Mittwoch, 21. August 2019

Chuzpe (2)

von  it’s  me  


Tunesien hat 2019 einen Rekord an Touristen zu verzeichnen – bisher mehr als 5 Millionen, wie man hier nachlesen kann.
 
Am Sonntag, dem 11. August 2019,  hat die italienische Küstenwache 57 Migranten auf dem Mittelmeer gerettet, die nach Europa wollten – ein Muttis finanzielle Euter – sie stammen alle aus Tunesien. Schreibt sogar das Zentralorgan der SPÖ, a.k.a. Der Standard.
 
Eine weitere Definition für Chuzpe.
 
 

Mimimi auf Luxusniveau

von Fragolin

Die alten weißen Männer, die billig Sportartikel herstellen lassen, um sie sauteuer zu verkaufen und sich daran dumm, blöd und bescheuert zum Quadrat zu verdienen, haben es doch wieder einmal gewagt, Frauen zu diskriminieren. Indem sie es wagten, den in einem Werkvertrag vereinbarten Geldbetrag bei Nichterfüllung des Werkvertrages aus Gründen der Schwangerschaft zu reduzieren. Also einfach nicht erbrachte Leistung nicht zu bezahlen. Was ja eindeutig frauenfeindlich ist. Welches Bild das auf die Leistung von Frauen wirft, naja, muss sich jeder selbst ausrechnen.

Klingt jetzt nach ganz normalem Geschäftsgebaren und, man fasst es kaum, ist es auch. Sinn eines Werkvertrages ist es nämlich, eine Leistung zu definieren, deren Erfüllung entlohnt wird. Und wenn sie nicht erfüllt wird, nun ja, wie soll ich es sagen, wird sie eben nicht bezahlt. Egal aus welchem Grund sie nicht erbracht wurde und welches Geschlecht der Werkvertragnehmer besitzt. Das ist der Sinn eines Werkvertrages. Es ist sogar ein geradezu soziales Entgegenkommen von Nike, jenen Athletinnen, die wegen Schwangerschaft gerade gar keine öffentlichen Auftritte mit Werbewirksamkeit absolvieren, trotzdem 30% des Vertragshonorars weiterzubezahlen.

Doch wenn die wohlhabende Athletin von heute ihren Werbevertrag nicht erfüllt und deshalb weniger Geld bekommt, dann kreischt sie los, wie diskriminiert sie doch wäre, nur weil sie eine Frau ist. Dass Männer, die zum Beispiel durch eine Verletzung ausfallen und keine Werbung mehr laufen können, meist sogar ganz aus den Werbeverträgen gekickt werden, naja, ist eben so. Es geht ja nicht um patriarchalische Unterdrückungsinstrumente wie Fakten und Recht, sondern um feministische postfaktische Emotionen und Empörung.

Es tobte also in Folge des Mimimi der Athletinnen der übliche linksfeministische Scheißesturm durch das Internet (sie haben eben keine anderen Produkte, die sie auf andere werfen könnten) und schon knickten die Nike-Weicheier jammernd ein und versprachen, auch bei Schwangerschaft die Frauen auch ohne Gegenleistung voll weiter zu bezahlen. Abgesehen davon, dass hier wieder einmal Diskriminierung in die genau andere Richtung gelebt wird, hat das Ganze noch eine ganz andere Dimension.

Denn diese Sportartikelhersteller lassen sich ihre Fetzen und Schuhe billigst in Bangladesh und China zusammennähen, auch mal von geschickten Kinderhänden. Dort wird auf Schwangerschaften kaum Rücksicht genommen und sogar die normale Arbeitszeit nicht zu hundert Prozent bezahlt, wenn die Leistung nicht passt. Die zum Teil noch minderjährigen und großteils komplett rechtlosen Näherinnen müssen rund um die Uhr in überfüllten Nähbunkern zu einem Drecksgehalt die modische Ware für Hipster und modebewusste Klimahüpfer von heute zusammennähen, die wegen einem einfachen Logo darauf schweineteuer verkauft wird.
Und worüber scheißestürmt die feministische Hassblase? Darüber, dass schwangere Sportlerinnen zu wenig von dem Gewinn aus dieser Sklavenarbeit abgreifen können.
Ja, die Gier ist ein Schwein.


Für die Produktion eines 100-Euro-Schuhs werden gerade einmal 40 Cent für die Löhne der Näherinnen aufgebracht. Ins Marketing mit laufenden Litfaßsäulen wie diesen schwangeren Sportskanonen werden dagegen 8,50 Euro gesteckt, also das über 20-fache. Und diese Abgreiferinnen aus den fetten Gewinnanteilen jammern und plärren, dass sie zu wenig abbekommen. Die Näherinnen interessieren die nicht, denn sonst würden sie sich weigern, für solche Hersteller Werbung zu laufen und von denen Geld anzunehmen.
Mimimi auf Luxusniveau.

Dienstag, 20. August 2019

Geistige Kleinkinder

von Fragolin

Man stelle sich vor, auf einem Kinderfest würde es ein Dosenspiel geben, auf die Dosen die Fotos krimineller Migranten aus der Zeitung ausgeschnitten aufgeklebt, und die Kinder dürften mit dem „Abschiebungs-Ball“ diese Kriminellen in ihre Heimat zurückballern. Nur mal so als Gedankenspiel. Das würde locker für internationales Aufsehen sorgen, vor Allem, wenn dann auch noch ein ehemaliger FPÖ-Minister lachend mit dem Ball mitschießen würde.
Warum ich dieses Gedankenspiel anrege?

Nun, ganz einfach: Weil die SPÖ so etwas ähnliches gemacht hat, nur durften die Kleinen blaue und schwarze Politiker mit dem Ibiza-Ball aus der Regierung schießen. Das ist Kindergarten-Niveau und typisch linker Humor. Wir erinnern uns an das Fadenkreuz und die Aufforderung, den „Baby-Hitler“ zu töten, auf dem Cover der „Titanic“. Oder das humoristische Abstellen von Pflastersteinen und Grablichtern vor FPÖ-Büros. Man sollte nach einem Brandanschlag auf ein FPÖ-Landesbüro schon mal nachfragen, inwiefern das nur verlängerter linker „Humor“ war.

