Donnerstag, 23. Mai 2013

Uns geht's ja noch Gold!

Kaum erst hatten die massiven Proteste eingesetzt, und schonreagiert die EU-Kommission, und gibt sich einsichtig:
EU: Offenes Olivenöl im Lokal nun doch nicht verboten

Die EU hatte vor, Restaurants zu verpflichten, nur versiegelte Flaschen mit Olivenöl auf den Restaurant-Tischen anzubieten.

Die EU-Kommission zieht ihre Verbotspläne für offenes Olivenöl auf Restauranttischen nach massiver Kritik zurück. EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos räumte am Donnerstag in Brüssel ein, den Vorschlag nicht in ausreichendem Maß mit Verbraucherschützern in den EU-Staaten abgesprochen zu haben.

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Na also, 's geht ja doch! Die EUdSSR und ihre Kommissare sind gar nicht so uneinsichtig! Man bemängle nicht, daß dieser Erfolg bloß, sagen wir mal: überschaubar groß ist. Denn was wären die großen Erfolge ohne die kleinen ...

Bei großen Sachen (also bspw. der ungehemmten Zuwanderung von Muselmanen in unsere Sozialversicherungssysteme) dauert die Reaktion der EUdSSR-Kommissare naturgemäß länger. Aber gut Ding braucht eben Weile — und in zwei, drei Generationen wird auch Brüssel mitbekommen haben, daß die bisherigen Vorschläge vielleicht nicht in ausreichendem Maß mit der Bevölkerung abgesprochen worden waren, und dann was ändern.

Sofern es dann noch was zu ändern gibt.

Na, du alter Schwede!

Nicht nur in London geht's rund, sondern auch in Stockholm, wie die »Deutschen Wirtschafts Nachrichten« gestern berichteten:
Schwere Unruhen: Schwedische Einwanderungs-Politik gescheitert

In Stockholm setzten hunderte Randalierer in der Nacht zum Mittwoch erneut Autos in Brand und bewarfen Polizisten mit Steinen. Es sind vor allem junge Immigranten, die im größten Einwanderungsland der EU oft keine Arbeit haben.

Die dritte Nacht in Folge gab es in bis zu zwölf Stockholmer Vorstädten massive Unruhen. Die Debatte über das Scheitern der Einwanderungspolitik ist neu eröffnet.

Überall in der schwedischen Hauptstadt wurden in der Nacht zum Mittwoch Autos in Brand gesetzt. In einigen Vorstädten wurden die Sicherheitskräfte mit Steinen beworfen, berichtet die FT. Die Polizei, die mehrere Personen festnahm, sagte, die Situation sei kompliziert. Denn die Unruhen verteilten sich über mehrere Vorstädte.

Der Ursprung der Unruhen war Husby, wo Immigranten einen Großteil der Bevölkerung ausmachen. Schweden ist im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl eines der größten Einwanderungsländer der EU.
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Kurze Frage: braucht irgendjemand — außer, natürlich, die Wohlfahtsbürokraten und ihre NGO-Helferleins — diese Radaubrüder eigentlich? Wenn man sich diese Zahlen hier ansieht, wohl eher nicht ...

Politisch höchst korrekt

... titelt »Die Presse« heute:
London: Angreifer zerstückeln Soldaten
Ja, welche Angreifer denn? Außerirdische? Die Truppen des nordkoreanischen Diktators Kim? Die Irische Untergrundarmee? Schottische Freischärler am Weg zum Unabhängigkeitsreferendum? Echauffierte UKIP-Wähler, die damit gegen den halbherzigen Kurs Camerons protestieren wollten? Aber nein, Überraschung!
In London ist am Mittwoch ein britischer Soldat auf offener Straße und am hellichten Tag mit Macheten und Messern umgebracht worden. Die beiden Täter sollen Medienberichten zufolge den muslimischen Ruf "Allahu Akbar" ("Gott ist groß") ertönen lassen haben. Sie sollen den Mann zerstückelt und versucht haben, ihn zu enthaupten. Die Angreifer wurden von der Polizei gestellt und niedergeschossen. Sie sollen sich derzeit im Krankenhaus befinden.
Mal davon abgesehen, daß der arabische Kehllaut nicht »Gott ist groß«, sondern »Allah ist größer« bedeutet (und zugleich Ausdruck des Superioritätsgefühls der Museln bezüglich ihres Glaubens ist) — wundert uns was? Wir dürfen aber völlig beruhigt sein:
Der britische Muslimrat verurteilte das Verbrechen. "Nichts rechtfertigt diesen Mord. Barbarische Akte können in keiner Weise mit dem Islam entschuldigt werden", hieß es in einem Statement.
Wie schön! Vielleicht sollte der »britische Muslimrat« nicht nur uns das in einem Statement mitteilen, sondern auch einmal seinen rechtgeleiteten Gläubigen und zugehörigen Hetz-Imamen klarmachen.

Bei uns in Österreich oder Deutschland kann sowas freilich nicht passieren. Wir sind da schon weiter: wir geben ihnen sofort unser Land (in Form von Sozialwohnungen) und unser Geld (in Form von Sozialversicherungsleistungen, von Stütze, von Familienbeihilfe für den Bevölkerungs-Dschihad etc. etc.). Und  Straftaten von Museln werden schon längst nicht so streng bestraft wie bei Einheimischen ohne Migrationshintergrund (es handelt sich ja um »Kulturdelikte«, immer schon sensibel bleiben!) — und so weiter. Und außerdem, nie vergessen: es sind immer bloß Einzeltäter ... in London, Stockholm, Paris, Berlin — denn Zuwanderung funktioniert! Und bereichert. Einige wenigstens ...

Wenn bei uns auch die Autos und Geschäftsstraßen brennen — viel wichtiger sind aber Erweiterung der Kurzparzonen zur Eindämmung des CO2-Ausstoßes im Autoverkehr! Und — natürlich, wie konnte ich es bloß vergessen! — grün gefärbte Radwege ...

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P.S.: Don Alipio findet treffende Worte dazu.

Mittwoch, 22. Mai 2013

Der Masterplan

... zur kommenden Enteignung der EU (=Europäischen Untertanen) wird durchgezogen. Bevor die im Polit-Apparat gut vernetzten  Investmentbankster die Quittung für ihre spekulativen Geschäfte präsentiert erhalten, sollen doch lieber die Sparer bluten. Die haben nämlich keine Lobby ...
Die EU folgt bei der geplanten Beteiligung der Sparer im Falle von Banken-Pleiten einem Masterplan aus dem Jahr 2012. Die vielgerühmte Bankenaufsicht dient nicht der Kontrolle der Banken. Sie soll den Zugriff auf die Steuergelder im ESM sichern, damit durch die Kosten der Banken-Rettung die Staatsverschuldung nicht weiter steigt.
(Hier weiterlesen)
Wirtschaftspolitik nach der Devise: Schütze deine Financiers, denn du brauchst sie als Abnehmer für deine Staatsanleihen — opfere lieber die Sparer, denn diese G'fraster sollen nicht sparen, sondern auf Pump konsumieren, verdammt noch mal!

Kollege Karl Eduard stellt eine ehrliche Frage

... und zwar diese hier:
Wenn uns Deutschen jemand ein Land nennen könnte, in das wir einreisen könnten, ohne rudimentäre Kenntnisse der Landessprache, wo wir, ohne zu arbeiten, regelmäßig mehr Geld bekommen würden, als in Deutschland mit einem Job, wo Politikerforderungen, wir möchten uns, bitte schön, integrieren, nur Lippenbekenntnisse sind, wo eine ganze Helferindustrie sich um unser Wohl sorgte, in dem unsere Familien immer nur in diesem Lande zusammengeführt würden, aus humanitären Erwägungen, wo wir, ohne ernste Konsequenzen zu fürchten, die Eingeborenen totschlagen, verstümmeln und vergewaltigen könnten, in dem diese Eingeborenen längst Bürger zweiter Klasse sind, die uns unser Wohlleben und das ihrer Volksvertreter finanzieren, die sich längst nicht mehr um ihr Volk, sondern mehr um die Bevölkerung, als um uns, kümmerten, wir wären doch schön blöd, würden wir nicht in dieses gelobte Land auswandern. Oder nicht?
Er erwartet allerdings in Kenntnis der Rechtsfolgen keine ehrliche Antwort darauf. Was LePenseur durchaus fair findet.

Dienstag, 21. Mai 2013

Zum 150. Geburtstag eines Etikettenschwindels

... (denn die sogenannten »Sozialdemokraten« waren und sind weder wirklich sozial, noch wirklich Demokraten) hat Blog-Kollege »Morgenländer« einen wie gewohnt trefflichen Artikel verfaßt: »Zum 150. Geburtstag der deutschen Sozialdemokratie«. Lesen!

Progressive Paralyse

... ist eine außerordentlich ekelhafte Krankheit, der v.a. Syphilitiker im Endstadium unterliegen. Man — pardon l'expression — verblödet dabei zunehmend und unter Lähmungserscheinungen. Nachdem die »Sozialistische Internationale« dieser Paralyse längst anheimgefallen ist, versucht sich jetzt die vergleichsweise junge Generation an linken Sozialschmarotzern in den Politkadern dieser Welt an einer Neugründung:
Das Ende der Sozialistischen Internationale

In Leipzig wird am Mittwoch die „Progressive Allianz“ gegründet, eine neue Plattform für sozialdemokratisch orientierte Parteien aus aller Welt. Der neue Parteienverbund macht der Sozialistischen Internationale Konkurrenz.

Ort und Zeit sind mit Bedacht gewählt. Wenn sozialdemokratische Spitzenpolitiker Mittwoch im Leipziger Ring-Café, am Vorabend des 150-Jahr-Jubiläums der Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins durch Ferdinand Lasalle, das Netzwerk „Progressive Allianz“ aus der Taufe heben werden, hat dies Symbolkraft.

Von Leipzig soll ein Signal der Erneuerung für die, zumindest in Teilen Europas in die Krise geratene Sozialdemokratie ausgehen. Und zugleich soll ein Weckruf für die seit Längerem erlahmte Sozialistische Internationale (SI) ertönen, die sich beharrlich gegen Reformen sperrt. Es dräut das Ende einer Institution.

