Donnerstag, 2. Juli 2015

Hundert notwendige Gedichte XXVIII — Hans Carossa (2)

Der Katzenliebhaber LePenseur konnte an diesem meisterhaften Gedicht nicht vorbeigehen, ohne es in seine Sammlung aufzunehmen:


An eine Katze

Katze, stolze Gefangene,
Lange kamst du nicht mehr.
Nun, über dämmerverhangene
Tische zögerst du her,

Feierabendbote,
Feindlich dem emsigen Stift,
Legst mir die Vorderpfote
Leicht auf begonnene Schrift,

Mahnst mich zu neuem Besinnen,
Du so gelassen und schön!
Leise schon hör ich dich spinnen
Heimliches Orgelgetön.

Lautlos geht eine Türe.
Alles wird ungewohnt.
Wenn ich die Stirn dir berühre,
Fühl ich auf einmal den Mond.

Woran denkst du nun? An dein Heute?
Was du verfehlt und erreicht?
An dein Spiel? Deine Jagd? Deine Beute?
Oder träumst du vielleicht,

Frei von versuchenden Schemen
Grausamer Gegenwart,
Milde teilzunehmen
An der menschlichen Art,

Selig in großem Verzichte
Welten entgegen zu gehn,
Wandelnd in einem Lichte,
Das wir beide nicht sehn?


Der Dichter-Arzt Carossa schrieb einmal über ein kleines, todkrankes Kätzchen die einfühlsamen Worte: 
»Noch vorgestern hatte man es achtlos weggeworfen; jetzt dachte aber niemand daran, es durch schnelle Tötung zu erlösen; jeder fand nur, daß es ein reizendes Kätzchen sei, und wußte einen Rat, ein Mittelchen, um es zu heilen. Als wäre es durch sein Leiden in göttliche Nähe gerückt, hatte man fast Ehrfurcht vor ihm, besonders die Kinder.
Und wirklich war etwas Besonderes an der Haltung der kleinen Katze, etwas kaum Beschreibliches, das sie über ihren Zustand erhöht, eine Art Stolz, ein Bewußtsein ihrer angeborenen wilden Anmut, welche der Tod wohl nach und nach abtragen oder zertreten, aber keineswegs beugen konnte.
Wie es vom eigenen Elend wegblickend, sich bemühte, seinem Wesen treu zu bleiben, wie es, schon von der Vernichtung geschüttelt, seine Würde behielt und die feine Neigung des Köpfchens nicht aufgab, dies war es, was alle sicherlich viel stärker ergriff als das Leiden selbst. 
Welche zarte — und doch zurückhaltende, nie sentimental wirkende — Feinfühligkeit in Betrachtung und Beschreibung!






Mittwoch, 1. Juli 2015

Gustinus Ambrosi

Österreichischer Bildhauer. Und da Bildhauer gewöhnlich von — mehr oder weniger — öffentlichen Aufträgen abhängig sind (die reichen Mäzene, die sich Grabstatuen anschaffen, sind zum Überleben des Künstlers zu selten) natürlich »umstritten« (wie alle in seiner Generation) ...

Was immer man von seinem Verhalten in der Nazizeit halten mag (LePenseur hält es für nicht eben mutig, aber insgesamt harmlos) — bildhauern konnte er!


Wobei von ihm Porträtierte sich in der Nazi-Zeit auch nicht immer durch verwegenen Bekennermut hervorgetan hatten — z.B. Bundespräsident Renner:


Und hier noch zwei höchst expressive Skulpturen:





































Vor vierzig Jahren, am 1. August 1975 ist Gustinus Ambrosi gestorben — einigermaßen verfemt. Im Gegensatz zu manchem seiner Porträtierten (s.o.) ... 

Dienstag, 30. Juni 2015

Gute Idee!

Dann schaffen wir doch gleich die EU ab!

Themenbild
Bild: (c) ORF 
Ungarn hebelt die Dublin-Verordnung aus. Wien dürfte mit Grenzkontrollen antworten. Es geht nicht nur um Flüchtlinge und EU, sondern um Prinzipien.


... meint »DiePresse« — d.h. ihr Chefredakteur Rainer Nowak in einem die Grenzen der Realsatire streifenden Artikel. In dessen Verlauf sich herausstellt, daß er natürlich genau dieses verhindern will. Also wieder nix ...

