Sonntag, 16. Juni 2019

Prof. Rupert Lay: Weisheit






Video zum Sonntag

von Fragolin

Was ist der Unterschied zwischen DDR-Staatsbürgerkundelehrern und den Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks?
Richtig: es gibt keinen!
Beide werden vom Staat dafür bezahlt, auf Steuerzahlers Kosten diesen zu einem richtig gepolten Wahlschaf zu erziehen. Journalisten sind nach deren Selbstverständnis eben keine Leute, die Informationen liefern, sondern Leute, die den Pöbel erziehen müssen. Das ist ihre vordringliche Aufgabe, genau dafür werden sie bezahlt.
Und nein, das ist nicht die krude Meinung einer abgehobenen Mediendarstellerin, sonst wäre die nach diesen Ausdünstungen gefeuert worden. Gefeuert werden nur die, die nicht in die richtige Richtung erziehen oder den Erziehungsauftrag negieren. Da kann man Eva Hermann fragen – und die tat das nicht einmal vor dem Bildschirm sondern privat in einem Buch.
Ein Sittenbild, das sprachlos macht:


Samstag, 15. Juni 2019

Lesefrüchte aus Ernst Jüngers Werken (8)


Wieder zurück in die Monate vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ...
Kirchhorst, 15. Juni 1939

Beendet: Spengler,  »Zur Weltgeschichte des zweiten vorchristlichen Jahrhunderts«, eine seiner letztenSchriften, in der die Drähte recht derb gezogen sind. Dennoch ist dieser Autor in seinen Irrtümern bedeutender als seine Gegner in ihren Wahrheiten.

»Was im Mittelalter die Ablasshändler sind heutzutage die Mainstream-Medien«


Eine fürwahr treffende Beobachtung, in einem lesenswerten Artikel von Dr. Klaus Peter Krause über den grassierenden Klimawahnwitz.
Immer wieder, immer noch: die Klimaschutzpolitik. Bis zum Überdruss. Schon 126 Beiträge unter diesem Stichwort finden Sie auf dieser Web-Seite (www.kpkrause.de). Und doch muss das Thema auch hier weiterhin behandelt werden; es ist mit seinen ruinösen Folgen für unser Land, für die anderen europäischen Länder und für die Menschen einfach zu wichtig, der Überdruss gegen das aufklärende ständige Warnen also zu ertragen. Es liegt derweilen gut zwölf Jahre zurück, dass die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) einmal auch über die Gegenbewegung informiert hat – wenn auch irreführend und ironisch herablassend. Die Überschrift damals lautete „Ist der Klimawandel nichts als Schwindel?
Wie weit der Wahnsinn schon fortgeschritten ist, zeigt eine aktuelle Meldung wie z.B.: »Ehrendoktor für Greta«.

Dagegen war ja Caligulas Plan, sein Pferd Incitatus zum Konsul zu machen, geradezu exemplarisch vernünftig zu nennen! Denn der Volkmund sagt, daß man das Denken den Pferden überlassen sollte, sie hätten ja die größeren Köpfe ...


Die Falken fliegen schon

von Fragolin

Ich habe ja schon eine Weile über zwei Fragen gerätselt, nämlich erstens ob ein Krieg gegen den Iran kommt und zweitens, mit welcher Farce er diesmal losgebrochen wird. Nun, seit einiger Zeit schon hat sich das „ob“ in der ersten Frage in ein „wann“ verwandelt, denn spätestens seit den letzten Ausritten der US-Politik gegen den Iran war klar, dass das auf kaltem Wege nicht mehr gelöst werden soll. Der Munitionsverbrauchsstau in den Lagern des militärisch-industriellen Komplexes ist zu groß, als dass man da noch lange warten kann, um Platz zu machen. Und dem Präsidenten haben seine Strategen sicher bereits gesteckt, dass der Film „Wag the dog“ mehr dokumentarischen Inhalt über das Funktionieren der größten Rummelplatzgesellschaft der Welt besitzt, als er glaubte. Und auch die zweite Frage ist beantwortet: der böse heimtückische Iran greift zivile Schiffe an, völlig grundlos und auch noch unter neutraler Flagge fahrend, aber so sind sie nun mal, die Bösen, gelle? Tun etwas völlig sinnloses und sie selbst schädigendes, weil sie eben nicht anders können. Eine Argumentationskette Goebbelscher Klarheit.

