Donnerstag, 20. Juli 2017

Auf diesem Blog

... wurde er schon häufig zitiert (mit einem geradezu sprichwörtlich gewordenen Ausspruch aus der Zeit der Machtergreifung durch die Nazis) aber nicht in seiner Eigenschaft als einer der ganz großen Maler der Jahrhundertwende — und überhaupt — gewürdigt:

MAX LIEBERMANN

der am 20. Juli 1847, also heute vor 170 Jahren, geboren wurde.






Berühmt ist neben dem bereits zitierten Ausspruch noch ein anderer, der freilich in »Kunstkreisen« weitaus weniger gern zitiert wird. Als der große alte Mann und Akademiepräsident in den 1920er-Jahren zur Eröffnung einer Ausstellung avantgardistischer Kunst eingeladen wurde, und ebenso still wie kopfschüttelnd die »modernen« Kreationen von Kubisten, Abstrakten & Co. Revue passieren ließ, wurde er von einem naseweisen Journalisten  zum Ende seiner Besichtigungstour gefragt, was er zur Ausstellung denn so sage. Liebermann blickte kurz zurück und knurrte: »So wat piss ick in'n Schnee!«

Wer Liebermanns Werke mit den Machwerken der nachfolgenden »Künstler«-Generationen vergleicht, wird die Berechtigung des Verdikts schwerlich bestreiten können ...



Hundert notwendige Gedichte XL: Friedrich Georg Jünger





Ultima rerum linea 
(1940)

Wie Vögel sehe ich Grazien ziehen.
Die Musen weichen ängstlich, sie verschwenden
Nichts mehr vom Überflusse ihrer Spenden
Und machen uns zu Bettlern, da sie fliehen.

Sie lassen nur die Notdurft, das Gemeine
Bei uns zurück. Das Niedere wird munter
Und drängt sich vor. Es geht die Sonne unter
Und hellt und wärmt nicht mehr mit ihrem Scheine.

Die Arbeit macht die Dürftigkeit der Tage
Nur immer größer, denn hier kann nichts blühen.
Das Dunkel wächst, das leere, finstre Mühen
Bleibt ohne Frucht für uns. Was hilft die Klage?

Das Feuer wird es enden. Und ich frage:
Wer wird den Brand des Hauses überstehen?
Wer wird in diesen Flammen untergehen?
Und wer ist wert, daß man ihn nicht zerschlage?



Friedrich Georg Jünger — der heute vor 40 Jahren verstarb — war Ernst Jüngers »kleiner Bruder«. Doch wie das vorstehende Gedicht (wie viele andere) beweist: er war bloß jünger, nicht kleiner ...








Sprachlos


 Im Gegensatz zum Tragen und Schwenken der türkischen Fahne ist in Dresden offensichtlich bereits das Tragen einer deutschen Fahne durch deutsche Bürger in einer deutschen Stadt polizeilich verboten.



Ich gestehe, dass mir das selten passiert, aber das macht selbst mich sprachlos.

Parallelen

von Fragolin

Wann beginnt der Irrsinn? Bei einer Geldstrafe? Bei Bastonade, bei Kerker oder bei Strick?
In Pakistan kann man sich gerade live anschauen, wie das aussieht, wenn man das, was es auch bei uns gibt, ins Maßlose übertreibt. Während man bei uns „nur“ für ein halbes Jahr in den Knast kommen kann, nebst finanziellem Ausbluten und Vernichtung der persönlichen Karriere, wenn man „Blasphemie“ betreibt (das hatte ich ja gerade hier), bekommt man in Pakistan schon mal die Todesstrafe dafür.

Die Regierung zielt offenbar darauf ab, die Redefreiheit im Internet massiv einzuschränken.“

Ach nee, kommt uns das bekannt vor? Zumindest kann da jeder in der angeblich „freien“ westlichen Welt einmal sehen, im Kreise welcher Ideologien wir uns inzwischen bewegen. Ob man jemanden jetzt „nur“ in den Kerker steckt und ruiniert oder doch gleich zu Tode peitscht sind im Prinzip nur noch die verschiedenen Nuancen der gleichen Schweinerei: Menschen erdreisten sich, im Namen eines Gottes Menschen zu verurteilen. Wenn dieser Gott etwas dagegen hat, geschmäht zu werden, soll er gefälligst selbst als Kläger vor Gericht erscheinen, aber solange es ihm offensichtlich scheißegal ist, ist es einer Zivilisation und vor Allem eines angeblich säkularen demokratischen Rechtsstaates unwürdig, sein beklopptes Bodenpersonal gegen andere Menschen wüten zu lassen oder denen in die Hände zu spielen.

Wenn es meine Überzeugung ist (Man erinnere sich, die freie Überzeugung eines Menschen gehört laut Artikel 18 der Menschenrechtsdeklaration zu den unveräußerlichen Grundrechten jedes Menschen.), dass es keinen Gott gibt oder der Gott einer beliebigen Religion ein Götze ist, dann ist das so und hat gefälligst von allen, auch den Anbetern dieses Götzen, akzeptiert zu werden. Jeder Staat, der wie Österreich die Menschenrechtsdeklaration zu Verfassungsrecht erklärt hat, der es wagt, trotzdem ein Blasphemiegesetz zu beschließen und zu exekutieren, egal in welchem Umfang und egal mit welchen Folgen für den Einzelnen, handelt damit verfassungswidrig!

Jedem muss klar sein, welche geistige Verwandtschaft hier besteht. Wer ein Blasphemieurteil in Österreich hinnimmt, der hat den Spruch „Wehret den Anfängen!“ nicht verstanden. Denn heute ist es ein halbes Jahr Knast oder eine jeden finanziell ruinierende Geldstrafe von einem kompletten Jahressatz, und morgen? Zwei Jahre? Bastonade? Auspeitschen? Steinigung? Das geltende und gelebte Recht ist schon da, man muss nur noch kleine Anpassungen im Strafmaß vornehmen, und schon haben wir Pakistan. Oder Iran. Oder Saudi-Arabien. Und bald auch wieder Osmanien.
Wollen wir das? Wenn nein, wieso akzeptieren wir dann den §188 StGB?

"Niemand sollte verurteilt werden, wenn er im Internet friedlich seinem Recht der freien Meinungsäußerung, der Gedanken- , Religions- und Glaubensfreiheit nachgeht."

Ach. Wirklich? Müssen die Pakistaner erst einen hinrichten, dass das jemandem auffällt? So nach dem Motto: Solange die Unterdrückung der Meinungsfreiheit „nur“ durch virtuelle Bücherverbrennung, soziale Ächtung, polizeiliche oder auch antifantische Hausbesuche und gelegentliche Haftstrafen durchgesetzt wird, ist eh alles OK?
Nein, es ist die Meinungsfreiheit, die unterdrückt wird, und es ist vollkommen egal wo (ob im Internet oder in Büchern oder Zeitungen), wie (ob mit „kleinen“ oder „großen“ Strafen), durch wen und mit welcher Ausrede – der Ungeist ist immer der gleiche.
Es gibt mehr Parallelen zwischen Paktistan und Europa, als das Strafmaß allein an Unterschied schaffen kann.

Mittwoch, 19. Juli 2017

Unaussprechbares

"Sag nicht, du seist nicht gewarnt worden!"

Als Nacktfotos einer Berliner Tschetschenin ins Netz gelangen, will ihre Familie sie töten. Die 19-Jährige entkommt. Doch ihre Flucht beginnt erst.
Dimitri Vachedin

Es ist ein später Novemberabend im vergangenen Jahr, als der wütende Onkel anruft, seine 19 Jahre alte Nichte „eine Hure“ nennt, die Eltern zu sprechen verlangt und ihnen Vorschläge unterbreitet, wie nun, nachdem diese Fotos von ihr im Umlauf sind, zu verfahren sei. Es sind Vorschläge der Art, dass sie am folgenden Tag Eingang in die Formularbögen eines Berliner Polizeireviers finden. An der Stelle, wo von den Beamten das „Delikt“ einzutragen ist, steht handschriftlich: „Bedrohung im Namen der Ehre“.
Eine beklemmende Lektüre, dieser Artikel. Und mittlerweile bei uns fast alltäglich. Und statt daß die Medien und die Politik aufstehen und sagen: »Es reicht!«, wehrt sich die oberste Schießbudenfigur des deutschen Politverbrechervereins »gegen Obergrenzen«. Ihrer Meinung nach brauchen wir also noch mehr davon.

