Donnerstag, 27. November 2014

Steuerreform à l'Autriche ...

Aus dem geheimen Sitzungsprotokoll der Östereichischen Bundesregierung:

Schelling: "Leute, mia brauchn Geld für die Steuerreform. Wo spar ma?"
Faymann: "Oiso, i brauch mei Büdschee zum Inserieren. Sonst ham mi die Medien nimma lieb."
Mitterlehner: "Sparen? Bei mia? I bin jahrelang Kämmerer gwesen. Da red ma net amol über's Sparen!"
Hundstorfer: "Genau so isses bei mir a. I bin glernter Beamtengwerkschofta und bei mia ham eh schon di rotn Luxuspensionisten ihren Grant abglassen, weil i ihnen an Hunderta im Monat gstrichen hab. A grantiger Blecha is ka Spaß, des sog i eich."
Heinisch-Hosek: "Also bei da Büldung spoar ma sicha net. Mia fehln eh schon 100 Mille für di Gesamtschul die kana wüll."
Rupprechter: "Wehe es schült a nur ana in Richtung von meine Bauern!"
Stöger: "Des gilt oba a für meine Eisenbahner!"
Mikl-Leitner: "Her mitm Zaster, sag i nur."
Klug: "Des Heer is eh schon voll am Sand und besteht nur noch aus Generälen."
Oberhauser: "I brauchat eher mehr Geld für meine Ärzte, weniger geht net."
Brandstetter: "Bei mir geht a nix, die Richta jammern mi eh schon voll, dass nimma soviel zum Golfen kumman."
Kurz: "Wir miaßn uns einfach besser verkaufen. Der Pröll hat damals eh schon höhere Steuern als einnahmenseitiges Sparen verkauft. Des woar schon guata Anfang."
Schelling: "Supa Idee. I bin jo a Werbefachmann. Ab jetz nenn ma's XXXL-Steuerreform und statt Negativsteuern, gibt's einfach Positivsteuern. Des klingt doch gleich viel besser."
Faymann: "Supa, Hansjörg. Des werd i gleich der Krone so berichten..." 
(Quelle)

»Gold-Repatriierung - Ein Gespenst geht um in Europa ...«

... betitelt sich ein lesenswertes Posting von Bernadette Lauert im »Gelben Forum«:
Zunächst ein paar Standpunkte, die meine Perspektive auf das Thema verdeutlichen:

1. Nur circa 2 Prozent der Kontrakte auf dem Edelmetall-Future-Markt (Au und Ag) kommen zur Auslieferung. In weiten Teilen hat sich die Preisfindung hier also vom physischen Markt (Realgüterökonomie) verabschiedet.

2. Die Frage, wie viele Besitzer es für jeden Goldbarren in den Tresoren an der Comex oder in Fort Knox gibt, bleibt ungeklärt, weil die USA keine Barrenlisten veröffentlichen und unabhängige Inventuren/Audits nicht zulässt.

3. In einer Welt des real existierenden Debitismus besitzt man mit physischem Gold ein Asset, welches kein Gegenpartei-Auffallrisiko trägt. Bei Verwerfungen in Währungssystemen (wenn Schulden neu verhandelt werden müssen, da sie untragbar werden), kann ein Asset ohne Gegenpartei-Ausfallrisiko magnetische Anziehungskraft auf smarte Investoren ausüben.

4. Wenn die physische Nachfrage steigt, weil mehr Long-Kontrakte nicht mehr per Rollover am Stichtag in Papierform bleiben, sondern ausgeliefert werden, werden sich die Lager leeren. Vielleicht sind sie schon leer und werden nur noch per Doppelzuweisungs-Buchungstricks (siehe 2.) am Leben gehalten.