Die Aufregung der Blauen und Schwarzen ist verständlich, sollte aber auch eher in Maßen ausfallen und die Bedeutung des Ganzen nicht künstlich aufbauschen. Denn die SPÖ hat einfach nur ihr Niveau öffentlich gezeigt. Da kommt die kleine Gabi H.-H. aus der femanzischen Krabbelgruppe und wirft das Bällchen auf die bösen weißen Männer der Exregierung und freut sich wie eine Schneekönigin, wenn sie ein Glas Kinderbowle gewinnt. Das zeigt, wo diese Partei angekommen ist. Statt an einem Programm mit Inhalt zu arbeiten, brütet man Spiele für Kleinkinder aus, beklebt Dosen mit Bildern und freut sich, so kreativ und witzig zu sein. Naja, das erklärt auch das wiederholt wahrnehmbare kleinkindhafte Verhalten roter Abgeordneter zum Nationalrat. Und die verhaltenskreative, kleinkindhafte Trotzigkeit, mit der man der quereingestiegenen hilflosen Kindergartentante die lange Nase zeigt, die auch nichts weiter schafft als hilflos ihre Mäusefäustchen zu ballen.

Wer also Bundespolitik auf dem Niveau eines Kindergartenfestes haben möchte und von Menschen regiert werden will, deren Kreativität der einer kleinkindlichen Bastelgruppe entspricht, der sollte dringend SPÖ wählen.
Und der Rest sollte die Empörung herunterschrauben, die Sozen einfach auslachen für ihre Kindervorstellung und ihnen das nur jedesmal, wenn sie wieder vom „rechten Bierzelt“ schwadronieren, unter die Nase reiben, dass im Bierzelt wenigstens Erwachsene sitzen, auf ihrem Dosenschießer-Kinderrummel aber nur geistige Kleinkinder zu finden sind. Und ihnen den sozialistischen Karriereweg beschreiben: die Parteikinder dürfen mit Bällen auf Dosen mit dem Konterfei des politischen Gegners schießen, die Parteijugend dann mit Brandsätzen auf deren Parteibüros. Derweil die Erwachsenen begeister klatschen und jubeln darüber.
Wer diese Sozen wählt, wählt eine antidemokratische, gewaltaffine linksradikale Truppe mit dem geistigen Horizont von Kleinkindern.


P.S. Und noch während ich diese Zeilen schrieb, kam die Meldung, dass der Trottel, der sogar zu doof zum Brandsatzschmeißen war und sich selbst dabei verletzt hat, gefunden wurde. Ein Afghane.
Nein, eine Entschuldigung der roten Hetzer, die der FPÖ dreist unterstellt hatten, ihr Parteibüro selbst angezündet zu haben, wie es die Antifa in Tirol ja 2012 auch gemacht hat, erwarte ich jetzt nicht. Aber wirklich putzig sind die Wortmeldungen der gleichen Hetzer jetzt: das wäre eben nur die Reaktion eines armen traumatisierten Schutzbedürftigen, der mit dem Hass der FPÖ nicht umgehen kann, also seien diese selbst schuld.

Klar, was sonst. Ebenso selbst schuld wie die vergewaltigten Frauen, die ein echter Mann eben nicht von dreckigen Schlampen unterscheiden kann, wenn sie sich wie solche kleiden, oder die Niedergemesserten, die eben provokant zur falschen Zeit über den falschen Bürgersteig gelaufen sind oder ehrbeleidigend am Bahnsteig auf den gleichen Zug zu warten wagten, vielleicht auch noch als Erste einsteigen wollten – das sind alles so typische Deutungen der Linken, dass bei ihnen der Migrant immer das Opfer sein muss, selbst wenn er der Täter ist.

Denn der Zugewanderte, der Andere, der nichtwestliche Nichtweiße ist für diese Rassisten eben ein nicht zurechnungsfähiges Dummerl, ein geistiger Ohrwaschelkaktus, der nie für seine Taten verantwortlich sein kann, denn Verantwortung ist etwas, das nur weiße westliche Männer haben können. Für alles und grundsätzlich. Sie werden in einer aus Rasse und Herkunft sortierten Hierarchie ganz oben angesiedelt, moralische Herrenmenschen von seelischer Vollkommenheit, die schon deshalb für alles verantwortlich sind was geschieht, während die minderwertigen und kulturell eher unfertigen Wilden eben nur bestehen können, wenn sie von diesen Herrenmenschen umhegt und geführt werden. So wie ein zivilisiertes Kind wissen muss, dass man ein Tier nicht gegen den Strich streicheln soll, weil es sonst kratzen oder beißen könnte und das Kind dann eben selbst schuld daran wäre, müssen die edlen und vollkommenen Weißen eben lernen, dass der unfertige Wilde richtig behandelt werden muss, weil er sonst kratzt oder beißt (oder messert oder schubst oder eben Brandsätze schmeißt).

Und diese Schleimbeutel nennen andere Rassisten, das muss man sich erstmal in Dur komponieren. Weil sie fordern, dass ein Afghane, der hier einen Brandanschlag gegen eine Institution des demokratischen Rechtsstaates und damit einen direkten verfassungsfeindlichen Anschlag auf unsere grundlegende Gesellschaftsform begangen hat, sofort seinen subsidiären Schutzstatus verliert und nach einer angemessenen Haftstrafe mit lebenslangem Einreiseverbot aus dem Land geworfen wird. Von mir aus auch mit einem Einweg-Fallschirm aus einer Hercules.
Nein, das ist nicht Rassismus, das ist Vernunft. Und es ist egal, welche Hautfarbe oder Religion der hat – wenn der von anderswo kommt und sich hier so aufführt, gehört er sofort raus.

Ach ja, aus der Hofburg immer noch donnerndes Schweigen zu diesem Fall.
Ich erwarte die Wortmeldung unseres Kopftuch-Fans aber bald:
"Es ist unerträglich, wie die durch die Ausländerfeindlichkeit der FPÖ provozierte harmlose Verzweiflungstat eines traumatisierten Schutzbedürftigen von den Rechten instrumentalisiert wird um pauschal gegen Flüchtlinge blablabla..."

Montag, 19. August 2019

Basics

 von  it’s  me 


Die Putzfrau im Hotelbetrieb von Freunden sieht sich als vom Schicksal benachteiligt an, obwohl sie dreihundert Euro mehr netto bekommt als laut Kollektivvertrag, sie kann, wenn der Kindergarten geschlossen hat, sogar ihre Kinder mitnehmen, und dennoch kommt kein positives Lebensgefühl auf. Klar, ihr Alter hat Berge an Schulden, er kann die Alimente für seine Kinder aus einer Exbeziehung nicht bezahlen und kommt immer mehr in die Schuldenfalle.

