Dienstag, 26. März 2019

Flott ist sie, die Staatsanwaltschaft Graz — aber halt nur bisweilen


Es ist noch nicht lange her, daß die Staatsanwaltschaft Graz mit ihrem Feldzug gegen die Identitären vor Gericht (in beiden Instanzen) famos auf die Schnauze gefallen ist. Das tut natürlich weh, und so liegt es nahe, eine Retourkutsche zu fahren, wenn sich's ergibt. Und es ergab sich ...


Christchurch-Attentäter spendete an Identitären-Chef

Vor mehr als einem Jahr erhielt Martin Sellner, Sprecher der rechten "Identitären", eine 1500-Euro-Spende von dem Mann, der nun in Neuseeland 50 Menschen erschossen hat. Nun gab es eine Razzia bei Sellner.
(Hier weiterlesen)
... schreibt DiePresse (wie üblich: von APA ab). Lassen wir mal das Problem außen vor, daß die Formulierung der APA-Mitteilung höchst voreingenommen ist, selbstmurmelnd bei einem pöhsen rechten Täter auf das sonst obligatorische »mutmaßlich« nonchalant »vergessen« wurde, und was derlei Quisquilien mehr sind.

Aber einfach zum Mitschreiben:

Ein letztinstanzlich vom Verdacht der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung rechtskräftig Freigesprochener wird von der Staatsanwaltschaft mit einer Razzia bedacht, weil er vor einem Jahr eine überschaubar große Spende von € 1.500,00 von einem Mann erhalten hat, der ein Jahr später im begründeten Verdacht steht, fünfzig Menschen am anderen Ende der Welt erschossen zu haben.

Die Entgegennahme von Spenden, selbst wenn sie von einem rechtskräftig verurteilten Verbrecher stammen sollten, ist nicht verboten. Umso mehr daher auch die Entgegennahme einer Spende von jemandem, der nicht rechtskräftig verurteilt wurde, weil er die Tat, die er »mutmaßlich« — wir wollen doch immer schön korrekt bleiben, liebe Journaille, nicht wahr? — begangen hat, zum damaligen Zeitpunkt eben noch nicht begangen hat.

Was begründet also die Zulässigkeit einer Razzia?

Ich gehe beispielsweise davon aus, daß ein rechtskräftig verurteilter ehemaliger ÖVP-Abgeordneter im EU-»Parlament« und davor ÖVP-Minister — Politik-Kundigen sicherlich auch ohne Namensnennung wohlbekannt — im Verlauf seiner Politikerkarriere eine ganze Reihe von Spenden getätigt hat. Mir ist nicht zu Ohren gekommen, daß es auch nur gegen einen einzigen dieser Spendenempfänger eine Razzia gegeben hätte. Ei, warum denn bloß nicht?

Immer wieder spenden auch interessierte Lobbyisten an Organisationen, von denen sie sich Vorteile erhoffen (sonst spendeten sie ja wohl nicht). Ich bin daher ganz schon gespannt darauf, zu erfahren, wie viele Razzien es bei den politischen Parteien, oder den Arbeitgeber- bzw. Arbeitnehmer-Verbänden, Gewerkschaften, den Kirchen etc. geben wird. Ich wage die Prognose: keine einzige ...

Was ist also von einer Staatsanwaltschaft zu halten, die wohl einen genau von diesem Vorwurf rechtskräftig freigesprochenen, kleinen Staatsbürger unter der Beschuldigung der Teilnahme an einer terroristischen Vereinigung verfolgt — aber alle Augen in jenen Fällen fest zudrückt, wo es ganz im Gegensatz zu kleinen Würstchen, wie eben diesem Herrn Sellner, vielleicht wirklich um etwas gehen würde?

Wenn ich mir ansehe, mit welch deutlich erkennbarer »Bearbeitungsunlust« sich die Ermittlungen bspw. in der Inseratenaffaire um einen ehemaligen SPÖ-Verkehrsminister (und später noch viel mehr) dahinschleppten, oder etwaige Straftaten von Gewerkschaftsfunktionären im Zusammenhang mit dem BAWAG-Skandal leider, leider in ungewissem Halbdunkel verbleiben, bis sie vielleicht leider, leider infolge Verjährung nicht mehr verfolgbar sind, dann darf immerhin gemutmaßt werden (wir wollen auch gegenüber der Staatsanwaltschaft doch stets korrekt bleiben!), daß hier ein Anfangsverdacht auf unterschiedliche Bearbeitungsweise je nach politischer Nähe bzw. Ferne des Behördenapparates im Verhältnis zum beamtshandelten Objekt nicht gänzlich von der Hand gewiesen werden kann. Um es einmal vorsichtig zu formulieren.