5. Beim Gold gibt es viele Randaspekte, die darauf hindeuten, dass zu wenig des schimmernden Metalls vorhanden ist. Die Matrix hat Löcher. Wenn ich durchgucke, sehe ich, wie die gesamten Goldreserven der Ukraine in einer Nacht in die USA verschifft werden, während Deutschland seinen goldgewordenen Volks-Schweiß aus der Nachkriegszeit nicht wieder bekommt. Beziehungsweise nur in homöopathischen Dosen und weniger als ausgemacht war. (Was eh schon eine Farce ist -> die logistischen Gründe lügt man uns jedenfalls ins Gesicht).
Es gespenstert überhaupt recht lebhaft. Mal denkt man darüber nach, ob man den tumben Pöbel nicht dazu überreden soll, seine sinnlos angehäuften Goldbestände an die Zentralbanken zu verkaufen, um dafür viel buntes Papier zu bekommen (mit der aus Mafia-Streifen bekannten Drohung im Hintergrund, daß das ein Angebot sei, zu dem man besser nicht nein sagen sollte ...), oder ob man nicht gleich das Papier auch abschafft, und alles nur mehr online via Karte abgewickelt werden darf, um die gläsernen und perfekt zu enteignenden Menschen zu schaffen, die nach der Bankster-Pfeife tanzen müssen. Dazu paßt auch folgende Meldung: 
Vier Großunternehmen haben in enger Zusammenarbeit Edelmetallpreise manipuliert und so auf Kosten Dritter profitable Geschäfte durchgeführt. Anwälte haben bei einem New Yorker Gericht eine Sammelklage gegen die Konzerne eingeleitet.
Gegen Goldman Sachs Group Inc., HSBC Holdings Plc, BASF SE und die Standard Bank Group Ltd. gibt es vor einem New Yorker Gericht die erste Sammelklage ihrer Art. Die Unternehmen sollen in Zusammenarbeit Edelmetallpreise manipuliert haben, wie Moneynews meldet.
Dabei geht es um die gezielte Preismanipulation von Platin und Palladium, so die Klägeranwälte. Die vier Unternehmen haben demnach Insider-Informationen genutzt und von kleinen Bewegungen wie dem Verkauf von Schmuck, Autos und anderen Produkten profitiert. Laut Anklage haben die vier Unternehmen zweimal täglich über die globalen Preise für Platin und Palladium Telefonkonferenzen abgehalten.
Und wenn es das Betrugskartell aus Bankstern und Politruks es für nötig hält, bei ihren Journaillisten von der FAZ eine beschwichtigende Desinformationskampagne zu ordern, dann wissen wir, wohin der Hase läuft ...


Erst kommt der Ruin der Staatshaushalte durch die Politik ...

... dann kommen die Erfüllungsgehilfen in den Zentralbanken, am Ende steht das Ende der bürgerlichen Freiheiten.

Überaus lesenswerter Artikel auf dem Blog »Tichys Einblick«!

Mittwoch, 26. November 2014

Scheinheilige Heiligenscheine


(Dank an Bellfrell)

Honi soit qui mal y pense ...




 Zwei selbstmurmelnd in keinerlei wie immer geartetem Zusdammenhang stehende Meldungen über Frankreich tickerten heute ins Mediversum:

Mistral-Deal: Hollande setzt Kriegsschiff-Lieferung an Russland aus

Der französische Präsident Francois Hollande hat die Auslieferung des ersten der beiden Kriegsschiffe, die in Saint-Nazaire für Russland gebaut werden, wegen der Ukraine-Krise bis auf weiteres ausgesetzt. Dies teilte der Élysée-Palast am Dienstag mit.

„Der Präsident der Republik denkt, dass die Übergabe der ersten Mistral an Russland wegen der aktuellen Situation im Osten der Ukraine noch immer nicht möglich ist“, hieß es. Aus diesem Grund habe der Präsident die Auslieferung bis auf weiteres ausgesetzt.
(Hier weiterlesen)

und:

Wegen Terror-Gefahr


Frankreich soll zwei AKWs abschalten

Paris – Die Umweltorganisation Greenpeace hat wegen Terrorgefahr eine vorübergehende Abschaltung der französischen Atomkraftwerke in Cattenom und Fessenheim gefordert. Hintergrund ist eine Serie von rund 30 ungeklärten Flügen über Nuklearanlagen.

«Die überalterten Atomanlagen müssen abgeschaltet werden, bis die Hintergründe der Drohnenüberflüge geklärt sind», heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag. «Die Anlagen sind absolut unzureichend gegen Angriffe gesichert», kritisierte Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital.

