Samstag, 20. Dezember 2014

O Clavis David




O Clavis David,
et sceptrum domus Israël,
qui aperis, et nemo claudit,
claudis, et nemo aperit:
veni, et educ vinctum
de domo carceris,
sedentem in tenebris,
et umbra mortis.




O Schlüssel Davids
und Zepter des Hauses Israel,
du öffnest und niemand schließt,
du schließest und niemand öffnet.
Komm, o Herr, und befreie aus dem Kerker den Gefangenen,
der da sitzt in Finsternis
und im Schatten des Todes.


Zeitlose Wahrheiten

Poster »Arminius« zum Artikel vom 19. Dezember 2014 »Der Hochwürdige Klosterneuburger Chor- und Floridsdorfer Pfarr-Herr Alipius«:
Die Geschichte der Christen im Orient sollte alle Islam-verharmloser lehren, wie lebensbedrohlich der Islam sein kann. Auch wenn es für sie zwischendurch Phasen relativer Sicherheit gab, waren die Phasen, in denen sie im Namen des Islams verfolgt und ausgerottet wurden, um so nachhaltiger.

Es ist mir wirklich unklar, wie eine Gesellschaft, die nach einem Tsunami in Japan ihre Atomkraftwerke im Rheintal aus Sicherheitsgründen abschaltet, bereit sein kann, das Risiko Islam einzugehen.

Freitag, 19. Dezember 2014

O Radix Jesse





O Radix Jesse,
qui stas in signum populorum,
super quem continebunt reges os suum,
quem gentes deprecabuntur:
veni ad liberandum nos,
jam noli tardare.




O Wurzel Jesse,
gesetzt zum Zeichen für die Völker.
Vor dir verstummen die Mächtigen,
zu dir rufen die Völker.
Komm, o Herr, und erlöse uns,
zögere nicht länger.


zum Mithören


Der Hochwürdige Klosterneuburger Chor- und Floridsdorfer Pfarr-Herr Alipius

... macht sich ein paar Gedanken über »PEGIDA«, und tut dies auf seine bewährt unverblümte, aber doch — wie es sich für einen Geistlichen ziemt — durchaus zurückhaltend gemäßigte Weise:
"Pegida"

... wird nun auch in der Blogoezese langsam aber sicher zum Thema.

Viel hinzuzufügen habe ich nach diesen Beiträgen nicht. Lediglich drei Dinge:

Erstens: Es ist immer von "diffusen Ängsten" die Rede, welche "geschürt" werden, damit genug "dämliche" Leute sich "instrumentalisieren" lassen, mit den "Nazis" mitlaufen und so dazu beitragen, daß die "Hintermänner" der Bewegung ihrem Ziele nahe kommen, welches da lautet: "Laßt uns Stimmung machen gegen Ausländer!"
Wer seine Ängste gerne etwas konkreter hat, den lade ich herzlich ein, mal für drei Monate in Floridsdorf als katholischer Priester zu arbeiten und die IS-Zimmer-Moschee um die Ecke, die finster blickenden Zauselbärte mit Häkeldeckchen aufm Kopp, die Todesdrohungen gegen Christen auf den Kirchenstufen oder die fünf Kinder mit sich zerrende Vollverschleierte zu genießen.

Ebenfalls eine interessante (und wohltuend abgewogene) Darlegung der Hintergründe der derzeitigen (Anti-)Islamisierungs-Debatte bringt Taras Sirko auf seinem Blog »Steppensturm«:

Gedanken zu Islam und Islamisierung


Im Islam gibt es zwar Rechtsschulen und Rechtsgelehrte, aber keine Strukturen und Hierarchien im eigentlichen Sinne, wie bspw. die christlichen Bistümer. Da es kein gemeinsames Lehramt in den einzelnen Strömungen des Islam gibt, ist für jede muslimische Gemeinschaft die eigene Auslegung des Koran die richtige und die anderen Auslegungen die falschen. Dies führt dazu, dass bei einer Betrachtung der Aussagen der Vertreter verschiedener Muslimorganisationen Alles und Nichts der Islam sein kann. Derzeit prallen zwei Grundhaltungen in Deutschland aufeinander. Simpel dargestellt:

Grundhaltung 1: Der Islam ist eine harmlose Religion, weil meine Nachbarn Gülcan und Murat harmlos und sympathisch sind. Deswegen sollen noch viel, viel mehr Muslime nach Deutschland und Europa kommen, auch weil wir sie für unseren Wohlstandserhalt brauchen. Gefährliche Strömungen des Islam, wie der Salafismus, werden bagatellisiert.