Denn wir wollen doch nicht, daß demnächst von der APA eine »Razzia gegen einen Blogger« gemeldet werden muß. Der im Gegensatz zu einem Herrn Sellner zwar keinerlei Spenden erhält — aber möglicherweise sich schon in seiner Spendenannahmeweigerung für eine Staatsanwaltschaft Graz erst recht verdächtig macht ...




Antiziganismus

von Fragolin

Immerhin 74 Jahre nach dem Ende der Hitlerei entdeckt Merkeldeutschland plötzlich eine besondere Verantwortung gegenüber den damals unterdrückten und verfolgten Volksgruppen der Sinti und Roma, auch bekannt unter dem landläufigen Begriff „Zigeuner“. Und so wird schnell mal am letzten Freitag im Bundestag ein weitreichendes Paket gegen „Antiziganismus“ beschlossen.
Mal wieder was Neues. Unwichtig wie nur irgendwas, überflüssig wie ein Kropf. Nein, nicht etwa, weil ich für irgendeine Diskriminierung von irgendwem wäre, sondern weil die Diskriminierung, Beleidigung und Verhetzung von Minderheiten bereits jetzt generell gesetzlich verboten ist, was die Zigeunerstämme automatisch einschließt. Also warum ein eigenes Gesetz, wenn geltendes Recht dieses doch bereits rechtlich abdeckt?

Möglichkeit eins: Man wollte mit „Antiziganismus“ einfach einen weiteren „Anti-irgendwasismus“ schaffen und zum Kampfbegriff aufblasen, den die AfD nicht verdammt, womit man eindeutig bewiesen hat, dass die nicht nur islamophob, xenophob, antisemitisch, sexistisch, rassistisch und wasweißichistisch sind, sondern auch antiziganistisch sind. Allgemein böse eben. Wie Vernunft nun einmal ist in Merkeldeutschland.

Möglichkeit zwei: Man diskutiert über irgend ein Nebelthema und spielt auf der Politbühne eine hochwichtige, medial vielbeachtete Humanismus-Gesetzgebung über Korrektsprech, während hinter den Kulissen die eigentlich wichtigen Themen abgehandelt werden wie die (wer hätte das gedacht…) Herstellung der Rechtsverpflichtung des erst nicht und nun doch rechtsverbindlichen Migrationspaktes samt seinen die Pressefreiheit verfassungsfeindlich aushebelnden Maulkorbregeln.

Möglichkeit drei: Die sind wirklich schon im politischen und ideologischen Burn-Out angekommen, haben absolut keine Antworten mehr auf irgendwelche brennenden Fragen und spielen nur noch ein bisschen Alibi-Politik auf Nebenschauplätzen, weil ihnen die Zügel schon lange komplett entglitten sind. Während sich vor ihrer Haustür am Alex in Berlin Hundertschaften türkischer und arabischer Clans wegen irgendwelcher Youtube-Anrotzungen prügeln und die alten sozialistischen Plattenbauten in Marzahn von arabischen und afrikanischen Clans übernommen werden, kümmern sie sich um das Zigeunerschnitzel. Das jetzt wohl anders benannt werden muss. „Rotationseuropäischer Haram-Fleischfetzen“ oder so. Keine Ahnung.

Möglichkeit vier: Das Ganze hat ein Ziel, das wir noch nicht sehen. Irgend eine weitere Einschränkung der Bürgerrechte, irgend eine Ausweitung der Maulkorb-Erlässe, irgend eine bald zufällig passierende Aktion, die zu sofortigem harten Handeln zwingt. Vorzugsweise gegen irgend eine Opposition. Wobei „irgend eine“ gut formuliert ist, wenn es eigentlich nur noch eine gibt.
Lassen wir uns überraschen.

Bis dahin kommt mir diese Musik ins Autoradio, und das laut und bei offenen Fenstern Immerhin ist Frühling und das Lied so romantisch und das lustige Zigeunerleben als so erstrebenswert verherrlichend…:




(Wer hätte damals in den 60ern gedacht, dass eine grüne Romantikerin und Baumbeweinerin heute mit dem gleichen Text zur rechtsextremen Antiziganistin gestempelt würde...)

Montag, 25. März 2019

Das Billionengrab

von Bastiat


Im Online-Standard findet sich ein sehr interessantes Interview mit der Ökonomin Nancy Qian zum Thema „Entwicklungshilfe“. Und das Resümee davon ist ein vernichtendes Urteil über die Sinnhaftigkeit dieser Art von Unterstützung für „arme Länder“.

Zunächst erfährt der staunende Leser, dass 2017 ein Rekordjahr war: mit 145 Milliarden Dollar wurde noch nie so viel Geld von reichen in arme Länder „umverteilt“. Die EU-Länder und die USA sind dabei führend und haben in den vergangenen Jahrzehnten Billionen (!) von Dollar für Entwicklungshilfeprogramme ausgegeben.