Eine aktuelle Studie belege die ernsthafte Gefährdung der Sicherheit in Frankreich, Deutschland und anderen europäischen Ländern. Die französischen Nuklearanlagen sind auf 19 Standorte verteilt. In den vergangenen Wochen wurden dort rund 30 unbemannte Drohnen gesichtet.
Es ist natürlich keineswegs so, daß man in einem Transatlantik-Fernruf Hollande gesagt hat: »Wenn du wirklich die zwei Schiffe vertragsgemäß an Rußland lieferst, dann bomben wir dir halt zwei alte Reaktoren in die Luft — und dann haste halt ein Problem, wenn ein paar Zig-Tausend von deinen Froschfressern ex gehen!«, aber nicht doch! Absit longe! ... ... Denn das geht doch auch viel eleganter.

Da läßt man die »Zivilgesellschaft« und »NGOs« besorgt sein, was passieren könnte, wenn da — bei diesen unaufgeklärten Drohnenflügen — Gott behüte was geschehen könnte. Argumente halt, denen sich ein verantwortungsvoller Staatsmann wie Hollande einfach nicht verließen kann ...

Dienstag, 25. November 2014

Geopolitik und ihre K(r)ämpfe ...


... wurden uns selten noch so anschaulich vor Augen geführt, wie auf diesem — beim verdienstvollen Nachrichten- & Satireblog »Politplatschquatsch« veröffentlichten — Diagramm. 

Jetzt ahnen wir vermutlich auch, warum der jüngst zurückgetretene US-Kriegsminister Chuck Hagel ein Pflaster auf der Wange trägt. 
Vermutlich geriet er etwas unglücklich in eine Diskussion zwischen roten, grünen und gelben Smileys ...



Ei, warum? Ei, darum!

Warum bloß kümmern sich die Niederlande klammheimlich um ein solch »barbarisches Relikt« aus der Steinzeit des Geldwesens?

Geheimaktion: Niederlande holen Gold aus USA heim

Gold bars from the vault of a bank are seen in this illustration picture taken in Zurich
Bild: (c) REUTERS (ARND WIEGMANN) 

In völliger Geheimhaltung haben die Niederlande in den vergangenen Monaten 120 Tonnen Gold aus New York abgezogen. Die Ukraine hat derweil ein Drittel ihrer Reserven verkauft.
 (Die Presse)
Wien/Den Haag/Kiew. Was den Deutschen nicht gelungen ist, haben die Holländer offenbar in absoluter Geheimhaltung durchgezogen. Wie die Nationalbank der Niederlande am Freitag per Aussendung bekannt gab, wurden in den vergangenen Monaten 122,5 Tonnen Gold aus den Tresoren der Federal Reserve in New York heimgeholt. Holland besitzt 612,5 Tonnen Gold – etwa das Doppelte von Österreich (280 Tonnen).
Da versucht man uns doch mit aller Macht weiszumachen, daß dieses gelbglänzende Zeuchs bloß eine Spinnerei für irgendwelche Old Vogeys sei, die noch immer nicht behirnt haben, daß Computerdateien, in denen Kontosalden zu Fantastrillionensummen aufdatiert (und ggf. mit Mausklick gelöscht) werden können, doch das »wirkliche« Geld seien. Man versucht es, wenigstens bis zum Abstimmungsergebnis der Schweizer Goldinitiative — denn nichts fürchten die Macht- & Geld-»Eliten« unserer Schwindel-Ökonomie mehr als ihre enttarnung als sprichwörtliche Kaiser ohne Kleider.

Putzig irgendwie der lapidar-nebulöse Verweis darauf, daß die Ukraine »derweil ein Drittel ihrer Reserven verkauft« habe. Ach, welche sind denn da gemeint? Etwa die, welche unter dem pöhsen Janukowitsch angeschafft wurden und noch da waren, als man ihn stürzen ließ? Das wäre demnach ein Drittel von 42,3 Tonnen des edlen Metalles (oder: glitzernden Tands, wenn man den Papiergeldfreaks folgt), oder geht's da um ein Drittel des schäbigen Restes von ein paar hundert Kilo, die (wenigstens angeblich) noch in den Tresoren der Nationalbank der Kiewer Regierung lagern ...?

