Samstag, 28. Mai 2016

I Vote Against You

Pat Condell in gewohnter Qualität! Nur einen kleinen lapsus habe ich an seiner eloquenten Streitrede zu bemängeln: er verwechselt democracy mit freedom (oder liberty), obwohl er genau letztere meint. »Demokratisch« kann auch eine Mehrheit von durch Wahlgeschenke bestochenen Sozen jede Freiheit zur Farce machen! Was Condell eigentlich will ist nicht democracy, sondern das, was man auf englisch rule of law nennt*). Also so ziemlich das exakte Gegenteil des bevormundenden, rechtspositivistisch immer bevormundenderen Maßnahmenstaates, den uns die Sozen und andere Etatisten seit Jahrzehnten als Mühlstein um, und als Knebel in unseren Hals verpassen.





*) man lese darüber z.B. F.A. v. Hayek, Die Verfassung der Freiheit.


Können die Blauen eigentlich Wirtschaft?

... fragt sich DiePresse, näherhin Christian Ortner als ihr Kolumnist. Kurze Gegenfrage: können's die Roten? Oder die Schwarzen? Oder die Grü...  okay, okay, hören wir auf, bevor es endgültig lächerlich wird ...

Anton Reicha

... (bisweilen auch Antonín Rejcha geschrieben) kommt langsam wieder ein wenig in Mode. Und das völlig zu recht, denn seine Musik ist nicht bloß eingängig, sondern beeindruckt zugleich teilweise durch eine Kühnheit und Originalität, wie sie bei seinen im nachklassischen Brackwasser dahindümpelnden Zeitgenossen eher selten gefunden werden!

Man nehme nur seine Symphonie Nr. 3 in F-dur aus dem Jahre 1808 (zur Einordnung: zeitgleich komponierte auch Beethoven, ebenso in F-Dur, seine Symphonie Nr. 6, die »Pastorale«):


Besonders hervorragend sind seine (oft für höchst originelle Ensembles geschriebenen) Kammermusik- Werke, wie z.B. auch sein Oktett in Es-Dur, op. 96:


Originell auch seine 12 Trios für 2 Hörner und Fagott (hier verbindet sich für LePenseur die Romantik des Waldhorns mit dem trockenen Sarkasmus des Fagotts zu einer bestechenden Mixtur und spiegelt solcherart wohl die beiden Seelen in der Brust des Blogautors ...):


Doch kehren wir zu seinem bemerkenswerten symphonischen Schaffen zurück mit seiner Symphonie in f-moll:


... zu welche sich auf Youtube die folgende interessante biographisch-musikhistorische Notiz findet:
Antonin Reicha was a Bohemian-born, later naturalized French composer of music very much in the German style. A contemporary and lifelong friend of Beethoven, he is now best remembered for his substantial early contributions to the wind quintet literature and his role as teacher of pupils including Franz Liszt and Hector Berlioz. He was also an accomplished theorist, and wrote several treatises on various aspects of composition. Some of his theoretical work dealt with experimental methods of composition, which he applied in a variety of works such as fugues and études for piano and string quartet. None of the advanced ideas he advocated in the most radical of his music and writings (not used in the 25 great wind quintets), including polyrhythm, polytonality and microtonal music, were accepted or employed by nineteenth-century composers. Due to Reicha's unwillingness to have his music published (like Michael Haydn before him), he fell into obscurity soon after his death and his life and work have yet to be intensively studied.
Manches (nicht alles!), was Sie über Reicha immer wissen wollten und sich nicht zu fragen getrauten, findet sich auf Wikipedia. Heute vor 180 Jahren ist er in Paris verstorben ...

Freitag, 27. Mai 2016

Auf zu neuen Ufern


(Salzbuger Nachrichten)

Brexit





Donnerstag, 26. Mai 2016

Verba docent, exempla trahunt!


Anhebender 23. Mai 2016
Leser *** versüßt mir meinen traditionell ungesüßten Morgenkaffee mit dem Hinweis, dass der bedeutende Spiegel online-Faschismusdetektor und Willkommensspießer G. Diez auf Facebook inseriert ...
(Hier weiterlesen)
Klonovsky vom Feinsten!

«Das Erfolgsmodell Österreich ist barocke Fassade, hinter der die Balken morsch sind.»

Wie gewohnt ein kluger Kommentar von Rahim Taghizadegan zur derzeitigen Situation Österreichs:
Mit der Präsidentschaftswahl schrammte die österreichische Nachkriegsordnung nicht an ihrem Ende vorbei, sondern weil diese Ordnung auf der Kippe steht, war die Wahl so knapp. Österreich erscheint dieser Tage wieder einmal als die kleine Welt, in der die grosse ihre Probe hält. Die dominanten Deutungen sehen Abstiegsängste in einem der wohlhabendsten Länder als Nährboden eines demokratiebedrohenden Extremismus – und führen in die Irre.
 Leseempfehlung!

Die Fleißkärtchen, die es dafür gibt sind mit dem Blut der verfolgten Christen gedruckt.

Starker Satz eines Bloggers zu den Auslassungen des ZdK-Laienfunktionärspräsidenten Sternberg in einem lesenswerten Artikel:
Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr. Wie die „Welt“ berichtete, lehnt das „ZdK“ eine getrennte Unterbringung von Christen und Muslimen in Flüchtlingsheimen ab. Der Präsident der Laienfunktionäre, Thomas Sternberg, warnte im Gespräch mit der Zeitung vor einem „verheerenden Signal“. Er vertrat die Ansicht, wenn man Flüchtlinge „nach Religion getrennt unterbrächte, würde man dem Eindruck Vorschub leisten, wir seien nicht fähig zur friedlichen Koexistenz“.

