Mittwoch, 11. November 2020

Ein wenig historisches Hintergrundwissen schadet nie

 
... und insbesondere die Journaille Europas, die sich vor Freude gar nicht einkriegen kann über den »Sieg« von Sleepy Joe, wäre gut beraten, wenn sie sich ein wenig mehr mit der Geschichte dieses Staates auseinandersetzen, als es (nur spärlich — und sorgfältig selektiert) in den Schulbüchern aufscheint. Bspw. durch die Lektüre des folgenden Artikels (Englisch werden sie ja hoffentlich können): 
A President’s Refusal To Accept the Election Results
By Thomas DiLorenzo
 

The original union of American states was a voluntary union, not a coerced one held together by violence, mass killing, and terrorism as with say, the Soviet Union.  The citizens of the “free and independent states,” as they are called in the Declaration of Independence, sent delegates from their communities to the constitutional convention that resulted in the delegation of eighteen specific powers from them (Article 1, Section 8)  – the citizens of the independent states – to the federal government for their benefit and for their mutual advantage.  The federal government was to be the agent of the citizens of the states, who everyone acknowledged as the principals. 

Three states – New York, Rhode Island, and Virginia – specifically wrote in their ratification documents that these delegated powers “may be resumed by the people” of those states at any time, and for any reason determined by them, if they were to conclude that the federal government was behaving in a way that was not “necessary to their happiness.”  Since they were accepted into the union, it was assumed by everyone that all states had the exact same rights to secede from the union.  Secession was assumed by no one to be dependent on permission by any other state or states.  They took their own language about the “free and independent states” in the Declaration of Independence seriously.
Der »amerikanische Bürgerkrieg«, wie er üblicherweise bezeichnet wird, entpuppt sich da plötzlich als hundsordinärer Angriffskrieg der Nordstaaten auf die zum Austritt berechtigten Südstaaten und zeigt, daß die Propaganda der Sieger in den Geschichtsbüchern steht — und nicht die Wahrheit. Nun, diese Erkenntnis wäre ja nicht neu ...

Doch genau das ist vermutlich auch der Grund, weshalb Donald Trump jetzt nicht klein beigibt und seine — bislang bloß angebliche — Niederlage eingesteht. Denn dann kann er sicher sein, daß er keineswegs in Ruhe gelassen und fair verabschiedet würde, sondern vielmehr: die Piranhas hätte Blut geschmeckt und würden über ihn herfallen. Daß in diesem Fall über die massiven Betrügereien bei der Wahl kein Sterbenswörtchen mehr in der offiziellen Geschichtssschreibung zu finden wäre, darf als sicher gelten. Trump wäre vielmehr in der Position des post mortem verfemten Pharaos Echnaton, der aus den Listen der Pharaonen gelöscht wurde, und zwar so gründlich

Das mag man aus »Staatsräson« vielleicht tolerabel finden: ist der Ruf, das Schicksal eines Präsidenten nicht dem »Wohl der Nation« (und wie derlei Worthülsen sonst heißen) unterzuordnen?

Nein, denn es geht nicht um den Ruf und das Schicksal eines Präsidenten — es geht darum, daß jetzt mit allen Mitteln verhindert werden soll, eine Lüge, die sich quasi direkt ins Herz des Staatswesens fräße, wenn sie nicht aufgedeckt würde, durch eine möglichst genaue und objektive Beurteilung abzugrenzen und offenzulegen. Geschieht das nicht, weil unter dem Vorwand, eine Supermacht könne sich so eine Phase der Klärung »einfach nicht leisten«, die Sache von den Medien — oder vielmehr: von den diese lenkenden Figuren im Hintergrund — einfach abgedreht wird, dann eitert das weiter, wie eine ungereinigte Wunde, über die man ein Pflaster klebte. Und bricht irgendwann, und dann weit fürchterlicher, wieder auf.

Daß Parteipolitiker so etwas nicht sehen wollen, sondern glauben, daß sie mit einer unsauberen Sache »schon irgendwie durchkommen werden«, und in wenigen Monaten redet keiner mehr darüber, ist ebenso verständlich wie fatal kurzsichtig. Daß die US-Medien, die sich auf eine Trump-Haßkampagne (mit wenigen Ausnnahmen) versteift haben, jetzt weitermachen zu müssen glauben, überrascht nicht. Selbstkritik war ja nie die Stärke der Journaille.

Daß aber so viele Menschen in aller Welt nun »um des lieben Friedens willen« eine Unterwerfung von Trump erwarten, stimmt mehr als bedenklich. Es wäre nämlich das Zeichen, daß noch so dreist gefälscht irgendwie doch durchgeht, und daß Wahlen ein hohler Schwindel sind — nicht viel anders als das, was man in der DDR ironisch als »Zettelfalten« bezeichnete.

Daß es immer und überall Fälle von Wahlbetrug gab, gibt und geben wird, ist schon klar. Nur ist das nicht der Punkt. Menschen sind fehlbar und verführbar, das wissen wir alle. Aber der Punkt ist: man darf, wenn es aufkommt, die Sache nicht einfach unter den Teppich kehren. Denn sonst verliert der Westen jeglichen Anspuch auf Recht und Anstand.