Nun ist die Wahl des Gegners ja nicht grundsätzlich abzulehnen, sind die terroraffinen Schiiten-Schlümpfe mit ihren kauzigen Hirnwindeln, unter denen sich radikalislamisches Weltmachtsstreben und tiefste Verachtung gegenüber dem Westen, den Andersgläubigen, Frauen, Schwulen und eigentlich dem ganzen Rest der Welt zu einer Giftbrühe verquirlen, unter deren Gestank Millionen Menschen in ihrem Herrschaftsgebiet leiden müssen, doch nun wirklich keine Sympathieträger, auch wenn sich in der Region der ganze Rest da auch anbieten würde, wenn man mal ehrlich ist. Außer vielleicht für unseren Gandalf, über dessen Sinnieren, man müsse alle Österreicherinnen zum Tragen des Kopftuches verpflichten, in Teheran lauter Jubel ausgebrochen ist. Aber normale Menschen können dieses Regime nicht wirklich sympathisch finden und tun es auch nicht.

Aber trotzdem bleibt es so, dass der Iran den Amerikanern gegenüber genau gar nichts getan hat. Er ist auch nicht aus dem Atomabkommen ausgestiegen, das haben die Amerikaner einseitig gekündigt. Es gibt also keinen Grund für einen Krieg, außer:
1. Die Amerikaner brauchen einen, weil die Rüstungsindustrie Arbeitsplätze sichern muss.
2. Trump braucht einen, weil es im Wahlkampf wichtig ist, als starker Mann dazustehen.
3. Teheran packelt mit dem Russen und hat den Amerikanern den Spaß in Syrien versaut.
4. Die Falken in Washington haben den feuchten Traum, dass sich Russland als Schutzmacht einmischt und diesmal, im Gegensatz zu Syrien, in eine direkte Konfrontation mit US-Einheiten gerät, was den von diesen Wahnsinnigen lange ersehnten Atomschlag gegen Russland auslösen könnte.
5. Israel hat die Nase voll von den ewigen Judenvernichtungsphantasien der hitlerverehrenden Mullahs und der gefährlichen Nähe ihrer Truppen seit deren Stationierung in Syrien.
6. Die wahhabitischen Saudis, in ihrem Streben nach Anerkennung als Einzig Wahre Führer und Kalifen des Weltislam, wollen den Zweifrontenkrieg gegen ihre beiden Nebenbuhler, die Eingewickelten in Teheran und den Größenwahnsinnigen in Ankara, auf einen Gegner reduzieren. (Die innerislamischen Konflikte erinnern an die innerchristlichen zur Zeit des 30-jährigen Krieges, als verschiedene Religionsströmungen zum Auslöser brutaler Machtkämpfe und der ersten dokumentierten schweren Kriegsverbrechen wurde. Der Fall von Magdeburg war sogar für die damalige, nicht sehr zimperliche Zeit sehr brutal und jenseits jeglichen Kriegsrechtes.)

Wer also immer sich einen Nutzen von einem heißen Krieg verspricht – er sitzt nicht in Teheran.
Womit haben das die Iraner verdient? Jetzt haben sie nicht nur seit Jahrzehnten eine radikalmuslimische Terrorherrschaft zu ertragen sondern bekommen als Strafe dafür auch noch Bomben auf den Kopf? The American Way Of Bringing Democracy? Hat ja bisher wirklich erstaunlich gut funktioniert das Ganze, also weiter so…
Ich vermute, wenn sich jetzt nicht noch ein paar mächtige Stimmen der Vernunft melden, werden die ersten Bomben bereits in den nächsten Tagen fallen. Und selbst dann, wenn sich die Eskalation noch vermeiden lässt, wird es in kurzer Zeit die nächsten „Beweise“ geben. Irgend eine Meldung irgend einer Beobachtungsstelle, dass die Mullahs kleine Kinder fressen. Wenn es um den Krieg geht, ist keine Meldung zu blöd, die Erfahrung haben wir oft genug gemacht. Diesen Sommer ist der Krieg nicht mehr vermeidbar. Die Falken fliegen schon.

Die Experten von Gandalfs Gnaden

von Fragolin

Es wird immer putziger bei der Posse um unsere „Expertenregierung“ von Gandalfs Gnaden.

Erst versucht der persönliche Adjutant und ideologische Wegbegleiter des Grünpräsidenten als Dankbarkeitsgeste für die Ernennung zum Verteidigungstruchseß ein wegen FPÖ-Urheberschaft natürlich urböses und widerliches Projekt zu schreddern. Damit ist er jetzt gescheitert. Die Art und Weise, mit der hier versucht wurde, die Entscheidung einer aus einer demokratischen Wahl hervorgegangenen Regierung durch eine eigentlich nur als Notverwaltung eingesetzte Übergangsregierung wieder zu zertrümmern, hinterlässt eine demokratiebedenkliche Duftmarke, aus der gewohnt grüne Dämpfe aufsteigen.