Es sind vorwiegend Europas Sozialdemokraten, die der SI das Messer ansetzen. Hannes Swoboda, Chef der sozialdemokratischen Fraktion im Europaparlament und einer von rund drei Dutzend SI-Vizepräsidenten, skizziert die Ausgangslage: „Entweder die SI nimmt die Herausforderung an oder sie verschläft die Zukunft.“
(Hier weiterlesen)
Ach, wenn sie sie doch bloß verschliefe, und am besten überhaupt nicht mehr erwachte! Denn nur der Todesschlaf des Sozialismus könnte die Neidgenossenschaft unserer wohlfahtsstaatlichen Massen»demokratie« denkmöglich beenden. Wird's aber leider net spielen — denn allzu sehr ist der Schoß (ob Sozialistische Internationale oder jetzt halt »Progressive Allianz«) fruchtbar noch, aus dem das kroch ...

Der Kommentator »Black John« hat jedenfalls völlig recht mit seinem galligen Posting zu vorstehendem Artikel:
Diese Form der Wiederbetätigung gehört auch endlich geahndet. Immerhin hat die Sozialistische und Kommunistische Idee um die 100 Millionen Menschen das Leben gekostet.
Und kostet weitere Milliarden Menschen eine erfolgreiche, eigenverantwortete Zukunft, wie man noch hinzusetzen sollte ...

Montag, 20. Mai 2013

»Wenns heikel wird, lassen uns Polizei und Medien im Dunkeln«

... titelt Andreas Unterberger zutreffend über die Tendenz unserer politisch korrekt verlogenen Medien-, Polit-und Bürokratenmafia, über brisante Themen wie die krass zunehmende Gewaltkriminalität und den ausufernden Mißbrauch unserer sozialer Netze durch Ausländer und Migrationshintergründler, denen man die Staatsbürgerschaft leichtfertig nachgeworfen hat, den Mantel des Schweigens zu breiten, und statt dessen Desinformation, statistische Fälschung durch gezielte Nicht-Erfassung von relevanten Daten (und was gewiegten Bürokraten an Finten zur Ruhigstellung der Plebs sonst noch so einfällt) zu betreiben.

Nur noch das Internet ist die — freilich immer noch viel zu schwachbrüstige! — Gegenöffentlichkeit, die diese Tricks als das entlarvt, was sie sind: als den perfiden Versuch, durch gezielte Umvolkung gleich mehrere Fliegen mit einer Klatsche zu treffen:

1. Import von Stimmvieh für die Regierungen
2. Verbreitung einer allgemeinen Unsicherheitsstimmung in der einheimischen Bevölkerung, um sie dadurch in eine manipulierbare Masse, staatlichen Bevormundungen widerstandslos zusehend, umzuformen
3. Rechtfertigung für weitere »Umverteilung zugunsten sozial Schwacher«.

So trefflich Unterbergers Artikel auch ist, umso mehr ist es ein Posting zu diesem, in dem eine Übersetzung eines Artikels des US-Blogs »Civilus Defendus« (über die Latinität des Blognamens möchte ich mich hier nicht auslassen ...) geboten wird. Eh voilà:
4 Stufen der Islamischen Eroberung

Vom Dar al-Harb zum Dar al-Islam
(Vom Haus des Krieges zum Haus des Friedens)


Stufe 1: Infiltration

Muslime wandern in ständig anwachsenden Mengen in nichtmuslimische Länder ein und die beginnenden kulturellen Konflikte, oft noch subtil, werden sichtbar.

  •   Erste Einwanderungswelle in nichtmuslimisches „Gast“-Land
  • Appell an die humanitäre Toleranz der Bevölkerung des Gastlandes • Versuche, den Islam als friedfertig und die Muslime als Opfer von Mißverstehen und von Rassismus (- auch wenn der Islam keine „Rasse“ ist -) darzustellen
  • Hohe muslimische Geburtsraten im Gastland vergrößern die muslimische Bevölkerung
  • Verbreitung des Islam durch Moscheen und Ablehnung des Gastlandes und seiner Kultur
  • Forderungen „Islamophobie“ als ein Haßverbrechen zu kriminalisieren
  • Androhung von gesetzlichen Aktionen gegen wahrgenommene Diskriminierung
  • Angebote von interkonfessionellen Dialogforen um Nichtmuslime zu indoktrinieren

Stufe 2: Konsolidierung der Macht

Muslimische Immigranten und Konvertierte des Gastlandes fahren fort, Forderungen zu stellen, hinsichtlich eines Entgegenkommens bei Beschäftigung, Erziehung, Sozialleistungen und Gerichtswesen.

  • Zunahme der Missionierung; Schaffung und Rekrutierung von Jihadisten-Zellen
  •   nstrengungen, entfremdete Anteile der islamischen Bevölkerung umzuformen
  • Revisionistische Bestrebungen, die Geschichte zu islamisieren
  • Anstrengungen, historisches Beweismaterial, das den echten Islamismus zeigt, zu zerstören
  •   unehmende antiwestliche Propaganda und psychologische Kriegführung
  •  Anstrengungen, Verbündete, die ähnliche Ziele verfolgen, anzuwerben (Kommunisten, Anarchisten)
  • Anstrengungen, Kinder zu islamischen Sichtweisen zu indoktrinieren
  •   erstärkte Anstrengungen, Nichtmuslime einzuschüchtern, mundtot zu machen und auszuschalten
  •  Anstrengungen, Blasphemie- und Haßgesetze einzuführen, um Kritiker zum Schweigen zu bringen
  •  Verstärkung der Schwerpunktarbeit, durch zunehmende Geburtsraten und Einwanderung, um die muslimische Bevölkerung zu vergrößern
  • Einbindung von Wohlfahrtsverbänden um Unterstützer zu gewinnen und den Jihad zu finanzieren
  • Verdeckte Unternehmungen, die Wirtsgesellschaft von innen her zu zerstören
  • Ausbau der muslimischen politischen Grundstruktur in der nichtmuslimischen Wirtsgesellschaft
  • Islamische finanzielle Netzwerke fördern politisches Wachstum und den Erwerb von Grund und Boden
  • Unübersehbare Morde an Kritikern zur Einschüchterung der Opposition
  • Toleranz gegenüber Nichtmuslimen nimmt ab
  • Zunahme der Forderungen, strenge islamischer Sitten anzunehmen
  • Anlage von heimlichen Waffenlagern
  • Offen gezeigte Mißachtung und Ablehnung des Rechtssystems und der Kultur der nicht-muslimischen Mehrheitsgesellschaft
  • Anstrengungen, die Machtbasis der nichtmuslimischen Religionsgemeinschaften, besonders die der Juden und Christen, zu unterminieren und zu zerstören
Stufe 3: Offener Krieg um Herrschaft und Kulturhoheit

Offen gezeigte Gewalt, um das Scharia-Recht und andere kulturelle Einschränkungen aufzuzwingen: Ablehnung der Staatsgewalt des Wirtslandes, Unterwerfung der anderen Religionen und Sitten

  • Vorsätzliche Anstrengungen, Staatsgewalt und Kultur des Wirtslandes zu unterminieren
  • Unmenschliche Gewalttaten zur Einschüchterung der Einwohner und Verbreitung von Angst und Unterwerfung
  • Eine mögliche Opposition auf breiter Basis wird herausgefordert und entweder ausgelöscht oder zum Verstummen gebracht
  • Massentötungen von Nichtmuslimen
  • Umfassende ethnische Säuberungen durch islamische Milizen
  • Abweisung und Mißachtung des säkularen Rechtssystems und Kulturwesens der Wirtsgesellschaft
  • Ermordung von „moderaten“ muslimischen Intellektuellen, die nicht die Islamisierung unterstützen
  • Zerstörung von Kirchen, Synagogen und anderer Einrichtungen von nichtmuslimischen Institutionen
  • Frauen werden in Übereinstimmung mit der Scharia noch mehr eingeschränkt
  • Großangelegte Vernichtungsaktionen von Bevölkerungsteilen, Morde, Bombenanschläge
  • Sturz der Regierung und Machtergreifung
  • Einführung der Scharia
Stufe 4: Der totalitäre islamische „Gottesstaat“

Der Islam wird zur einzigen religiösen – politischen - rechtlichen – kulturellen Ideologie.

  • Die Scharia wird „Landesgesetz“
  • Alle nichtislamischen Menschenrechte werden aufgehoben
  • Versklavung und Genozid der nichtmuslimischen Bevölkerung
  • Rede- und Pressefreiheit werden ausgelöscht
  • Alle Religionen außer dem Islam sind verboten und ausgelöscht
  • Vernichtung aller Hinweise auf nichtmuslimische Kultur, Bevölkerungen, Symbole im Land (Buddhas, Anbetungsstätten, Kunstdenkmäler u.s.w)
Das Haus des Islam („Frieden“), Dar al-Islam, schließt jene Nationen ein, die sich islamischer Herrschaft, der Scharia, unterworfen haben. Die restliche Welt ist im Haus des Krieges, Dar al-Harb, weil sie sich nicht der Scharia unterwirft, und befindet sich in einem Zustand der Rebellion und des Krieges gegen den Willen „Allahs“. Kein nichtmuslimischer Staat oder dessen Bürger sind „unschuldig“ und bleiben, weil sie nicht an „Allah“ glauben, brauchbare Kriegsziele.

Die christlichen, jüdischen, koptischen, hinduistischen und zoroastrischen Völker haben jahrhundertelang unter der Unterwerfung gelitten. Dhimmis [geduldete Monotheisten mit ein-geschränktem Rechtsstatus] ist es verboten Gebetshäuser zu bauen oder bestehende zu reparieren. Sie sind wirtschaftlich durch die Dschizya [Ungläubigensteuer] verkrüppelt, sozial gedemütigt, gesetzlich diskriminiert und werden generell in einem permanenten Zustand der Schwäche, Angst und Verwundbarkeit durch die islamischen Herrschaften gehalten.

