst einmal ein Lohngefüge Einzug halten müsse, das 2/3 unseres entsprechen müsste, andernfalls die Länder zu lange Nettoempfänger bleiben und die Länder einen massiven Brain-Drain erleiden würden. Rückblickend gesehen: eine brilliante Aussage, die natürlich von allen Seiten abgeschmettert wurde, weil von der „falschen“ Partei kommend.

Vergessen hat Kurz auch, dass die EU durch den Brexit einen Nettozahler (trotz der Rabatte) verloren hat und sich auf Dauer weitere Nettoempfänger – und dies auf ewig! – nicht leisten kann. Herr Kurz! Österreich hat ein pro-Kopf-BIP von 47.000 US$, Nordmazedonien eines von 5.440 US$ und Albanien – ein großteils muslimisches Land (nur so am Rande erwähnt) – von 4.500 US$, also noch weniger. Und das soll kompatibel sein?

Conclusio: Er wird seine Meinungen schon ändern, wenn er mit den Ökokommunisten zusammen auf der Regierungsbank sitzen wird (wobei ich mich gegenüber Gastkommentator Riese35 geschlagen gebe, denn der hat – im Gegensatz zu mir –  schwarz/grün prognostiziert).


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PS: Das einzig Positive, das mir zu Albanien einfällt – ist die Miss Albanien 2018:


damit nicht nur LePenseur mit hübschen Damen die Klicks holt ;-) ...


Kauft beim Juden

von Fragolin

Die Tötung des radikal-muslimischen Terrorchefs der „Al-Kuds-Brigaden“, einer Organisation die mit Al Kaida, Al Nusra und Daesh auf einer Liste steht, durch die israelische Armee führte zu großem Bedauern in einigen Redaktionsstuben deutscher Medienhäuser. So quittierte n-tv zum Beispiel diesen Schlag gegen den islamistischen Terror gegen den Staat Israel und das jüdische Volk nicht nur damit, dass sie alle Anschuldigungen gegen Abu Al Ata in „Gänsefüßchen“ setzt, so als wäre das eh nur alles eine Erfindung der israelischen Propaganda, sondern auch mit dem Hinweis, dass der neue Verteidigungsminister aus der Neuen Rechten komme. Da ahnt man, woher der antisemitische Wind gegen Israel weht. Denn nachdem dieser Name als Kampfbegriff gegen angeblich hinter weißen Westen verborgene, bürgerlich getarnte Hardcore-Nazis verwendet wird, und das bis zum Erbrechen, verzichtet man hier ebenso auf die Gänsefüßchen wie auf eine Erklärung, dass dies der Name der Partei ist und diese eine zwar eine religiös-konservative Schiene fährt, aber für eine Vereinigung Israels mit dem Westjordanland und volle Staatsbürgerrechte für alle arabischen Staatsbürger einsteht. Muss man nicht erwähnen, könnte die Stimmung versauen.

Doch der Trost für den aufrechten europäischen Antisemiten, der das natürlich schön verstecken muss, da er dieses Wort ja zur Beschimpfung Andersdenkender gepachtet hat und sich ja nicht selbst beschimpfen will, naht in Form des Europäischen Gerichtshofes. Dieser hat nämlich endgültig beschieden, dass Waren von Juden, die in Gebieten hergestellt werden, die die sich als „Palästinenser“ bezeichnenden Araber für sich beanspruchen, besonders gekennzeichnet werden müssen. Damit die „Kauft nicht beim Juden!“-Fraktion eindeutig sieht, wovon sie die Finger weglassen soll. Dass damit hauptsächlich Araber ihre Jobs verlieren würden, ist den Israel-Hassern egal; sie würden daran dann einfach den fiesen Juden wieder die Schuld geben und damit wäre das Weltbild wieder geradegerückt. *)

Ich finde diese Idee auch nicht schlecht, ganz im Gegenteil, es müsste so richtig grell auf den Waren prangen und am Regal nochmal mit Blinklicht gekennzeichnet werden. Das würde mich glatt verleiten, zuzugreifen. Aus Solidarität eine Kiste israelischen Wein austrinken – ich finde, es gibt schlimmere Wege, um sich zu deklarieren.

