Donnerstag, 13. November 2014

#stolzdrauf

USA bekennen sich vor UN zu Folter nach 9/11-Anschlägen

The United Nations headquarters building is pictured though a window with the UN logo in the foreground in the Manhattan borough of New York
Bild: REUTERS 

Die USA haben die Grenze überschritten und übernehmen die Verantwortung, sagte Regierungsvertreterin McLeod vor einem UN-Ausschuss.
 (DiePresse.com)
Die USA haben sich vor den Vereinten Nationen erneut zum Einsatz von Folter nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 bekannt. "Wir haben eine Grenze überschritten und übernehmen die Verantwortung", sagte die US-Regierungsberaterin Mary McLeod am Mittwoch vor dem UN-Ausschuss gegen Folter im schweizerischen Genf.
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Und worin — außer in der Wortspende — besteht nun die »Übernahme der Verantwortung« genau genommen? Also genau genommen darin:
"Die USA sind stolz auf ihre führende Rolle bei der Anerkennung, Förderung und Verteidigung von Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit im In- und Ausland", sagte McLeod. "Infolge der 9/11-Anschläge sind wir unseren eigenen Werten aber bedauerlicherweise nicht immer treu geblieben", fügte sie hinzu.
»Wir bedauern« — wer (mit Geburtsjahr vor ca. 1960) kennt nicht das früher öfters nötige Insert bei Filmrissen im Fernsehen. Exakt das bedeutet heute die »Übernahme von Verantwortung«! Wir ziehen unseren Hut vor soviel Verantwortungsbewußtsein und erlauben uns, das angeklungene Thema zu variieren:
Das Deutsche Reich hat sich vor den Vereinten Nationen erneut zur Zerstörung von Synagogen und jüdischen Geschäften nach dem Mordanschlag vom 7. November 1938 bekannt.
»Wir haben eine Grenze überschritten und übernehmen die Verantwortung«, sagte Propagandaminister Joseph Goebbels vor dem UN-Ausschuß.
Na, das hat doch was ...


Kommentare:

Walter hat gesagt…

Vergleichbar mit dee Entschuldigung der Grünen für ihren Kampf dür Pädophilie-Legalisierung in den 80-ern. Sie trügen eine historische uns moralische Verantwortung gegenüber den Opfern sexuellen Mißbrauchs und müssten und wollten sich dieser stellen.
Aber von weiteren, auch personellen Konsequenzen habe ich noch nichts gehört. Diese Forderungen werden ausschließlich an die kath. Kirche gerichtet. Diese soll gefälligst die Moral auch für alle anderen erfüllen.

Anonym hat gesagt…

Jaja. ER hat in die Teppichkante gebissen, war Urolagniker und hatte nur ein Ei. (Bei Hochhuth: Eine vom Ziegenbock abgebissene Pimmelspitze.)
Die Lustbarkeiten von 1938 sind in der oppositionellen Literatur nicht ganz unumstritten.
(1939 hat ER auch aus purer Bosheit heraus Polen überfallen.)