Samstag, 22. November 2014

»Bilder einer rebellischen Aristokratin«

... betitelt »Die Presse« in ihrer Inhaltsübersicht eine Photostrecke über die vorgestern verstorbene Herzogin von Alba. Beim eigentlichen Artikel hat sie sich dann schon auf »Herzogin von Albas Abschied: Bilder einer rebellischen Frau« eingebremst. Das ist auch gut so, denn wärend wir ihr angesichts ihrer kolportierten Affairen weder das Frausein, noch (wenn man Bilder wie dieses ansieht)


das Rebellische absprechen kann — daß sie aber eine »Aristokratin« gewesen wäre, kann man nicht wirklich behaupten! Sie war es zwar von ihrer Abkunft, nicht von ihrem Verhalten und nicht von ihrer Einstellung. Da war sie einfach eine exzentrische Skandalnudel mit immens viel Geld und nicht im entferntesten soviel Stil.

Menschen wie sie verkörpern das Unbehagen vieler — und keineswegs nur der im Leben zu kurz gekommenen, und daher neidzerfressenen — Menschen, wenn jemand durch den Zufall der richtigen Geburt nicht bloß mit dem Silberlöffel, sondern quasi mit dem brillantbesetzten Platinlöffel den Brei in den Mund geschoben bekommt — und aus seinem Leben nichts weiter macht, als eine exzentrische Freak-Show.

LePenseur ist libertär genug, um ihr das keineswegs zu verübeln. Er sieht bloß nicht ein, warum man vor einem derart überflüssigen Geschöpf in Devotionsbücke gehen soll. Sie soll mit ihrem Geld machen, was sie will, und wenn sie sich den Kopf nach dem Modell »Vogel Strauß mit Pudellöckchen« zu Tode operieren ließ — ihr Problem. Nur: Aristokratie sieht anders aus. Und benimmt sich anders.

Das muß — bei aller Pietät — gesagt werden dürfen.

Die spanische Staatsanwaltschaft

 ... hat den Regierungschef der Region Katalonien, Artur Mas, wegen der jüngsten Volksbefragung zu Unabhängigkeit angeklagt. Die am Freitag beim Oberen Gerichtshof von Katalonien in Barcelona eingegangene Klage betrifft auch die Stellvertreterin von Mas, Joana Ortega, sowie die regionale Bildungsministerin Irene Rigau. Allen werde Unterschlagung öffentlicher Gelder, Ungehorsam, Rechtsbeugung sowie Amtsanmaßung zur Last gelegt, teilte das Gericht mit.
(Hier weiterlesen)
Die spanische Zentralregierung ist offenbar höchst begierig, sich ein zweites Baskenland zu züchten. Anders kann man diese Vorgangsweise nicht verstehen. Und zwar ganz unabhängig davon, ob man die Unabhängigkeit Kataloniens nun befürwortet oder nicht. Will ich mich mit einem Gegner einigen, so zerre ich ihn nicht vor den Kadi, sondern verhandle. Das weiß jeder Anwalt. Nur wenn ich überzeugt bin, daß der Gegner ohnehin null Chancen hat, dann kann ich vor Gericht ziehen, und der Gegner wird dort zusammenbrechen.

Glaubt Madrid ernstlich, daß es so stark und Katalonien so schwach ist? Vielleicht — doch dann sollten dich die spanischen Politiker psychologisch untersuchen lassen. Sie stehen an der Spitze eines bankrotten Staatswesens mit immensen Schulden, die auch in generationen nicht abbezahlt werden können. Sie haben eine rekordverdächtige Arbeitslosigkeit sowie eine lahmende Wirtschaft, deren wichtigster Sektor — der Tourismus — vom Wohlergehen anderer Staaten (von dort kommen nämlich die Touristen) und von der Stabilität des eigenen (wer will schon Urlaub im bebenden Vulkankrater machen?) abhängig ist. Und sie haben offensichtlich (und sooo ganz falsch kann in Zeiten des Internets eine Volksabstimmung auch ohne perfekte Organisation bei 80% pro Abspaltung nicht sein!) eine beachtliche Bevölkerungsgruppe, die einfach genug hat.