Nach einem ersten Moment der Sprachlosigkeit ob solcher mitbrüderlicher Kaltschnäuzigkeit des Vorsitzenden des von der DBK anerkannten Laienorganisation in Deutschland, war die Wut zu bekämpfen. Er möge sich doch, ist man zu raten versucht, ein Kreuz um den Hals hängen und mal für ein paar Tage in eine solche Einrichtung ziehen.
Der Artikel schließt mit der Feststellung: Es fällt schwer, den Ekel, der einen dabei befällt in Worte zu kleiden, die nicht justiziabel sind. Das freilich ist ein Zustand, den man bei medialen Verlautbarung der "veröffentlichten Meinung" heute fast ständig hat: so circa Stärke 9-10 auf der nach oben offenen Liebermann-Skala ...

Mittwoch, 25. Mai 2016

Zeitlose Wahrheiten ...




... aktuell wie nie.


------------------------------------


P.S.: Poster "kennerderlage" hinterließ einen interessanten Link, der m.E. nicht einfach im Orkus eines Kommentarthreads verschwinden sollte. Vielleicht liest ihn ja doch einer, der damit was anfangen kann.

Das unerträgliche, süffisante linke Grinsen

einer Glawischnig widme ich all jenen ÖVPlern und Kirchgängern die wider besseres Wissen VdB gewählt haben. 


Schrieb ein Kommentarposter bei Unterberger. LePenseur schließt sich dieser Widmung gerne an, und schreibt sie noch einer Reihe anderer, die glaubten, einen Hofer à tout prix verhindern zu müssen, ins Stammbuch.  Besonders ins Stammbüchlein jener situationselastisch reagierenden Kirchenamöben in purpur und violett. Und natürlich ganz besonders jenen Klosterschwestern, die den Befürworter der Abtreibung auf Krankenschein wählen zu müssen meinten (wie Glawischnig zu berichten wußte) ...

Wohl bekomm's, Messieurs-dames! Besonders auch den letzteren, welchen LePenseur gerne auch noch einen Kommentar von Kollegin Nattl auf Ortner-Online zur gefl. Kenntnis bringt:
Statement einer Frau zum weiblichen Verhalten? Bittesehr:

Viele Frauen entscheiden nicht mit Hirn sondern mit Herz oder nach Gefühl. Vielen Frauen ist leider auch nicht das logische Denken in den Schoß gelegt, sie sind „aus“gebildet, aber nicht „ge“bildet.

Warum uns die halbe Islamische Welt gerade über den Tisch wirft und von hinten in den Arsch fickt, ist zu großen Teilen der Tatsache geschuldet, dass die Frauen in den letzten 40 Jahren der westlichen Politik eine weibliche Note verliehen haben. Nur… ein verweiblichter Westen ist in einer Welt der Machos und Patriarchen nur eines: die Gefickte.

Ausnahmefrauen wie Maggie Thatcher oder Ayn Rand sind leider nur Ausnahmen.
Also, liebe Frauen und Sissy-Luschen: nicht aufregen, wenn's so kommt, wie ihr doch offenbar wolltet. Lean back and enjoy ...


Das ging ja flott!

Van der Bellen: Kein Regierungsbildungs-Auftrag für FPÖ

Alexander van der Bellen sieht es nicht "im Interesse Österreichs, sich von der Union abzunabeln."
Alexander van der Bellen sieht es nicht "im Interesse Österreichs, sich von der Union abzunabeln." / Bild: APA/AFP/JOE KLAMAR 
Der designierte Bundespräsident kritisiert im Interview mit den ARD- Tagesthemen den "EU-feindlichen" Kurs der FPÖ gibt Kanzler Kern einen Vertrauensvorschuss.
 (DiePresse.com

Einen Tag nach seinem Wahlsieg hat der künftige Bundespräsident Alexander Van der Bellen internationale Medientermine absolviert. Gegenüber der ARD hat er sein Nein zu einem Bundeskanzler Heinz-Christian Strache bekräftigt. Er werde der FPÖ nicht den Auftrag zur Regierungsbildung geben, sagte Van der Bellen in einem Interview mit den ARD-Tagesthemen, das im Voraus auf deren Internetseite veröffentlicht wurde.
So schnell die Maske fallen zu lassen, Herr Professor, war zumindest taktisch unklug! Einen Tag nach der beschworenen Versöhnlichkeit und Gesprächsbereitschaft den Knüppel rauszuholen und gegen die FPÖ zu hetzen (deren Kandidat immerhin fast gleichviel, und ohne die dringend zu vermutenden Wahlfälschungen von linker Seite vielleicht sogar mehr Stimmen erhalten hat), das wird beim Wähler nicht eben gut ankommen.

Sollte eine Wahlanfechtung nicht stattfinden oder sich die Fälschungen nicht erweisen lassen (was dann vielleicht auch am mangelnden Eifer der Justiz gelegen sein könnte ...), mag Van der Bellen legal als Bundespräsident amtieren. Ob auch legitim, das darf hingegen seit seinen gestrigen Auslassungen, noch dazu gegenüber Auslandsmedien, bezweifelt werden. Doch er kann versichert sein: es wird in der Realpolitik Mittel und Wege geben, bspw. nach einem Brexit, einem Zerbrechen der Euro-Zone oder einem weiteren Jahr ungezügelt einflutender Invasorenbanden aus Afrika, dem Kaukasus und Nahost, seine jetzigen markigen Worte zu Makulatur zu machen, und ihn auf jenes staatsnotarielle Amtsverständnis zu reduzieren, das ihn nicht als folgsamer Satrap Brüssels (und der Bilderberger) gegen die Interessen Österreichs agieren läßt.

Auch wenn seine Physiognomie Assoziationen an einen alten Tiger erwecken mag, möge er bedenken, daß viele ungestüm losspringende Tiger danach als Bettvorleger geendet haben. Was sich angesichts der bei ihm jetzt bereits deutlich erkennbaren Alterdefizienzen (wohlgemerkt, um keine Mißdeutungen aufkommen zu lassen!) ganz ohne Kugel oder sonstige Gewaltanwendung bewerkstelligen lassen wird.