Die Kommentarposter können diesem Nowak'schen Eurokraten-Geschwätz größtenteils nicht viel abgewinnen. Einer meint sogar keck:

"Es geht nicht nur um Flüchtlinge und EU, sondern um Prinzipien"

Dieser Satz ist wohl der Witz des Tages.
Aus dem Munde eines Journaillisten klingt so etwas in der Tat einfach komisch ...

Heute vor 25 Jahren

... war's aus damit: die »Mark der DDR« verlor mit 30. Juni 1990 ihre Gültigkeit. Nicht, daß dem »Alu-Chip« allzu viele in der DDR besonders nachgetrauert hätten (damals wurden schließlich durch die D-Mark und Kohls Ankündigungen »blühender Landschaften« im Osten Erwartungen geweckt, die sich später oft als haltlos herausstellen sollten) ... Und so sah sie aus —

zuerst von vorne:


dann von hinten:


Und hier noch für Nostalgiker der höchste ausgegebene Banknotenwert der DDR — der 100-Mark-Schein:



Danach konnten sich die Ossis zwölf Jahre an der D-Mark erfreuen (naja ... gewöhnen, wenigstens ...) — und was dann kam, das wissen wir ja. Wie sagt der Wiener doch so treffend? »... 's kommt nix Besseres nach ...«

Montag, 29. Juni 2015

Hundert notwendige Gedichte XXVII – Hans Carossa (1)


Der alte Brunnen

Lösch aus dein Licht und schlaf! Das immer wache
Geplätscher nur vom alten Brunnen tönt.
Wer aber Gast war unter meinem Dache,
Hat sich stets bald an diesen Ton gewöhnt.

Zwar kann es einmal sein, wenn du schon mitten
Im Traume bist, daß Unruh geht ums Haus,
Der Kies beim Brunnen knirscht von harten Tritten,
Das helle Plätschern setzt auf einmal aus,

Und du erwachst – dann mußt du nicht erschrecken!
Die Sterne stehn vollzählig überm Land
Und nur ein Wandrer trat ans Marmorbecken,
Der schöpft vom Brunnen mit der hohlen Hand.

Er geht gleich weiter, und es rauscht wie immer.
O freue dich, du bleibst nicht einsam hier.
Viel Wandrer gehen fern im Sternenschimmer,
Und mancher noch ist auf dem Weg zu dir.


In über einem Jahr wird auf diesem Blog — sub conditione Jacobi: »So Gott will und wir leben« — aus Anlaß der sechzigsten Wiederkehr seines Todestages eine Würdigung dieses großen, und zugleich so bescheidenen (und daher heute fast vergessenen) Dichters stehen. 

Heute daher nur ein paar Worte zu diesem Gedicht, welches er Hugo von Hofmannsthal zu dessen fünfzigstem Geburtstag als Geschenk widmete. »Es erzählt nämlich nicht von einer individuellen, sondern von einer menschentypischen Situation, es ist nur lose an eine Landschaft und eine Epoche gebunden, es gestaltet Gastlichkeit und Gastfreundschaft als den Kern von Humanität, Anfechtung und Trost des Menschen durch den Menschen in dieser Welt und ist deshalb zeitlos verständlich«, schreibt Wolfgang Frühwald in »Hans Carossa (1878 bis 1956) – erzähltes Leben«.











»Wir ziehen nach Engeland«

... huch, schrecklich — also nein, diese Entgleisung! Gemach! Ruhig durchatmen ... ... na, sehen S' — geht doch schon wieder!

Großgeworden in einer Zeit, in der — z.B. auf die Aufforderung eines den Wandertag leitenden Professors, einen Berghang hinanzusteigen — von maulenden Gymnasiasten geantwortet werden konnte (und, Hand aufs Herz, auch wurde): »Führer befiehl, wir folgen!« — ohne daß deshalb gleich die Staatsanwaltschaft und der Verfassungsschutz eingeschaltet wurden, oder dieses erschröckliche »Problem« durch Sitzkreise und pychologische Betreuung »gelöst« (natürlich nicht endgelöst!) werden mußte, sondern vom Professor höchstens (je nach Stimmung) mit einem ein rauhbeinigen: »Halt' den Mund, du Depp!«. oder einem geschliffeneren: »Kollege X brilliert wieder einmal mit bekannten Zitaten aus der Zeitgeschichte. Warten wir ab, ob er bei seiner nächsten Prüfung auch so schlagfertig zitieren kann!« quittiert wurde ...