Dann beschließt das Parlament (verständlicherweise und endlich) das Ende der „nicht jeden Freitag wird gesteinigt“ König-Abdullah-Farce, gegen die natürlich nur die ÖVP stimmte, der jetzt ein paar Pfründefelle wegzuschwimmen drohen, wofür sie aber wieder Munition für ihren „Mimimi eine rot-blauen Hasskoalition verfolgt unseren armen süßen Bastiwasti!“-Wahlkampf bekommt. Und der von Gandalf Gelbzahn ernannte Außenministertruchseß ist nicht in der Lage, das an diesem Zentrum organisatorisch beteiligte Spanien darüber zu unterrichten, was dazu führt, dass die Spanier erst aus den Medien erfahren, dass ein von ihnen mitorganisiertes Zentrum geschlossen wird. Haben wir nicht genau dafür einen solchen Minister-Dummy eingesetzt bekommen, damit eben solche diplomatischen Ärgernisse nicht passieren? Für was ist der jetzt gut, wenn er offensichtlich nicht weiß, was zu tun ist?

Vorgestern saß dafür die von Gandalf ernannte Elfenkönigin Brigitte die Vielfältige mit dem unvergleichlich betonierten Lächeln in der ZiB, wo ihr die von schwarzen und blauen Regierungsbeteiligten meist eher sichtbar angeekelte Dittelbacher-Lulu ganz handzahm Schnütchen ziehend das Versprechen entlockte, niemals zuzulassen, dass das Recht der Politik folge. Was ich mutig finde, denn die Politik in Gestalt des Nationalrates wurde von den Wahlberechtigten genau für die Aufgabe gewählt, Gesetze zu beschließen, also das Recht zu formen. Nun muss sie das als von Gnaden des Hofburgmagiers in das Amt Gezauberte nicht wissen, wie Demokratie funktioniert und was die Aufgabe der Politik ist, aber für eine ehemalige Chefin des Verfassungsgerichtes ist das schon recht armselig.
Aber nach den Ergüssen einer Frau Griss hat man da eh schon eine mentale Elefantenhaut aufgebaut.

Das Gesamtbild dieser „Experten“ ist ein mehr als trauriges. Jeden Tag ein neuer Fall geballter Inkompetenz. Kurz hat aus machtpolitischem Kalkül eine funktionierende Regierung gesprengt, und sein Versuch, eine Alleinregierung mit unbeschränkter Machtbefugnis zu generieren konnte nur noch gestoppt werden durch den kompletten Austausch der Mannschaft. Jetzt haben wir das, was uns erwartet, wenn ein Grüner in Alleinherrschaft ihm genehme „Experten“ beruft, die alle roten, schwarzen oder grünen Duft versprühen wie in einer Super-GroKo.

Freitag, 14. Juni 2019

Prof. Dr. Rupert Lay – Priester, Philosoph und Unternehmensberater


... ist ein höchst faszinierender Denker — gleichgültig,, ob man seine Positionen teilt oder nicht (und seinen konstruktivistischen Ansatz teile ich bspw. nur höchst bedingt): man denkt darüber nie ohne Gewinn nach!






Prof. Dr. Rupert Lay, mit ungebrochener Produktivität als Vortragender und Schriftsteller tätig, feiert heute seinen 90. Geburtstag.

Ad multos annos!


Ein insgesamt gelungene Betrachtung


... über den Begriff »Anständigkeit« schrieb Michael Prüller, Pressesprecher der erzdiözese Wien, vor einigen Tagen. Ausgehend von einem Satz Niki Laudas bringt er manches einprägsam auf den Punkt, nur im Schlußsatz, da rutschte ihm — aufs erste Hinsehen! — die Mainstream-Brille vor die Augen. Insgesamt jedoch — ein lesenswerter Artikel:




Ein guter Satz von Niki Lauda

Der Wille, gut zu sein. Wie ein guter Satz von Niki Lauda mich darauf bringt, dass wir den Begriff der Anständigkeit voreilig auf dem Altar der sexuellen Revolution geopfert haben.

