Sonntag, 29. März 2015

Heute nachmittag hatten wir einen alten Bekannten zu Besuch

... und zwar einen Management-Trainer, den ich beruflich und privat seit langem kenne. Bei und nach dem Mittagessen kam die Rede — wie sollte es auch anders sein — auf aktuelle Ereignisse, also auch (wenig verwunderlich) auf die Berichterstattung über den Germanwings-Absturz in den französischen Alpen. Meine These, die ganze Medienberichterstattung stimme von vorne und hinten nicht zusammen, wurde mit Kopfnicken quittiert. Und dann sagte mein Bekannter: »Hast du dir eigentlich das Video mit der Pressekonferenz des Staatsanwalts angesehen? Ist dir dabei was aufgefallen?« Ich wußte nicht recht, worauf er hinauswollte, und er schlug vor, sich das Video kurz anzusehen: 


Kurz nach 10:00 machte er ein Zeichen: »Paß' auf!« und dann nochmals bei 13:00. Und dann sagte er lapidar: »Ich mache Trainings für Manager, wie du weißt. Und dabei geht es auch um Körpersprache, was sie verrät und wie man die kontrolliert (was einem extrem schwer beizubringen ist). Und aus meiner Erfahrung heraus sage ich dir ganz intuitiv: der Mann sagt nicht die Wahrheit — oder wenigstens glaubt er nicht an das, was er sagt — was subjektiv allerdings auf dasselbe hinausläuft!«

Er erklärte mir, daß während des ganzen Videos jede Menge Gesten der Unsicherheit, des Unbehagens, der Verlegenheit zu erkennen sind, die bei einem Staatsanwalt, bei dem das Aufreten und Sprechen in aller Öffentlichkeit eigentlich das tägliche Brot sein muß (wie wollte er im Gerichtssaal überzeugend plädieren, wenn er das nicht könnte?) nur eines bedeuten können: er muß hier etwas vertreten, von dem er zumindest keineswegs überzeugt ist — oder sogar dessen Unrichtigkeit ihm völlig bewußt ist.

Im Gegensatz zu meinem Bekannten bin ich mit Körpersprache nicht so bewandert — aber als ich das Video nochmals durchlaufen ließ, war mir schon klarer, was mich daran beim ersten, uninformierten Ansehen gestört hatte. Tipp an die Leser: drehen Sie einfach den Ton ab uns sehen Sie sich's an. Sie werden verblüfft sein, wie deutlich das Gefühl »Daran glaubt der doch selbst nicht, was er das sagt!« zu merken sein wird (eine ganz brauchbare Einführung zur Entschlüsselung von Körpersprache finden Sie hier).

Ach ja, und was unsere Lügenpresse angeht: jetzt wird also eine Exfreundin aus dem Hut gezaubert, die sich erinnern kann, daß ... Wir können davon ausgehen, daß früher oder später auf einem Flughafenklo in Barcelona eine Kritzelei entdeckt werden wird (und aufgrund der DNS dem Copiloten zuzuordnen ist): »Ich lenke den Vogel ins Verderben weil ich depressiv bin«. Bei »Leichenteilen« hat man ja schon die DNS des Copiloten identifizieren können, und aus sicherlich zufällig von Felsen kratzbaren Blutspuren wird man sicher bald zweifelsfrei nachweisen können, daß der Copilot Medikamente im Blut hatte, oder so. Glauben muß man's halt ...

Aber blöderweise erklärt auch die DNS des Copiloten nicht, warum er zehn Minuten lang bloß ruhig atmete, ganz ohne letzte Worte in den Voice-Recorder zu sprechen — wenn er, wie das Bild-Mädel sich »erinnert«, doch angeblich sagte: »Eines Tages werde ich etwas tun, was das ganze System verändern wird, und alle werden dann meinen Namen kennen und in Erinnerung behalten« ... und dann soll er seine »famous last words« einfach auslassen?

Die DNS des Copiloten erklärt ebensowenig, wo die drei Mirage-Kampfjets abgeblieben sind (von denen Augenzeugen des Absturzortes unmittelbar danach berichteten), und was die feststellen konnten. Sie erklärt auch nicht, warum ein Augenzeuge, kurz nach dem Absturz interviewt, angab, ein rauchend-brennendes Flugzeug abstürzen gesehen zu haben.

Sie erklärt weiters nicht, warum ein Zerschellen an einer Feldwand einerseits keine deutlich sichtbare Spur hinterlassen hat (bzw. warum uns diese, wenn es sie denn gibt, in allen veröffentlichten Videos bislang vorenthalten wurde).

Sie erklärt nicht, warum die Überbleibsel des Flugzeugs und seiner Insassen kleinstverteilt »wie Konfetti« (© LaPenseuse) verstreut sind, wogegen in ähnlichen Fällen, in denen Flugzeuge wegen Nebels, eines Unwetters etc. gegen eine Bergwand knallten, die Trümmer weitaus größer waren — und warum es nicht zu einem massiven Brand bzw. einer Explosion wegen des austretenden Treibstoffs kam (bedenken wir, daß der Treibstoff größtenteils noch in den Tanks war — der Flug hatte ja erst begonnen!).

Sie erklärt ebensowenig, wieso bei einem massiven Sinkflug (bei dem, wie ein alter Flieger erklärte, die Passagiere kotzend und in Panik-Modus sich in den Sitzen verkrallt haben müssen) angeblich Schreckensschreie erst in den letzten Sekunden zu hören sind. Sie »erklärt« schlicht überhaupt nichts, außer (wenn's denn wahr ist) der Tatsache, daß der Copilot an Bord war. So what?!

Nochmals: auch ich habe keine Ahnung, was genau passiert ist (bzw. überhaupt passiert sein kann). Ich habe nur ein sehr starkes Gefühl, daß das, was man uns jetzt als Erklärung andient, »erstunken und erlogen« ist, wie man so schön sagt. Und deshalb frage ich mich: warum serviert man offensichtliche Desinformation statt Information? Das muß Gründe haben — und die sind allesamt recht unerfreulich:

1. Die Geilheit der Medien nach knalligen Schlagzeilen führt dazu, daß schnell ein »Ermittlungserfolg« gemeldet werden muß — egal ob er nun wahr ist oder nicht.