Wer trotz geradezu tolldreister Fälschungsmanöver da still bleibt, der sollte sich fragen, ob er in seinem Inneren nicht wie jene ist, die Stimmzettel manipulierten. Denn wer Lügen einfach hinnimmt, nimmt an ihnen teil.


Kommentare:

Chronist hat gesagt…

Das amerikanische Volk, eigentlich tief gespalten, sieht das alles aber sehr anders. Es stellt sich erstaunlich klar gegen den Noch-Amtsinhaber: 79% der Amerikaner erkennen laut einer Reuters/Ipsos-Meinungsumfrage Joe Biden als ihren neuen Präsidenten an. 13% halten den Wahlausgang hingegen für „offen“, nur klägliche drei% sehen Trump wie hier als Sieger.

Überdies: Es gibt bisher keinerlei seriöse Indizien oder gar Beweise für Wahlbetrug. Gerichte in den betr. Bundesstaaten schmetterten bereits reihenweise Klagen des Trump-Lagers ab.

Anonym hat gesagt…

@Chronist:

"79% der Amerikaner erkennen laut einer Reuters/Ipsos-Meinungsumfrage Joe Biden als ihren neuen Präsidenten an"

Umfragen von derselben Qualität wie die Umfragen, die Biden vor der Wahl einen gewaltigen Vorsprung vor Trump attestierten.

Und ist Wahlbetrug schon deshalb okay, wenn er von einer medial gehirngewaschenen Bevölkerung hingenommen wird? Tolles Rechtsverständnis!

"Es gibt bisher keinerlei seriöse Indizien oder gar Beweise für Wahlbetrug"

Im Gegenteil! Es gibt tonnenweise seriöse Indizien und auch eine ganze Reihe von handfesten Beweisen. Sie wollen die nur nicht zur Kenntnis nehmen.

"Gerichte in den betr. Bundesstaaten schmetterten bereits reihenweise Klagen des Trump-Lagers ab."

Warten wir auf die Rechtsmittelentscheidungen.

Chronist hat gesagt…

@Anonym:

ich würde sie sehr wohl zur Kenntnis nehmen, wenn ich die Gelegenheit dazu hätte. Hatte ich bisher aber nicht. Dubiose Winkelportale im Netz, die die größten Schauergeschichten über diese Wahl erzählen, erzählen diese eben auch nur - ohne jeden Beleg.

Aber da Sie offensichtlich im Beseitz vieler Beweise sind, können Sie diese hier ja problemlos vorlegen. Ich bin gespannt.
Bestimmt haben Sie auch stichfeste Beweise für RA Giulianis Feststellung, es hätten "jede Menge Marsmenschen" für Joe Biden gestimmt.

Michael hat gesagt…

Ich habe auf Google folgendes eingegeben: " Amtliches Wahlergebnis der USA Wahl 2020"
Ergebnisse? NULL,CERO,NICHTS!
Also, was kann man daraus schließen? Es gibt noch KEIN OFFIZIELLES WAHLERGEBNIS!
Soweit ich weiß ist weder CNN noch sonst ein MS Medium eine offizielle Behörde um ein Wahlergebnis zu veröffentlichen.
Diese "Wahl" kann vorläufig auch nicht dadurch legitimiert werden, weil sich Vertreter der Vasallenstaaten wohlwollend zu Wort melden.
Warten wir's ab was da noch kommt...

MfG Michael!

Harald aus Wien hat gesagt…

@chronist:

"ich würde sie sehr wohl zur Kenntnis nehmen, wenn ich die Gelegenheit dazu hätte"

Haben Sie aber! zB bei Andreas Unterberger (der als ehemaliger Chefredakteur der "Presse" und der "Wr. Zeitung" eine DER journalistischen Institutionen ist!):
"Den absoluten Tiefpunkt haben Amerikas wie Europas Mainstreammedien aber mit der seit Tagen ständig wiederholten Behauptung erreicht, es gäbe überhaupt keine Indizien und Beweise für grobe Unzukömmlichkeiten am Wahltag. Dabei gibt es eine Fülle. So hat etwa der seriöse deutsche Internet-Blog "Tichys Einblick" sehr detailliert mehr als problematische Vorfälle aufgezeigt, wie sich die Ergebnisse der beiden Kandidaten in manchen Bundesstaaten schlagartig total geändert haben (immer zu einem späten Zeitpunkt der Auszählung, immer zugunsten Bidens und immer nur in den wahlentscheidenden "Swing States"). Er hat gezeigt, wie selbst die Moderatoren des Trump-feindlichen CNN vom plötzlichen Hochsprung der Biden-Kurve mehr als verblüfft haben.

Es ist für jeden Statistiker und Mathemtiker so gut wie auszuschließen, dass sich Briefwähler in einzelnen US-Bundesstaaten total unterschiedlich verhalten. Es ist zwar durchaus normal, dass ihr Verhalten von dem der Urnen-Wähler abweicht, aber es ist extrem unglaubwürdig, dass sie ausgerechnet in den sogenannten Swing-States plötzlich so massiv Biden gewählt haben, während sie das in den anderen Staaten nicht getan haben."

