Montag, 21. Juli 2014

»Why Vladimir Putin is not to blame for MH17«

... betitelt sich ein Artikel von Maria Dubovikova in der englischen Ausgabe von Al Arabiya News. Nun ist Al Arabiya ja nicht gerade ein Standardmedium für LePenseur, doch über einen anderen Artikel (über den Wahnwitz, der im Gebiet des selbsternannten »Kalifen« derzeit betrieben wird) gelangte auch diese sehr plausible Analyse in die Aufmerksamkeit des Lesers:
The worst of any international tragedies is brought out when some people or even whole governments try to speculate on a disaster, while pursuing their own interests and goals. What was the Ukrainian reaction that came right after the crash was announced? It was a call for a NATO and U.S. ground military operation against the rebels in Eastern Ukraine.
Immediately and expectedly, the Ukrainian government blamed the rebel groups and some time later Russia was blamed. The Daily Mail, The Sun, The Mirror and several other major Western tabloids took this version as the only version of the catastrophe, according to their editorials the next day. With no investigation and no exact facts, the self-proclaimed judges delivered their accusations. At the same time, Dutch and Malaysian press was cautious. World political leaders, even the U.S. president, avoid lunging into the mess, calling for investigation instead.
This catastrophe cannot be understood without being seen within a global and regional framework. The conflict in Ukraine has endured for several months with no evident tendencies of de-escalation.
After Crimean referendum, Russia is blamed for the support of the rebels and self-proclaimed republics. There is no reliable proof of this, but this conviction is widely shared among those who don’t nourish a feeling of sympathy either for Russia, or Putin. The possession of heavy weapons by the rebels could be simply explained by the capture of military equipment from the Ukrainian army during its several military successes. International tensions over the crisis have been growing before the current escalation. It’s very dubious that the Kremlin would take this extremely dangerous step of supporting the rebels with weapons.
Wir können freilich davon ausgehen, daß diese und ähnliche Überlegungen in den Mainstream-Medien nie auftauchen werden. Hier wird von den »qualitätsbewußteren« dieser Sorte höchstens eine kurze Schamfrist gewahrt, in der die Sachlage als noch nicht eindeutig geklärt bezeichnet wird, damit den Lesern der Propagandacharakter der »Berichterstattung« nicht allzu offensichtlich gemacht wird. Nun — auch diese Taktik verfängt (dank Internet und seiner Informationskanäle) freilich immer weniger. Längst wissen die, die nicht nur tumb vor der Glotze sitzen und Aktuelle Kamera gucken, daß die Systempresse lügt wie gedruckt (bzw. wie auf den Monitor gepixelt). 

Für die Erkundung der Wahrheit dienliche Informationen findet man mittlerweile längst woanders — z.B. hier, oder hier oder hier. Jaja, wir wissen: das sind alles bloß Verschwörungstheoretiker. Krude, selbstmurmelnd. Und die Wahrheit ist auf Seiten Amerikas. Wie damals bei den »weapons of mass destruction« im Irak ...

---------------------------------------------

P.S.: »Ein Bild sagt mehr als tausend Worte«, weiß der Volksmund. Und hat damit recht, wenn man sich bspw. dieses Bild (Quelle) ansieht:


Da haben entweder
1. Pilot plus Navigator plus Flugsicherung der Ukraine die sprichwörtlichen »Gurkenscheiben« vor den Augen gehabt; ode
2. es gab eine speziellen Grund, gerade diese Flugroute zu wählen (d.h.: die wird ja vom Flugzeug nicht frei »gewählt«, sondern — außer im Fall eines unvorhergesehenen Defekts, der bspw. zu einer Notlandung zwingt — vielmehr von der Flugsicherung exakt vorgegeben).
Daß dieser Grund von den pöhsen Separatisten aus Donezk der malaysischen Maschine ein- oder gar vorgegeben werden konnte — sorry, aber wer das glaubt, der glaubt vermutlich auch noch an den Weihnachtsmann ...

Kommentare:

FDominicus hat gesagt…

http://hinter-der-fichte.blogspot.de/2014/07/ard-widerlich-auf-kosten-der-mh17-opfer.html

Sieht dieser Blogger für die öffentlich-rechtlichen als ziemlich einseitig an.

Ich weiß natürlich nicht was passierte, nur eines ist klar: So eindeutig wie in vielen Zeitungen zu finden, wird es nicht sein. Der "Nutzen" für die Pro russischen was-auch-immer kann ich nicht sehen.

qed hat gesagt…

In dem Wirrwarr aus Aussagen und Gegenaussagen kann sich der Verständige wie stets orientieren an der Frage: Cui bono?

Wohl kaum Putin und erst recht nicht den
Separatisten. Wieder müssen wir zurückgehen auf die erbärmlichste Niedertracht, zu denen Menschen fähig sind und da gewinnt nur einer: die Putschisten in Kiew. Abgesehen von technischen Kinkerlitzchen sind es diese westlich promoteten Gutmenschen, denen eine false flag Operation nützt. Und daß sie ohne jeglichen Skrupel sind, zeigen einige Kleinigkeiten: Die Scharfschützen von Kiew zum Beispiel, um die es merkwürdig ruhig geworden ist. Und das Eingeständnis, 500 professionellen Killern von Blackwater (man nennt sie natürlich anders) eine Sommerfrische im Lande zu gewähren. Und das Grillfest von Odessa, das einige Hundert zu zarter Räucherware verarbeitete.
Wer da noch Skrupel sieht, Jetinsassen spektakulär zu verhackfleischen, möge sich melden.