In den vergangenen Tagen habe ich mich nicht nur gewundert, was alles geht, wenn ein Bundespräsident freie Hand hat. Ich habe auch gestaunt, wie viel Verehrung und Teil-nahme Niki Lauda immer noch auslösen konnte, 35 Jahre nach seinem letzten Welt-meistertitel. Dass er als Rennfahrer 7055,6 Kilometer lang in Führung lag – und wir mit ihm –, kann es allein nicht gewesen sein. In meiner Spurensuche bin ich in einem „Profil“-Interview von 2009 inmitten klassischer Lauda-Kaltschnäuzigkeit an einem Satz hängen geblieben. Lauda sagt da über seine beiden ältesten Söhne: „Das sind ehrliche, gerade und anständige Burschen geworden, die ich mir nicht besser wünschen könnte.“ Das sagt vielleicht nicht viel über den Nimbus „Lauda“. Aber mir gefiel die Sichtweise: Nicht von intelligent, attraktiv oder durchsetzungsstark war hier die Rede. Sondern von Ehrlichkeit, Gradlinigkeit und Anständigkeit.
Ja, in dem Artikel sind viele Gedanken drinnen, die man nur begrüßen kann, und die heutzutage kaum einer mehr zu kennen, geschweige denn zu verwirklichen scheint. Bis hin zu den Schlußsätzen, die ich beim ersten Hinsehen mit Stirnrunzeln las:
Die letzten Reste des damaligen Anstands-Geists scheinen gerade zu verdunsten.
Ich hoffe, wir werden uns nicht zu sehr wundern, was dann alles geht.
Das schien plakativ einen Satz von Norbert Hofer aus dem Präsidentschaftsdwahlkampf  zu zitieren, der bereits damals — da aus dem Zusammenhang der Diskussion gerissen — für eine Anschwärzung gegen Hofer mißbraucht wurde, und nun mit dem Satz davor einen echte Mainstream-»Spin« gegen die FPÖ und ihre pöhsen Anhänger zu bringen scheint.

Doch bei näherer Betrachtung dämpfte sich mein Unmut: der Schlußsatz ist das exakte Pendant zum Eröffnungssatz — und der bezieht sich auf unseren den amtierenden Hofbürger. Bezieht sich das Diktum vom verdunstenden Anstand etwa auf die unverfrorene Umfärbung der Regierungsbesetzung, die besagter Hofbürger ganz entgegen dem Wunsch der Wähler (dem damaligen von 2017 wie auch, nach Umfragen, dem heutigen!), daß die unsäglliche Große Koalition (die zum Schluß gar so groß ja nicht mehr war!) endlich auf den Misthaufen der Geschichte entsorgt gehöre, in einer faktischen Re-Animation dieses Polit-Zombies vornahm.

Vielleicht interpretiere ich Dr. Prüller da zu positiv, traue es ihm aber aufgrund manchen klugen Satzes, den ich von ihm schon las, durchaus zu ...


Die Liebe zum interreligiösen Dialog

von Fragolin

Jetzt macht also der Saudi-Propaganda-Bunker dicht; das Todesurteil gegen einen Achtzehnjährigen, dessen größtes Verbrechen darin bestand, als Zehnjähriger mit seinen großen Geschwistern gegen die Diktatur jener sich selbst als von ihrem Götzen persönlich auf die Welt gesetzten Kalifennachfahren zu protestieren, denen unsere Politiker bei jeder sich bietenden Gelegenheit bis zum Anschlag backbords unter den Kaftan kriechen, hat jetzt auch die Linken endgültig überzeugt, dass dieses Zentrum einer wahhabitischen Monarchie untragbar geworden ist.
Und wer stellt sich quer? Die Partei von „Es wird ja nicht jeden Freitag gesteinigt“ Bandion. Von „Ich habe die Balkanroute geschlossen“ Kurz.

Seitens der ÖVP wolle man einen eigenen Antrag einbringen der „viel klarer und präziser“ sei, wie man gegenüber krone.at bestätigte. Dieser macht sich für ein neues Zentrum stark, welches unter Obhut der UNO ebenfalls in Österreich angesiedelt sein und sich dem interreligiösen Dialog widmen soll.“