Schon Klestil (und der war immerhin mit einem gewaltigen Vorsprung, nämlich fast doppelt so viel Stimmen wie sämtliche Gegenkandidaten zusammengenommen, gewählt worden) hat sich an dieser Kraftmeierei blamabel überhoben. Und dem grünen Professore wird's dabei nicht anders gehen. Wetten wir...?

Dienstag, 24. Mai 2016

Wenn mediale Drehbuchschreiber

... nunmehr ihre Skripte nicht nur für Filme, sondern fortan auch für Wahlen anbieten – einhergehend mit Finale und überraschendem Sieg des vermeintlich Guten – so ist es wohl ein Grund mehr, dem Kino fernzubleiben; das tosende Hornsignal der Quantitätsmedien mit ihrer Erzählung vom Kampf gegen den Fenriswolf erscheint eher als laienhaft-pathetisch und stellt den schlechtesten Sandalenfilm in den Schatten.
Schreibt Marco Gallina auf seinem lesenwerten Blog.

»New Deal? Ein Ende von laissez faire und Selbstbetrug«

… betitelt sich ein ausgezeichneter Artikel von Martina Salomon im »Kurier« (Martina Salomon, die einst »DiePresse« zierte, ist jetzt im »Kurier« einfach einsame Spitze! Und, leider, »einsame« …):
Wenn wir schon gerade dank des neuen Kanzlers so viel über Neuaufbruch reden: Der ist in noch viel, viel mehr Bereichen nötig, als in den schönen Reden der vergangenen Tage angeklungen.

Schleichend haben wir uns an eine Art der "Gemütlichkeit" gewöhnt, die mittlerweile ganz schön ungemütlich geworden ist: Schulabsolventen, die halbe Analphabeten sind (ein Drittel kann nicht sinnerfassend lesen); explodierende Zahlen bei den Mindest-sicherungsempfängern; beinahe täglich Meldungen über Bandenkriege mitten in Wien; ein gewalttätiger, illegal hier lebender Psychopath, den man gewähren ließ, bis er eine Frau erschlug. Und während die Justiz seit knapp zehn Jahren akribisch (und bisher vergeblich) mit der Aufarbeitung blauer Wirtschaftsskandale beschäftigt ist, schaut sie milde über dubiose aktuelle Fälle hinweg, vor allem im Bausektor. Stichwort Semmelweisklinik: Ein Teil des wertvollen Areals in Wien-Währing wurde viel zu billig an einen gewerkschaftsnahen Bauträger verkauft. Ist hier alles mit rechten Dingen zugegangen?
(Hier weiterlesen)
Dem salomonischen Befund ist weitgehend zuzustimmen. In einigen Details unterscheidet sich LePenseurs Ansicht von der Martina Salomons — aber so ist halt das Leben.

Von angeblich noch zu »absurd lahmen Gesetzen bei Drogendelikten« hält der Libertäre LePenseur bspw. wenig bis nichts: Schutz von Minderjährigen, na gut, okay … aber wenn Erwachsene fixend und koksend den Darwin Award anpeilen — deren Problem, nicht meines! Ich bitte mir nur aus, derlei Idioten im Rinnstein liegenzulassen (und ggf. wegen Stadtstreicherei — denn dieses Delikt wieder einzuführen wäre wirklich ein Gebot unserer Tage! — in ein ebenso wieder einzuführendes »Arbeits- haus« zu verbringen), und nicht auf Steuerkosten zu »therapieren« und durch »Substitutions-therapien« einen Parallel-Drogenhandel mit Substitutionsdrogen zu begünstigen (wer jemals die Karlsplatzpassage oder Stationen der U6 betreten hat, wurde sicher schon mit der Frage »Brauchst’ a Substi?« konfrontiert, mit der v.a. offensichtlich süchtige Burschen sich die Moneten für was »Echtes« verschaffen wollen. Leidlich hübschen Mädels steht ja noch der Weg in die Beschaffungsprostitution offen ...).

Aber sonst und überhaupt: Leseempfehlung! Wo bei Kurier-Artikeln »Salomon« draufsteht, pflegt auch ein gerüttelt Maß an Weisheit drin zu sein!

Über den verzweifelten Versuch, den Elefanten zu übersehen

... könnte man in der Berichterstattung unserer Medien jederzeit blogfüllend etwas schreiben, selten jedoch wurde dieser Versuch so eklatant verzweifelt unternommen wie heute in der Presse:

Das blaue Wiener Waterloo

Walkampf-Abschluss des FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer am Viktor Adler Markt am vergangenen Freitag.
Walkampf-Abschluss des FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer am Viktor Adler Markt am vergangenen Freitag. / Bild: REUTERS 

Mit 63,32 Prozent ist die Bundeshauptstadt nun Van-der Bellen-Land und hat wesentlich zu seinem Sieg beigetragen. Die FPÖ scheiterte hier mit nur 36,68 Prozent.
 (DiePresse.com)

Wien. Eine grüne Karte mit einem einsamen blauen Tupfen. „Ich hätte mir schon erwartet, dass Hofer in mehreren Bezirken vorne liegen würde“, sagt der Bezirksvorsteher von Simmering, Paul Stadler. Der einzig blau regierte Bezirk ist auch der einzige, in dem Norbert Hofer reüssieren konnte. Im ersten Wahlgang hatte Alexander Van der Bellen in Wien nur knapp gesiegt, die FPÖ konnte fünf (große) Bezirke gewinnen.