Grundhaltung 2. Der Islam ist eine gefährliche Religion, weil im Namen Allahs Andersgläubige und -denkende massakriert werden. Deswegen sollten Deutschland und Europa bevorzugt die Angehörigen verfolgter Minderheiten aufnehmen. Auch harmlose Strömungen des Islam werden mit Vorsicht betrachtet.


Beides ist teilweise richtig.

 Und Blogging-Kollegin Elsa Laska findet in ihrem stets lesenswerten »Nachtbrevier« treffende Worte auf eine »witzige« Gegenbewegung zu »Pegida«:

Janeeisklar *)

»Die simple Forderung von "Pigida" lautet: "Gebt den Christen das Abendland zurück!" Gemeint sind damit die 1,7 Milliarden Christen, die nicht in Europa, sondern der ganzen Welt leben. Sie sollen nach Europa zurückkehren - im Austausch bietet man an, die 45 Millionen in Europa lebenden Muslime "zurückzunehmen".« t-online hier
Voll satirisch, gell.
Auch hier — wie beim erstzitierten  Don Alipio — gilt: kurzer Text → Volltreffer → versenkt!

---------------------------------------------------------------------------

*) als Ösi braucht man ein paar Sekunden, bis man die Titelzeile in ein balinerisches »Ja-nee-is-klar« transformiert hat. Dat vasteht auch 'n Ösi — bloß nicht in jeder Schreibweise ...

Donnerstag, 18. Dezember 2014

O Adonai




O Adonai,
et dux domus Israël,
qui Moyse in igne flammae rubi apparuisti,
et ei in Sina legem dedisti:
veni ad redimendum nos in brachio extento.




O Herr
und Fürst des Hauses Israel,
du bist dem Mose erschienen in der Flamme des Dornbuschs,
und gabst ihm das Gesetz am Sinai.
Komm, o Herr, und erlöse uns mit starkem Arm.


Der »ScienceScepticalBlog«

... ersucht seine Leser: »Empfehlen Sie unsere wichtigsten Texte!«

Aber gerne doch! Wie beispielsweise:

Zivil-militärisch »vernetzte Sicherheit«

Ein echtes Friedensprojekt unserer Friedensunion halt ...

Mehr Friedensprojekte hier, hier und hier. Bald sind wir auf Augenhöhe mit den U.S.A., was die Achtung der Freiheitsrechte betrifft. Nicht mehr lange, und wir sind auf dem Niveau der VR China.

Was wird Pädathy vor dem Untersuchungsausschuß wohl auspacken?

Eine Kinderüberraschung?






Mittwoch, 17. Dezember 2014

Zur Einstimmung auf Weihnachten




... bringt LePenseur dieses Jahr altes Kulturgut: die lateinischen O-Antiphonen, sieben an der Zahl, die im Stundengebet vom 17. bis zum 23. Dezember vor und nach dem Magnificat der Vesper, also des Abendgebetes, werden. Sie fangen also heute an mit:



O Sapientia,
quae ex ore Altissimi prodisti,
attingens a fine usque ad finem,
fortiter suaviterque disponens omnia:
veni ad docendum nos viam prudentiae. 




O Weisheit,
hervorgegangen aus dem Munde des Höchsten,
die Welt umspannst du von einem Ende zum andern,
in Kraft und Milde ordnest du alles:
Komm und lehre uns den Weg der Einsicht!



