Donnerstag, 14. November 2019

Kurz + / –

von  it’s  me  


Sehen wir's positiv: Kurz hat in einem Interview der FAZ gegenüber gesagt, dass in der Migrationskrise einige Staaten versucht haben, andere zu einer Politik der offenen Grenzen zu zwingen, und dass dies zu einer Spaltung geführt habe, wobei sich der Westen moralisch überlegen fühle und auf den Osten hinabblicke. Dies halte er für eine gefährliche Entwicklung, die er zusammen mit der Zwangs-umsiedlung weiterhin ablehne.

Traurig, dass man das in Zeiten wie diesen diese Aussage als Positivum hervorheben muss, dabei sollte es nur logisch und konsequent sein. Denn bei der völligen Öffnung der Grenzen am 5. September 2015 und der Freigabe deutschen und österreichischen Territoriums für Glücksritter, Verbrecher und einige, wenige Flüchtlinge (laut Prof. Dr. Ferdinand Kirchhof stünde nur 0,5% aller, die hier sind, dieses Recht auch zu – sprich: nicht 1 Million, sondern nur 5.000! Interview mit der FAZ vom 29.08.2017) handelte es sich um ein Verbrechen von Merkel, einige Asyl-, EU- und Verfassungsgesetze zu ignorieren, wie der bekannte Verfassungrechtler Prof. Dr.Dr. Udo Di Fabio in seinem Gutachten (im Auftrag von Horst Seehofer erstellt) auf 124 Seiten aufschlüsselte. Das Strafmaß, das Merkel bei einer funktionierenden Justiz zu erwarten hätte: bis 5,5 Jahre Gefängnis. 

Man stelle sich vor, jemand begeht ein Verbrechen und zwingt jemanden bis dahin Unbeteiligten, ebenfalls bei einem kriminellen Akt mitzumachen. Und weil der sich weigert, wird der Unschuldige angeklagt und vor Gericht gezerrt, während der wahre Verbrecher unbeschadet davon kommt und im Prozess gegen das wahre Opfer als Schöffe tätig wird. Schon schräg, oder nicht?

Und hier wird's gleich weniger positiv: Kurz hat im selben Interview beklagt, dass Frankreich und die Niederlande durch ihr Veto eine potentielle Erweiterung der EU auf den Westbalkan verhindert haben. Es sollten intensivere Gespräche mit Nordmazedonien und Albanien aufgenommen werden, da diese beiden Länder zu Europa gehörten. Weiters meint er, dass sich ohne Mitgliedschaft in der EU die Sicherheitslage massiv verschlechtern würde und es mehr Einbrüche und mehr Kriminalität geben würde.

Da hat der Lieblingsschwiegersohn aller älteren Österreicherinnen etwas verwechselt oder sich die Statistiken des BKA nicht angeschaut, denn Deutschland ist Gründungsmitglied der EU und die Kriminalität war noch nie so hoch wie heute.

Außerdem sollte er an die Worte von Jörg Haider denken, der eine zu schnelle Erweiterung der EU damals in Richtung Osten ablehnte mit der Begründung, dass in den neu aufzunehmenden Ländern erst einmal ein Lohngefüge Einzug halten müsse, das 2/3 unseres entsprechen müsste, andernfalls die Länder zu lange Nettoempfänger bleiben und die Länder einen massiven Brain-Drain erleiden würden. Rückblickend gesehen: eine brilliante Aussage, die natürlich von allen Seiten abgeschmettert wurde, weil von der „falschen“ Partei kommend.

Vergessen hat Kurz auch, dass die EU durch den Brexit einen Nettozahler (trotz der Rabatte) verloren hat und sich auf Dauer weitere Nettoempfänger – und dies auf ewig! – nicht leisten kann. Herr Kurz! Österreich hat ein pro-Kopf-BIP von 47.000 US$, Nordmazedonien eines von 5.440 US$ und Albanien – ein großteils muslimisches Land (nur so am Rande erwähnt) – von 4.500 US$, also noch weniger. Und das soll kompatibel sein?

Conclusio: Er wird seine Meinungen schon ändern, wenn er mit den Ökokommunisten zusammen auf der Regierungsbank sitzen wird (wobei ich mich gegenüber Gastkommentator Riese35 geschlagen gebe, denn der hat – im Gegensatz zu mir –  schwarz/grün prognostiziert).


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PS: Das einzig Positive, das mir zu Albanien einfällt – ist die Miss Albanien 2018:


damit nicht nur LePenseur mit hübschen Damen die Klicks holt ;-) ...


Kommentare:

Fragolin hat gesagt…

Werter it's me,
bei Albanien fällt mir noch eine junge Dame ein, deren Musik mir zwar nicht gerade zusagt, die aber durchaus ein Hingucker ist: "Ilira"

https://www.lollapaloozade.com/wp-www-lollapaloozade-com/wp/wp-content/uploads/2019/01/lolla2019_artistfotos_1200x800_ilira-2-0ba8e646.jpg

MfG Fragolin

Michael hat gesagt…

Werter "it's me"!