Was mit dem Rest passierte? Nun, darüber kann man trefflich spekulieren. Bloß: antworten von offizieller Seite, sollte man keine erwarten. Und wenn man sie bekäme: wohl eher nicht glauben ...

Montag, 24. November 2014

»Opening the Gates to World War III«

... ist ein wenig erbaulicher Artikel von Paul Craig Roberts übertitelt:
“The US wants to subdue Russia, to solve US problems at Russia’s expense. No one in history ever managed to do this to Russia, and no one ever will.” Vladimir Putin, November 17, 2014.
 
According to news reports, Washington has decided to arm Ukraine for renewed military assault on Russian ethnics in Donetsk and Luhansk.

A Russian foreign ministry official condemned Washington’s reckless decision to supply weapons to Kiev as a violation of agreements that would make a political resolution of the conflict less likely. This statement is perplexing. It implies that the Russian government has not yet figured out that Washington has no interest in resolving the conflict. Washington’s purpose is to use the hapless Ukrainians against Russia. The worse the conflict becomes, the happier Washington is.
Man muß nicht die ökonomischen Ansichten Dr. Roberts' teilen — aber daß er mit seiner politischen Prognose nicht daneben liegen dürfte, erhellt ein Blick auf die Ereignisse der letzten Tage. Am selben Tag, an dem der obige Artikel erschien, publizierte »DiePresse« einen Bericht über den Besuch des US-Vizepräsidenten in Kiew unter dem entlarvenden Titel »Joe Biden brachte Kriegsgerät nach Kiew mit«. Aber Putin ist selbstmurmelnd der pöhse Aggressor, und wer es wagt, die Fragen anders als gewünscht zu stellen, ist ein Verschwörugstheoretiker.

Nun — zu diesen gibt es einen interessanten Gastartikel auf Paul Craig Roberts' Website zu lesen:

Scientific study reveals conspiracy theorists the most sane of all

Guest Article by J. D. Heyes

Researchers — psychologists and social scientists, mostly — in the U.S. and United Kingdom say data indicate that, contrary to those mainstream media stereotypes, “conspiracy theorists” appear to be more sane than people who accept official versions of controversial and contested events.

(NaturalNews) If you’re a conspiracy theorist, then you’re crazy, right? That’s been the common belief for years, but recent studies prove that just the opposite is true.

Researchers — psychologists and social scientists, mostly — in the U.S. and United Kingdom say data indicate that, contrary to those mainstream media stereotypes, “conspiracy theorists” appear to be more sane than people who accept official versions of controversial and contested events.
(Hier weiterlesen)
Es ist doch irgendwie beruhigend zu wissen, daß nicht die, die den Lügen politischer Spin Doctors und Lobbyisten, sondern ihrem gesunden Hausverstand vertrauen, die Deppen sind, sondern die anderen. Es ist zwar nicht überraschend (überraschend ist höchstens, daß solch eine Studie überhaupt publiziert werden durfte), aber dann doch beruhigend, denn wenn man den Lemmings-Zügen der Systemtrotteln zusieht, dann kommt man sich, am Rand der Klippe wartend, doch irgendwie etwas ... einsam vor. Schön, daß man mal bestätigt bekommt: auch viele Lemminge können irren. Und tun es.

 

Samstag, 22. November 2014

»Bilder einer rebellischen Aristokratin«

... betitelt »Die Presse« in ihrer Inhaltsübersicht eine Photostrecke über die vorgestern verstorbene Herzogin von Alba. Beim eigentlichen Artikel hat sie sich dann schon auf »Herzogin von Albas Abschied: Bilder einer rebellischen Frau« eingebremst. Das ist auch gut so, denn wärend wir ihr angesichts ihrer kolportierten Affairen weder das Frausein, noch (wenn man Bilder wie dieses ansieht)


das Rebellische absprechen kann — daß sie aber eine »Aristokratin« gewesen wäre, kann man nicht wirklich behaupten! Sie war es zwar von ihrer Abkunft, nicht von ihrem Verhalten und nicht von ihrer Einstellung. Da war sie einfach eine exzentrische Skandalnudel mit immens viel Geld und nicht im entferntesten soviel Stil.