»Umfrage zu CIA-Bericht: Mehrheit der US-Bürger für Folter«

»Jeder zweite US-Bürger hält die harschen Verhörmethoden der CIA im Kampf gegen den Terrorismus für gerechtfertigt. Nur jeder Dritte lehnt die Folterung von Terrorverdächtigen ab.«
... schreibt die NZZ. Nun ist der Euphemismus, Praktiken wie bspw. das »waterboarding« (bei dem dem Delinquenten bis knapp vor dem Ersticken der Kopf unter Wasser gehalten wird, und das nicht etwa ein-, zweimal, sondern dutzende Male in kurzer Zeit) bei Verhören als »harsche Verhörmethoden« zu bezeichnen, etwa so geschmackvoll, wie die Hungerrationen der KZ-Häftlinge zu Nazizeiten als »harsche Diäternährung« zu charakterisieren, aber von dieser Finesse abgesehen: es ist doch irgendwie erhebend (nämlich: für den Mageninhalt), wenn man liest, daß das Leuchtfeuer der Demokratie, das Land der Gerechtigkeit, also ganz einfach: die U.S.A. mehrheitlich von Leuten bewohnt wird, die das Foltern von ohne Rechtsgrundlage Festgenommenen eigentlich ganz okay finden. 

Dies nur für den Fall gesagt, daß irgendwer den LePenseur-Blog des »Anti-Amerikanismus« zeiht. Die Antwort wäre darauf nämlich: »Ach, Sie finden also auch, daß das Foltern von illegal Verhafteten und Verschleppten in Ordnung ist ...?«

Dienstag, 16. Dezember 2014

Sogar im »Standard« finden sich bisweilen brauchbare Artikel

Selten, aber doch. Bspw. der in der letzten Wochenendausgabe über die »Generation 45 plus«:
45 plus: Zwischen Beschleunigungswahn und Abstellgleis
Analyse | Heidi Aichinger, Karin Bauer
13. Dezember 2014, 17:00

Die Arbeitslosigkeit zur Lebensmitte steigt rasant. In vielen Branchen gehören bereits Mittvierziger zu einer gefährdeten Spezies

Das waren noch Zeiten. Nach der Ausbildung reinschuften, geduldig aufbauen, aufsteigen. Zur Lebensmitte dann am Zenit der beruflichen Karriere, noch ein paar sichere Jahre der Ernte vor sich und dann mit wohlerworbenem Abfertigungspaket nach Abschiedsumtrunk und herzlichem Dank in die frühe Pension. Wie herrlich dann auch immer die Wirklichkeit des ersehnten Ruhestandes tatsächlich sein mochte.

Jedenfalls: Ein Blick in die Welt von gestern. Willkommen im Postwachstum. Und das ist keine spaßige Veranstaltung: Heute finden fast 86.000 Menschen der Generation 50 plus in Österreich keinen Job mehr - die Steigerungsraten in dieser Altersgruppe der Arbeitslosenstatistik sind monatlich zweistellig. Die Politik aber fordert eine Verlängerung der Arbeitszeit vom faktischen Pensionsalter, das derzeit bei etwas über 58 Jahren liegt, hin zu einem Erwerbsleben, das erst mit 65 oder gar 67 Jahren endet.
Wie so oft stellt dieser Artikel zwar richtige — und wichtige! — Diagnosen, nur: die Therapie ist das eigentlich Nötige, und die ist weit und breit nicht in Sicht. Wenigstens nicht in Österreich, das von Kammer- und Gewerkschaftsapparatschiks, genannt »Sozialpartnerschaft«, ver- und zerwaltet wird.

Eines ist aber klar: wer nun auf Umverteilung setzt, »damit es allen beser geht«, statt auf Innovation, der wird in wenigen Jahren Österreich weit hinten finden. Denn
Die Umverteilung ist wichtig,
aber nicht die Lösung. Schon jetzt leisten "die Reichen" (Top 3,5% Einkommensbezieher, > 70000 p.a.) mehr als 50% der netto Einkommensteuern, die nur theoretisch mögliche vollständige Besteuerung der Top 10% Vermögen (ca. 1 Billion, Hälfte des Gesamtvermögens) mit 1 % bringt pro Einwohner max. ca. 1200 € jährlich.
Damit kann man keine Mindestsicherung bezahlen!
Nicht einmal theoretisch wäre das Problem mit einer radikalen Umverteilung zu lösen, sondern nur durch eine völlige Neugestaltung der Arbeitswelt, mehr Gesundheitsförderung und Weiterbildung.
Da wir Geld nicht essen können, ist Wohlstand die Summe unserer aller Leistungen.
Das soziale Experiment der fast perfekten Gleichverteilung wurde 70 Jahre gelebt, es ist kläglich gescheitert! 
... schreibt Kommentarposter »Querulix« zutreffend. Die »Standard«-Leserschaft gibt ihm dafür 15 negative, und nur 3 positive Bewertungen. Wer hätte freilich etwas anderes erwartet ...