Unsere Freunde haben die beiden Kinder, weil sie sehr sozial eingestellt sind, am Vormittag verköstigt und ihnen einen Aufenthaltsraum zur Verfügung gestellt, damit sie etwas fernsehen können. Und da schlägt das Unterschichtmilieu zum ersten Mal zu: beim schönsten Wetter fernsehen und nicht im Freien spielen – ein erstes Indiz, dass etwas falsch läuft. Das zweite, und warum unsere Freunde aufgehört haben, so nett zu sein – sie kann ihre Kinder zwar noch immer mitnehmen, wenn nötig – ist: die Kinder grüßen nicht und das Wort „Danke“ fällt ihnen genauso schwer wie mir, einen Artikel in Mandarin zu schreiben. Dabei bedarf es keines Reichtums, nicht einmal eines bescheidenen Wohlstandes, den Kindern die Basis-Benimmregeln beizubringen!

Anderes Beispiel: ein Volksschüler mit polnischen Eltern, Mutter ebenfalls Putzfrau, Vater einfacher Arbeiter, war in Behandlung bei einem befreundeten Zahnarzt und stand aus dem Behandlungsstuhl auf, um dem Zahnarzt die Hand zu geben – er blieb nicht sitzen. Das nennt sich höchstes Niveau bei derselben Ausgangslage. Dass mein Freund dem Buben nach der Extraktion des Milchzahnes den Ratschlag gab, nur kühle Sachen zu sich zu nehmen, brachte ihn auf eine Idee, und er gab ihm 3 €, um mit einer Eiscreme die Wunde zu kühlen. Die weitere Laufbahn dieses jungen Polen interessierte uns beide und ich fragte immer nach ihm: er ist bei der Polizei gelandet, ist ob seines Einsatzes und seiner Intelligenz beliebt, und sein Führungsoffizier ist ganz begeistert von ihm und hat mit ihm Höheres vor. Und genau diese kleinen Basics sind es, die die einen zu Bevorzugten machen, während andere immer die Loser bleiben werden – nicht erkennend, warum. 

Und im Erwachsenenleben ist es ident: es wird immer Menschen geben, die sich benachteiligt fühlen, wobei sie in ihrer Dummheit/ideologischen Verblendung nicht sehen können, dass sie es selbst sind, die sich ihr Leben vermiesen. Ein langjähriger Bekannter hatte Philologie studiert, war wirklich gebildet – nicht nur auf seinem Gebiet – hat aber eine sehr wohlhabende Bekannte von uns, aber auch mich in seiner Art von Scherzauffassung oft als Kapitalistenchweine bezeichnet nach dem Motto: „Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich“. Irgendwann ging mir das auf die Nerven und ich habe den Kontakt abgebrochen, aber nicht ohne ihm gesagt zu haben, dass die Berufswahl eine Frage der Intelligenz ist und unsere Bekannte und ich vielleicht die bessere Wahl getroffen haben und nicht, so wie er, auf Kosten des Steuerzahlers alimentiert werden müssen, sondern selbständig und wert-schöpfend arbeiten. Dass er am Ende unserer mehrjährigen Bekanntschaft immer mehr ins linke Eck abdriftete, für eine noch höhere Besteuerung von Gutverdienern eintrat, schien nur logisch, und eine weitere Sollbruchstelle stellte dar, dass ich meine Parteipräferenz nie verheimlichte. Dass ich ihn provozierte, will ich nicht verheimlichen – mit Sprüchen wie : „Wer mit 18 nicht rot wählt, hat kein Herz (wobei ich mit 18 anscheinend schon herzlos war), wer mit 50 noch immer rot wählt, hat kein Hirn.“

Weil ich schon bei copy/paste aus dem Alltag bin: Vor Jahren saß ich wegen eines Termins an einem Freitag um 14:00 im Schanigarten eines Gasthauses in einem sogenannten miesen Wiener Gemeindebezirk. Neben mir zwei Arbeiter (wobei ich mich fragte, wie es kommt, dass sie um diese Zeit schon Zeit für ein Bier hatten), die über ihren Chef schimpften, denn er hatte sich, wie ich hörte, ein neues Auto gekauft, das sie – die beiden Bierdippler - ihm angeblich durch ihre Arbeit ermöglichten. Ich wollte schon aufstehen und die beiden fragen, warum sie nicht selbst eine Firma gründen und sich dann auch einen großen BMW kaufen? Und ob sie sich vorstellen können, dass ihr „g’stopfter Oasch von Chef“ sich jetzt noch kein Bier gönnen kann, da er vielleicht einen Termin beim Steuerberater hat, oder bei der Bank wegen einer Firmenerweiterung ...

Was all die Fälle gemeinsam haben: Jahrzehntelange sozialistische Gehirnwäsche, dass Unternehmer, Wohlhabende immer die Arschlöcher sind, zeigt irgendwann ihre Auswirkung, nicht erkennend, dass genau die von ihnen gewählten Politiker sind, die das System am meisten zu ihrem Vorteil ausnützen. Denn wie pervers ist es, am 1. Mai auf dem Rathausplatz zu stehen und einem damaligen Vranitzky oder Verzetnitsch zuzujubeln, die wieder vom Klassenkampf faselten und sich nachher in ihre tollen Häuser – oder im Fall des Gewerkschafters: in sein Penthouse mit Swimmingpool in bester City-Lage – zurückzogen, hingegen die fähnchenschwingenden Genossen in ihre Plattenbauten. Und genau solche Typen waren es, die auf dem Rathausplatz standen, aber im Wirtshaus über ihren Chef her-zogen, der ihnen aber – und das sahen sie nicht – überhaupt erst ein würdiges Leben ermöglichte durch sein Unternehmertum.

Da lobe ich mir die US-Amerikaner, wo der Chef eben nicht der parasitäre „Oasch“ ist, sondern ein Vorbild, dem man nachzueifern trachtet. Bei einer Party in New York hat mir ein Ami einmal, wie sie so sind, seine vielen Kreditkarten gezeigt und dazugefügt, dass sein Bestreben ist, dieselben zu haben, aber wie sein Chef, in Gold oder Schwarz. Das taugte mir, nicht, dass er mir unaufgefordert seine Karten zeigte, sondern die Einstellung! Zum Schluss ein Beispiel, wie anencephal sowohl manche Politiker, aber auch gewisse Bevölkerungsschichten sind, das ihnen Vorgekaute – auch wenn es das Dümmste ist – zu glauben und zu ihrer Ideologie zu erheben (um Hadmut Danisch zu zitieren „Wer wählt denn sowas“):