Der Effekt dieser Unterstützungsleistungen ist, wie Qian ausführt, äußerst überschaubar. Die Gründe dafür sind: erstens werden damit oft nicht die wirklich ärmsten Länder unterstützt, sondern vielmehr Verbündete. Zweitens existiert kaum Kontrolle über die Verwendung der Mittel; die lokalen Machthaber können, wie Quian wörtlich sagt, mit dem Geld „machen, was sie wollen“.

Was hier also zwischen den Zeilen zu lesen ist: anstatt Armut zu bekämpfen, werden hier die korrupten lokalen Machthaber bezahlt, und zwar mit den hart erarbeiteten Zwangsabgeben der Steuerzahler in den Industrieländern. Oder, wie es ein Zyniker (= Realist) einmal formuliert hat:
„Entwicklungshilfe ist die Umverteilung von der europäischen Mittelschicht zur afrikanischen Oberschicht."

Aber nicht nur die Korruption der lokalen Machthaber ist das Problem, sondern auch das der NGOs. Wie Qian ausführt, engagieren sich inzwischen tausende von solchen Organisation in der Entwicklungshilfe, über die – wieder ein wörtliches Zitat – „wenig bekannt ist“. Nun, wenn solche „wenig bekannten“ Organisation am Werken sind, ist ein sparsamer und gedeihlicher Mitteleinsatz nicht unbedingt gewährleistet. Oder, anders ausgedrückt, es handelt sich hier um eine gut geölte Korruptionsmaschine.

Qian bestätigt, dass es Fachleute gibt, wie etwa den Ökonom Angus Deaton, die Entwicklungshilfe ablehnen und sogar für kontraproduktiv halten. Sie selbst will sich nicht so klar positionieren, sondern spricht lieber von „besserer Entwicklungshilfe“. Und natürlich davon, dass noch weitere Forschungsaktivitäten notwendig seien, um herauszufinden, wann und wo Entwicklungshilfe positive Auswirkungen hätte. Klingt nach Eigeninteresse der Forscherin Nancy Qian. 

Nein, der einzig logische Schluss aus dieser gigantischen Mittelverschwendung kann nur lauten: Runterfahren der Entwicklungshilfe auf Null, und zwar unverzüglich. Keine Zwangsabgaben von europäischen Bürgern mehr für Verbrecherregierungen in Afrika oder sonstwo. Wer armen Menschen helfen will, soll dies tun. Mit seinem eigenen Geld.

Erschütternd, aber wahr


Woche Zwei nach dem Attentat von Christchurch zeigt, Neuseeland dreht planmäßig durch

In Neuseeland geht es Schlag auf Schlag mit der Beseitigung bürgerlicher Rechte. Wie auf Speed zerfetzen Politik und Medien den bisher geltenden freiheitlichen Rahmen des gesellschaftlichen Diskurs. Mediale Inhalte werden zensiert und bei Zuwiderhandlung mit hohen Freiheitsstrafen belegt, während die Bevölkerung durch die totale Emotionalisierung der Berichterstattung völlig aufgehetzt wurde. Mit der Ruhe im Land scheint es vorbei zu sein. Das Ziel des Attentäters in Form einer Spaltung und der nachfolgenden Extremisierung der Gesellschaft wurde bereits jetzt erfüllt.

Der neue Vierklang: Aufhetzen, Verbieten, Drohen, Bestrafen

Bereits kurz nach dem Attentat wurde der Besitz und die Verbreitung des beim Attentat live aufgenommene Videos verboten und eine Zuwiderhandlung mit zehn Jahren Haft belegt. Dazu müssen Internet- und Hostinganbieter mit mehreren hunderttausend Dollar Strafe rechnen, sollte sich das Video auf deren Servern befinden.
Wer die reflexartige Reaktion in Politik (mit Ausnahme eines vernünftig gebliebenen Senators, dem ein jugendliches Arschloch dafür – vermutlich straflos – ein rohes Ei an den Kopf werfen durfte) und Systemmedien ansieht, wird den aufs erste Hinsehen zynisch klingenden Schlußsatz »Aber wie heißt es in der Politik so schön: Niemals eine Krise ungenutzt verstreichen lassen!« zu würdigen wissen.

Mehr und mehr verstärkt sich der Eindruck, daß – selbst wenn es keine false-flag-operation gewesen sein sollte – zumindest die Reaktionsweise für so einen Fall bereits von langer Hand vorbereitet war. Keine gute Nachricht für den Freiheitsfreund ...


Zeitlose Wahrheiten aus dem Netz (43)



With borders: brains win. 

Without borders: breeders win.




