Mittwoch, 28. Juni 2017

»Peter Paul Rubens«

... betitelt sich lapidar genug ein Artikel aus der Feder resp. Tastatur des schätzenswerten Professors »Silvæ« — wie stets lesenswert, wenngleich nicht unbedingt aus dem Grund, aus dem man auf den ersten Blick meint ...

Die Tücke der Technik verhinderte, daß ich ihm auf seinem Blog ein Posting hinterließ, daher trage ich es hier nach:
Cher M. le Professeur,

da ich in fernen Zeit, als ich (u.a.) Kunstgeschichte studierte, zwei Rembrandt- und ein Rubens-Seminar mit einschlägigen Seminararbeiten versorgte, die dann auch vorzutragen waren, und dabei der Kritik nicht nur des Professors, sondern auch der Studienkollegen standzuhalten hatten, klickte ich auf Ihren Link in meinem Blog. Nun ... es war nicht ganz das, was ich zu finden erwartet hatte.

Es ist zwar keineswegs so, daß ich etwa ein bedingungsloser Rubens-Fan wäre (Ihre »fetten Weiber« haben halt schon ihre Berechtigung ...), aber es gibt von ihm nun wirklich einige Bilder, die man wohl unter die größten Schöpfungen der Malerei zählen kann, wie bspw. http://totallyhistory.com/wp-content/uploads/2012/07/holy-trinity-by-ruben-large.jpg

Aber ich wurde in Ihrem Artikel durch die köstliche Charakterisierung der »Zeit« entschädigt! Danke! Wird zitiert (oder, wie Klonovsky in Anschluß an Mann & Lotte schriebe: »Buchenswert« ...)
Und wie lautete diese Charakterisierung?
... wie mein Freund Volker gestern sagte, als er mir die Zeit der letzten Woche brachte, die Zeit sei gleichsam die Bunte für Intellektuelle. Was kann man von diesem Italiener, der Goldkettchen trägt, als Herausgeber anderes erwarten?
Chapeau! Touché!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Chapeau! Touché!
Auch wenn der "Ialiener" nachweislich Deutscher ist, also leider fake news.)

Le Penseur hat gesagt…

Cher (chère?) "Anonym",

sogar lt. Wikipedia figuriert der Goldkettchenträger als "italienisch-deutscher Journalist" (wobei ich nur das "Journalist" bezweifle; es dürfte sich aber bloß um eine Verschreibung für "Journaillist" handeln ...), wo dann weiter ausgeführt wird:

Di Lorenzo wuchs als Sohn des Italieners Carlo di Lorenzo und der Deutschen Marianne Matull zunächst in Rom auf, wo er die Deutsche Schule besuchte.

Er wird schon deutscher Staatsbürger sein (was jedem dahergelaufenen Kemal Öztürk billig nachgeworfen ist, wird einem di Lorenzo wohl auch noch recht sein), aber was besagt das schon. Kindheitserinnerungen prägen eben. Und demnach ist er Römer. Und die italienische Staatsbürgerschaft wird er vom Papa schon geerbt und wohl nicht zurückgelegt haben ...

"Italienisch" paßt also durchaus.