Menschen wie sie verkörpern das Unbehagen vieler — und keineswegs nur der im Leben zu kurz gekommenen, und daher neidzerfressenen — Menschen, wenn jemand durch den Zufall der richtigen Geburt nicht bloß mit dem Silberlöffel, sondern quasi mit dem brillantbesetzten Platinlöffel den Brei in den Mund geschoben bekommt — und aus seinem Leben nichts weiter macht, als eine exzentrische Freak-Show.

LePenseur ist libertär genug, um ihr das keineswegs zu verübeln. Er sieht bloß nicht ein, warum man vor einem derart überflüssigen Geschöpf in Devotionsbücke gehen soll. Sie soll mit ihrem Geld machen, was sie will, und wenn sie sich den Kopf nach dem Modell »Vogel Strauß mit Pudellöckchen« zu Tode operieren ließ — ihr Problem. Nur: Aristokratie sieht anders aus. Und benimmt sich anders.

Das muß — bei aller Pietät — gesagt werden dürfen.

Die spanische Staatsanwaltschaft

 ... hat den Regierungschef der Region Katalonien, Artur Mas, wegen der jüngsten Volksbefragung zu Unabhängigkeit angeklagt. Die am Freitag beim Oberen Gerichtshof von Katalonien in Barcelona eingegangene Klage betrifft auch die Stellvertreterin von Mas, Joana Ortega, sowie die regionale Bildungsministerin Irene Rigau. Allen werde Unterschlagung öffentlicher Gelder, Ungehorsam, Rechtsbeugung sowie Amtsanmaßung zur Last gelegt, teilte das Gericht mit.
(Hier weiterlesen)
Die spanische Zentralregierung ist offenbar höchst begierig, sich ein zweites Baskenland zu züchten. Anders kann man diese Vorgangsweise nicht verstehen. Und zwar ganz unabhängig davon, ob man die Unabhängigkeit Kataloniens nun befürwortet oder nicht. Will ich mich mit einem Gegner einigen, so zerre ich ihn nicht vor den Kadi, sondern verhandle. Das weiß jeder Anwalt. Nur wenn ich überzeugt bin, daß der Gegner ohnehin null Chancen hat, dann kann ich vor Gericht ziehen, und der Gegner wird dort zusammenbrechen.

Glaubt Madrid ernstlich, daß es so stark und Katalonien so schwach ist? Vielleicht — doch dann sollten dich die spanischen Politiker psychologisch untersuchen lassen. Sie stehen an der Spitze eines bankrotten Staatswesens mit immensen Schulden, die auch in generationen nicht abbezahlt werden können. Sie haben eine rekordverdächtige Arbeitslosigkeit sowie eine lahmende Wirtschaft, deren wichtigster Sektor — der Tourismus — vom Wohlergehen anderer Staaten (von dort kommen nämlich die Touristen) und von der Stabilität des eigenen (wer will schon Urlaub im bebenden Vulkankrater machen?) abhängig ist. Und sie haben offensichtlich (und sooo ganz falsch kann in Zeiten des Internets eine Volksabstimmung auch ohne perfekte Organisation bei 80% pro Abspaltung nicht sein!) eine beachtliche Bevölkerungsgruppe, die einfach genug hat.

Ob dieses »Es reicht«-Gefühl klug, gerechtfertigt oder was immer ist, das ist zunächst einmal sekundär, solange es eben da ist. Und das wird man wohl nur mit viel Naivität bestreiten können. Den zur Klärung der Fragen nötigen Diskussionsprozeß freilich durch einen Strafprozeß ersetzen zu wollen, wird ins Auge gehen.

Wenn die ersten Bomben von katalonischen Dissidenten explodieren (und hoffentlich bloß Sachschaden anrichten), dann soll niemand sagen, man hätte es nicht voraussehen können ...