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Mehr »Zeitlose Wahrheiten aus dem Netz«: 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 - 10 - 11 - 12 - 13 - 14 - 15 - 16 - 17 - 18 - 19 - 20 - 21 - 22 - 23 - 24 - 25 - 26 - 27 - 28 - 29 - 30 - 31 - 32 - 33 - 34 - 35 - 36 - 37 - 38  - 39 - 40 - 41 - 42 

Irgendwie erinnert mich das ganze Gelabere um den schröcklichen »hard Brexit«


... (der in den Systemmedien mittlerweile schon zu einem »chaotic Brexit« upgraded wurde) an die Unkenrufe vor dem Jahr 2000: von Vulkanausbrüchen, Erdbeben, einer Sonnenfinsternis, über den Maya-Kalender, Asteroideneinschlag, Weissagungen von Celestine bis hin zum Totalzusammenbruch aller Computer und Netzwerke wegen des Y2K-Bugs — was wurde uns damals nicht alles warnend vorhergesagt!

Und was ist eingetroffen? So gut wie — nix. Außer einem veritablen Kater ein Jahr später, weil der Neue Markt und danach alle Börsenkurse abgeschmiert sind (was aber mit dem Y2K-Bug eher nichts zu tun hatte, sondern der verantwortungslosen housing policy von Bill Clinton und der noch weit verantwortungsloseren Geldpolitik der Fed anzulasten war).

Ahoi, geschätzte Briten! Tretet aus, zeigt den Polit-Kommissaren in Brüssel die Geste des Mittwochs, und gebt anderen damit ein Vorbild, sich von den EUrokratten nicht zu Tode zu fürchten. Der Säufer hat sowieso bald ex, und auch der präpotenten Marionette Tusk wird demnächst das Grinsen aus der Fresse fallen.


CETERUM CENSEO, BRUXELLAM ESSE DELENDAM!


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P.S.: für die intellektuellen Flachwurzler von der Troll- & EUdioten-Fraktion unserer Leserschaft: »Brüssel« meint hier natürlich nicht die Hauptstadt Belgiens (oder gar seine Bewohner), sondern den Sitz der EUrokraten (und, in einem Aufwasch, wenn's geht: die NATO-Zentrale) dortselbst. May they rott in hell ...


P.P.S.: und im übrigen — wie heißt es so schön? »Abwarten und Tee trinken!« Wenn Sie Twinings Tea bevorzugen: da sollte es bei uns keine Engpässe geben. Und mit allem übrigen aus Merry Old England wohl ebensowenig ...


Verteilungskreativität

von Fragolin

Nachdem am Samstag die drohenden „Verteilungskämpfe“ ein Thema waren, möchte ich heute nochmal ein paar Punkte zu den realen Zuständen im reichsten und besten Schland aller Zeiten zurückkommen.
Jouwatch“ berichtet da bekannt reißerisch, aber trotzdem nicht weniger wahr und mit Bezug auf Quellen, über verschiedene Fälle, bei denen es zu offensichtlicher Diskriminierung Deutscher gegenüber Merkels Sondergästen kommt. Dass es sich nicht nur um Einzelfälle handelt, wissen wir; es gab bereits 2016 erste Reportagen (inzwischen sieht man so etwas seltener, die Schere im Kopf wirkt) über das Ausquartieren von Deutschen aus Sozial- und Barackenwohnungen, um Platz zu schaffen für die Einströmenden. Dabei kam es zu Umquartierungen ebenso wie zu Rausschmissen. Plötzlich wurde das vorher als Zeichen amerikanischen Neoliberalismus und tiefster sozialer Kälte verpönte Abschieben in Wohnwagensiedlungen auch in Deutschland zu einem akzeptierten Vorgehen, wenn es darum ging, Platz zu schaffen für das Menschenmaterial, das der Kanzleuse der Herzen den Weg zum Friedensnobelpreis pflastern sollte. Der Plan ging schief, aber nun sind sie einmal da.

Und da sie nicht alle auf ewig in Turnhallen hausen können und dauerhafte Unterbringung auf Campingplätzen ja menschenverachtend und unzumutbar ist, wenn man kein Deutscher ist, schiebt man eben Deutsche auf die Campingplätze, um Wohnraum zu haben für die Neubürger. Man muss vermuten, dass diese Campingplätze geradezu Schmiedeöfen der Xenophobie und des Rechtsextremismus sind, denn nur zu leicht gibt der böse Deutsche die Schuld an seinem Schicksal den Fremden. Keine Sorge, die Politik hat damit kein Problem; für sie wird es erst dann eng, wenn die Zwangscamper begreifen, dass keine „Flüchtlinge“ schuld an ihrem Los sind, sondern eben jene Politiker.