Ob dieses »Es reicht«-Gefühl klug, gerechtfertigt oder was immer ist, das ist zunächst einmal sekundär, solange es eben da ist. Und das wird man wohl nur mit viel Naivität bestreiten können. Den zur Klärung der Fragen nötigen Diskussionsprozeß freilich durch einen Strafprozeß ersetzen zu wollen, wird ins Auge gehen.

Wenn die ersten Bomben von katalonischen Dissidenten explodieren (und hoffentlich bloß Sachschaden anrichten), dann soll niemand sagen, man hätte es nicht voraussehen können ...

»A petri dish of Keynesian ideas«

... (also eine »Petrischale des Keynesianismus«) nennt Peter Schiff die berüchtigten »Abenomics«:
As Japanese Prime Minster Shinzo Abe has turned his country into a petri dish of Keynesian ideas, the trajectory of Japan's economy has much to teach us about the wisdom of those policies. And although the warning sirens are blasting at the highest volumes imaginable, few economists can hear the alarm.
Data out this week shows the Japanese economy returning to recession by contracting for the second straight quarter (and three out of the last four quarters). The conclusion reached by the Keynesian apologists is that the benefits of inflation caused by the monetary stimulus have been counteracted, temporarily, by the negative effects of inflation caused by taxes. This tortured logic should be a clear indication that the policies were flawed from the start.
Und Europa empfiehlt ein Nobelpreisträger — Paul Krugman — emphatisch denselben Schwachsinn:
Europe need something like Abenomics only Abenomics, I think, is falling short, so they need something really aggressive in Europe.
Ist doch klar! Wir haben zu wenig Schulden, als daß es uns richtig gut gehen könnte. Alle pumpen alle an, damit sich alle bei allen was kaufen können, und schon geht es allen besser. Genau so geht's! Nur so geht's  ... 

B a n z a i i i i i i i i i . . .



Freitag, 21. November 2014

»Is Ferguson A False Flag Operation To Generate Riots And Racism?«

... fragt sich Dana Allen in »AUN — Americas Uncersored News«:

If we review how Ferguson has been handled by the news media and government, it indicates either a purposeful attempt to generate racial paranoia, violence and riots, or a case of incompetence and foolishness by those same two parties that is hard to fathom.

... steht da einleitend, und weiter unten folgt ein noch aufschlußreicherer Absatz:
It is the number one cause of death for young black people that live in 90% or higher Democrat districts, it is being murdered. Who is murdering them? Almost exclusively it is Black Democrats. White on Black violent crime is so rare that the federal government rounds it off to zero. Seriously. So what MSNBC and others are doing to generate racism and racial paranoia, to get Black people to fear White people, is getting them to fear a nonexistent danger. At the same time those lies cause riots, hatred, and real deaths. Unfortunately there may  be many more deaths if the Grand Jury does not do what the modern day lynch mob wants it to do. The news media and politicians like Obama, Holder and Sharpton, by getting Black people to fear non-existent dangers, prevents the real dangers from being addressed.
Das alles kommt uns doch irgendwie bekannt vor: »Gefahr von rechts« — und wie all die alten Antifa-Sprüche so lauten. Cui bono? — Diese Frage ist natürlich gaaaanz Autobahn, denn sie kann in Amerika (wie bei uns ebenso) einfach und plausibel beantwortet werden:
Riots have been started before as a ploy to increase the power of the government and take away citizen rights.   What happens in riots?  Martial Law is declared. [...]

The declaration of Martial Law would benefit those who are promoting racial paranoia in Ferguson, because of who is in the White House now.   All of the racial paranoia promoters in Ferguson are politically aligned with President Obama.  What do you think are the motives of Obama, Sharpton and MSNBC in promoting mob rule in Ferguson?  Why are people being led to believe the police officer is guilty before a trial and it is a cause for rioting if he is not indicted?
Oft wird behauptet, daß einfache Antworten notwendigerweise falsche Antworten seien. Möglich, daß die falsch aus der Sicht der Machthaber sind. Das hindert nicht, daß sie möglicherweise aus der Sicht der Wahrheit die richtigen sind ...