Seit Sonntag ist Wien nun eindeutig Van-der-Bellen-Land, die FPÖ hat eine krachende Niederlage erlitten. Warum? Fünf Thesen:
(Hier weiterlesen)
Hier die fünf Thesen in Kurzform:
1. Protest war gestern: Werner Faymann ist weg, Christian Kern da.
2. Progressive Großstadt: Wer „städtisch“ sagt, meint oft: gesellschaftspolitisch liberal.
3. Rote Schützenhilfe. Die Wiener SPÖ-Stimmen waren das größte Reservoir für Van der Bellen.
4. Bürger-PR: In Wien sei eine „Grassrootsbewegung“ gelungen (so die GrünInnen)
5. Eigentor Elite-Bashing. Nun ist in Städten der Akademikeranteil generell höher.

Aha. Nur auf die sechste These ... tja, auf die hat DiePresse leider "vergessen". Darf man daran erinnern? Man darf:
Punktuelle Unterschiede zeigten sich im Wahlverhalten nach dem Migrationshintergrund (hier definiert als: Befragter oder zumindest ein Elternteil ist im Ausland geboren). Während Befragte mit Migrations-hintergrund überdurchschnittlich oft die SPÖ und die Grünen wählten, stimmten Personen ohne Migrationshintergrund stärker für die FPÖ.
... schrieb das besonderer FPÖ-Nähe denkmöglich unverdächtige ISA-SORA-Institut in seiner Analyse der Wiener Landtags- und Gemeinderatswahl im Herbst 2015. Diese Faktenlage wird sich im letzten halben Jahr nicht wesentlich geändert haben.

Mit einem Wort: in Wien mit einem Wähleranteil an früheren Ausländern > 20% ist die Überfremdung Österreichs bereits wahlentscheidend und (vermutlich) irreversibel.

Viel Spaß, liebe BoBos in der von euch so geliebten MultiKulti-Stadt Wien! Wenn einmal der Muezzin ruft und die Sittenwächter zuschlagen, weil die Freundin ein zu knappes T-Shirt trägt, werdet ihr euch dezent bimmelnde Kirchenglocken und raunzende, dafür aber nicht schlägernde und messerstechende Österreicher zurückwünschen ...

Montag, 23. Mai 2016

Heute vor 25 Jahren

... verstarb in Positano (wo er seit 1968 gelebt hatte) einer der wohl größten Pianisten des 20. Jahrhunderts: Wilhelm Kempff. Als Interpret von Beethoven und Schubert kannte (und kennt) man ihn selbstverständlich. Aber Goldbergvariationen ...? Aber ja, und wie! Die Bilder des Videos sind ... ähm ... gewöhnungsbedürftig ...


Doch kehren wir zu für Kempff üblicheren musikalischen Gefilden zurück! Zu der in ihrer Leichtigkeit und klassischen Zurückhaltung herausragenden Interpretation von Beethovens sogen. Frühlingssonate op. 24 (mit Wolfgang Schneiderhan):


Auch eine meiner Lieblings-Sonaten von Beethoven, die Nr. 18 in Es-Dur, op. 31 Nr. 3, wird von ihm mit seiner charakteristischen Noblesse und Zurückhaltung gespielt:

 
Sicherlich: ein Friedrich Gulda hat diese Sonate schneller gespielt, virtuoser hingedonnert ... aber auch schöner?

War Kempff auch zeitlebens v.a. als Beethoven-Spezialist angesehen und begehrt, so sind es doch v.a. seine Schubert-Interpretationen, die LePenseurs Herz gewannen, wie z.B. diese hier:


Oder die hier, wohl weit weniger bekannt als die vorige, aber deshalb nicht weniger schön in Kempffs Meisterinterpretation:


Seitdem LePenseur diese Platte (jawohl, noch Vinyl ...) eines verregneten Sommers (eines britischen Sommers ...'nough said ...) in die Hände kam, liebt er Schubert in der Wiedergabe durch Kempff (anders als Heidegger, der ihm damals ebenfalls in die Hände geriet) ...

Doch zurück zu jenem Komponisten, mit dem man Wilhelm Kampffs Namen bis heute am meisten verbindet: Beethoven. Eine der wenigen Videoaufnahmen zeigt ihn mit Szeryng und Hölscher bei der Probe des Trios op. 1 Nr. 3:


(Hier noch Teil 2 und Teil 3 dieser raren Filmaufnahme gleich dreier großer Meister ihrer Instrumente)

Eine Videoaufnahme mit Beethovens Mondschein-Sonate, von einem erkennbar hochbetagten Wilhelm Kempff gespielt:


Um einiges früher entstand diese kurze, leicht hingetupfte, elegante Filmaufnahme von Beethovens Rondo in G-Dur, op. 51, Nr. 2 für den kanadischen Rundfunk.

Aber zum Abschied noch ein Ausflug Kempffs in für ihn weniger typisches Terrain, nämlich zu Chopin. Und man kann wahrlich nicht sagen, daß er bei diesem Ausritt weniger sattelfest wäre:


Daß er auch Komponist war (und wirklich gar kein schlechter!), ging in der regen Nachfrage nach seiner pianistischen Meisterschaft leider weitgehend unter (daß seine bekannteste Sonate, die Klaviersonate in g-moll, die Opuszahl 47 mit Beethovens berühmter Kreutzersonate und, übrigens, auch mit der obigen Ballade Nr. 3, teilt, macht ihre Auffindbarkeit bei Youtube auch nicht leichter) ...

Seine Bücher (Unter dem Zimbelstern. Jugenderinnerungen eines Pianisten und Was ich hörte, was ich sah: Reisebilder eines Pianisten) sind so flüssig geschrieben, wie sie amüsant und mit Belehrung zu lesen sind.

Ein ganz großer Künstler, der vor fünfundzwanzig Jahren hochbetagt aus dieser Welt geschieden ist ...

