Donnerstag, 12. Dezember 2019

Team Strache? – Für wen? Gegen wen?


Neben der Frage, ob Strache sich selbst wirklich wünschen kann, er eine Partei zu gründen (daß es sich die FPÖ nicht wünschen wird, kann vorausgesetzt werden) darf die Kernfrage jeder Partei nicht außer acht gelassen werden: für wen (bzw. gegen wen) will ich mich engagieren?

Und hier hat Strache m.E. keine echten »Alleinstehungsmerkmale«, die ihm auf Dauer helfen könnten, ein »Team Strache« auch auf Bundesebene im Parlament zu halten, geschweige denn mit soviel Erfolg zu positionieren, daß er für den politischen Prozeß »unvermeidbar« ist. Es ist im Prinzip dasselbe Problem, das derzeit auch eine andere (historisch gesehen — wenn auch mittlerweile bis zur Unkenntlichkeit verwässert!) Absplitterung der FPÖ hat: die pinken NEOS.

Es wird für Strache im Wesentlichen darauf hinauslaufen, daß er die BZÖ-Erfahrungen kennenlernt (wenn's am Anfang gut geht, sonst nicht einmal die): ein Anfangs-Achtungserfolg, dann längeres Siechtum und schließlich Absinken in die Bedeutungslosigkeit.

Und warum?

Einfach deshalb, weil das »Dritte Lager« — also jener Teil der Bürger, die sich weder von linker Heuchelei und verordneter Gleichmacherei (außer für die Taschen der Apparatschiks — da darf's natürlich ein bisserl mehr sein ...), noch von einer vorgeblich (heute bestenfalls in Rudimenten) »bürgerlichen«, doch in Wahrheit inhaltlich weitgehend entkernten Partei der alten Proporz-Packler und Steuergeld-Abkassierer angezogen fühlen. Diese Gruppe umfaßt nun einmal vielleicht genuine 10-15% — der Rest ist entweder zu denkfaul, um sich überhaupt Gedanken über derartige Feinheiten zu machen, oder hat sich karrierefördernd einem der beiden Flügel der SPÖVP angeschlossen (wobei der rote Flügel allmählich auf grün umgepinselt wird).

Alles, was über diese 10-15% der Wählerschaft hinausgeht, ist eigentlich bloß Protestpotential, wenn es die GroKo-Korruptionisten (und/oder ihre Strippenzieher im Ausland) allzu bunt treiben, und den Wählern das sprichwörtliche »Geimpfte aufgeht«.

Da nun von den erwähnten 10-15% die eher linksliberal tickenden Teile bei den Pinken eine Heimat gefunden haben (derzeit ist nicht wahrscheinlich, daß die so bald unter die 4%-Hürde sinken dürften), bleiben für die »nicht-linksliberalen« Teile so ca. 5-10% »Stammwähler«, die eben um Protestwähler ergänzt eine volatile Masse von 15-25% ausmachen.

Strache wird bei diesen Stammwählern allerdings — trotz seiner früheren Beliebtheit sicherlich auch unter diesen — nicht gewaltig viele anziehen; ihm bleiben also vorwiegend Protestwähler. Eine Partei von Protestwählern ist allerdings meist auch eine ohne Zukunft: man verteilt als Wähler nicht ständig Denkzettel, und was bei der letzten Wahl aufgeregt hat, muß bei der nächsten Wahl keineswegs so »ziehen«. Entweder springt so eine Partei immer auf den neuesten Trend auf (was ihr jede Chance auf Wiedererkennbarkeit raubt), oder sie hat gewaltige Sprünge zwischen fulminanten Siegen und donnernden Niederlagen. Letztere mögen allerdings die Parteifunktionäre nicht wirklich, und da das Politsystem Östereichs auf Berufspolitiker zugeschnitten ist, wird der Vorsitzende einer solchen Partei sich bald wünschen, lieber einen Sack Flöhe hüten zu dürfen. Ich glaube auch nicht, daß so etwas wirklich Straches Stärke ist — er wäre also nicht zu beneiden!

Es spießt sich demnach: haben doch die Möchtergern-Modernen, die nur link(sintellektuell)e Spießer sind, die im Sommer veganes Eis schlecken und glauben, mit ihren Kindern im Vorschulalter alles »diskutieren«, beim Stromanbieter auf »Nachhaltigkeit« achten, und keinen SUV (den sie sich eh nicht leisten könnten) fahren zu müssen, längst (je nach Karriereschlüpfrigkeit) ihren Platz bei Grün, Pink oder Türkis gefunden. Die traditionell in alten GroKo-Kategorien verhafteten Wähler bleiben innerhalb der ÖVP dem Flügel der schwarzen Packler und bei der SPÖ den »organisierten« Gewerkschaftern & Co. treu. Bleiben also die durch ihre wirtschaftliche Selbständigkeit staatsfernen und -skeptischen klassisch bürgerlichen Schichten: Freiberufler, Gewerbetreibende etc. — eine schmale Schicht, von der schwerlich zwei Parteien »leben« können. Denn das reicht maximal für eine Honoratiorenpartei (und auch für die nur knapp, wie die Erfahrung zeigt).

Nun mag sich Strache der Illusion hingeben, daß er bei diesen Schichten so sehr punktet, daß die FPÖ einfach in die Versenkung fällt. Genau das scheint mir aber eher unwahrscheinlich, denn (bei allen Problemen, die diese Partei — insbesondere in der medialen Darstellung in den Mainstream-Medien — zweifellos hat!) die FPÖ hat gegenüber Strache den Vorteil, über eine funktionsfähige Struktur  zu verfügen, und in jeder Menge von Vertretungskörpern präsent zu sein. Ein »Team Strache« müßte das alles erst aufbauen, und das kostet Zeit und Geld! Und Strache dürfte auch die Loyalität der von ihm seinerzeit ausgewählten Funktionäre überschätzen, denn die wird bei der Nagelprobe, ob man einen Sprung ins Ungewisse einer neuen Partei wagt, oder bei der alten bleibt, nicht eben gering strapaziert! Schon bei der BZÖ-Gründung Jörg Haiders ist dessen Plan, quasi alle FPÖler, die er wollte, mit sich zu ziehen, und den schäbigen Rest auf dem Müllhaufen der Parteigeschichte zu entsorgen, nicht wirklich aufgegangen. Und ein Haider war sicherlich gegenüber einem Strache der dominantere, der charismatischere Leitwolf.