Statt das bei uns unter dem Vorwand des Asyls eingesickerte Gesocks schnellstens rauszuschmeißen und die Grenzen dafür so dicht wie nur möglich zu machen, geht der Import munter weiter.

Weil diese Politverbrecherin es so will. Weil die Systemmedien es so wollen. Weil die vertrottelten Wähler offenbar noch immer jederzeit mit Nazikeule und Gehirnwäsche gehindert werden können, einem natürlichen Selbsterhaltungstrieb zu folgen, und sich gegen Bedrohungen zu wehren.

Es wird leider nicht der Fall sein, aber es wäre unseren Politgangstern und Journaillisten von Herzen zu gönnen, einmal auch nur ein wenig von dem selbst zu erleben, was die 19-jährige mitgemacht hat.

Angebot und Nachfrage

von Fragolin

Italien zieht die Daumenschrauben enger. Erst droht es damit, die Viertelmillion angelandeten Nomaden mit einem Freifahrticket auszurüsten und weiter nordwärts ziehen zu lassen, wenn nicht mal ein kleiner Solidaritätshilfsmilliardenregen aus der EU über Rom niedergeht, und jetzt drohen sie den Brüsseler Umvolkungsstrategen mit dem Abdrehen ihres Neubürgernachschubs.

In der „FAZ“ liest sich das dann so:

Die EU-Außenminister wollten die gemeinsame Mission gegen Schleuser im Mittelmeer verlängern. Doch Rom meldete zu „Sophia“ weiteren Prüfbedarf an. Denn der Einsatz ist für Italien eher Problem als Hilfe.“

Bei den Ausflüssen unserer Politstrategen wird man zum Euphemismengourmet. Was man sich da auf der Zunge zergehen lassen kann ist Wortverdrehung mit bewusster Sinnumkehr. Denn was verstehen die Großen Meister denn unter „gemeinsamer Mission gegen Schleuser im Mittelmeer“?
Ein paar Gedanken dazu hier.

Dienstag, 18. Juli 2017

Jetzt sind wir baff!

Der Kurier titelt:

Deutscher Verfassungsschutz warnt vor linksextremer Szene

Na geh! Dachte immer, die linksextreme Szene ist doch harmlos ...? Aber der Kurier schreibt ja weiter ...
Eine zunehmende Gewaltbereitschaft zeige sich im Übrigen bei Extremisten aller Lager. 
Also alles in Ordnung. Auch die pöhsen Rechten fackeln ja bekanntlich halbe Stadtviertel ab, oder? Liebe Verfassungsschützer & Mainstream-Redakteure: Ihr seid einfach charakterlose Polit-Huren der übelsten Sorte! Man sollte euch ins Eck stellen und zuscheißen. Nichts anderes verdient ihr ...

Der Kreuzknappe ist »schockiert«

Ei, warum? Ei, darum:

Schockierend: Im Internet werden Waffen gegen "Asylforderer" einfach so angeboten!

Gestern berichtete ich über die Aussage des Verfassungsschutzpräsidenten, dass wir geschätzt ca. 110.000 Extremisten in Deutschland haben - eine tickende Zeitbombe, wie ich meine.

Das manche von denen  - und auch (angeblich) "besorgte Bürger" - sich mit allem denkbaren Zubehör für diverse Szenarien eindecken, ist im Grunde bekannt. 

Das reicht von speziellen Internetshops, die fast ewig haltbare Essensvorräte verkaufen über den Verkauf von Abzeichen, Plakaten und Aufklebern bis hin zum Verkauf von Waffen. Das Angebot geht vom Schlagstock über Elektroschocker und Profi-Pfefferspray bis hin zu echten, gefährlichen Schusswaffen.
Also ich finde das keineswegs schockierend, sondern im Gegenteil recht beruhigend. ein Zeichen, daß der Deutsche Michel offenbar noch nicht gänzlich verblödet, rückgratgebrochen und enteiert ist, und daher, wenn ihm derzeit bereits die Invasorenhorden aus Timbuktu & vom Hindukusch behördlich konzessioniert auf den Schädel scheißen dürfen, es wenigstens ablehnt, sich diese auch noch dortselbst verreiben zu lassen.

Cher »Kreuzknappe«:

1. in Internet wird alles mögliche »einfach so« angeboten — z.B. zweckdienliche Hinweise, daß man als rechtgeleiteter Muselmane die Christenschlampen ruhig vergewaltigen kann, weil sie, da unzüchtig ohne Schleier unterwegs, ohnehin danach verlangen. Oder wie man einen Ungläubigen rituell richtig schächtet, wenn er eine »Blasphemie« begeht. Da sind Waffen zum Schutz gegen kriminelle Übergriffe zweifellos recht un-schockierend.

2. besagte Waffen werden nicht »gegen "Asylforderer" einfach so angeboten«, sondern gegen etwaige Bedrohungen durch kriminelle Asylforderer (ohne Anführungszeichen — denn, das ist unbestreitbar, nur minimale Prozentsätze dieser fallen tatsächlich in die Kategorien der Flüchtlinge oder sonstig Asylberechtigten!). Die uns bekanntlich scharenweise überschwemmenden syrischen Kardiologen, nigerianischen Betriebswirte und afghanischen Computertechniker sind davon sicher nicht betroffen.

3. Darf ich aus Ihrem Schockzustand, geschätzter Kreuzknappe, über folgenden Satz:
Wenn Sie sich nicht gefallen lassen wollen, dass Ihre Stadt zum gesetzlosen Tummelplatz von Asylforderern wird, wenn Sie Ihre Frauen schützen und ihre Fußgängerzonen zugänglich halten wollen - dann handeln sie jetzt! 
... schließen, daß Sie Ihre Stadt lieber zum gesetzlosen Tummelplatz von Asylforderern werden lassen, oder Ihre Frau nicht schützen wollen?


Heute wäre er neunzig geworden ...

Kurt Masur.



Montag, 17. Juli 2017

Händels Wassermusik

... wurde heute vor exakt dreihundert Jahren (wenigstens, was die II. Suite betrifft) »aus der Taufe gehoben«, und zwar aus Anlaß einer Bootsfahrt von König Georg I am 17. Juli 1717 auf der Themse:
On Wednesday Evening, at about 8, the King took Water at Whitehall in an open Barge, wherein were Dutchess of Bolton, The Dutchess of New Castle, the Countess of Godolphin, Madam Kilmaseck, and the Earl of Orkney. And went up the River towards Chelsea. Many other of Barges with Person of Quietly attended, and so the great Number of Boats, that the whole River in a manner was couver’d; a City Company’s Barge was employ’d for the Musick, wherein were 50 Instruments of all sorts, Who play’d all the way from Lambeth (while the Barges drove with the Tide without Rowing, as far as Chelsea) the finest Symphonies, compos’d express for this Occasion, by Mr Hendel: which his Majesty liked so well, that he caus’d it to be plaind over three times in going and returning. At Eleven his Majesty came again into Barge, and return’d the same Way, the Musick continuing to play till he landed.
... zitierte Wikipedia den zeitgenössischen Bericht (The Daily Courant, 17. Juli 1717). Einen recht guten Eindruck, wie dieses Stück damals »real« geklungen haben könnte (vorausgesetzt, die Musiker waren in exzellenter Verfassung!) gibt diese Wiedergabe der Suite bei den »Proms 2012«, die zwar nicht die makellose Qualität von Studioaufnahmen aufweist, aber das mit viel Verve und Begeisterung mehr als wettmachen kann:



