Donnerstag, 15. März 2012

Brauchen die Wiener Sozen etwa Geld?

»Erstaunlicher Zufall bei einem 100-Millionen Euro-Projekt« betitelt sich ein Artikel über eine geplante Auftragsvergabe für den Bau eines Pflegewohnhauses in Wien-Rudolfstadt. Denn als Vertragspartner erkor die Stadt Wien ausgerechnet die SPÖ-nahe Baufirma GESIBA. Na geh!

Abgeordnete der Opposition, die diese seltsame Auftragsvergabe (es gab bei dem Projekt nämlich nur einen Anbieter bis zum Schluß) untersuchen wollten, wurden mit »Datenschutzgründen« abgewimmelt.

Nun wurde seitens der FPÖ das »Kontrollamt der Stadt Wien« (also quasi der »Rechnungshof« der Gemeinde) zwecks Überprüfung dieser Vorgänge angerufen.
Bei den Unternehmen, die aus vorerst unerfindlichen Gründen aus dem Bieterprozess ausgeschieden sind, handelt es sich unter anderem um die ARWAG Holding AG, eine ihrer Töchterfirmen und die Kabelwerk Bauträger GmbH. Diese Kabelwerk Bauträger GmbH hat bereits etwa das Wohn- und Pflegehaus Meidling gebaut.

Wenn man sich GESIBA, ARWAG und Kabelwerk Bauträger anschaut, bemerkt man - das
ist praktisch ein und dasselbe. Da sitzt der Vorstand von dem einen Unternehmen im Aufsichtsrat des anderen und umgekehrt. Darüber hinaus bekleiden in diesem roten Kuddelmuddel viele Vorstände, Aufsichtsräte und Geschäftsführer firmenrechtliche Positionen bei weiteren stadtnahen Unternehmen. Es ergibt sich das optische Bild einer in sich geschlossenen, kartellrechtlichen Verflechtung.
... berichtet »erstaunlich.at« weiter. Nun, da die nächsten Wahlgänge für die SPÖ vermutlich kein besonders erbauliches Ergebnis erwarten lassen, müssen offenbar rechtzeitig Finanzquellen erschlossen werden, um wahlschlappenmäßig ausscheidende Politiker zu versorgen und wankende Parteifinanzen geradezurücken.

Wie halt sozialistische Mißwirtschaft immer funktioniert. Seltsam bloß, daß von dieser 100-Millionen-Euro-Petitesse so gut wie nichts in den Systemmedien unserer Alpenrepublik zu lesen und zu hören ist. Wohl aber hört und sieht man eine ORF-Großberichterstattung wegen eines Telekom-Druckkostenbeitrages von 10.000 Euro, dessentwegen die knallrot eingefürbte Staatsanwaltschaft Wien einen lästigen (weil nicht roten, sondern schwarzen) Vorsitzenden eines Untersuchungsausschusses wegen des »Verdachts der Geldwäsche« (sic!) anklagen möchte. Oder wenigstens zur Einvernahme seine parlamentarische Immunität aufheben lassen will. Hauptsache: weg mit ihm. Semper aliquid hæret ...

Wie es halt so läuft, in einer »Demokratie« à l'Autriche ...

1 Kommentar:

Friedrich hat gesagt…

Klaut man 100 -10 000 Euro ist das Diebstahl aber irgendwo bei Millionen oder Milliarden nennt man das wohl "alternativlos". Es ist nicht nur Österreich, wenngleich ich den Eindruck habe, es ist wohl noch schlimmer als bei uns. Und hier im neuen schönen Einheitsdeutschland ist es schon eine Katastrophe. Die Staaten sind einfach zu groß.