... nun also: großgeworden in besseren Zeiten, als ein Scherz noch einen Scherz und keine NS- Wiederbetätigung darstellte, ist der Blogautor einfach weniger pingelig bei solchen Redewendungen und Zitaten, als all die sitzpinkelnden Luschen heutzutage.

Deshalb stellt obiger Titel auch nicht die Absicht in Aussicht, das Vereinigte Königreich in Schutt und Asche zulegen (d.h.: die schnelle Eingreiftruppe der Bundeswehr darf in der Kaserne bleiben und weiter Karten spielen — dringender Sukkurs zur Rettung des NATO-Partners ist nicht nötig), sondern schlicht und einfach die Ankündigung, daß LePenseur für einige Tage beruflich in London zu tun hat, und daher den Blog ein wengerl auf Sparflamme mit vorbereiteten Gerichten köcheln läßt. Ob er dazu kommt, die aktuellsten Entwicklungen in der griechischen Tragödie auf seinem Blog zu »covern«, hängt von Umständen ab, die er nur schwer beeinflussen kann.

Bleiben Sie trotzdem dran und ergötzen Sie sich an literarischen und sonstigen Delikatessen. Es muß ja nicht immer griechisch sein ...

Baron Joseph Ryelandt

Nie gehört? Schade! Heute vor fünfzig Jahren verstarb, über 95-jährig dieser belgische Komponist, der über zwei Jahrzehnte (1924-45) als Direktor des Konservatoriums von Brügge das Musikleben seines Landes mitbestimmte.

Geboren zu Brügge am 7. April 1870, ebendort am 29. Juni1965 hochbetagt verstorben, zählte Joseph Ryelandt (1938 vom belgischen König zum Baron erhoben) zur Generation der Spätromantiker — wie z.B. Richard Strauss (*1864) oder Franz Schmidt (*1874) —, wobei er diesem Stil (mit ein paar Einflüssen aus dem Impressionismus) zeitlebens treublieb. Zu seiner Lebzeit war er vor allem für seine kirchenmusikalischen Kompositionen, insbesondere seine fünf großen Oratorien, berühmt. Doch auch als Symphoniker hatte er seine Qualitäten, wie die 4. Symphonie in es-moll, op. 55 (1913), beweist:


Auch seine Kammermusik ist von beachtlichem kompositorischem Niveau, wie uns z.B. sein zwei Jahre später, in den Wirren des Ersten Weltkriegs entstandenes Klaviertrio in b-moll, op. 57 (1915), zeigt:


Natürlich entwickelte sich auch Ryelandt stilistisch weiter: die Umwälzungen in der zeitgenössischen gingen nicht ganz spurlos an ihm vorüber — aber man darf nicht vergessen, daß der Komponist in den (nicht nur für die Musik) »revolutionären« Zwanzigerjahren bereits über fünfzig war, und auf ein umfangreiches, wertgeschätztes Œuvre zurückblicken konnte. Dennoch: seine 5. Symphonie, op. 108 (1934), klingt — nun ... ... zwar wirklich nicht »modern« im Sinne von Schönberg, Strawinsky & Co., aber verrät doch einen weitaus »zeitgenössischeren« Gestus, als ihre Vorgängerin (die allerdings da schon mehr als zwei Jahrzehnte zurücklag). Jedenfalls durchaus hörenswert!


Zum Schluß dieser kleinen Erinnerung an einen der vielen »Vergessenen« noch eine seiner geistlichen Kompositionen, die — bei prinzipiell der späten Romantik verpflichtetem Duktus — gekonnt zwischen kirchentonalen Einflüssen und impressionistischen Anklängen changierende kleine Kantate »Flos Carmeli« (1932) für Sopran, Frauenchor, kleines Orchester und Klavier, die einen manchmal an ähnliche Kompositionen jener Zeit von Ottorino Respighi gemahnt:


Eine gelegentliche Wiederentdeckung wäre dieser Baron Ryelandt wohl wert — wobei ich persönlich auf Aufnahme seiner letzten Symphonie (der Nr. 6) besonders gespannt wäre ...