(Übersetzung von “4 Stages of Islamic Conquest“)

Und während das alles abläuft (in Deutschland und Österreich sind wir wohl längst in Stufe 2 eingetreten), beschäftigen wir uns — wenigstens in der veröffentlichten Meinung — je nach Gusto mit existenziellen Fragen wie: 
  • Frauenquoten in Aufsichtsräten privater Unternehmen
  • Sympathiepunkte für den Papst wegen seines Verzichts auf »rote Designerschuhe«
  • Ersetzung des Wortes »Negerlein« durch »Messerwerfer« in Auszählreimen
  • Verbot nicht-versiegelter Flaschen für Olivenöl als Eindeckung in Gastronomiebetrieben
(Liste beliebig verlängerbar). 

Und wir denken über Steuererhöhungen für »Besserverdienende« nach. Und über neue Systeme zur Perfektionierung unserer »Willkommenskultur«. Und über neue Initiativen im »Kampf gegen Rechts«.

 Arranging the deckchairs on the Titanic ...

Sonntag, 19. Mai 2013

»Na, dann halt: Huppen ab!«

... dachte sie sich wohl, und blätterte gleich im Katalog für Schönheitsoperationsbedarf, um sich die optimal zu ihren künftigen Rollen passenden Silikonimplantate auszusuchen. Chrirurgie vom feinsten — pah, Geld spielt ja keine Rolex für einen Star! — und die diskrete Auszeit läßt sich auch irgendwie arrangieren, wenn man genügend Geld hat. Plus einen Mann, der nötigenfalls problemlos aushelfen könnte ...

Und jetzt wird uns diese Frau als großes Vorbild durch alle Medien auf und ab gespielt. Die Postille »Österreich« entblödet sich nicht, die heutige Sonntagsausgabe mit formatgroßem Jolie-Cover und der Schlagzeile »Angelina Jolie - Die Heldin im Kampf gegen Krebs« aufzumachen.In anderen Zeitungen: derselbe Schwachsinn!

Offenbar hat man den Redaktionen wegen Gehirntumor-Risikos flächendeckend das Hirn amputiert — sonst ist solch geballter Nonsense eigentlich nicht erklärlich! Was, bitteschön, ist heldenhaft daran, aus Angst vor einer möglichen Unbill sich eine sichere freiwillig anzutun? Ist einer ein Held, wenn er im sicheren Wissen, einmal zu sterben, jetzt lieber gleich Selbstmord begeht? Ich würde eher sagen, er ist ein Trottel!

Was Frau Jolie mit ihren Huppen macht, ist letztlich ihr Problem, nicht meines. Mich kümmert es ja auch ebensowenig, wenn Leute der Meinung sind, ihr Hirn durch Koks (oder, plebejischer: durch Alk) zerstören zu müssen, solange sie ihren Mitmenschen dadurch keinen Schaden zufügen. Ich nehme mir bloß die Freiheit, derlei Vorgangsweisen für ziemlich bekloppt zu halten. Unverantwortlich ist hingegen der Medien-Hype, der jetzt gefahren wird: da werden Frauen mit »diesem Gen«, die sich nicht gleich die Oberweite abräumen lassen, unterschwellig als verantwortungslos und feige dargestellt. Da werden Frauen, die nicht wissen, ob sie »dieses Gen« überhaupt haben, unter Zugzwang gesetzt, sich doch gefälligst screenen zu lassen. Da wird einer absurden »Wir-können-alles-Unerwünschte-verhindern-wenn-wir-nur-rechtzeitig-dagegen-was-unternehmen«-Mentalität das Wort geredet. Und die Absurdität daran ist umso größer, als es zwar nach derzeitigem Stand der Forschung so aussehen mag, als ob »dieses Gen« für Brust- und Eierstockkrebs »verantwortlich« wäre — aber kein Mensch sagen kann, ob dies in vielleicht fünf (oder gar erst in zwanzig) Jahren immer noch »state of the art« der Medizinforschung sein wird!

Ich erinnere mich noch zu gut an die Verteufelung des Cholesterins (mein armer Schwiegervater wurde deshalb unter den Argusaugen der Schwiegermutter auf maximal ein Ei pro Woche gesetzt) — heute weiß man längst, daß das in dieser Form purer Unsinn war!

»Let's cross that bridge when we come to it«, sagt der englische Volksmund, und hat damit völlig recht. Über die letzte Brücke wird jeder von uns gehen müssen, gleichgültig ob ihm Art und Zeitpunkt gefallen — und egal, ob als Frau mit den eigenen Brüsten, oder Silikoneinlagen (die stören höchstens die Krematoriumsbetreiber, weil sie ihre Schornsteine erbärmlich verdrecken) ...

Samstag, 18. Mai 2013

Die Blog-Roll wächst und wächst

... und — wie gewiegte Kenner dieses Blogs bemerkt haben werden — wurde deshalb vor einigen Wochen einem großen Face-Lift unterzogen: staat der alten, bloß alphabetischen Ordnung bemühten wir uns zum Frommen der Leser die zahlreichen Links in Gruppen zu gliedern. Ein letztlich zwar chancenloses Unterfangen — wer will schon ent- und unterscheiden, ob Karl Eduards Kanal jetzt unter »Die Satiriker« gehört, oder unter »Die Konservativen«. Bei ein paar Blogs haben wir schließlich Doppelerwähnung in Kauf genommen, in unserer Verzweiflung sogar eine Gruppe »Die Un(ein)schätzbaren« gegründet ...

Der letzte Zugang — er sei hier unter dem Motto »Einer für alle« genannt —  ist »Neues aus Hammelburg«. Viel Vergnügen damit!

Wie auch immer: wir taten, was wir konnten (»Quod potui feci - faciunt meliora sequentes«, wie der Bildungsbürger sofort zu murmeln, und der gaanz große Bildungsbürger sich auch noch molto classico als Hexameter korrekt zu betonieren weiß ...) — und jetzt ergeht die Frage an die geneigte Leserschaft, zugleich ein Denksporträtsel für die kommenden Pfingstfeiertage, die des Wehens des Hl. Geistes wegen dafür natürlich besonders geeignet sind:

Wem fallen dazu noch Verbesserungen bzw. Ergänzungen ein?


Fehlt noch eine Gruppe? Wer gehört wo anders hin, oder vielleicht besser doch in zwei (oder gar drei) Gruppen? Oder ist der um das Leserwohl so bemühten Blog-Redaktion entgangen, daß sich einer der Blogs mittlerweile eingeschläfert bzw. ganz aufgelöst hat? (»B.L.O.G.« bleibt trotzdem! Punktum!). Oder gibt es noch Blogs, die unbedingt reingehören sollten. Und wenn, warum? Gibt es welche, die unbedingt rausfliegen sollten — und wenn, warum?

Also Leute: strengt euch auch mal zur Abwechslung ein bisserl das Hirn an! Und gönnt LePenseur dafür ein entspanntes Pfingstwochenende ...

Man mag gegenüber dem gestern verstorbenen General Jorge Rafael Videla

... seine durchaus berechtigten Vorbehalte und Einwände haben. Eines jedenfalls erhebt ihn turmhoch über das Charakterniveau von geschätzten 99,9% unserer ach so demokratischen Polit-Machthaber: General Videla übernahm im Verlauf seines Prozesses im Jahre 2010 die volle Verantwortung für Verbrechen, die unter seiner Herrschaft begangen worden sind. Und das war, wie er wußte, keine leere Formel, denn nicht eine zahnlose Funktionsenthebung war die Sanktion, denn er war längst gestürzt, entmachtet, gerichtlich verurteilt, eine Begnadigung durch die neuerliche Anklage aufgehoben und für die Zukunft sicherlich ausgeschlossen. Sein Tragen der vollen Verantwortung wurde auch nicht mit dem weichen Ruhekissen einer gutdotierten Politikerpension belohnt, sondern nur mit seinem dadurch wohl ruhig(er)en Gewissen — und einem ebenso gewissen Gefängnisaufenthalt.

Wer sich noch an die Meldungen aus der Zeit der ebenso korrupten wie völlig unfähigen Präsidentin Isabel Perón erinnern kann, als sich Politskandale mit Terroranschlägen kommunistischer Untergrundbanden abwechselten, und Argentinien in Chaos und Armut versankt, der wird die »undemokratische« Machtübernahme durch die Militärjunta wohl mit anderen Augen sehen, als es heutige Journaillisten gerne tun, die nach Karl Kraus' bekanntem Diktum »nachher immer schon alles vorher gewußt haben«. Denn wie sehr Demokratie eine bloße Schönwetterveranstaltung ist, erkennen wir bereits jetzt und hier in Europa, wo schon ein vergleichsweises »Mailüfterl« an wirtschaftlichen Schwierigkeiten — die Orkane stehen uns erst bevor! — dafür sorgt, daß unsere »demokratischen« Politruks sich einen Tinnef um Verfassung, Verträge und Gesetze scheren, sondern drauflosfuhrwerken, wie sie gerade lustig sind!

Wer aus der Riege von Barroso, Merkel, Schäuble, Hollande & Co. wird irgendwann eine »volle Verantwortung« übernehmen — nämlich wirklich, nicht als bloße Show für den Volkszorn, ohne vorherige Zusicherung einer lukrativen Sinekure danach? Ich wage die Prognose: keiner. Denn sie werden alle für nichts, aber schon garnichts verantwortlich gewesen sein! Als tumbe, hilflose Toren werden sie sich darstellen, die vor bedrohlichen Sachzwängen und Ränken anonymer Bürokraten einfach nichts anderes tun konnten, und eigentlich ohnehin nichts getan haben, und wenn, dann nur in der besten Absicht, nun schrecklich enttäuscht über die perfide Täuschung, der sie unterlagen ...

Nein — General Videla hat nicht alles richtig gemacht. Aber er hat für das Falsche, das er tat, die Verantwortung nicht bloß rhetorisch übernommen, sondern — hochbetagt und dennoch nicht durch Haftunfähigkeiten salviert — durch jahrelangen Hausarrest und durch Gefängnisstrafen abgebüßt. Er starb gestern im Alter von 87 Jahren im Gefängnis von Marco Paz.