Wir werden gerade wirtschaftlich und politisch vorgeführt ...

... regelrecht gegrillt, um die Krisen unserer Zeit als Alltag zu akzeptieren und gleichzeitig hunderte Bauernopfer für alles verantwortlich zu machen, anstatt die wahren Verursacher: die internationalen Banken.

Ein überaus lesenswerter Artikel von Michael Lehner in neopresse, der auf die obige deprimierende Feststellung hinausläuft, an die sich ein noch deprimierenderer Schlußabsatz fügt:
Der Kollaps ist nichts anders als ein Prozess, der nur dann plötzlich zum Stillstand kommen kann, wenn die Öffentlichkeit den Glauben daran verloren hat. Es geht um Akzeptanz – Akzeptanz der Massen für eine “neue Normalität”, in der finanzieller und politischer Terror das Fundament des täglichen Lebens sind. 2008 war nur der Anfang der Umsetzung. 2014 und 2015 erfolgt die Fortsetzung. Wir sind mitten drin im Kollaps – auch wenn viele ihn nicht sehen können. Wir müssen die weltweiten Entwicklungen genauestens beobachten, da die Marktvolatilität zunimmt und die internationalen Konflikte zu eskalieren beginnen.

Die Zeit ist um.
Und weil der Vogel so dekorativ ist — hier der »Phoenix«, den der Economist vor über 26 Jahren als Markenzeichen einer neuen »Weltwährung« vorhergesagt hat. Damals nannte das alle (und selbst heute nennen es noch viele) bloße Hirngespinste ... ... Nun: wünsche all diesen, gut zu schlafen und — besser nicht mehr aufzuwachen ...




Donnerstag, 20. November 2014

Kölümbüs Erdowahn ...

hält Muslime für die Entdecker Amerikas

Amerika verdankt nach Auffassung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan seine Entdeckung nicht Christoph Kolumbus, sondern den Muslimen. [...]

"Muslimische Seeleute erreichten schon 1178 Amerika. Columbus selbst erwähnte eine Moschee auf einem Hügel an der Küste Kubas", sagte Erdogan. Der Staatschef erklärte sich sogar bereit, an der erwähnten Stelle eine Moschee zu erbauen.
 Irgendwie erinnert einen der GröTAZ schön langsam an Little Britain ...

Britain, Britain, Britain. Land of technological achievement. We've had running water for over ten years, an underground tunnel that links us to Peru, and we invented the cat.


Über Mythen

... schrieb Michael Lehner vor zwei Tagen einen lesenswerten Artikel:
Mythen werden in unserer Gesellschaft benutzt und gezielt eingesetzt, um Überlieferungen zu transportieren, Erzählungen aus der Vorzeit eines Volkes oder Personen, Sachen oder Begebenheiten zu glorifizieren. Auch unser heutiges System hält eine Vielzahl an Mythen bereit, die sich bei genauerem Betrachten als falsch, irrig oder schlicht gesteuert herausstellen:
1. Der US-Dollar wird weiterhin die dominante Währung bleiben.
Natürlich ist dieser Mythos eine komplette Lächerlichkeit, denn eine Vielzahl an Regierungen versuchen eine neues nicht dem Dollar anheim fallendes Finanzsystem aufzubauen. 
Den — wenigstens in Europa — wichtigsten Mythos thematisiert er natürlich nicht: daß nämlich das Heil dieses Kontinents ab dem Jahr 1945 angefangen hat, als das ABSOLUT-UNVERGLEICH-BÖSE endlich von Mächten des Lichts besiegt und vernichtet wurde, und die Herrschaft der Demokratie auch die dunklen Landschaften Mittel- und (aber erst seit 1990) Osteuropas zu erleuchten begann. Und daß jeder, der das auch nur ansatzweise zu hinterfragen wagt, ein Bote der Finsternis ist.