Sonntag, 28. Juni 2015

Schön langsam können auch unsere Politmafiosi

... die unschöne Wahrheit, die längst schon alle Spatzen von den Dächern pfeifen, nicht länger verschweigen und schönlügen:

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat in der Flüchtlingsdebatte von einem "massenhaften Asylmissbrauch" gesprochen. Mit Blick auf Äußerungen von Bundespräsident Joachim Gauck, der am Gedenktag für Opfer von Flucht und Vertreibung erklärt hatte, dass Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg viele Flüchtlinge aufgenommen habe und die Vertriebenen das Land aufgebaut hätten, sagte Seehofer im Gespräch mit dem "Münchener Merkur": "Ich weiß aus vielen Gesprächen mit Heimatvertriebenen, dass sie solche Vergleiche nicht gerne hören. Die Ursachen sind jetzt andere, jetzt geht es auch um massenhaften Asylmissbrauch."
Irgendwann beginnen auch Politruks zu merken, daß es um ihren Sessel geht (auf dem sie so bequem sitzen und noch möglichst lange sitzen wollen!), wenn sie weiterlügen und die Leute verarschen. Das Politikerpack ist zwar nicht anständig, aber deshalb nicht blöd!

»... zu Griechenland fällt einem nichts mehr ein«

... meint Klaus J. Groth in seinem überaus lesenswerten PAZ-Artikel »Verteidiger des Smørrebrøds«:
Europa gerät aus den Fugen. Nein, nicht dort, wohin Ihre Gedanken jetzt wie unter Zwang fliegen. Nicht nur in Südsüdostost-Europa kracht es gewaltig im Gebälk. Obwohl ein Ministerpräsident dort davon faselt, eine Seefahrernation müsse sich auf neue Meere wagen, „um neue sichere Häfen zu finden“. Nun weiß man ja seit Odysseus, wie lange solche Irrfahrten bei dieser Seefahrernation dauern können. Der Ministerpräsident ist dann auch prompt in Moskau an Land gegangen, hat den passenden Hafen allerdings noch nicht entdeckt. Trotzdem liegen Sie mit Ihrer Vermutung falsch, die griechischen Geisterfahrer allein ließen Europa aus den Fugen geraten. In dem Fall kann gar nichts mehr aus den Fugen geraten, weil sowieso schon lange nichts mehr im Lot ist.
Nein, das wirkliche Debakel hat sich in einer Ecke ereignet, in der man es nun wirklich nicht erwartet hat. Aber das ist ja meist so – das Unglück schlägt zu, wo man sich eigentlich sicher wähnt. Seefahrer sind die Leute, um die es hier geht, auch. Viele Inseln haben sie ebenfalls. Ansonsten aber sind die Dänen alles andere als nördliche Griechen. Das erkennt man schon daran, dass sie keinen neuen Hafen suchen, sondern ihren Hafen dicht machen wollen. Zumindest wollen sie bestimmen, wer in ihrem Hafen an Land gehen darf. Und vor allem: wer nicht! Es ist eine Katastrophe, dieses Wahlergebnis im Land der roten Pølser! Vor lauter Schrecken und Entsetzen brachte es die „Tagesschau“ fertig, in einer einzigen Nachricht vom Ergebnis der dänischen Parlamentswahl gefühlte 50 Mal zu betonen, dass nunmehr die Populisten in Dänemark an der Macht seien. Ja, wo kommen wir denn da hin? Populisten! Übler geht es kaum. Die Marxisten, Leninisten, Stalinisten und Maoisten, die mit Hilfe der neonazistischen Goldenen Morgenröte Griechenland im Griff haben, die gehen doch noch locker hin...
(Hier weiterlesen)
Chapeau! Touché!

Keine Ahnung, welche Stellung die Herrschaften vom Supreme Court der U.S.A. bevorzugen

... am liebsten aber offensichtlich

DIE GLEICHSTELLUNG



Na, dann ...!