»Paz« bedeutet bekanntlich »Friede«. Wünschen wir ihm für den Mut, seine Fehler einzugestehen, jenen Frieden, der denen beschieden ist, die als Gerechte sterben — denn bedenken wir: mehr an Gerechtigkeit, als für sein Unrecht die volle Verantwortung zu übernehmen, wird nur den wenigsten Menschen möglich sein. Videla hat das ihm mögliche getan, und möge wenigstens jetzt in jenem Frieden ruhen, den die heutige Machthaber seinem Heimatland nicht bringen werden ...

Freitag, 17. Mai 2013

Wie reagiert ein typischer Soze ...

... wenn jemand einen  seiner Verbündeten — mit dessen Gunst er an der deutlich dahinschwindenden Mach, oder wenigstens an deren Trögen, zu bleiben hofft — als Verbrecher bezeichnet? Geht er etwa dem Vorwurf nach? Verlangt er Beweise oder Indizien dafür? Nein, natürlich  nicht! Er verbietet ihm einfach das Haus, da er ihm den Mund, vermtlich mit größtem Bedauern, (noch) nicht verbieten kann:
Türkei: Abgeordneter vergleicht Erdoğan mit Assad

Der SPÖ-Europaparlamentarier Swoboda sagt ein Treffen mit dem türkischen Oppositionellen Kılıçdaroğlu ab. Der Grund: Letzterer nannte Premier Erdoğan einen Mörder und zog Parallelen zu Syriens Diktator Assad.

Der SPÖ-Europaparlamentarier Hannes Swoboda hat ein Treffen mit Kemal Kılıçdaroğlu, dem Chef der Republikanischen Volkspartei (CHP), abgesagt. Grund sind umstrittene Äußerungen des türkischen Politikers, wie die "Hurriyet Daily News" berichtet.

So hatte Kılıçdaroğlu den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan nicht nur vorgeworfen, ein "Mörder" zu sein. Erdoğan alleine trage die Schuld am Tod von 51 Menschen bei dem Doppelanschlag in dem Grenzort Reyhanlı. Er verglich den Premier auch mit Syriens Diktator Bashar al-Assad.

"Zwischen Assad und Erdoğan gibt es nur in den Schattierungen Unterschiede. Beide sind repressiv, beide haben spezielle Gerichte und Staatsanwälte. Medienbosse rufen an und fragen, welche Journalisten ins Gefängnis gehören. Den Medien werden Instruktionen gegeben", sagte er. "Worin unterscheiden sie sich also in Bezug auf Demokratie?"

Swoboda: "Ich habe moralische Regeln"

Swoboda verlangte von Kılıçdaroğlu eine Klarstellung: "Es ist inakzeptabel, die beiden zu vergleichen", wird der Fraktionschef der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament von "Todays Zaman" zitiert. "Wenn Sie einen solchen Vergleich in der Türkei ziehen, dann ist das nicht meine Angelegenheit, allerdings meine ich, es ist nicht sehr klug. Aber wenn dies in meinem Haus geschieht (..), dann ist das völlig inakzeptabel. Ich habe Standards, ich habe moralische Regeln." Sollte Kılıçdaroğlu das nicht akzeptieren, "braucht er nicht zu kommen".
(Quelle)
Über derlei »moralische Regeln« eines Herrn Swoboda braucht man sich zwar nicht wirklich zu wundern, er ist schließlich ein in der Wolle gefärbter Sozen-Apparatschik — dennoch: »meine Kotztüte« (um einen Poster zum vorletzten Artikel zu zitieren, als Österreich würde ich »mein Speibsackerl« sagen) füllt sich bei derlei Äußerungen rapide ...

Mittwoch, 15. Mai 2013

Bisweilen wachen selbst Systemmedien auf

... und dann gibt es Artikel zu lesen wie diesen hier, vor ein paar Tagen, auf »Cicero« (okay, okay, unter der Systempresse ja noch einer der besseren ...):
Die „Generation G“ unterhöhlt die Innere Pressefreiheit
Von Wolfgang Bok 3. Mai 2013

Heute ist Tag der Pressefreiheit. Grund genug, uns wieder um diese zu sorgen. Draußen in der Welt natürlich. Doch wie steht es bei uns in Deutschland um die Freiheit der Meinungsbildung? Schlechter als wir glauben, denn die „Generation Greenpeace, Gender, Gerechtigkeit“ sperrt sich gegen journalistische Pluralität

Auch in Deutschland ist die Pressefreiheit in Gefahr. Nicht, weil ein machtloser Bundespräsident bei einem machtbewussten Chefredakteur um Gnade fleht. Auch nicht, weil Verlagsmanager krampfhaft nach „neuen Erlösquellen“ suchen, die Werbekunden zur Grenzüberschreitung ermuntern. Und schon gar nicht, weil üble Mächte mutige Journalisten drangsalieren. Nein, bei uns wird die Pressefreiheit von innen ausgehöhlt. Und zwar von denen, die vorgeben, das Recht auf freie Meinungsbildung zu verteidigen. Denn zur Pressefreiheit, die im Grundgesetz Artikel 5 verankert ist, gehört die innere Pressefreiheit. Diese wiederum besagt nicht nur, dass Redaktionen unabhängig von wirtschaftlichen Zwängen der Wahrheit auf den Grund gehen sollen. Das Privileg der Unabhängigkeit verlangt auch, dass die Rechercheure und Meinungsmacher unvoreingenommen an alle wichtigen Themen herangehen. Frei nach dem Grundsatz des einstigen Tagesthemen-Moderators Hans Joachim Friedrichs: „Mache dich mit keiner Sache gemein. Auch nicht mit der guten!“

Genau an dieser Distanz fehlt es. In den Verlagshäusern und Rundfunkanstalten werden derzeit die Alt- und Jung-68er von der Generation Greenpeace abgelöst. Sie ist mit der ständigen Apokalypse aufgewachsen. Der grüne Alarmismus ist ihnen in Fleisch und Blut übergegangen. Das ist viel schlimmer als eine Gleichschaltung, wie man sie aus autoritären Staaten kennt: Diese Generation, die mittlerweile in vielen Redaktionen das Sagen hat, ist sich ihrer eingeschränkten Wahrnehmung gar nicht mehr bewusst. Sie denken vornehmlich in Freund-Feind-Kategorien und teilt die Welt am liebsten in Gut und Böse ein. Gut ist alles, was den Genderrichtlinien entspricht, mit einem blauen Engel bemäntelt ist, „mehr soziale Gerechtigkeit“ verheißt und vor allem „gegen rechts“ klare Kante zeigt.
(Hier weiterlesen)
Man braucht sich doch nur einmal das heutige Redaktionspersonal ansehen. Sofern weiblich (bzw. besser mit »penislos« beschrieben), gehören sie entweder in die Kategorie verbissene Kampflesbe, oder in die der grünen Schlampe. Sofern männlich ... naja, also: männlich wirken die alle nicht! Entweder sind's Milchbubis mit Pickeln, oder Softies mit und ohne Fönwelle. Luschen allesamt. Pressefreiheit kann in solchen Händchen nur verkommen ...

Montag, 13. Mai 2013

»Fallax gratia, et vana est pulchritudo«

... sagt schon Salomo in seinen Proverbia (Prov. 31, 30). Und dem Hochwürdigen Herrn Alipius verdanke ich die Kenntnis dieser bemerkenswert dazupassenden GrünInnen-Initiative:
Grüne wollen Miss-Wahl auch für weniger Schöne

"Jugendliche, die nicht groß und schlank sind, werden ausgegrenzt", sagt Marianne Bukert-Eulitz.

Groß, schlank, lange Beine, hübsches Gesicht – junge Frauen, die an einer Miss-Wahl teilnehmen, sind vor allem eins: schön! Es ist, das kann man so einfach sagen, die Schlüsselqualifikation für diesen Wettbewerb. Doch Grünen-Politikerin Marianne Burkert-Eulitz (40) gefällt genau das nicht. „Bei Miss-Wahlen werden grundsätzlich Menschen unserer Gesellschaft ausgeschlossen.“

Auch weniger schöne Damen sollten eine Chance kriegen.
(Hier weiterlesen)
Nun, wie es so oft ist im Leben — wo Deutschland erst hinwill, ist Österreich schon längst weiter! Denn Miss-Konkurrenzen für weniger Schöne sind alter alpenländischer Brauch, z.B. in der idyllischen Salzburger Stadt Hallein ...

In Memoriam Alois Hudal

Vielleicht hat es einer der Leser dieser Artikelserie (Quantum refert ... – Teil ITeil IITeil IIITeil IV) bereits vermutet: jener »katholische Geistliche« in Rom war niemand anderer als der jahrzehntelange Rektor  der deutschen Nationalkirche in Rom, der »Santa Maria dell'Anima«, Dr. theol et rer.bibl. Alois Hudal, Titularbischof von Æla (oft auch nach italienischer Schreibweise »Ela«) und Träger des Ehrentitels »päpstlicher Thronassistent«, der heute vor genau 50 Jahren, also am 13. Mai 1963 (und nicht, wie die deutsche Wikipedia – wenigstens bis dato – unrichtig vermerkt: am 19. Mai 1963) 78-jährig verstorben ist.

Wer war aber dieser Mann? Jahrzehntelang galt er einfach als eine der dunkelsten Gestalten im katholischen Klerus, als »Nazi-Bischof«, als Organisator der »Rattenlinie« — eine durch und durch sinistre Erscheinung, der gegenüber sich die anderen umso heller abhoben: ob Päpste, Kardinäle, Bischöfe, Priester oder katholische Laien – sie alle konnten dank des odiosen Bischofs gewissermaßen vor Gott treten und beten: »Herr, ich danke Dir, daß ich nicht bin wie jener ...«.

