Sonntag, 16. August 2026
Zum 16. August eine Symphonie No. 16
Havergal Brian war einer der produktivsten, aber zugleich unbekanntesten britischen Komponisten. Er war hauptsächlich Komponist von Sinfonien, beherrschte aber auch andere Genres wie Oper oder symphonische Dichtungen, obwohl er zeitlebens weitgehend Autodidakt war.
Anfangs war Brian dazu bewegt, Behemoth-große Sinfonien für ebenso große Orchester zu komponieren, doch mit der Zeit und mit der Unbekanntheit seiner Musik wechselte er allmählich zu kompakten Werken, die jedoch im spätromantischen und expressionistischen Stil geschrieben wurden.
Der Alltag einer Stadtverwaltung in Rumänien – im Vergleich
Nun, einfach nur Bellen hilft nichts, ich habe versucht, das ausführlicher aufzuarbeiten und habe das auch in rumänischer Sprache hier veröffentlicht. Möglicherweise grüßen mich in Zukunft so manche Beschäftigte der Stadtverwaltung nicht mehr, aber damit kann ich leben.
Natürlich kann man der Meinung sein, dass derlei Vorgänge für den Leser in diesem Forum nicht besonders interessant sind, aber ich bin sicher, dass doch die eine oder andere Stelle in meinem Artikel gewisse Parallelen in anderen westlichen Ländern aufweist. Zumindest schon der Umstand, dass vor einer Kommunalwahl die Stadt in einem für den fachlich nicht versierten Bürger in einem Top-Zustand aussehen soll. Auch, wenn damit Unsinnigkeiten zugedeckt werden, die sich später als weitere Reparatur herausstellen.
Mein Kommentar (auf deutsch):
Versuchen wir einmal, bei der Wahrheit zu bleiben:
Der Bürgermeister hat doch einiges geschafft, und zwar in erster Linie die Beschaffung der Finanzen, damit diese vielen Arbeiten überhaupt möglich waren. Das muss man ihm als Verdienst anrechnen — andere zuvor, z.B. auch sein Vorgänger, haben das nicht geschafft.
Das Problem liegt in der Ausführung. Fangen wir mal bei der Planung und der Ausschreibung an:
Ich weiß nicht, auf was ich alles kommen würde, wenn ich die ganze Prozedur genau kontrollieren würde. Es beginnt bereits mit der Beauftragung des Planungsbüros, das die ganze Arbeitsvorbereitung bis zur Ausschreibung durchführen soll. Bei der Auswahl des Planungsbüros habe ich bereits Bauchweh.
Dann geht es um die Ausführung der Arbeiten:
Diejenigen Firmen, die den Zuschlag bekamen, haben alle dasselbe Problem, und das besteht aus der Beschaffung von qualifizierten Arbeitskräften. Es gibt keine, weil man diesen Beruf des Straßenbauerhandwerks nicht mehr in Rumänien erlernen kann, mit qualifizierter Berufsschule, so wie das vor 40 Jahren der Fall war. Aber diese Firmen haben auch kein Interesse daran, das habe ich an anderer Stelle schon einmal erläutert.
Vor Jahren hatte ich den Traum, hier in unserer Stadt eine fachliche Ausbildung in einer speziellen Kombination des Baues von Außenanlagen, des Tiefbaues und des Straßenbaues anzubieten und dafür Lehrlinge nach dem dualen System auszubilden. Ich verfüge über eine Ausbildungsberechtigung aus Deutschland. Duales System heißt, 4 Tage in der Woche unter fachlicher Aufsicht zu arbeiten und 1 Tag theoretische Ausbildung in der Berufsschule. Das Ganze dann drei Jahre lang und am Ende ist eine Facharbeiterprüfung.
Ich hatte die großen Firmen dazu zu einem runden Tisch eingeladen, um herauszufinden, wo sie denn gerne ihre Schwerpunkte gesetzt hätten, um das berücksichtigen zu können. Das sind im übrigen bekannte Firmen aus Deutschland(*) und Österreich (**), die hier ihre Filialen haben. Gekommen ist auf meine Einladung hin niemand. Von einem Insider habe ich dann erfahren, warum diese Firmen daran nicht interessiert sind: Man will vermeiden, dass man dann höhere Löhne bezahlen müsste, wenn es sich um ausgebildete Facharbeiter handelt.
