Sonntag, 16. Juli 2017

Inquisition

von Fragolin

Es ist ja nun schon einige Jahre her, dass der letzte Ketzer von der Heiligen Inquisition angezeigt und einem weltlichen Gericht verurteilt wurde. Man könnte glauben, ganz besonders die ach so progressiven, zukunftsersehnenden und vergangenheitsverabscheuenden Linken würden sich eine Rückkehr in solch interessante Zeiten nicht unbedingt wünschen, aber man kann sich offenbar täuschen. Jedenfalls bejubeln sie in ihren üblichen Gegen-Rechts-Filterblasen die Verurteilung eines Tiroler FPÖ-Mandatars wegen, festhalten, es wird mittelalterlich, „Herabwürdigung religiöser Lehren“.

Über Gotteslästerung, Spaghettimonster und Gesinnungsjustiz hier.

Kommentare:

Gerd Franken hat gesagt…

Sehr erhellendes hat der Gründer einer nicht gerade kleinen Religionsgemeinschaft über die Lästerung gegenüber Gott und den Angehörigen dieser Religionsgemeinschaft gesagt.
"Alle Lästerungen werden den Menschen vergeben, nur die Lästerung wider den hl. Geist werden nicht vergeben!"
Damit ist für mich, als Angehöriger dieser Religionsgemeinschaft, alles über Lästerungen gesagt. Egal wie ein Staat darüber denkt.

Fragolin hat gesagt…

Werter Gerd Franken,
exakt das ist es: es geht den Staat überhaupt nichts an! Er braucht gar nicht darüber denken. Es kann ihm egal sein, ob Allah es einem Menschen verzeiht, sein Bodenpersonal als Idioten zu bezeichnen. Das ist eine Sache zwischen Allah und dem, der gar nicht an ihn glaubt, geht den angeblich säkularen Staat aber exakt gar nichts an. Daher ist so ein menschenrechts- und damit verfassungswidriges Gesetz in Österreich sofort abzuschaffen.
MfG Fragolin