Dienstag, 23. Januar 2018

Linksaktionismus

von Fragolin

In Graz sind am Wochenende aggressive Antifa-Horden über heimgehende Ballbesucher des Grazer Akademikerballs hergefallen und haben auf diese eingeschlagen. Die üblichen verhaltenskreativen Ausbrüche von Toleranz und Menschenliebe, wie sie bei diesen geistigen (oder besser geistlosen) Nachfahren der faschistischen Sturmabteilungen üblich sind. Vor Allem jetzt, wo es die FPÖ wagt, die Plätze in der Regierung einzunehmen, welche nach Ansicht des Linksblocks auf ewig den Sozialisten gehören, peitscht sich die ultralinke Filterblase in aggressiven Hass und hetzt sich gegenseitig so lange auf, bis die Randgestalten aus ihren Löchern kriechen und unter dem Vorwand eines aktiven antifaschistischen Widerstandskampfes ihren zutiefst faschistischen Gesinnungsterror betreiben.

Was mich aber am meisten interessiert, ist wieder dieser subtile Unterton in der Berichterstattung, der kalmierend, verharmlosend, abwiegelnd wirken soll. Jaja, es ist was Übles passiert, aber so schlimm war es auch nicht und man muss das schon verstehen…

Die Aussendung der LPD Steiermark liest sich so:

Gegen 02.00 Uhr befanden sich ein 45-Jähriger aus Wien und ein 49-Jähriger aus dem Bezirk Mistelbach/NÖ, gemeinsam mit deren Begleitung, auf dem Nachhauseweg vom Grazer Akademikerball. Als sich die Ballgäste zu Fuß am Gehsteig in Richtung eines Hotels bewegten, wurden die beiden Männer laut eigenen Angaben plötzlich von insgesamt fünf Unbekannten attackiert. Dabei wurde der 45-Jährige durch einen Faustschlag ins Gesicht unbestimmten Grades verletzt. Er nahm vorerst keine ärztliche Hilfe in Anspruch, ließ sich in den Morgenstunden jedoch vom Roten Kreuz ins Krankenhaus bringen. Der 49-Jährige konnte einem Schlag noch rechtzeitig ausweichen und blieb unverletzt.
Die Unbekannten flüchteten in der Folge zu Fuß in Richtung Tegetthoffbrücke. Laut Angaben der Männer soll es sich um insgesamt fünf Personen gehandelt haben, welche mit schwarzer Kleidung, Kapuzen und dunklen Schals (schwarz, grau und schwarz-weiß kariert) bekleidet waren. Eine Fahndung nach den Unbekannten verlief bisher ohne Erfolg. Die Ermittlungen laufen.“

In der „Presse“ kommt dann noch eine Info dazu, von der man in der Polizeiaussendung (warum auch immer) nichts liest:

Die beiden Ballbesucher waren gegen 2 Uhr gemeinsam mit deren Begleitung im Grazer Bezirk Gries auf dem Weg ins Hotel...“
Es waren eben nicht nur zwei Männer, sondern die hatten auch (eine?) weibliche Begleitung dabei. Was die Angreifer offensichtlich nicht hinderte.

Der 49-Jährige aus dem Bezirk Mistelbach konnte einem Schlag ausweichen und blieb - wie die weibliche Begleitung - unverletzt.“

Wie verträgt sich das mit der Zusammenfassung unter der Überschrift:

Fünf Personen sollen in Graz nach dem Akademikerball in der Nacht auf Sonntag zwei Ballgäste angegriffen und einem von ihnen ins Gesicht geschlagen haben.“

Wie es scheint, wurde aber eine Gruppe von mindestens drei Personen angegriffen. Der Angriff auf eine Gruppe umfasst die ganze Gruppe, auch wenn am Ende nur zwei Personen aus der Gruppe getroffen und nur eine ernsthaft verletzt wird.

Rund 400 Personen hatten laut Polizei zuvor an der Demonstration gegen den Akademikerball im Grazer Congress teilgenommen. Zum Protest gegen den Ball der Burschenschafter hat die „Offensive gegen Rechts Steiermark“ aufgerufen.“

Das hatten dann wohl einige so verstanden, dass man gegen „Rechte“ (und wer das ist, legen diese Ankläger, Richter und Vollstrecker in schwarz vermummender Uniform vor Ort selbstherrlich fest) jetzt besonders „offensiv“ auftreten muss.

Aus der Sicht der Gegner biete die Veranstaltung eine „Plattform für Nationalismus, NS-Verherrlichung und Holocaust-Leugnung“. Die Polizei war mit mehreren Hundert Beamten im Einsatz...“

Was die Gegner sichten ist irrelevant. Soll das jetzt Verständnis heischen? Sollen deren Kampfparolen jetzt als Rechtfertigung dienen?
Was jeder „sichten“ kann, ist, dass bei keinem SPÖ-Ball, keiner Grünen-Theatervorstellung, keiner KPÖ-Weihnachtsfeier, keiner roten Jugendveranstaltung oder gar dem Donauinselfest nachts vermummte „Rechte“ oder „Identitäre“ in den Parks und Seitenstraßen unbescholtenen Bürgern und Besuchern dieser Events auflauern und diese spitalsreif prügeln. Nein, die Gewalt kommt von Links.

