Freitag, 15. Dezember 2017

Tür 14

von Fragolin

Das 14. Türchen am Adventkalender brachte mal wieder nicht nur schöne Überraschungen.

Werte Männer und Familienväter, die hier lesen, bitte stellt euch einfach vor, was passiert, wenn eine junge Frau aus eurem Arbeitsumkreis in aller Öffentlichkeit behauptet, ihr hättet sie vor Jahren, als sie noch nicht einmal 18 war, sexuell belästigt. Eine tränenrührende Geschichte eines verzweifelten jungen Mädchens, das jahrelang mit der schweren Last leben musste, nichts sagen zu dürfen über diese zutiefst traumatisierende Erfahrung, die jetzt durch alle Medien geht und Gesprächsstoff ist in der Familien, im Freundeskreis, in der Nachbarschaft, im Kollegenumfeld, in der Schule der Kinder, in der ganzen Stadt.

Frage: Was wäre da wohl zuhause los? Wie erklärt man seiner Frau, dass das alles Lüge ist? Wie kann man jeden Zweifel zerstreuen, vielleicht auch noch in einer häuslichen Situation, die gerade keine Sommerzeit erlebt? Wie kann man in die fragenden Augen seiner Kinder schauen, die von Freunden gehört haben, ihr Vater wäre ein sexistisches Schwein? Das Tuscheln der Nachbarn, das Abwenden der Freunde? Wie begegnet man dem unweigerlichen Shitstorm, der auf die ehrliche Beteuerung, da wäre gar nichts gewesen, damit kontert, man wäre eben nicht nur ein dreckiger Sexunhold sondern auch noch ein widerlicher Feigling und Lügner?

Eine Antwort könnte sein: es passiert das, was dem Abgeordneten Dan Johnson passiert ist.
Und bevor hier wieder getrötet wird, woher ich wüsste, dass der unschuldig sei – ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass er es mehrmals dementiert hat und sehr emotional reagiert – um sich schlussendlich eine Kugel ins Hirn zu jagen. Die Wahrheit wird nie mehr herauskommen.
Gab es da nicht erst vor Kurzem einen ähnlichen Fall, wo sich ein Beschuldigter und von üblichen Empörungskreischern in die Ecke Gedrängter, bis zuletzt seine Unschuld beteuernd, das Leben genommen hat? Kann es sein, dass es bei dieser „#metoo“-Geschichte um nichts anderes geht als hochgradigen Psychoterror? Um einen weiteren Schritt in der künstlichen Zerschlagung der Gesellschaft zu gehen, um den Teil der Gesellschaft, der sie nach außen absichert, endgültig von dem Teil, der sie nach innen absichert, durch gegenseitiges Aufhetzen abzutrennen und dann beide angreifbar zu machen?


Schwarzblau kommt mit den nächsten Grauslichkeiten um die Ecke und bringt erwartungsgemäß die Sozen zum Keuchen: das Reizwort heißt „Studiengebühren“. Und noch ohne jede inhaltliche Klammer, an der man sich festhalten könnte, tobt die linke ÖH schon von „Protesten“ und die SPÖ gießt Öl ins Feuer mit der dreisten Lüge, durch ein Gebührensystem würden die Kinder armer Arbeiter vom Studium ferngehalten.
Lüge deswegen, weil eben noch keine Details feststehen, es ist ja auch, man muss es wirklich permanent wiederholen, nur die Verhandlung des Koalitionsvertrages und kein Gesetzesentwurf, was da präsentiert wird. Man weiß noch gar nichts aber keift gleich mal los und hetzt zu Krawall auf.

Ich kann mir nämlich schon vorstellen, dass man das Ganze sozial gestalten kann. Mit der Möglichkeit eines zinslosen Bildungsdarlehens etwa, das später mit den gezahlten Steuern gegengerechnet wird und fertig. So müssen nur jene zurückzahlen, die ins Ausland gehen und hier, womit die „Gerechtigkeitsfanatiker“ der SPÖ nämlich gar kein Problem haben (weil es ja oft genug auch die Kinder der wohlbestallten Salonsozen-Schickeria betrifft), nach einer Ausbildung, die von Arbeitern und Angestellten bezahlt wurde, steuervermeidend ins Ausland auswandern. Abschöpfen ohne was leisten zu müssen, typische Sozialistenmentalität. Und ganz Armen kann man auch Teile des Darlehens erlassen oder über ein staatliches Stipendium helfen.