Made in Germany“ sollte einst Leute davon abhalten, deutsche Waren zu kaufen – wir wissen, wohin das führte. Kann sein, dass auch diese Aktion ähnlich in die Hose geht. Die Antisemiten können sich gut fühlen, wenn sie aus Solidarität mit den armen Djihadisten, die um einen ihrer Chefterroristen trauern und deswegen Raketen auf Zivilisten und Kinder schießen, in unseliger Tradition nicht beim Juden kaufen.
Aber der Rest weiß dann, wo es Qualität gibt.
Und wo man für jedes von arabischen Terroristen getötete jüdische Kind und jede von Gaza auf zivile Ziele gefeuerte Rakete eine Flasche Wein kaufen kann. (Auch wenn man dann einen verdammt großen Keller braucht.)
Oder man macht es gleich online:

*) Eine Kennzeichnungspflicht arabischer Waren aus dem Gazastreifen, von wo aus durch fast 200 Raketenangriffe innerhalb von 24 Stunden 60 jüdische Zivilisten verletzt wurden, erübrigt sich, denn erstens wäre es verlogen, wenn die, die ihnen nach aufbrandendem Applaus für eine Hetzrede von „brunnenvergiftenden Juden“ durch djihadistische Hassprediger vor dem EU-Parlament diese Raketen finanzieren, sich dann empören, wenn sie auch eingesetzt werden, zweitens sind es ja nur Juden, die da verletzt wurden, und das kostet viele Europäer, vor allem von jenem politischen Rand der gerne neben „Free Palestine!“ auch „Juden ins Gas!“ brüllt, nur ein Schulterzucken und drittens gibt es keine Waren aus diesem islamistischen Hass-Schmelztiegel, die man boykottieren könnte; wie es scheint sind ja die Juden die einzigen, die sich in dieser Weltgegend nicht im Jammern ergehen sondern anpacken und etwas schaffen, was man dann boykottieren könnte.

Mittwoch, 13. November 2019

Ulrike von Levetzow


... die letzte Liebe des wohl größten Deutschen aller Zeiten — auch wenn in seltener Einmütigkeit (wenn auch mit höchst unterschiedlichen Gegenvorschlägen) hier wohl alles, von rechtsextrem über patriotisch, klerikal, liberal und sozialistisch bis linksextrem aufheulen wird): Johann Wolfgang von Goethe. Und dieser hoffnungslosen Alterliebe verdanken wir eines seiner berührendsten Werke: die Marienbader Elegie. Sogar die oft so dröge dozierende Wikipedia wird darüber fast poetisch:
Im Sommer 1821 reiste Johann Wolfgang von Goethe zu einem Kuraufenthalt in das böhmische Marienbad. Auf der Suche nach Ablenkung vom tristen Alltag, von Gebrechen des Alters und von der Einsamkeit traf er auf die siebzehnjährige naiv-kokette Ulrike von Levetzow, die mit ihrer Mutter und den beiden jüngeren Schwestern den Sommer in Marienbad verbrachte. Im fast 72 Jahre alten Goethe entbrannte eine große Leiden-schaft zu dem 54 Jahre jüngeren Mädchen. Blind vor Liebe wagte er zwei Sommer später 1823 das beinahe Undenkbare: Mit Hilfe seines Freundes Großherzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach hielt er schriftlich und formell bei Ulrikes Mutter, Amalie von Levetzow, um die Hand des Mädchens an. Carl August unterstützte den Antrag, indem er der Familie ein sorgenfreies Leben an seinem Hof versprach.
Man kann es sich ja kaum vorstellen: ein Staatsoberhaupt (das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach war wohl etwa in der Liga eines heutigen Luxemburg angesiedelt!) kommt als Brautwerber für einen für damalige (und heutige) Verhältnisse alten Dichterfürsten — nein, heute wäre so etwas wohl nicht mehr möglich. Man versuche sich vorzustellen: der zwar nicht vom dichterischen Rang ebenbürtige, aber von seiner Bekanntheit und seinem Alter vergleichbare Nobelpreisträger Handke schickt den Bundespräsidenten Van der Bellen zur Mutter eines siebzehnjährigen Backfischs als Brautwerber ... Tableau! Undenkbar! Es wird eine Kabarettnummer draus, man kann's drehen und wenden wie man will ...