Lieber bedient man sich von ungelernten Leuten aus den Dörfern, oft aus einer bestimmten Ethnie, und als Baustellenleiter nimmt man dann einen Ingenieur, der gerade seine Abschlussprüfung beendet hat und froh sein muss, aufgrund nicht vorhandener Praxis überhaupt einen Job zu bekommen, auch, wenn dieser schlecht bezahlt ist. Dieser Bauleiter soll sich dann mit den berufsfremden Hilfsarbeitern herumärgern, und unterm Strich kommt das alles für diese Firmen billiger. Das Ergebnis sehen wir auf den Straßen. Sicher haben diese Firmen auch erfahrene Bauleiter beschäftigt, aber diese müssen immer mehrere Baustellen gleichzeitig überwachen.
Nun sollten vom Auftrageber, in diesem Falle die Stadtverwaltung, diese Arbeiten ständig kontrolliert werden, damit auch eine ordnungsgemäße Ausführung in der Verantwortung für die öffentlichen Gelder garantiert wird. Genau hier hakt es völlig: Die Stadtverwaltung hat keine Leute, die zum einen genügend Fachkenntnis besitzen, um das kontrollieren zu können, und dazu auch kein besonderes Interesse, vermutlich aufgrund höherer Weisung, dass diese Ausführung der Arbeiten genau kontrolliert und erst bei einer ordnungsgemäßen Abnahme gezahlt wird.
Wenn natürlich im Verlaufe der Arbeiten einer Firma aufgegeben wird, dass die wichtigste Durchgangsstraße in unserer Stadt vor der Wahl (damals im Juni 2024) unbedingt schwarz sein müsste, also asphaltiert, dann geht das natürlich auf Kosten einer ordnungsgemäßen Verdichtung der Leitungsgräben, was Zeit benötigt, und das ist auch der Grund, warum auch jetzt wieder auf dieser Straße nachgearbeitet werden muss.
Von einer ordnungsmäßen Prozedur, wie das in den anderen westlichen Ländern gehandhabt wird, ganz zu schweigen. Damit meine ich, Garantie auf das Material 5 Jahre, auf die Arbeitsausführung 2 Jahre und diese zwei Jahre lang wird ein Betrag von 5% der Bausumme als Garantie beim Auftraggeber einbehalten. Erst, wenn nach nochmaliger Kontrolle nach 2 Jahren keine Mängel feststellbar sind, wird die Restsumme ausbezahlt.
Ich habe mit jedem in der Stadtverwaltung ein gutes Verhältnis, und das möchte ich auch beibehalten. Aber bei so manchem Beschäftigten bin ich mir im Zweifel, wie der oder diejenige überhaupt an diese Arbeitsstelle gekommen ist. Möglicherweise hat da eine persönliche Beziehung oder das Parteibuch mitgespielt. Dazu stelle ich mit generell die Frage, wie hoch der Prozentsatz bei den Beschäftigten der Stadtverwaltung ist, die den Nachweis einer vollwertigen Ausbildung für den Arbeitsplatz bei der Verwaltung nachweisen können, den sie gerade besetzen.
Vermutlich wird hier der Einstellungsgrund darin liegen, dass man sagen kann, man hätte bereits bei einer anderen Firma so etwas ähnliches gemacht. Aber ein Zertifikat einer bestandenen Ausbildung? Ich habe da so meine Zweifel.
Ich hoffe, mich nun nicht bei der Stadtverwaltung unbeliebt gemacht zu haben, aber mein Interesse liegt in erster Linie bei der Optimierung in unserer Stadt, deshalb verbrenne ich mir auch manchmal den Mund. Ich wurde auch schon einige Male darauf angesprochen, als unabhängiger Kandidat bei der nächsten Stadtratswahl zu kandidieren. Es gibt einen klaren Grund, warum ich das nicht mache: Ich bin noch nicht in der Lage, die rumänische Sprache einwandfrei zu beherrschen, einschließlich Grammatik und Rechtschreibung. Denn ich setze auch für mich persönlich einen hohen Standard bei allem an, was ich ausführe.
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(*) Firma Geiger – Oberstdorf
(**) Firma Strabag – Wien
Samstag, 15. August 2026
Carl Philipp Emanuel Bach: Magnificat
Kinderland- oder Teen-Verschickung heute — oder: Ei, warum? Ei, darum!
Es gibt einen bemerkenswerten Sachverhalt, den ich den geehrten Lesern mitteilen möchte:
Viele Eltern schicken ihre Teens in den Sommerferien für ein paar Tage oder zwei Wochen ins Ausland. Sei es ins Ferienlager, als Gruppenbetreuer oder Helfer in der Küche usw.
Alle, wirklich alle, die ich kenne und von deren Teenverschickung erfahre, schicken ihre Kinder ins ost-europäische oder südosteuropäische Ausland. Ganz oben auf der Liste steht Kroatien, gefolgt von Tschechien, Ungarn, Polen und der Slowakei.