Strache wird also vermutlich (wenn überhaupt) nur in Wien, seiner engeren politischen Heimat, einen Erfolg landen können. Doch was wäre der Effekt einer solchen Ein-Land-Partei?

Darüber in Teil 3.

Aktualisierung 12:40

Karl Baron gründet die neue Partei "Die Allianz für Österreich".
Wien. Die drei bisherigen Wiener FPÖ-Mandatare Karl Baron, Klaus Handler und Dietrich Kops spalten sich von der Mutterpartei ab und gründen einen eigenen Klub im Gemeinderat bzw. Landtag. Das kündigte das Trio, das künftig unter dem Namen "Die Allianz für Österreich" auftritt, am Donnerstagvormittag in einer Pressekonferenz an. Kops meinte, dass die neue Partei viele verärgerte FPÖ-Wähler und Nicht-Wähler ansprechen könnte – "Das Potenzial ist groß", meinte Baron. Der größte Unterschied zur FPÖ: "Wir haben keinen Anti-Strache-Kurs".
 Na, dann ...
 

Aus der Mottenkiste

von Fragolin

Aus Zeitgründen heute mal wieder was abgestandenes. Nun schon fast 4 Jahre alt und immer noch aktuell:

Ich bin nicht wütend. Ich bin einfach fertig mit unserer Führungsriege. Sie sind mir egal. Egal ob unsere Willkommensregierung oder die hysterisch gutmenschlichen, mit ihrer Pamperung junger Männer ein Helfersyndrom geradezu menschenverachtend verhaustierend auslebenden Wohlstandsverwahrlosten, die lachend über den alten Nachbarn hinwegsteigen aber junge kampffähige und äußerst großspurig fordernde Männer liebevoll umhätscheln wie ein in der Gosse gefundenes räudiges Kätzchen, dem sie auch verzeihen, wenn es kratzt und beißt weil es doch so niedlich ist. Sie sind für mich erledigt.

Und ich habe absolut nichts gegen Ausländer, es soll kommen wer will. Meine besten Freunde sind Ausländer, da sind Ungarn, Deutsche und Italiener ebenso dabei wie koptische Christen aus Ägypten. Ich bin für offene Grenzen, wenn jemand mit gültigem Pass und Visum einreist und sich auf den Aufenthalt in seiner neuen Heimat vorbereitet, sich darum kümmert auf eigenen Füßen stehen zu können und keine kriminellen Absichten hegt. Wie man hier mit Frauen, Kindern, Menschen, Ungläubigen, Bräuchen und Traditionen, Symbolen und Worten umgeht (und wie nicht) muss vorher gelernt und akzeptiert werden, sonst gehört beim ersten gröberen Verstoß bereits die unwiderrufliche Abschiebung durchgesetzt. Man fordert unsere Anpassung und Rücksicht auf die Meme dieser Menschen, also gehört bei Herkunft aus einem Land mit archaischen Sitten und gelebtem Gewaltrecht kultursensibel besonders hart durchgegriffen, damit diese Menschen es verstehen - die kapieren es nämlich nicht, was geht und was nicht, weil es ihnen mit Gelaber und Gesülze und Rücksicht und Streicheleinheiten nicht vermittelbar ist. In Afghanistan ist es verboten, Frauen auf der Straße auszugreifen, da müssen die Täter lernen mit einem auf den Stumpf aufgesteckten Holzlöffel zu essen, falls sie die kulturtypische Reaktion der Familie der Frau überhaupt in einem Zustand überleben, der Nahrungsaufnahme noch möglich macht. Hier bekommen sie ein freundliches "Dudu!" mit Augenzwinkern - was sagt ihnen das? "Viel Spaß noch!"?

Nein, es geht nicht um Ausländer, es geht darum dass es keinen Rechtsanspruch für illegal Eingedrungene auf Vollverpflegung gibt. Man baut diesen Leuten Häuser und kocht ihnen halal Pappi, setzt eine Moschee vor die Tür und legt jedem Anwohner, der das nicht pricklend findet, kaltschnäuzig nahe, er könne sein Land ja gerne verlassen, wenn es ihm nicht passe was die Königin und ihr Hofstaat befehlen. Wer hat den Kroaten und Serben Häuser gebaut? Die hatten nach Kriegsende einen Job und eine Meldeadresse oder wurden zurückverfrachtet, wie es sich für "Flüchtlinge" gehört. Es gibt keine Verpflichtung, "Flüchtlinge" zu integrieren. Ausländer müssen sich hier in die Gesellschaft einfügen (nicht assimilieren, sie sollen ihre Kultur und Religion im Privaten leben wie sie wollen, aber keinen Anspruch auf irgendwas daraus ableiten) und wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen; nur anerkannte Flüchtlinge haben Anspruch auf vorübergende Unterbringung und Versorgung in Lagern aber ansonsten gar nichts bis der Fluchtgrund vorbei ist - warum haben unsere Obertanen den Flüchtlingen nicht im Nahen Osten geholfen, mit einem Bruchteil des Geldes und dafür doppelter Effektivität? Wieso muss erst ein zynischer Balkan-Triathlon aus Schlauchbootfahrt mit Kollateralschäden, Bahnfahrt über den Balkan und Grenzübertritte zu Fuß, Lagerung in verschlammten Kloaken und Wutattacken gegen (völkerrechtlich vollkommen legale und den EU-Verträgen entsprechende) Grenzzäune für die Medien inszeniert werden, inklusive an den Strand gespülter Kinderleichen und über Bord gekippter ungläubiger Christenschweine?

