Freitag, 4. September 2020

Fußnoten zum Freitag

von Fragolin


Ach was.
Spahn bettelt unter Buhrufen in Bottrop um nachträgliches Verständnis für den Lockdown, auch wenn das eine falsche Entscheidung war.
Drosten erklärt im NDR-Podcast, dass eine Quarantäne von fünf Tagen vollkommen ausreichend wäre.
Was ein paar Buhrufe und Kaiserfahnen am Reichstag doch ausmachen.

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In Österreich wurde die Corona-Ampel eingeweiht und für ein paar angeblich pandemiegebeutelte Gegenden gleich mal auf gelb geschaltet. Wo die Ampel steht und was die Farbe eigentlich bedeutet, welche Folgen das für die in diesen Gelbgegenden wohnenden oder Gelbgebiete betretenden Untertanen hat und was das überhaupt bringen soll außer einer neuen Möglichkeit, sich täglich auf einer Pressekonferenz mit Ruhm, Ehre und Weihrauch zu übergießen, weiß ich nicht.
Aber ich habe eine Idee. Wir sollten eine Regierungsampel in der Verfassung stehen haben. Jederzeit kann jeder Bürger darin abstimmen. Solange die auf Grün steht, machen die da oben alles richtig, wenn es auf Gelb springt, müssen sie sich was einfallen lassen und den Kurs ändern, bis die Farbe wieder grün wird, und sollte sie auf Rot springen, muss der BP zwingend die ganze Truppe feuern. Wenn die uns mit solchen Kinderspielereien willkürlich in Farbzonen aufspalten können, dann können wir auch den Artikel 1 der Bundesverfassung direkt umsetzen.
Das Recht geht vom Volk aus.
Nicht von Anschober und nicht von Kurz. Und nicht von deren Ampel.

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Wenn eine türkise Matrone und zwei grüne Maiden, von denen die eine aus einem laufenden Verfahren, in dem sie der Falschbeschuldigung und Ehrabschneidung bezichtigt ist, direkt auf den Posten der Justizministerin gehoben wurde und die andere als Justizexpertin ihrer Partei Bekanntheit durch die schwere Rufschädigung ihres Gegners über soziale Medien erlangte, ausgerechnet ein Gesetz gegen „Hass im Netz“ auf Schiene bringen, dann kann man sich denken, was das für ein verfassungswidriges Konglomerat aus Inkompetenz, Wunschdenken und Verfassungsfeindlichkeit ist.
Da werden wir als nächste Kabaretteinlage der Inkompetenzregierung wohl erleben, dass neben den zwei grünen Gesetzeskreativen eine Verfassungsministerin ein Gesetz einbringt, das der Verfassungsgerichtshof wegen Verfassungsfeindlichkeit wieder kippt. Immer wenn man denkt, es geht nicht tiefer, kommt aus dieser Brigade ein neuer Brüller.



Kommentare:

Alexandra hat gesagt…

werter Fragolin,

Willkommen in der neuen Normalität!

Die Regierungen, welche stets auf unsere Gesundheit bedacht sind, wollen doch nur unser Bestes - unser Geld und unseren Gehorsam.

Ich habe immer gesagt, dass das Rauchverbot nur der Anfang ist. Wer Süßes liebt wird in nächster Zeit ebenfalls auf seine Rechnung kommen. Weniger Fleisch dafür mehr Gemüse steht bereits auf dem Programm - am besten wäre Vegan. Heute in der Krone zu lesen: Christkindlmarkt mit Maske und ohne Alkohol? Und aus Kanada kommt die Empfehlung - Sex mit Abstand und Maske und Österreich ergänzt mit "keine Berührung im Gesicht und nichts in den Mund nehmen .....eine große, Herausforderung für neue Sexpraktiken. Kontrolle und Überwachung zu jeder Zeit - an jedem Ort. Widerspenstige (Andersdenkende) werden mit dem neuen "Antihassgesetz" zum Schweigen gebracht. Orwell lässt grüßen!

Meine Empfehlung für alle öffentlich, "rechtlichen" Fernsehsender welche ohnehin am liebsten auf Wiederholungen stehen:


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FAHRENHEIT 451

(aus dem Jahre 1966 -Oskar Werner in einer seinen Glanzrollen) - Anleitungsprogramm für Denunziantentum für Nachbarn und Ehepartner

Der linke Gesinnungsterror kennt keine Grenzen. Da darf man gespannt in die Zukunft schauen. Ironie off - Sarkasmus off


mlg Alexandra

Jürgen hat gesagt…

Sehr geehrte Alexandra,
es gibt ein probates Mittel gegen den „linken Gesinnungsterror“. Einfach mal die Ärmel hochkrempeln und was tun statt nur wortreich zu klagen. Sorgen Sie einfach dafür, dass Ihre Überzeugungen mehrheitsfähig werden in diesem Land. In einem Jahr sind Bundestagswahlen, bis dahin haben Sie genug Zeit den Boden zu bereiten, dass die AfD danach die Regierung stellt. Dann wird das Corona-Regime abgeräumt und Sie können wieder frei atmen.
Mit freundlichen Grüßen, Jürgen

Le Penseur hat gesagt…

Cher Jürgen,

darf ich Sie darauf hinweisen, daß Kommentarposterin Alexandra als Österreicherin (einfach ihr Posting lesen, ggf. ein paar frühere, es ergibt sich daraus eigentlich von selbst ...) Ihre "wohlmeinenden" Ratschläge schwerlich in die gewünschte Tat umsetzen wird können.