Tichys Einblick, der darin zitiert wird, schreibt einen sehr eingehenden Artikel dazu. Und viele andere ebenso. Sie müssen nur googeln, dann finden Sie mehr als genug.

mfG
Harald

PS: dass "Marsmenschen" eine Scherzbezeichnung für "Menschen die es nicht gibt" war, ist Ihnen doch hoffentlich klar, oder nicht?

Atlantiker hat gesagt…

@Michael: Offenbar ist Ihnen entgangen, was bei der US-Wahl jetzt vielfach betont wurde: Es gibt in den USA gar kein "Amtliches Wahlergebnis", wie wir das in Europa kennen. Weil es auch keinen "Bundeswahlleiter" und eine ihm unterstellte Behörde gibt. Sondern jeder Bundesstaat zählt einfach für sich aus, durch lauter paritätisch aus beiden Parteien kommende ehrenamtliche Bürger.

Ein Wahlergebnis in den USA wird dadurch "klar", dass die Medien, konkret: die großen TV-Sender es verkünden. Das mutet uns befremdlich an, war aber in Amerika immer so. Sie verkünden irgendwann in der Wahlnacht oder etwas später den "President elect", normalerweise ruft dann der Unterlegene den Sieger an, gratuliert ihm, worauf dieser dann an die Öffentlichkeit geht und seine "Concession Speach" hält. So lief das bisher immer, mit Ausnahme 2000, wo es in Florida derart eng war, dass wochenlang nachgezählt werden musste und am Ende der Supreme Court über die Rechtmäßigkeit des Zählens dort urteilte, was zugleich den Ausgang der Präsidentschaftswahl entschied. Aber auch da kam das Endergebnis durch ein höchstrichterliches Urteil zustanden, mitnichten durch ein "Wahlamt", was die USA gar nicht kennen.

Wer sich darüber echauffiert, es gebe "kein amtliches Wahlergebnis", offenbart eine peinliche Unkenntnis der Gegebenheiten in den USA.

Harry aus Wien hat gesagt…

@Atlantiker:

Falsch, es gibt nur kein amtliches BUNDESwahlergebnis, doch sehr wohl amtliche Wahlergebnisse in den einzelnen Staaten. Wenn sie feststehen. Und das tun sie wegen der Einsprüche in einer Reihe von Staaten nicht.

"durch lauter paritätisch aus beiden Parteien kommende ehrenamtliche Bürger"

Ja, so SOLLTE es sein (und ist vielerorts auch - aber eben nicht überall). Unterberger schreibt dazu:

"Es gibt noch eine Fülle weiterer Vorwürfe: So seien mancherorts republikanische Wahlbeobachter ausgeschlossen worden; so habe die automatische Zusendung der Briefwahlkarten an die Wähleradressen in manchen Bundesstaaten geradezu zwangsläufig zu Manipulationen, zu Stimmabgaben Verstorbener verführt."

"Amtlich" wird das Wahlergebnis wohl erst sein, wenn der Supreme Court entschieden hat, oder Trump alle Klagen zurückzieht (was bei ihm recht unwahrscheinlich scheint) - oder es ihn einfach nicht mehr gibt, etwa weil er überraschend ablebt.

Atlantiker hat gesagt…

@Harry:
Ich glaube nicht, dass Sie richtig liegen. Welches "Amt" in den Bundestaaten sollte das "offizielle" Ergebnis verkünden? Es gibt in den einzelnen Staaten einfach nur die diversen Auszählungsorte, deren Ergebnisse am Ende summiert werden und die Regierung des Staates, als eine Art Notar, nimmt das dann zur Kenntnis. Und damit ist klar, welche Partei jeweils ihre Leute ins Electoral College schickt.

Es ist, wie mit jedem Tag auch mehr Republikaner hinter nicht mehr nur vorgehaltenen Händen einräumen, inzwischen längst klar, das Trump Biden niemals mehr einholen kann. Und dass die Chancen bei den Gerichten tendentiell gegen Null gehen. Etliche Einsprüche wurden mangels Beweisen ja bereits abgeschmettert. (Und das, obwohl die Gerichte zu mehr als einem Drittel inzwischen aus von Trump ernannten Richtern bestehen!)

Dass Trump irgendwann auch nach einer höchstrichterlichen Ablehnung seiner Wahlanfechtung (sofern der Supreme Court es überhaupt für indiziert halten wird, sich damit zu befassen, was derzeit noch offen ist!) tun wird, was sich unter normalen erwachsenen Menschen gehört und was noch jeder unterlegene Bewerber bisher getan hat, ist natürlich nicht zu erwarten, weil Trump halt Trump ist.

Kreuzweis hat gesagt…

Daß Genossen, wie "Atlantiker" und "Chronist", spezialintelligent sind, bezeugt das Verschwörungstheoretiker-Magazin "eigentümlich frei":
ef-magazin.de/2020/11/13/17795-verdacht-des-wahlbetrugs-bei-den-praesidentschaftswahlen-in-den-vereinigten-staaten-chef-der-us-wahlbehoerde-die-praesiden