Vor der letzten Nationalratswahl hat der niederösterreichische SPÖ – Vorsitzende Schnabel den von Kurz/Strache angedachten Familienbonus kritisiert, indem er sagte, dass ein Manager mit zwei Kindern bei einem Monatseinkommen von 10.000 € ganze 3.000 € bekäme, eine Verkäuferin mit 1.200 € nichts. Hört sich ungerecht an, aber nur, wenn man die Definition für das Wort „Bonus“ nicht kennt. Denn bei einem Jahreseinkommen von 140.000 € hat der ach so böse Manager schon 68.000 € Steuerlast geleistet, die Verkäuferin ca 3.000 €. Zusätzlich beziehen beide die Kinderbeihilfe für zwei Kinder. Wie kann also die Verkäuferin – die sowieso schon mehr alimentiert wird als sie Steuern bezahlt – noch eine zusätzliche Bonuszahlung erhalten? Der Verkäuferin kann ich einen Ratschlag geben: Sie soll studieren und Managerin werden – heute leichter denn je, denn früher musste man die Vagina noch einsetzen, heute genügt es bereits, eine zu haben (© Lisa Fitz) –, wenn das aber aus intellektuellen Gründen völlig unmöglich ist, soll sie es mit der Politik probieren, denn dort genügt schon eine abgebrochene Verkäuferlehre oder eine abgebrochene Schule, dafür mit Taxlerlizenz, um hohe und höchste Weihen zu erlangen, mit dementsprechendem Salär.

Habe ich schon erwähnt, dass ich diese links-grüne Bagage zum Kotzen finde?

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P.S.: Winston Churchill kann man eine hohe Intelligenz nicht absprechen: „Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die ungleichmässige Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmässige Verteilung des Elends.“

 
P.P.S.: Zum Schluss noch die schon traditionelle

Frage an Radio Mekka: Ist es egal, wie ich mich wasche?
Antwort Radio Mekka: Nein, denn du musst mit deiner rechten Seite beginnen.
A’isa aus der Hadithensammlung von Al-Buhari


Der rotschwarze Staat

von Fragolin

Da sich ja immer wieder die Sprachpolizisten melden, dass die Bezeichnung „tiefer Staat“ vom irren Sultan stammt, hier ein Alternativangebot für Österreich: der rotschwarze Staat.
Über die Jahrzehnte wurden alle Schaltstellen der Macht, alle irgendwie Ämter, alle Posten in staatlichen und staatsnahen Unternehmen nach Parteibuch und Proporz zwischen Rot und Schwarz brüderlich aufgeteilt. Man baute eine rote und eine schwarze Kammer auf. Ein rotes und ein schwarzes Bildungsinstitut. Einen roten und einen schwarzen Autofahrerclub. Jede Möglichkeit, Steuergelder und Zwangsbeiträge irgendwie unter sich aufzuteilen, wurde genutzt, der Staat und alles, was seine Bürger erarbeiteten, wurde und wird bis heute sich schamlos zur Beute gemacht. Man teilte sich die Macht und die Güter, während man den Blauen ausrichtete, sie hätten das Maul zu halten weil Nazis, und den Grünen, sie wären halt neu im Geschäft und dürften nur bei Gegenleistung mitnaschen. Wenn sie nicht mitspielen, können sie sich zu den Blauen setzen, wo es weder Posten noch eigene Kammern, Clubs und Institute gibt. (So wurden aus anfänglichen Europaskeptikern und bürgernahen Direktdemokraten heute glühende Europäer und stramme Linke. Man ist halt unbestechlich, aber käuflich.)
Man installierte schamlos seine Parteisoldaten an den Knotenpunkten der Macht. Ohne richtiges Parteibuch und entsprechende Fürsprecher konnte und kann man bis heute weder in einer Gemeinde noch am Land Pförtner am Amt werden. Entsprechend werden auch unterschiedliche Maßstäbe angelegt, wenn es um die Bewertung von Verquickungen zwischen Geld und Politik geht.

Wenn zum Beispiel in einer Kleinstadt der Stadtamtsdirektor mit Steuergeld als Gemeindeprojekt einen Gewerbepark aufzieht, sich selbst in diesem Gewerbepark zum Geschäftsführer bestellt und dann auch noch vom in Pension gehenden Altbürgermeister gleich zu seinem Nachfolger bestellt wird, dieser Mann also (ungewählter) Bürgermeister, Stadtamtsdirektor, Bauherr und Geschäftsführer des örtlichen Gewerbeparks ist, in dem er dann auch noch ein eigenes Unternehmen ansiedelt, dann ist das absolut in Ordnung am Nordbalkan, denn dieser umtriebige Mann mit zwei Einkommen aus der Steuerkasse, einem Geschäftsführereinkommen und Gewinnen aus dem eigenen Unternehmen, das auch noch Aufträge für die Gemeinde erfüllt, ist ein strammer Sozialist.

Ähnliches Desinteresse bei Behörden, die sich mit Korruption und politischer Unvereinbarkeit beschäftigen sollten, gab es auch, als die Frau eines Bundeskanzlers fröhlich Geld dafür einstreifte, jungen Unternehmen vulgo „Start-ups“ die staatlichen Förderungen zuzuschanzen, die genau jener Staat vergab, an dessen Regierungsspitze ihr Ehemann stand. Und deren Sohn derweil ein Praktikum bei einem großen Bauunternehmen machte, das den Großteil seiner Inlandsumsätze mit staatlichen Aufträgen macht. Riecht komisch? Ach was, nicht wenn die Protagonisten Rote sind.
Dieser besagte Unternehmer kann sich übrigens sogar eine eigene Partei halten, die nicht nur inzwischen im Parlament sitzt, sondern sogar als Steigbügelhalter gehandelt wird, wenn Kurz nur ein paar Stimmen zur Kanzlerschaft fehlen sollten. Wetten, dass die, sollte diese medial bereits heftig in der Benko-Presse als heimlicher Wunsch aller Österreicher herbeigetrommelte Fall eintreten, das Infrastrukturministerium für sich reklamieren werden? Als politischer Arm eines Straßenbauunternehmens natürlich vollkommen unverdächtig und sauber.