Im „Focus“ wird also der Fall eines 80-jährigen beschrieben, der in einer ZDF-Reportage vorgestellt wurde und der im Westerwald auf einem Campingplatz haust – offiziell vom Amt dorthin abgeschoben.
Nicht, dass das jetzt wirklich verwunderlich wäre. Deutschland war schon immer altenfeindlich. Abgediente Biomasse wird entweder, wenn es noch was zum Abzocken gibt, in Heime gesteckt, betreuter Friedhof mit freitäglicher Spielegruppe und Gemeinschaftsfernsehen vom ZDF, oder, wenn nichts mehr zu holen ist, eben auf Campingplätzen entsorgt. Und können sich von der Kreisverwaltung noch verhöhnen lassen als Menschen, die sich selbstbestimmt gerade für eine solche Wohn- und Lebensform im Einklang mit der Natur bewusst entscheiden und eine dauerhafte feste Behausung ablehnen.“ Jaja, Wasser in Flaschen aus Außenklos zu holen und sich für die Winternächte einen Blecheimer zum Pinkeln neben das Bett zu stellen ist „Einklang mit der Natur“. Vielleicht bieten die als Nächstes den Rentnern Baumhäuser im Hambacher Forst an?

Die, die noch was haben und selbst leben können werden gerade angefeindet, sie würden in zu großen Wohnungen leben und müssten zwangsenteignet oder zwangsumgesiedelt werden, weil sie Goldstückchen den Platz vorenthalten bzw. diesen „blockieren“. Wie man sieht, reicht da auch ein Campingwagen aus, damit haben deutsche Behörden weit weniger Probleme als mit zu großen Wohnungen. Oder eben ein Baumhaus um Hambacher Forst. Die sind ja nun einmal da, und die Fäkalien brauchen die Alten dann nur noch der Schwerkraft überlassen und keinen Eimer mehr dafür schleppen. Sicher werden sie sich selbstbestimmt für solches Leben im Einklang mit der Natur entscheiden. Na, ist das kein konstruktiver Vorschlag?
Bin mal gespannt, wann einer ernsthaft die Frage aufwirft, ob man diese Biomasse nicht gleich statt zu vermindestrenten und sich dann Sorgen machen zu müssen, wo man die unterbringt, zu Soylent Green verarbeiten soll. Den Linksgrünen traue ich das ohne weiteres zu. Die werden noch die positive Klimabilanz der Euthanasie lobe, so wie schon heute die positive Klimabilanz von prä- und postnatalen Abtreibungen.

Die „Stuttgarter Nachrichten“ weisen darauf hin, dass bereits vor 2015 in Deutschland (also „schon länger hier“) Lebende für die Aufnahme in die Warteliste auf eine Sozialwohnung erst einmal drei Jahre in der Stadt gemeldet sein müssen, während danach Eingeschneite und Schutz Erflehende sofort auf diese Liste kommen, die deshalb in den letzten Jahren auch um einige tausend Eintragungen länger geworden ist. Wer diese Auswüchse sozialer eiskalter Ungleichbehandlung nicht versteht, der muss sich nur die Stuttgarter Stadtregierung anschauen: eine linksgrün/linksextreme Mehrheit und ein Grüner Oberbürgermeister. Es wurde gewählt und es wurde geliefert wie bestellt.

Alles in Allem also ein soziales Paradies, auch auf den Westerwälder Campingplätzen, wo unter sozialdemokratischer Sozialministerin in Frostnächten die soziale Wärme aus Heizstrahlern in Campingwagen glüht. Und jeder, der solche Zustände für untragbar hält und die Ungleichbehandlung zwischen dem Abschieben von Menschen, die jahrelang gearbeitet und in das System eingezahlt haben, aus dem sich die Politiker sehr freinehmig bedienen, in Dreck und Kälte und dem gleichzeitigen Wohlversorgen von Menschen, die bisher weder einen Finger gerührt haben, um dem System einen Nutzen zu erbringen, noch mehrheitlich solches vorhaben, kann von Leuten, die kaltschnäuzig andere auf Campingplätzen dem Tod entgegenvegetieren lassen, als ein Rassist, ein Fremdenhasser und Rechtsextremer, ein geistiger Bruder des Moscheekillers von Christchurch verhetzt werden.
Das ist Merkel-Deutschland, das ist kommunale rot-grüne Politik, das wollen und wählen 87% der Deutschen.

Sonntag, 24. März 2019

Wer Ghana nach Europa holt, den holt Ghana in Europa ein


DiePresse schreibt (von APA ab, wie gewohnt):


Baby nach Beschneidungsritual in Italien gestorben

Der fünf Monate alte Bub wurde in Bologna nach einem zu Hause durchgeführten Beschneidungsritual in ein Spital eingeliefert.
(Hier weiterlesen)
Wenig verwunderlich steht unter dem Artikel:
Anmerkung der Redaktion: Wegen massiver Verstöße gegen unsere Forenregeln musste die Kommentarfunktion zu diesem Thema deaktiviert werden. Wir bedauern.
Ei, warum bloß? Haben die Kommentarposter etwa keine Kopftücher getragen?