Die Spenden nach Afrika, so zynisch das klingt, haben die Geburtenexplosion erst ermöglicht. Je mehr Lebensmittel wir dort hinunterschaffen, umso mehr Mäuler kann man damit stopfen, umso mehr Mäuler produziert werden, umso mehr "Hilfsgüter" schicken wir runter. Das Geld kassieren örtliche Warlords und Könige, die keine Skrupel haben bei Überbestand dezimierend einzugreifen und ansonsten in Pomp und Glorie residieren. Hilfslieferungen helfen keinem, sie vergrößern die Probleme. Reichen die Hilfslieferungen nicht mehr aus, schickt man halt seine Söhne dahin, wo Milch und Honig fließen und dickbusige Dirndln laut Werbung auf dem Smartphone leckeren halal-Joghurt zärtlich von Hand in einem Holzzuber verrühren, bevor der dekadente Kuffar diese Leckerei lieblos seinen fetten Kindern als Jause einschaufelt.
Stellen Sie sich vor, die sehen unsere Werbung, und nur die. Mit dem richtigen Parfüm bekleckert schmeißen sich halbnackte Frauen willig dem Hipster mit Vollbart und Gelplantage auf dem Scheitel an den Hals und stecken ihm wollüstig die Zunge in den Hals. Und erst die Werbung um Mitternacht - eine Nummer anrufen und eine geile Stute suhlt sich für dich im Bett. Wieso sollen die das nicht glauben? Die Phoenix-Dokus, wo die Lügen der Werbung bearbeitet werden, sehen die eher nicht.
Nochmal: Ich habe nichts gegen diese Menschen, solange sie bestimmte Bedingungen erfüllen. Tun sie aber zu lockeren 98% nicht. Es steht uns in unserem Land aber absolut zu, die Bedingungen festzulegen, die in unserem Staat gelten. Das nennt man dann Demokratie. Die jungen Stammeskrieger, die das Schlaraffenland stürmen und ihre gebratenen Tauben fordern, kennen das nicht. Unsere Obertanen aber, die machen das alles vorsätzlich, wissentlich, im vollen Bewusstsein des irreparablen Schadens, den sie anrichten, und antworten jedem Aufschrei aus dem eigenen geschundenen Volk mit Hetze und Beschimpfungen, Häme und Präpotenz.

Ich sehe nicht ein, die ganze Welt mit sozialem Manna zu stopfen, in Zeiten unbezahlbarer Pensionen und sinkender Hilfsleistungen für Heimische Milliarden für sinnlose Züchtungsprogramme von alimentiertem Prekariat auszugeben. Wie andernorts erwähnt, in Deutschland haben nur ein paar Prozent der Einmarschierten einen meist auch noch staatlich gestützten Mini- oder Aufstockerjob. Wird bei uns nicht viel anders aussehen. Das wird nichts, wir sollen hakeln bis 73 oder 78 oder gleich bis zum Holzpyjama, damit Legionen junger Männer spazieren gehen können. Das mit der Angst um die Arbeitsplätze stimmt nicht, es ist die dummdreiste Lüge der verhetzenden Propagandisten, die Unmut allein den Ungebildeten, Primitiven, Abgehängten anlasten und jeden Dissidenten in die Idiotenkiste verpacken wollen. Es ist die aufwallende Enttäuschung, die in einigen verständliche Wut aufkochen lässt, wenn man sieht, dass all die Werte, die man für sein Alter und seine Kinder geschaffen hat, jetzt einfach an irgendwelche jugendlichen Dahergelaufenen verschenkt werden. Wenn man den Leuten klarmacht, sie sollen am Besten 60 Jahre durcharbeiten um dann nicht mal Mindestpension zu bekommen, während man Jungmännchen Häuser schenkt, Wäsche wäscht, Essen kocht und Popo putzt.
Es stimmt, die Wut sollte sich nicht gegen die Menschen richten, die hier eingefallen sind und sich das dargebotene Land nehmen. Nicht die Räuber, die den Kornspeicher leerfressen, sind die größten Verbrecher und nicht die Belagerer, die bei Nacht und Nebel eine Burg unterwandern, sondern jene, die denen die Tür öffnen und das eigene Volk verraten. Daher bin ich auch mit diesen Leuten fertig.

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Ein gewisser Andreas Breitenstein


... darf in der Neuen Zürcher Zeitung eine Breitseite gegen den Literaturnobelpreiträger Peter Handke abfeuern.

Ist in der jugendfrischen Nobelpreis-Akademie Amnesie ausgebrochen?  — Peter Handke ist der nächste Fettnapf

... titelt er ebenso griffig wie unvorsichtig, da er selbst sich mit diesem Artikel anschickt, beidbeinig in einen ebensolchen nächsten Fettnapf zu treten. Etwa mit seinem  Statement:
Wer bei klarem moralischem Verstand ist, findet es indes keine gute Idee, Peter Handke ausgerechnet diese Auszeichnung zu verleihen. Denn der Literaturnobelpreis ist, dem fortschrittsfrommen Zeitgeist des Gründungsjahres 1901 folgend, eine moralische Anstalt. Mit ihm soll gemäss Satzung jeweils derjenige bedacht werden, «der in der Literatur das Herausragendste in idealistischer Richtung produziert hat».
Na klar! Ist ja vor Handke noch nicht vorgekommen, daß die »moralische Anstalt« Nobelpreis einem Laureaten zuerkannt wurde, der nicht »das Herausragendste in idealistischer Richtung produziert hat« — sondern eher das exakte Gegenteil (darf man da bspw. an Dario Fo oder Elfriede Jelinek denken)? Aber Herr Breitenstein steigt freiwillig noch tiefer in den Fettnapf:
Bisher galten valable Schriftsteller, die sich auf Diktatoren und Schurken eingelassen haben (wie Borges, Kadare, Adonis), als No-Go. Oder würde man heute dem Hitler-Verehrer Knut Hamsun, als Schriftsteller ohne Zweifel ein Jahrhundertgenie, den Nobel-preis nochmals verleihen wollen?
Man hat ihn ihm aber verliehen, und man hat damals (1920) natürlich nicht mit Prophetengaben vorherwissen können (sowas können nur Journaillisten, die laut Karl Kraus »im nachhinein alles schon vorher gewußt haben« ...), daß er Hitler unterstützen würden, denn der war ein unbedeutender Bierkellerredner zu jener Zeit. Aber man kannte seine Einstellungen und politischen Ansichten, die der schwedischen Akademie damals offenbar keine Schwierigkeiten bei seiner Wahl bereiteten. Und das mit dem »No-Go« — meint das Herr Breitenstein wirklich ernst?

Denn wie erklärt er sich dann das »aber-halt-doch-Go« eines Literaturnobelpreises für eine der erbärmlichsten Drecksgestalten der Geschichte des 20. Jahrhunderts — Sir Winston Churchill? Und hat er irgendwo mitbekommen, daß einem gewissen Pablo Neruda, der sich u.a. mit einem servilen Stalin-Lobpreis an die Sowjets rangeschimissen hatte, ebenfalls der Nobelpreis verliehen wurde?