Ein (natürlich ganz pöhser!) Verschwörungstheoretiker


Andreas von Bülow (2005) - Wikipedia

... feiert heute seinen achtzigsten Geburtstag: Andreas von Bülow, früherer Staatssekretär im Verteidigungsministerium und schließlich (1980-82) Bundesminister für Forschung und Technologie unter Helmut Schmidt.
Seit seinem Ausscheiden aus dem Bundestag 1994 arbeitet Bülow als Autor mit dem Schwerpunkt Geheimdienste. Erfahrungen hierzu konnte er als Mitglied der parlamentarischen Kontrollkommission der Nachrichtendienste und 1992/1993 als SPD-Obmann im Schalck-Golodkowski-Untersuchungsausschuss sammeln. Nach eigener Aussage machte ihn dabei stutzig, dass in dem Untersuchungsausschuss zwar illegale Aktivitäten östlicher Nachrichtendienste diskutiert wurden, aber bei dem Verdacht illegaler Aktionen westlicher Dienste eine Mauer des Schweigens bestanden hätte. Dies regte ihn zu Recherchen zu verdeckten Operationen westlicher Dienste an, die er in seinem ersten Buch Im Namen des Staates veröffentlichte. Er stieß dabei nach eigener Aussage auf ein „erschreckendes Gemälde der systematischen operativen Verschränkung geheimdienstlicher, also staatlicher, Operationen mit der organisierten Kriminalität, dem Drogenhandel und dem Terrorismus“
... schreibt die Wikipedia in ihrem Artikel. Das Stutzen des ehemaligen Ministers ist nachvollziehbar (außer für in der Wolle gefärbte Transatlantiker), und inspirierte ihn 1998 offenbar zur Publikation seines ersten Buches »Im Namen des Staates«. 1999 bekam es im Spiegel eine durchaus positive Rezension als »... eingehend dokumentierte, bissige Kritik an den Machenschaften der CIA und anderer West-Dienste«. Etwas später, im Jahre 2003, klang das freilich schon ganz anders: das Buch handle über
„angebliche dunkle Geschäfte der Dienste mit Rauschgiftbaronen und Terroristen“, sei „Schmöker-Stoff auf James-Bond-Niveau“ und bereits ebenso „abstrus“ wie seine Publikationen zum 11. September.
... wie Wikipedia zitiert. Was war da bloß geschehen? Warum wird eine »eingehend dokumentierte, bissige Kritik« auf einmal »abstrus« und zum »Schmöker-Stoff auf James-Bond-Niveau«...?

Das Stichwort ist bereits gefallen: Andreas von Bülow hatte den unverzeihlichen Fehler begangen, die Vorgänge um den 11. September 2001 nicht durch die offiziell genehmigte Lesebrille zu sehen, sondern es gewagt, in seinem Buch »Die CIA und der 11. September. Internationaler Terror und die Rolle der Geheimdienste« einige wirklich kritische Fragen zu stellen. Das ist die Sünde gegen den (Un-) Heiligen Geist des Transatlantismus und der Neuen Weltordnung, die weder im Diesseits noch im Jenseits vergeben wird!

Seitdem ist der Mann tot. Er lebt zwar noch, doch er verkostet bereits das Schicksal, das Tocqueville in seiner »Demokratie in Amerika« so hellsichtig voraussah:
“In Amerika zieht die Mehrheit einen drohenden Kreis um das Denken. Innerhalb dieser Grenzen ist der Schriftsteller frei; aber wehe, wenn er sie zu überschreiten wagt! … Der Machthaber sagt hier nicht mehr: ‘Du denkst wie ich, oder du stirbst’; er sagt: ‘Du hast die Freiheit, nicht zu denken wie ich; Leben, Vermögen und alles bleibt dir erhalten; aber von dem Tag an bist du ein Fremder unter uns. Du wirst dein Bürgerrecht behalten, aber es wird dir nicht mehr nützen; denn wenn du von deinen Mitbürgern gewählt werden willst, werden sie dir ihre Stimme verweigern, ja, wenn du nur ihre Achtung begehrst, werden sie so tun, als versagten sie sie dir. Du wirst weiter bei den Menschen wohnen, aber deine Rechte auf menschlichen Umgang verlieren. Wenn du dich einem unter deinesgleichen nähern wirst, so wird er dich fliehen wie einen Aussätzigen; und selbst wer an deine Unschuld glaubt, wird dich verlassen, sonst meidet man auch ihn. Gehe hin in Frieden, ich lasse dir das Leben, aber es ist schlimmer als der Tod.'” 
Ein am 11. September 2010 veröffentlichtes Interview auf Telepolis ist eine Lektüre, die einen mehr als nachdenklich zurückläßt. Oder: es wenigstens sollte! Das heißt nicht, daß alles, was Andreas von Bülow so vermutet und unterstellt, deshalb schon die reine Wahrheit wäre! Ohne ihm bewußte Lügen unterstellen zu wollen, ist doch in manchen Fragen eine Voreingenommenheit nicht auszuschließen, die die Schlußfolgerungen beeinflußt. Doch: bei wem wäre dies nicht so?

Es verdorrt einem irgendwie das Wort im Munde, jemandem unter solchen Umständen zu seinem runden Geburtstag zu gratulieren — und doch wollen wir's wagen:

AD MULTOS ANNOS
HERR VON BÜLOW !

Vielleicht ändern sich ja die Zeiten — denn, wie der Russe sagt: »Die Hoffnung stirbt zuletzt« ...

Heute vor drei Jahren

... wurde ein Passagierflugzeug im ukrainischen Luftraum abgeschossen. blitzschnell stand für die Systemmedien fest: es war »Putin«, d.h. »die Russen« oder alternativ die pöhsen Ostukrainer. Na wer denn schon sonst!

Doch schon bald bekam die griffige Geschichte erste Risse. Da waren Augenzeugen, die anderes berichteten, da waren eigenartige Funksprüche aufgezeichnet worden, da waren geschockte Aussagen von Organen der Kiewer Luftraumüberwachung, da wurden seltsam zerschossene Reste am Boden gefunden, die ganz andere Varianten deutlich näherlegten. Und die wichtigste Frage blieb unbeantwortet, weil offiziell ungestellt: was hätten sich Putin & Co. von einer solchen Abschußaktion denn denkmöglich versprechen können?

Fragen über Fragen, die seitdem durch die diversen westlichen Wahrheitsministerien und ihre Presseorgane desinformativ beantwortet werden, wobei, blöderweise, jede Lüge und Vertuschung in kurzer Zeit wieder neue Lügen und Vertuschungen nötig machte. Und auf alles das versuchte man den Deckel der »Verschwörungstheorie« zu drücken, mit der pöhse Putin-nahe Internet-Trolle die arglose Leserschaft im Westen irrezuführen versuchen.

Was in jeden normalen Verbrechensfall als eine der ersten Fragen gestellt wird: »Ciu bono?« — genau diese Frage wurde wohlweislich für unzulässig erklärt. Obwohl sie allein schon massivste Zweifel an der offiziellen Darstellung der Nato und der Ukrainischen Regierung nahelegte. Obwohl? Nein: weil sie das tat! Denn das naheliegendste Szenario durfte einfach nicht stattgefunden haben: daß der Abschuß irrtümlich durch die ukrainische Luftwaffe erfolgt war.

Doch unbequeme Wahrheiten haben die Eigenschaft, durch Leugnen nicht zu verschwinden. Eine Lektion, die deep state und Systempresse einfach nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Sie werden lernen müssen, damit zu leben, daß ihnen deshalb keiner mehr irgendwas glaubt ...

LePenseur ist kein Luftfahrt-Techniker (und schon gar kein Luftwaffen-Experte), aber folgender Artikel, der bereits vor über zwei Jahren veröffentlicht wurde, soll — auch wenn er selbst eine, nein: die Lösung anzubieten verspricht — zumindest als Gedankenexperiment gelesen werden: mit kritischem Sinn, aber unvoreingenommen. Und jeder, dem LePenseur diesen Artikel zu lesen gab, hatte nachher zumindest erhebliches Unbehagen mit der offiziell kolportierten Version artikuliert. Was einem doch irgendwie zu denken geben sollte ...