Ein knappe Mehrheit der Österreicher

... (sofern man dem verkündeten Ergebnis Glauben schenken soll) will offenbar eine Satrapie Brüssels sein. Will lieber nicht aufbegehren, weil das zu gefährlich, zu unbequem oder sonstwie nicht förderlich für die Karriere ist. Denkt sich: "Nach uns die Sintflut" oder "Meine Pension ist ja noch sicher" ...

Andreas Tögel hat es auf Ortner-Online heute früh schon recht treffend charakterisiert:
Van der Bellen steht als Kandidat – wie kein anderer – für das etablierte System. Er ist ein bedingungslos EU-gläubiger Zentralist, ein Mann der (nicht nur in Deutschland gescheiterten) Willkommenskultur, ein in der Wolle gefärbter Linker wie er im Buche steht. Alle – wirklich alle – relevanten Kräfte des Landes, die am Erhalt des maroden Status quo interessiert sind, haben sich im Laufe des Wahlkampfs auf seine Seite geschlagen. Eine derartige Koalition aus Gewerkschaftern, gegenwärtigen und ehe- maligen Parteigranden von Rot und Schwarz, Spitzenrepräsentanten der Kirchen-organisationen, Wirtschaftskämmerern, Funktionären der Industriellenvereinigung, Künstlern und Intellektuellen, hat Österreich niemals zuvor gesehen.
Die Diagnose ist zutreffend, wie gesagt. Nur Tögels Optimismus über die Zukunft kann ich nicht teilen:
Macht Van der Bellen das Rennen, bleibt dem Establishment der Trost, es noch einmal – vielleicht das letzte Mal – „geschafft“ zu haben und seinen Kurs weiterhin unbeirrt fortsetzen zu können. Zwei Jahre bleiben bis zur nächsten Wahl auf Bundesebene. Bis dahin wird auf der europäischen Bühne mit Sicherheit einiges passieren, was zu einer weiteren Stärkung der „Rechtspopulisten“ führen wird. Dann wird sich zeigen, ob der Grüne in der Hofburg es tatsächlich schafft, eine Dreierkoalition von Wahlverlierern (SPÖ und ÖVP werden dann eine der beiden anderen Linksparteien benötigen, um eine absolute Mehrheit im Nationalrat zustande zu bringen) zu installieren – die dann möglicherweise als Wegbereiter einer absoluten Mehrheit der „Rechtspopulisten“ bei der nächsten Bundeswahl fungiert. 
Van der Bellen wird ganz selbstverständlich und mit tiefster innerer Begeisterung eine Afghanistan-Koalition auch nur mit einer einzigen Stimme Mehrheit im Nationalrat angeloben, und wenn sich das immer noch nicht ausgehen sollte, mit den pinken Sockenpuppen des Herrn Haselsteiner dazu. Alles ist recht, was nicht "rechts" ist (und daher u.U. gefährlich für das Weiterschmarotzen und Umvolken).

Andererseits: ein Wahlsieg mit einem derartig geringen Vorsprung auf den Gegner könnte man einem Hofer nicht wirklich gewünscht haben. Insoferne also: wünschen wir diesem Van der Bellen viel Spaß, von beinahe der Hälfte der Wähler (oder, wenn wir von der plausiblen Annahme ausgehen, daß diesem Wahlsieg in den rot dominierten Städten entscheidend "nachgeholfen" wurde: von mehr als der Hälfte der Wähler) nicht hinreichend geschätzt zu werden, als daß sie ihm das Präsidentenamt zugetraut hätten.

Lassen wir den nun angeblich mit knapper Mehrheit Gewählten unser Mißtrauen und unsere Verachtung fühlen: nein, nicht unseren Haß ... das ist einerseits kontraproduktiv, und außerdem reicht es gegenüber solchen Figuren dazu einfach nicht. Verachtung gegenüber einem Opportunisten und linken Gutmenschen ist völlig ausreichend.

Als ich vor einigen Jahren gefragt wurde, ob ich aus Heinz Fischers Händen eine Auszeichnung entgegennehmen würde, winkte ich dankend ab und erklärte sinngemäß: eine Auszeichnung sei nur dann eine, wenn man sich dadurch auch ausgezeichnet fühle. Und bei einem Fischer käme ich mir bestenfalls "gezeichnet" vor. Zum Glück werde ich nicht in die Verlegenheit kommen, dies einem Kabinettskanzlei-Lakaien des jetzt angeblich gewählten Herrn Van der Bellen erklären zu müssen ...

Österreich war (entgegen dem bekannten Zitat) diesmal keine kleine Welt, in der die große ihre Probe hält, sondern einfach feig. In der Hoffnung, von Brüssel weiter gemocht zu werden, und "Flüchtlinge" weiter nach Merkelstan durchschicken zu können. Und mit Lippizanern, Schnitzel, Sachertorte, Pepi Strauß und Sozialpartnerschaft ein lebenswertes Fleckerl Erde zu bleiben, auf dem man mit ein bisserl Einschleimen beim DITIB-Imam noch weiterhin (unauffällig, versteht sich!) zum Heurigen gehen darf, ohne von "Sittenwächtern" krankenhausreif geprügelt zu werden.

Ich bin nun einiges jünger als der nunmehr angeblich Gewählte, und habe daher (rein statistisch) gute Chancen, das Ende seiner Amtszeit zu erleben. Zwölf Jahre (und das wäre das Maximum, das unsere Verfassung hergibt) sind für jedes Land überlebbar. Das hat seinerzeit sogar Deutschland geschafft. Sogar unter Bomben und Granaten. Wir werden diesen Van der Bellen daher wohl ebenso überleben. Auch ohne Bomben. 

Und nochmals: Viel Spaß beim Amtieren, Herr Professor!

Beruhigend zu wissen ...

Wahlkarte / Bild: (c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)

Was ist dran an der Wahlkartenverschwörung?