Großbritannien, Frankreich, Spanien, Schweden — früher die favorisierten Destinationen! — scheinen alle abgemeldet zu sein.
Freitag, 14. August 2026
Was ich habe ...
wo ich bin, will ich nicht bleiben, aber
die ich liebe, will ich nicht verlassen, aber
die ich kenne, will ich nicht mehr sehen aber
wo ich lebe, da will ich nicht sterben, aber
wo ich sterbe, da will ich nicht hin:
Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin
Über Stalin und Rothschild – Studium der Geschichte
Diese Behauptung existiert in unterschiedlicher Form im Netz, und ich habe versucht, mich damit aus-einanderzusetzen. Es wird ja immer gleich alles als "Fake" bezeichnet, was unglaublich erscheint, deshalb muss man diese Fake-Ansicht ja nicht gleich übernehmen.
Ich verweise auf die Geschichte um den Herrn Stalin, wie es begann, und bis zu seinem Tod durch einen Schlaganfall im Jahre 1953:
Wie sich das für mich darstellt, hat Stalin von Rothschild Schutzgeld für die Sicherung seiner Ölproduktion in Baku erhalten, aber von einer Finanzierung der Revolution durch Rothschild für Lenin habe ich nichts erkennen können. Meiner Meinung auch etwas unlogisch, weil er damit seine eigenen Interessen, nämlich die Grundlage des kapitalistischen Systems, gefährdet hätte.
Rothschild hat aber damals dem deutschen Kaiserreich mit Krediten geholfen, das ist geschichtlich bewiesen. Aber einen Vertrag über die Rechte der Notenbank in Russland zugunsten von Rothschild konnte ich nicht ausfindig machen.
Hierzu die Meinung von den politisch „Auserwählten“, und zwar von der „Bundesstiftung Aufarbeitung“:
Dem gegenüber stehen die Meinungen aus dieser Betrachtung:
Wobei es mir auch hier sehr schwer fällt, die Angaben zu überprüfen. Es wäre sehr hilfreich, wenn jemand der Leser hier einen konkreten Hinweis hätte. Mit diesem Wissensstand kann ich derzeit diese Schublade nicht schließen. Aber trotzdem waren viele Details aus allen genannten Reports interessant, und ich denke, auch für so manchen Leser neu.
Um nochmal zum erstgenannten Video zurückzukommen: Selbst, wenn die anfängliche Aussage über Rothschild darin mit Fragezeichen zu versehen ist, das Nachfolgende ist alles nachvollziehbar und schlüssig. Und bedrückend zugleich.
Der kenntnisreiche Prof. John Mearsheimer (3) : Iran Has Trump Over A Barrel
Alastair Crooke : Iran & Russia Give Up on Diplomacy & Go on the Offensive
Donnerstag, 13. August 2026
The Art Of Defeat
@mikeborrelli193"Astronomically higher defense spending".. If the US new model is 1.5 - 2 trillion dollar annual defense spending it wont have a country to defend.. It will initiate a total financial collapse and domestic rebellion.
Sanktionen sind (bei entsprechendem Bildungsniveau!) Technologiebeschleuniger der Sanktionierten
Das funktioniert recht gut bei abhängigen Nationen mit geringem Bildungsstand, wenigen Ingenieuren und Naturwissenschaftlern im Vergleich zur Gesmatbevölkerung. Bei anderen Ländern, die traditionell oder in der Entwicklung der letzten Jahrzehnte auf hohe Bildung setz(t)en, ergibt sich mittel- bis langfristig ein anderes Bild.
Bei letzteren führt der Sanktionsdruck zu vermehrten Anstrengungen die Sanktionen zu kompensieren, ggf. darüber hinaus sogar bessere Lösungen zu entwickeln zum langfristigen Nachteil der bequemen gesättigten derzeit herrschenden Militär- und Wirtschaftsmächte.
Ähnliches passierte in der Vergangenheit mit Deutschland durch englische Blockaden und dem Aufstieg der Chemie-Branche und es passiert wieder durch das blinde Agieren der USA und der Europäer.
Gestern las ich z.B., daß die Russen es geschafft haben, das Star-Link-System zeitweise zu unterbrechen bzw. zu stören (was bislang als unmöglich galt) und statt dessen ihre eigenes "Starlink" in die Umlaufbahnen bringen, welches deutlich leistungsfähiger sein soll als das amerikanische.