»A petri dish of Keynesian ideas«

... (also eine »Petrischale des Keynesianismus«) nennt Peter Schiff die berüchtigten »Abenomics«:
As Japanese Prime Minster Shinzo Abe has turned his country into a petri dish of Keynesian ideas, the trajectory of Japan's economy has much to teach us about the wisdom of those policies. And although the warning sirens are blasting at the highest volumes imaginable, few economists can hear the alarm.
Data out this week shows the Japanese economy returning to recession by contracting for the second straight quarter (and three out of the last four quarters). The conclusion reached by the Keynesian apologists is that the benefits of inflation caused by the monetary stimulus have been counteracted, temporarily, by the negative effects of inflation caused by taxes. This tortured logic should be a clear indication that the policies were flawed from the start.
Und Europa empfiehlt ein Nobelpreisträger — Paul Krugman — emphatisch denselben Schwachsinn:
Europe need something like Abenomics only Abenomics, I think, is falling short, so they need something really aggressive in Europe.
Ist doch klar! Wir haben zu wenig Schulden, als daß es uns richtig gut gehen könnte. Alle pumpen alle an, damit sich alle bei allen was kaufen können, und schon geht es allen besser. Genau so geht's! Nur so geht's  ... 

B a n z a i i i i i i i i i . . .



Freitag, 21. November 2014

»Is Ferguson A False Flag Operation To Generate Riots And Racism?«

... fragt sich Dana Allen in »AUN — Americas Uncersored News«:

If we review how Ferguson has been handled by the news media and government, it indicates either a purposeful attempt to generate racial paranoia, violence and riots, or a case of incompetence and foolishness by those same two parties that is hard to fathom.

... steht da einleitend, und weiter unten folgt ein noch aufschlußreicherer Absatz:
It is the number one cause of death for young black people that live in 90% or higher Democrat districts, it is being murdered. Who is murdering them? Almost exclusively it is Black Democrats. White on Black violent crime is so rare that the federal government rounds it off to zero. Seriously. So what MSNBC and others are doing to generate racism and racial paranoia, to get Black people to fear White people, is getting them to fear a nonexistent danger. At the same time those lies cause riots, hatred, and real deaths. Unfortunately there may  be many more deaths if the Grand Jury does not do what the modern day lynch mob wants it to do. The news media and politicians like Obama, Holder and Sharpton, by getting Black people to fear non-existent dangers, prevents the real dangers from being addressed.
Das alles kommt uns doch irgendwie bekannt vor: »Gefahr von rechts« — und wie all die alten Antifa-Sprüche so lauten. Cui bono? — Diese Frage ist natürlich gaaaanz Autobahn, denn sie kann in Amerika (wie bei uns ebenso) einfach und plausibel beantwortet werden:
Riots have been started before as a ploy to increase the power of the government and take away citizen rights.   What happens in riots?  Martial Law is declared. [...]

The declaration of Martial Law would benefit those who are promoting racial paranoia in Ferguson, because of who is in the White House now.   All of the racial paranoia promoters in Ferguson are politically aligned with President Obama.  What do you think are the motives of Obama, Sharpton and MSNBC in promoting mob rule in Ferguson?  Why are people being led to believe the police officer is guilty before a trial and it is a cause for rioting if he is not indicted?
Oft wird behauptet, daß einfache Antworten notwendigerweise falsche Antworten seien. Möglich, daß die falsch aus der Sicht der Machthaber sind. Das hindert nicht, daß sie möglicherweise aus der Sicht der Wahrheit die richtigen sind ...

Wir werden gerade wirtschaftlich und politisch vorgeführt ...

... regelrecht gegrillt, um die Krisen unserer Zeit als Alltag zu akzeptieren und gleichzeitig hunderte Bauernopfer für alles verantwortlich zu machen, anstatt die wahren Verursacher: die internationalen Banken.