Warum nicht zur Abwechslung einmal E.T.A. Hoffmann?



1806 schrieb dieser eine in edler Klassik fließende Symphonie in Es-Dur, die in makelloser Qualität wohl nur wenig Vergleiche zu scheuen braucht. Statt in unseren Konzersälen die immergleichen Standardwerke kanonisierter »Klassiker« wiederzukäuen, und dann — pro forma — das Publikum mit ein paar zeitgenössischen Schrägklängen zu erschrecken (um so zu »beweisen«, welche einfallsreiche Programmgestaltung man doch bietet), wäre es doch weitaus erfreulicher, das überreiche, und doch so schmählich brachliegende Feld klassischer Kompositionen der »zweiten Garnitur« zu bestellen.

Montag, 15. Dezember 2014

Ein nicht unplausibler Artikel

... von Dmitry Kalinichenko wird im »Gelben Forum« zusammengefaßt wie folgt zitiert:
Der Westen ist in einer wahrhaft tragischen Situation, was aber von den Medien und der Öffentlichkeit vollkommen verschwiegen wird. Putins Verhalten erinnert an Schach, aber auch an Judo, wo die Aktionen des Gegners zum eigenen Vorteil genutzt werden. Nur wenige Leute verstehen bisher, was er macht.

Putin verkauft Öl und Gas nur noch gegen physisches Gold. Er nimmt zwar Papiergeld, tauscht dieses aber sofort gegen Gold um. Physisches, kein Papiergold, wofür er den schönen Namen Shit-Coins benutzt.

Als Beispiel wird das 3. Quartal 2014 angeführt, in dem Russland 55 Tonnen physisches Gold gekauft hat. (Ob das im Wert ungefähr dem verkauften Öl und Gas entspricht wird jedoch nicht mit Quellen belegt.)

Es kommt der Hinweis auf britische und amerikanische Experten, dass Europa (bzw. die Welt) ohne Gas und Öl von Russland nicht überleben kann,

Russland brauche der niedrige Ölpreis nicht zu jucken, alle Erlöse werden sofort in Gold getauscht, dass es noch dazu auch noch künstlich verbilligt zu kaufen gibt. Die USA haben sich somit durch ihren ESF (Exchange Stabilization Fund), der den Goldpreis künstlich niedrig hält, im Endeffekt selbst ins Knie geschossen, da Putin sich über den niedrigen Goldpreis freuen kann.

China ist mit im Boot und verhält sich ähnlich wie Russland, was für beide sehr vorteilhaft ist. Papiergeldbuchungen werden zwar noch zur Verrechnung benutzt, aber im Endeffekt kauft Russland von China Waren gegen Gold und China kauft von Russland Energie gegen Gold. Das einzige, was bei diesem "Festival of Life" zwischen beiden Ländern nicht gebraucht wird, ist der US-Dollar, der immer mehr von der Bildfläche verschwindet.

Der Countdown zum Ende der Dollar-Vorherrschaft läuft und der Westen kann nichts machen. Auch die westlichen Goldvorräte sind nicht unendlich, und je mehr Papiergeld gegen Gold aufgewertet wird, desto billiger wird das Gold für Putin und desto schneller strömt es in den Osten.

Bereits jetzt strömt das Gold so schnell nach Russland und in die BRICS, dass dem Westen keine Zeit mehr für Gegenmaßnahmen bleibt, bevor die gesamte westliche US-Dollar-Welt zusammenbricht.