Nun — war Bischof Hudal wirklich jener Dunkelmann, für den er so gerne gehalten wurde und wird? Wohl nicht ganz, denn sogar die neonazistischer Neigungen recht unverdächtige deutsche Wikipedia kommt nicht umhin einzuräumen, daß eine Reihe von Vorwürfen (so z.B. eine Parteimitgliedschaft in der NSDAP oder die Fluchthilfe für Bormann oder Eichmann) reine Erfindung waren, mittlerweile längst durch Archivforschung widerlegt. »Zwar seien pauschale Verurteilungen nicht mehr zulässig, doch dürfe „Hudal nun ebenso wenig zum unverstandenen Märtyrer einer aussichtslosen, aber edlen Sache hochstilisiert werden“«, wird natürlich eilig (aus einer inzwischen nicht mehr zugänglichen Quelle von Radio Vatikan) hinzugesetzt.

Sehen wir uns einmal das Leben dieses Geistlichen an: es verlief bis zum Jahr 1933 ebenso erfolgreich, wie unspektakulär. Geboren in Graz am 31. Mai 1885, als Sohn eines Schuhmachers, studierte er Theologie und wurde 1908 zum Priester geweiht. 1911 promovierte er in Graz zum Dr. theol., daran schloß sich ein Studium am Päpstlichen Bibelinstitut in Rom, wo er 1913 mit einer Dissertation über »Die religiösen und sittlichen Ideen des Spruchbuches« ein weiteres Doktorat für Bibelwissenschaften erlangte. Am Vorabend des Ersten Weltkrieges habilitierte er sich als Privatdozent für alttestamentliche Bibelwissenschaft in Graz, wo er 1919 die entsprechende Lehrkanzel als ao. Professor, und ab 1923 als Ordinarius übernahm. Aus dieser Zeit stammte auch seine wiederholt aufgelegte »Einleitung in die heiligen Bücher des Alten Testaments«.

Im selben Jahr 1923 übersiedelte Hudal (unter Karenzierung von seiner Professur in Graz), zum päpstlichen Hausprälaten ernannt, nach Rom an die »Anima«, zunächst als Vizerektor, dann als Rektor-Koadjutor cum jure successionis, wo er sich erfolgreich um die wirtschaftliche, kulturelle und spirituelle Belebung dieser durch die Wirren des Ersten Weltkrieges sehr in Mitleidenschaft gezogene Institution bemühte, und wurde 1933 zum Titularbischof von Æla erhoben. Damit endete freilich seine kirchliche Karriere (mit Ausnahme der Verleihung des reinen Ehrentitels »päpstlicher Thronassistent«) — denn Hudal war mittlerweile in die Mühlen der vatikanischen Politik gegenüber Hitler geraten, als er 1937 ein Buch über »Die Grundlagen des Nationalsozialismus« veröffentlichte.

Dieses wird heute zwar gerne als Jubelpostille für eine Zusammenarbeit von Katholischer Kirche und NS-Regime dargestellt, doch ist es das denkmöglich? Hudal war immerhin jener Konsultor des »Heiligen Offiziums«, der Rosenbergs »Mythus des XX. Jahrhunderts« sowie weitere Bücher von diesem und Bergmann (von der »Deutschgläubigen Bewegung«) auf den damals noch bestehenden Index der verbotenen Bücher brachte, und verschiedene Sätze aus Hitlers »Mein Kampf« durch den Papst explizit zu verurteilen vorschlug! Weiters unterbreitete er (wie bereits in Teil II erwähnt) dem Papst den Vorschlag zu einem neuen »Syllabus der Zeitirrtümer«. »Nazis« sehen wohl anders aus ...

Hudal selbst machte allerdings — gestützt auf seine reichen Erfahrungen als Anima-Rektor, als der er ja Priester und Weihekandidaten aus dem ganzen deutschen Sprachraum zu betreuen hatte — eine deutliche Unterscheidung zwischen jenen (im Einfluß schwächer werdenden) Teilen des Nationalsozialismus, die aus konservativ-nationalgesinnten Bewegungen (also frühere DVP, DNVP, Nationalliberale etc.) kamen, und einem (seiner Meinung nach insbesondere ab 1933 immer stärker werdenden) »national-bolschewistischen« Flügel, der rabiat kirchenfeindlich und totalitär war, und schließlich einem Flügel um germanisierende Neu-Heiden vom Schlage Himmlers oder Rosenbergs, die zur Kirchenfeindschaft noch exzessive Rassengedanken vertraten. Die von ihm gezogene Konsequenz — nämlich: den konservativ-bürgerlichen Flügel zu stärken, indem die durch einen modus vivendi gesicherte Position der Kirche diese auch zu einer Stärkung desselben befähigte — mag als zu gutgläubig, ja als illusionär bezeichnet werden, aber sie ist sicher nichts, weshalb Bischof Hudal die Schmähung als »Nazi-Bischof« verdient hätte. Er selbst schreibt dazu in seinen »Römischen Tagebüchern« (S 149):
Es ist in letzter Linie die Form der Synthese der Religion — die ferne von rein politischen Zielen nur Dienerin der Seelen ist — mit dem nationalen und vom Marxismus geläuterten sozialistischen Programm für eine Wiedergeburt Europas; mit wenigen Worten, die Entpolitisierung von Religion und Kirchen und gleichzeitig des Entreligionisierung politischer Bewegungen und Parteien (Labour Party, Nordamerika), die ihr Programm auf sozial- und staatspolitische Aufgaben beschränken, die religiöse Einstellung aber dem Gewissen der einzelnen überlassen.

Sich für eine moderne Lösung der religiösen Frage innerhalb des NS eingesetzt zu haben, gilt heute nicht wenigen, die von der Niederlage Deutschlands Vorteil gehabt haben, als ein Verbrechen gegen die von ihnen verteidigte »Demokratie«. Allein in diesem Versuch sich geirrt zu haben, ist jedenfalls ehrenvoller als die Haltung so vieler Feide des großdeutschen Reiches, die hinter den Kulissen gearbeitet haben, um die militärische Front zu untergraben, den einheitsgedanken der Deutschen zu zerstören und schließlich ganz Deutschland in das größte Unglück hineinzustoßen. Welchen Dank haben sie geerntet? Und trotz allem wird die Synthese von Nation, Sozialismus und Autonomie der religiösen Bekenntnisse, welcher Form und Farbe auch immer, Programm, Problem und Frage der kommenden Jahre sein.
So wie Bischof Hudal nicht nur seitens des Vatikans für dieses Buch, wenn auch wegen seines bischöflichen Ranges nicht namentlich in der Öffentlichkeit, kritisiert wurde, auch mehr als deutlich die Ungnade des Heiligen Stuhles zu spüren bekam, so wurden auch seitens der Nazis seine damit verbundenen Bemühungen um eine Befriedung der kirchenpolitischen Situation vollständig unterlaufen, und darüber hinaus das Buch selbst faktisch aus dem Verkehr gezogen. Hudal war persona non grata im Vatikan nicht weniger als in Deutschland, und nur der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verhinderte wohl, daß er von seinem Posten in Rom abberufen wurde.

Doch Hudal wird nicht nur dieses Buch zum Vorwurf gemacht — es ist auch seine sicherlich nicht leicht nachvollziehbare Rolle als »Fluchthelfer von Nazis«.
Alle diese Erfahrungen haben mich veranlaßt, nach 1945 meine ganze karitative Arbeit in erster Linie den früheren Angehörigen des Nationalsozialismus und Faschismus, besonders den sogenannten Kriegsverbrechern zu weihen, die von Kommunisten und »christlichen« Demokraten verfolgt wurden. ... Hier zu helfen, manchen zu retten, ohne opportunistische und berechnende Rücksichten, selbstlos und tapfer, war in diesen Zeiten die selbstverständliche Forderung eines wahren Christentums, das keinen Talmudhaß, sondern nur Liebe, Güte und Verzeihung kennt.
... schreibt Hudal in seinen Erinnerungen, und genau dieses Zitat wird bspw. auch in der deutschen Wikipedia genüßlich angeführt, um zu insinuieren, daß Hudal ja doch ein Nazi war, wenigstens aber ein Nazi-Kollaborateur! Nun — wie so oft haben Zitate den Nachteil, aus dem Zusammenhang gerissen und verstümmelt zu sein. So auch hier, denn der fehlende Text bei den drei Punkten des Zitates lautet:
... und »christlichen« Demokraten verfolgt wurden, oft mit Mitteln, deren Methoden sich nur wenig von manchen ihrer Gegner von gestern unterschieden haben; obwohl diese Angeklagten vielfach persönlich ganz schuldlos, nur die durchführenden Organe der Befehle ihnen übergeordneter Stellen und so das Sühneopfer für große Fehlentwicklungen des Systems waren. Hier zu helfen ...
Man mag diese Einschätzung nicht teilen — aber will man denn ernstlich behaupten, daß es die Aufgabe eines Seelsorgers wäre, auch dann, wenn er durch persönliche Vergewisserung in konkreten Falle zu dieser Überzeugung gelangte, einen Verfolgten zu denunzieren, oder ihn gar auszuliefern? Und außerdem gehen dem Zitat im Original folgende motivierende Bemerkungen voraus, die den Absatz noch stärker in einem anderen Lichte sehen lassen:
So hatte der Krieg der Alliierten gegen Deutschland in letzter Schau sehr wenig mit Idealen zu tun. Er war kein Kreuzzug, sondern nur die Rivalität wirtschaftlicher Großkomplexe, um deren Sieg gekämpft wurde, ein sogenanntes »business«, während die Schlagworte Demokratie, Rasse, Religionsfreiheit und Christentum als Köder für die Massen benutzt wurden.
Alle diese Erfahrungen haben mich veranlaßt ...
(weiter s.o.)
Nun, so genau will man das alles doch überhaupt nicht wissen, oder? Da könnte doch der Gründungsmythos des Nachkriegseuropa, ja der Nachkriegs-Weltordnung, ins Wanken geraten — aber wie sehr die Schlagworte eben bloß Schlagworte waren, wurde von den Alliierten während des Krieges, wie auch nach diesem hinlänglich bewiesen. Wo war denn die »Demokratie« für jene Staaten und Völker, die von den Westalliierten der Sowjetunion als Kriegsbeute überlassen wurden? Wie glaubwürdig ist ihr Kampf gegen »Rassismus«, wenn in den USA und in britischen Kolonien bis in die 60er-Jahre eine Rassentrennungspolitik bestand, inklusive Mischeheverboten, die eine fatale Ähnlichkeit mit den Nürnberger Gesetzen unseligen Gedenkens aufwiesen? Wen scherte (und schert) in Washington oder an der Themse die Religionsfreiheit, sobald ein verbündeter Potentat im Nahen Osten durch solche Bemerkungen vergrätzt werden könnte? Ach, die Bitterkeit des alten Bischofs ist nur zu gut nachvollziehbar — wenn man sich bloß traut, den Blick ein wenig über den Tellerrand der offiziell kanonisierten — will sagen: machtpolitisch zurechtgelogenen — Geschichte jenes Zeitalters zu richten!