Wenn die Politikerinnen Neuseelands sich als Zeichen der Solidarität Kopftücher umbinden können


... dann kann dieser Blog als Zeichen der Solidarität mit mindestens ebenso gutem Grund auf Videos von Prof. Jordan Peterson verlinken, der in einer — leider nicht beispiellosen, sondern schon wohlerprobten — heimtückischen Art einer informellen Zensur durch Ausgrenzung anheimfallen soll.

Rechter Bestsellerautor aus Sortiment verbannt

Nach dem Terroranschlag eines islamfeindlichen Attentäters in Christchurch mit 50 Toten hat die größte Buchhandelskette in Neuseeland, Whitcoulls, die Bücher des kana-dischen Rechtspopulisten Jordan Peterson aus dem Sortiment genommen. Die Entschei-dung sei „im Angesicht von ziemlich verstörendem Material, das vor, während und nach dem Christchurch-Anschlag zirkulierte“, gefallen. Seit dem grausamen Massaker geht eine Welle der Solidarität mit Muslimen durch das Land.

Die Buchhandelskette spielte auf ein Foto an, das sich im Netz verbreitete, während Premierministerin Jacinda Ardern zum Gedenken an die 50 Todesopfer aufrief. Darauf zu sehen: Bestsellerautor Peterson in Christchurch mit einem Fan bei einer Lesereise, die einem Monat vor dem Anschlag stattfand. „I‘m a Proud ISLAMAPHOBE“ („Ich bin stolzer Islamophobiker“) stand zwar falsch geschrieben, aber groß und mit weißer Schrift auf dem schwarzen T-Shirt des Mannes.
(Hier weiterlesen)
Aha. Da wird also eine Vendetta gegen einen Autor gestartet, weil ein Photo existiert, das ihn mit einem der Rechtschreibung nicht ganz kundigen Fan mit provokantem T-Shirt zeigt. Lächerlicher Vorwand, einen für die Machthaber viel zu erfolgreichen Gegner von PC-Zensur, Gender-Trottelei und überhaupt Welt»verbesserung« nach Möglichkeit zu einem Outcast zu machen.

Leute — dafür müßtet ihr früher aufstehen! Es wird euch nicht gelingen. Jorden Peterson ist einem Millionenpublikum ein Begriff durch seine Bücher und Videos. Und was er sagt und schreibt, mag euch zwar nicht schmecken, aber es ist grundsolide argumentiert und durch Fakten vielfältig belegt.

Er ist kein gelegentlich ausrastender Krakeler wie z.B. ein Akif Pirinçci, sondern ein besonnener und eloquenter Universitätsprofessor. Und das macht ihn für die Linken — egal, ob Traumtänzer oder machtbewußte Zyniker — in Politik und Medien so gefährlich!

Und genau deshalb wird in den nächsten Tagen und Wochen regelmäßig ein Peterson-Video auf dem LePenseur-Blog zu sehen sein. Lassen wir die Neuseeländerinnen ihre Kopftücher tragen, die sich genauso gut als Augenbinden eignen würden. Was davon zu halten ist, wurde hier bereits hinreichend dargelegt. Aber verbreiten wir das Gegengift zu der gezielten allgegenwärtigen Verdummung und Verhausschweinung der Untertanen, die von Politik (d.h.: im Auftrag ihrer Hintermänner) und ihren medialen Handlangern betrieben wird. Eh violà — Podium frei für Prof. Jordan Peterson:





What if ...


Eine »unter Insidern« berühmt gewordene Kongreßrede von Dr. Ron Paul — der man nur breitestes Bekanntwerden wünschen kann:
Madam Speaker, I have a few questions for my colleagues.
What if our foreign policy of the past century is deeply flawed and has not served our national security interests?
What if we wake up one day and realize that the terrorist threat is a predictable consequence of our meddling in the affairs of others and has nothing to do with us being free and prosperous?
What if propping up repressive regimes in the Middle East endangers both the United States and Israel?
What if occupying countries like Iraq and Afghanistan – and bombing Pakistan – is directly related to the hatred directed towards us?
What if some day it dawns on us that losing over 5,000 American military personnel in the Middle East since 9/11 is not a fair trade-off for the loss of nearly 3,000 American citizens – no matter how many Iraqi, Pakistani, and Afghan people are killed or displaced?
What if we finally decide that torture – even if called 'enhanced interrogation tech-niques' – is self-destructive and produces no useful information and that contracting it out to a third world nation is just as evil?
What if it is finally realized that war and military spending is always destructive to the economy?
What if all wartime spending is paid for through the deceitful and evil process of inflating and borrowing?
What if we finally see that wartime conditions always undermine personal liberty?
What if conservatives, who preach small government, wake up and realize that our interventionist foreign policy provides the greatest incentive to expand the govern-ment?
What if conservatives understood once again that their only logical position is to reject military intervention and managing an empire throughout the world?
What if the American people woke up and understood the official reasons for going to war are almost always based on lies and promoted by war propaganda in order to serve special interests?
What if we, as a Nation, came to realize that the quest for empire eventually destroys all great nations?
What if Obama has no intention of leaving Iraq?
What if a military draft is being planned for the wars that will spread if our foreign policy is not changed?
What if the American people learn the truth: that our foreign policy has nothing to do with national security and it never changes from one administration to the next?
What if war and preparation for war is a racket serving the special interests?
What if President Obama is completely wrong about Afghanistan and it turns out worse than Iraq and Vietnam put together?
What if Christianity actually teaches peace and not preventive wars of aggression?
What if diplomacy is found to be superior to bombs and bribes in protecting America?
What happens if my concerns are completely unfounded? Nothing.
    But what happens if my concerns are justified and ignored? Nothing good.