Sorry, folks! LePenseur ist gegen Heilsmythen ziemlich allergisch. Solange sie sich im metaphysisch-religiösen Bereich bewegen (und auf Scheiterhaufen, KZs, Dschizya und Progrome verzichten), hält er sie für teils wunschgeleitet, teils abwegig, aber doch recht ungefährlich. Werden sie hingegen zur Legitimierung konkreter politischer Macht mißbraucht, sind sie bloß eines: Unterdrückungswerkzeuge der Machthaber-Klüngel.

Und dagegen wird auf diesem Blog angekämpft, so wenig Aussicht auf Erfolg sich LePenseur davon auch versprechen mag ...


Mittwoch, 19. November 2014

»Überwachung sind Freiheit und Sicherheit und die Erde endlich wieder eine Scheibe«

»Im Kometenorbit ist die Energiewende gescheitert«


 ... schließt eine kurze, aber lesenswerte Anmerkung des Kollegen Manfred Jacobi zum doch eher nur schaumgebremst erfolgreichen Projekt »Philæ«.

Putin der Schreckliche mußte alleine essen

... denn keiner wollte bei ihm am Tisch sitzen. Oder so ...


... wollte wenigstens die ARD uns glauben machen.
Nun, gar so schrecklich wird die Isolierung doch nicht gewesen sein, wie sonst wäre es zu diesem Bild


gekommen? Vielleicht hatten aber die ARD-Reporter einfach keine Gelegenheit, die DailyMailOnline zu lesen, denn da kam der Küchenchef des G20-Treffens ausgiebig zu Wort — und berichtete u.a.:
Mr O'Donoghue and his team had the plates of seafood, meat and salads laid out on a table and he served the leaders and answered their questions as they grabbed plates and filled them with food.
'They all asked what Moreton Bay bugs are,' he said.
'The Indian Prime Minister was very interested in which dishes had animal products, he's completely vegetarian.'
Mr O'Donoghue added that Mr Putin was not treated frostily by the other leaders, and there was more activity on his table than most other people's.
'He spent a lot of time talking with the South Korean President,' Mr O'Donoghue said.
Irgendwie sind die Journaillisten der Systemmedien ja wirklich nicht zu beneiden: kaum glauben sie ihrer Desinformationspflicht genügt zu haben, werden sie schon wieder durch irgendwelche Berichte aus besserer Quelle Lügen gestraft. Doch ein Kommentarposter im »Gelben Forum« findet sogar hiefür

Die Lösung

Nach dem Aufstand der Zuschauer
Ließ der Erste Chefredakteur vom Politbüro des NDR
In ARD-Blogs Meldungen verbreiten
Auf denen zu lesen war, daß der Zuschauer
Das Vertrauen der ARD verscherzt habe
Und es nur durch doppelte Gutgläubigkeit
Zurückerobern könne. Wäre es da
Nicht doch einfacher, die ARD
Löste die Zuschauer auf und
Wählte sich andere? 


So geht's! Nur so! Genial ...

Dienstag, 18. November 2014

Der Präsident des Unternehmerverbandes...

...  Sachsen, Hartmut Bunsen, hat vor den Folgen der gegen Russland verhängten Handelssanktionen für die heimische Wirtschaft gewarnt. »Wenn man politische Lösungen will, helfen Sanktionen nicht weiter«, sagte Bunsen. »Aus unserer Sicht bringen Sanktionen gar nichts.« Sie nützten eher den Amerikanern und schadeten der eigenen Wirtschaft. Insbesondere die kleinteilige Wirtschaft in den neuen Bundesländern habe traditionell enge Beziehungen zur Ukraine und nach Russland.

"Wir haben sie doch ermuntert, ihre Kontakte zu nutzen und nach dem Osten zu gehen", sagte Bunsen. Der Verband vertritt etwa 1000 vorrangig kleinere Unternehmen mit 15 000 bis 20 000 Arbeitsplätzen. Ob bereits Unternehmen wegen der Handelssanktionen in Konkurs gegangen seien, könne er allerdings nicht sagen.

