Dienstag, 21. März 2017

De mortuis nil nisi bene, oder: Die Welt ist ein Stückchen besser geworden

Der Kritisator bingt zwei Zitate eines kürzlich hochbetagt verstorbenen Milliardärs:
Wir sind der Washington Post, der New York Times, dem Time Magazine und anderen großen Publikationen dankbar, deren Chefredakteure an unseren Treffen in der Vergangenheit teilnahmen und die Zusage der Vertraulichkeit fast 40 Jahre lang respektierten. 
Wer bloß das zitiert, dessen sich ein Verstorbener ausdrücklich berühmte, kann denkmöglich nicht pietätlos handeln. Wer, weil er dessen Sicht der Dinge nicht teilt, daraus den Schluß zieht, daß nunmehr die Welt ein Stückchen besser geworden ist, aber ebensowenig.

Im übrigen möchte ich mich über den Verstorbenen nicht weiter äußern. Denn "De mortuis nil nisi bene" heißt ja, daß man dort, wo man nichts Gutes zu sagen vermag, es eben beim Schweigen belassen solle. Nun denn:

Der Rest ist Schweigen ...



Kommentare:

Laurentius Rhenanius hat gesagt…

Es gibt wichtigeres ... Bachs Geburtstag!

Le Penseur hat gesagt…

Cher Laurentius,

aber nur nach julianischem Kalender, denn nach gergorianischem wurde er am 31. März 1685 geboren!

Skeptiker hat gesagt…

Die Macht und der Einfluß solcher Milliardäre wird überschätzt. Wirklich mächtig und einflußreich ist das einfache Volk mit seinem ökonomischen Verhalten. Hunderte Millionen von Werktätigen bestimmen mit ihrer Arbeitsleistung und ihrem Konsumverhalten, welche Unternehmen prosperieren. Natürlich ist der Unternehmer eine Voraussetzung für Arbeitsplätze. Aber ohne Mitarbeiter und Konsumenten ist jeder Unternehmer ein Nichts.

Laurentius Rhenanius hat gesagt…

Sie haben natürlich Recht. Aber schauen's, ich hab es halt so gelernt. Es steht so (falsch) in den Bachbiographien, die ich in meiner Bibliothek habe ... Ich kann halt nicht anders! :-)