Alois Hudal wurde 1952 aus seinem Amt gedrängt, mit einfach hinterhältigen, letztklassigen Intrigen, bei denen sich das Staatssekretariat hinter den Episkopaten Deutschlands und Österreichs versteckte, und diese sich wieder aufeinander ausredeten, und allesamt auf »die Kreise im Vatikan«, »die Weltöffentlichkeit« und was dergleichen Nebulositäten mehr sind. Man stellte ihn zur Rede, weil er den todkranken und schließlich an einer Vergiftung (mutmaßlich durch den US-Geheimdienst) sterbenden Vizegouverneur von Polen Generalleutnant Freiherr v. Wächter betreut hatte, der ihm vor dem Tod sein tiefes Bedauern über die nicht gelungene Verständigung der Nazis mit der Kirche bekannte — der Substitut im Staatssekretariat, Mons. Montini (der spätere Papst Paul VI) zuckte peinlich berührt zurück, als Hudal ihm ins Gesicht sagte: »Wenn diese meine Handlung im Fall Wächter nicht Christentum, und zwar ein heroisches, darstellt, dann habe ich mich in der Wahl dieser Religion geirrt!«

Bischof Hudal selbst stürzte sich in Arbeit als Konsultor des »Heiligen Offiziums«, für welches er in eineinhalb Jahren ca. 300 Gutachten verfaßte, er schrieb daneben ein vielbeachtetes Buch über die »Österreichische Vatikanbotschaft 1806-1918« — um schließlich am Weihnachtsabend 1953 ein zutiefst verbittertes und zugleich überaus mutiges Schreiben an Pius XII zu schicken, in dem er zum Schluß hinsichtlich seiner Behandlung die offene Frage stellte:
Ist das also die Sprache des Evangeliums? Was haben einfache Priester von einem solchen System der Willkürherrschaft zu erwarten, wenn Bischöfe dieser Behandlung ausgesetzt werden? Ich zweifle aber nicht, daß ein letzter ewiger Richter einst gerecht und barmherzig alles beurteilen wird, was ich geirrt haben sollte, und jenes, was ich auch an positiven Leistungen in den langen Jahren meines Priestertums mit schwachen Kräften und reiner Absicht getreu meinem Wahlspruch »Ecclesiæ et Nationi«(1) zu vollbringen wenigstens bestrebt war. Schmerzerfüllt denke ich an die letzten Worte von Bonaiuti: »La Curia non ha un cuore«(2). Ich persönlich muß auch eigener Lebenserfahrung noch dazufügen: »Tante volte anche non giustizia«(3).

(1) »Der Kirche und der Nation«
(2) »Die römische Kurie hat kein Herz«
(3) »und oft auch keine Gerechtigkeit«
Bischof Hudals in diesem Abschiedsschreiben geäußertem Wunsch, ihn als Bischof und päpstlicher Thronassistent aus dem »Päpstlichen Jahrbuch« zu streichen, wurde nicht entsprochen, denn offenbar schreckten die maßgeblichen Stellen dann doch vor dem darin offen zutage tretenden Skandal zurück. Er zog sich in sein Landhaus in Grottaferrata, etwas außerhalb Roms, zurück, um seine Erinnerungen zu schreiben, die erst 1976 veröffentlicht werden konnten.

Sein unmittelbarer Nachfolger an der »Anima«, der spätere Weihbischof und Generalvikar von Wien, Dr. Jakob Weinbacher, der als Sekretär von Kardinal Innitzer unmittelbarer und leidtragender Zeuge der Stürmung des Wiener Erzbischöflichen Palais' am 8. Oktober 1938 durch HJ-Horden war und nun wirklich nicht als Freund der Nazis gelten konnte, schrieb ein herzliches Vorwort zu den »Römischen Tagebüchern« (aus denen hier zitiert wurde), in dem er u.a. meint: »... das Wertvolle dieser Lektüre liegt darin, daß ein Mensch aus unmittelbarer Erfahrung spricht. Manchmal überschwenglich, manchmal kritisch schildert er unbewußt das Milieu, in dem er jahrzehntelang stand.«

»Quantum refert, in quæ tempora vel optimi cujusque virtus incidat« — dieser Plinius-Satz, den Bischof Hudal in seinen Erinnerungen zitiert, traf wohl auf ihn zu, wie auf wenige andere ...

»USA: 19 Verletzte nach Schießerei auf Muttertagsparade«

... schreibt »Die Presse« (von APA/dpa/AFP ab). Nun lassen Sie uns raten: entweder waren's Syrer (wie zuvor in Türkisch-Glüwüçe), oder irgendwelche Waffennarren, die bei der Flucht vermutlich zufällig ihren Mitgliedsausweis der »National Rifle Association«*) verloren. Der dann von der Polizei gefunden wird. So wie andernorts CDs mit Bekenner-Videos nach einem Brand. Oder der Reisepaß eines Flugzeugentführers, nachdem das in ein Hochzeug gelenkte Flugzeug dieses ins Brand setzten, bis es einstürzte. Ja,  sowas gibt's — seeehr selten zwar, aber es gibt's! Ganz sicher sogar, sagen die Behörden. Die müssen es ja wissen ...

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*) Sie wissen ja: das sind die Böslinge, deren politischer Einfluß Backaromas geplante Entwaffnung des amerikanischen Volkes behindert!

Sonntag, 12. Mai 2013

Nachdem der seinerzeitige Raketenangriff

... auf ein Feld in der Nähe der türkischen Grenzstadt Glüwüçe (LePenseur berichtete am 8.10.2012) leider mangels Todesopfern und bloß geringfügiger Sachbeschädigung noch nicht den erwünschten Effekt erzielt hatte, mußte durch einen neuerlichen Anschlag, dem diesmal 46 Menschen zum Opfer fielen, die erhoffte Begründung für ein Eingreifen türkischer Truppen in Syrien gesucht werden. Noch ist nicht klar, ob dieses Ziel des Anschlags erreicht werden konnte, denn es gibt nach wie vor uneinsichtige Kreise in der türkischen Bevölkerung, die noch immer nicht gerne gegen Syrien in den Krieg ziehen wollen:
Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu wies Proteste in der Türkei zurück, die Aufnahme einer Flut von syrischen Flüchtlingen habe den Bürgerkrieg ins eigenen Land gebracht. "Der Anschlag hat nichts zu tun mit den syrischen Flüchtlingen in der Türkei, er hat nur zu tun mit dem syrischen Regime", sagte Davutoglu am Sonntag dem Sender TRT. Er gehe davon aus, dass die Drahtzieher des Anschlags am Samstag dieselben seien wie die eines Anschlags in der syrischen Hafenstadt Banias vor einer Woche, fügte der Minister hinzu. Dort töteten Assad-Anhänger Oppositionsangaben zufolge 62 Menschen. Bereits am Samstag hatte Davutoglu erklärt, die Türkei werde "solche Provokationen in unserem Land nicht zulassen". (Hier weiterlesen)
... weiß »die Presse« (abgeschrieben von APA/AFP/dpa/Reuters) zu berichten. Immerhin wurden neun Verdächtige gefaßt, und es gibt — in Anbetracht der bekannt rechtsstaatlichen Verhörmethoden der türkischen Polizei nicht verwunderlich — bereits Geständnisse, wie der stellvertretende türkische Ministerpräsident Besir Atalay bei einer Pressekonferenz verkündete.

Wir Österreicher jedenfalls wissen, was wir jetzt zu tun haben — und wenn noch nicht, dann teilt es uns ein treffliches Posting in der »Presse« mit:
Österreich...
muss nun Solidarität zeigen und endlich viele Tausende Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen. Nun gilt es, aufgrund des anhaltenden Migrationsdruckes, die europäischen Sozialwerke mit Steuergeldern weiter auszubauen. Der anhaltende Zustrom an unqualifizierten Migranten und Flüchtlingen kann nur mit sicheren Sozialwerken aufgefangen werden. Daher sind wenn nötig die Steuern und Abgaben in der EU für die arbeitenden Einheimischen weiter zu erhöhen damit die Auszahlung von Transferleistungen an zuwandernde Flüchtlinge gewährleistet bleibt. Besonders in wirtschaftlichen Krisenzeiten müssen Flüchtlinge bestmöglich versorgt und unterstützt werden. Die Einheimischen haben genügend Geld um sich selber durchzubringen, die brauchen keine Unterstützung vom Staat. Besonders bedürftige Einheimische müssen nun endlich lernen die Sozialleistungen zu teilen.
Natürlich muß Österreich über Flüchtlingsimport seinen Teil dazu beitragen, daß die USA möglichst günstig diesen — taktisch wie globalstrategisch so überaus lästigen — russischen Marinestützpunkt im Mittelmeer auflösen können. Denn wie kommen eigentlich die USA dazu, ständig für den Ausbau ihres Weltimperiums zahlen zu müssen — wenn es doch genug Trottel- und Helotenvölker gibt, die das an ihrer Stelle übernehmen können ...