MH 17 – Abschuss durch ukrainische SU 25 ist bewiesen




Von Peter Haisenko 


Der erste „Bericht“ der holländischen Kommission zum Absturz der MH 17 über der Ostukraine war beschämend nichtssagend. Er konnte sich auch nicht auf Fakten stützen, die nur belegt werden können, wenn die Wrackteile ordentlich untersucht werden. Ein Teil der Flugzeugreste ist seit einigen Monaten nach Holland gebracht worden und jetzt lässt sich zweifelsfrei belegen, was an diesem schrecklichen 17. Juli 2014 geschehen ist: Die „Haisenko-Analyse“ ist vollständig bestätigt. 

Ich nehme das Ergebnis der neuesten Analysen der Wrackteile vorweg: Eine oder auch zwei ukrainische SU 25 haben zuerst aus einigen Kilometer Entfernung eine Luft-Luft-Rakete vom Typ R 60M von hinten auf die Boeing abgefeuert und den rechten Motor getroffen ebenso, wie Schrapnelle dieser Angriffswaffe im unteren mittleren Rumpf eingeschlagen sind.
Nein, liebe Leser: es geht LePenseur nicht darum, Sie mit diesem Artikel »überzeugen« zu wollen. Sondern darum, zum Nachdenken anzuregen. Denn genau das ist es, was offenbar mit aller Macht von offizieller Seite verhindert werden soll.

Und das sollte ihnen jedenfalls zu denken geben. »Cui bono« — auch hier.

Mein Glaube

von Fragolin

(Ein Statement, das ich im Oktober 2016 bei „Ortner Online“ eingestellt habe und das ich hiermit noch einmal bekräftigen möchte. Mit Hinweis auf Artikel 18 der Menschenrechtskonvention.)

Mein Glaube ist, dass der Islam eine Verhöhnung des Einen und Wahrhaftigen Schöpfergottes ist, eine Beleidigung, die ihn als kleingeistigen engstirnigen rachsüchtigen Narzissten darstellt. Eine von Satans Dämonen einem Kameltreiber aus dem Orient eingeflüsterte Blasphemie, die die Freiheit des Menschen und die Nutzung seines von Gott gegebenen Gehirns unterdrückt und sich darin gefällt, im Namen Gottes seine Schöpfung zu verhöhnen. Die Männer als dumpfgeile triebgesteuerte Sabbermäuler darstellt, vor denen man jeden weiblichen Knöchel und jede noch so kleine Haarsträhne verstecken muss, weil sie sich sonst auf jede Frau und sogar jedes weibliche Kind werfen müssen wie ausgehungerte Kojoten auf ein Stück frisches Fleisch. Und die gleichzeitig Frauen als unreine, dumme, unfähige und schlampige entmenschte Unterwesen darstellt, die nicht nur in einen Stoffsack eingenäht sondern bei Widerstand auch mal grün und blau gedroschen gehört.

Dieser mein Glaube und seine Artikulation sind in einem wirklich säkularen Staat durch Glaubens- und Meinungsfreiheit geschützt.

Ich beschränke darin niemanden in der freien Ausübung seiner Religion. Ich bin gegen ein Burka-Verbot, aber dafür, es öffentlich und bei jeder Gelegenheit als das zu bezeichnen, was es ist: eine Geste der Unterdrückung und Unterwerfung, eine Demonstration der selbstgewählten Abgrenzung und Isolation und der offenen Sympathie mit jenen Radikalmuslimen, die solche Symbolik mit Terror und Gewalt durchsetzen wollen. Nein, die Burka, gehört nicht verboten, aber die demonstrierte Einstellung bestraft. In jedem möglichen Falle mit konsequenter Ausweisung aus der Gesellschaft, von der sie sich selbst abgrenzen.

Wenn einige Muslime der Meinung sind, ich wäre ein Schweinefresser, ein unreiner Affe, ein Untermensch und weniger wert als ein Stück Scheiße, und das großmäulig artikulieren, ist mir das auch egal. Fällt ebenso unter Glaubens- und Meinungsfreiheit. Ich fordere nur, damit aufzuhören, diese Götzendiener mit meinem Steuergeld zu mästen. Ich will von denen nichts, will denen aber auch nichts geben. Welchem steinzeitlichen Götzendienst die sich freiwillig unterwerfen ist mir sturzblunzen, aber ich sehe nicht ein, deren Hasszerfressenheit und Menschenverachtung zu finanzieren. Sie haben die freie Wahl sich von den Glaubenssätzen ihrer Ideologie zu befreien und für ihr Wohlsein im Diesseits zu sorgen oder als im Herzen Strenggläubige zum Wohle ihrer Religion am Straßenrand zu verhungern. Oder dorthin zu gehen, wo der Pfeffer wächst und dort die großzügige Solidarität ihrer Glaubensgeschwister zu genießen, auch wenn diese nur virtuell existiert. Es ist nicht mein Problem.

Und ich sehe nicht ein, dass ich nicht nur mit verbalen Anwürfen leben muss (damit habe ich wie gesagt kein Problem, soll jeder reden was er will) sondern von den Empörkömmlingen aus dem Nahen Osten mit körperlicher Gewalt und gar dem Tode bedroht werde, weil sie sich „beleidigt“ fühlen könnten. Ich beleidige sie nicht, ich lehne nur ihre als Religion getarnte Unterdrückungs- und Unterwerfungsideologie, ihre Forderung nach in Stoffkäfigen gehaltenen Legehennen, ihre Sklaverei, ihre permanente Todesdrohung gegen jeden Andersdenkenden, Anderslebenden, Andersliebenden konsequent ab. Das ist hier, im Land meiner Vorfahren, das ich auch meinen Nachkommen als ihr Land zu vererben gedenke, mein gutes Recht. Und wenn die eingewanderten Anhänger dieser Religion es nicht ertragen, dass die hier lebenden Menschen es nicht einsehen, sich ihren Glaubens-, Bekleidungs- und Ernährungsvorschriften zu unterwerfen, wenn sie diese Freiheit, für die Millionen unserer Vorfahren ihr Blut gelassen haben, als Beleidigung empfinden und mit Gewalt parieren, dann ist es unser gutes, sogar durch Gesetze und das internationale Völkerrecht und vor Allem durch reine Vernunft gedecktes Recht, jene, denen es nicht passt, zurück zu jenem Teufel zu jagen, der ihnen ihr krudes Weltbild zwischen die Ohren indoktriniert hat.

Unsere Obertanen verachten und verhetzen uns, wenn wir uns rüsten für den Fall, das Land unserer Vorfahren und die Freiheit unserer Töchter, sich anzuziehen und rauszugehen wie, wann und wohin sie wollen, verteidigen zu müssen gegen Menschen mit steinzeitlicher Ideologie und gelebter Menschenverachtung und Verachtung unserer grundlegenden Werte und Verhaltensnormen. Sie hassen uns und wollen uns lieber austauschen gegen jene Götzendiener. Sie stehen offen auf der Seite jener, die uns verachten, ausnutzen und körperlich angreifen.
Sie haben nur das Glück, in den letzten Jahrzehnten erfolgreich denkfaule Untertanen gezüchtet zu haben, die eine Veränderung auf demokratischem Wege verhindern, weil sie sich von Propagandamedien lenken lassen. So wie diese kleine studierende Dumpfbacke, die zwar auf der einen Seite glaubt, bald zur akademischen Elite zu gehören und wenn sie gut genug aussieht auch mal im öffentlich-rechtlichen Rundfunk als „Expertin für Rechtsradikalismus“ oder „Islamophobie“ gegen die AfD vom Leder ziehen zu dürfen, aber in jahrelangem Studium (???) nicht einmal gelernt hat, zu hinterfragen, zu argumentieren, zu denken. Denn meine Frage bei der Schießbefehl-Geschichte ist ja immer, wer denn eigentlich das diesbezügliche Gesetz erlassen und bis heute nicht geändert hat – die AfD wohl eher nicht.