Samstag, 27. Juni 2015

»In geradezu realsozialistischer Einhelligkeit

... haben sämtliche Medien die Behauptung der Grazer Polizei übernommen, der Amokfahrer, der in der steiermärkischen Hauptstadt über diverse Gehsteige raste und zuletzt ausstieg, um noch ein wenig herumzumessern, wobei er drei Menschen tötete und über 30 verletzte, sei psychisch labil, die Tat habe aber keinerlei extremistische Motive. Woher wollten die Ermittler dies nur wenige Stunden nach der Blutorgie wissen? Wenn es denn stimmt, dass dieser Mann, ein Bosnier mit österreichischem Pass, seine Frau unter Schlägen dazu gezwungen hatte, ein Kopftuch zu tragen, und wegen wiederholter häuslicher Gewalttaten schließlich Umgangsverbot mit ihr und den Kindern erhielt, wenn es ferner stimmt, dass er ohnehin ein sehr abseitiges, trotz langjährigen Aufenthaltes in Österreich an Kontakten mit der eingeborenen Umwelt desinteressiertes Dasein führte, derweil er sich in Gedanken und online meist im arabischen Raum aufhielt, dann ist doch zumindest die Möglichkeit nicht von der Hand zu weisen, dass er ...«
(Hier weiterlesen)
Michael Klonovsky macht sich unter dem 25. Juni 2015 Gedanken über die Hintergründe der Grazer Amokfahrt, und deren mutmaßliche Beschönigung durch mediale, polizeiliche und staatsanwaltliche Beschwichtigungshofräte. Da erhebt sich nur eine Frage:

Ja, derf er denn des?!

Nachrichten, die einem wieder Hoffnung geben


Hausbewohner erschießt mutmaßlichen Einbrecher

Ein Mann hat in der Nacht in seinem Haus zwei Eindringlinge überrascht. Er schoss auf die maskierten Männer, einer der beiden starb. Vor zwei Wochen hatte es in Hannover einen ähnlichen Fall gegeben.
Ein Hausbewohner hat im Hamburger Stadtteil Jenfeld einen mutmaßlichen Einbrecher erschossen.
Nach Polizeiangaben sollen zwei mutmaßliche Einbrecher zunächst gegen 22.30 Uhr an der Tür des Einfamilienhauses geklingelt haben und den Hauseigentümer gefragt haben, ob "hier gerade ein Krankenwagen" war.
Als der 63-Jährige dies verneinte, seien sie wieder gegangen, jedoch 15 Minuten später zurückgekehrt. Wieder öffnete der Hauseigentümer die Tür, ließ aber einen kleinen Türriegel als Sicherung geschlossen. Daraufhin sollen die Täter die Tür eingetreten haben. Dabei sind sie nach Informationen der "Welt" sehr massiv vorgegangen. Einer der Männer soll dann bis in den Hausflur eingedrungen sein. Daraufhin gab der Hauseigentümer einen Schuss auf den Täter ab. [...]
Wie die "Welt" erfuhr, wirft auch der Tathergang Fragen auf. Wenn der Hauseigentümer Waffe und Munition gemäß dem neuen Waffengesetz getrennt und verschlossen voneinander aufbewahrte, wie konnte er dann so schnell an eine geladene Waffe gelangen?
 BRAVO! Es gibt allerdings zwei Wermutstropfen an der Geschichte:

1. warum ist der zweite Einbrecher unverletzt entkommen?

2. warum müssen irgendwelche Staatsanwälten und Journalisten noch großartig darüber nachdenken, wie einer »so schnell an eine geladene Waffe gelangen« konnte — wenn ihm und seinem gebrechlichen Vater genau das vermutlich das Leben gerettet hat.? 

Oder glauben diese Arschgeigen tatsächlich an das Gute im nigerianischen Einbrecher — der sich schluchzend über den alten Mann im Rollstuhl beugt und flennt: »Entschuldige, Opa! Wenn ich gewußt hätte, daß hier ein pflegebedürftiger Hochbetagter wohnt, dann hätte ich es mit ehrlicher Arbeit versucht!«

Aber es ist noch nicht aller Tage Abend! Vielleicht wird demnächst ganz zufällig ein WELT-Journaillist — oder aber ein Hamburger Staatsanwalt — von einem Mitglied dieser kulturbereichernden Pigmentbevorzugten besucht, und wirft bei sich grübelnd die Frage auf, wie er jetzt schnell an eine geladene Waffe gelangen könne.

Bei der Trauerfeier kämen dann — möglicherweise — der eine oder andere Kollege auf die Idee, sich rechtzeitig sowas zu besorgen. Und bei geretteten Überfallsopfern nicht päpstlicher als der Papst zu sein ...

---------------------------------------

P.S.: Dank an Kollegen FritzLiberal für den Link!


Freitag, 26. Juni 2015

»Wer solche Medien hat, braucht keine eigene Meinung mehr«

Starker Schlußsatz eines überaus brillanten Artikels von Uli Gellermann. Dringende Leseempfehlung!