Der Westen hat seine Dollar-Vorherrschaft bisher nur mit zwei Methoden verteidigen können:
1. Bunte Revolutionen. Für Russland sehr unwahrscheinlich, da Putin großen Rückhalt im Volk hat.
2. Krieg. Aber Russland ist nicht Jugoslawien oder Libyen. Der Westen kann nicht mit herkömmlichen Militär einmarschieren und einen Krieg gegen Russland gewinnen. Die NATO weiß das.

Genauso unmöglich ist ein Atomkrieg gegen Russland. Es ist technisch nicht möglich, einen Gegenschlag zu verhindern, nach dem die Überlebenden die Toten beneiden würden. Außer Bakterien, mutiert durch Strahlung, würde nichts übrigbleiben.

Die auswegslose Situation des Westens dürfte den führenden Köpfen bekannt sein, wird aber verschwiegen, da niemand einen Ausweg weiß.

Würde die Öffentlichkeit davon erfahren, kämen unweigerlich die schrecklichsten Fragen an die Regierungen:

Wie lange reicht das physische Gold, um russische Energie zu kaufen?

Was passiert, wenn das physische Gold alle ist und kein russisches Öl und keine chinesischen Waren mehr gekauft werden können?

Niemand weiß eine Antwort. Die Situation lautet schachmatt. Das Spiel ist vorbei. 
Nun, warten wir ab. Auch das Schachspiel lebt von Überraschungen. Aber, wie gesagt: unplausibel klingt das ganze nicht ...

»Wir appellieren an die Medien, ihrer Pflicht zur vorurteilsfreien Berichterstattung überzeugender nachzukommen als bisher. Leitartikler und Kommentatoren dämonisieren ganze Völker, ohne deren Geschichte ausreichend zu würdigen.«

Dies steht, nach Appellen an die Bundesregierung und die Bundestagsabgeordneten,  in einem Aufruf, den eine beachtliche Zahl prominenter Deutscher unterzeichnet hat. Nach Auflistung der »Zeit«:
Mario Adorf, Schauspieler
Robert Antretter (Bundestagsabgeordneter a. D.)
Prof. Dr. Wilfried Bergmann (Vize - Präsident der Alma Mater Europaea)
Luitpold Prinz von Bayern (Königliche Holding und Lizenz KG)
Achim von Borries (Regisseur und Drehbuchautor)
Klaus Maria Brandauer (Schauspieler, Regisseur)
Dr. Eckhard Cordes (Vorsitzender Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft)
Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin (Bundesministerin der Justiz a.D.)
Eberhard Diepgen (ehemaliger Regierender Bürgermeister von Berlin)
Alexander van Dülmen (Vorstand A-Company Filmed Entertainment AG)
Stefan Dürr (Geschäftsführender Gesellschafter und CEO Ekosem-Agrar GmbH)
Dr. Erhard Eppler (Bundesminister für Entwicklung und Zusammenarbeit a.D.)
Prof. Dr. Dr. Heino Falcke (Propst i.R.)
Prof. Hans-Joachim Frey (Vorstandsvorsitzender Semper Opernball Dresden)
Pater Anselm Grün (Pater)
Sibylle Havemann (Berlin)
Dr. Roman Herzog (Bundespräsident a.D.)
Christoph Hein (Schriftsteller)
Dr. Dr. h.c. Burkhard Hirsch (Bundestagsvizepräsident a.D.)
Volker Hörner (Akademiedirektor i.R.)
Josef Jacobi (Biobauer)
Dr. Sigmund Jähn (ehemaliger Raumfahrer)
Uli Jörges (Journalist)
Prof. Dr. Dr. h.c. Margot Käßmann (ehemalige EKD Ratsvorsitzende und Bischöfin)
Dr. Andrea von Knoop (Moskau)
Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz (ehemalige Korrespondentin der ARD in Moskau)
Friedrich Küppersbusch (Journalist)
Vera Gräfin von Lehndorff (Künstlerin)
Irina Liebmann (Schriftstellerin)
Dr. h.c. Lothar de Maizière (Ministerpräsident a.D.)
Stephan Märki (Intendant des Theaters Bern)
Prof. Dr. Klaus Mangold (Chairman Mangold Consulting GmbH)
Reinhard und Hella Mey (Liedermacher)
Ruth Misselwitz (evangelische Pfarrerin Pankow)
Klaus Prömpers (Journalist)
Prof. Dr. Konrad Raiser (eh. Generalsekretär des Ökumenischen Weltrates der Kirchen)
Jim Rakete (Fotograf)
Gerhard Rein (Journalist)
Michael Röskau (Ministerialdirigent a.D.)
Eugen Ruge (Schriftsteller)
Dr. h.c. Otto Schily (Bundesminister des Inneren a.D)
Dr. h.c. Friedrich Schorlemmer (ev. Theologe, Bürgerrechtler)
Georg Schramm (Kabarettist)
Gerhard Schröder (Bundeskanzler a.D.)
Philipp von Schulthess (Schauspieler)
Ingo Schulze (Schriftsteller)
Hanna Schygulla (Schauspielerin, Sängerin)
Dr. Dieter Spöri (Wirtschaftsminister a.D.)
Prof. Dr. Fulbert Steffensky (kath. Theologe)
Dr. Wolf-D. Stelzner (geschäftsführender Gesellschafter: WDS-Institut für Analysen in Kulturen mbH)
Dr. Manfred Stolpe (Ministerpräsident a.D.)
Dr. Ernst-Jörg von Studnitz (Botschafter a.D.)
Prof. Dr. Walther Stützle (Staatssekretär der Verteidigung a.D.)
Prof. Dr. Christian R. Supthut (Vorstandsmitglied a.D. )
Prof. Dr. h.c. Horst Teltschik (ehemaliger Berater im Bundeskanzleramt für Sicherheit und Außenpolitik)
Andres Veiel (Regisseur)
Dr. Hans-Jochen Vogel (Bundesminister der Justiz a.D.)
Dr. Antje Vollmer (Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages a.D.)
Bärbel Wartenberg-Potter (Bischöfin Lübeck a.D.)
Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker (Wissenschaftler)
Wim Wenders (Regisseur)
Hans-Eckardt Wenzel (Liedermacher)
Gerhard Wolf (Schriftsteller, Verleger)
Es gemischte Gesellschaft, zugegeben, in der sich gefallene Käßfrauen ebenso tummeln, wie div. patentierte GutmenschInnen, medial geförderte Bühnenpromis & Co.