Diplomatisch antwortete man Seiner Königlichen Hoheit: »Das Fräulein hätte noch gar keine Lust zu heiraten« — ja, auch das wäre heute wohl nicht so wohlgesetzt und schonungsvoll zu erwarten. Die »Alterstorheit« eines Dichters würde in der Gosse des Geschwätz-TV in Talkrunden zu Tode gefaselt, er selbst der Lächerlichkeit und moralisierenden Verdammung preisgegeben. Der durchlauchtigste Brautwerber wäre ebensowenig zu beneiden. Ja, so ändern sich die Zeiten.

Martin Walser hat die Marienbader Elegie zweimal in seinem Schaffen zitierend verwendet: in seinem Eckermann-Stück »In Goethes Hand« (1982), wo er Goethe immer wieder jene erschütternde Strophe
Der Kuß, der letzte, grausam süß, zerschneidend
Ein herrliches Geflecht verschlungner Minnen.
Nun eilt, nun stockt der Fuß, die Schwelle meidend,
Als trieb' ein Cherub flammend ihn von hinnen;
Das Auge starrt auf düstrem Pfad verdrossen,
Es blickt zurück, die Pforte steht verschlossen.
sprechen läßt. Ich erinnere mich an eine großartige Aufführung dieses Werkes, in welcher der damals schon betagte Paul Hoffmann den Dichterfürsten verkörperte (nicht bloß: spielte) — die Erschütterung im Publikum war spürbar. Ein zweites Mal nahm Walser in seinem Roman »ein liebender Mann« (2008) auf jene Ereignisse Bezug; auch den Roman habe ich gelesen, gestehe aber, das Theaterstück doch für treffender gestaltet zu halten, doch de gustibus ...

Stefan Zweigs »Sternstunden der Menschheit« werden von Wikipedia ebenfalls zum Thema zitiert; da ist manches für meine Begriffe etwas überschwänglich (wie bei Zweig öfters der Fall).

Eine persönliche Anmerkung: in einem seiner Werke — ich finde das exakte Zitat leider nicht mehr — schreibt der von mir so geschätzte Werner Bergengruen, daß er als junger Mann einer alten Dame vorgestellt worden sei und ihr die Hand geküßt habe, die ihrerseits in ihrer Jugend die Bekanntschaft der alten Stiftsdame Ulrike von Levetzow — die nicht nur nicht Goethe, sondern überhaupt nie geheiratet hatte — machte, und knüpft daran, wenn ich mich recht erinnere, die feine Betrachtung, daß die Hand der alten Dame, über die er sich gebeugt habe, durch nur einen Händedruck von jener Hand entfernt gewesen sei, die seinerzeit Goethe geküßt habe.

Ulrike von Levetzow, der von Goethes Gefühlen überwältigte und überforderte Backfisch von 1823, spielte in seinem Leben und Schaffen wohl nicht die Rolle einer Marianne von Willemer. Und doch machte er sie unsterblich. Sie hatte es wohl so begriffen, deshalb den Weg einer Stiftsdame gewählt ... denn
In unsers Busens Reine wogt ein Streben,
Sich einem Höhern, Reinern, Unbekannten
Aus Dankbarkeit freiwillig hinzugeben,
Enträtselnd sich den ewig Ungenannten;
Wir heißen’s: fromm sein! – Solcher seligen Höhe
Fühl’ ich mich teilhaft, wenn ich vor ihr stehe.
mochte
ihr wohl den Gedanken, jemals einem anderen als eben Goethe, den sie abgewiesen, in ihrem Leben anzugehören, undenkbar machen. Zu ihrem Tod am 13. November 1899, also heute vor 120 Jahren, schreibt Dagmar von Gersdorff (»Goethes späte Liebe«): »Am 13. November 1899 meldete ein Kärtchen des Kammerdieners Josef Konrad, daß Frau Baronin heute früh 3/4 6 ruhig und ohne Schmerzen entschlafen sei.« Auf Ulrike von Levetzows Sarg »... legte man einen aus Weimar geschickten Kranz. Er bestand aus Herbstblumen, die in Goethes Garten gewachsen waren.« In gewissem Sinne kann man durchaus sagen: Goethes Zeitalter ist an jenem Tag des 19. Jahrhunderts endgültig zu Ende gegangen.