Fangen wir also beim vergleichsweise »harmlosesten« an: es wäre nach den Erfahrungen der letzten Jahre und in Anbetracht des alten Satzes »only bad news counts as news« durchaus denkbar. Bedrohlich wäre daran, daß sich die Politik und Justiz dazu hergeben, als gefällige Stichwortgeber für einen Medienhype herzuhalten.

2. Man vertuscht ein technisches Gebrechen.

Bspw. um das französisch-deutsche Projekt »Airbus« nicht gänzlich zu desavouieren. Da steckt viel Arbeit, Schweiß und Prestige drin, das will man nicht auf's Spiel setzen!

3. Man vertuscht einen Abschluß des Fliegers durch die Mirage.

Das wäre sowohl in der Variante »irrtümlicher Abschluß« denkbar (den Hollande derzeit im Wahlkampf eta so sehr braucht wie einen Nagel ins Knie), wie auch als »gezielter Abschluß«, weil ein unkontrollierter Flieger (bspw. wegen Fall 2.) eben runtergeholt werden muß — und das besser in menschenleeren Bergen, als z.B. über einer Stadt, aber derartige Klugheitsüberlegungen sich in der französischen Öffentlichkeit nicht gut machen — da hat man lieber eine Skandalgeschichte (betrifft eh bloß die »Boches«).

4. Man vertuscht eine gezielte Aktion von außen.

Das kann in einer ganzen Palette von Spielarten gedacht werden —

4.1. Beginnend mit einer gezielten Demütigung Merkels und Hollandes, die in der letzten Zeit in Sachen Rußland-Sanktionen nicht so recht spuren wollen, wenn die Falken in Washington gepfiffen haben. Denen knallt man einen Charter-Vogel ab (oder läßt ihn per Fernsteuerung abstürzen) um ihnen zu zeigen: »Glaubt bloß nicht, daß wir euch nicht jederzeit fertigmachen können, wenn wir's bloß wollen!«

4.2. Es wäre auch in Form einer »internen« Intrige (Geheimdienst[e] gegen Regierung[en] — hier wieder in vielen möglichen Kombinationen) vorstellbar.

4.3. Es könnte auch ein bloßer (beabsichtigter oder leider etwas »aus dem Ruder gelaufener«)  Testlauf gewesen sein, die Fersteuerung von großen Fliegern zu perfektionieren, weil man damit in künftigen »asymmetrischen Kriegen« punkten will.

4.4. ...?

5. ...?

Klingt alles bloß nach ... ... Verschwörungstheorie? Kann durchaus sein. Dann wäre ich nur dankbar für einen wirklich plausiblen Hinweis, warum ich die offizielle Story glauben soll, obwohl die hinten und vorne hakt und klemmt.


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P.S.: »Merkel / Hollande / BILD / die Staatsanwaltschaft X hat gesagt ...« ist für sich allein kein wirklich plausibler Hinweis.


Zwei etwas abgeschabte Bücher mit altersbraunen Seiten

... befinden sich in meiner Bibliothek: eine Taschenausgabe des »Zarathustra« von Nietzsche — und ein schmales Bändchen: »Auf den Marmorklippen«. Diese beiden Bücher begleiteten meinen Vater im Tornister durch seine Kriegsjahre an der Ostfront. Über den Zarathustra wird vielleicht bei Gelegenheit (z.B. am 25. August heuer, wenn ein »Halbrunder« ansteht, sonst eben in fünf Jahren, sub conditione Jacobæa) zu lesen sein — heute geht's um das andere Buch eines fürwahr »zeitlosen« Autors ...

Fast einhundertdrei Jahre sind es bei ihm geworden, und heute — lebte er noch — wäre er eben einhundertzwanzig Jahre alt. Ob der Bundesgauckler und die alternativlose frühere FDJ-Sekretärin auch diesem Anlaß auch kämen, ihn zu ehren? Vermutlich ja, denn die sind ja überall, wo sie Blitzlichtgewitter wittern. Weil wir schon beim Wittern sind — eine feingestimmte Nase hatte er zweifellos! Für Vergangenes ebenso wie für Künftiges.

Irgendwie steht er wie ein erratischer Block aus fremdem Gestein in der mittlerweile von Mollusken aller Sorten bewohnten Literatur-Schwemmlandschaft Deutschlands. Irgendwie ... ... französisch mutet er an mit seinem Stil, und seiner bisweilen preziösen Sprache. Dennoch: 999 von 1000 heutigen »Autoren«, die ihn selbstmurmelnd öffentlich verdammen, würden sich alle Finger abschlecken, wenn sie bloß einmal im Leben ein paar Sätze so gekonnt lapidar und einfühlsam hinschreiben könnten ... ... wie es sie auf fast jeder Seite von »Gärten und Straßen« gleich mehrere gibt.

Der Kenner der Literatur und dieses Blogs hat es längst erraten: die Rede ist von Ernst Jünger. Den — für die biographischen Detailinformationen — sonst obligaten Link auf die (deutsche) Wikipedia erspare ich mir (und meinen Lesern), denn abgesehen von »harten« biographischen Fakten, ist deren Artikel geradezu exemplarisch bloß eines: ideologischer Schrott (man vergleiche selbst den sicherlich nicht unvoreingenommenen Artikel auf Wikipédia damit, und man geniert sich für die deutsche Version ...)

Ernst Jüngers Lebenswerk (22 großformatige Bände inkl. der Supplemente) wirklich zu würdigen, ist auf einem Blog weder Zeit noch Platz — das erforderte wenigstens fünfzig Seiten (oder mehr). Deshalb nur einige wenige Andeutungen, was — zu dem obigen familiär-biographischen Grund — diesen Autor für mich so faszinierend macht.

Jünger ist der Prototyp eines »essayistischen« Autors (sein Erzählwerk ist bloß getarnte Essayistik!), und das ist in der deutschen Literatur so selten, wie in der französischen häufig. Er verbindet freilich französische Essay-Eleganz mit deutscher Gründlichkeit zu einem ebenso ungewöhnlichen, wie sprachlich faszinierenden Ganzen.