Und was soll die sinistre Beschwörung drohenden Unheils, wenn Breitenstein orakelt:
Die Verleihung könnte im Aufruhr enden. In Schweden leben viele Exilbosnier, die ihren Unmut bekunden werden, und Handke ist ein berüchtigter Publikumsbeschimpfer. Selber schuld, wird man dann nur sagen können.
Ach — nicht ein randalierende Mob wäre schuld, wenn er »Unmut bekunden« will (wogegen keiner was hat, solange er sich an die öffentliche Ordnung hält — aber genau das Gegenteil will ja die camouflierende Ausdrucksweise »Unmut bekunden« als Drohkulisse installieren: daß Pflastersteine fliegen und Menschen niedergeprügelt werden!), sondern die schwedische Akademie, die solch einer »Unmutsbekundung« nicht in vorauseilendem Gehorsam zuvorgekommen ist, indem sie doch lieber einen nicht »umstrittenen« Schriftsteller gewählt hat. »Niederträchtig« ist für derlei Insinuationen noch ein zu freundlicher Ausdruck ...

Soviel wir wissen, haben »Unmutsbekundungen« ob Peter Handkes Nobelitierung Stockholm bislang nicht in Schutt und Asche gelegt (das besorgen in Regelmäßigkeit schon Schwedens bereichernde Zuwanderer, denen allerdings die Literaturszene schnurzegal sein dürfte), auch der Schriftsteller lebt noch, so wie der bei der traditionellen Nobelpreisrede lebte, die anzuhören durchaus ein Gewinn ist:



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P.S.: wenn Sie sich die durchaus stilvolle Überreichungszeremonie ansehen wollen (Peter Handke im Frack ist allemal ein valider Grund dafür!) — hier werden Sie geholfen.


»Die Klimaschutz-Schmarotzer in Madrid«


... übertitelte Dr. Klaus Peter Krause kürzlich einen exzellenten Artikel auf seinem Blog:
Ich las: „Der Menschheit läuft die Zeit weg. Während über den Klimaschutz auf immer neuen Konferenzen diskutiert wird, tickt die Uhr gnadenlos weiter. Nur noch wenige Jahre trennen die Erde von gefährlichen Kipppunkten: Sind sie erreicht, lässt sich der Klimawandel nicht mehr aufhalten.“ (Lübecker Nachrichten). O weh, o weh. Doch die Zeit läuft der Menschheit schon immer weg, überall auf der Erde. Den Klimawandel gibt es ebenfalls schon immer. Auch er läuft uns Menschen nicht weg, sondern findet statt wie seit Urzeiten eh und je, überall auf der Erde ebenfalls. Ohnehin hat der Klimawandel mit dem CO2 – ob von Menschen stammend oder natürlichen Ursprungs – allenfalls in nur unbedeutender Weise zu tun. Gnadenlos ticken, tempus fugit, auch alle Uhren schon immer.

Das einfältige Alarmgeschrei wird immer unerträglicher

Die willig demonstrierenden Klimaschützer dagegen ticken nicht richtig im Kopf. Sie haben sich völlig verrannt. Ihr Alarmgeschrei wird immer unerträglicher. Es ist derart dumm und einfältig, dass man sich fragt, wo diese Menschen, die blind einem gewaltigen Geschäftsmodell finanzieller Interessen und einem Betätigungsdrang machtpolitischer Interessen folgen, ihren Verstand abgegeben haben oder ob sie je einen hatten.
 Chapeau! Touché!

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P.S.: und mit derlei hirnerweichten Idioten will Kurz in eine Regierung. Für solcherlei Idioten wollen die Brüsseler Polit-Kommissare ein EU-Klimagesetz durchsetzen, das die »verbindliche Festlegung der Klimaneutralität Europas ab 2050« bringen soll. Die rasante Verblödung alternder Zivilisationen ist scheints eine Gesetzmäßigkeit der Weltgeschichte ...


Die größte Bedrohung

von Fragolin

Bäh, ist das blöd, wenn einem die Realität mal wieder in die Propaganda fährt, und die böse ultrarechtsböse AfD unangenehme Fragen stellt. So wie in Hamburg, diesem leuchtenden linksradikalen Multikulti-Bollwerk gegen den aufsteigenden Faschismus in Deutschland. Dort wurde erst im letzten Jahr eine üppig gefütterte Sondereinheit gegen Rechtsextremismus, „die größte Bedrohung, mit der wir es aktuell zu tun haben“, wie der knallrote Innensenator inbrünstig trötete, aus dem Boden gestampft und mutmaßlich mit parteitreuen Genossen wohlversorgt. Also fühlte sich die angebliche Schutzmacht aller Nazen und Volksdeutschen, die AfD, berufen, renitent und ketzerisch mal nachzufragen, wie viele rechtsextreme Gefährder es nach polizeilicher Erkenntnis denn gäbe, die einen solchen Veitstanz gegen die „größte Bedrohung“ rechtfertige. Und so frug sie.

Damit wurde der Sack, der sonst so gerne fest verschlossen hinter dem Vorhang gelagert wird, aufgeschnürt und die Katze entfloh. Und maunzte fröhlich drauflos: Diese Sondereinheit muss den heldenhaften Kampf gegen genau Null rechtsextreme Gefährder in Hamburg führen. Egal, wie viel Mühe sich ein linker Senat, linksextreme Hetzmedien und eine hochaktive Antifa auch damit geben, das Bild hinter jeder Ecke lauernder stiefelknallender Nazihorden zu malen – da ist nicht außer der Phantasie krampfhaft nach Feinden grabender Fanatiker.

Interessant wird es dann eher auf der anderen Seite, wo das Auge des linken Senates stockblind ist. Denn sehr wohl bekannt sind 3 linksradikale Gefährder, also anscheinend Antifa-Hetzer, die eine reale Terrorgefahr gegen Leib und Leben politischer Gegner darstellen. Und 14 „religiöse“ Gefährder, die natürlich im Sinne der Gleichberechtigung und Antidiskriminierung auf alle Religionen genau so aufgeteilt sind, wie wir es aus der internationalen Statisitk religiös motivierter Terroranschläge kennen, weshalb man da keine auf islamophobe Weise besonders mit Namen nennen muss, um trotzdem Bescheid zu wissen.

17 Gefährder hat Hamburg also. Und keinen einzigen, der aus dem Dunstkreis der „größten Bedrohung“ kommt. Wie kann man das noch irgendwie transportieren?