Wir leben in interessanten Zeiten. Diese Jugend der Generation Snowflake, die schon in Tränen ausbrechen wenn mal einer eine andere Meinung hat als sie selbst, trifft auf eine Zivilisation, die ihre Jungs schon mit 10 zu kleinen Kämpfern und Aggressoren erzieht und trimmt. Sie werden händeringend nach Erklärungen suchen, warum sie niemand vor dem Zwang zu islamkonformem Leben geschützt hat und das, obwohl sie doch immer so brav gegen die Rechten und die AfD gekämpft haben. Sie kennen den Unterschied zwischen Freund und Feind nicht, haben ihn im Gegensatz zu vielen jungen Muslimen nie gelernt. Man hat ihnen eingebläut, es gebe nur Freunde, und nur wer was anderes behauptet, wäre ein Feind. Und niemals der, der dich angreift.

Sonntag, 16. Juli 2017

Quarto abeunte sæculo




Wußten Sie, daß der von LePenseur so hochgeschätzte Papst Leo XIII heute vor 125 Jahren dem 400-Jahres-Gedächtnis der Entdeckung Amerikas – und ausdrücklich auch dem Entdecker Christoph Columbus – eine »Epistola Apostolica« widmete? Eh voilà ... hier ist sie:
EPISTOLA
Sanctissimi Domini Nostri LEONE divina providentia Papæ XIII
ad Archiepiscopos et Episcopos ex Hispania, Italia et utraque America
DE CHRISTOPHORO COLUMBO

QUARTO ABEUNTE SÆCULO, postea quam homo Ligur ad ignotas trans Oceanum Atlanticum oras, Deo auspice, primus appulit, gestiunt homines et memoriam rei grata recordatione celebrare et auctorem extollere. Nec sane facile reperiatur, quæ permoveat animos studiaque inflammet, caussa ulla dignior. Res enim per se omnium est, quas ulla ætas unquam ab hominibus effectas vidit, maxima et pulcherrima : is vero qui fecit, pectoris ingeniique magnitudine post natos homines cum paucis comparandus. Ejus opera, ex inexplorato Oceani sinu alter emersit orbis : centena mortalium millia ex oblivione et tenebris in communem humani generis societatem restituta, ex fero cultu ad mansuetudinem atque humanitatem traducta; quodque est longe maximum, eorum communicatione bonorum, quæ Jesus Christus peperit, ad vitam sempiternam ab interitu revocata. — Europa quidem, subitæ rei novitate et miraculo tunc attonita, quid Columbo debeat, sensim postea cognovit, cum nimirum deductis in Americam coloniis, commeatu assiduo, mutatione officiorum, dandis accipiendisque mari rebus, ad naturæ cognitionem, ad communes copias, ad opes incredibilis est accessio facta, unaque simul Europaei nominis mire crevit auctoritas. — In hac igitur tam multiplici significatione honoris, atque in hoc velut concentu gratulantem, omnino silere non decet Ecclesiam, quippe quae more atque instituto suo, quidquid usquam honestum ac laudabile videatur, probat libens ac provehere nititur. Honores illa quidem singulares et maximos reservat præstantissimis in genere morum virtutibus, qua saluti æternæ animorum cohærent: non idcirco tamen spernit aut parvi æstimat ceterum genus: immo vero magna voluntate favere honoremque semper habere consuevit egregie de civili hominum conjunctione meritis atque immortalitatem apud posteros consecutis. Mirabilis enim Deus est maxime in sanctis suis: sed divinæ virtutis ejus in iis quoque apparent impressa vestigia, in quibus eluceat vis quædam animi ac mentis excellens, quia non aliunde in homines lumen ingenii atque excelsitas animi, nisi a parente et procreatore Deo proficiscuntur.
Auch dem wenig (oder auch gar nicht) Lateinkundigen sei empfohlen, die getragene Schönheit dieser Sprache ganz einfach durch lautes Lesen auf sich einwirken zu lassen! Wobei einem die englische Übersetzung, die der Vatikan bereitstellt, natürlich das Textverständnis der vom überaus gewandten Latinisten auf der Cathedra Petri schwungvoll komponierten Satzperioden deutlich erleichtert.

Vielleicht erfahren so auch Traditionsverächter einen kleinen Schimmer von der Schönheit unserer ererbten abendländischen Kultur, bevor sie — durch Talkshows, Dschungelcamp & Co. ruiniert — vor dem Ansturm unzivilisierter Horden aus dem Süden und Osten zusammenbricht ...




Johann Sebastian Bach: Kantate BWV 93 für den 5. Sonntag nach Trinitatis





Inquisition

von Fragolin

Es ist ja nun schon einige Jahre her, dass der letzte Ketzer von der Heiligen Inquisition angezeigt und einem weltlichen Gericht verurteilt wurde. Man könnte glauben, ganz besonders die ach so progressiven, zukunftsersehnenden und vergangenheitsverabscheuenden Linken würden sich eine Rückkehr in solch interessante Zeiten nicht unbedingt wünschen, aber man kann sich offenbar täuschen. Jedenfalls bejubeln sie in ihren üblichen Gegen-Rechts-Filterblasen die Verurteilung eines Tiroler FPÖ-Mandatars wegen, festhalten, es wird mittelalterlich, „Herabwürdigung religiöser Lehren“.

Über Gotteslästerung, Spaghettimonster und Gesinnungsjustiz hier.

Samstag, 15. Juli 2017

History revisited: »Der Eintritt der USA in den I. Weltkrieg«

Überaus aufschlußreicher, kurzer Artikel. Leseempfehlung!

Welcher Klavierschüler erinnert sich nicht mit Grauen


... an die Czerny-Etüden, bspw. die Fingerbrecher der »Schule der Geläufigkeit«, die staubtrocken und trotz allen Übens nie wirklich sauber und wohltönend »herauszubringen« waren. Ja wenn man sie so hätte spielen können, dann vielleicht ...


Aber das hat's halt nicht »gespielt«! Wenn es immerhin so klang, war man ja schon Kaiser (respektive in diesem Falle: Kaiserin) von China ...

Doch dieser Carl Czerny war und ist nicht bloß der Gottseibeiuns aller Klavierschüler! Er war zwar zeitlebens mehr als Lehrer ganzer Generationen von Pianisten geschätzt, denn als selbst konzertierender Virtuose, der er aber war — und was sein kompositorisches Œuvre betrifft, verdiente es durchaus, mit zahlreichen seiner Stücke wieder der Vergessenheit, um nicht zu sagen: Verfemung, entrissen zu werden. Der Schatten seines berühmten Lehrers, und das war eben kein Geringerer als Ludwig van Beethoven himself, war einfach zu gewaltig, als daß daneben einem — für sich gesehen: durchaus großen — Talent wie Carl Czerny noch ein Platz an der Sonne verblieben wäre. Was schade ist, wenn man bspw. seine Symphonie Nr. 5 in Es-Dur anhört:


Sicherlich: kein Beethoven-Format, aber mit zeitgleich geschrieben Werken eines Hummel oder Spohr kann die Symphonie ohne Schwierigkeiten mithalten!

Wenn man bedenkt, daß einer der ganz großen Pianisten des 20. Jahrhunderts, Vladimir Horowitz sich nicht scheute Czernys Variationen über ein Thema von Pierre Rode — auch dieser ein ins staubige Schattenreich der Archive Gesunkener! — »La Ricordanza«, op. 33, zu spielen, so sollte man den bezaubernden Charme der vielen Klavierstücke, die Czerny abseits der Etüdenwerke komponierte, in den Konzertprogrammen angemessener würdigen:


Doch seit einigen Jahren — noch in den 1970er-Jahren mußte der österreichische Pianist Hans Kann (der übrigens heuer neunzig geworden wäre) mit einer Plattenaufnahme von Czerny-Etüden als kopfschüttelnd betrachteter »Eisbrecher« für Meister Czerny eintreten — scheint auch bezüglich einer Cernys Wiederentdeckung etwas in Bewegung zu geraten.

Zum Ende dieses Artikels möge der erste Satz eines seiner originellsten Konzerte, das Klavierkonzert in a-moll, op. 214, erklingen:


(das ganze Konzert in der Interpretation Felicja Blumenthal ist ab hier zu finden)

Heute vor 160 Jahren, am 15. Juli 1857, ist Carl Czerny zu Wien hochgeachtet und vielbetrauert verstorben.