Warum man jetzt das Kooperationsabkommen eines Glückspielkonzerns mit einem Sicherheitsinstitut zu einem politischen Skandal aufbläst, weil der Unternehmer hinter diesem Sicherheitsinstitut ein blauer Mandatar ist, kann sich jeder denken.
Warum die Schlagzeile heißt:
Novomatic finanziert Institut von FP-Mandatar“
auch.
Der gleiche Glückspielkonzern hat für eine abgehalfterte Grünen-Bundeschefin eigens einen wohlbestallten Posten geschaffen – interessiert sich da jemand dafür, ob es in Wien, wo die Grünen mit den Roten regieren, zu irgendwelchen Absprachen kam? Ist das nach der Causa Heumarkt so abwegig? Oder hat da jemand Angst, bei Rot anzustreifen? Gab es die Schlagzeile:
Novomatic finanziert das Leben von Grünen-Excehfin“?
Nein.
Ein Kooperationsabkommen beinhaltet eine Leistung und eine Gegenleistung.
Finanzieren“ würde Novomatic, wenn das ISP eben keine Gegenleistung erbringen würde.
Ich „finanziere“ ja auch nicht meine Stammkneipe, wenn ich da ein Bier bestelle. Ich „finanziere“ nicht meinen Honigbauern, obwohl ich jedes Jahr meinen Honig bei ihm kaufe, besonders den mit den eingelegten Walnüssen. Der ORF besteht darauf, nicht von mir „finanziert“ zu werden, sondern eine wertvolle Gegenleistung zu bringen, obwohl ich die gar nicht will.
Also „finanziert“ Novomatic nicht das Institut eines FP-Mandatars sondern hat einen Vertrag, der auf Leistung und Gegenleistung basiert. Das kann man untersuchen, sollte man auch viel häufiger tun, ist aber ein ganz normaler Vorgang und weit verbreitet üblich. Kommt in allen Parteien und mit vielfältigen Beratungs- und Bildunsginstituten vor, ebenso wie es vorkommt, dass Parteifunktionäre eigene Firmen haben.
Gibt es eigentlich auch die Frage, ob Novomatic mit anderen Unternehmen Kooperationsverträge hat, die im Besitz irgendwelcher Parteifunktionäre anderer Parteien sind? Oder ist es immer alles toll und in Ordnung, wenn es sich um Nicht-Blaue handelt? Gelten doppelte Maßstäbe?
Ach, die Frage stellen, heißt die Antwort kennen.

Übrigens gehe ich davon aus, dass nach dem Wahltermin die meisten Untersuchungen eingestellt werden, mit einem schulterzuckenden „War nix“ zur Tagesordnung übergegangen wird und als Wichtigstes nur bleibt, dass man „rechts verhindert“ hat. Und ein strammer Genosse doch noch den Posten zugeschachert bekommt, von dem er schon befürchten musste, ihn dauerhaft an einen bösen Blauen vom Katzentisch zu verlieren, aber dazu unten noch was.

Doch vorher noch ein paar Betrachtungen zur Rolle dieser „Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft“:

1. Sie waren diejenigen, die nach jahrelangem Abwarten in dieser Causa urplötzlich eine sofortige Razzia beim BVT anordneten, als Kickl unbequemerweise IM wurde. Offensichtlich sollte er schon damals schnell aus dem Amt geputscht werden, denn egal was er getan hätte (hätte er die Razzia abgelehnt oder vergeigt, wäre der gleiche vorbereitete Shitstorm losgebrochen), es wäre falsch gewesen. Dass die Medien permanent die Lüge verbreiteten, der Innenminister selbst hätte diese Razzia angeordnet, nehme ich als deutlichen Hinweis, dass es von der ersten Sekunde eine akkordierte Aktion war.
Das Ding war von Anfang an offensichtlich eine Bombe, die Kickl aus dem Amt sprengen sollte, aber die Regierung bewahren. Kurz wollte Schwarz-Blau ohne den starken Kickl. (Selbst nach dem Ibiza-Video als zweiter Bombe wollte Kurz die Regierung weiterführen, nur ohne den ihm zu starken Kickl – es waren die Parteikollegen Kickls, die sich geweigert haben, einen der Ihren zu schlachten, um selbst an der Macht zu bleiben; ein Rückgrat, mit dem Kurz nicht gerechnet hat und das bei den anderen Parteien auch unbekannt ist. Der Traum von einer Regierung mit einem bis zur Unbedeutsamkeit geschwächten Koalitions“partner“, der froh sein kann, wenn man ihm ein paar Raucherlokale schenkt, aber nie wieder von direkter Demokratie oder ähnlichem Teufelszeug faselt, ging leider nicht in Erfüllung.)

2. Wurden die Razzien bei Strache und Gudenus, obwohl bereits vor mehreren Wochen beschlossen, erst am Morgen nach einem Brandanschlag auf ein FPÖ-Parteihaus, von dem man inzwischen natürlich nichts mehr hört, durchgeführt und sofort medienwirksam verbreitet.
Wie bei dem Ibiza-Video hatte man anscheinend einen vorbereiteten Trumpf, den man wohl kurz vor der Wahl spielen wollte, und der jetzt schnell gezogen wurde um von dem linksradikalen Ausraster in Sankt Pölten abzulenken.

3. Es fällt einigen auf, dass nicht nur anscheinend politisch recht einseitig ermittelt wird, sondern Ermittlungsergebnisse, die ein bestimmtes Licht werfen könnten oder sich medial für wüste Vermutungen und Gerüchte gegen die FPÖ ausnutzen lassen könnten, an linke Medien wie den „Standard“ oder den „Falter“ oder gleich den ORF durchgestochen werden. Dass ausgerechnet eine Korruptionsstaatsanwaltschaft offenbar undichte Stellen besitzt, die illegal Medien (und das offenbar nur einer politischen Ausrichtung) mit Informationen versorgt, sollte Fragen aufwerfen.

Ich will das nicht werten, aber wenn eine Staatsanwaltschaft unabhängig und unparteiisch sein will, dann ist das ein sehr ungeeignetes Bild, das sie da abgibt. Ob die WKStA selbst etwas dafür kann, sei dahingestellt; sie kann ebenso für parteipolitische Ränge missbraucht werden wie eben das Innenministerium im Fall BVT. Anzeigen können nicht einfach ignoriert werden und politischer Druck über das Justizministerium dürfte auch ausreichend im Spiel sein.
Aber es riecht extrem nach dem sumpfigen rotschwarzen Staat.

Nicht verwunderlich ist deshalb auch, dass die Anzeige selbst wahrscheinlich von einem SPÖ-Mann, laut „Österreich“ von Dietmar Hoscher, der durch den Deal mit der FPÖ nicht nur einen Karriereknick erlebte sondern über den das Krawallblatt auch schreibt:

Brisant ist, dass in der Anzeige wörtlich die Rede davon ist, dass die FPÖ „nach Ausscheiden des SPÖ-Vorstandes Hoscher“ mit Sidlos Hilfe „die bisherigen roten Zuwendungen“ der Casinos „gut umleiten“ könne.“