Freilich muß ich zugeben: meine Annäherung an Ernst Jünger erfolgte zunächst von der — wenigstens für mich — »falschen« Seite, nämlich über die Erzählwerke, nämlich »auf den Marmorklippen« und »Heliopolis«. Denn wenn ich auch von der kühlen, stilisierten Sprache beeindruckt war, so war mir doch alles viel zu sehr »hinter Glas« gemalt, als daß ich mich dafür wirklich hätte begeistern können.

Erst die Lektüre von »Gärten und Straßen« änderte das mit einem Schlag. Aufgelesen in einem Antiquariat, mit etwas Neugier durchblättert, las ich mich daran bald fest, insbesondere, weil jene Landschaft Nordfrankreichs, die Jünger darin bescheibt, von mir einige Jahre vorher selbst bereist worden war, und Jüngers Gedanken und Eindrücke einen faszinierenden Kontrapunkt zu meinen Erinnerungen spielte.

Endgültig gewonnen hatte er mich allerdings mit seinen »Annäherungen«, obwohl doch diese Analyse von Drogen im Selbstversuch mir als notorisch »unberauschten« Menschen (es sei denn, man zählte eine gelegentliche Zigarre oder das Glas Wein zum Mittagessen schon zum Suchtverhalten) eigentlich fern liegen müßte. Dennoch (oder vielleicht: gerade deshalb) war die Lektüre, welche Rauschzustände durch welche der geschilderten Drogen und mit welchen Manifestationen eintreten, so faszinierend.

Und so begann meine Reise durch Jüngers Tagebücher, angefangen bei den »Strahlungen« (deren erster Teil, »Gärten und Straßen«, bereits erwähnt wurde), bis hin zum vielbändigen Spätwerk »Siebzig verweht«.

Ernst Jüngers Stil kann leicht parodiert werden — die lakonische Apodiktik der Sätze eignet sich hervorragend dazu. Nur ist das ein Beweise für die Minderwertigkeit des Stils? Auch Rilke, Benn oder Hofmannsthal wurden (teilweise höchst gelungen) parodiert ...

Bis heute gilt Ernst Jünger als »umstritten«. Das wäre auch durchaus begrüßenswert, denn wer zu früh zum »Klassiker« stilisiert wird, pflegt dementsprechend bald ein »Archiv-Klassiker« zu werden, den man zwar in Lexika und Germanistikprüfungslisten mitschleppt, aber kaum freiwillig liest — »Wer wird nicht einen Klopstock loben ...« — nur ist »umstritten« ja in Wahrheit das Codewort für die faktische Zensur der Gutmenschen, die uns damit einen wink mit dem Zaunpfahl gibt, was zulässigerweise in den Diskurs eingebracht werden darf, und was nicht. Und wer in diesen Kreisen Jünger zitiert, läuft schnell Gefahr, per Kontakt-Kontamination zum Unberührbaren abzusinken.

Jünger selbst hat das nicht mehr betroffen: sein durch Leserinteresse (auch aus dem Ausland, v.a. aus Frankreich) erfolgreiches literarisches Schaffen überstand den Versuch untergriffiger Schmähung und gezielten Totschweigens. Und irgendwann war Jünger einfach so unvorstellbar alt geworden, und seine unermüdlichen Gegner einfach weggestorben, daß sich jede Fehde erledigte. Die Nachkommen nahmen den erratischen Block in der Literaturlandschaft als naturgegeben hin, zumal auch  Jünger kaum von den Debatten und Zwistigkeiten des Literaturbetriebs Notiz nahm. Da klassifizierte er lieber Insekten oder Gräser — und wer die Eitelkeiten unserer Gegenwartsliteraten und ihrer Kritiker kennt, kann ihm nur rechtgeben ...


Samstag, 28. März 2015

Selbstmurmelnd alles nur Verschwörungstheorien ...

In all likelihood, the cabin crew of the ill fated GermanWings flight could simply have entered the cockpit at any time.  If the plane were programmed specially to disallow this normal capability of the Airbus320 series, the airline has failed to inform the public of this.
This information is “confidential” as it would be a theoretical aid to hijackers.  Problem is, there are no hijackers, only security agencies that seem to enjoy stealing planes, shooting them down or taking control of their guidance systems.  The hijack scenario makes for good TV and convenient cover stories where “dead men tell no tales” and crash scenes are always quickly secured and “seeded” as needed.
Our suicide story is just a new twist on an old tale.
In order to add to the explosion of information about the recent air event over France, we have done some simple research on the operation of the cockpit door of an A320.  We have published, below, the operations manual.  We also have the following language, taken from the flight crew manual used by Royal Jordanian Airlines, an organization kind enough to have passed this on:
Ident.: DSC-25-11-10-00001006.0001001 / 09 OCT 12
Applicable to: MSN 2649-3685, 4670-5367

A forward-opening hinge door separates the cockpit from the passenger compartment. It has three electric locking strikes, controlled by the flight crew. In normal conditions, when the door is closed, they remain locked. When there is a request to enter the cockpit, the flight crew can authorize entry by unlocking the door, that remains closed until it is pushed open.
When the flight crew does not respond to requests for entry, the door can also be unlocked by the cabin crew, by entering a two to seven-digit code (programmed by the airline) on the keypad, installed on the lateral side of the Forward Attendant Panel (FAP).
There are additional questions as to the possibility of a time delay that could disable the keypad, one that can be programmed by the airline itself but it not required and totally optional.
This would mean that it is likely, based on the level of informality at Germanwings, no delay was programmed into the keypad.  This would mean that the cabin crew, by this we mean flight attendants, would have the entry code for the cockpit and would most likely be able to enter at will even if the door were in the lock position.
There is a reason we are publishing this, information that previously was not allowed to be in public hands:
The moment, over 24 hours ago, it was mentioned that the “pilot” was “pounding and screaming,” in an attempt to enter the cockpit, this information became of vital public interest.  Additionally, as soon as the false information was released that air controllers were unable to contact the crew of the plane, it should have been mentioned that crew members have satellite phones available.
Rather than pounding on a door, the pilot might well have been on the phone asking NORAD to land the plane for him.
Wenn man diese informationen mit ein klein wenig Frage nach Plausibilität kombiniert, wird einem die offizielle Story immer weniger über den Gaumen wollen. Wenn einer natürlich aus Bequemlichkeit etwas schlucken will, auch wenn es höchst intensiv nach »red herring« schmeckt, dann kann man mit einem Appell an die Vernunft auch wenig ausrichten ...