Ach ja, die UNO. Inzwischen dominiert von der Gemeinschaft islamischer Staaten. Wenn die ihre Koryphäen für Frauen- und Menschenrechte loslassen, ist ja alles gut. Dann wird dieses „interreligiöse Zentrum“ eben nicht von radikalmuslimischen Saudis im Namen ihres Königs sondern von radikalmuslimischen Saudis im Namen der UNO betrieben – toll. Sicher gibt es auch wieder ein paar nette Versorgungsposten für Kurz-Schranzen und gute Geschäfte mit den Wahhabiten für seine Sponsoren.
Wastl, nur mal so zum Mitschreiben: Wenn die Kalifensöhne interreligiösen Dialog wollen, sollen sie ein Diskussionszentrum im Vatikan aufmachen. Oder noch besser: Am Tempelberg in Jerusalem. Wo auch Juden Zutritt haben und christliche Bischöfe nicht das Kreuz abnehmen müssen, um keine tödlichen Zornesstürme heraufzubeschwören. Da fangt‘s mal an. Oder bei einem intergeschlechtlichen Zentrum mitten in Riad, wo die Frauen ohne Kopftuch mit dem Auto hinfahren dürfen. Na, wäre das nichts für das außenpolitische Supertalent?

P.S. Dass dieses „interreligiöse Kulturzentrum“ in seinen Hinterzimmern ein Knotenpunkt geheimdienstlicher Informationsflüsse sein könnte und die Schwarzen als Hausherren im endlich nicht mehr von neugierigen Blauen bedrohten BVT ein vitales Interesse daran haben, diese Tätigkeiten nicht zu erschweren, ist eine durch nichts bewiesene Behauptung, von der ich mich aufs Schärfste distanziere. Wie kann man so etwas auch nur denken?! Pfui!

Donnerstag, 13. Juni 2019

»Um von Marktversagen sprechen zu können, muß der Markt vorher überhaupt mal das Sagen gehabt haben.«


Brillanter Vortrag von Dr. Markus Krall:





Eine Frau MMag.


... Vera Sundström ist, wie DiePresse schreibt:
Rechtsanwältin und Expertin für Verfassungsrecht in Wien und Initiatorin der Plattform www.pro-gesetz.at. Ihre Kanzlei ist auf Vergaberecht spezialisiert.
Wie schön. Verfassungsrecht und Vergaberecht sind zwar ziemlich unterschiedliche Paar Schuh' — aber eine Doppelmagistra kann ja auch eine Doppelexpertin ..., warum denn nicht, oder?

Besagte Doppelexpertin erklärt der staunenden Leserschaft wortreich Dinge, die LePenseur (der allerdings nur einfacher doctor juris, und kein Doppelmagister ist, trotzdem aber nicht ausschließen kann, ebensosehr ein »Verfassungsexperte« zu sein, wiewohl sein näheres Fachgebiet mit dem des Verfassungsrechtes eigentlich auch nicht weniger zu tun hat, als das Vergaberecht ...) ein wenig befremden. Wie z.B.:
Wir leben in einer Welt, die so komplex ist, dass sich niemand bei dem lauten Gelabere der Initiatoren des Misstrauensantrags gegen die angebliche demokratische Richtigkeit dieses Antrags aufzubegehren traut, weil diese politische Situation für uns neu ist. Wir nicken artig und wiederholen das, was uns alle vorbeten, denn wir sind vernünftig und unterdrücken dabei die immer wieder aufkeimende Frage: Haben wir dem Nationalrat unser Wahlmandat zur Erhebung eines Misstrauensantrags gegen die von unserem von uns direkt gewählten Bundespräsidenten eingesetzte Bundesregierung erteilt?
O là là, sind Frau Verfassungsexpertin etwa der Meinung, das B-VG kenne ein imperatives Mandat bei Nationalratswahlen? Das wäre eine höchst phantasievolle Auslegung, um deren normative Stütze ich Frau MMag. Sundström im voraus herzlich ersuchen möchte. Ich fürchte nur: sie wird sie nicht finden.