Quantum refert … — Teil IV

Noch einige Zitate aus der Feder des katholischen Geistlichen, dem diese Artikelserie gewidmet ist. Ich bitte die Leser, die sich von den notwendigerweise langen Texten weniger angesprochen fühlen (lange Texte sind eher für die Buchform, als für den Bildschirm geeignet, ich weiß!) um Geduld — die Texte sind nämlich (man bedenke ihre Entstehung während des bzw. bald nach dem Zweiten Weltkrieg!) hochinteressante Zeugnisse eines selbständigen Geistes, den man bei einem »vorkonziliaren« Geistlichen eher nicht vermutet.

So denkt er über das Verhältnis von Kirche(n) und Staat (bzw. Politik) nach — und kommt zu aus damaliger Sicht durchaus »revolutionär« klingenden Thesen ... die heute freilich durch die Realität in weiten Teilen längst überholt wurden.
Der moderne Staat verlangt ein Neuorientierung mit neuen Formen für das Verhältnis Weltanschauung und Politik: Eine aufrichtige, wohlwollende Haltung gegenüber allen Religionen, ohne sich mit irgendwelcher enger zu verbinden, mit anderen Worten ihre verfassungsmäßig gesicherte Autonomie und ihre Ausschaltung aus dem politischen Raum; wobei man kirchlicherseits weitgehende Zugeständnisse machen sollte in Fragen, die letzten Endes nicht für wahre Religiosität entscheidend sein müssen […]. Eine christliche Staats- oder Soziallehre im strengen Sinn kann aus der Bibel nicht abgeleitet werden. Letztere nimmt vielmehr die Staats- und Wirtschaftsform als eine geschichtliche Gegebenheit. Sie billigt die alttestamentliche absolutistische Königsgewalt, die sich trotz religiöser Tarnung oft wenig unterschied von der Tyrannis der Nachbarvölker. Sie sagt nichts über die Rechtsgültigkeit der römischen Besatzungsmacht in Palästina und wie weit das eigene Volk in dieser politischen Form noch Rechte und Ansprüche hat. Mit anderen Worten, sie sucht unmittelbar und dieses auch erst seit Christus, durch Grundsätze von Gerechtigkeit und Brudergesinnung über Stand, Beruf und Nation hinaus die unvermeidlichen menschlichen Armseligkeiten einer jeden Staatspolitik zu verkleinern. Es ist deshalb abwegig und politische Sophistik, Christentum, Evangelium und soziale Politik in eine zu enge Bindung zu bringen. Es sollte keinen kirchlichen Integralismus im sozialen und politischen Leben von Nationen und Staaten moderner Form geben und andererseits auch keine Diktatur, welcher Farbe immer, sondern nur eine Demokratie im Sinne des Zweiparteiensystems nach englisch-nordamerikanischem Vorbild mit Links- und Rechtsrichtung, das heißt einer Opposition, die jede Majorisierung unmöglich machen kann. Diktaturen politischer und weltanschaulicher Art mit allen Mitteln zu bekämpfen, muß die nach den traurigen Erfahrungen mit dem NS besondere Sendung eines echten freien Christenmenschen sein.
Wie maßvoll mutet diese Weltbetrachtung an, wie illusionslos weiß sie die faktische Rolle von Religion zu beurteilen! Von bitteren Erfahrungen, die der Verfasser machen mußte, geprägt auch die historische Einordnung der Kriegs- und Nachkriegszeit
Ein wahrhaft christliches Zeitalter, wie es der Jesuitenredner Lombardi mit einem beglückenden Optimismus nach 1945 verkündete, wird kaum mehr kommen. So wie es vielleicht nie ein solches für längere Dauer gegeben hat, ausgenommen innerhalb der kleinen Gemeinden des Urchristentums, die aber die Welt nicht beeinflussen oder ändern konnten. Das Leben wird immer Kampf zwischen Licht und Schatten, ein Streben nach höheren und besseren Formen kultureller Entwicklung sein. »Der Untergang des Abendlandes, die Ankunft eines Antichrists, die Bekehrung Rußlands« sind nur in die Massen hineingeworfene Schlagworte. Richtig ist nur das eine, daß man von einem »Ende der Neuzeit« (Romano Guardini) sprechen kann, denn zwei Weltkriege, Faschismus, Nationalsozialismus und Bolschewismus waren gleichsam Erdstöße, die gezeigt haben, daß im Inneren alles in Bewegung geraten ist, daß Fragen gelöst werden müssen, die seit der Französischen Revolution, die nur eine kleinbürgerliche Angelegenheit gewesen war, infolge Mechanisierung von Arbeiter- und Bevölkerungsmassen eine großzügige Neuordnung verlangen, wenn nicht mit dem gegenwärtigen Zeitalter in wenigen Jahrzehnten auch Religionen und Christentum als sozialkulturformende Kräfte versinken sollten, was das größte Unglück aller bedeuten würde. Man kann die vorausgehenden Gedanken vom Ende »christlicher« Parteien, von der wohlwollend verstandenen Trennung von Kirche und Staat und von der »Militia socialis christi« als Utopien und Zukunftsträume eines weltfremden Idealisten bezeichnen. Allein sie werden eines Tages Wirklichkeit sein. […]
Fraglos ist die Sympathie unseres Geistlichen für das »Soziale« (das er gerne als »christlichen Sozialismus« bezeichnet, damit aber nichts anderes als die »christliche Soziallehre« meint, die ausgehend vom katholischen Sozialreformer des 19. Jahrhunderts, Freiherrn von Vogelsang, sich ab Leo XIII in Enzykliken und vielen Einrichtungen entfaltete) nicht ganz unproblematisch, da in ihr eine gewisse Abneigung gegen die — notwenig zu allererst profitorientierte — Wirtschaftstätigkeit spürbar bleibt. Doch welche Defizite diese christliche Soziallehre auch hat — sie sind paccata minora im Vergleich zu den verblasenen Konstrukten des Marxismus und aller darauf gründenden Sozialismen des 19. und 20. Jahrheunderts!

Und wer schließlich hätte einem Konsultor des »Heiligen Offiziums«, d.h. also: der Römischen Inquisition, die folgenden, durchaus auch selbstkritischen Sätze zugetraut?
… alle totalitären und autoritativen Systeme, welcher Farbe immer, sind in ständiger Gefahr das Opfer des Menschlichen und Allzumenschlichen zu werden, das heißt in Willkür, Unterdrückung gegenteiliger Meinungen und schließlich in der Tyrannis einer Art moderner Inquisition zu endigen, die keine Freiheit des Gewissens und persönlicher Entscheidung mehr kennt.
(Fortsetzung folgt)

Samstag, 11. Mai 2013

Könnten meine Katzen lesen

... (nun, vielleicht können sie's und verschweigen es mir nur — in der Tat finde ich beim Nachhausekommen in meiner Bibliothek immer wieder Bücher, die vorher noch auf dem Schreibtisch lagen, am Boden vor ... also wer weiß ...?)

Also: könnten meine Katzen lesen, so wären sie sicherlich Fans von Akif Pirinçci. So wie ich mittlerweile (obwohl ich seine Katzen-Krimis zwar recht nett finde, aber Krimis sind insgesamt nicht so mein Fall ...), und ganz besonders nach der Lektüre dieses Artikels:
Warum nicht gleich türkische Richter in deutschen Gerichtssälen?

Ob NSU-Prozess oder Pauschalverdächtigungen bei Bränden: Mit Hilfe muslimischer Lobbygruppen versucht die Türkei, sich immer mehr in die deutsche Politik einzumischen

Wenn ein Raufbold anfängt, dich in eine bestimmte Ecke zu drängen, gibt es nur zwei Möglichkeiten, den Konflikt zu beenden: Entweder du sagst ihm klipp und klar, dass es für ihn Konsequenzen haben wird, wenn er damit nicht aufhört – oder aber du begibst dich in die Demutshaltung und signalisierst ihm deine Unterwerfung.

So in etwa muss man sich die gegenwärtig ablaufenden Frechheiten seitens der Türkei und ihrer der Separation dienenden U-Boote wie Türkische Gemeinde, DITIB, Koordinierungsrat der Muslime usw. hierzulande sowie die Kapitulationshaltung deutscher Politiker vorstellen. In einer Weise, die an Autoaggressivität grenzt, vermitteln die deutsche Regierung und die deutschen Medien einer Migrantengruppe, denen man freundlicherweise zu einem besseren Leben als in ihrer Heimat verholfen hat, dass sie der Schwanz ist, der mit dem Hund wedelt.
(Hier weiterlesen)
... meint Pirinçci durchaus berechtigt provokant. Solange solche Artikel noch erscheinen können (und zwar im »FOCUS Magazin«), ist die Sache vielleicht noch nicht ganz verloren. Beschämend ist freilich, daß solch ein Artikel von einem türkischstämmigen Autor geschrieben werden mußte, weil unsere politisch korrekten Journaille-LuschenInnen in den Systemmedienredaktionen sich vor sowasnatürlich ins Hoserl gewischerlt hätten

Wer sich hingegen wie Pirinçci kein Blatt vor den Mund nimmt, der kann in seinem Artikel auch schreiben, warum er sich sowas — anders als besagte Redaktions-LuschInnen — trauen kann:
Ich weiß übrigens sehr wohl, dass ich mir mit diesem Text eine Menge Feinde schaffen werde, die es nicht so gerne sehen, wenn die Volksverblödung à la „die deutschen Muslimvereine dienen der Integration“ in Frage gestellt und die Ausländervergottungsmesse nicht dreimal am Tag gelesen wird. Aber da ich kein von Kultursubventionen lebender Staatskünstler bin und mir mein Geld auf ehrliche Weise verdiene, ist mir das vollkommen egal.

TÜRKISCHER DEUTSCHER Der Autor Akif Pirinçci, 53, kam in Istanbul zur Welt und lebt in Bonn. Bekannt wurde er mit seinem in 17 Sprachen übersetzten Detektivroman „Felidae“. Sein aktueller Roman „SLAM“ spielt in einer komplett islamisch gewordenen Zukunft.
Ob ich »Slam« wirklich lesen soll? Mein Blutdruck steigt ohnedies in Mount-Everest-Höhen, wenn ich bloß die Nachrichten aus einer noch nicht komplett islamisch gewordenen Gegenwart höre ...