Im Windschatten

... medial hochgekochter Katastrophenereignisse wird gehandelt. Es könnte durchaus sein, daß uns demnächst — ÜBERRASCHUNG! — der nächste Krieg ins Haus steht. Alternativlos.

Ukraine-Krise: Polen mobilisiert Reservisten “einfach mal so”

 

Angesichts der Krise im Nachbarland Ukraine hat Polen weitere Massnahmen getroffen, um seine Verteidigungsfähigkeit zu stärken. So haben über 500 Reservisten in den vergangenen Tagen eine Aufforderung erhalten, sich für mehrwöchige Übungen unverzüglich zum Dienst zu melden, wie das Verteidigungsministerium mitteilte.
Der polnische General Bogusław Pacek versicherte, das habe nichts mit Säbelrasseln zu tun. Man sei auch nicht nervös, der Schritt sei für Polen nichts Außergewöhnliches und hätte keinen Bezug zur Krise in der Ukraine.  Alles nur Routine. Genau wie die US-Flottenmanöver im Schwarzen Meer und die Nato-Truppenbewegungen im Baltikum. Kein Bezug bestehe auch zu einer geheimen Militärunterstützung für ukrainische Milizenin der Ostukraine oder die vor einem Jahr auf dem Maidanplatz (Kiew) operierenden Scharfschützen, die für Paramilitärs überraschend gut ausgebildet gewesen seien. Weder Polen, noch die USA oder die Nato hätten damit irgend etwas zu tun gehabt.
 Nur kurz die Standardfrage gestellt: »Wollen die uns verarschen?«

Die Standardantwort darauf lautet: »Ja, wollen sie. Alternativlos.«



 

Freitag, 27. März 2015

Daß LePenseur »Neues Deutschland« zitiert, ist selten

Aber es kommt vor — z.B. heute. Aus gutem Grund:


Da kann man »tbl« nur beipflichten ...

Ist es pietätlos

... im Angesicht des Todes Gedichte zu zitieren — oder gar selbst eines zu verfertigen? Nun, manchen Sachverhalt kann man nur in gebundener Rede vorbringen, weil einem das Wort sonst zum ekelerfüllten Schrei gerät ...

Barcelonettes Sonett

S
chnell medial realitätsgeklittert
Steht fest längst (was in Wahrheit völlig offen):
Wir sind von einem Selbstmord tief betroffen,
Und deshalb auch — ganz Pietät! — erschüttert …

Es war KEIN Terrorakt (mahnt uns die Presse) —
Für die »Eliten« wär’ es doch fatal,
Wenn das gemeine Volk mit einem Mal
Nicht anstandslos, was man ihm vorsetzt, fräße!

Der Voice-Recorder liefert Atemzüge
Und Pochen an der Tür, dann Schreckensrufen —
Man kann dies deuten als … (rief jetzt wer: »Lüge«?)

Wie praktisch wäre doch ein Abschiedsbrief,
Wenn man ihn fände … käm’ ja wie gerufen! —
Der sparte Fragen, wie es wirklich lief …

Wer mit ansehen muß (beispielsweise auf n-tv), wie aus feist-dreisten Politrukfratzen und beflissen saturierten staatsanwaltlichen Bürokratenlarven flagranter Unsinn in spürbar erleichtert (hurra! Das System ist gerettet!) sich ergießenden Wortkaskaden verbreitet wird, weil man — mag die Absurdität der Beschuldigungen an die Adresse eines Toten noch so fühlbar, ja: geradezu greifbar sein — keine weiteren Fragen mehr zulassen muß, die höchstwahrscheinlich zu unwillkommenen (weil »nicht hilfreichen«) Antworten führen dürften, der kann nur ein Gedicht schreiben — oder unartikuliert losbrüllen über diese ganze verlogene Inszenierung.

Den Opfern des Absturzes gebührt Trauer, ihren Hinterbliebenen unsere Anteilnahme. Jedoch die offizielle Betroffenheitsposse, die ihre Erleichterung über eine blitzschnelle »Erklärung« nur höchst ungelenkt zu verbergen vermag, ist einfach widerlich.

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P.S.: wer wissen will, warum es trotz der uns mundgerecht servierten »Erklärung« der Systemmedien angezeigt wäre, den Fall weiter zu untersuchen, kann hier ein paar interessante Fragen und Hinteegrund-Informationen hören. Und hier lesen.

Hundert notwendige Gedichte XXIV — Hölderlin


Hälfte des Lebens

Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.
   ..

Weh mir, wo nehm’ ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.


Fast geniert sich LePenseur, dieses doch heute so wohlbekannte Gedicht Friedrich Hölderlins zu bringen. Sollte diese Serie nicht dem ihm wichtigen, doch eher weithin unbekannten Gedicht hoher und höchster Qualität gewidmet sein? Sicher, das war die Intention der »Hundert notwendigen Gedichte« — nur: so bekannt Hölderlins obiges Gedicht heute ist (d.h.: soweit überhaupt Gedichte im Allgemeinen und Hölderlin im Besonderen heute »bekannt« genannt werden können!), so unbekannt war es durch mehr als ein Jahrhundert nach seiner Entstehung — selbst von Hölderlin-Bewunderern unter die Produkte seiner Geisteskrankheit gerechnet, in Werkausgaben entweder ganz unterschlagen, oder doch in den Annex verbannt.

Und doch ist es einer jener Gedichte, die LePenseur, wie man so sagt, schon beim ersten Lesen »ins Herz trafen«, obschon er damals noch weit von der »Hälfte des Lebens« — selbst wenn ihn noch heute, was er nicht hofft, die Stunde schlagen würde — entfernt war.