Die „Zeit“ fragte bei der Polizei nach, Sprecher Florian Abbenseth erklärt, dass zu dem Zeitpunkt, an dem die AfD-Fraktion die Zahlen erfragte, keine rechtsextremen Gefährder bekannt gewesen seien. Das sei, so Abbenseth, allerdings eine Momentaufnahme.“

Ah, so ist das. Die AfD hat gerade zufälliger- wie blöderweise an dem Tag nachgefragt, wo mal kein rechtsextremer Gefährder auf der Liste stand. Na sowas von blöd gelaufen.
Dass das nicht wieder passiert, Genossen!

Dienstag, 10. Dezember 2019

Team Strache? — 1. Straches Irrtum


Den Lesern dieses Blogs wird es wohl aufgefallen sein: derzeit komme ich kaum dazu, längere Artikel zu verfassen — der Streß des nahenden Jahresendes, vor dem meine Klienten noch unbedingt ein paar Projekte fertighaben wollen, fordert seinen Tribut! Und da ich diesen Blog aus eigenem Vergnügen in meiner Freizeit schreibe (im Gegensatz zur Journaille, die sich für ihre Artikel bezahlen läßt — à propos: hat sich Strache für seinen Sager: »Die Journalisten sind die ärgsten Huren!« schon bei den ... Huren entschuldigt?) muß mit weniger Freizeit halt auch der Umfang meiner Bloggereien weniger werden (weniger zu schlafen funktioniert nur kurze Zeit). Deshalb kommen meine Überlegungen zu der offenbar geplanten Parteigründung durch H.C. Strache in mehreren Teilen. Doch besser verteilt, als nie.

1. Straches Irrtum

Strache plant also, wie's scheint, ein »Team Strache«, mit dem er bei der nächsten Landtagswahl in Wien antreten will. Lt. »oe24.at« ist
Dreh- und Angelpunkt dafür [...] der Wiener Abgeordnete und Strache-Freund Karl Baron, der auch Präsident der Freiheitlichen Wirtschaft ist. Aufgrund seiner Loyalität zu Strache – und nicht zu Neo-Parteichef Dominik Nepp – stellt er in der Wirtschaftsver-tretung am Montag die Vertrauensfrage. Das bestätigte Baron gegenüber ÖSTERREICH.
Neuer Strache-Klub 
mit drei Mitgliedern
Später am Tag trifft er außerdem etliche Parteigranden zu einer Sitzung der soge-nannten „Stammmitglieder“, in der es um seine Zukunft in der FPÖ geht.
 
Sollte Baron der Vorsitz in der Freiheitlichen Wirtschaft genommen werden, könnte er sein Mandat zurücklegen. Die Folge: Niemand anderer als Strache würde nachrücken, weil er 2015 in Barons Bezirk Donaustadt kandidierte und nachrücken würde. Findet Strache zwei weitere Überläufer, kann er einen neuen Klub im Wiener Landtag gründen. Im Gespräch sind Strache-Vertrauter Didi Kops sowie Barons Vertreter in der Frei-heitlichen Wirtschaft, Klaus Handler.
Nun ist es ja psychologisch verständlich, daß ein mit einer üblen, kriminellen Machenschaft um sein Amt gebrachter Berufspolitiker mit allen Mitteln danach strebt, sich zu rehabilitieren. Nur: der alte Satz semper aliquid hæret hat seine Berechtigung, so ungerecht es auch ist. Und Straches Problem für jede weitere Tätigkeit in der Politik ist ja wahrscheinlich nicht, daß ihm strafrechtlich relevante Dinge nachgesagt werden, sondern schlicht — und wesentlich untilgbarer! — die Tatsache: mit seiner Aktion in Ibiza hat er sich blamiert und einfach lächerlich gemacht. Und das ist bei einem Politiker wohl das ärgste, was ihm passieren kann. Ein Politiker, der eine Lachnummer ist, kann das beste Programm und das makelloseste Leumundszeugnis haben — er wird von den Wählern einfach nicht ernstgenommen.

Dabei hatte es Strache unmittelbar nach der Sendung der Videoschnipsel vielleicht in der Hand, das Blatt zu wenden! Er hätte statt seines Rücktritts in die Offensive gehen können und mit kühlem Lächeln sagen können: »Damals wurde ich von den Initiatoren des Videos ohne mein Wissen unter Drogen gesetzt und kann mich daher an diese Ausschnitte der Unterhaltung nicht erinnern. Wenn ich damals etwas Gesetzwidriges getan haben sollte, ersuche ich die Staatsanwaltschaft, uns mitzuteilen, welche Tatbestände ich in einer Privatunterhaltung, die illegal aufgezeichnet wurde, denn angeblich verwirklicht haben soll; ich werde mich aber nicht durch solche Machinationen einschüchtern lassen, sondern vertraue der Justiz, daß sie die Hintermänner dieser kriminellen Aktion zur Verantwortung zieht.«

Es ist nicht gesagt, daß er mit so einer Kaltschnäuzigkeit erfolgreich geblieben wäre — aber er hat eben den anderen Weg gewählt: sich emotional betroffen zu entschuldigen und zurückzutreten. Und wenn er das gemacht hat (was ihn durchaus ehrt!), dann hätte er eben diesen Weg auch weitergehen müssen, und nicht später versuchen dürfen, corriger la fortune zu spielen.

Nochmals: Straches Problem ist, daß er durch seinen Auftritt in Ibiza zur Lachnummer wurde. Nehmen wir ein anderes Beispiel: stellen wir uns einfach vor, die SPÖ-Chefin hätte sich bei einer ihrer letzten NR-Wahlkampfreisen nach einem anstrengenden Tag alleine auf Tour im Hotelzimmer entschlossen, sich mit Benutzung eines Vibrators vor dem Schlafen etwas zu entspannen, und wäre dabei durch eine versteckte Kamera aufgenommen worden. Das zu veröffentlichen wäre wohl noch verwerflicher als das Ibiza-Schnipselvideo, und Rendis Verhalten wäre auch in vertracktester Theorie noch um Lichtjahre weniger strafverdächtiger als es das besoffene Herumprahlen mit kühnen Plänen im Fall Strache gewesen sein kann — aber Rendi wäre durch so eine Dildo-Szene dennoch ebenso um den Ruf gebracht wie z.B. ein unverheirateter Politiker, den Journalisten in der Tür eines Stricherlokals abgelichtet hätten. Ist ebenso nicht verboten, aber macht keine schlanken Fuß.