Das ist nicht brisant, das ist der Hammer, denn die Razzia bei Strache fand statt wegen dem Verdacht der parteilichen Postenbesetzung (was in Österreich ein ganz neuer und nirgends gesetzlich verankerter Tatbesatnd zu sein scheint, sonst gäbe es keinen Politiker mehr, der noch ungesiebte Luft atmet), und dabei ist der offensichtliche Grund der Anzeige der, dass damit eine andere, bereits vorher als sicher ausgeschacherte parteipolitische Postenbesetzung geplatzt ist.
Wenn jetzt die WKStA ganz offensichtlich nicht nur als Werkzeug einer von der Politik gesteuerten Intrige gegen einen politischen Mitbewerber, also einem über die Justiz gespielten Dirty Campaigning im Wahlkampf, missbraucht wird, sondern auch noch einen angeblichen parteigesteuerten Postenschacher der Blauen dazu verwendet, einen haargenau gleichen parteipolitischen Postenschacher der Roten durchzudrücken, dann werde ich feierlich auch dem letzten winzigen Rest an Vertrauen und Glaubwürdigkeit der österreichischen Justiz abschwören.
Das wäre dann nämlich der eigentliche Skandal – dass die Justiz anscheinend von Parteien, in diesem Fall der SPÖ, gelenkt und missbraucht wird, um den demokratischen Rechtsstaat in ihrem Sinne auszuhebeln, halte ich für weit gefährlicher und alarmierender als den unappetitlichen, aber nicht in diesem Umfang staatsgefährdenden Postenschacher aller Parteien um Pfründe für ihre Günstlinge im staatsnahen Bereich.
Das ist aufzudecken und abzustellen, aber was sich hier abspielt, ist offensichtlich der Versuch, nicht nur durch mediales Trommelfeuer (mit Erfolg) den Mega-Skandal eines von Regierung und Staatsoberhaupt schulterzuckend und schweigend zur Kenntnis genommenen Terroranschlags von offensichtlich Linksradikalen auf das Landesbüro einer demokratischen Partei in mediale Vergessenheit zu bomben, sondern auch, schnell jegliche Postenvergaben an blaue Günstlinge durch hektisches Umfärbeln an jene zurückzuleiten, die sich als rechtmäßige Eigentümer des Staates und seiner Pfründe verstehen.
Lerne:
Besetzung mit einem FPÖ-Ticket: böser Postenschacher und kriminelle Machenschaften.
Besetzung mit einem SPÖ-Ticket: gute Auswahl neutraler und kompetenter Fachleute.
In Wien fängt der Balkan an.

Sonntag, 18. August 2019

Bild der Woche

von Bastiat



»Der australische Erzbischof Peter Comensoli

... würde nach eigenen Worten lieber ins Gefängnis gehen, als bei Missbrauchsbekenntnissen das Beichtgeheimnis zu brechen. Das sagte der Erzbischof von Melbourne australischen Medien (Donnerstag), wie laut Kathpress die deutsche katholische Nachrichten-Agentur (KNA) berichtete.«

 ... schreibt DiePresse (von APA ab, wie so oft) und setzt — fürwahr geschickt-infames »Framing«, Gratulation! Silberstein hätt' es nicht besser können ... — dieses Bild darüber:


Nun ist es ja nicht so, daß LePenseur mit den Lehren der Römisch-Katholischen Kirche so besonders konform ginge, und das derzeitige »Leitungspersonal« ist nun wirklich nicht nach seinem Geschmack — dennoch: Peter Comensoli, der Erzbischof von Melbourne, hat einfach recht!

Wenn Jill Hennessy, die sozialistische Justizministerin von Victoria (dessen Hauptstadt Melbourn ist) schnippisch vor Journalisten erklärt, religiöse Ansichten seien »zweitrangig«, wenn es um den Schutz von Kindern gehe, dann beweist das höchstens, daß die gute Dame im Grunde keine Ahnung von wahrer Rechtsstaatlichkeit hat; von katholischer Religion vermutlich noch weniger (aber das ist bei einer Justizministerin wirklich zweitrangig. Aber von Grundnormen rechtsstaatlicher Sicherungen der Berufsgeheimnisse sollte sie halt doch eine Ahnung haben ...).

Das Beichtgeheimnis ist Vorbild aller anderen Berufsgeheimnisse — und jeder Eingriff in diese ist (auch wenn er rein »rechtspositivistisch« noch so schön in Gesetzesform ergeht und von Gerichten so judiziert wird) einfach eine Ungeheuerlichkeit!

Nach derselben »Logik« müßte der Verteidiger, dem der Beschuldigte eines Kindesmißbrauch diesen eröffnet hätte, seinen Mandanten anzeigen und als Zeuge gegen seinen Mandanten auftreten. Sorry — sonst geht's Ihnen aber noch gut, Frau Justizminister?!

Es gibt eben Bereiche, in die keine Strafbehörde eindringen darf, will sie nicht zu einem totalitären Tugendterror entarten. Zu stalinistischen, maoistischen und nazistischen Zeiten (und auch manch anderen ...) war es üblich, die Kinder gegen ihre Eltern als Belastungszeugen vor Gericht aufzufahren. In Diktaturen gibt es Anzeigezwänge, sind die Rechtsbeistände in Wahrheit die Spitzel der verfolgenden Behörden — in der DDR hat man dafür den hübschen Terminus des Anwaltes als »Organ der sozialistischen Rechtspflege« gebastelt. Es überrascht bei einer sozialistischen Politikerin nicht, daß sie sich dieser Entartungen eines Rechtsstaates durch totalitäre Regime gern für ihre (angeblich) nur »guten« Zwecke bedienen möchte; erschütternd ist jedoch zu lesen:
Die konservative Oppositionskoalition aus Liberaler und Nationaler Partei erklärte jedoch ihre grundsätzliche Bereitschaft zur Unterstützung des Gesetzes.
Offenbar sind auch die bürgerlichen Parteien von den heuchlerischen Kampagnen der Gutmenschen schon so weichgeklopft, daß sie keine Opposition zu derlei Entgleisungen mehr wagen.

Als zu Beginn der Naziherrschaft mit Brutalität von den neuen Herren »Ordnung« gemacht wurde, sagte der damalige preußische Ministerpräsident Göring flapsig, daß doch besser zehn Unschuldige verurteilt werden sollten, als daß ein Schuldiger unbestraft bliebe. Der Berliner Volksmund flüsterte daraufhin, es sei jetzt also gefährlich, unschuldig zu sein. Welch wahres Wort!

Was immer man von der Institution der Beichte hält — und LePenseur verhehlt nicht, daß er dem ihr zugrundeliegenden dogmatischen Konzept nur seeeehr bedingt etwas abgewinnen kann! —, so kann man doch nicht bestreiten, daß es fundamentale Vertrauensverhältnisse gibt, in die sich keine staatliche Ordnung einmengen darf, will sie nicht zum Tugendterror werden!