Natürlich kann man dieses Gedicht analysieren, klügelnd interpretieren, in Kategorien zwängen — und hält dann einen sezierten Schmetterling in den groben Händen, dem die feinen Farbplättchen abgestreift wurden, und der damit einer ordinären Motte ähnlicher ist als dem bezaubernden Gaukelding, das über die Wiese schwebte ...

Der Leser möge entscheiden, ob ihm dieses Gedicht wert ist — und sei darauf hingewiesen, daß ein ganz anderes Gedicht zur Lebensmitte (die LePenseur, leider auch statistisch betrachtet, längst hinter sich gelassen hat ...) als nächster Eintrag dieser Serie folgen wird. Bis bald, also ...



Donnerstag, 26. März 2015

Was man nicht sagen sollte

Nach Merkels Meinung, na klar — nix mit Terrorismus. Und eigentlich überhaupt. Betroffen sein genügt. Alternativlos. Und nach Meinung der Lufthansa am besten nichts mehr ...

Bindung der Aufmerksamkeit weltweit - Ablenkung?

... lautet der Titel eines Postings im Gelben Forum (von sansharam, 26.03.2015, 16:32):
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, wir sollen hier alle abgelenkt werden vor weitaus wichtigeren Dingen, die gerade geschehen.

Während die ganze Welt auf das - weltpolitisch - doch eher nebensächliche Ereignis Flugzeugabsturz schaut, bläst die USA zum atomaren Erstschlag und Russland warnt eindringlich davor, daß die USA tödliche Waffen in die Ukraine liefern und die Ukraine als militärischen Verbündeten der USA einstufen.

Ausserdem war ja doch noch was mit dem Economist "The World in 2015", erinnert Ihr Euch? Da war ein Hinweis auf den 29.03.2015.

Ist wie gesagt "nur" ein Gefühl, doch es macht mich schon stutzig, daß in den Medien und auch hier im Gelben Forum fast nur noch der Absturz thematisiert wird.
Das Gefühl könnte schon irgendwie hinkommen ...

Klappe zu, Vogel tot ...

Schön langsam wird's bunt. Ein Pilot geht aus dem Cockpit (vermutlich aufs Häus'l) und kommt dann nicht wieder rein, der andere Pilot stellt auf Autopilot und steuert den Vogel gegen die Bergwand und kostet das Crash-Feeling so richtig aus (8 Minuten! — warum eigentlich nicht 11 Minuten? Das verriete immerhin Coelho-Kenntnisse ... komm, kleiner Tod ...). Und rundum sprießen die Theorien, mehr oder weniger gewagt ...

Abseits aller Theorien läßt sich schon eines mit großer Wahrscheinlichkeit vermuten: es wird kein »Unfall« gewesen sein, denn das mit der nicht öffenbaren Cockpit-Tür ist schon ein recht eindeutiges Indiz! Bleibt nur entweder ein geradezu kriminelles Totalversagen des Piloten (was bei acht Minuten irgendwie auch schwer vorstellbar ist), oder Absicht. Diese kann hinwieder »rein« suizidal, oder aber »terroristisch-suizidal« gewesen sein.

»Rein« suizidal scheidet — bei Annahme eines nicht extrem masochistisch veranlagten Gemütes — eher aus, denn Menschen bringen sich (und, von mir aus: unter Mitnahme vieler weiterer Opfer) in der Regel schnell um: Kugel ins Hirn, Granaten-Sicherungsbügel abgezogen, Auto gegen Brückenpfeiler (oder in den Gegenverkehr), Fenster aufgemacht und gesprungen, Schlaftablette geschluckt — ach, der Möglichkeiten sind viele. Nur: 8 Minuten Sinkflug sind nicht »schnell«, sondern verdammt lange (wie einem ein simpler Zahnarztbesuch demonstriert)! Und der uns jetzt als mußmaßlicher Selbstmörder mit Massenmordneigung medial angediente Co-Pilot Andreas Lubitz sieht (obwohl ich eigentlich ungern psychologische Ferndiagnosen stelle) mir eher nicht nach Selbstmordkandidat aus. Und wenn jetzt in der Pressekonferenz verbreitet wird:
Der Co-Pilot hat kein einziges Wort gesprochen, nachdem der Kapitän die Kanzel verlassen hat, antwortet der Staatswalt Robin auf die Fragen der Journalisten. Er habe mit Vorsatz gehandelt - es habe keine Veranlassung bestanden, den Sinkflug einzuleiten, den Kapitän nicht in das Cockpit zu lassen.
 

Der Co-Pilot habe das Flugzeug absichtlich zum Absturz gebracht und und so zerstört, sagt Robin.
 ... dann frage ich mich: wie psychologisch plausibel ist das denn? Keine letzten Worte, keine Erklärung, kein Gestammel, nicht einmal in den letzten Sekunden — einfach acht Minuten Schweigen? Das soll plausibel sein? Oder: konnte oder wollte er vielleicht nicht mehr sprechen? Dann sind wir freilich schon bei der nächsten Variante ...

Also: »terroristisch-suizidal« als wahrscheinlichste Variante. Womit noch freilich noch nicht geklärt ist, welche Terroristen es waren. Hier sind wieder verschiedene Varianten möglich:

1. irgendein verrückter Musel (als [Co]-Pilot getarnt) hatte Sehnsucht nach 72 Jungfrauen (und ein angeblicher Herr Lubitz wurde nur zur Beruhigung des Publikums aus dem Hut gezaubert):

Möglich wär's, und könnte erklären, warum unsere Politruks, die der Bevölkerung nicht gerne erklären wollen, daß die radikalen Museln — wie von ihnen ja mehrfach angekündigt — Amok laufen, jetzt so auf low profile unterwegs sind. Aber besonders groß ist die Wahrscheinlichkeit eher nicht. Als Piloten bei Germanwings werden wohl eher kaum die klassischen Zauselbart-Salafisten & Co. angeheuert. Und Pilot einer Linienmaschine wird man ja auch nicht im Schnellsieder-Verfahren, sondern nach durchaus langer Ausbildung. Und das ist überlicherweise nicht der Weg, den heißblütige Orientalen bzw. gehirngewaschene Konvertiten beschreiten. Zu lang, zu mühsam.