So sorry!

»DiePresse« schreibt gutmenschlichen Unsinn (aus APA/dpa ab — aber das macht's auch nicht besser):

Rassismus: Apple verbannt Apps mit Südstaaten-Flagge

Südstaaten-Flagge
Südstaaten-Flagge / Bild: REUTERS 
Vor dem Schritt von Apple haben bereits andere Unternehmen die Flagge aus ihrem Angebot verbannt.
 (DiePresse.com)

Nach dem rassistisch motivierten Massaker in einer Kirche in den USA verschwindet die bei weißen Rassisten beliebte Südstaaten-Kriegsflagge aus immer mehr Geschäften. Apple begann damit, Spiele und Apps mit dem roten Banner mit dem blauen Andreaskreuz aus seinem App-Store zu entfernen.

Da ich mir von irgendwelchen linken Arschgeigen nicht vorschreiben lasse, welche Flaggen ich zu ächten habe, und welche nicht (die Flagge der Sowjetunion oder der Volksrepublik China sind nach wie vor problemlos zu erwerben oder darzustellen, obwohl die Hekatomben von Todesopfern beider Regime eigentlich eine Ächtung nur zu begreiflich machen würden!), wird ab nun diesen Blog auch eine Südstaaten-Flagge zieren.

Wer von meinen Lesern ängstlich genug ist, deshalb den Schlottermann zu kriegen — ganz einfache Lösung: lesen Sie diesen Blog einfach nicht mehr! Er dürfte dann ohnehin nicht das richtige für Sie sein. Dadurch sind Sie gegen Kontakt-Kontamination hinreichend gesichert. »Baba, und fall' net!«, wie der Wiener sagt ...

Wer flachköpfig genug ist, den in allen Systemmedien jetzt verbreiteten, geschwurbelten Unsinn, was angeblich die Symbolik dieser Südstaaten-Flagge sei, zu glauben, sei auf den Schlußabsatz des zitierten Artikels verwiesen:
Vor allem Konservative im Süden sehen darin ein Zeichen für Widerstand gegen unerwünschte Staatsgewalt. Viele andere empfinden sie dagegen als rassistisches Symbol der Verteidigung der Sklaverei, die damals in den Südstaaten geherrscht hatte.
Als Konservativ-Libertärer sehe ich auch im (wörtlich verstanden) »Flagge-Zeigen« eben ein Zeichen für Widerstand gegen unerwünschte Staatsgewalt! Und genau das ist ein Anliegen, mit dem ich mich durchaus identifizieren kann

Da ich selbst keine Sklaven halte, die Sklavenhaltung ablehne, und auch der einzigen Religion, nämlich dem Islam, der nach wie vor die Sklavenhaltung als göttlich eingesetzte, und damit moralisch zulässige Option ansieht, bekanntlich überaus kritisch gegenüberstehe, können mich all die Leutchen, die darin partout ein »Symbol der Verteidigung der Sklaverei« sehen wollen, »buckelfünferln« (wie der Wiener elegant ein bekanntes Goethe-Zitat umschreibt).

Nein, auch ein Knallkopf in einer Kirche, der mit seiner Knarre wahllos Leute abknallt, oder ein Neger Mulatte im weißen Haus, der ebenso wahllos irgendwelche Leute mittels Drohnen und Fliegerbomben zu Brei verwandelt, können mich nicht dazu bringen, Geßlerhüte zu grüßen.

So sorry ...


--------------------------------------



P.S.: damit jetzt nicht ein paar Trolle auf die fulminante Idee kommen, mich zu fragen, warum ich denn nicht auch die Hakenkreuzflagge ... ... und überhaupt, wie ungerecht es doch sei, daß die verboten ... bla bla bla ...— geschenkt!

Keine Frage: ich halte das Verbot der NS-Symbole für einen in einer freien Gesellschaft bedenklichen Schwachsinn. Nicht deshalb, weil ich sie selbst verwenden wollte, sondern weil mir Freiheit der Meinungsäußerung mehr ist als bloß ein heuchlerisches Schlagwort für Sonntagsreden! Das ändert nichts daran, daß mir die braunen Sozen immer schon denkbar unsympathisch waren, und ich daher ihre Symbole höchstens mit Verachtung betrachte. So gut nichts von dem, wovon die Nazis träumten, ist etwas, von dem auch ich träumen wollte — ich bekäme davon höchstens Alpträume.