Die FPÖ droht mit einer Anfechtung der Wahl. Eine Panne des Innenministeriums befeuert Fälschungs-Gerüchte. Es gibt aber keinerlei Hinweise auf zentrale Manipulation, eine dezentrale ist zumindest denkbar. (DiePresse)


Na, Glück, das wir haben ... denken dürfen wir noch! Und daß Wahlmanipulationen nicht zentral (also in einem Schreibtisch des Ministeriums f. Staatssicherheit), sondern nur dezentral (im Fall des Sieges von Van der Bellen vermutlich gaaanz zufällig in Wien und einigen größeren Landeshaupt-städten ...) über die Bühne gehen, ist doch ein Beweis für einen wie geschmiert funktionierenden Föderalismus, nicht wahr ...? 

In den Zeitungen orientieren sich die Journaillisten schnell auf das neue Machtgefüge um, und fallen bereits über die FPÖ her, weil diese es wagt, die Wahl als noch nicht entschieden anzusehen und Anfechtungen ankündigt. solche Spielverderber! Seltsam nur, daß der nun alles andere als FPÖ-nahe Präsident des Verfassungsgerichtshofes sich wie folgt äußerte:
Verfassungsgerichtshof-Präsident Gerhart Holzinger tritt dafür ein, dass alle Wahlkarten noch am Wahlabend ausgezählt werden. "Wir sollten hier künftig kein Vakuum zulassen", erklärte er am Montag. Man brauche rasche Wahlergebnisse: "Ohne Not 24 Stunden darauf zu warten, halte ich für demokratiepolitisch bedenklich."
"Dass wir heute aufgrund der Briefwahlstimmen noch nicht wissen, wer Bundespräsident ist, ist keine gute Situation", so Holzinger. Die beiden Kandidaten gingen mit "dem Umstand und der Unsicherheit gut um", lobte er Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen. "Ich finde aber, künftig sollten die Briefwahlstimmen, auch wenn es ein großer Aufwand ist, sofort nach Wahlschluss ausgezählt werden, sodass noch in der Nacht das Endergebnis vorliegen kann." Die Wahlordnung sollte daher "zumindest in einem Punkt verbessert werden".
Es wird wohl nicht bloß die Neugier sein, die den VfGH-Präsidenten zu seiner Mahnung veranlaßt. sondern das "evidence-based" Ahnen bzw. Wissen darum, daß jede Verzögerung bei der Auszählung die Wahrscheinlichkeit von Manipulationen erhöht.

Q.E.D.


Von Wahlen und Zufällen ...

Die ... ähm ... Notwendigkeit, erst auf die Auszählung einer Briefwahlermittlung warten zu müssen, um den von der EUrokratie und den GroKo-Seilschaften gewünschten Kandidaten als neuen Präsidenten Österreichs (auch unter dem Namen Bananenrepublik Ösistan bekannt) installieren zu können, hat doch einige Reaktionen im noch nicht gleichgeschalteten und durchzensurierten Internet hervorgerufen, die ich meinen Lesern nicht vorenthalten möchte:

Im "Gelben Forum" gab Poster "sensortimecom" den Hinweis auf ein Briefwahlergebnis, welches auf der Homepage des Innenministeriums veröffentlicht worden sei:
Nachtrag. Es gibt was Neues.

verfasst von sensortimecom , 22.05.2016, 21:28
(editiert von sensortimecom, 22.05.2016, 22:03)

Angeblich liegt bereits eine Endauszählung der Briefwahlstimmen vor, und zwar von der Wahlkommission, die uns die Medien (samt ORF) unterschlagen haben..
Demnach ergäbe die Auszählung dieser Wahlkartenstimmen 48,1% für Hofer, 51,9% für Van der Bellen, wobei die Gesamtzahl der Stimmen 544205 beträgt.

Siehe dazu: http://wahl16.bmi.gv.at/1605-bw_ov_0.html

(Wie man hier sieht, würde dieses Ergebnis einen völlig anderen Trend in den Briefwahlstimmen implizieren, als von den Prognostikern erwartet!)

Bedenkt man nun, dass das Stimmenverhältnis bei den Wahlurnen offiziell (ohne Wahlkarten-Hochrechnung!) 51,9% für Hofer, 49,1% für Van der Bellen beträgt - anderseits aber die Briefwahlstimmen nur ca. 10% der Gesamtstimmen ausmachen - so würde Hofer in der Gesamtrechnung knapp vorne bleiben.....

Besagte Seite ergibt allerdings seit gestern abend, 23:20 die Fehlermeldung "Error 404" (d.h.: Seite nicht vorhanden). Um heute 00:49 informierte Poster "Steppke" über einen bedauerlichen "Irrtum":
Daten zur Briefwahl sind falsch!

verfasst von Steppke, 23.05.2016, 00:49

Gegenüber ORF.at hieß es vom Innenministerium, dass es sich nur um einen Testlauf der endgültigen Datenvisualisierung handle, die ungeplanterweise online ging.
http://orf.at/#/stories/2340516/
Schade!
Warum nur verwundert mich das nicht ...? Nun kommt es ja vor, daß irgendwo etwas ungeplant online geht, in den fast zehn Jahren meines Blogs ist mir das auch schon drei- oder viermal passiert. Nur: ich bin im Gegensatz zum Innenministerium (mehr oder weniger) eine "one-man-show" (also nix mit "Vier-Augen-Prinzip", "Freischalt-Codes" etc.). Und ich bin jeweils nach Sekunden, oder spätestens ein, zwei Minuten draufgekommen, und habe die irrtümliche Veröffentlichung sofort rückgängig gemacht. Wenn im Innenministerium sowas "passieren" kann, ohne daß es da einen Gegencheck gibt, und das dann noch fast zwei Stunden lang online steht, dann erhöht das nicht eben mein Vertrauen in die Korrektheit der sonst auf dieser Seite veröffentlichten Daten. Und damit wären wir bereits beim (hier schon öfters als Gastkommentator aufgetretenen) Kollegen "Fragolin", der auf Ortner-Online einige sehr interessante Bemerkungen zur Wahl postete:
22. Mai 2016 - 18:13
Fragolin

Als mir vor ein paar Tagen bewusst wurde, dass VdB beim letzten Bilderberger-Treffen geladen war und Hofer nicht, habe ich auf 52:48 für VdB getippt, egal was die Österreicher wählen. Scheint als hätte ich auch da richtig gelegen.