Hybris

von Fragolin

Der furor merkelanum erreicht neue Höhepunkte, und er wird getragen von ihren jubelnden Untertanen, die verzückt den grammatikalisch kreativen Absonderungen ihrer alternativlosen Göttlichkeit lauschend in frenetischen Jubel ausbrechen, sobald die Inhaltsleere der üblichen Lispelbandwürmer, die aus dem Gehege ihrer Zähne kriechen, von den pawlowschen Floskeln durchsetzt werden, mit denen sie ihre braven Hündchen glöckchengleich zum glücklichen Sabbern bringt. Dem Deutschen Lauschgemenge ist es historisch belegt offensichtlich vollkommen egal, welchen totalen Sieg ihm seine eifernden Diktatoren versprechen, es bricht immer wieder in den gleichen Begeisterungstaumel aus und macht ihm das Surfbrett, auf dem er dann, getragen vom Tsunami der Begeisterung, in seine, oder im vorliegenden Falle korrekt ihre, persönliche Form des furor principum aufsteigen kann. Es ist die perfekte Welle für Merkel und die Sintflut für ihr Land.

Merkel, einst angetreten als schnöde Kanzleuse der Deutschen, hat sich von diesem niederen, von Sünde und Schande gezeichneten Volke längst abgekoppelt und entschwebt dem dunkeldeutschen Boden in die lichten Höhen der Weltherrschaft. Sie ist nicht mehr dem Deutschen Volke verpflichtet, was schert mich mein Eid von gestern, sondern ist die schützende Mutti der Armen der ganzen Welt. Und wer sind denn diese Deutschen, dieses von alten weißen Männern durchseuchte und von blondbezopften Kindern infizierte weniger als eine mickrige Prozent der gesamten, ihrer Selbstherrlichkeit anvertrauten schutzbefohlenen Weltbevölkerung, dass sie trotzig auf ihren lächerlichen, historisch mehrfach ausgeweiteten und wieder eingeengten Grenzen beharrend glauben, die Gloriosität und Weisheit der Übermutter nur für sich reklamieren zu können? Wenn diese Grenzen den Zuzug der liebenden Adoptivkinder der Großen Amme mit den üppig sprudelnden Steuergeldzitzen nicht aufhalten können, wie wollen sie dann das menschen-, klima-, welten-, ja universenrettende Wirken dieser Muttergöttin aufhalten können? No borders, nicht für Nomaden und nicht für Merkels Macht.

Wo die tumben nordamerikanischen Nachfahren primitiver landnehmender Siedler und Desperados mit ihrem blondperückten Präsidentendummie, das gerade zu begreifen scheint, dass es hinter ein Lenkrad geschnallt wurde um jede Sekunde gegen einen Betonblock katapultiert werden zu können, noch darauf setzen, die Welt in die Demokratie zu bomben und den Menschen tribalistischer Gesellschaften die Vorteile der konsensgeprägten westlichen Zivilisation durch Drohnenangriffe und Raketenbeschuss nebst studenlangen senderfüllenden Diskussionen zum Thema zu demonstrieren, um sich dann trotzig abschottend den jubelnd einströmenden Massen zu verschließen, hat Merkel es geschafft, die Welt allein mit der Kraft ihres Herzens und dem Versprechen an alle, sich auf ewig und unbegrenzt an den von ihren brav malochenden Lemmingen permanent nachgefüllten Steuertöpfen zu bedienen, sich zur Mutttergöttin und Schutzheiligen aller Menschen, ach was, eisbären- und walgedenkend der gesamten Schöpfung aufzuschwingen. Scheitert Merkel, dann scheitert das Universum. Und wem es zu lange dauert, zu warten, bis der deutsche Wohlstand und das immerwährende Wachstum den Hindukusch, an dem solches ja bereits verteidigt wird, erreichen, der kommt von dort halt direkt an den hiesigen Futtertrog und holt dann seine Familie nach.

Wer ist dieser primitive Trump, dass er glaubt, Manager zu können, nur weil er damit fernab der Politik bereits Milliardär geworden ist? Der kann nur Amerika, Merkel kann die ganze Welt. Oder wer ist dieser primitive Putin, der glaubt, Zar zu können, nur weil er mit nacktem Oberkörper in Sibirien auf Bärenjagd reitet? Der kann nur Oligarch, Merkel kann die Königin der Herzen. Selbst Erdogan, der Traumkhalif und Bonsai-Sultan, muss als Freund der Ziegen erkennen, es hier mit Amaltheia persönlich zu tun zu haben, die mit der universalen Mutterliebe einer Kinderlosen die ganze Menschheit zu ihren Kindern vereinnahmt um sie mit dem Füllhorn des teutonischen Steuermichels zu mästen. Ja, es fälllt schwer, Merkel und Nymphe als Einheit zu betrachten, aber sie ist nun einmal die Meisterin des vermeintlich Unmöglichen, und wem dieser Vergleich zu schwer scheint, dem sei merkelesk entgegengerufen: Wir schaffen das!

Wenn man ihr gnadenreiches, weltumspannendes und von Liebe getragenes Wirken verfolgt wundert es niemanden mehr, wenn man Berichte lesen kann, wie ihre Untertanen an ihren Lippen hängen und auftauchende renitent zweifelnde oder gar kritisierende Ketzer niederbuhen und Merkels plattitüde Antworten frenetisch bejubeln. Ihr Auftritte haben zunehmend honeckereske Züge, also nicht im Sinne des Bebrillten, da ist ihr linksradikaler Justizpitbull optisch wie ideologisch weit näher dran, aber das Absondern sinnfreier Plattitüden in unerträglicher Sprache (des Einen weinerliches Singen ist der Anderen unverständliches Lispeln), die von begeisterten Untertanen mit feuchten Augen frenetisch bejubelt werden. Der Eine wollte den Kommunismus auf der ganzen Welt verbreiten, die ganze Welt im sozialistischen Wohlstand (als ob es so etwas gäbe, ja geben könnte…) aufsteigen sehen, die Menschheit befreien von den Ketten der Ausbeutung und des Kapitalismus, die Andere will, äh, wenn man sich das Gedusel so anhört eigentlich exakt das Gleiche, nur mit anderen Worten. Honeckers Rache eben.

Im September bekommt Deutschland Merkel für vier weitere Jahre geschenkt. Nicht nur weil von demokratischer Mehrheit gewünscht, sondern auch weil ehrlich verdient. Dass es dem Schicksal der Hybris folgend der Beginn ihres Untergangs sein wird ist nur ein kleiner Trost, wenn man bedenkt, dass der Untergang ihres Volkes und ihres Landes bereits begonnen hat und ebenso unumkehrbar scheint wie die Vergänglichkeit Merkels. Sie wird dereinst in Geschichtsbüchern stehen, und es werden keine netten Worte sein. 

Mir bleibt nichts anderes als den Heine zu machen: Denk‘ ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht...

Freitag, 14. Juli 2017

Jüngst kam ich auf Youtube

... auf einen Filmmitschnitt aus dem Jahre 1954. Beethovens Symphonie Nr. 7 – Fritz Reiner dirigiert »sein« Chicago Symphony Orchestra:


Unerhört präzise Zeichengebung, fast nur mit der Rechten, die den Taktstock (Reiner verwendete ein besonders langes Exemplar) führt, die Linke modelliert nur an einigen, besonders »heiklen« Stellen die Intentionen des Maestro. Eine Exaktheit und Perfektion, die beeindruckt — und doch irgendwie kalt läßt ...