Nach Angaben der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft sind die Exporte nach Russland in den Sommermonaten Juli und August um ein Drittel eingebrochen. In der Metall- und Elektroindustrie waren es sogar 39 Prozent. (Quelle)
Überraschung! Wer hätte bloß gedacht, daß die Amis lieber ihre transatlantischen Vasallen in die Tonne treten würden, als sich selbst zu schaden? Mutti sicherlich nicht. Vielleicht sollte sie zur Abwechslung mal mit Herrn Bunsen sprechen, statt dem Backaroma in die Schokoseite zu kriechen ...

»Was stimmt hier nicht?«

... fragt »Die Anmerkung« — völlig zu Recht. In diesem Zusammenhang fällt mir eine Anekdote des streitbaren Wiener Hofpredigers Abraham a Sancta Clara ein: dem klagte ein (wohl etwas unter dem Pantoffel stehender) Ehemann, daß bei seiner Frau immer alles nach ihrem Kopf gehen müsse. Der schlagfertige Augustinerpater schlug ihm vor: »Und wenn du gelegentlich einige Eier nach ihrem Kopf gehen läßt, mein Sohn ...?«

Schön langsam geht auch den Systembeteiligten

... der Allerwerteste auf Grundeis:
“Lassen Sie uns über unsere Glaubwürdigkeit reden” – der ehemalige Chefredakteur des SPIEGELs hat in der Eröffnungsrede des Journalisten-Preises der “lange Atem” eine Debatte unter den Teilnehmern entfacht. Es ging um den offensichtlichen Glaubwürdigkeitsverlust des Publikums gegenüber den Leitmedien. Selbstkritisch und distanziert gibt er einige Denkanstöße.
Fraglos auch hier v.a. als Motiv der Versuch, durch etwas Schuldeingeständnis »die Luft rauszulassen« — und dann weiterzumachen wie bisher. Dennoch: schön langsam bröckelt die selbstsichere Fassade unserer Journaille, mit der sie bislang jede Kritik an ihrer Einäugigkeit als Verschwörungstheorie und ewiggestrigen Populismus abgewatscht hatte.

Nur: selbst Schuldeinsicht heißt noch lange nicht Besserung ...

Montag, 17. November 2014

Nicht der abseitigste Blog


... sondern bloß der zweit-abseitigste Blog ist LePenseur für die eifrige Lesergemeinde des Hwd. Chor- & Pfarr-Herrn Alipius. Nun, immerhin! LePenseur dankt für die — ihn ziemlich überrascht habende — Nominierung (die lag ja nicht nahe bei einem doch explizit katholischen Blog wie »totaliter aliter«, aber das ist bei »Abseits« auch ganz in Ordnung so!) und nun sogar Prämierung, und wird bemüht sein, seine Abseitigkeit auch weiterhin nach Kräften unter Beweis zu stellen! Vielleicht geht sich mit noch ausgefeilterer solcher das nächste Mal sogar eine Goldmedaille in dieser ebenso wichtigen wie ehrenhaften Kategorie aus. Mainstream ist schließlich eh schon jeder ...