Frau Doppelexpertin hätte allerdings bloß im Artikel 29 Abs. 1 B-VG nachzusehen brauchen, um zu wissen, wie der greise Hofbürger, wenn Er denn unbedingt »Anfang September« Sein Volk wählen lassen möchte, dieses bewerkstelligen könnte:
Artikel 29. (1) Der Bundespräsident kann den Nationalrat auflösen, er darf dies jedoch nur einmal aus dem gleichen Anlass verfügen. Die Neuwahl ist in diesem Fall von der Bundesregierung so anzuordnen, dass der neugewählte Nationalrat längstens am hundertsten Tag nach der Auflösung zusammentreten kann.
Also hurtig voran, Herr Bundespräsident! Lösen Sie doch auf (wenn Sie sich trauen), und da der hunderste Tag nach der Auflösung ja nur die Maximalfrist bezeichnet, hindert keiner den Hofbürger bspw. noch im August wählen zu lassen, wenn die Bundesregierung, die er ernennt, es so will. Alles ganz einfach, Frau Doppelexpertin! Noch possierlicher freilich nehmen sich andere Passagen des Artikels aus:
Leitet man das Ergebnis der „EU-Wahl“, bei der überdurchschnittlich viele Österreicher ihre Stimme abgaben, auf die Zusammensetzung des Nationalrats ab, könnten etwa die Mandatare der Jetzt-Partei keinen Misstrauensantrag stellen, weil sie mangels Wähler-stimmen nicht mehr im Parlament vertreten wären. Das Kräfteverhältnis der Mandatare der SPÖ wäre jedenfalls zum Vorteil der ÖVP und zum Zugewinn der Neos verschoben. Für die FPÖ kann gesagt werden, dass sie nicht dazugewonnen und ihr „Kräfte-verhältnis“ zur Nationalratswahl 2017 zumindest im geringen Ausmaß verringert hat.
Und das heißt jetzt ...? Kräfteverhältnisse einer EU-Parlamentswahl sind für Kräfteverhältnisse im Österreichischen Nationalrat etwa so — nein, nicht einmal so! — relevant, wie Nationalratswahlen für einen Landtag eines Bundeslandes. Hätte daher bspw. der Kärntner Landtag Landeshauptmann Kaiser in die Wüste schicken müssen, weil bei den Nationalratswahlen 2017 die FPÖ und ÖVP mit zusammen rund 58% der Wählerstimmen die SPÖ bei weitem überholt hatten. Allein eine solche Frage zu stellen, enthüllt die Absurdität solcher Überlegungen. Doch heiter weiter!
Ausschließlich aus diesem Misstrauensantrag [Anmerk. LP: nämlich gegen das Kabinett Kurz II], der nach einer hier hypothetisch vorgenommenen Hochrechnung der EU-Wahl wohl so nicht zustande gekommen wäre, leitet die „Übergangsregierung“ ihre verfas-sungsrechtliche Legitimierung ab.
Falsch, Frau Doppelexpertin. Die Übergangsregierung leitet ihre verfassungsrechtliche Legitimierung von der Ernnennung und Angelobung durch den Bundespräsidenten ab. Wenigstens solange, als sie nicht ihrerseits durch ein — jederzeit mögliches — Mißtrauensvotum insgesamt oder gegen einzelne Mitglieder gestürzt wird. That's it. Das ist konjunkturistische Verfassungslyrik, die mit Kelsen ca. soviel zu tun hat, wie mit dieser mit der Enzyklika Quadragesimo anno. Nämlich: exakt nichts.

Nun — die Absicht ist unmißverständlich: es gibt sicher genug Kräfte, die möglichst schnell wählen wollen, egal, ob da noch Ferienzeit ist, oder nein: gerade wenn noch Ferienzeit ist, denn da gibt's vermutlich besonders viele Wahlkarten, und bei Wahlkarten ist — wie in der Vergangenheit zur Genüge bewiesen — die Möglichkeit eines »corriger la fortune« halt besser, als beim regulären Verfahren in den Wahllokalen. Und der kurze Kanzler könnte sich für kurze Zeit besser als Märtyrer der pöhsen Gegner darstellen (eine Opferrolle will ja durchgehalten werden — und das geht nicht so lange, weil man irgendwann selbst lachen muß ...), etc. etc.

Zum Schluß des Artikels wechselt die Doppelexpertin in den majestätischen Plural der Experten (weil ja Doppel- ...?):
Wir stellen uns jedoch die Frage, ob Kurz ohne parlamentarische Legitimierung, aus rein parteipolitischen Gründen – wofür unsere „schöne, elegante“ (© Bundespräsident Van der Bellen) österreichische Bundesverfassung keinesfalls missbraucht werden darf – „gestürzt“ wurde. Wir fragen uns, lässt sich die „Übergangsregierung“ aus der Begehr-lichkeit der Macht von der SPÖ dazu überreden, das von unserem Bundespräsidenten gegebene Wort zu brechen? Prolongiert daher die „Übergangsregierung“ möglicher-weise ohne demokratische Legitimierung die Politik der SPÖ „als Geschichte von Gut gegen Böse“ (©JeanAsselborn, Sozialdemokrat, luxemburgischer Außenminister), womit die SPÖ bloß versucht, ihre Tatenlosigkeit zu kaschieren?
Gnädigste Frau Doppelexspertin für Verfassungs- & Vergaberecht! 