Meine Solidarität mit einem edlen Ziel — nämlich: ein Zeichen für Widerstand gegen unerwünschte Staatsgewalt zu setzen— läßt mich manche Schwäche und/oder historisch erklärbare Fehlentwicklung (wie die Sklaverei) entschuldigen. Ich schätze ja auch die edle Dichtkunst eines Ovid oder Tacitus, obwohl beide ohne Zweifel Sklavenhalter waren ...

Nur: von »edlen Zielen« kann ich bei der Hitlerei verdammt wenig erkennen. Jedenfalls weitaus zu wenig für meinen Geschmack. Das mögen andere vielleicht anders sehen, aber das ist deren Problem, nicht meines ...

P.P.S.: da ich in den nächsten Tagen nur sporadisch meinen Blog beaufsichtigen kann, sistiere ich für diesen Artikel sicherheitshalber die Kommentarfunktion. Mein Bedarf an irgendwelchen Idioten und agents provocateurs, die Naziparolen posten, ist ausgesprochen endenwollend ...

Bald wird es bei uns auch so aussehen

... wenn wir das rot-grüne Gesocks nicht endlich von der politischen Bühne und v.a. aus den Medien vertreiben. Was angesichts der geradezu moluskenhaften Anklammerfähigkeit dieses Gesindels an alle Macht- und Einflußpositionen keinesweg einfach werden wird! Andererseits — wollen wir wirklich hinnehmen, daß es bei uns in ein paar Jahren auch so zugeht?


P.S.: jetzt werden natürlich ein paar Gutties aufheulen, aber meiner Meinung nach wäre der kombinierte Einsatz folgender Maßnahmen:
  1. Abschaffung von freien Sozialleistungen für Zuwanderer, 
  2. sofortiger Abschiebung arbeitsloser und/oder straffälliger Zuwanderer, und (falls das nicht reichen sollte)
  3. ein paar MG-Salven in derlei randalierenden Mob,
durchaus geeignet, das Problem nachhaltig zu lösen. Man müßte sich nur trauen — ausreichende Rechtsgrundlagen dafür gäbe es en masse!

P.P.S.: wer über die drohende Islamisierung Europas einen ausgezeichneten Artikel lesen möchte — »DiePresse« hat zum Wochenende einen solchen veröffentlicht:
Wohlmeinende Christen preisen den „Dialog“, wohlmeinende Grüne ihren muslimischen Gemüsehändler. Nur die Feministinnen schweigen sich lieber aus. Die Islamisierung Europas. Eine Groteske.
 (Die Presse)
Der orthodoxe und der radikale Islam sind eine Geißel der Menschheit. Der Historiker Egon Flaig bezeichnet den Scharia-Islam als „die schlimmste Gefahr für Demokratie und Menschenrechte im 21. Jahrhundert“. Nur ein Islam ohne Scharia sei mit den Menschenrechten vereinbar. Doch diese Vision bleibt Zukunftsmusik, die Realität sieht anders aus.

Die Islamisierung Europas ist die sichtbarste Veränderung der meisten europäischen Gesellschaften. An dieser Entwicklung scheiden sich die Geister: Während liberale und gebildete Bürger den zunehmenden Einfluss des konservativen und radikalen Islams mit großen Bedenken betrachten und die Zukunft des Kontinents eher düster sehen, interpretieren ihre sogenannten progressiven Gegner die Islamisierung als kulturelle Bereicherung und Überwindung eines obsolet gewordenen Nationalstaates. Der Kampf der Vordenker eines radikalen postnationalen Europas gilt jeder nationalen Identität: Die autochthonen Europäer sollen offensichtlich auf jegliche nationale,kulturelle, religiöse sowie letztlich auch auf eine traditionelle sexuelle Identität verzichten. Selbst die radikalsten kommunistischen Intellektuellen gingen seinerzeit in ihren Forderungen nicht so weit. Die Diskussionen nehmen geradezu groteske Formen an. Die Eliten der Gesellschaft werden nicht müde, große Teile der eigenen Bevölkerung des Rassismus und der Xenophobie zu bezichtigen, während große Teile der Bevölkerung längst das Vertrauen in die vermeintlichen politischen und medialen Vordenker verloren haben.
(Hier weiterlesen)
Touché!