Aber einige Namen überraschen doch positiv, z.B. Herzog, Diepgen, de Maizière (wenn auch nur der Lothar) von der schwarzen, Schröder und Vogel von der roten Seite. Von den transatlantisch gekauften Medien (m.a.W. also fast allen) wird die Sache natürlich gaaaaaanz sachte geköchelt, aber irgendwie merkt man, daß die unfehlbare Deutungshoheit schön langsam zu bröckeln anfängt. Die Bürger wollen sich nicht länger den Dummschwatz unserer Politruks und ihrer medialen Ausführungsorgane über die Verwerflichkeit von PEGIDA, die Ungefährlichkeit, ja Notwendigkeit massenhafter Neger- & Muselimporte übers Mittelmeer, die Alternativlosigkeit der EU-ClubMed-Haftungen, die Bösartigkeit Putins und die  Demokratie Amerikas, die einen entschlossenen »Kampf gegen Terror« führen muß, anhören. Es reicht ihnen einfach. Einige Prominente haben das erkannt, und proben wenigstens angesichts des von der US-East-Coast fremdgesteuerten Wahnwitzes der Rußlandsanktionen ein wenig den Aufstand. Nicht viel, aber immerhin ein erstes Zeichen. Mögen weitere folgen!

Die Medien tun sich nichts Gutes, wenn sie weiterhin auf Zeit spielen und die Sache aussitzen wollen. Schon heute informieren sich — speziell die jüngeren — Menschen nicht mehr über gedrucktes Papier, sondern online. Und jede Medienlüge (von denen es jeden Tag so viele gibt, daß man sie kaum zählen kann!) wird dort recht schnell widerlegt. Beruflich-lobbyistische Hintergründe zu Redakteuren zu recherchieren ist zwar noch nicht wirklich leicht, aber für Otto Normalverbraucher mit vertretbarem Zeitaufwand immerhin bereits heute möglich.

