Montag, 28. September 2020

Fußnoten zum Montag

von Fragolin


Die Diskussion, ob die Messerstecher von Paris „psychisch gestört“ seien, halte ich für überflüssig. Wer sich aus einem mittelalterlichen orientalischen Märchenbuch voller gewaltverherrlichender und zum Töten aufrufender angeblicher Sprüche eines Wüstenkriegers Anleitungen zum Handeln in der heutigen Realität holt, der ist ganz sicher psychisch gestört. Nur Geisteskranke glauben, sie müssten töten, um einer Phantasiegestalt zu gefallen.


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Die Ausrede für die Messerattacken kam wie erwartet: Es sind die tristen Umstände eines Lebens in Armut, die die Ärmsten zu Terror und Mord treiben.

Komisch finde ich nur, dass bei fernöstlichen Asiaten Armut und Hunger zu Solidarität und Fleiß führen, bei nahöstlichen Asiaten oder Afrikanern aber zu Plünderungen, Terror und Mord. Es scheint also doch nicht so ganz allein an der Armut zu liegen, Ursache und Wirkung könnten zwischen persönlicher Einstellung und persönlicher Armut durchaus genau umgekehrt zusammenhängen wie politisch korrekt vermutet.


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Wie erkennt man die Wirksamkeit der Corona-Mundnasenschutzplacebos? Ganz einfach: an der Beliebtheit. Im postfaktischen Zeitalter spielt es keine Rolle mehr, dass Stoffmasken ebenso nutzlos sind wie Plastikschilde, nein, es gibt einfach Stoffmasken, weil die so schön bunt sind und zeigen, wie brav und konform und „verantwortungsvoll“ ich bin, und außerdem habe ich auch schon welche gekauft und das sollen gefälligst alle tun müssen, und deshalb werden jetzt Leute mit Faceshield „abgelehnt“ und auf Twitter niedergeblökt.

Warum?

Ganz einfach, weil sie eine Minderheit sind und die Herde durch permanentes Verbreiten von Angst und Panik bereits in den Zustand jener Hysterie abgleitet, der zur Stampede führt und bei der alles Nichtkonforme totgetrampelt wird.

Der „Feind“ ist der „Maskenverweigerer“, und er bleibt auch dann der Feind, wenn er sich einen Ersatz für den Stofflappen vor das Gesicht hält. Die Rotte ist wieder im geistigen Mittelalter angekommen, und als Treppenwitz der Geschichte kreischen ganz vorne jene am Lautesten, die sich für die progressive Elite halten.


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Ich bin Religionen gegenüber generell eher distanziert eingestellt, aber ich verdamme sie nicht pauschal. Generell nicht. Solange eine religiöse Regel, die den Konsum von Alkohol und Drogen zur Todsünde erklärt, die Menschen davon abhält, sich mit solchem Zeug das Hirn wegzuballern, ist sie sinnvoll und gut. Wenn aber auf der Basis religiöser Regeln Menschen unterdrückt, versklavt, abgestochen oder geköpft werden, dann muss das bekämpft werden wie eine Seuche.


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Komisch, dass ausgerechnet jene, denen bei der Bekämpfung einer Lungenseuche jedes Mittel recht ist, um Tote und Verletzte zu vermeiden, keinerlei Maßnahmen zur Bekämpfung einer religiösen Kopfseuche zulassen wollen, die weit mehr Todesopfer fordert. „Corona-Superspreader“ sollen weggesperrt werden, aber „Islam-Superspreader“ bekommen von uns sogar noch einen Tempel zum Verbreiten der Hirninfektion geschenkt.


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Das Tragen einer Maske schützt mein Gegenüber vor dem Verbreiten meiner Viren etwa so stark wie das Tragen einer Burka das Gegenüber vor dem Islam.




Kommentare:

Henriette Vaulant hat gesagt…

Zu den Mohammedanern: die AfD hat da eine erfrischend klare Haltung zu. Ihr Sprecher sagt dazu, wie heute bekannt wurde, wörtlich: „Es muss Deutschland noch schlechter gehen, dann geht es der AfD besser. Es müssen noch mehr Migranten kommen. Später erschiessen wir sie oder wir vergasen sie, alles kein Problem.“
Der Mann, Lüth heißt er, gilt als engster Vertrauter und Ziehsohn von Alexander Gauland.

Fragolin hat gesagt…

Werte Henriette Vaulant,
danke für dieses herrliche Beispiel für bewusst verhetzend verbreitete Fake News.
Fake fact: "der Sprecher der Afd sagte wörtlich..."
Erstens sagte der Sprecher der AfD gar nichts, denn der angeblich zitierte Lüth, nebenbei bemerkt ein fester Schmierlappen, aber das tut dabei nichts zur Sache, wurde wegen rechter Rülpser von diesem Posten bereits im April gefeuert und ist mit etwas Nachdruck im Sommer aus der Partei ausgetreten. Hat das Ihre Quelle vergessen zu erwähnen? Weniger Antifa Zeckenbiss lesen und mehr seriöse Medien.
Zur Pro7-Dokumentation kann man da auch nachlesen, was es zum Thema "sagte wörtlich" zu bemerken gibt:
https://www.vol.at/menschenverachtende-aeusserungen-afd-entlaesst-ex-sprecher/6755807
"Ob der dort zitierte Funktionär wirklich Lüth ist, ist nicht offiziell bestätigt."
Naja, muss ja nicht, von linker Seite reicht die Behauptung, um Tatsachen zu schaffen.
"Der Mann, dessen Aussagen nach Angaben des Senders aus einem Gedächtnisprotokoll nachgesprochen werden, soll bei dem Treffen unter anderem gesagt haben:..."
Man hat also einen verpixelten Statisten eine Aussagen nach "Gedächtnisprotokoll" (Von wem auch immer. Böhmermann?) nachsprechen lassen und behauptet, das wäre Lüth gewesen, was allerdings unbewiesen ist. Man hat nichts außer einer Behauptung. Niemand sagte irgend etwas wörtlich sondern jemand dachte sich etwas aus.
Genauso kann ich eine verpixelte Statistin sagen Lassen "Wir werden einfach alle erschießen lassen, die uns bei der Islamisierung Deutschlands im Weg stehen" und dann behaupten, das wäre nach einem Gedächtnisprotokoll eines investigativen Identitären rekonstruiert, der gehört haben will, wie Claudia Roth das beim Abklatschen ihres Best Buddies von den iranischen Mullahs gesagt hat.
Das nächste Mal mehr Fakten und weniger Hetze, dann kann das auch was mit Glaubwürdigkeit werden, aber so wird das nix mit dem ernst genommen werden.
MfG Fragolin

Anonym hat gesagt…

Tja, Henriettchen, so ist das halt mit dem rauhen Ton, der im wertewesten üblich geworden ist.

Die einen rufen zum Verbrennen von "Bullenschweinen" auf und werden dafür mit einem Ministerposten belohnt, andere erklären öffentlich ganze Berufsgruppen zu Sondermüll oder ganze Landsmannschaften zu Untermenschen usw. Da entspricht das verbale Vergasen und Erschießen von Migranten voll den journalistischen Standards der Staatsmedien und dem Niveau der Altparteien. Dummes wie hirnloses Gequatsche ist kein linksgrünes Privileg.

Daher ein herzliches: SO WHAT!