Freitag, 21. November 2014

Wir werden gerade wirtschaftlich und politisch vorgeführt ...

... regelrecht gegrillt, um die Krisen unserer Zeit als Alltag zu akzeptieren und gleichzeitig hunderte Bauernopfer für alles verantwortlich zu machen, anstatt die wahren Verursacher: die internationalen Banken.

Ein überaus lesenswerter Artikel von Michael Lehner in neopresse, der auf die obige deprimierende Feststellung hinausläuft, an die sich ein noch deprimierenderer Schlußabsatz fügt:
Der Kollaps ist nichts anders als ein Prozess, der nur dann plötzlich zum Stillstand kommen kann, wenn die Öffentlichkeit den Glauben daran verloren hat. Es geht um Akzeptanz – Akzeptanz der Massen für eine “neue Normalität”, in der finanzieller und politischer Terror das Fundament des täglichen Lebens sind. 2008 war nur der Anfang der Umsetzung. 2014 und 2015 erfolgt die Fortsetzung. Wir sind mitten drin im Kollaps – auch wenn viele ihn nicht sehen können. Wir müssen die weltweiten Entwicklungen genauestens beobachten, da die Marktvolatilität zunimmt und die internationalen Konflikte zu eskalieren beginnen.

Die Zeit ist um.
Und weil der Vogel so dekorativ ist — hier der »Phoenix«, den der Economist vor über 26 Jahren als Markenzeichen einer neuen »Weltwährung« vorhergesagt hat. Damals nannte das alle (und selbst heute nennen es noch viele) bloße Hirngespinste ... ... Nun: wünsche all diesen, gut zu schlafen und — besser nicht mehr aufzuwachen ...




Kommentare:

FDominicus hat gesagt…

Ich kann nicht sehen warum die internationalen Banken alleine daran schuld sein sollten.

Wer hat denn die Gesetze für die Banken beschlossen? Wer hat Banken zu "Systemrelevanten" gemacht.

Das zentrale Problem sind doch die Gesetze die (auch) für Banken gemacht wurden. Wirklich kann ich nur einen Schuldigen ausmachen die Politiker aller Parteien in so gut wie allen Ländern.

Bail-outs wer hat's beschlossen?
ESFS wer war's?
ESM wer war's?
Wer hat die CB mit Mrd untersützt von denen zig Mrd schon wieder perdu sind?

Wer hat seit Jahrzhenten Schulden ohne Ende angehäuft?

Wer hat im Endeffekt das Währungsmonopol?

Le Penseur hat gesagt…

Cher FDominicus,

Wirklich kann ich nur einen Schuldigen ausmachen die Politiker aller Parteien in so gut wie allen Ländern.

Damit haben Sie durchaus recht — nur ist das Unschöne an der Sache, daß die Politiker zwar korrupte, aber eben doch — durch die tatsächlichen Machtverhältnisse hinter den Kulissen — nicht mehr als bloße Marionetten der Bankster sind.

»Gib mir die Kontrolle über das Geld einer Nation und es interessiert mich nicht, wer dessen Gesetze macht.«
(Mayer Amschel Rothschild)

Die Kärung der Schuldfrage ist damit ziemlich unmöglich. Es ist ein Kartell (von mir öfters als »Trio infernal« von
1. den an ihrer Wiederwahl interessierten, ebenso macht- wie publicitygeilen Berufspolitikern,
2. den ihre Interessen fördernde Politiker korrumpierenden und finanzierenden, ebenso geld- wie machtgeilen Bankstern und staatsnahen Großindustriellen, und
3. den all das gefällig verpackenden, ebenso macht- wie karrieregeilen Journaillisten.

Diese Verbrechertrias ist für die Menschen insgesamt etwa so erfreulich wie Darmkrebs. Oder noch weniger ...

PeterMu hat gesagt…

Wie sie schon bemerkten, die Verteilung der Schuld zu ermitteln ist kaum möglich. Bei der Beurteilung der Absichten von Bankern, Politikern und Journalisten wäre ich aber sehr vorsichtig, alles durch Gier nach Macht, Reichtum und Anerkennung zu erklären. Viele unter den Verantwortlichen, werden einfach davon überzeugt gewesen zu sein das Richtige zu tun oder einfach nur charismatischen Personen gefolgt sein.
Margaret Thatcher und Ronald Reagan, waren in den 80er Jahren die beiden politischen Hauptverantwortlichen in Sachen Deregulierung, aber nicht weil sie nach Reichtum oder Macht gierten, sondern weil sie glaubten die damalig existenten Regulierungen versperren vielen Menschen den Weg nach oben, den beide selber gegangen waren. Thatcher glaubt vielleicht das alle Unternehmer wie ihr Vater seien, die durch harte Arbeit sich ihren Lebensunterhalt verdienen, der Laden ihres Vaters war ein Familienunternehmen im wörtlichen Sinn, Thatcher und ihre Mutter haben dort gearbeitet neben ihrem Vater. Auch heute wird das Problem noch sein, das viele glauben sie tun das richtige, wenn man Banken freie Hand lässt.

FDominicus hat gesagt…

Ich denke Ihre Bestimmung er Marionette ist fehlerhaft. Staat und Banken betrügen gemeinsam und decken sich gemeinsam. Wer dabei wann die Marionette spielt ist m.E. offen.

Nehmen wir das Beispiel Goldinitiative in der Schweiz. Dort will die Zentralbank nicht, komischerweise (oder gerade eben deshalb) auch nicht die Parteien.

Warum könnte es so sein? Für mich offensichtlich, daß die Ausbeutung und der Machterhalbe bei Zentralbanken und Politikern in die gleiche Richtung weist.

Es gibt zwar ein Gesetz für einen ausgeglichenen Haushalt über einen Konkunkturzyklus. Trotzdem hat auch die Schweiz rd. 200 Mrd an Schulden. Und so eilig mit dem Abbau scheinen es die Politiker nicht zu haben. Auch dort wurde den Banken mit Mrd ausgeholfen (siehe UBS) wer ist das nun die Marionette die Politiker oder eher die Banken.

Insgesamt gelten für alle Banken die von den Politikern beschlossenen Gesetze. Weder will der Staat den Betrug von Banken wirklich bestrafen noch haben die Banken ein Interesse daran Ihren Staat in den bankrott zu treiben. Viel besser wenn man immer schön die Schulden weiter rollen kann.

ALLE müssen für die Schulden des Staates arbeiten und dabei fällt "glücklicherweise" auch immer etwas für die Banker ab.....

Le Penseur hat gesagt…

Cher FDominicus,

Ich denke Ihre Bestimmung er Marionette ist fehlerhaft. Staat und Banken betrügen gemeinsam und decken sich gemeinsam. Wer dabei wann die Marionette spielt ist m.E. offen.

Sie kennen sicher das alte Sprichwort: »Wer zahlt, schafft an.«

Zahlen tun die ganze Chose die Bankster (bessergesagt: sie räumen Kredit ein), geschmiert werden die Politruks und Journaillisten. Wenn die Bankster einer Partei den Geldhahn abzudrehen drohen (oder einem MSM-Blättchen), dann werden die ganz schnell handzahm. Haben wir doch x-fach erlebt!

Unsere Demokratie-Simulation ist eben nicht bloß ein enorm dreckiges, sondern auch ein enorm teures Geschäft, und, wie ich schon sagte: wer zahlt, schafft an ...