Naja, Fakt ist, die ganze etablierte Parteienlandschaft gegen einen, da muss man sich über so einen knappen Sieg nicht freuen. Fakt ist aber auch, für die nächsten 6 Jahre haben wir eine linksfaschistische Diktatur, denn er wird (wie angekündigt) jede ihm nicht genehme Regierung, die aus der nächsten NR-Wahl hervorgeht, nicht angeloben und somit nicht in’s Amt lassen. Nur Genossen dürfen regieren, alle anderen haben – selbst wenn sie die absolute Mehrheit hätten – laut dem Europasozialisten nichts in einem Regierungsamt zu suchen. Der Spalter, Ausgrenzer und Österreichabschaffer hat, mit den linken Hetzern im Rücken, das erwartbare Ergebnis ganz im Sinne der Bilderberger und der Atlantikbrücke erreicht.

Es geht weiter wie bisher: Uns erwarten offene Grenzen, jubelnde Willkommenskultur, fortschreitende Islamisierung und steigende Migrantenkriminalität (ohne wirkliche Konsequenzen für die Täter und Inkriminierung jener Opfer, die sich zu wehren wagen) ebenso wie Radikalisierung in der gefoppten und in die Enge getriebenen autochthonen Bevölkerung. Das ist der Preis für die gesicherten Pfründe der etablierten Parteien.

Das Wahlergebnis 52:48 oder noch knapper für den Bilderberger-Kandidaten VdB nach Briefwahl war für mich deshalb schon vor Wochen der wahrscheinlichste Tipp, weil erstens bisher immer der Bilderberger-Kandidat eine Wahl zum BP oder BK gewonnen hat und jedes andere Wahlergebnis, also eine deutlichere Führung Van der Bellens vom ersten Moment an bei keinem Menschen Glaubwürdigkeit gefunden hätte. Ich habe hier schon vor Tagen gepostet, dass ich den Machthabern jegliche Tricks bis hin zu Zahlenspielerei und Wahlbetrug zutraue, um das ihnen genehme Ergebnis zu erzielen, egal, was die Leute wirklich ankreuzen. Hier eine eindeutige Stimme für ungültig erklärt, dort einem armen Pflegefall hilfreich das Kreuzerl beim Wunschkandidaten gemalt und zur Not bei der Auszählung ein kleines Hoppala hier und ein Zahlendreher da…

Was soll’s. Es wird auf jeden Fall ungemütlich, denn jetzt greifen die Linksextremen nach der Macht, legitimiert durch die Wahl eines Altmarxisten und gestärkt durch einen ungewählten Kanzler mit linkslinkem Kabinett. Während alle noch erleichtert aufatmen, dass es keinen „Rechtsruck“ gegeben hat, findet fast unbemerkt weil medial unbeachtet (Wetten, dass am Dienstag bereits eine neue Sau durchs Mediendorf getrieben wird?) ein massiver Linksruck statt. Ein Kanzler, den niemand gewählt hat, ein Kabinett aus Linksextremen und muslimischen Antisemiten, ein Präsident der jede andere Regierungsform von der Macht abkapseln würde – das ist keine Demokratie sondern reiner Faschismus. Das sehe ich wenig emotional sondern rein faktisch. Die „Antifaschisten“ werden vielleicht irgendwann aufwachen und feststellen, dass sie auf der falschen Seite gestanden haben – aber ich vermute eher nicht, denn die Dummheit hat, wie Sie so treffend festgestellt haben, die Mehrheit.

Dass ein Grüner, dessen Partei bei ihrer Gründung für Basisdemokratie und Souveränität gestanden ist, heute für die Auflösung Österreichs in einem diktatorischen Superstaatsgebilde, faktisch einen Anschluss 2.0 steht, ist da nur noch ein Treppenwitz. Wir als Betroffene und Geschädigte haben da nur leider wenig zu lachen.
Ein anderer Poster replizierte optimistisch:
22. Mai 2016 - 22:26
Johannes

van der Bellen kann Rot,Grün,zum Teil Griss-Wähler hinter sich sammeln. Soweit so schlecht. vdB wird wohl die Wahl knapp gewinnen und als Stachel im Fleisch aller künftigen Regierungen viel dazu beitragen das vernünftige Migrationspolitik unmöglich wird. Der Leidensdruck vieler war noch nicht hoch genug. Der einzige Wahlhelfer für die kommenden Nationalratswahlen wird sein das jetzt zwei Jahre grüne Politik in der Hofburg praktiziert werden wird.

Das die Fpö so viele Menschen gewinnen konnte war eigentlich die wahre Sensation. Es wird sich wenn nicht grundsätzliche Änderungen in Wirtschafts und Migrationspolitik in den nächsten zwei Jahren stattfinden gewaltig in der Wahl zum Nationalrat 2018 durchschlagen. 
... worauf Fragolin allerdings wenig trostreich entgegnete:
@Johannes 
„Es wird sich … gewaltig in der Wahl zum Nationalrat 2018 durchschlagen.“ Keine Sorge, Van der Bellen hat bereits angekündigt, keine andere Regierung als die bestehende GroKo zu akzeptieren und anzugeloben. Da können die Österreicher dann wählen was sie wollen, selbst wenn alle Tricks und Schiebereien nicht mehr funktionieren und der aggressive SA-Mob auch mit dem Abfackeln ganzer Straßenzüge keinen mehr abschreckt, sitzt die Große Veränderungsbremse fest im Sattel und würgt alles ab, was nach Machtentzug für Rot und Schwarz aussieht – zur Not mit einer Afghanistan-Koalition. Glauben Sie nicht, der hätte das aus Jux und Tollerei angekündigt, nein, das war ein Versprechen an seine „Unterstützer“.
Daß hier von machtinteressierten Kreisen am Wahlergebnis "gedreht" wird, ist auch angesichts der Tatsache, daß sowohl eine  Umfrage vom 12. Mai (für das ja nicht gerade Hofer-freundliche Medium "Österreich"), als auch - und das ist noch weit aussagekräftiger, denn da geht's ja um Geld! - die Wettbüros Hofer als klaren Favoriten sahen, recht offensichtlich.