Daß Strache den Unterschied zwischen der vermutlichen strafrechtlichen Irrelevanz seiner damaligen großklotzigen Sprüche, und deren imageschädigender Wirkung nicht sieht (sehen will? sehen kann? — letztlich egal!), ist seine persönliche Tragödie. Daß er jetzt drauf und dran ist, zu der persönlichen Tragödien noch den tragischen Hauptdarsteller eines Götterdämmerungs-Dramas zu spielen, und die Partei, die er seinerzeit vor dem Untergang gerettet hat, in ebendiesen zu treiben (obwohl ihm das vermutlich nicht gelingen wird), ist allerdings etwas, was ganz Österreich etwas angeht.
Mehr dazu in Teil 2.


Kommt da noch was?

von Fragolin

Der Österreicher hat sie schon wieder vergessen, die Namen derer, die mit Geldkoffern oder Plastiksackerln unterwegs waren. Beim Grasser, ja, da hat man das so lang und breit und permanent wiederholend durch die Medien geschleift, da ist noch was hängengeblieben, aber redet noch irgendwer vom Herrn Rabelbauer, der schon vor vierzig Jahren mit ein paar Millionen Schilling im Koffer zum fröhlichen Mandatskauf für die Schwarzen marschiert ist? Oder, um historisch etwas näher an die Gegenwart zu rücken, vom Herrn Gerharter, der seine Million Schmiergeld vom Bawag-Elsner 2003 im Plastiksackerl heimtrug?

Nein, ich will keinen Whataboutismus betreiben, nur hat man diese Gestalten konkret dabei ertappt und konnte ihnen nachweisen, was da abgelaufen ist. Und deren Parteien stellen sich jetzt hin und spielen einen auf empört und „Das gab es noch nie in der Zweiten Republik!“, wegen einem Foto einer angeblichen Strache-Reisetasche voller angeblichem Geld.

Nicht, dass ich dem unsympathischen Großmaul nicht von Herzen gönne, an die Wand genagelt zu werden, wenn die Geschichte wahr ist. Aber bis jetzt sieht es da sehr dünn aus und man findet nichts außer „stichhaltigen Gerüchten“, auch wenn die den medialen Heizkanonen der linksextremen Filterblase ausreichen, um ihre Klientel täglich mit einem Artikel zu versorgen, unter dem sie dann ihre hasszerfressenen Kommentare absondern und nach lebenslangem Kerker für den bösesten Zahntechniker aller Zeiten kreischen können. Juristisch reichen die eben nicht, und zum Glück leben wir noch in einem Staat, in dem Gerichte über Strafen entscheiden und nicht ein von eingepeitschtem Hass getriebener Mob.
Was ich mich auch frage, ist ja, warum die einem Politiker mal eben so das Handy abknöpfen (bei anderen wurde bereits der Versuch mit Gekreisch bedacht), wenn Monate später ganz offensichtlich immer noch nichts gefunden werden konnte, was zum Klicken der Handschellen führen könnte. Im Moment gibt es trotz massiver Eingriffe bis tief in Straches Privatleben hinein anscheinend genau gar nichts, mit dem man ihn juristisch belangen könnte. Es hat den Anschein, als ginge es keine Sekunde um irgendwelche Ermittlungen zur Einleitung juristischer Schritte sondern nur darum, immer wieder G‘schichterln und Gerüchte in die Welt zu streuen, um die eigene Filterblase am Kochen zu halten und die soziale Ächtung des Verhassten zu genießen. Was das über die betreffenden Medien selbst aussagt, ist denen anscheinend nicht bewusst oder schlicht egal, solange ihre Community schenkelklopfend tobt.

Denn da ist bisher nichts außer den Behauptungen einer Gestalt, die sich dadurch hervorgetan hat, in Zusammenarbeit mit einer balkanischen Industriespionage-Mafia ein Video zu drehen, mit dem Strache als damaliger Nationalratsabgeordneter und Chef der größten Oppositionspartei um eine halbe Million oder mehr erpresst werden sollte. Das finden die Kreischer nebenbei bemerkt demokratietechnisch betrachtet an keinem Punkt bedenklich. Und dieser Strache hassende Ex-Mitarbeiter liefert also ein Schwarzweißfoto (wieso eigentlich schwarzweiß, mein Handy macht Farbfotos) von einer Sporttasche in einem Kofferraum aus der malerisch drapiert Hunderter herausschauen. Wann gemacht, wo gemacht, Beweise für Zusammenhänge – Fehlanzeige. Die Frage, ob es sich auch um eine Sporttasche seiner Mafia-Kumpels handeln könnte, die gerade nach einer erfolgreichen Erpressung eines anderen Politikers den Gewinn abtransportieren, wird ebensowenig gestellt wie die Frage, wer eigentlich noch so alles erpresst wurde und ob da nicht ein sonst recht erfolgreiches Geschäftsmodell dahintersteckt. Vielleicht war ausgerechnet Strache sogar derjenige, der sich nicht hat erpressen lassen und deshalb gelyncht wurde. Dass sich dann als Handlanger einer erpresserischen Balkan-Mafia ausgerechnet als Sprachrohre des Gewissens selbstbeweihräuchernde linksextreme Propagandagazetten aus Deutschland angedient haben und vermutlich sogar bereit waren, denen ihre finanziellen Verluste nach dem Scheitern der Erpressung abzugelten, wirft ebenso Fragen auf, die aber anscheinend niemand gestellt haben möchte.

Und so bleibt die Frage: Kommt da noch was? Ich meine, was anderes als „stichhaltige Gerüchte“ und mediale Aussagen von internen und externen Strache-Hassern, die ihm gerne eins auswischen wollen oder einfach nur mit kriminellen Erpresserbanden verbandelt sind? Anderes, als hämische Hass-Artikel auf Basis irgendwelcher Gerüchte aus fragwürdigen Quellen? Anderes als verwaschene Schwarzweißbilder oder Auszüge aus behördlich einkassierten und medial ausgespielten Terminkalendern, die belegen, dass ein Vizekanzler sich mit heimischen Großunternehmern getroffen hat, was ja dem Seppl und der Zenzi ganz suspekt vorkommen muss, denn das gab es ja noch nie. (Was ja auch stimmt, nur bezieht sich das auf die Tatsache, dass die Daten eines Politikers zu seiner Amtszeit von Ermittlungsbehörden erfasst und dann medial verbreitet werden.)

Ich bin mal gespannt, was am Ende wirklich übrig bleibt von den ganzen Behauptungen und ob da irgendwo etwas dran ist.