Video zum Sonntag

von Fragolin

Lisa Fitz über die Massenverblödungswaffe Fernsehen:


Herrlich.
„Das Gehirn ist keine Seife; es wird nicht weniger, wenn man es benutzt.“

Und eine Frau muss keine Rassistin sein, um sich nicht ins Mittelalter zurückzuwünschen, sondern nur eine Frau:




Sowas kommt aber auch nur noch spätnachts im Regionalprogramm...

Samstag, 23. März 2019

Ich gehe jetzt davon aus


... daß die muselmanische Gemeinden Kanadas aus Solidarität mit dem Opfer der jüngsten Messerattacke im Saint Joseph's Oratory anfangen, sich Kreuze an ihrer Kleidung anzustecken — oder?






Ein uomo universale des 20. Jahrhunderts


Wer kennt ihn heute auch bloß dem Namen nach: Rudolf Pannwitz? Heute vor fünfzig Jahren im 88. Lebensjahr zu Astano (im Tessin) verstorben ...

»Er könnte mehr bedeuten als eine Universität«: Hugo von Hofmannsthal kargte nicht mit seiner  Wertschätzung des jungen Pannwitz', der — wie Hofmannsthal selbst — dem geistig-künstlerischen Kreis um Stefan George entstammt, von dem er sich zwar eine Zeitlang absonderte, doch nie sein Wurzeln darin verleugnete. Insbesondere sprachlich war George zeitlebens für Pannwitz »Vorbild in allem, was zum Gesetze, der Ordnung und der Schönheit eines Gedichtes gehört«.

Rudolf Pannwitz hatte, was seinen Ruf nach 1945 betraf, eine großes Manko: nein, nicht daß er Nazi gewesen wäre — das hätten böswilligste Widersacher nicht zu behaupten gewagt, weil aus seiner Biographie das genaue Gegenteil abzulesen war —, aber daß er ein elitärer Konservativer war! Was nach 1945 schon zu einer damnatio memoriæ fast, und dann ab 1968 ganz sicher ausreichte.

Universalgenies, die nicht nur vielseitig alle Genres der Literatur und Philosophie bearbeiten, sondern noch Musikpartituren schreiben und Zeichnungen verfertigen — so etwas verstimmt in Zeiten der niederstehenden Kultursonne die Allzuvielen, die sich noch als Zwerge ihrer langen Schatten rühmen dürfen.

Sein zu Lebzeiten publiziertes Werk verschwindet gegenüber dem geradezu monumentalen Nachlaß: über dreihundert Archivkästen lagern im sogen. »Pannwitz-Bunker« des Deutschen Literaturarchivs in Marbach (schon ein kurzer Blick in seine Autorenbibliothek ist beeindruckend).

Pannwitz lebte von Förderern, hatte als Prophet einer »neuen Geistigkeit« nie einen Brotberuf (von einer kurzen Hauslehrertätigkeit nach seinem Studium abgesehen) — auch hierin war ihm George Vorbild. Und er muß nach Zeugnissen seiner Bekannten nicht nur eigenwillig, sondern auch ziemlich unerträglich in seiner Arroganz, seinem Sendungsbewußtsein gewesen sein. All das sind nicht die Ingredienzien für posthume Wertschätzung, wie man wohl feststellen kann — und doch sagt es im Grunde nichts über die Größe eines Autors und Denkers aus.