Merkwürdig ist, daß die FPÖ (zumindest gestern am Wahlabend und bis dato) auf das "überraschend" knappe Ergebnis so verhalten reagierten. Und wer Strache und Kickl in den Interviews genauer ansah, der sah bleiche Gesichter: warum bloß? Weil eine Wahl knapp auszugehen scheint? Glaube ich nicht! Die sind alle beide Wahlprofis, die schmeißen die Nerven nicht so leicht weg ...

Eine Erklärung wäre freilich, daß man ihnen beiden (und der FPÖ als politische Kraft) über informelle Kanäle jenes sprichwörtliche "Angebot machte, das sie nicht ablehnen können" (oder doch nur um den Preis eines Begräbnisses oder eines Schauprozesses). Was mein Vertrauen in die Rechtsstaatlichkeit Österreichs (oder gar der EU) nicht gerade stärkt ...

Noch einmal kurz zum "Testlauf" - hier fragt sich Poster "FOX-NEWS" im "Gelben Forum" zurecht:
verfasst von FOX-NEWS, 23.05.2016, 08:38
> Gegenüber ORF.at hieß es vom Innenministerium, dass es sich nur um

> einen Testlauf der endgültigen Datenvisualisierung handle, die

> ungeplanterweise online ging.


Um das zu testen, muss ich die Extreme der Darstellung ausloten. Ich gebe also einem Kandidaten 99%, dem anderen 1% und ausserdem verwende ich Runde Zahlen (990'000 : 10'000 oder so.), um den Test als solchen offensichtlich zu machen.

Grüße
---
"Wir leben in einem Zeitalter der Massenverblödung, besonders der medialen Massenverblödung." (Peter Scholl-Latour)

Und in den Systemmedien wird gemauert. Und desinformiert. Ganz gezielt und geradezu unverschämt desinformiert und Propaganda gemacht, um exakt zu sein. Unter dem Titel "Nicht reformieren, nicht privatisieren, zusperren!", meint Werner Reichel:
Der ORF hat im Präsidentschaftswahlkampf alle Register gezogen und mehr oder wenig offen Wahlwerbung für Alexander Van der Bellen betrieben. Man hat gar nicht erst groß versucht, die Meldungen, Reportagen, Analysen oder Berichte als objektiv, unabhängig und äquidistant zu tarnen. Zuviel ist für den Staatsfunk auf dem Spiel gestanden. Ein blauer Bundespräsident wäre für den Staatsfunk eine Katastrophe, wo doch der ORF seit Jahrzehnten die Freiheitlichen als politisch Aussätzige behandelt und täglich in allen Formaten abwatscht. Man fürchtet sich, zu Recht oder nicht, dass sich die FPÖ, sollte sie an die Macht kommen, dafür revanchieren wird. Entsprechend motiviert waren die ORF-Journalisten um Sascha den Einzug in die Hofburg zu ermöglichen. Denn eines ist sicher, in Van der Bellen hat der ORF für sich und seine Begehrlichkeiten einen treuen Fürsprecher. Eine Hand wäscht die andere. Das ist der Deal.
(Hier weiterlesen)
Und man kann ihm darin nur schwerlich widersprechen ...

Sonntag, 22. Mai 2016

Eine interessante Seite auf der Homepage des Österreichischen Innenministeriums

(http://wahl16.bmi.gv.at/1605-bw_ov_0.html)  gibt derzeit (23:15) folgende Zahlen der Briefwahl des 2. Wahlganges an:

Österreich (Briefwahl), kumuliertes Ergebnis (117 von 117 Gebieten), vorläufiges Endergebnis inklusive Briefwahlstimmen

2. WahlgangEndergebnis
1. Wahlgang
Vergleich
1. – 2. Wahlgang

Stimmen%Stimmen%Stimmen%
Abgegebene544.205
543.1290,0 %+1.076
Ungültige8.6781,6 %8.3551,5 %+323+0,1 %
Gültige535.52798,4 %534.77498,5 %+753-0,1 %
Davon entfielen auf die einzelnen Wahlwerber
Ing. Norbert Hofer257.85648,1 %136.83225,6 %+121.024+22,6 %
Dr. Alexander Van der Bellen277.67151,9 %150.04228,1 %+127.629+23,8 %

Die Seite wurde von mir einmal per screenshot gespeichert. Nur für den Fall, daß da morgen "zufällig" ganz andere Zahlen stehen sollten ...


UPDATE:

Na, wer hätte das bloß gedacht! Seit 23:20 steht bei Aufruf des obigen Links "Error 404"



































Ob die Stimme der Vernunft

…sich in Österreich vernehmlich machen konnte, wissen wir — nach Auszählung der Wahlkarten-stimmen — erst morgen. Sagt der ORF. Warum nur kommt mir da ein alter Flüsterwitz aus der DDR ins Gedächtnis: 
Die nächsten Volkskammerwahlen können bis auf weiteres nicht stattfinden, da bei einem Einbruch ins Büro des Ministers für Staatssicherheit, Erich Mielke, die Wahlergebnisse aus dem Schreibtisch entwendet wurden.