Solange Medien nicht begreifen wollen, daß zwischen (faktenbasierter) »Berichterstattung« und dem »Kommentar« dazu strikt zu unterscheiden ist, werden sie aus ihrem Glaubwürdigkeitstief nicht herauskommen. Und sich damit marginalisieren. »Und Tschüß mit Ü!« — wie der Wiener sagt ...

Sonntag, 14. Dezember 2014

Und die Gewinnerin ist ...



ROLENE STRAUSS






Jetzt weiß ich nicht, ob ich mich freuen soll, daß ich die Richtige erraten habe, oder ärgern, weil ich ja vorausgesagt habe, daß sie's nicht wird, oder irritiert sein, daß ich offenbar einen gaaanz mainstream-gemäßen Geschmack habe, was Frauenschönheit betrifft ...

Ach was! Herzliche Gratulation an die frischgekrönte Miss World 2014!

Lesser Pleasures ...

Heute ist es (wenn LePenseur die Gazetten richtig interpretiert) wieder einmal so weit – die Wahl der  ....
MISS WORLD 2014

... geht über die Bühne. 122 (mehr oder, teils, ein bisserl weniger) schöne Mädels liefern sich einen Kampf bis aufs Messer Stockerl. Und LePenseur hat schon bei kurzer Durchsicht seine Favoritin entdeckt, wissend, daß sie's nie und nimmer werden wird — aber was soll's ... es geht nun mal nicht gerecht zu in der Welt, und warum sollte es also bei Missenwahlen anders sein? Dennoch, Hand aufs Herz: was läßt sich gegen Rolene Strauss aus Südafrika einwenden? Ist sie nicht der inkarnierte Beweis, daß aus Afrika auch bildschöne, blond-brünette Frauen kommen können, nicht bloß stumpfgesichtige Boots-»Flüchtlinge« in unsere Sozialnetze, Ebola-Virenträger und Drogendealer? Nun — Vorhang auf also für »LePenseurs Kandidatin«:

ROLENE STRAUSS

Sie hat Chique!


Sie hat Stil!


Sie hat Charme ...


... eine gute Figur ...


(auch im Bikini)


... strahlt Glamour aus ...


... und hat ein reizendes Lächeln!


Warum also sollte Rolene Strauss daher nicht Miss World 2014 werden? Na, klar doch: wenn schon eine aus Afrika, dann muß sie pigmentiert sein, und am besten eine Muselmanin dazu (lesbisch und unehelich geboren wäre zwar ideal, muß aber hinter dem damit eher schwer vereinbaren Kriterium »muselmanisch« zurücktreten). Und seit dem Song-Contest-»Sieg« der Wiener Bartwurst wissen wir, daß bei derlei Veranstaltungen mehr geschoben wird, als auf einem Frachtenbahnhof. Es wird also nicht eine, die es wegen ihres Äußeren verdient, sondern eine, die »ins Konzept paßt«. Also sicher nicht Rolene Strauss...


Samstag, 13. Dezember 2014

Niemand ist für seine Kinder verantwortlich

Genauer gesagt: sobald sie selbst strafmündig geworden sind. Selbst ein ehemaliger Ministerpräsident von Niedersachsen nicht. Der lächelnde, alte Herr auf dem Klappstuhl hat Deutschland in Gestalt seiner Tochter freilich ein Erbe hinterlassen, das man am liebsten ausschlagen möchte.

Es selbst war ein ehrgeiziger Politiker, der — ziemlich überraschend — 1976 durch eine politische Kabale zum Ministerpräsidenten Niedersachsens wurde, und in dieser Funktion nach mehr als vierzehn Jahren wegen der sogenannten Spielbankenaffäre nach einer knappen Wahlniederlage von Gerhard Schröder abgelöst wurde. Wodurch der Weg Gerhard Schröders vom unbedeutenden Provinzpolitiker zum späteren Bundeskanzler seinen Anfang nahm (ob dessen Revirements für Niedersachen bzw. Deutschland jeweils positiv zu werten waren, darf füglich bezweifelt werden) ...