Ach ja: und zum Schluß gibt Pirinçci noch einen kleinen Hinweis darauf, wie sehr doch, bitte, die türkische Regierung ihren Rand halten soll:
In der Türkei sind derzeit mehr Journalisten inhaftiert, als in den NSU- Gerichtssaal hineinpassen
Kommentar überflüssig.

Quantum refert ... — Teil III

So, wie die — im Teil II dieser Artikelserie geschilderten — Bemühungen unseres Geistlichen im Dezember des Jahres 1943, einen Waffenstillstand zwischen Westalliierten und Deutschland unter Beseitigung der NS-Herrschaft zu erreichen, fruchtlos blieben, so blieben es auch seine Gedanken über die Rolle Österreichs in Europa — Gedanken, die bis heute nicht umgesetzt werden, gerade obwohl sie eine für Zentraleuropa so dringend nötige Stabilisierung brächten. Dies ist aber nicht im Sinne der Brüsseler Zentralen — und zwar weder der EUrokratie (die jeden lokalen Gegenpol als Bedrohung ihrer absoluten Macht ansieht — und bei ihrer angemaßten Rolle als »Lenker Europas« wohl auch ansehen muß!), noch der NATO, deren Zentrale in Brüssel zwar nur der sprichwörtliche, mit dem amerikanischen Hund wedelnde Schwanz ist, aber gerade deshalb in seinem Einflußgebiet möglichst »diversifizierte« Verhältnisse liebt, ganz nach dem alten Motto »divide et impera«. Und dennoch: hatte (und hat!) jener verstorbene Geistliche nicht recht mit seinen Gedanken? Und, vielleicht schon zum Überdruß gefragt: sind Gedanken wie die folgenden denkmöglich Zeugnisse des Nazi-Ungeistes?
Es gab nur eine Alternative, wenn man nicht die Wirklichkeit leugnen wollte: der Zusammenschluß mit Deutschland zu einem national einheitlichen, föderativ aufgebauten Staat oder ein wirtschaftlicher Donaubund mit Tschechen, Ungarn, Südslawen und mit Triest als Freihafen mit Zollunion und einem allen gemeinsamen Staatsrat. Eine solche wirtschaftlich-politische Lösung hatte mit einer »monarchischen Restauration« nichts zu tun. Alles andere war Geld-, Zeit- und Kräftevergeudung, nachdem die Welt von morgen nur mit großen Wirtschaftsräumen rechnen kann, sollten nicht kleine Staaten in einem vergeblich geführten Rivalitätskampf um die Weltmärkte verbluten. […] Im Einverständnis mit mehreren Landsleuten arbeitete ich auch eine Denkschrift aus im Sinne einer Donauwirtschaftsföderation.

Als wir diese Schrift an maßgebende Stellen weiterleiteten, kam eine Reihe zustimmender Antworten*). Nur eine Stelle schwieg — Rußland. Auf Umwegen ersuchte mich das englische Kommando in Rom, bei der Sowjetvertretung in der Via Gaeta zu sondieren, wie man sich in Moskau ein zukünftiges Österreich vorstelle. Meine Aufnahme dortselbst war liebenswürdig. Ein junger Botschaftsrat, der ausgezeichnet die deutsche Sprache beherrschte, sagte mir: »Wir haben noch keine Weisungen, da diese Frage vom Politbüro noch nicht überprüft worden ist.«

*) Churchill, Roosevelt, Attlee, Generalleutnant W. Clark, um nur die wichtigsten zu nennen.
Wie man weiß, waren die sowjetischen Pläne alles andere, als daran interessiert, ein stabiles, selbständiges Zentraleuropa zu schaffen, und es grenzt fast an ein Wunder, daß Österreich mit seinen eigenen Staatsvertragsverhandlungen ein wohl nur schmales Zeitfenster nach dem Tode Stalins zu nutzen verstand, um seine — wenn auch durch mancherlei Kautelen beschränkte — Souveränität mit dem »Staatsvertrag von Wien« 1955 wiederzuerlangen.

Zurück in die Zeit des Zweiten Weltkriegs, und zwar in den Juli 1944. Etwa um die Zeit des Stauffenberg-Attentatsversuches richtete unser Geistlicher an alle in Rom lebenden Österreicher einen Aufruf, aus dem vieles zitierenswert wäre, hier doch aus Platzgründen nur einige besonders prägnante Sätze gebracht werden können — von denen der Verfasser dieses Aufrufes freilich wehmütig bemerkte, daß sie »nicht den Beifall mancher Verirrter finden konnten«:
Österreich ist und bleibt deshalb trotz aller feinen, aus dem Romanischen und Slawischen übernommenen Nuancen, die den Österreicher besonders vom Norddeutschen vorteilhaft unterscheiden, ein Land und Staat von deutscher Kultur. Sein Nachbar ist und bleibt das deutsche Volk. Letzteres wird ungeachtet der Tragödie sich wieder emporarbeiten zu einem in Europa geachteten politischen Faktor: denn es ist ein arbeitsfrohes, diszipliniertes und pflichtbewußtes Volk, das nur eine gescheitere Führung in wahrhaft demokratischer Gesinnung haben muß. Ohne die deutsche Nation gibt es kein beruhigtes Europa; denn die deutsche Frage ist die Frage an sich. Um so wichtiger ist es, daß es allen Eventualitäten der nächsten dreißig Jahre aus eigener Kraft gewachsen ist. Österreich aber sollte andererseits geradezu die vornehmste Verkörperung deutscher Art werden, da hier Kultureinflüsse aus dem Süden und Osten die Härten des deutschen Charakters glücklicherweise mildern können.

[…] Der Aufbau Österreichs kann nach Jahren des Hasses , der Rache und Zerstörung nur in Liebe, Gerechtigkeit und Freiheit erfolgen. Das ständige Anprangern und Denunzieren von eigenen Landsleuten ist kein Zeichen vornehmer Gesinnung, von Christentum gar nicht zu reden. So wie die Reichsdeutschen — von jenen rühmlichen Ausnahmen abgesehen, die in Konzentrationslagern und Gefängnissen gelitten oder in der Freiheitsfront offen gekämpft haben — müssen auch viele Österreicher ein »Nostra culpa« sprechen: viele Sozialisten, die so lange für den Anschluß waren, als in Deutschland ihre Partei die Hauptposten einnahm, jene Kommunisten, die in die Partei des NS eingetreten sind, statt in den Schützengräben der Innenpolitik ohne Rast zu kämpfen, viele Heimwehrleute, die durch ihre autoritäre, der wahren Demokratie widersprechende Haltung dem NS in Österreich manche Wege bereitet haben, und endlich alle jene, die mit Namen wie Hirtenberger Waffenschmuggel, Phönixversicherungsskandal, Bosel, Mandel und Castiglioni irgendwie verbandelt waren. Das einzige richtige ist, hinter die Vergangenheit einen dicken Strich zu ziehen, aber jene zu treffen, die sich während der NS-Gewaltherrschaft am Leben, an Gesundheit, Vermögen und Familie ihrer Landsleute wirklich versündigt haben. Möge hier nicht der Grundsatz gelten: »Die kleinen Diebe hängt man, die großen läßt man laufen.«
Betroffen stimmende Worte — für alle Seiten, in der Tat! Die Nachkriegsgeschichte zeigt uns jedoch, mit welcher Frivolität über diese Fragen hinweggegangen wurde — von allen Seiten. In Österreich wurden zwei Sozialdemokraten, Dr. Karl Renner und General Theodor Körner, die sich bei der Volksabstimmung zum »Anschluß« Österreichs an das Deutsche Reich in Zeitungsinterviews mehr als glücklich darüber zeigten, als die ersten beiden Bundespräsidenten der »Zweiten Republik« gewählt — erst der dritte, Adolf Schärf, war (wenn auch nur kurze Zeit, anders als der in einem früheren Artikel erwähnte Bundeskanzler Gorbach) seinerzeit von den Nazis inhaftiert worden.

Und so, wie es im Jahr 1938 ein großes Hinüberfluten von sozialdemokratischen Genossen zu den NS-»Parteigenossen« gegeben hatte, genau so kam es 1945 zum großen Zurückfluten, als hunderttausende der »Parteigenossen« auf einmal ihre persönliche Lebensgeschichte als Widerstandskämpfer entdeckten, und mit dem sicheren Talisman eines roten Parteibuches ihre braun begonnenen bzw. fortgeführten Karrieren zumeist nahtlos erfolgreich fortsetzen konnten. In geringerem Maße traf das auch für die ÖVP zu, sodaß der Vorwurf an die Freiheitliche Partei, die Partei der »Ehemaligen« zu sein, geradezu abstrus ist: ein Vielfaches an »Nazis« befand sich in Bälde in den beiden Großparteien, wogegen die FPÖ eher das Sammelbecken der Angehörigen des »Dritten Lagers«, also der Großdeutschen, der Deutschnationalen, und der (in Österreich immer nur recht wenigen) Liberalen bildete, und daher — vor Jörg Haider — weithin eine klassische »Honoratiorenpartei« mit etwa 5 % Wähleranteil war.

Bevor der Eindruck entsteht, daß »diese Ösis« es sich eben als echte Schlawiner besonders geschickt »gerichtet« hätten — es war in Deutschland (und zwar West und Ost!) keinen Deut anders. Während im Westen weite Teile der Beamtenschaft und Justiz »um Anarchie zu vermeiden« recht unbehelligt von jeder »Entnazifizierung« weiter ihre Karriere fortsetzen konnten, und nicht die wenigen idealistischen Nazis (die es ja gab!), sondern die vielen opportunistischen dabei in hohe und höchste Ämter aufstiegen, wurde im Osten von der SED sogar eine eigene Partei für die »Ehemaligen«, die NDPD, gegründet, und diese war bis 1989 die wohl am engsten mit der SED kooperierende Blockpartei der DDR. Und auch die hehren Grundsätze, die die Alliierten Mächte so lautstark vor sich herposaunten — sobald politische, militärische oder wirtschaftliche Interessen ins Spiel kamen, waren sie das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben standen …

(Fortsetzung folgt)