»Wir« stellen »uns« in dem Zusammenhang noch ganz andere Fragen! Bspw. ob Kurz aus rein partei-politischen Gründen die Koalitionsregierung entgegen seiner vorherigen Vereinbarungen in die Luft gesprengt hat, weil er plötzlich den Innenministerposten forderte und Kickl den Sessel vor die Tür setzte — schon mal darüber nachgedacht, Frau MMag. Sundström?

Oder was z.B. das »Wort« eines Bundespräsidenten wert ist, der — konform dem B-VG — eine »Übergangsregierung« von leitenden Beamten ernennen soll, und an den entscheidenen Stellen eine (pensionsreife) Gerichtspräsidentin als Bundeskanzler und einen pensionierten Gerichtspräsidenten als Vizekanzler ernennt, die rein »zufällig« der GroKo-Tradition der SPÖVP entstammen, und etwa so sehr »unabhängige Experten« sind, wie die beiden Alten in der Muppet-Show-Loge Dressurreiter.
Zum Schluß ihres Artikels winkt die Doppelexpertin dann doch mit dem Art. 29 (1) B-VG:
Im Aufgabenbereich der neuen „Übergangsregierung“ liegt es nun, den vom Bundesprä-sidenten vorgesehenen Wahltermin „Anfang September“ vorzubereiten und einzuhalten. Die Bundesregierung hat daher „Anfang September“ gegenüber dem Bundespräsidenten ihre Demission zu erklären. Alles Weitere sieht und gibt unsere Bundesverfassung vor; einschließlich der Abhaltung von Nationalratswahlen. Gegenteiliges würde dem demo-kratischen Grundverständnis in diesem Land einen bleibenden Schaden zufügen! Der Zustimmung des Nationalrats bedarf es nicht, und damit auch nicht der Zustimmung durch die Parteien SPÖ, FPÖ und Liste Jetzt.
Wozu also all das Geschwurbel davor? Der Hofbürger kann wählen lassen, indem er den Nationalrat einfach auflöst. Kann er, darf er. Traut er sich aber scheints nicht. Nun, das ist ebensowenig durch das B-VG behebbar, wie die bedenkenlose Taktiererei eines Herrn Kurz, oder der Liste Jetzt, oder Der Roten, Blauen oder Pinken. Wünschen kann man sich immer anderes — keine Frage! Ich wünsche mir bspw. einen anderen Bundeskanzler. Und einen anderen Innenminister und Justizminister.

Aber darüber schreibe ich keine Artikel, die ich mit mißverstandenen Kelsen-Zitaten aufmotze, und bedenkentragend »demokratisches Grundverständnis« in Gefahr sehe, bloß weil durch eine Intrige eine bis dahin eigentlich ganz erfolgreiche Regierung ins Schleudern gekommen ist.



Mathematura

von Fragolin

Die Politik ist hoch erfreut und jubelt ob der hohen Kunst, die Anforderungen der im vorigen Jahr mit diskriminierender Leistungsanforderung gestarteten Mathematik-Zentralmatura so weit nach unten geschraubt zu haben, dass auch die niedersten geistigen Pantoffeltierchen, die man irgendwie durch die Gymnasien gezerrt hat, nicht daran scheitern.

Mathematik-Matura am Scheich-Mustafa-Gymnasium Favoriten 2030:

Im Koran von Ahmed befinden sich 600 Seiten. Er hat die Hälfte bereits gelesen. Wie viele muss er noch lesen?“

Antwort zur Note 5: Er muss noch 300 Seiten lesen.

Antwort zur Note 4: Man stellt keine Rechenaufgaben über das Wort des Propheten!

Antwort zur Note 3: Als Wahrer Muslim achtet er bei dem Studium des Propheten nicht auf Seitenzahlen!

Antwort zur Note 2: Als Wahrer Muslim hätte Ahmed das Wort des Propheten schon mehrmals zur Gänze gelesen und verinnerlicht, bevor er so hohe Zahlen rechnen kann!

Antwort zur Note 1: Der Koran hat 604 Seiten! Nicht 600, sondern 604!! Das verräterische Schwein hat 4 Seiten herausgerissen, das Heilige Wort des Propheten geschändet, Allah, Mohammed, alle Muslime und mich zutiefst beleidigt, wo wohnt das Dreckschwein, ich will ihn umbringen, SOFORT!!!!

Mittwoch, 12. Juni 2019

Lesefrüchte aus Ernst Jüngers Werken (7)


Im Juni 1944 war es für jeden, der nicht der Propagandawalze Goebbels erlegen war, klar, daß der Krieg wohl denkmöglich nicht mehr zu gewinnen sei. Jünger notierte dazu:
 Paris, 12. Juni 1944

[...] Besser als Gold sind Freunde, die man sich erworben hat.