Zum Vergleich eine Interpretation durch Herbert von Karajan (von wann und mit welchem Orchester konnte ich leider nicht feststellen):


Energiegeladen, und wohl nicht nur wegen der etwas schnelleren Tempi. Insgesamt mitreißender als Reiners Gestaltung des Werkes. Nein, es liegt definitiv nicht allein an den Tempi! Dort, wo Karajan nur 33:25 min braucht (zum Vergleich: Reiner, den Auftritts- und Schlußapplaus abgerechnet, ca. 36:40 min), läßt sich Karl Böhm mit den Wiener Philharmonikern für die Symphonie gar 39:40 min Zeit, ohne daß das Werk deshalb auch nur ein Jota an innerer Spannkraft verlöre:


Zum Vergleich noch zwei »historische« Aufnahmen. Zunächst die Wiener Philharmoniker unter Felix von Weingartner (Aufnahme vom Februar 1936); Weingartner nimmt durchaus nicht langsame Tempi, ohne deshalb je hektisch zu wirken — und seine Rubati sind immer der inneren Logik des Werkes geschuldet:


Die unlängst bei seinem Gedenkartikel auf diesem Blog zitierte Anekdote über die richtigen Tempi bei Beethovens 5. Symphonie kann durchaus auch auf dessen 7. Symphonie angewandt werden!

Wieder anders wirkt die Interpretation von Furtwängler: gleiches Orchester, Aufnahmedatum wird wohl in den 40er- oder frühen 50er-Jahren anzusetzen sein. Ein wenig langsamere Tempi (ca. 37:30 zu Weingantners 35:10 min), aber dadurch die für Furtwängler so charakteristische »Dichte« seiner Beethoven-Interpretation:


Ach, es gibt mehr gute Interpretationen großer Werke, als man in einem ganzen Menschenleben anhören kann ...




»Quidquid agis prudenter agas et respice finem«

... kam dem Latein-affinen Penseur spontan in den Sinn, als er folgenden Artikel las, den eine fürwahr passende Schlagzeile übertitelt:


My home is your castle, lieber Flüchtling!



Baden-Württemberg/Lörrach – Ein Ehepaar aus dem baden-württembergischen Lörrach nahm auf Anregung einer Bekannten zwei jung, syrische „Flüchtlingsbrüder“ in ihrem Reihenhäuschen auf. Später kam noch die Schwester und Mutter hinzu. Aus der gutmenschlichen „Übergangswohngemeinschaft“ ist nun jedoch eine Dauerlösung geworden, da die Stadt sich nicht mehr in der Pflicht sieht, dem Ehepaar die „Flüchtlinge“ abzunehmen.  Die Gutmenschenwelt bekommt Risse.
LePenseur gesteht, dß er sich ein kleines Schmunzeln bei der Lektüre nicht verkneifen konnte. Und ihm die hübschen Plakate der GrünInnen einfielen, den zu den bei uns illegal Einfallenden eingefallen war, den Slogan

KEIN MENSCH IST ILLEGAL!

zu kreiren. Dafür aber somancher schlicht blöd und blauäugig. Was — siehe obigen Artikel — zu beweisen war (oder, wie der Lateiner sagt: Q.E.D.) ...

Wobei LePenseur gleich weitere lateinische Phrasen in den Sinn kommen, die auf besagtes Ehepaar durchaus passend anzuwenden wären, wie bspw.:

Quem taurum metuis, vitulum mulcere solebas

oder:

Qui amant, ipsi sibi somnia fingunt

oder:

Qui fert malis auxilium, post tempus dolet

oder ... ... SUFFICIT! Die sind gestraft genug ...





Schnauze voll

von Fragolin

Wolfgang Bosbach ist ja nun einiges gewohnt und hat in diversen Talkshows auch schon so manches über sich ergehen lassen, aber angesichts der permanent präpotenten, unterbrechenden, beleidigenden und mit Schauermärchen hunderte verletzte Polizisten verhöhnenden Grünen Linksanarchistin platzte ihm dann doch der Kragen und er verließ die „Maischberger“-Talkshow. Die bekannt inkompetente Moderatorin hatte den Abend absolut nicht im Griff, drohte nach Bosbachs Abgang der Ultralinken mit Rauswurf, entschuldigte sich danach aber untertänigst wieder bei ihr, und so wurde das alles zur Farce. Anstatt die Sendung radikal an diesem Punkt zu beenden, ging die Rauferei weiter.

Meine Meinung: Bosbach hätte nach den ersten verlogenen Anwürfen dieser unsäglichen Linksradikalen gehen sollen und den Polizeichef mitnehmen, nebst dem Hinweis, dass man jetzt wieder zum normalen ungestörten ultralinken Propagandahetzen übergehen könne. Der Linksradikalen hätten die Kommentare von „indymedia“ vorgehalten werden müssen, wo sich ihre SA im Vorfeld zum lustigen Bullendreschen, Autoabfackeln und Geschäfteplündern verabredet haben. Soll sie der Welt erklären, dass die Polizei bereits im Voraus durch ihre bloße Existenz „provoziert“ hat und die Drogerien selbst schuld wären, wenn sie geplündert würden, hätten sie doch aggressive Deos und neoliberalen Rasierschaum im Angebot. Aber wer „Maischberger“ kennt, weiß, dass dort bestimmte Gruppen eher weniger hart angegriffen werden. Deshalb hatte die Linksradikale auch Oberwasser und wurde von der Moderatorin nicht zurückgepfiffen.

Ich habe mir nur Ausschnitte angetan, und ich muss sagen, es war gut. Gut zu sehen, mit welchen Schauermärchen der linksradikale Rand der Grünen und Linken seine Propaganda schürt, seine aggressiven Horden auf Krawall bürstet und ihnen den argumentativen Teppich ausrollt, dass es eh die Schuld der Opfer selbst ist, wenn die radikalen Täter ihre unerträglichen psychischen Qualen, die entstehen, wenn man sich über die Ursachen des eigenen Totalversagens permanent selbst belügt, an einem selbstgebastelten Popanz austoben. Sollen es alle sehen. Es geht eh durch alle Medien, Bosbach sei Dank. Jeder kann das unmögliche Verhalten dieser Person sehen. Wer Grüne oder Linke wählt, wählt sowas.

Und eines würde ich gerne wissen: wenn es nächtens am Hintertürchen der Villa der linksradikalen preußischen Adelstochter rüttelt, wen ruft sie dann, den Schwarzen Block oder die Polizei?


Donnerstag, 13. Juli 2017

Eine interessante Sicht auf die Krawalle von Hamburg

... liefert der Blog »Ceiberweiber«. Muß natürlich keineswegs sein, daß die Dame recht hat, kann aber durchaus sein. Lesenswert ist eine Betrachtung aus vielleicht ungewohnter Perspektive allemal:
Kenner der verdeckten Vorgangsweise von Geheimdiensten wussten sofort, wie sie die Gewaltszenen parallel zum G 20-Gipfel in Hamburg einzuordnen hatten. Dazu genügen einige Merkwürdigkeiten wie die scheinbare Überforderung von Sicherheitskräften, die z.B. gegen anreisende Fußballhooligans sehr wohl im Vorfeld einschreiten. Doch die meisten Menschen lassen sich perfekt gegeneinander ausspielen – in diesem Fall „links“ gegen „rechts“ wie zuvor pro und contra „refugees“, die keine Flüchtlinge im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention sind. Zwar werden kritische Berichte auch in den sozialen Medien geteilt, weit mehr noch aber der Empörung über „Polizeigewalt“ oder „linksradikale Kriminelle / Terroristen“ Ausdruck verliehen.

Mit anderen Worten sind die Leute genau dort, wo man sie haben will und wo man sie damit beschäftigt hält, gegeneinander aufzutreten, statt zu erkennen, dass sie so Spielball gegen sich selbst sind. Nicht „das System“ muss sich ändern oder dieser und jener Gruppe mit neuen Gesetzen zu Leibe gerückt werden, sondern DU SELBST, wenn du dich dafür entscheidest, dich benutzen zu lassen. 
Alles nur »Verschwörungstheorien« ...? Warten wir ab, welche die nächsten Einschränkungen unserer Bürgerrechte sein werden, die als Gesetzesvorlagen eingebracht werden. Und von wem ...