Der Aktionsplan von Brisbane

»Die Presse« informiert:
Neben dem Ukraine-Konflikt ging es beim G20-Gipfel aber auch um Wirtschafts- und Umweltfragen: So einigten sich die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer darauf, bis 2018 zusätzlich 2,1 Prozent Wachstum der Weltwirtschaft zu erreichen – und gehen damit leicht über das ursprünglich angestrebte Ziel von 2,0 Prozent hinaus. Die globale Erholung sei langsam, unausgewogen und bringe nicht die nötigen Arbeitsplätze.
Mit dem „Aktionsplan von Brisbane“ soll die Weltwirtschaft um zwei Billionen US-Dollar wachsen, „Millionen Arbeitsplätze“ sollen geschaffen werden, heißt es im Kommuniqué. Die G20 versprachen mehr Investitionen in Infrastruktur und verstärkte Regulierung der Finanzmärkte. „Aber es bleibt noch wichtige Arbeit zu leisten, um ein stärkeres, widerstandsfähigeres Finanzsystem zu schaffen.“ Merkel sprach von „guten Fortschritten“ bei der Regulierung wichtiger Banken. Das bedeute, dass Steuerzahler „nie wieder“ große Banken vor dem Crash retten müssten, hieß es.
Die G20 versprachen auch mehr Steuergerechtigkeit. Gewinne sollen dort versteuert werden, wo die wirtschaftlichen Aktivitäten stattfinden; der geplante automatische Austausch von Steuer- und Bankinformationen soll bis 2017 oder 2018 Realität sein. Zudem streben die großen Industrie- und Schwellenländer einen verstärkten Kampf gegen den Klimawandel an: Für besonders betroffene Länder sollen künftig mehr finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden; beim UN-Klimagipfel Ende 2015 in Paris soll es eine bindende Vereinbarung geben. 
Na bumm! Was hier angedacht wird, ist nichts anderes als die perfekte Mischung von Abenomics mit 1984, garniert mit einem kräftigen Schöpfer Klimareligion. Mit einem Wort: alles das, was uns in die wirtschaftliche Katastrophe noch tiefer hineinreitet, und den Grund- und Freiheitsrechten der Menschen endgültig den Garaus bereitet.

Vor der Welt liegen spannende Zeiten. Beten wir, daß sie unsere korrupten, unfähigen, machtgeilen, opportunistischen Politruks möglichst bald verschlingen mögen. Backaroma, Mutti & Co. weint kein Mensch, der seine fünf Sinne beisammen hat, auch nur eine Träne nach ...

Die Wirtschaftsversteher vom grünen Tisch

... haben jetzt endlich herausgefunden, woran Österreichs Tourismus krankt:
Ein österreichisches Hotel ist im Schnitt über das Jahr gerechnet zu nur einem Drittel (33,3 Prozent) belegt, wie Daten des Beratungsunternehmens Watchdogs belegen.
Das liegt hauptsächlich daran, dass die meisten Hotels Saisonbetriebe sind. Und in jeder Saison gibt es „tote Zeiten“ – jetzt im November ist gerade so eine –, in denen die Betriebe zwar geöffnet sind, aber kaum Gäste haben. Auch die Privatquartiere drücken die Auslastung – ein Gasthaus, das nebenbei ein paar Zimmer führt, steht öfter leer als gewerbliche Betriebe.
(Hier weiterlesen)
Wow! Wer hätte das gedacht! also, Hand aufs Herz — wären Sie da draufgekommen? Aber keine Bange, Rettung naht:
Ganzjahresbetrieb ist die Lösung, predigen Tourismusexperten, und zwar am besten mit Konzepten, die von Saison und Wetter unabhängig sind. Wie es nicht weitergehen kann, zeigt das Beispiel Kärnten, das mit einer Auslastung von 26 Prozent das nationale Schlusslicht ist. „Der klassische Wörthersee-Urlaub ist out“, sagt Franz Hartl, Chef der Österreichischen Tourismusbank (ÖHT). „Die Leute wollen nicht mehr statisch am See liegen, die wollen Aktivitäten. Oder sie fahren gleich ans Meer oder in einen Wellnesstempel.“ Stichwort Wellness: Die Topplätze im Auslastungsranking belegen allesamt Kurorte: Platz eins belegt das Moorbad Harbach in Niederösterreich mit 85 Prozent, gefolgt von Bad Schönau und Bad Radkersburg.
Na, so einfach kann's gehen! Man sperrt einfach länger auf, die die bisher enttäuscht auf die im November an der Adria rund um die Uhr geöffneten Hotels ausgewichenen Urlauber kommen jetzt alle, alle im November nach Österreich, wo sie ja doch viel lieber immer schon hingefahren wären! Wollen diese »Experten« uns verarschen? Es hat den Anschein. Der Blogger »Kritikus« (auch sonst lesenswert) entlarvt in einem Leserkommentar den offenkundigen Unsinn treffend:
„Die Leute wollen nicht mehr statisch am See liegen,..."
Ah, geh. Dafür fahren dann soviele ans Meer, um gerade das zu tun. Aber das ist sicher nur so, weil die Leute mehr Aktion wollen. Mit dem unsicheren Wetter hierzulande (beim Kurzurlaub sind ein paar Regentage schon eher lästig) hat das natürlich üüüberhaupt nichts zu tun. Genauso, wie die Tatsache, dass teure Hotels dzt auch gerne leer stehen, nichts mit den Russlandsanktionen zu tun hat. Und ebenso wird der Boom bei den Kurorten überhaupt ganz gar nichts damit zu tun haben, dass die Urlaubsaufenthalte (äh, Kuraufenthalte) dort für die "Kranken", die halt gerne das System ausnutzen, (fast) gratis sind.
Aber Hauptsache, wir haben Experten, die uns das Leben erklären... ;-)
Aber vielleicht könnte man mit einem ganz anderen Konzept Österreichs lahmendem Tourismus unter die Armen greifen. Unsere Leistungsträger werden doch nichts dagegen haben, solcherart einfach über gerechte Umverteilung unrentable Beherbergungsbetriebe rentabler zu machen, die vor Arbeitsmangel dahinsiechende Bürokratie zu beleben und vieles andere mehr — und die multikulturelle Bereicherung unseres Landes wollen wir dabei nicht einmal in Ansatz bringen ...
 