Ach ja, die „Identitären“ haben letztes Jahr in Graz ein Plakat entrollt. Das war eine „terroristische Aktion“. Die „Antifa“ zieht nachts durch die Straßen und verprügelt Leute. Das ist… nichts. Alles gut. Es gibt nichts zu sehen, gehen Sie weiter...

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Die Blauen machen jetzt Ernst mit dem Roll Back gegen die Linksgrünversiffung: der FPÖ-Spitzenkandidat für die Wahl in NÖ steht treu zu seiner Verbindung, die in ihrem Liederlbuch den Holocaust verherrlicht.
Halleluja, tu felix Austria!

Le Penseur hat gesagt…

Tja, cher (chère?) "Anonym",

"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben", (oder so ähnlich) hat Gorbatschow einmal gesagt. Und Ihr Halleluja kommt zu spät (vgl. z.B. diese Meldung von 20:18 — welche zu lesen Sie immerhin gut 1 1/2 Stunden Zeit gehabt hätten).

Zuerst sich zu informieren, und erst dann zu posten wäre klüger. Nun, vielleicht klappt's beim nächsten Mal besser ...

Analyst hat gesagt…

Ach, jetzt "distanziert" sich die "Germania" schon von sich selbst, das ist ja lustig. Erinnert an einen Bundespräsidenten aus den 80ern, der sich am Ende von seinem Pferd aus den 30ern distanzierte, um Präsident zu werden.

Le Penseur hat gesagt…

Tja, cher (chère?) "Analyst",

im Unterschied vom Bundespräsidenten, "der sich ... von seinem Pferd distanzierte", wie Sie so possierlich schreiben, der dafür aber auch trotzdem (oder gerade deshalb?) Bundespräsident wurde und es auch die volle Amtsperiode von sechs Jahren blieb, blieb der Bundeskanzler, der ihm dieses Pferd mit rabulistischen Winkelzügen unterschieben wollte, nur mehr wenige Monate nach seinem Anpatz-Versuch Bundeskanzler. Und im Gegensatz zu besagtem Bundespräsidenten, der als Ehrenmann viele Jahre später ins Grab sank, hatte sich der Ex-Bundeskanzler — einer jener "Macht-Haberer", wie sie ein genialer Buchtitel bezeichnete! — vor Gericht zu verantworten und war danach vorbestraft.

Lieber Präsident und Ehrenmann, als verleumderischer Bundeskanzler und Krimieller, kann ich da nur sagen ...

Leicht möglich, daß der Anpatzversuch der roten Postille "Falter" nach hinten losgeht. Die Leute haben es einfach satt, von irgendwelchen linkstexstremen Antifanten vorschreiben zu lassen, wenn sie wählen "dürfen", und wen nicht.

Fragolin hat gesagt…

Werter Anal (das "yst" war wohl ein Schreibfehler),
wenn Sie sich mit Texten und Liedgut einer Partei beschäftigen wollen, habe ich eine kleine Bettlektüre für Sie:
http://frafuno.blogspot.com/2018/01/heuchelei.html
Morgen können Sie dann fröhlich weiterheucheln.
MfG Fragolin

Analyst hat gesagt…

Nun, dass der Mann als 'Ehrenmann" gestorben sein sollte, ist Auslegungssache. Die Rechten sagen so, die Liberalen anders.
Für einen "Ehrenmann" lungerte er seine sechs Jahre ziemlich beschäftigungslos in seinen Hofburg-Gemächern herum, weil der Rest der Welt ersichtlich nichts mit dem Ehrenmann zu tun haben wollte.

Le Penseur hat gesagt…

Nein, cher "Analyst",

das ist nicht Auslegungssache, sondern (im Gegensatz zum vorbestraften Bundeskanzler) penibel recherchiertes Faktum.

Österreichs Regierung setzte im Juni 1987 eine internationale Historikerkommission ein, die bis Februar 1988 „kein persönliches schuldhaftes Verhalten“ und „keine Beteiligung an Kriegsverbrechen“ Waldheims feststellte ...
... schreibt Wikipedia, die wohl nicht gerade als Neonazi-Organ verdächtig ist.

Und was das "beschäftigungslos herumlungern" betrifft: wenn andere Regierungen sich wegen den USA ins Hoserl machen, so ist das zwar ärgerlich, aber nicht dem zu Unrecht betroffenen anzulasten. Die Entscheidung über das Einreiseverbot war ein reiner Willkürakt, der durch keine Fakten (Waldheim war eben kein "Kriegsverbrecher", ja nicht einmal ein einfaches Mitglied der NSDAP) indiziert war. Wenn Feiglinge eine als Kotau vor der Israel-Lobby in den USA getroffene Entscheidung Washingtons zum Anlaß nehmen, den Betroffenen als Paria zu betrachten, spricht es sehr gegen die Ehrenmann-Eigenschaft jener Regierungen, nicht jedoch gegen eine solche des zu Unrecht boykottierten.

... aber warum erläutere ich das eigentlich Leuten wie Ihnen, die offenbar für solche Fragen nicht den geringsten Sensus besitzen?