Türküsümläut

von Fragolin

Wenn man sich das Ergebnis roter Schulbildung anschauen will, bekommt man in Salzburg gerade ein besonders pittoreskes Beispiel geliefert. Von den Roten selbst.
Der FPÖ-Gemeinderat Erwin Enzinger stellte der SPÖ-Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer die Frage, warum es notwendig sein sollte, dass im Deutschunterricht die Kinder türkische Texte vorgelegt bekommen, um Umlaute herauszufinden. Eine durchaus berechtigte Frage, kommen Umlaute doch oft genug in deutschsprachigen Texten vor, um den Begriff „german umlauts“ zumindest im englischen Sprachgebrauch zu etablieren.
Außerdem könnte man ja auch andere Sprachen als ausgerechnet Türkisch nehmen, wenn man den Kindern schon möglichst keine Sprachkenntnisse in Deutsch mehr beibringen will. Eine nordische Sprache wäre zum Beispiel brauchbar. Immerhin singt selbst der dänische Koch in der Muppet-Show „Smörrebröd, Smörrebröd, römpömpömpöm!“
Aber es ist Türkisch. Und das macht den Blauen neugierig.

Die Antwort sollte witzig sein, liefert aber nur den Beweis, dass der Umgang mit Sprache nicht das einzige Feld schulischen Versagens darstellt, auf dem Rote jämmerlich versagen...

Mittwoch, 12. Juli 2017

Darwin Award

Ab einem bestimmten, will heißen nicht mit letzter Genauigkeit zu bestimmenden Level von Blödheit pausiert sogar die Pietät — so etwa ab hier:

Junge Frauen streamten Todesfahrt live im Internet

10.07.2017, 17:12
Zwei junge Frauen aus Tschechien haben den eigenen Autounfall live im Internet gestreamt. Für die 21- jährige Fahrerin endete die Aktion tödlich, ihre 22- jährige Beifahrerin wurde schwer verletzt. Bis zum Montagnachmittag hatten mehr als 340.000 Menschen die makabre Aufzeichnung der Tragödie auf Videoplattformen wie YouTube gesehen.
(Hier weiterlesen)
Die Leserkommentare sind eindeutig und gehen von »Eine Gefahr weniger auf der Straße« bis »Pietät ist hier völlig unangebracht, schließlich war das kein unabwendbarer Schicksalsschlag, sondern Leichtsinn und Dummheit, deren Folgen vor allem den jungen Leuten wieder und wieder gezeigt werden müssen, bevor sie es glauben. Anders als bei der heißen Kochplatte gibt es hier keinen zweiten Versuch. Dieses Video kann Leben retten.«

Eben typisch Darwin Award, oder wie man in meiner Jugendzeit gesagt hätte: »Sowas darf sich nicht vermehren!«



Paula Grogger



... erblickte heute vor 125 Jahren, am 12. Juli 1892, zu Öblarn in der Obersteiermark das Licht der Welt, wo sie auch im Alter von 91 Jahren am Neujahrstag 1984 verstarb. In meiner Jugendzeit waren ihre Romane, allen voran ihr nie wiederholter großer Erstlingserfolg »Das Grimmingtor«, häufig und gerne »für die reifere Jugend« geschenkte und gelesene Werke. Inzwischen hat freilich der allgegenwärtig grassierende Antifantismus entdeckt, daß sie 1938 in einem »Bekenntnisbuch deutscher Dichter« dem Führer »gehuldigt« habe (warum wirft eigentlich keiner einem Scholochow oder Prokofjew vor, mit irgendwelchen Werken Stalin »gehuldigt« zu haben ...?), wenngleich das über die Schriftstellerin von der Gestapo eingeholte Gutachten als aus NS-Perspektive schlichtweg desaströs zu bezeichnen war, wie selbst die deutsche Wikipedia zuzugeben genötigt ist:
Für die nationalsozialistische Idee hat sie niemals etwas übrig gehabt und auch nichts dazugetan, um den Volkskampf in Oesterreich zu Gunsten Großdeutschlands zu entscheiden. [...] Es ist eine Sache aus Berlin bekanntgeworden, wonach sie in der illegalen Zeit bei einem Berliner Aufenthalt Gelegenheit gehabt hätte, dem Führer vorgestellt zu werden, was sie aber ablehnte. [...] Sie hat bis heute nichts Positives zum Nationalsozialismus beigetragen.
So eine Beschreibung war etwa so  hilfreich, wie die Bezeichnung als »Klassenfeind« unter Stalin ... Im Ständestaat wie auch der Zweiten Republik wurde sie durch hohe Ehrenzeichen ausgezeichnet, ich erinnere mich an eine Veranstaltung zu ihren Ehren (es dürfte sich um den 85. Geburtstag der Autorin gehandelt haben), bei der meiner Erinnerung nach der damalige Bundespräsident Kirchschläger — immer wieder durch launige Zwischenrufe der Jubilarin unterbrochen — bedauerte, ihr aus diesem Anlaß keine weitere staatliche Ehrung verleihen zu können, da sie ohnehin schon alles davon habe, was man in ihrer Stellung bekommen könne ...

Die Romane (die ich, zugegeben, nur zum Teil gelesen habe) fand ich zwar gekonnt und originell geschrieben, doch sprachen sie mich weitaus weniger an als ihre Autobiographie »Späte Matura«, die berührende Schilderung einer aus ländlich-bürgerlichen Verhältnissen stammenden frommen jungen Frau, die sich ihren Weg zur Schriftstellerin in den Nöten des Ersten Weltkriegs und der folgenden Nachkriegszeit mit Hyperinflation und Hungersnot mühsam erarbeiten und erkämpfen mußte.

Die Schriftstellerin ist sicherlich eine steirische Lokalgröße geblieben, und auch über sie ist der Lauf der Zeit hinweggegangen wie über viele andere. Dennoch — wer in die herbe Naturwelt des Grimming


und seiner Bevölkerung eintreten will, wird mit Groggers »Bestseller« (der ihr immerhin den Bau des heute als Museum dienenden Grogger-Hauses finanzierte) eine ebenso anregende wie qualitätvolle Lektüre finden.


Kaputtes Land

von Fragolin

Irgendwie kam mir heute der Gedanke: Deutschland ist kaputt. Vollkommen fertig.
Auf die Idee kam ich bei dieser Lektüre.

Okay, da geht es um den Einsatz Österreichischer Polizisten in Hamburg, aber neben der Entblößung der Denkweise von Schreiberlingen, denen im Redaktionsstübchen seltsame Dinge umgehen, führt die Lektüre auch zu der Erkenntnis, dass Deutschland kaputt ist. Siehe hier.

Dienstag, 11. Juli 2017

Man stelle sich nur vor ...

 fragt Werner Reichel auf OrtnerOnline nicht ohne Hintergedanken,

... wenn ein altes Migranten-Paar ermordet worden wäre?

Verharmlosen, umdeuten, relativieren, ignorieren, instrumentalisieren. Wie linke Medien und Politiker mit dem brutalen IS-Doppelmord in Linz umgehen, zeigt deutlich, wo die künftigen Trenn- und Frontlinien durch die sich auflösende österreichische Gesellschaft verlaufen werden.

Die Mainstreammedien haben von Anfang an versucht, diesen islamistischen Doppelmord in eine gewöhnliche Bluttat ohne jede politische, religiöse und terroristische Dimension umzudeuten, um damit möglichst rasch wieder zur Tagesordnung übergehen zu können. Schließlich laufen den Grünen und den Sozialdemokraten auch ohne islamistischen Terror gegen die Wähler in Scharen davon. Und gewählt wird in einigen Wochen.

Bei der „Amok“-Fahrt in Graz im Jahr 2015, bei der drei Menschen getötet und knapp 40 zum Teil schwer verletzt worden sind, ist es linken Medien und linken Politikern noch gelungen die Hintergründe zu verschleiern, in Linz funktionierte diese Strategie nicht mehr, weil der Täter sein Motiv, seinen Hass auf die FPÖ, offen eingestanden hat.
Nun, bestimmte Fragen dürfen legitimerweise (d.h. legitim in den Augen der links-gutmenschenlden Polit- & Medien-Kamarilla) nicht gestellt werden, da die Antworten darauf eher unbequem ausfallen dürften. Umso wichtiger, daß man sie trotzdem stellt.

Leseempfehlung!