Dienstag, 10. Januar 2017

Leider sooo wahr!

Auf der Suche nach dem Gründungsmythos

10. Januar 2017 | 
von  Bankhaus Rott

Manchmal wird es in Brüssel ganz leise. Man stellt sich Fragen. Darf man die US-Amerikaner um ihren Bürgerkrieg beneiden? Warum haben wir in der Europäischen Union keine passende Geschichte, die uns alle zusammenschweißt? Muss man diesbezüglich aktiv werden?
Die Fragen, die sich zunehmend zappelige Politiker stellen, werden drängender. Parteimitglieder, die um ihre vor einiger Zeit noch vermeintlich sicheren Listenplätze und den Einzug ins Parlament bangen, fällt oft nichts anderes mehr ein, als vor anderen zu warnen. Mein Konkurrent ist noch schlimmer als ich – wählt mich!
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Der Gründungsmythos des "per aspera ad astra", daß vor 1945 das schrecklichste Ereignis der Geschichte der Menschheit seit Adam und Eva (sowie allfällig 47+ sonstiger Geschlechter, die man auf Facebook einstellen kann) hinter uns gelassen wurde, und seitdem die Friedensordnung Europas, von Ochs und Esel unaufgehalten, heilsam und siegreich voranschreitet, taugt offenbar nur mehr für Gutenachtgeschichten.

Oh, es wird unterhaltsam werden, wenn man wirkmächtigere Mythologeme zu schaffen sucht! Wobei eine Analogie zum Amerikanischen Bürgerkrieg, durch den nach der Tat der Gründerväter die USA ein zweites Mal entstanden sind (bzw. entstanden sein sollten) eine leider nicht unwahrscheinliche, aber nicht gerade beruhigende Perspektive der kommenden Entwicklungen darstellt ...

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