Montag, 10. Februar 2020

Die Demokratiezerstörer


Zu Andreas Unterbegers Artikel »Wie die Linke die Demokratie zerstört« erscheint folgender


Gastkommentar
von Oberösi


Ja, das waren halt Zeiten, vor 30, 40, 50 Jahren, als Österreich noch eine wirkliche Demokratie war: Die Linke wirtschaftete ganze Zweige der österreichischen Industrie in Grund und Boden, weil diese permanent die dauerklammen Kassen der SPÖ aufzufüllen hatte. Und die Kassen der Schwarzen wurden eben von den Gielbekreuzern, der Bundesländer-Versicherung oder anderen Konzernen und Banken aus ihrer Reichshälfte dotiert.

Beschäftigungsbolidik hieß für beide: nicht wirtschaftliche Notwendigkeiten sind primär für das Engagement zehntausender Mitarbeiter ausschlaggebend, sondern deren Eignung als dankbare Klientel, die bei den demokratischen Wahlen ihr Kreuzerl an die jeweils richtige Stelle zu malen hatten.

Für die Milliarden, mit denen fast ein halbes Jahrhundert lang permanent Betriebe und Banken über Wasser gehalten wurden, die neben der Plünderung durch die Politik darüber hinaus von großteils ungeeigneten wie überbezahlten Apparatschiks und Söhnen in Grund und Boden gewirtschaftet wurden, kam selbstverständlich der Steuerzahler auf.

Daß der Steuerzahler für das, was damals wie heute Demokratie heißt, aufzukommen hat, ist offen-sichtlich eine polit-anthropologische Konstante aller politischen Systeme.

Neu ist das Ausmaß, in dem sich die Baddeien den Staat und ihre Erhalter, die Steuerzahler, in einem Ausmaß zur Beute machen. Der Bürger verfügte in der angeblich so inhumanen feudalen Vergangen-heit zwar nicht über die Errungenschaften moderner Umverteilungs-Sozialsysteme, dafür aber über ein Ausmaß an persönlicher Freiheit (immer in Verbindung mit Eigenverantwortung), von dem wir heute nur mehr träumen können.

Der wahre Unterschied zu früher: die meisten Schweinereien wurden nur deswegen nicht ruchbar, weil Medien damals wie heute in erster Linie verschwiegen, und Gerichte und Justiz entsprechend agierten.

Weil es die segensreich-anarchischen Zustände im Internet, in den social medias noch nicht gab. Aber die Bolidik arbeitet bereits heftig daran, diesen Wildwuchs an Hetze (rechter natürlich!) und Haß zu beschneiden. Damit wieder Ordnung herrscht im Land, und bleierne Ruhe.

Dies alles hätte ein Ende, wenn die Mehrheit der Österreicher aufwachen würde und der "demo-kratischen" Charade ein Ende bereitet. Aber damit ist nicht zu rechnen, noch lange nicht. Denn, Hand aufs Herz: "Geht es uns denn nicht gut? So gut wie nie zuvor? Na also, was soll dann das ewige Raunzen?" sprach der Frosch im sich langsam erwärmenden Kochtopf ...


Kommentare:

raindancer hat gesagt…

sein Kommentar ist grossteils zutreffend nur nicht was Medien betrifft, die Medien waren damals wie heute mit von der Partie

gerd hat gesagt…

"Es ist eine Aufgabe der Opposition, die Regierung abzuschminken, während die Vorstellung noch läuft."

J. Chirac