Montag, 9. Dezember 2019

Erzbischof Fulton Sheen


... starb heute vor vierzig Jahren. Ein, man kann es wohl nicht anders sagen, begnadeter Prediger und in gewissem Sinne der erste »Fernsehstar« der Katholischen Kirche, der mit seinen beliebten und diskutierten Sendungen für die in den traditionell »WASP«-lastigen U.S.A. herablassend angesehenen Katholiken sicherlich manches Vorurteil zu überwinden half. 

Hier ein Mitschnitt eines TV-Interviews des damals 75-jährigen Erzbischofs. Das Interview, das muß man sich natürlich vergegenwärtigen, fand gegen Ende des Vietnamkriegs statt, und verhältnismäßig kurz nach den Studentenunruhen von 1968 — bei manchen Antworten muß ein bißchen »Staub« weggeblasen werden, um die zeitlos bleibenden Fragestellungen auch für unser Zeit zu entdecken:


Vor über einem Jahr wurde auf dem LP-Blog dieses ebenso tiefsinnigen wie humorvollen Predigers Fulton Sheen schon zweimal — hier und hier — gedacht, und auf Youtube finden sich viele weitere Beispiel, z.B. seine Betrachtung (1966) über »God is dead«:





Mea culpa, mea culpa

von  it’s  me  


... mea maxima culpa!

Ich bin ein unverbesserlicher Rassist, denn ich schaffe es sogar, während einer Tiersendung an unsere Neoimporte aus archaischen Gegenden zu denken und Parallellen zu ziehen.

Erst habe ich auf Phönix eine Sendung gesehen über Spezialeinheiten der deutschen Polizei und da über deren Aushängeschild, die von Wegener gegründete GSG9, die sich erstmals in Mogadischu Verdienste erworben hatte bei der Befreiung der Landshut ( Zu denken gibt mir, dass die Täter von damals – natürlich im übertragenen Sinn, denn 7 der 8 Verbrecher wurden erschossen – die Lehrmeister für die Täter der IST-Zeit sind ). 

Natürlich wurde die Gefahr des Corpsgeistes und dem ideologischen Abrutschen nach rechts thematisiert, danach durfte ein junger – wie alle vermummt – GSG9-Mann sagen, dass es wahr-scheinlich auch innerhalb der Truppe AfD-Wähler geben wird, er aber bisher keine rechtsextremen Strömungen erkennen konnte. Auftrag erfüllt – Mutti ist glücklich – setzen.

Auf dem nächsten deutschen Staatssender ein Bericht über den „Mordfall Lübcke und Rechts-extremismus in Deutschland“. Nicht einmal eine Minute geschaut, um weiterzuzappen zu ntv. Endlich keine Gehirnwäsche und ich widmete mich dem Bericht über Nashörner.

Dabei erwähnte der Sprecher, dass Nashörner keine natürlichen Feinde hätten ob ihrer Stärke, basierend auf ihrer Waffe, dem Horn und ihrem Aggressionspotential. Und da wurde ich politisch/rassistisch/dunkelösterreichisch, denn sofort bildete sich bei mir eine Eselsbrücke: Waffe – Messer und Aggressionpotential.

Diese verhängnisvolle Kombination kenne ich doch, speziell aus den letzten Jahren, und ich sah vor meinem geistigen Auge keine Nashörner mehr, sondern die „Nashörner“ auf zwei Beinen, nämlich die Mörder von Mia, Pia, Maria, und ... und ... und ... ...


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P.S.: Diesem Kurzkommentar haften bloß zwei Fehler an — erstens, dass ich nämlich Realist bin und kein Rassist und zweitens, dass ich mich für meine Worte und Wortwahl nicht entschuldigen werde, da es keinen Grund dafür gibt. 

Suicide by Goldstück

von Fragolin

In Augsburg haben zwei Leute, davon zwei Deutsche, ein Italiener, ein Türke und ein Libanese, also kriminalstatistisch am Ende des Tages zwei Einheimische (wem das seltsam erscheint, der hat die neuen Verhältnisse in Merkeldeutschland noch nicht ganz verinnerlicht), einen Feuerwehrmann totgeschlagen, weil er es wagte, sie anzusprechen. Also welchen von denen auch immer. Die Fragen, die sich nun stellen, sind folgende: Wie lange dauert es, bis die fünf Beiden auf ihre vier Freifüße gesetzt werden (hängt wohl auch mit den Verwandtschaftsverbandelungen im örtlichen Clanmilieu ab) und wer tritt bei dem unweigerlich folgenden „Konzert gegen Rechts“ auf? Werden die spontan zu einer Trauerkundgebung nach diesem bedauerlichen, äh, Unfall versammelten Feuerwehrkollegen jetzt pauschal zu Nazis erklärt oder schaffen sie es rechtzeitig, ein Statement zu Willkommenskultur, Weltoffenheit und Gegenrechts abzulassen und spenden statt für einen Kranz für eine örtliche Geflüchtetenunterkunft, um der Stigmatisierung zu entgehen?
Immerhin wurde der Überhang an weißen Männern bei der Feuerwehr erst letztens scharfsinnig bemerkt und daraus nicht etwa der rassistische Schluss gezogen, dass diese eben eine höhere Bereitschaft zu selbstloser Hilfe hätten, sondern der politkorrekte, dass sie dort eine heimliche testosterongeschwängerte Spielzeughelden-Sekte hätten, deren Ziel es sei, Migranten böswillig auszugrenzen und zu diskriminieren.

Und nun ist also einer dieser in einem weiß-männlichem heroischem Imponiergehabe verschriebenen Club Angehöriger einem multikulturellen Unfall zum Opfer gefallen, weil er in typischem weißtoxischem Überlegenheitsgehabe Revieransprüche stellte und den ausgelassen lebensfroh herumtollenden Bereicherungsjugendlichen miesepetrig die Teilhabe verbieten wollte. Im Angesicht der kulturellen Realität Alltagsdeutschlands so eine Art aufgelegter Suicide by Goldstück.
Und merke, Pöbel: Allein bereits sich dafür zu interessieren, wer der Mörder ist, ist ein Beweis einer rechtsextremen xenophoben und rassistischen Gesinnung. Täter wie Opfer haben nicht mehr zu interessieren, verschwimmen zu einer Einzelfallmelange aus „Männergruppen“ und „Rangeleien“. Außer, es wäre blöderweise der Täter ein Deutscher und das Opfer ein Migrant, da hätte die AfD faktisch mitgemordet. So viel Heuchelei, Doppelmoral und politische Instrumentalisierung eines Totschlags muss schon sein.