Was immer Kinder ihren Eltern, ein Mandant seinem Anwalt (oder auch anderen, ähnlichen Berufen, wie z.B. Steuerberater, Arzt, Psychologen etc.) anvertraut, oder eben ein Pönitent seinem Beichtvater (der Name allein sagt doch schon alles!), das muß strikt geheim bleiben.

Frühere Moralisten waren da höchst explizit: selbst wenn ein Pönitent dem Beichtvater dessen von dritter Seite geplante Ermordung offenbarte, sei dieser — wenn bspw. durch die Flucht des Priesters ein Verdacht auf den Beichtenden fallen könnte — gezwungen, sich eher umbringen zu lassen, als sich in Sicherheit zu bringen.

Nun werden derartige Fälle in praxi selten vorkommen, ein gewisser Geschmack von »Schulcasus« bleibt auf der Zunge, wenn man davon liest (nun ja, in Sizilien, wo die Mafia auch genügend Pfarrer auf dem Gewissen hat, war/ist das vielleicht anders ...). Aber wichtig ist: bis zum Martyrium ist das Beichtgeheimnis zu wahren (hier wird man bei einem Anwalt, Arzt oder Steuerberater wohl etwas toleranter sein dürfen ...). Und es ist wichtig, daß der Erzbischof von Melbourn daran erinnert hat!

Man wird ihn dafür medial hinrichten, davon kann man ausgehen! Und, wie ich die akute Besetzung der Cathedra Petri einschätze, denke ich, daß Comensolis Tage als Erzbischof von Melbourne (mit welchem Sitz nach einigen Jahren meist die Kardinalswürde verbunden war) bald gezählt sein werden. Es ehrt den Erzbischof umso mehr, daß er sich darum nicht gekümmert hat, sondern Klartext sprach: ob gelegen oder ungelegen.

Und sicher wird es auch einige Leser geben, die sich jetzt empören, und LePenseur Komplizentum mit der »Kinderficker-Sekte« vorwerfen werden. Soll sein. Aber genau so, wie ich es als anmaßende Frechheit des Staats-Leviathans empfinde, daß rechtsberatenden Berufe seit einigen Jahren gesetzlich verpflichtet sind, von ihren Mandanten einen bloßen Verdacht (sic!) auf »Geldwäsche« den Behörden zu melden, genau so empfinde ich es auch als bornierte Anmaßung, wenn die Justiz den Beichtstuhl zum großen Lauschangriff mißbraucht.

Ja: Kindesmißbrauch ist ein verachtenswertes, entschlossen zu bekämpfendes Verbrechen. Aber es ist nicht das schrecklichste aller Verbrechen (Mord, Todschlag, vorsätzliche schwere Körperverletzung mit Todesfolge werden doch bei vernünftiger Gewichtung schwerer wiegen), doch auch die Bekämpfung des schrecklichsten Verbrechens rechtfertigte nicht jedes Mittel!

Sonst gibt es bald einen Justizminister, der dafür den Einsatz von »Wahrheitsdrogen« und/oder Folter vorschlagen wird. Mit der ebenso alten wie falschen Beschwichtigung, daß wo gehobelt werde, eben auch Späne fallen, und daß das ganze zu nur zum Besten der armen Kinder geschehe. Eine »Justiz«, die bereit ist, diesen schlüpfrigen Pfad zu beschreiten, darf sich nicht wundern, wenn sie dabei den Halt verliert. Was ja nicht so schlimm wäre, wär' es nur ein Problem der Justiz — sollen sich die p.t. Richter ihren Dreck aus den Talarfalten putzen! — aber es ist eines der Rechtsstaatlichkeit insgesamt, die, leichtfertig aufgegeben, kaum mehr wieder herstellbar ist ...


Video zum Sonntag

von Fragolin

Political correctness und die Gruberin – wie kann das passen?
Na, so:
Frau darf man jetzt auch nicht mehr sagen, richtig heißt es: Person mit Menstruationshintergrund.“


Irgendwann kommt wohl auch ein Statement von ihr zum Thema „Vulven-malen-Workshops auf Kirchentagen“. Ich kann es kaum erwarten.

Samstag, 17. August 2019

Auch der längste Urlaub neigt sich irgendwann zum Ende ...



... und so nehmen wir Abschied von Süden, Sonne und Meer mit dem fragenden Blick einer hübschen Blondine — und erwarten die weitaus »fragwürdigere« Rückkehr in den Alltag. Kollege Fragolin hat in einem Artikel schon ein wenig meine Stimmung vorweggenommen ...


The Show must go on

 von  it’s  me 


Die heilige Greta segelt über den Atlantik, um jeglichen CO2-Ausstoß zu vermeiden. Gut gemeint ist noch immer schlecht gemacht, was sich leicht beweisen lässt.

Boris Hermann, der Profisegler für ihre Heiligkeit, sagte gegenüber der Presse, dass fünf Segler die Rennyacht zurück nach Europa bringen würden. Reaktion in den Systemmedien: Greta ist wirklich heilig, da sie emissionsfrei in die USA kommt. Dabei bedürfte es nur eines IQ von 90, um zu hinterfragen, wie fünf Mann das Boot zurückbringen, wenn auf der Fahrt in die USA nur die zwei Skipper, die das Boot nicht zurücksegeln, die heilige Greta, ihr Vater und ein Kameramann an Bord sind.

Frage 1: Wie kommen diese fünf Skipper in die USA? Mit dem Flugzeug natürlich.

Frage 2: Wie kommen Greta,ihr Vater und der Kameramann zurück nach Europa? Vielleicht mit dem Fluzeug?

Frage 3: Wie kommen Boris Hermann und der Neffe von Grace Kelly – der andere Skipper – zurück nach Europa? Mit dem Flugzeug natürlich.

Frage 4: Wie kam die heilige Greta nach Plymouth, wenn sie nicht gerudert ist, was wohl sämtliche merkelspeichelleckenden Medien berichtet hätten? Mit dem Ruderboot oder doch mit dem Flugzeug?

Frage 5: Wie kommt sie nach Chile zur Klimakonferenz? Mit der Andenbahn oder doch, wenn keine Presse in der Nähe ist, mit dem Flugzeug?

Frage 6: Wie kommt ihre Heiligkeit wieder zurück nach Schweden? Warum wartet die Rennyacht nicht auf sie?

Frage 7:Wäre es nicht angebrachter, ihre Heiligkeit ginge zur Schule, als den primitiven Teil der Menschheit zu verarschen?

Lange habe ich versucht, die Gründe für den Klima/Greta-Hype zu analysieren mit folgendem Ergebnis: Die nach außen unpolitische Heiligkeit wird einfach vorgeschoben, um abzulenken von den wirklichen Schweinereien, die momentan abgehen, mag simpel erscheinen, aber ich stehe dazu.

