Samstag, 13. Juni 2020

Fußnoten zum Samstag

von Fragolin

Nun hat man also nach längerem Suchen noch einen Fall des Erstickens eines Schwarzen durch die Polizei ausgegraben. Nein, um den geht es hier nicht. Auch nicht um den auf die Straße verlagerten Wahlkampf der radikalen Antifa-Terroristen vom ultralinken Rand der Demokraten. Nein, es geht um Politik und Medien.

In beiden Fällen brutaler Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA fand sich nämlich folgende Konstellation:

Verantwortlicher Chef der Polizeibehörde, diesen wählende Stadtratsmehrheit, Bürgermeister und staatsverantwortlicher Gouverneur seit Jahrzehnten: Demokraten.

Verantwortlich für die Postenbesetzung, miserable Ausbildung des Streifenpersonals und die Dienstanweisungen zur teilweise brutalen Vorgehensweise bei Verhaftungen der Polizei: Demokraten.

Verantwortlich für Ordnung und Sicherheit und den Einsatz der Nationalgarde gegen plündernde und brandschatzende „Demonstranten“: demokratische Gouverneure.

Verantwortlich für die Duldung oder Abschaffung jedweder staatlicher Ungleichbehandlung irgendwelcher Gruppen: eine satte demokratische Mehrheit im jeweiligen bundesstaatlichen Repräsentantenhaus.

Diese Dinge unterliegen ausnahmslos alle laut Verfassung der Autonomie des betreffenden Staates.

Der einzige Republikaner, der aber für all das medial persönlich alleinverantwortlich gemacht wird: Trump. Der keinerlei Weisungsberechtigung gegenüber auch nur einer einzigen o.g. verantwortlichen Person besitzt. Und dessen angeblicher Einsatz von Wasserwerfern und Tränengas gegen friedliche Demonstranten, um zu einer Kirche zu gelangen, sich im Nachhinein als Fake herausgestellt hat. Wer nichts tut, was man als Munition verwenden könnte, gegen den erfindet man einfach irgendwas. Kennen wir ja aus dem linken Lager zur Genüge: permanentes Unterstellen, Behaupten und Angreifen auf unterster persönlicher Ebene ohne auch nur ein einziges, winziges konkretes Beispiel nennen zu können, das man sich nicht gerade selbst belegfrei aus den Fingern gesaugt hat. Dreck werfen ohne Inhalt.

Der Typ mag ein Unsympathler lugnerschen Ausmaßes sein, aber wenn man ihm permanent versucht, die Verantwortung für Vorgänge zu übertragen, die er nicht besitzt und verfassungsmäßig zu besitzen nicht einmal den Wunsch laut äußern darf, dann ist das ein Beweis, dass die Argumentationsdichte seiner Gegner nicht einmal für eine millimeterdünne Eisdecke ausreicht.
Wer jemanden permanent mit Lügen angreift, beweist, dass er in Wahrheit nichts gegen ihn hat.

Was nämlich dem medial gern desinformierten Durchschnittseuropäer gern verschwiegen wird: Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika hat in Afghanistan mehr Macht als in Minnesota. Er hat mehr Einfluss auf die Gesetzgebung in Staaten, in denen die Soldaten des Staatenbundes stationiert sind, als auf die Gesetzgebung eines eigenen Bundesstaates. Innenpolitisch ist er ein Grüßaugust.
Wenn man der Propagandalinie seiner Hasser folgen würde, wäre hier in Europa für jeden Aufmarsch nationalistischer Polen, Straßenzüge niederbrennende Hamburger Linksterroristen, das Attentat von Hanau, das Versagen des italienischen und spanischen Gesundheitssystems in der Corona-Krise und die brennenden Banlieus in Frankreich Ursula von der Leyen persönlich verantwortlich.

Ach ja, weil das Gesundheitssystem erwähnt wurde: Der Zusammenbruch dessen in der Metropole New York City während der Corona-Krise wurde auch Trump angehängt und jeder Corona-Tote auf sein persönliches Konto gebucht. Besonders der Gouverneur von New York und der Bürgermeister von New York City taten sich da lautstark hervor. Beides Demokraten, und das in deren Reihen sogar stramm sehr weit links stehende. Was beide zu erwähnen vergaßen: nur sie selbst tragen die alleinige Verantwortung für das Gesundheitssystem in Bundesstaat und City von New York und Trump darf nicht einmal eine Meinung dazu äußern, geschweige denn direkten Einfluss auf die Gesundheitspolitik der Bundesstaaten zu nehmen auch nur versuchen.
Kann man ja mal vergessen, zu erwähnen.

Investigative Journalisten würden ihre Leser darüber aufklären.
Politische Mietmäuler und Propaganda-Herolde nicht.
Da weiß man, was man an seinen Medien hat.

Kommentare:

Wir sind Soros! hat gesagt…

Der Unterricht in amerikanischer Verfassung, den Fragolin uns hier erteilt, wirderspricht indessen dem, was Trump selbst siet drei Wochen immer wieder sagt: Er könne jederzeit das Militär einsetzen und werde das auch tun, wenn die feindlichen (demokratischen) Gouverneure und Bürgermeister jetzt nicht brutalstmöglich durchgriffen. Jeder weiß, dass Trumo jederzeit den Schießbefehlt erteilen kann, weil er es oftmals angekündigt hat

Ich gehe davon aus, dass ein US-Präsident seine Verfassung besser kennt als ein austriakischer Wutbürger.

Fragolin hat gesagt…

Tja, Kollege Soros,
dann beschäftige dich mal mit dem, was Trump wirklich gesagt hat und vergleiche es mit dem, was deine Medienfilterblase daraus macht. Die Erkenntnis wäre aufschlussreich, aber Vorsicht, Triggerwarnung: du könntest mit unangenehmer Realität konfrontiert werden.
MfG Fragolin

Wir sind Soros! hat gesagt…

Ich verfolge Trump auf Twitter und weiß, was er gesagt hat uns jeden Tag sagt.
Und du weißt es auch.

Michael hat gesagt…

Ich wusste garnicht, geschätzter Fragolin, dass Sie ein "Wutbürger" sind?
Echt, jetzt bin ich aber bestürzt! Was man nicht so alles lernen kann, bei LePenseur....

MfG Michael!

Anonym hat gesagt…

Bei Gutis noch so einfache und einleuchtende (sollte man zwar meinen) Vernunftgründe anzubringen, gleicht dem Versuch, einem Frosch die vier Grundrechenarten beizubiegen.