2. irgendein verrückter Geheimdienst wollte damit was bezwecken:

Damit sind wir schon bei der nächsten Weggabelung: welcher Geheimdienst wollte was bezwecken?

2.1. Fragen wir zunächst: welcher?

2.1.1. Ein Geheimdienst handelsüblicher (Nordkorea) oder auch neuerfundener (d.h. Putinland) Schurkenstaaten ... haha, kurz gelacht! Das traut sich vermutlich nicht einmal die Springerpresse zu behaupten. Welchen denkmöglichen Grund hätten Kim oder Putin, einen Zivilflieger mit Otto-Normalverbrauchern in die Alpen zu bohren?

2.1.2. Ein Geheimdienst eines radikalen Musel-Staates: vielleicht schon eher vorstellbar, aber auch irgendwie unplausibel. 

2.1.3. Und welcher sonstige Geheimdienst fiele uns noch ein? Es müßte wohl ein an Ressourcen und Erfahrung und Befähigung reicher Geheimdienst sein (also nicht gerade der österreichische☺ ...). Wer käme denn da in Frage ...? Mal nachdenken ...

2.2. Und was sollte für die der Zweck der Übung sein?

Da gibt's eigentlich (außer ein bislang völlig unbekannter hochrangiger Macht-/Geheimnisträger war an Bord, welcher ausgeschaltet werden sollte) nur eine Möglichkeit: ein Geheimdienst, der damit an Eingeweihte eine (Droh-)Botschaft übermitteln wollte. Mit einem Wort: ein ressourcenreicher Geheimdienst, der eine Regierung eines betroffenen Staates zu einem bestimmten Tun oder Unterlassen bestimmen wollte.

Und wenn 2.2. im Zusammenhang mit 2.1.3. geprüft wird — welche Geheimdienst bleiben dann übrig? 

Nun — beenden wir das grausame Spiel! LePenseur möchte auch noch mal auf Urlaub fliegen (zwar nicht nach Barcelona oder Düsseldorf, aber doch so prinzipiell ...).

Klappe zu, Vogel tot ...

Kollege Geistbraus wird vermutlich rotieren

... aber das muß er einfach aushalten. Der 90. Geburtstag von Pierre Boulez veranlaßt LePenseur, ein paar Ohrwürmer des Jubilars der Würdigung seiner Leser anzuempfehlen. Fangen wir gleich mit einem frühen Werk, der Klaviersonate Nr. 1 (aus 1946) an:


Es wird sicherlich psychologisch nicht uninteressante Gründe dafür geben, warum Musik dieser Art nach der Katastrophe zweier Weltkriege überhand nahm, und warum es sogar (wenige, aber doch) Menschen gibt, die sich sowas freiwillig anhören. Nun gut — LePenseur ist da tolerant, denn sein Musikgeschmack wird einem Funk-, Heavy-Metal- oder Musikantenstadel-Fan vermutlich auch eher unnachvollziehbar bleiben. Dennoch: es bleibt auf LePenseurs Gaumen ein seltsamer Nachgeschmack von »Nora, the Piano cat could make this as well« ... doch heiter weiter zu einem Kammermusikwerk aus dem Jahre 1984 — »Dérive I«:


Eine recht gute Untermalung für einen Krimi der film-noire-Sorte gäben die »Notations I - IV«, ein Orchesterwerk aus 1978-80, ab:


Mancher Adept der modernen E-Muse mag jetzt angewidert den Kopf schütteln ob der geringen Begeisterung, die für den Komponisten Boulez von LePenseur  aufgebracht wird. Das hindert diesen aber nicht daran, den Dirigenten Boulez höchst wertzuschätzen. Und (zur Versöhnung der durch obige Beispiele genug gemarterten Ohren der geneigten Leserschaft) mit einer (von der Aufnahmequalität zwar nicht berauschenden, aber interpretatorisch gelungenen) Interpretation der 7. Symphonie Beethovens mit dem New York Philharmonic Orchestra zu schließen:



Happy Birthday, Monsieur Boulez! 

Mittwoch, 25. März 2015

Ein Sittenbild

... aus der morastigen Justizlandschaft unserer alpinen Bananenrepublik entrollt sich dem staunenden (oder, vielleicht nicht einmal mehr staunenden!) Auge:

Causa Alijew: Oberstaatsanwältin vom Dienst frei gestellt


Rakhat Aliyev
Rakhat Aliyev / Bild: REUTERS 

Die Wiener Anklägerin wurde von ihrer Vergangenheit eingeholt. Sie soll bei ihrer früheren Anwaltstätigkeit in der Lansky-Kanzlei zwei Kriminalisten zum Amtsmissbrauch angestiftet haben.
 (DiePresse.com)

Neue Brisanz kommt in die Fall Aliyev. Eine bei der Zentralen Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschaftsstrafsachen und Korruption (WKStA) tätige Anklägerin ist von ihrer beruflichen Vergangenheit eingeholt worden. Die Staatsanwältin ist Anfang März vom Dienst frei gestellt worden, bestätigte der Sprecher der Oberstaatsanwaltschaft (OStA) Wien, Michael Klackl, einen Bericht der "Salzburger Nachrichten".
 Hier hilft eigentlich nur mehr das Statement der Kommentarposterin

Desire Streichl-Tuerk
24.03.2015 20:13

"Neue Brisanz kommt in die Fall Aliyev."
Fast richtig. Ganz richtig lautet der Satz selbstverständlich so: "In die Fall Aliyev nun kommen Brisanz ganz neue, Alder."
Dann nimmt man auch gefaßt zur Kenntnis, daß der oben abgebildete Ex-Diplomat sich in seiner Einzelzelle selbstmordenderweise mit faserlosen Mullbinden erhängt hat — denn an seinen Händen fanden sich bei der Obduktion keine Faserspuren.

Aber vielleicht hat er sich nach dem Erhängen auch einfach gründlich die Hände gewaschen. In aller Unschuld ...


Kurz bevor die Germanwings-Maschine am Dienstag in Süd-Frankreich abstürzte ...