Am 17. November 1869

... wurde der Suez-Kanal vom ägyptischen Khediven (Vizekönig) Ismail Pascha feierlich dem Verkehr übergeben:


Sonntag, 16. November 2014

Heute vor 100 Jahren

..., also am 16. November 1914, begann die weltweit seitdem mit weitem Abstand einflußreichste Gruppierung von Verbrecherorganisationen ihr Unwesen (Wikipedia umschreibt das sehr vornehm mit »... nahm ihre Geschäftstätigkeit auf« — das »Geschäft Gottes«, dessen Paten sie sind, ganz nach der entlarvenden Definition dieses famosen Herrn Blankfein): die Banken im Federal Reserve System der Vereinigten Staaten. Es ist wohl kein Zufall, daß das Hauptgebäude der New-Yorker Gang nach dem Zwingburg-Muster italienischer Stadttyrannen-Palazzi designed ist:


Architektur verrät viel: z.B. die klobige Angeberei vieler Teile der Reichskanzlei, die pseudoklassisch behübschenden Schnörksel des Stalinismus, die gesichtslosen Protzbauten »moderner« Städtebauer, die ihre Unfähigkeit zur Gestaltung nicht genug hinter vollverspiegelten Glsafassaden verstecken können, und eben auch die vergröbernden Anleihen bei einer Renaissance-Architektur der Condottiere-Zeit, wie man sie oben »bewundern« kann ...

Samstag, 15. November 2014

Exakt jetzt vor 125 Jahren

... nämlich am 15. November 1889 um 8:30 Uhr Ortszeit von Rio de Janeiro (d.h. 4 Stunden später als bei der MEZ) wird Brasilien durch einen Militärputsch föderale Republik: »Vereinigte Staaten von Brasilien«. Einer der fähigsten, edelsten Monarchen nicht nur seines Jahrhunderts, Kaiser Peter II aus dem Hause Bragança, wird von Marschall Manuel Deodoro da Fonseca gestürzt.

Der Monarch starb wenig mehr als zwei Jahre danach verarmt in seinem Pariser Exil. Sogar die übertriebener monarchistischer Aspirationen höchst unverdächtige deutsche Wikipedia ringt sich im Artikel über den Monarchen zu einer überaus positiven Bewertung durch:
Pedro II., den Victor Hugo einen Nachkommen Marc Aurels nannte, galt als einer der fähigsten Monarchen seiner Zeit. Während seiner Regierung, die fast ein halbes Jahrhundert dauerte, wuchsen Bevölkerung und Wirtschaft in zuvor ungeahntem Ausmaß. Kaffee nahm den Rang eines Nationalprodukts an, ab 1870 gefolgt von Kautschuk. Europäische Einwanderer strömten ins Land.

