Montag, 12. März 2018

Isch disch messer ...

DiePresse schreibt (sogar redaktionell bearbeitet, von APA ab — na, immerhin!):


Messerattacke vor iranischer Residenz: Hausdurchsuchung am Wohnsitz des Angreifers

Bei dem 26-jährigen Angreifer, der vor der Residenz des iranischen Botschafters in Wien erschossen wurde, handelt es sich um einen Österreicher mit ägyptischen Wurzeln. Was ihn zu der Tat bewegte, ist noch unklar: "Ein terroristisches Motiv kann derzeit weder ausgeschlossen, noch bestätigt werden", sagt die Polizei.
(Hier weiterlesen)
 Aber vielleicht wollte Mohamed E. auch nur spielen ...

Dieses mustergültige Beispiel innermuselmanischer Konfliktbereinigung mit nichtmuselmanischem Kollateralschaden wird uns in Zukunft noch häufiger begegnen. 

Der Hinweis darauf ist selbstmurmelnd rassistisch (Rasse: muselmanisch?) und fremdenfeindlich (auch wenn Mohamed E. per Staatsbürgerschaftsnachwurf ein fast waschechter Wiener ist?). Deshalb verkneifen wir uns auch jeden solchen.

Das ist nicht Zensur — wo denken Sie hin! Das ist ständige Judikatur unserer Gerichte, und kann daher kein Unrecht sein ...

Was sind das für Zeiten, wo
Ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist
Weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt!
 ... dichtete einst Brecht. Er hat das damals anders gemeint ... ja, wissen wir — aber er hat auch nicht geahnt, daß der Faschismus bei seiner Wiederkehr sich als Antifaschismus tarnen würde ...


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P.S.: lesenswert zu dem Fall die Ansichten einer Möwe ;-) ...

Kommentare:

Arminius hat gesagt…

Was muß das für ein Idiot gewesen sein, der mit einem Messer zu einer Schießerei kommt ...

Anonym hat gesagt…

Meine eher mäßige Wertschätzung Brechts, fürnehm gesagt, hat mir in pseudointellektuellen Kreisen schon des Naserümpfens eingebracht.
Aber mit seinem Spruch über die drei Kriege, die das große Karthago führte, hat er sich wahrlich einer Unredlichkeit erfrecht: Am Dritten Punischen Krieg waren die Karthager nämlich wirklich nicht mehr interessiert. Aber es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es imperialistischen Säuen nicht gefällt.

D.a.a.T.

Gerd Franken hat gesagt…

Ein Gespräch über Bäume gehört doch zur politischen Korrektheit in unserem Land. Neben Bienen und Schmetterlingen versteht sich. Wenn Brecht das wüsste, würde er seinem Namen wohl anschaulich tanzen können.

Anonym hat gesagt…

Nochmal zum Dritten Punischen Krieg: Ich erwarte fast, daß die demokratische Obrigkeit ein Gebot erläßt, das Los zu ziehen: Jedes zweite Einfamilienhaus und jede zweite Mietwohnung sind ersatzlos zu räumen, Parteimitglieder und Mischehen ausgenommen ... (Stadt und Hafen Karthago sausenlassen und vierzig Kilometer weit ins Landesinnere ziehen ...)

D.a.a.T.