... sahen Anwohner drei Mirage-Kampfjets in der Region, wie AFP meldete. Der Flieger 4U 9525 der Lufthansa Billigflug-Tochter war unterwegs von Barcelona nach Düsseldorf, als er dramatisch an Höhe verlor und schließlich in einem unwegsamen Berggebiet abstürzte. 
An Bord der verunglückten Maschine befanden sich 142 Passagiere, 2 Piloten und 4 Crew-Mitglieder, berichtete die Lokalzeitung "La Provence". Das Flugzeug verschwand um 9:39 Uhr in einer Höhe von rund 2000 Metern vom Radar. Kurz zuvor soll es einen Notruf abgesetzt haben.

Drei Kampfjets in der Region zu sehen

Der Bürgermeister der nahen Gemeinde Meolans Revel, Thierry Brown, sagt zur AFP-Reporterin Isabelle Malsang, dass zum mutmaßlichen Zeitpunkt des Absturzes drei Mirage-Kampfjets in der Region beobachtet wurden:
„Das einzige, das uns auffiel, war der Überflug von drei Mirage-Kampfjets, die zum mutmaßlichen Zeitpunkt des Absturzes mindestens dreimal vorbeiflogen.“
„Wir sind es gewohnt, täglich einen zu sehen, aber nie so viele gleichzeitig“, so Brown. Mirage-Kampfjets werden in Frankreich gebaut und von der französischen Luftwaffe geflogen. Sie werden von Frankreich aber auch in andere Länder exportiert. Ob es einen Zusammenhang zwischen der Kampfjet-Sichtung und dem Absturz der Germanwings-Maschine gibt, ist unklar.
Keine Ahnung, ob das stimmt oder nicht. Aber ob die offizielle Darstellung stimmt (oder nicht), weiß mittlerweile auch keiner — bei der Menge an Desinformation in unserer Lügenpresse kann man getrost vom Gegenteil ausgehen. Im »Gelben Forum« entwickelte sich zu dem Fall gestern nachmittags ein etwas kontroverser Thread. Wait and see, kann man jetzt nur sagen. Und, natürlich: herzliches Beileid den Hinterbliebenen der Absturzopfer.

Ein Bekannter, mit dem ich gestern abend sprach, meinte, daß im Gegensatz zu irgendwelchen Fliegern aus Südostasien, die so einfach verschwinden könnten, sowas in Europa sicherlich nicht unaufgeklärt bleiben könne, da sei der Druck der Medien und der Öffentlichkeit viel zu groß. Sein Wort in Gottes Gehörgang! — aber ich glaub' einfach nicht dran ...

Ist es ein technisches Gebrechen gewesen, wird von Airbus alles zu vertuschen gesucht werden, was sich nur vertuschen läßt, sonst kann sich der Hersteller dieser Vögel ebendiese rektal applizieren. Wer kauft ihm dann noch was ab ...?

Ist es kein technisches Gebrechen gewesen, dann stellt sich entweder — höchst wundersam — heraus, daß die pöhsen Russkis seit neuestem mit als Mirage getarnten Kampfjets fliegen (womit dann endlich, endlich der Kriegsgrund einer smoking gun gefunden wäre!), oder aber (falls dieses extra-saublöde G'schichtl sich den Leuten einfach nicht reindrücken läßt) es wird vertuscht, daß die Grande Nation irrtümlich einen Touristenflieger abgeschossen hat. Oder daß irgendwer in einer Geheimdienstzentrale die Fernsteuerung falsch bediente. Oder sonst so was. 

Erfahren werden wir's jedenfalls nie, außer es käme zu einer Revolution in Europa samt Neuauflage eines Nürnberger Tribunals — über die jetzt real agierenden Politruks. Wobei die Erfahrungen mit dem ersten Nürnberger Tribunal (bei dem bekanntlich deutsche Angeklagte auch als Täter des Katyn-Massakers verurteilt wurden) nicht dazu berechtigen, eine Neuauflage für erfolgversprechend zu halten ...

Wir leben in spannenden Zeiten, fürwahr! Was bekanntlich im Chinesischen als Fluch verwendet wird.