Heute hat er alte Herr nach langer Krankheit seine Lebenspilgerschaft beendet. Er hat es gut, und es kommt einem der knappe »Säerspruch« von Conrad Ferdinand Meyer in den Sinn:
Bemesst den Schritt! Bemesst den Schwung!
Die Erde bleibt noch lange jung!
Dort fällt ein Korn, das stirbt und ruht.
Die Ruh ist süß. Es hat es gut.

Hier eins, das durch die Scholle bricht.
Es hat es gut. Süß ist das Licht.
Und keines fällt aus dieser Welt
Und jedes fällt, wie's Gott gefällt.
Meyer erwähnt in seinem Spruch nicht das Schicksal der Körner, die auf den Weg oder unter die Dornen gefallen sind. In der Realität freilich müssen wir auch — und gerade! — mit solchen Körnern leben ...

Anja Garms von der »Welt« hat's geschafft!

Näheres hier. Und, Hand aufs Herz: wer hätte bei einer Journalistin der »Welt« ein anderes Ergebnis erwartet ...?

Heute vor acht Jahren

... begann dieser Blog mit seinem ersten Posting: am 13. Dezember 2006, um 11:56, ätzte LePenseur erstmals gegen den Zeitgeist, der (wie man sieht) damals wie heute als gutmenschliche Flatulenz über die Lande wehte:

Warme Luft

In der Wiener Tageszeitung »Die Presse« darf ein gewisser E. Michael Braun über den Klimawandel philosophieren. Weise Sätze (»Um die Umwelt wieder ins richtige Lot zu bringen, wären wir aber gezwungen, unsere Lebens-gewohnheiten radikal zu verändern«) wechseln mit nostalgisch-resignativer Erinnerung an jene heilen Zeiten der 68er-Generation, als das Establishment zwar böse war, die Guten – m.a.W. die Linken – jedoch genau wußten, wie man sie besser machen könnte. Doch heute? »Der Anspruch auf Gleichberechtigung gehört zwar noch zu den grundsätzlichen Forderungen linker Bewegungen, aber an deren praktischer Umsetzung hat man längst aufgegeben zu arbeiten« – Ach, wie schade, kann man da nur sagen ...

Nun, welche Rezepte bietet uns Herr Braun? »Zu Rettung des Klimas müssten die Armen ihre Forderung nach Wirtschaftswachstum aufgeben, und die Reichen müssten sich von ihrer Mobilität verabschieden. Beide Schichten wären gezwungen, ihre Ernährung umzustellen und mit einem völlig neuen Umweltbewusstsein zu leben beginnen. Daran denken weder die Armen und schon gar nicht die Reichen.« Das ist in der Tat scharfsinnig erkannt! Es würde nämlich schlicht und einfach nicht funktionieren. Aber das braucht es ohnehin nicht, denn: »Es ist ein Viertel nach zwölf, und mit jeder Stunde, in der wir nicht an der Klimawunde arbeiten, sinkt die Chance, unsere Erde zu heilen«! Was immer man heilen wollte, »ein Viertel nach zwölf« dürfte jedenfalls schon zu spät sein.
Heute, 2358 Postings später, wissen wir: Gender, Klima & Co. waren damals die Fixbestandteile der Debatten unserer Meinungsmacher und Weltdeutungs»eliten«, und sind es auch bis heute geblieben. Selbstmurmelnd garniert mit »Kampf gegen Rechts«, transatlatlantischem PR-Newspeak und was sonst noch zu den eisenen Standards der Blabla-Produzenten gehört. 

Es sind längst nicht die Lerche und nicht die Nachtigall, sondern es ist das Murmeltier, das den Ton des öffentlichen Diskurses prägt ...

Dienstag, 9. Dezember 2014

Und damit verabschiedet sich LePenseur

... für einige Tage in den sonnigen Süden. Ob ihm am Strand solch ein Bikini-Mädchen »unterkommt«


wagt er nicht zu prognostizieren (seine Frau wird es vermutlich zu verhindern wissen) — aber immerhin: Sonne, Meer und Entspannung tun gut. Nerven schonen für weihnachtliche Familienbande

Adios, amigos ...