Dienstag, 28. März 2017

Totalversagen



von Fragolin

Das Totalversagen der deutschen Behörden war ja schon einige Male Thema hier. Besonders im Zusammenhang mit dieser Reportage von Shams Ul-Haq im „Focus“, die ich hier beschrieben habe. Da gab es diesen Punkt mit der mehrfachen Abnahme der Fingerabdrücke, die mal einfach verweigert und ausgetrickst wurde und dann zwar stattfand, aber zu keinerlei Wiedererkennen führte.

Da denkt man sich: He Leute, wir reden hier von Deutschland! Wenn es um Bürokratie und Technologie geht, kann man schon mal den Schweizern ihren Ricola-Spruch klauen: Wer hat‘s erfunden? Deutschland, das ist Perfektion, das ist bürokratischer Stempel-Orgasmus lebender Ärmelschoner, das ist technische Innovation, das ist das Zusammenspiel einer perfekt durchdokumentierten und mehrfach verifizierten Personenkontrollgesellschaft mit höchst effizienter Technologie.
Und dann wacht man auf und liest das.

„Die im vergangenen Jahr eingeführten Fingerabdruck-Terminals für neu eingereiste Asylbewerber haben nach Recherchen des WDR-Magazins "Westpol" technische Probleme. Ein knappes Drittel der registrierten Fingerabdrücke soll demnach unbrauchbar sein.“

Ja, das ist nun allermodernste Technik, sowas gibt es noch nicht so lange, das wissen wir ja, seit Merkel uns vor zwei Jahren klargemacht hat, dass es da so etwas ganz Neues wie Internet und so gibt – das ist natürlich technisch nicht allzu ausgereift. Vereinzelt soll es sogar Büros mit sogenannten Computern geben, das ist dieses Neusprech für elektronische Rechenmaschinen. Die funktionieren sogar ohne Röhren! Können aber von Beamten erst dann bedient werden, wenn eine gründliche Einschulung stattgefunden hat und die Höherqualifizierung mit einem saftigen Bezügesprung abgegolten wurde.

Meine Fresse, was ist denn das für ein Offenbarungseid?! Die Deutschen sind nicht in der Lage, mit einer Technik, wie sie in Firmen seit über einem Jahrzehnt als simple Türsicherung verwendet wird, Fingerabdrücke zu scannen? Können die wenigstens Fotos machen oder muss nach 24 Bildern der Film gewechselt werden? Haben die Kameras Blitzlicht oder müssen drei Hilfsbeamte mit Kerzen im richtigen Winkel Aufstellung nehmen, damit nicht ein Drittel der Bilder so unterbelichtet ist wie das ganze System?
Das kann man doch nur noch als Totalversagen klassifizieren. Oder man muss unterstellen, dass ganz bewusst irgendein Billigschrott angeschafft und von grenzdebilen Idioten bedient wurde, weil es nicht funktionieren soll.

„Die Bilder seien in etwa 30 Prozent der Fälle zu dunkel, verwischt oder lückenhaft.“

Werden in Germanien solche Hochtechnologien auch in der Medizin angewandt? Gibt es da auch ab und zu Schatten zum wegoperieren, wo einfach die Bildplatte etwas schwächelt, oder weiße Lücken über dem Lungenkrebs? Ein bisschen mehr Blutdruck hier, etwas weniger Fieber da – immerhin ist Messtechnik nie ganz fehlerfrei und, naja, was solls, sind ja nur 30 Prozent. Und Scannerbilder richtig zu belichten ist ja technisch fast unmöglich.
Zumindest in Deutschland.
Ich muss mir überlegen bei allfälligem Kneifen in den Innereien lieber nach Russland zur Behandlung zu fliegen, denn selbst die scheinen bessere Technik zu haben.

„Oliver Huth vom Bund Deutscher Kriminalbeamter sieht darin eine Gefahr im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus.“

Ich sehe darin eine Gefahr dagegen, nicht vom Rest der Welt schallend ausgelacht zu werden. Wegen Totalversagen. Dieses Land ist fertig. Hat gespielt wie Flasche leer.

„Zudem wisse man nicht, wann sich jemand wo aufgehalten habe.“

Nicht nur das. Die wissen nicht, wer da war, da ist, wieder weg ist, weg war und wieder da ist oder überhaupt existiert, wieviele Identitäten hat, woher kommt, wohin geht und was im Schilde führt. Die wissen gar nichts. Und die wollen (oder sollen…) es auch nicht wissen. Das ganze System ist kollabiert und steht splitterfasernackert da, mit einem Feigenblatt mit Dackelgesicht, das voller Inbrunst tönt, man wisse über alles und jeden Bescheid, aber dahinter ist einfach nichts mehr. Gar nichts.

Kommentare:

Gerd Franken hat gesagt…

"Hat gespielt wie Flasche leer."

Wir sollten dem Fußballbund der Niederländer folgen: Den Trainer feuern.

Erich hat gesagt…

Was ist, wenn dieses technische Versagen ABSICHT ist? Morgen ist schon die hämische Kritik vergessen, aber die Eiwanderer sind immer noch da, immer noch unbekannt, immer noch nicht registriert.

Anonym hat gesagt…

Beispiel für Lügenpresse in Österreich:

1. Im August 2015, am Höhepunkt der Invasion, pardon, des Zustroms der Schutzflehenden: diese Zuwanderer sind die gebildetsten, eine Bereicherung, blah blah blah. Ein Beispiel der damaligen Berichte:
http://derstandard.at/2000020718343/Soziologe-Erleben-qualifizierteste-Einwanderung-die-es-je-gab

2. Heute, nachdem die Begeisterung über die "Bereicherung" abgeflaut und Realismus eingekehrt ist: die Zuwanderer sind bildungsmäßig eine Katastrope und in einer westlichen Gesellschaft de facto unbrauchbar, außer als Sozialhilfeempfänger. Beispiel, gleiches Medium wie oben:
http://derstandard.at/2000054951145/Migranten-Oesterreich-bei-Bildung-weit-abgeschlagen

FritzLiberal

Laurentius Rhenanius hat gesagt…

Also eine ordentliche Mittelformatkamera kann nur zwölf Bilder!
Vor einigen Jahren gab es Schwierigkeiten mit den Verkehrsblitzern. Die Kameras wurden mit Schwarzweißfilmen bestückt, die man auf Vorrat gekauft hatte. Diese waren aber überlagert und die Ergebnisse demtensprechend. Das Thema Hochtechnologie hat sein eigentliches Ende schon vor über 100 Jahren gefunden, als in "Europa die Lichter ausgingen".

Anonym hat gesagt…

Da ist kein "Versagen". Üble Absicht noch und nöcher.