Dienstag, 24. März 2015

»Schweden: Die Vergewaltigungsmetropole des Westens«

... betitelt sich ein aufschlußreicher Artikel über eine skandinavische Form des Rinderwahnsinns, welche volkstümlich auch unter diversen Bezeichnungen wie »political correctness«, »Feminismus« und »Multikuli« bekannt ist:
40 Jahre nachdem das schwedische Parlament einstimmig beschloss, das vormals homogene Schweden in ein multikulturelles Land umzuwandeln, haben Gewaltverbrechen um 300 Prozent und Vergewaltigungen um 1472 Prozent zugenommen. Schweden ist inzwischen an Nummer zwei der Länder mit der höchsten Rate an Vergewaltigungen und wird nur von dem im südlichen Afrika gelegenen Lesotho übertroffen.
Bezeichnenderweise erwähnen die Berichte nicht die Herkunft der Vergewaltiger. Darüber hinaus muss man wissen, dass Einwanderer der zweiten Generation als Schweden gezählt werden.
In erstaunlich vielen Fällen haben die schwedischen Gerichte Sympathien für die Vergewaltiger gezeigt und Verdächtige freigesprochen, die behaupteten, ein Mädchen habe Sex mit sechs, sieben oder acht Männern haben wollen.
Der Internetradiosender Granskning Sverige hat einmal die Mainstreamzeitungen Aftonposten und Expressen angerufen und gefragt, warum sie Täter als "schwedische Männer" bezeichnet hatten, obwohl es sich in Wirklichkeit um Somalier ohne schwedische Staatsangehörigkeit handelte. Die Journalisten zeigten sich zutiefst beleidigt, als sie gefragt wurden, ob sie irgendeine Verantwortung fühlten, schwedische Frauen zu warnen, sich von bestimmten Männern fernzuhalten. Einer der Journalisten fragte, warum das in seiner Verantwortung liegen solle.
(Hier weiterlesen)
Nun nährt ja schon ein gelegentliches Ansehen von Wallander-Krimis den Verdacht, daß Schweden einen an der Waffel haben — aber die im obigen Artikel geschilderten Vorgänge lassen selbst bei im Umgang mit Vollidioten geschulten Sonderschulpädagogen alle Alarmglocken läuten. Besonders, wenn man dann noch folgendes pittoreske Detail aus der schwedischen Jurisprudenz erfährt:
Im Zusammenhang mit den vielen Vergewaltigungen, die auf dem Kairoer Tahrir-Platz während des "arabischen Frühlings" verübt wurden, rief Michael Hess, ein Kommunalpolitiker der Schweden-Demokratischen Partei, die schwedischen Journalisten dazu auf, sich mit der Sicht des Islams auf Frauen vertraut zu machen. Hess schrieb: "Wann werdet ihr Journalisten begreifen, dass das Vergewaltigen und Misshandeln von Frauen, die sich weigern, islamischen Lehren zu gehorchen, tief in der Kultur des Islam verwurzelt ist. Es gibt eine enge Verbindung zwischen den in Schweden verübten Vergewaltigungen und der Zahl der Einwanderer aus den MENA-Ländern [Middle East and North Africa]."
Diese Bemerkung brachte Hess eine Anklage wegen "Verunglimpfung ethnischer Gruppen" [hets mot folkgrupp] ein, was in Schweden eine Straftat ist. Im Mai vergangenen Jahres wurde er zu einer Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe verurteilt – die Strafe wurde deshalb auf Bewährung erlassen, weil er nicht vorbestraft war. Gegen das Urteil wurde vor einer höheren Instanz Berufung eingelegt.
Michael Hess hat viele Jahre lang in muslimischen Ländern gelebt und ist mit dem Islam und seiner Sicht auf Frauen sehr gut vertraut. Während des Prozesses legte er Beweise dafür vor, wie das Gesetz der Scharia mit Vergewaltigung verfährt, und Statistiken, um zu zeigen, dass Muslime bei Vergewaltigungen in Schweden unter den Tätern stark überrepräsentiert sind. Das Gericht urteilte jedoch, dass Tatsachen irrelevant seien:
"Das Gericht [Tingsrätten] merkt an, dass die Frage, ob die Behauptungen von Michael Hess wahr sind oder Michael Hess als wahr erscheinen, für diesen Fall nicht von Bedeutung sind. Michael Hess' Äußerungen müssen nach ihrem Zeitpunkt und ihrem Zusammenhang beurteilt werden … Zum Zeitpunkt des Vergehens bezog sich Michael Hess weder auf bekannte Forschungen noch auf islamische Quellen. Erst im Zusammenhang mit seiner Anklage versuchte Michael Hess Studien und religiöse Schriften zu finden, die ihn unterstützen. Das Gericht stellt darum fest, dass Michael Hess' Äußerungen offensichtlich nicht Teil einer sachlichen [saklig] oder verlässlichen [vederhäftig] Diskussion waren. Michael Hess' Äußerungen müssen deshalb als ein Ausdruck der Geringschätzung gegenüber Einwanderern mit islamischem Glauben betrachtet werden."
Tatsachen sind irrelevant. Wie läßt Christian Morgenstern doch seinen Palmström so treffend schlußfolgern?
Weil, so schließt er messerscharf,
nicht sein kann, was nicht sein darf.

Corriger la fortune à la Suède, kann man da nur sagen. Irgendwie — und hier kann sich LePenseur eines Entgleisens in vulgärsprachliche Wendungen nicht enthalten, pardon! — verdienen diese radikal-feministischen Klemmvotzen (mitsamt ihren intimrasierten Sitzpinklern) es nicht anders, als von einer Gang von Musel-Männern rudelgebumst zu werden ...

Montag, 23. März 2015

»»Müssen Islam historisch-kritisch untersuchen««

Der Koran ist ein unerforschtes Buch, erklärt Adorján Kovács. Doch die zeitgenössische Islamwissenschaft tut wenig dazu, diesen Zustand zu ändern. Sie behindert die freie Forschung.

FreieWelt.net: Heutzutage wird wieder viel über den Islam geredet. Doch was wissen wir überhaupt über ihn?

Adorján Kovács: Da darf ich gleich etwas weiter ausholen. Wenn Sie mit »wir« Muslime und Nichtmuslime meinen, aber unter »Wissen« das von der kritischen Vernunft Erkannte, muss ich sagen: offiziell sehr viel Falsches, wirklich Gesichertes aber viel, viel weniger. Es gibt ja eine Unmenge an Literatur. Doch ist es sehr widersprüchlich, je nachdem, wem man Gehör schenkt oder was man unter Islam versteht: Islam als Identität, als politische Ideologie, als Glaube?

Schauen wir zunächst einmal auf das, was gläubige Muslime selbst über den Islam erzählen; man kann das heute im Internet zum Beispiel auf islam.de, der Webseite des Zentralrats der Muslime, nachlesen. Das ist fast immer ein, wenn ich so sagen darf, ziemlich unreflektiertes Narrativ; man liest die immer gleichen heiligen Geschichten. Da fällt zum Beispiel sofort auf, dass man angeblich über fast jeden Tag und sämtliche Verwandten und Bekannten im Leben des islamischen Propheten, also einer Person der Spätantike, Bescheid wissen will und das für historische Tatsachen hält. Außerdem fällt ein das gesamte private und öffentliche Leben durchsetzendes Regelsystem einer Gesetzesreligion auf, das Vorschriften bei Aktienerwerb und Leasing macht und auf Nasenbluten oder Kosmetika im Ramadan eingeht. Für Muslime ist also in fast naiver Weise alles klar und eindeutig – aber nur weil Entstehung und Regelsystem so gut wie nicht hinterfragt werden. Das sollte aber für einen modern denkenden Menschen kein akzeptabler religiöser Zugang mehr sein.
(Hier weiterlesen)
Ein aufschlußreicher Text, für den wir Prof. Kovács nur herzlich danken können — und ihm wünschen, daß er ihn überlebt. Nein, nicht der Text Prof. Kovásc (das wird er sicher), sondern ... na, Sie wissen schon ...