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P.S.: Wäre die Aspergerin mit ihrem Vater geflogen, hätte sie 4mal CO2 ausgestoßen. Unter diesen Bedingungen wird wesentlich mehr ausgestoßen, denn wir reden von 7 Flügen vs 4.


P.P.S.: Und wer auch immer diese Aktion für gut hält, gehörte sofort besachwaltet, was nur einem diente: LePenseur in seiner Funktion als Rechtsanwalt.


P.P.P.S.: Ihre Heiligkeit hat wissen lassen, dass sie nicht mit Donald Trump sprechen würde. Hat jemand Donald Trump denn gefragt, ob er als amerikanischer Präsident Zeit erübrigte, um mit einer Autistin sprechen zu wollen?


Mission 5%

von Fragolin

Wie ein Shitstorm über eine Wustermarker SPD-Frau hereinbrach“ mimimit die nur rein zufällig und für ihre Leser eher nicht so erkennbar zum SPD-Madsack-Imperium gehörende „Märkische Allgemeine“ und empört sich:
Elfriede Handrick engagiert sich seit Jahren in der Wustermarker SPD. Nun wurde sie mit einer unglücklichen Aussage in einem TV-Interview zur Hauptperson in einem Online-Shitstorm aus dem rechten Spektrum.“

Merke: präpotente Wählerverhöhnung und abgehobenes Anschnoddern des „Packs“ sind, wenn sie von den Sozen kommen, eine „unglückliche Aussage“, und wer solches negativ bewertet muss natürlich sofort dem „rechten Spektrum“ zugeordnet werden. Man rotzt das „Pack“ blöd an, und wenn dieses das nicht dankbar entgegennimmt, stilisiert man sich zum Opfer eines „Shitstorms“. Dabei ist die einzige Scheiße, die hier stürmte, die aus dem Mund dieser abgehobenen Sozen-Funktionesse.

Auf „Tichys Einblick“ findet man die Aussage der vielfältigen Maid im Wortlaut:

Ich finde es nicht richtig, dass man immer die Sorgen und Nöte der Bevölkerung ernst nehmen muss. Was haben die denn für Sorgen und Nöten? Ich kann das nicht verstehen!“ Beim Wort „Sorgen und Nöte“ hebt Handrick, die eher nach Mallorca als nach Maloche aussieht, derart ihre Stimme und rümpft derart die Nase, als würde sie von einer Geschlechtskrankheit sprechen oder zumindest etwas sehr ekeligem. Verachtung gemischt mit Wut kommt zum Vorschein. Und die steigert sie dann noch einmal: „Und selbst wenn sie Sorgen und Nöte haben, dann haben sie noch lange nicht das Recht, mit ,Heil Hitler´ durch die Straßen zu laufen.“

Hier kann man sich auch an dem Video der alternden Parteiprinzessin und ihrem vor pikiertem Ekel verzogenen Schnütchen ergötzen.
Warum zum Geier sollen sich Politiker auch um irgendwelche Sorgen und Nöte irgendwelcher Bevölkernder scheren? Warum will dieses renitente Pack eigentlich von uns Politikern wahrgenommen werden, wenn es doch unsere Aufgabe ist, wahrgenommen zu werden und nicht, wahrzunehmen? Wer ist denn hier der Star, die luxuriös ausstaffierte Klunkertante auf der Bühne oder der Pöbel im Auditorium? Die Zuschauer sollen froh sein, dass sie mir das Geld rüberschieben und mich bewundern dürfen!
Die „Alte Tante SPD“ hat ein Gesicht bekommen.
Es passt zu ihr.

Woran erkennt man Parteimedien? Sie würden im Falle eines solchen Ausfalles aus dem Munde eines AfD-Funktionärs aus der dritten Reihe niemals zu der Einschätzung kommen, dass es eine „unglückliche Aussage“ wäre, sondern würde sofort davon ausgehen, dass diese Aussage allgemeingültige generalisierende Parteilinie und die gesamte Partei durchziehende Denkweise wäre.
Und genau das scheint hier, entgegen allen Versuchen der SPD-Medienmogule, das Ganze zu relativieren und abzuwiegeln, auch der Fall zu sein. Einmal blitzte vor laufender Kamera das wahre Gesicht der heutigen SPD hervor: die geradezu angeekelte Verachtung des Pöbels, die Abgehobenheit einer Politkaste aus wohlversorgten und in fetten Pfründen sitzenden Funktionären, das Wandlitz-Syndrom einer das eigene Volk ver- und missachtenden Ausbeuterclique, die sich lebenslang aus einem Finanztopf die Taschen vollstopft, der von genau jenem Pack mit Zwangsabgaben gefüllt wird, das man so abgrundtief verachtet. Eine Herrscherkaste, die bis tief in die DNA nicht mehr in der Lage ist, sich auch nur eine Sekunde als Vertreter und Angestellte eines Volkes zu begreifen, sondern sich in einer geradezu gottgegebenen Herrschaftssituation wähnen.

Oh nein, ich werde die gute Frau nicht bescheißestürmen, das hat sie selbst schon bravourös geschafft. Ich danke ihr vielmehr für ihre Ehrlichkeit, für diesen Blick hinter die Kulissen, für das öffentliche Fallen in jenen Tonfall, den ich schon vor Jahren bei Kongressen unter sich wähnender sozialistischer Gewerkschafter erleben durfte. Sie hat zwar ihrer Partei keinen guten, dem Rest der Welt aber einen hervorragenden Dienst erwiesen, indem sie die Denkweise der Sozen in der Mittelebene und bis hoch an die Länderspitzen vor laufender Kamera präsentiert hat.
Die SPD auf der Mission 5%.
Ihr schafft das!



Ach ja, ehe ich es vergesse: der Letzte, der als Bürger voller Sorgen und Nöte mit dem Hitlergruß durch die Straßen marschierte, wurde gerade zu lächerlichen 7 Monaten bedingt und 100 Sozialstunden verdonnert. Warum diese Milde? Naja, könnte daran liegen, dass der vorgeblich strammdoitsche Neonazi in Wahrheit ein ziemlich heruntergekommenes und versoffenes strammlinkes Antifa-Würstchen ist, das eben nur ein bisschen im Suff provozieren wollte und jetzt Besserung gelobt. Was die meisten Medien, zumindest die geförderten, geflissentlich zu erwähnen vergaßen. So wie sie letztens häufig zwar ihre reinen Behauptungen gerne laut herausposaunen, aber dann, wenn diese nicht mehr dem Faktencheck standhalten, stillschweigend dem Ignorieren überantworten.