Ich vermindere mein Gepäck auf ein Minimum. Kniébolo und seine Rotte prophezeien baldigen Sieg, ganz ähnlich wie der Wiedertäuferfürst. Hinter welchen Figuren der Pöbel doch herläuft, und wie so allumfassend der Ochlos geworden ist.


Sachsens Studenten beweisen: aus der Geschichte wird nichts gelernt.


Vera Lengsfeld, die unter dem kommunistischen Regime der DDR zu leiden hatte, weiß, wovon sie schreibt:
Vor dreißig Jahren wurden chinesische Studenten, die auf dem Tiananmen-Platz für Demokratie und Rechtsstaat demonstrieren, von Armeepanzern zusammengeschossen. Sie starben für die Freiheit, ohne die sie nicht mehr leben wollten. Mit der mörderischen Grausamkeit des Regimes hatten sie nicht gerechnet. Heute darf in China nicht über das Massaker gesprochen werden. Chinesische Studenten wissen nichts von den Kämpfern für Freiheit und Demokratie, die damals erst die Welt beeindruckten und dann erschütterten.
Auch in Leipzig und Dresden ging es schon in den Mai- und Junitagen 1989 hoch her. Studenten, Künstler und Werktätige, wie sie in der DDR genannt wurden, waren aktiv gegen die Fälschung der Kommunalwahlen, gegen Verbote von Musikgruppen und Künstlern, die nicht den Vorstellungen des Politbüros entsprachen. Sie kämpften für Kunst- und Meinungsfreiheit.
Andersdenkende sollten nicht ausgegrenzt werden, sondern die Gelegenheit haben, ihre Stimme hörbar zu machen.
Die Aktionen wurden oft gewalttätig unterbunden. Deshalb gab es Anfang Juni eine landesweite Sammelaktion für die Opfer staatlicher Gewalt in Dresden und Leipzig.
Und was haben Generationen X, Y, Z daraus gelernt? Exakt – nichts. Konsumtrotteliger Hedonismus trifft sich mit ideologisch verblendetem Gutmenschentum, um unbequeme Abweichler zu maßregeln.

Schöne neue Welt, die solche Bürger hat ...

DDR 2.0

von Fragolin


Die Parteigänger der alten Mauerschützen- und Verbrecherbande SED, in deren Reihen sich auch nach Umbenennung in „die Linke“ genügend alte Stasi-Verbrecher tummeln, die trotz des Wissens um ihre Taten während der kommunistischen Diktatur heute sogar statt im Gefängnis im Bundestag sitzen, und die sich gerne als aufrechte Zivilgesellschaft gerieren, können vor lauter Edelmut und Gutmenschlichkeit kaum laufen und sehen sich deshalb nicht nur im Recht, mit aggressiver Gewalt gegen Andersdenkende vorzugehen, sondern auch, gewohnt ist gewohnt, an anderen Baustellen auf Recht und Gesetz zu pfeifen.

In Honeckers alter Heimat, dem Saarland, wo er von seinen Fans bis heute als großer Staatsmann gefeiert wird, treiben sie es anscheinend besonders bunt. So soll sich der stellvertretende Landesvorsitzende eine falsche Promotionsurkunde der Uni Lancaster gekauft haben. Und der Vorsitzende der Landesschiedskommission wurde schon vor einem halben Jahr eingekastelt, weil er mit Rauschgift dealt. Für die zwei Kilo Hasch, die man bei ihm gefunden hat, muss er für drei Jahre in den Knast. Keine Sorge, er hat sich das Zeug nicht selbst reingezogen und dann vor einer scharfen Russin herumgebalzt, deswegen prallt das an der Partei vollkommen ab und gefährdet in keiner Weise deren Salonfähigkeit.

Für ihre Randale- und Gewaltveranstaltungen müssen die Anhänger der Kommunisten aber auch weiterhin keine Strafverfolgung fürchten. In Berlin, wo regelmäßig Autos ausbrennen, „rechte“ Parteibüros zwischen AfD und SPD (!) verwüstet und auch mal nach „Miet-Haien“ riechende Busse von der Antifa angegriffen werden, auch wenn da nur Krebskranke auf einem Ausflug drin sitzen, ist die stellvertretende Vorsitzende des parlamentarischen Innenausschusses ausgerechnet die ultralinksradikale Antifa-„Aktivistin“ Anne Helm.

Man kann sich nur wundern, was alles möglich ist in Merkels DDR 2.0.