Sonntag, 20. Dezember 2015

»Als Opfer wünschte ich mir eine Regierung, ...

...  die Terror und Kriminalität effektiv unterbindet – und die Trauer meinen Angehörigen überlässt. Man kommt wieder zusammen, legt Blumen nieder für Unbekannte und erklärt sich „solidarisch mit den Opfern“. Wie lebt man in Solidarität mit Toten? Zu keiner Gelegenheit entsteht größerer verbaler Unsinn als in Zeiten von Krisen und Katastrophen. Willkürlich entsteht eine Skala des Grauens, welche die gegenwärtige Tragödie einordnet. Die von einer Drohne zerfetzten Dorfbewohner in einem Kriegsgebiet befinden sich – als „Routineopfer“ – am unteren Ende; der erschossene Konzertbesucher in Paris ganz oben. Wer begreift den Unterschied?
Ein ausgezeichneter Artikel über unsere zeitgeistig-heuchlerischen »Fremdtrauergemeinden«. Leseempfehlung!




Kommentare:

Lore Ley hat gesagt…

Die Titelzeile habe ich auf den ersten Blick missverstanden...

kennerderlage hat gesagt…

@loreley

tz, tz, tz, ...