P.S. Sah der Feuerwehrmann zufällig aus wie Dieter Nuhr? Dann könnte man nämlich auch sagen, Jan Böhmermann hätte nach seinem Hassaufruf persönlich die Faust geführt…

Energetisches Schutzkreisversagen

von Fragolin


Oha, das Vorzeigeobjekt des knallroten Wien und seiner parteitreuen Projektanten, die ultimative Erfolgsgeschichte aus geschickter Planung, rascher und preiswerter Bauausführung und termingerechter Fertigstellung energetischer Schutzkreise zum Schnäppchenpreis, zerbricht gerade an den im gleichen knallroten Wien sozialisierten Genossen Gemeindebeschäftigten in diesem Spital, in dem in sozialistischer Tradition der Betriebsrat und die Wohlerworbenen Rechte einen weit höheren Stellenwert besitzen als das parteibuchgefilterte Management.

Jedes neoliberal-ausbeuterische Privatspital wäre zwar in der halben Zeit zu den halben Kosten fertig geworden, weil, wo immer private Geldgeber und damit natürlich Renditeerwarter ein Auge auf die Finanzgebarung haben, darauf geachtet wird, diese nicht zu enttäuschen, weil private Projektierer nicht pragmatisiert sind und oft mit ihrem Unternehmen für das Ergebnis haften, im Gegensatz zu Politik und Parteien, deren Funktionäre tun und lassen können, was sie wollen, solange sie nur das Geld anderer Leute verbraten. Dafür würden die Leute dort auch unter unmenschlichen Bedingungen schuften, und das ohne die Priviliegien von Landesbediensteten, was man ja an der grausigen Qualität, dem mürrischen Personal und den unfähigen Ärzten vom Grabbeltisch der Studienversager erkennen kann, die die Privatspitäler bevölkern und zu den unattraktivsten und miserabelsten Einrichtungen des Gesundheitswesens machen. 

Und ich hoffe, das lesen und glauben jetzt ganz viele, denn so ist auch in Zukunft gewährleistet, dass man, so wie schon selbst erlebt, bei einer massiven Einschränkung des Lebens eine notwendige Operation gegen Aufpreis sofort von einem fähigen Chirurgen in einem hotelähnlichen Privatspital mit Einzelzimmer und Wahlessen durchgeführt wird und man nicht auf einer Warteliste für die nächsten 12 Monate mit extremen gesundheitlichen Einschränkungen dahinsiechen und den Apotheker glücklich machen muss, während man seine Leber und seine Nieren durch den permanenten Konsum harter Schmerzmittel zerballert, nur um dann auf dem OP-Tisch zu hoffen, dass einem während des Schnippelns nicht die Decke auf den Kopf fällt.
Oder das Personal in den Streik tritt, weil nach bereits fast drei Monaten Betrieb immer noch nicht das versprochene Manna vom Himmel regnet. Denn bekanntlich hört beim Geld das „Freundschaft!“ auf.

Sonntag, 8. Dezember 2019

»Die Linke ist heute nicht mehr der Widerpart des Kapitalismus, sondern sein Parasit«




Einfach: Chapeau! Touché!


Video zum Sonntag

von Fragolin

Puuh, der Pöbel-Ralle wird verarscht und merkt das in seiner Bauchgepinseltheit nicht mal. Der kleine Ralle träumt von der großen Vizekanzlerschaft, wohl für eine Nacht lang konnte er sich daran ergötzen, Merkels Fußschemel spielen zu dürfen – und der moralisiert den Rest der Welt mit seiner Arroganz voll. Herrlich. Wie weit müssen die Mundwinkel herabgesunken sein, als ihm klar wurde, dass er verschaukelt wurde...


Samstag, 7. Dezember 2019

Es naut die Blacht


Loriots legendäres »Adventgedicht«:


erklang heute vor fünfzig Jahren,
am 7. Dezember 1969, in der Fernsehserie »Cartoon« zum ersten Male. Was Loriot dazu (und zu seiner lyrischen Produktion überhaupt) zu sagen weiß, können Sie hier (ab 06:50) hören. Auch der Rest des Dialogs mit Axel Corti (der in für einen Österreicher höchst irritierend »piefkösem« Akzent spricht) ist sehens- und hörenswert. Obwohl — wenn man die Kommentare unter dem Youtube-Video so ansieht, kommt Corti nicht besonders gut weg ... so viel zum vorauseilenden Gehorsam von Österreichern, die glauben, mit deutschem Akzent beim dortigen Publikum punkten zu können ...


Zu KURZ gefreut ...


Zu einem Artikel bei den Gutachslern erscheint folgender


Gastkommentar
von Johannes


In Griechenland und Bosnien stauen sich gewaltige Massen an Männer welche nicht mehr lange warten werden. Täglich kommen neue nach und irgendwann wird ein Punkt erreicht sein wo die Massen aufbrechen werden. Dann wird die EU wieder vollkommen überrascht sein, so als ob das aus heiterem Himmel gekommen wäre.

Herr Kurz hat vor noch nicht all zu langer Zeit bei fast jedem Gespräch betont er hätte die Balkan-route geschlossen.Nun die Balkanroute ist nicht geschlossen, es strömen unentwegt immer mehr und mehr Migranten in die Balkanländer. Ungarn wird gemieden – die Ungarn haben nicht Herrn Kurz benötigt, um ihre Grenzen zu schließen, sie haben als einziges europäisches Land einen klaren Kurs verfolgt, und es zeigt sich, dass diese Konsequenz sehr klar Wirkung zeigt.

Ich denke, sehr bald wird eine sehr große Masse an Migranten die Grenzen zu Kroatien und Slo-wenien stürmen; nach anfänglichen Versuchen , sie zu stoppen, wird man sehr bald aufgeben und lediglich Geleitschutz auf dem Weg nach Österreich, Deutschland, Schweden praktizieren. Im Süden der Steiermark werden dann die meisten ankommen und ich kann mir nicht vorstellen wie die Regie-rung Kurz-Kogler dann auch nur einen von ihnen aufhalten wird können, bzw wollen.

Viele Wähler die bei der letzten Nationalratswahl nicht wählen waren werden dann die Rechnung präsentiert bekommen. Ich bin schon sehr gespannt ob die Pressekonferenzen von Faymann und Mitterlehner dann von Kurz und Kogler überboten werden können.