Zu Zeiten, als man dem »Spiegel« noch eine gewissen Qualität attestieren konnte — lang ist's her —, merkt man dennoch dem kurzen Nachruf, der dort am 7.4.1969 erschien, seine Verlegenheit an, mit dem Werk dieses Dichters und Denkers umzugehen:
Der Lyriker, Dramatiker, Kulturphilosoph und Zivilisationseremit sah sich selbst vorwiegend als den "heute Regierenden der unsterblichen Dynastie Nietzsche" dessen poetische Kosmologie er mit Stefan Georges esoterischem Pathos zu schwer lesbaren, in einer Art Privatorthographie abgefaßten Schriften verwob.
... steht da etwas hilflos. Und abschließend:
Zuletzt bewohnte er einen alten Turm bei Lugano, umringt von Ungedrucktem, doch im Bewußtsein, das Chaos dieser Welt gebändigt, "unter dionysischen Revolutionen einen apollinischen Kosmos hervorgebracht" zu haben.  
Man sieht vor sich das Achselzucken eines Spiegel-Redakteurs, und hört sein erleichtert gemumeltes »Wird schon passen, so ...«

Die Deutschen — das Volk der Dichter und Denker? Ach, lang ist's her ...


Ein bemerkenswerter Text


... wurde von Michael Klonovsky verfaßt, den ich den Lesern dieses Blogs (so sie ihn nicht schon kennen) nachdrücklich zur Lektüre empfehlen möchte:
"Der deutsche Konservatismus muss freiheitlicher werden"

Die deutsche Kultur ist nicht für die Ewigkeit geschaffen, kümmern wir uns um die Zivilisation/ Auf mehrfachen Wunsch veröffentliche ich hier den Text meiner Rede vom 17. April 2018 bei der AfD München
Meine Damen und Herren,

Heinrich von Kleist hat einen großartigen Text geschrieben: „Über die allmähliche Ver-fertigung der Gedanken beim Reden“. Ein vergleichbares Prinzip gilt für die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Schreiben. Dieser Vortrag stand ursprünglich unter dem Motto: „Zukunft braucht Wurzeln“, doch bei der Niederschrift wurde mir ein Gedanke immer klarer, nämlich dass diese Wurzeln zunehmend zur Privatsache werden.


Das heißt, der Charakter meiner Darlegung ändert sich ein wenig. Ich werde zu Ihnen darüber sprechen, wer oder was an diesen Wurzeln herumschneidet und wie man als Konservativer damit umgehen könnte. Aber ich will auch darüber sprechen, wie man als Konservativer, falls die Gesellschaft sich wirklich von ihren Traditionswurzeln abtrennt, gewissermaßen freiheitliche Luftwurzeln schlagen kann.
(Hier weiterlesen)
Chapeau! Touché!

Kleine Fragerunde

von Fragolin

Warum glauben manche Menschen, dass ihre Markenklamotten ihre Persönlichkeit unterstreichen, wo sie diese doch nur tragen, um zu kaschieren, dass sie gar keine Persönlichkeit besitzen?

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Warum glauben wahrhafte Kämpfer gegen das ausbeuterische System des Kapitalismus, dass sie etwas Gutes tun, wenn sie kein von Kinderhänden zusammengenähtes T-Shirt um 10 Euro kaufen aber dafür mit dem gleichen von Kinderhänden zusammengenähten T-Shirt herumlaufen, wenn es für 20 Euro mehr mit einem Che-Guevara-Aufdruck versehen wurde?

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Wenn man über deutsche Auswanderer nach Bali den Witz reißt, das wären Leute, die wo sie herkommen keiner vermisst und wo sie hingehen keiner braucht, dann hat man die Lacher auf seiner Seite. Warum ist dann der gleiche Witz, wenn man ihn über libanesische Familienclans in Nordrhein-Westfalen macht, Rassismus?

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Kann es sein, dass das Alles nur ein multilinguales Missverständnis ist und die Übersetzung der Worte „umwerben“ und „begeistern“ im Zusammenhang zwischenmenschlicher Beziehungen im Arabischen zufällig wie „vergewaltigen“ und „abstechen“ klingt?

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Wie weit soll ich Menschen in den Arsch kriechen, die kein anderes Interesse haben, als mir in meinen zu treten?

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Was bringt es, wenn man sich aus Angst vor dem Fallen gleich auf den Boden legt?

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Wenn man einen Verein gründet und Statuten schreibt, in denen Vereinsmitglieder dazu aufgerufen werden, Neumitglieder zu keilen und ablehnende Nichtmitglieder zu köpfen, rettet es einen dann vor der Strafverfolgung, wenn man behauptet, diese Statuten hätte ein Erzengel diktiert?

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Wenn die „Nationalsozialisten“ mit „Nazis“ abgekürzt werden, warum heißen die „Jungsozialisten“ dann „Jusos“ und nicht „Juzis“?

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Kann ein Spitzensportler heute noch erfolgreich sein, ohne zum Spritzensportler zu werden?

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Wenn man nicht genauso denkt wie die SPD, fliegt man dann aus der CDU?