Nachdem ich wieder Luft zum Atmen habe, ob des Anblick von Miss Albanien, möchte ich gerne anmerken, dass mir persönlich, der Herr Kurz etwas zuviel "beklagt", "verwechselt" und "vergisst" oder dazu angehalten wird, dies zu tun!

MfG Michael!

raindancer hat gesagt…

Kurz wird uns vor der Migration nicht schützen, noch hat er aber seine Maske nicht fallen gelassen.
Man sollt sich speziell über die Blue Card informieren und die Balkanstaaten brauchen wir schon gar nicht in der EU
Noch weniger brauchen wir die EU selber.

raindancer hat gesagt…

Which European countries do issue the EU Blue Card?
The following EU countries have committed to issue the EU Blue Card:
Austria, Belgium, Bulgaria, Croatia, Cyprus (unconfirmed), Czech Republic, Estonia, Finland, France, Germany, Greece, Hungary, Italy, Latvia, Lithuania, Luxembourg, Malta, Netherlands, Poland, Portugal, Romania, Slovakia, Slovenia, Spain and Sweden.

raindancer hat gesagt…

https://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2016/PK0929/

raindancer hat gesagt…

https://www.anti-spiegel.ru/2019/gibt-es-ein-umsiedlungsprogramm-fuer-afrikaner-nach-europa/

raindancer hat gesagt…

HOCHQUALIFIZIERT
ALS MANGELBERUF DEKLARIERT
Abteilungskoch/ -köchin, Alleinkoch/-köchin, Anstaltskoch/-köchin, Beikoch/-köchin, Chef de brigade (m./w.), Chef de partie (m./w.), Chefkoch/-köchin, Chefpatissier(e), Diätkoch/-köchin, Gardemanger (m./w.), Grilleur/in, Jungkoch/-köchin, Küchenchef/in, Küchenmeister/in, Kaffeekoch/-köchin, Kellner/in und Koch/Köchin, Koch/Köchin (Hotel- und Gastgewerbe), Koch/Köchin und Kellner/in, Mehlspeiskoch/-köchin, Patissier(e) (Hotel- und Gastgewerbe), Pizzakoch/-köchin, Restaurantkoch/-köchin, Schiffskoch/-köchin, Souschef (m./w.), Gaststättenkoch/-köchin, Rotiss(eur)euse, Entremetier(e), Tournant/e, Saucier/e, Commis de Cuisine (m./w.), Systemgastronomiefachmann/-frau, Gastronomiefachmann/-frau, Frühstückskoch/-köchin, Commis de Partie (m./w.), Gastgewerbepraktikant/in in der Küche, Demichef de Cuisine (m./w.), Chef de Cuisine (m./w.), Sushikoch/-köchin, Kebabkoch/-köchin

Fragolin hat gesagt…

Werte raindancer,
das sind Mangelberufe, weil sich in unserer hochbegabten Jugend kaum noch jemand findet, der einen Beruf lernen und ausüben will, in dem man jedes Wochenende arbeiten, ständig Überstunden schieben und die Launen von Gästen ertragen muss. Arbeiten, die "keinen Spaß machen" und nicht ausreichend Pausen zum Chatten und Twittern bieten, sind für unsere Millennials unzumutbar. Deshalb werden Jobs mit miesen Arbeitszeiten und unabwendbarer menschlicher Nähe wie im Gaststättengewerbe, in der Hotellerie aber auch in der Pflege und Betreuung lieber an Menschen outgesourced, die sich nicht zu schade dafür sind und deren Staaten ihnen nicht ausreichend Sozialhilfe in den Hintern schieben, dass sie sich Bequemlichkeit und Selbstverwirklichung leisten können.
MfG Fragolin

raindancer hat gesagt…

vielleicht sollte man dann auch die Gehälter dazuschreiben wenn man schon sagt die Jugend sei faul
und was eine Wohnung kostet und ein Durchschnittseinkauf beim Hofer
Unserer Jugend wurde eingebläut ...studiere und lerne und das tun die glatt
und trotzdem gibts viele die trotzdem zuerst mal ganz klein anfangen müssen...
früher war die Matura was , heute der Master..
Unsere Wirte würden schon Personal bekommen, nur müsstens mehr zahlen.
Nicht umsonst wollens die Asylanten ..BÜLLIGPERSONAL
UND EINE GUTE MÖGLICHKEIT SICH IN EUROPA EINZUNISTEN

raindancer hat gesagt…

ein Koch
https://kurier.at/chronik/wien/bluttat-am-hauptbahnhof-meine-schwester-war-eine-daemonin/400379426

raindancer hat gesagt…

https://www.unzensuriert.at/content/75596-europaeisches-parlament-entschliesst-sich-zu-einer-runde-mitleid-fuer-afrikaner-in-europa/