Ein überaus lesenswerter Artikel von Michael Lehner in neopresse, der auf die obige deprimierende Feststellung hinausläuft, an die sich ein noch deprimierenderer Schlußabsatz fügt:
Der Kollaps ist nichts anders als ein Prozess, der nur dann plötzlich zum Stillstand kommen kann, wenn die Öffentlichkeit den Glauben daran verloren hat. Es geht um Akzeptanz – Akzeptanz der Massen für eine “neue Normalität”, in der finanzieller und politischer Terror das Fundament des täglichen Lebens sind. 2008 war nur der Anfang der Umsetzung. 2014 und 2015 erfolgt die Fortsetzung. Wir sind mitten drin im Kollaps – auch wenn viele ihn nicht sehen können. Wir müssen die weltweiten Entwicklungen genauestens beobachten, da die Marktvolatilität zunimmt und die internationalen Konflikte zu eskalieren beginnen.

Die Zeit ist um.
Und weil der Vogel so dekorativ ist — hier der »Phoenix«, den der Economist vor über 26 Jahren als Markenzeichen einer neuen »Weltwährung« vorhergesagt hat. Damals nannte das alle (und selbst heute nennen es noch viele) bloße Hirngespinste ... ... Nun: wünsche all diesen, gut zu schlafen und — besser nicht mehr aufzuwachen ...




Donnerstag, 20. November 2014

Kölümbüs Erdowahn ...

hält Muslime für die Entdecker Amerikas

Amerika verdankt nach Auffassung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan seine Entdeckung nicht Christoph Kolumbus, sondern den Muslimen. [...]

"Muslimische Seeleute erreichten schon 1178 Amerika. Columbus selbst erwähnte eine Moschee auf einem Hügel an der Küste Kubas", sagte Erdogan. Der Staatschef erklärte sich sogar bereit, an der erwähnten Stelle eine Moschee zu erbauen.
 Irgendwie erinnert einen der GröTAZ schön langsam an Little Britain ...

Britain, Britain, Britain. Land of technological achievement. We've had running water for over ten years, an underground tunnel that links us to Peru, and we invented the cat.


Über Mythen

... schrieb Michael Lehner vor zwei Tagen einen lesenswerten Artikel:
Mythen werden in unserer Gesellschaft benutzt und gezielt eingesetzt, um Überlieferungen zu transportieren, Erzählungen aus der Vorzeit eines Volkes oder Personen, Sachen oder Begebenheiten zu glorifizieren. Auch unser heutiges System hält eine Vielzahl an Mythen bereit, die sich bei genauerem Betrachten als falsch, irrig oder schlicht gesteuert herausstellen:
1. Der US-Dollar wird weiterhin die dominante Währung bleiben.
Natürlich ist dieser Mythos eine komplette Lächerlichkeit, denn eine Vielzahl an Regierungen versuchen eine neues nicht dem Dollar anheim fallendes Finanzsystem aufzubauen. 
Den — wenigstens in Europa — wichtigsten Mythos thematisiert er natürlich nicht: daß nämlich das Heil dieses Kontinents ab dem Jahr 1945 angefangen hat, als das ABSOLUT-UNVERGLEICH-BÖSE endlich von Mächten des Lichts besiegt und vernichtet wurde, und die Herrschaft der Demokratie auch die dunklen Landschaften Mittel- und (aber erst seit 1990) Osteuropas zu erleuchten begann. Und daß jeder, der das auch nur ansatzweise zu hinterfragen wagt, ein Bote der Finsternis ist.

Sorry, folks! LePenseur ist gegen Heilsmythen ziemlich allergisch. Solange sie sich im metaphysisch-religiösen Bereich bewegen (und auf Scheiterhaufen, KZs, Dschizya und Progrome verzichten), hält er sie für teils wunschgeleitet, teils abwegig, aber doch recht ungefährlich. Werden sie hingegen zur Legitimierung konkreter politischer Macht mißbraucht, sind sie bloß eines: Unterdrückungswerkzeuge der Machthaber-Klüngel.

Und dagegen wird auf diesem Blog angekämpft, so wenig Aussicht auf Erfolg sich LePenseur davon auch versprechen mag ...


Mittwoch, 19. November 2014

»Überwachung sind Freiheit und Sicherheit und die Erde endlich wieder eine Scheibe«

»Im Kometenorbit ist die Energiewende gescheitert«


 ... schließt eine kurze, aber lesenswerte Anmerkung des Kollegen Manfred Jacobi zum doch eher nur schaumgebremst erfolgreichen Projekt »Philæ«.