Es sei denn, sie ließe sich in Deutschland einbürgern — aber so eine masochistische Schwachsinns-Aktion wird sie sich wohl verkneifen, da sie (wie sich ebenfalls aus früheren Postings ergibt) eine ehr- und arbeitsame und von ihrer ehrlichen Arbeit lebende Person ist — kein schwindelhafter "Flüchtling", der als (wiewohl barttragender) "unbegleiteter Minderjähriger" bloß in die Sozialsysteme Deutschlnads einwandern will und dann, aber pronto!, möglichst viel "Familiennachzug" einfordert.

Und außerdem — ein kleines Geheimnis verrate ich Ihnen auch noch, cher Jürgen: Ihnen und Ihresgleichen gönnen wir Österreicher einen wertvollen Zugang wie Alexandra einfach nicht! Sie und alle Ihre linken Trollgenossen können und sollen an dem importierten Abzockergesocks, das Sie und Ihresgleichen bahnhofsklatschend so willkommen hießen, doch blubbernd untergehen! Geliefert wie bestellt.

Und wir werden Ihnen, wenn Ihre Landsleute bei der nächsten Bundestagswahl wieder den realsozialistischen Fettsteiß wählen (diesmal halt in der gaaaanz großen Koalition von Schwarzrotgrün, und möglicherweise auch gelb), beim Absaufen freundlich zuwinken. "Und Tschüß mit Ü", wie der Wiener bei solchen Gelegenheiten gerne sagt ...

Noch was: die dann vermutlich panisch flüchtenden Leistungsträger aus Merkelstan nehmen wir hier sicher gerne auf. Brauchbare, intelligente Menschen kann man nie zu viel haben*).

Und dann noch was: daß Leute wie Sie, cher Jürgen, nicht zu diesen zählen werden, erfüllt mich mit Genugtuung.

In diesem Sinne: Tschüß mit Ü!


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*) es reicht ja völlig, wenn unsere Bundesregierung aus inkompetenten Vollkoffern besteht.

Jürgen hat gesagt…

Cher Penseur,

das waren wir mal gemeinsam sehr gelassen ab, ob es zu der von Ihnen prognostizierten massenhaften Fluht der echten deutschen Eliten in Ihr schönes Land kommt. So doof wie von Ihnen angenommen, dass die deutschen Eliten nur im Land blieben, wenn eine populistische Extremistenregierung ans Ruder kommt, sind die deutschen Eliten nämlich mitnichten...

Wenn Frau Alexandra Österreicherin ist, dann möge sie eben, statt sich als perennierendes Klageweib zu inszenieren, dort die Ärmel hochkremplen und dafür sorgen, dass Hofer, Kickl, Strache & Co. an die Macht kommen und das Heil über Österreich bringen. Immer nur rumjammern und den Rest der Welt anpinkeln macht vielleicht im Moment glücklich, wird aber Ihren fechen Kanzler, um den Europa Ihr Land übrigens flöchendeckend beneidet, nicht jucken.

Alexandra hat gesagt…

werter Jürgen,

...die letzte "Einladung" die ein Mitglied meiner Familie nach Deutschland erhalten hat, liegt schon ein paar Jahrzehnte zurück. Ein "Kuraufenthalt" in Dachau war zunächst vorgesehen, wurde aber dann in ein Berufsverbot umgewandelt. Und der Amtstitel wurde durch den Titel eines "Volksschädlings" ersetzt.
Ich hoffe auf Einsicht und Verständnis ihrerseits, dass ich bei der derzeitigen "politischen Lage" keinerlei Bedürfnis verspüre nach Deutschland "auszuwandern". Das österreichische Politikgeschehen täglich via Medien aller Art zu verfolgen, beansprucht bereits sehr viel meiner kostbaren Zeit.

mfg Alexandra

Alexandra hat gesagt…

Werter Le Penseur,

Kaum bin ich mal 3 Tage weg........

Danke ;)

mlg Alexandra

Alexandra hat gesagt…

Werter Jürgen,

...ich habe noch nie in meinem Leben ein Parteibuch besessen, und um ehrlich zu sein , meine Überlebensdauer in welcher Partei auch immer würde vermutlich aufgrund meiner Aussagen keine 2 Stunden dauern. Das ich mich aber sehr wohl für Politik interessiere und auch diesbezüglich meine Meinung zu Themen aller Art hier veröffentliche, wird ja hoffentlich kein Problem für sie sein.

....einen Gedanken verbunden mit einer Bitte mögen sie einem "alten zähes Luder" wie mir noch vergönnen. Sollten sie noch ein paar Reste ihrer "Berliner Mauer" entbehren können, so schicken sie diese nach Österreich ......damit ein "jammerndes Klageweib" endlich zu ihrer persönlichen "Klagemauer" kommt. Vielen Dank im Voraus

mfg Alexandra