Da er früh die Bedeutung von guten Verkehrswegen und Kommunikationssystemen für die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung erkannte, ließ er ein Netz von Eisenbahnen, Telegraphen- und Telefonleitungen bauen. Er bescherte dem Land die ersten gepflasterten Straßen, Briefmarken und das Telefon.


Der Kaiser, mehrsprachig und belesen, war mehr Gelehrter als Politiker. Daher rührte auch sein Spitzname „Oberlehrer der Nation“. Er förderte den wissenschaftlichen Fortschritt und die Künste. Privat interessierte er sich besonders für die Astronomie. So ließ er unter dem Dach seiner Sommerresidenz in der von deutschen, vor allem Tiroler Einwanderern erbauten Stadt Petrópolis eine kleine Sternwarte einrichten, in der er manche Nacht damit zubrachte, neue Himmelskörper zu entdecken. In einem anderen Teil des Palastes ließ er eine Schule für Waisenkinder einrichten. 1876 besuchte er Heinrich Schliemann bei seinen Ausgrabungen in Mykene.

Pedro II. war unter anderem einer der Mitbegründer des Instituts Louis Pasteur in Paris und unterstützte den Bau des Bayreuther Festspielhauses. Seine Regierungsjahre waren die stabilsten und, wenn man so will, „glücklichsten“ in der brasilianischen Geschichte ...
Wer die wenig erbauliche Geschichte Brasiliens seit seiner Republik-Werdung mit der Regierungszeit dieses Monarchen vergleicht, versteht die Wertschätzung, die ihm bis heute im Gedächtnis der Nation entgegengebracht wird.

Wenn es ein Belegbeispiel für Prof. Hoppes These über die Demokratie — dem Gott, der keiner ist — gibt, das für die (relativen) Vorzüge von Monarchien herangezogen werden kann, dann ist es wohl die Regierung Dom Pedros, dessen Bildung, Besonnenheit, Gerechtigkeitsliebe und Wohltätigkeit ihn turmhoch über die kleptokratischen »Eliten« der republikanischen Folgezeit erheben.

Also schön langsam kommt man außer Atem:

Russland 2014 bereits 36 Mal in die Ukraine einmarschiert 
14.11.2014

Alle paar Tage neu melden westliche Medien, dass Russland angeblich in die Ukraine einmarschiert sei. Im Jahre 2014 meldete die westliche Presse insgesamt 36 Einmärsche. Keine einzige davon ist bisher durch Fakten belegt. Doch die Kriegspropaganda der westlichen Medien geht ungehindert weiter. Kein Tag ohne Putin-Bashing und alle paar Tage neu die Meldung von einer angblichen Invasion in die Ukraine. 

Wer bei Google “Russian invasion of Ukraine” eintippt, erhält derzeit über 1,3 Mio. Suchergebnisse. Hier die wichtigsten Headlines aus diesem Jahr, nach denen Moskau insgesamt bereits 36 Mal zu verschiedenen Zeitpunkten angeblich in die Ukraine einmarschiert ist. Die "Informationen" stammen allesamt entweder aus Kiew oder direkt aus den USA, gesteuert zum Teil von Geheimdienstkreisen. Keine einzige angeblich "Invasion" ist bisher durch Fakten bewiesen.
Wäre die volksverblödende Hetze unserer Systemmedien nicht so brandgefährlich, könnte man mit einem Achselzucken den offenkundigen Selbstzerstörungstrip, auf dem sich unsere Medienhuren und Polit-Marionetten befinden, quittieren. Das Problem ist nur: semper aliquid hæret — und die ständige Berieselung mit der Propagandalüge aus Washingtons Geheimdiensten zeitigt Folgen. Und irgendwann wird die breite Masse schon gehirngewaschen genug sein, um sich den nächsten Weltkrieg aufs Auge drücken zu lassen ...