Putin der Schreckliche mußte alleine essen

... denn keiner wollte bei ihm am Tisch sitzen. Oder so ...


... wollte wenigstens die ARD uns glauben machen.
Nun, gar so schrecklich wird die Isolierung doch nicht gewesen sein, wie sonst wäre es zu diesem Bild


gekommen? Vielleicht hatten aber die ARD-Reporter einfach keine Gelegenheit, die DailyMailOnline zu lesen, denn da kam der Küchenchef des G20-Treffens ausgiebig zu Wort — und berichtete u.a.:
Mr O'Donoghue and his team had the plates of seafood, meat and salads laid out on a table and he served the leaders and answered their questions as they grabbed plates and filled them with food.
'They all asked what Moreton Bay bugs are,' he said.
'The Indian Prime Minister was very interested in which dishes had animal products, he's completely vegetarian.'
Mr O'Donoghue added that Mr Putin was not treated frostily by the other leaders, and there was more activity on his table than most other people's.
'He spent a lot of time talking with the South Korean President,' Mr O'Donoghue said.
Irgendwie sind die Journaillisten der Systemmedien ja wirklich nicht zu beneiden: kaum glauben sie ihrer Desinformationspflicht genügt zu haben, werden sie schon wieder durch irgendwelche Berichte aus besserer Quelle Lügen gestraft. Doch ein Kommentarposter im »Gelben Forum« findet sogar hiefür

Die Lösung

Nach dem Aufstand der Zuschauer
Ließ der Erste Chefredakteur vom Politbüro des NDR
In ARD-Blogs Meldungen verbreiten
Auf denen zu lesen war, daß der Zuschauer
Das Vertrauen der ARD verscherzt habe
Und es nur durch doppelte Gutgläubigkeit
Zurückerobern könne. Wäre es da
Nicht doch einfacher, die ARD
Löste die Zuschauer auf und
Wählte sich andere? 


So geht's! Nur so! Genial ...

Dienstag, 18. November 2014

Der Präsident des Unternehmerverbandes...

...  Sachsen, Hartmut Bunsen, hat vor den Folgen der gegen Russland verhängten Handelssanktionen für die heimische Wirtschaft gewarnt. »Wenn man politische Lösungen will, helfen Sanktionen nicht weiter«, sagte Bunsen. »Aus unserer Sicht bringen Sanktionen gar nichts.« Sie nützten eher den Amerikanern und schadeten der eigenen Wirtschaft. Insbesondere die kleinteilige Wirtschaft in den neuen Bundesländern habe traditionell enge Beziehungen zur Ukraine und nach Russland.

"Wir haben sie doch ermuntert, ihre Kontakte zu nutzen und nach dem Osten zu gehen", sagte Bunsen. Der Verband vertritt etwa 1000 vorrangig kleinere Unternehmen mit 15 000 bis 20 000 Arbeitsplätzen. Ob bereits Unternehmen wegen der Handelssanktionen in Konkurs gegangen seien, könne er allerdings nicht sagen.

Nach Angaben der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft sind die Exporte nach Russland in den Sommermonaten Juli und August um ein Drittel eingebrochen. In der Metall- und Elektroindustrie waren es sogar 39 Prozent. (Quelle)
Überraschung! Wer hätte bloß gedacht, daß die Amis lieber ihre transatlantischen Vasallen in die Tonne treten würden, als sich selbst zu schaden? Mutti sicherlich nicht. Vielleicht sollte sie zur Abwechslung mal mit Herrn Bunsen sprechen, statt dem Backaroma in die Schokoseite zu kriechen ...

»Was stimmt hier nicht?«

... fragt »Die Anmerkung« — völlig zu Recht. In diesem Zusammenhang fällt mir eine Anekdote des streitbaren Wiener Hofpredigers Abraham a Sancta Clara ein: dem klagte ein (wohl etwas unter dem Pantoffel stehender) Ehemann, daß bei seiner Frau immer alles nach ihrem Kopf gehen müsse. Der schlagfertige Augustinerpater schlug ihm vor: »Und wenn du gelegentlich einige Eier nach ihrem Kopf gehen läßt, mein Sohn ...?«