Fragolin hat gesagt…

Werte raindancer,
unser achsoarmen Menschen im Lande jammern über die tiefe Armut, und das über Whatsapp am jählich neuesten I-Phone, haben den hochgetunten Gaming PC im Kinderzimmer stehen, immer das neueste Spiel dabei, feiern jedes Wochenende in der Disco - sorry, ich habe auch mit 18 zu arbeiten angefangen, jede Münze zweimal umgedreht, mir eine kleine Wohnung genommen, Überstunden gemacht, lieber nur einmal im Monat mit Kumpels in der Disco gefeiert und meine Kohle nicht für jeden Mist aus dem Fenster geworfen, um dann über Armut zu seiern. Diese Jammerei über zu wenig Verdienst bei Leuten, die heute schon das (nicht absolute, sondern wertbereinigte!) Dreifache meiner damaligen Lehrlingsentschädigung im ersten Lehrjahr bekommen (und noch mehr vom Amt, wenn sie gleich gar nicht erst eine Lehre anfangen), um damit ihre Faulheit zu rechtfertigen, ist armselig. Tut mir leid, aber wer den Groschen nicht ehrt ist den Gulden nicht wert.
MfG Fragolin

raindancer hat gesagt…

ich weiss nicht welche Jugendlichen sie in ihrer Umgebung haben, aber meine Tochter hat ihre Hobbies und Fortgehen selbst erarbeitet(seit sie 14 ist!) und sie hat wahrlich ein teures Hobby.
Die jungen Menschen in der Arbeit die ich um mich habe, arbeiten zumeist ebenso 40h die Woche oder mehr.
Da sei den jungen Männern ab und zu ein Saufgelage gegönnt obwohl es ihrer Gesundheit nicht zuträglich ist, aber ich hoffe mit dem Alter wird das weniger dominant.

Welche Spiele, Sache sich Menschen kaufen hängt wohl von den Interessen ab.
Sie klingen wie Schüssel, der so etwas wie das sagte :
"Heutzutage geht es dem Arbeiter schon so gut wie seinerzeit einem Adeligen"
Dass der Arbeiter aber arbeiten muss und der Adelige abkassiert hat, hat er scheinbar übersehehn. Dass generell die Technik und der Fortschritt sowohl den Reichen und den Armen mehr Anehmlichkeiten bringt, ist eine andere Diskussion.
Die Argumentation, dass solche die zu wenig Gehalt erhalten, erst mal mit dem Groschen zufrieden sein sollen und arbeiten sollen ist degradierend, da es postuliert -jemand arbeitet nicht.
Das tun die meisten aber sehr wohl.

Fragolin hat gesagt…

Werte raindancer,
es beginnt mit dem Unsinn "zuwenig Geld". Als ich mich selbständig machte habe ich jahrelang auf extrem viel verzichtet und alles in die Chance auf eine erfolgreiche Zukunft gesteckt. Erst Jahre später habe ich erfahren, dass ich diese Zeit eigentlich weit unter der offiziellen "Armutsgrenze" gelebt habe - und ich musste keinen Tag hungern, keinen Tag frieren, mich nicht in einem Kellerloch dahinsiechend von der Umwelt abschotten, ganz im Gegenteil.
Der Spruch von Schüssel mag arrogant gewesen sein, aber diese ewige Jammerei, Leute hätten zuwenig Geld, wenn sie sich neben ihrem elektronischen Luxus und Gutleben keinen zweiten Urlaub mit den Kindern im Jahr leisten können ist lächerlich und billige Propaganda für Mieselsüchtige. Wen jemand ablehnt, eine Arbeti zu lernen oder auszuüben, weil ihm die Bezahlung nicht passt, ist das der beweis, dass er eben ohne diesen job auch mehr als genug zum Leben hat und eben nicht "zuwenig". Sonst würde er den Job auch machen, wenn er nicht nur Spaß, Freude, Erfüllung und ein fettes Konto beschert.
Und ich habe mit sehr vielen Jugendlichen zu tun, Hauptschul- und Poly-Abgänger und Lehrlinge, und glauben Sie mir, da stellt es Ihnen die Haare auf, was Sie von denen hören und mit denen erleben! Von den Sprüchen derer Eltern mal ganz abgesehen, da weiß man dann, wo es herkommt.
MfG Fragolin

raindancer hat gesagt…

so verschieden kann man die Welt sehen, ich sehe unsere Jugend durchwegs positiv ..eine Generation mit Herz und Kraft.
Zum Thema zu wenig Geld: alles ist relativ n'est-ce pas?
Und wie kommen sie bloss drauf, dass nur sie Entbehrungen hatten und die Jugend nicht.
Äusserst seltsam.