Freitag, 16. Oktober 2020

»Der Papst und die Politik: Enzyklika Fratelli tutti«

 

Unter diesem Titel rezensiert Andreas Tögel die jüngste Wortspende des akuten Papstes, die offenbar aus der Katholischen Kirche eine Partnerorganisation linker NGOs machen soll:

Trotz ihres im Neuen Testament enthaltenen Auftrags zur Trennung von Thron und Altar war und ist die christliche Kirche seit ihren Anfängen nicht unpolitisch. Allerdings hatten ihre politischen Ambitionen in fernerer Vergangenheit stets – das gilt selbst für den Aufruf zum ersten Kreuzzug durch Papst Urban II. im Jahr 1095 -, eine stark religiöse Komponente. Das Seelenheil der Gläubigen wurde nie vernachlässigt.

Seit der ersten, 1891 durch Papst Leo XIII. verfassten Sozialenzyklika Rerum novarum nimmt die Kirche allerdings einen immer stärker werdenden Bezug auf politische Entwicklungen. Mit der Enzyklika Quadragesimo anno im Jahr 1931 (Papst Pius XI.) und Populorum progressio 1967 (Papst Paul VI.) intensivierten sich ihre weltlichen Forderungen in sozial- und wirtschaftspolitischen Fragen. Papst Franziskus‘ 2013 verfasstes apostolisches Lehrschreiben Evangelii gaudium schließlich liest sich über weite Strecken wie ein von Marx’schem Ungeist inspiriertes Klassenkampfpamphlet.

Mein Gott! Bin ich froh, wegen dieses »Heuchlers im Humanismusgewand« (eine, wenn auch in anderem Kontext, geniale Wortschöpfung des Soziologen und Migrationsforschers Stiegnitz) schon längst aus der RKK ausgetreten zu sein ...



Kommentare:

Alexandra hat gesagt…

Werter Le Penseur,

dazu auch ein Link von Achgut

https://www.achgut.com/artikel/papst_franziskus_und_der_sozialismus

mlg Alexandra

Alexandra hat gesagt…

Werter Gerd,

falls sie diese Zeilen lesen.....hier ein interessanter Link von Dushan Wegner zum Thema Corona, Masken usw.

https://www.dushanwegner.com/666/

entweder liest Wegner regelmäßig Le Penseur oder wir hatten zufällig den gleichen Gedanken (ich hoffe sie erinnern sich an meine Zeilen bezüglich "Johannes Offenbarung" - Malzeichen)

mit lieben Grüßen Alexandra

Tommy hat gesagt…

Den letzten Satz des geschätzen Penseurs kann man gar nicht laut genug in die Welt hinaus posaunen. Und heute, wo wir wenigstens die Freiheit erkämpft haben, dass uns die linksgrüngewirkten Herren in Purpur nicht mehr mit ihrer Erzeugung von apokalyptischer Höllenangst an der kurzen Leine halten können, ist jeder, der meint, noch braves Mitglied in diesem durch und durch überflüssigen Verein bleiben zu müssen, selbst schuld. Er trägt jeden Monat durch seinen brav entrichteten Zwangsbeitrag dazu bei, dass nicht mehr Moskau das Dritte Rom, sondern Rom das Zweite Moskau und der Papst der Erste Sekretär eines Politbüros geworden ist.

Hokuspokus hat gesagt…

@ Tommy: Wenn Sie da mal nicht etwas vorschnell sind, jedenfalls im Blick auf den geschätzten Penseur. Wenn ich mich richtig erinnere, war er vor gar nicht so langer Zeit noch ein geachtetes Mitglied der ultrapapsttreuen erzkatholischen sog. "Blogozese". Bei diesen eifernden Netz-Katholiban war er aus mir allerdings auch rätselhaften Gründen ein angesehener, gerne gelesener Mann.

Le Penseur hat gesagt…

Cher (chère?) Hokuspokus,

allzu viel Ahnung von der Blogoezese scheinen Sie nicht zu haben ...

1. "Ultrapapsttreu" — fragt sich immer, auf welchen Papst sich das bezog/bezieht. Ja, es wird auch dort welche (vielleicht sogar: viele) geben, die Papst Franz anhimmeln. Aber bei denen war und ist LePenseur sicherlich nicht "ein geachtetes Mitglied", sondern eher das Feindbild in Reinkultur! Weite Teile der Blogoezese trauern aber JP II und Benedikt XVI nach, und betrachten den akuten "Papstfall" als vom HErrn verhängte Prüfung, die man demütig ertragen muß, ohne im Glauben zu wanken ... Nicht, daß Sie jetzt glauben, das wäre meine "Denke" — aber so ticken die halt großteils.

2. "Wenn ich mich richtig erinnere, war er vor gar nicht so langer Zeit noch ein geachtetes Mitglied ..."

Sorry, Sie erinnern sich leider nicht richtig. Außer Sie hielten den Zeitraum von über fünf Jahren seit meiner "Verbannung" aus der Blogoezese (hier der Artikel, der darauf Bezug nimmt) für eine "gar nicht so lange Zeit" — was ich bei der Schnelligkeit des Internet-Zeitalters allerdings etwas absurd fände ...