Nehmen wir den Iran, ebenfalls eine große Bildungsnation mit ebenfalls einer deutlich höheren Ing.-Dichte als bei westlichen Ländern (VSA, Europa). Hier rücken die Amis langsam von ihren Militärstützpunkten in Nahost ab bzw. vergrößern die Distanz zum Iran, da sie nicht in der Lage sind, deren Waffen (unter extremen Sanktionen entwickelt!) wirksam entgegenzutreten. Aber auch in vielen anderen Disziplinen spielen die Iraner mit in den oberen Rängen.
Oder nehmen wir Nord-Korea, welches gerade auf Waffentechnik versucht, im Anschluß an die führende praxisbewährte Technik der Russen aufzuschließen unter Testung der eigenen Entwicklungen.
Als Gegensatz dazu: die Lateinamerikaner, die den Amis — mit Ausnahme Brasiliens (ebenfalls inzwischen hohe Ingenieurs-Dichte!) — gnadenlos ausgeliefert sind.
Mittwoch, 12. August 2026
Where is Spiderman? Or: Iran – The Search for an Honourable Defeat
We will keep their lives short ...
In 2020, Snopes found that the text from Rockefeller’s alleged secret covenant was posted in 2002 by an anonymous author with the title “The Secret Covenant” to BankIndex.com, a website that provided financial information and a platform for businesses to sell their products.
The website also had a news section where conspiracy theories were posted. A disclaimer was posted under the “Secret Covenant” article saying that the editorial staff does not know the author’s identity and that the piece was submitted through a form on which the author left an unusable email address.
We searched key phrases from the secret covenant on Google Search, Nexis biographies and intellectual property and RE: Source, a Rockefeller Archive Center publication, and couldn’t find any evidence connecting Rockefeller to the covenant.
Rachel Wimpee, associate director of research and engagement at the Rockefeller Archive Center, told PolitiFact that the archive center doesn’t hold every item Rockefeller wrote but, “To the best of our knowledge, there is no such quote attributed to John D. Rockefeller.”
Dienstag, 11. August 2026
Prof. John Mearsheimer : What Comes Next in Iran?
Ein Nachtrag zur Antonow in Leipzig und zu den jüngsten Drohnen-Vorfällen
In Rumänien spricht die Regierung von mutmaßlicher russischer Drohne, aber die Bulgaren sagen die Wahrheit. Eine Meldung dazu (übersetzt):
"Die Ukraine hat auf den Absturz einer Drohne am Samstag in der Nähe der Grenze zu Rumänien und einer strategisch wichtigen Gasleitung reagiert. „Die ukrainische Armee hat kein Fluggerät absichtlich in Richtung Bulgarien gelenkt“, teilten die Behörden mit.
Zudem wurde die ukrainische Botschafterin ins bulgarische Außenministerium einbestellt." (Quelle)
Trita Parsi — ein interessanter Gast bei Napolitano
"Egypt charges hundreds of thousands of dollars for every transit through the Suez Canal, with fees exceeding $1 million for large container ships and tankers. Turkey charges vessels passing through the Bosphorus Strait. Canada collects transit fees for the St. Lawrence Seaway. Panama charges hundreds of thousands of dollars per passage, with fees reaching up to $500,000 for large Neo-Panamax vessels. The United States also charges fees related to the St. Lawrence Seaway.Yet for decades, Iran has kept the Strait of Hormuz open to international shipping without charging transit fees, even while facing sanctions, isolation, and constant accusations, and is still portrayed as the problem.
So why is Iran condemned while other countries openly profit from controlling strategic waterways? If charging for access is considered normal elsewhere, why is Iran uniquely cast as the villain?"(Google translation)
Ägypten verlangt Hunderttausende Dollar für jede Durchfahrt durch den Suezkanal, wobei die Gebühren für große Containerschiffe und Tanker über eine Million Dollar betragen. Die Türkei erhebt Gebühren für Schiffe, die den Bosporus passieren. Kanada erhebt Transitgebühren für den Sankt-Lorenz-Seeweg. Panama verlangt Hunderttausende Dollar pro Passage, wobei die Gebühren für große Neo-Panamax-Schiffe bis zu 500.000 Dollar erreichen. Auch die Vereinigten Staaten erheben Gebühren im Zusammenhang mit dem Sankt-Lorenz-Seeweg.Doch seit Jahrzehnten hält der Iran die Straße von Hormus für die internationale Schifffahrt offen, ohne Transitgebühren zu erheben, trotz Sanktionen, Isolation und ständiger Anschuldigungen, und wird dennoch als Problem dargestellt.
Warum wird der Iran also verurteilt, während andere Länder offen von der Kontrolle strategischer Wasserstraßen profitieren? Wenn die Erhebung von Zugangsgebühren anderswo als normal gilt, warum wird einzig der Iran dann als Schurke dargestellt?