Seltsam, dass Rote nie auf eine solche Idee kommen; die faseln doch immer von Umverteilung und Gerechtigkeit, aber wenn es darum geht, ihre erwachsenen Sprösslinge möglichst kostenlos durchs Leben zu schleusen, bis sie ihren steuergeldbezahlten Beamtenposten oder Parteifunktionärsposten bekommen, also lebenslang nur von dem Geld leben, das andere erwirtschaften, dann haben die kein Problem damit. Jede Putzfrau soll mit ihren kargen Steuern das Doppelstudium des Bonzensöhnchens finanzieren, der dann lebenslang nichts in das System einzahlt. Und dann wird die Tochter dieser Putzfrau auch noch für Propaganda missbraucht.

Ich wäre für 1500 Euro pro Semester. Kann man cash zahlen oder als zinsloses Darlehen aufnehmen, das mit der persönlichen Steuerleistung nach dem Studium gegengerechnet wird. Und das Geld - das ist wichtig! - wird zweckgebunden nur für Bildung und Forschung verwendet.
Aber ach, was ist mit denen, die nicht studieren, um mal erfolgreich zu sein, sondern als Langzeitarbeitslose dahinzubummeln bis sich irgend ein Job in einer NGO oder irgendwo als dampfplaudernder Wichtigtuer findet? Genau, die haben ein Problem.

Und jetzt weiß auch jeder, warum Sozen dagegen sind. Denn gegen die angebliche soziale Kälte eines Bildungssystems, in dem Erwachsene ab 18 selbst aufkommen müssen, wie es ja viele, die zur FH gehen oder zur Meisterschule oder in eine Fachausbildung sowieso müssen, ohne dass es einen kratzt („Bildung muss gratis sein!“ gilt nämlich nur für jene, die noch nie einen Finger gekrümmt haben; wer schonmal einbezahlt hat, interessiert nicht mehr), hätten sie schon längst etwas tun können. Dass Arme kein Geld für eine Meisterschule mit Unternehmerprüfung haben oder um auf eine FH zu gehen ist den Roten scheißegal. Da gehen ja nur Leute hin, die wirklich produktiv in der Privatwirtschaft arbeiten. Und an denen haben Sozen kein Interesse. Nur an deren Steuern. Die sollen nämlich nur die Gratis-Uni für die Sprösslinge der Politiker bezahlen.
Was für eine heuchlerische Bagage!


Dass in Wien drei „Männer“ bei einer, wie ich gestern aus dem Radio vernehmen konnte, „Rangelei“ versucht haben, mit bloßen Händen einen U-Bahn-Zug in Wien zu stoppen, hat Kollege LePenseur ja bereits gestern beschrieben. Das Ergebnis ist auch bekannt. Was Chuck Norris kann, kann eben nur Chuck Norris.
Aber einen Nebensatz in dem Artikel über die drei „Männer“, es soll sich um waschechte somalische Wiener mit Pigmentmaximierung handeln (oh, surprise…), hat mein Interesse geweckt:

Ein 14-jähriges Mädchen, das den Vorfall mitansehen musste, erlitt eine Panikattacke.“

Warum das von Bedeutung ist? Naja, ich frage mich eben, was macht eine Vierzehnjährige mitten in der Woche eine halbe Stunde vor Mitternacht in der U-Bahn? Wie sieht die am nächsten Morgen in der Schule aus? Geht die überhaupt in eine Schule? Oder gehört sie auch zu der Gruppe der Neuen Bevölkerung, für die die Regeln des täglichen Zusammenlebens schon mal täglich neu ausverhandelt werden müssen und dabei nicht immer Schulpflicht oder Jugendschutz beinhalten müssen, so wie wir konservativ-verzopfte Ewiggestrige das gewohnt sind?
Egal. Vierzehnjährige gehören meiner Meinung nach nicht um Mitternacht in die U-Bahn aber dafür mit deren Erziehungsberechtigten ein mehr als ernstes Wörtchen geredet. Da läuft was gewaltig falsch.


The Last Jedi“, der offiziell gezählt achte Teil der „Star-Wars“-Trilogien-Trilogie, ist angelaufen. In meinen jungen Jahren hätte ich zu den ersten gehört, die ihn sehen müssen. Aber ich bin gealtert. Irgendwie muss ich gestehen, dass schon der siebte Teil an mir vorbeigegangen ist. Sowas wäre mir früher nicht passiert. Da habe ich alles in mich reingezogen, wo Science Fiction draufstand.
Sogar „Star Wars“. Nicht wegen der Handlung, die fand ich schon immer krude, aber wegen der Phantasie. Als ich nach dem Ansehen der ersten drei Teile, also 4 bis 6 in der Reihe, das Buch gelesen habe, war ich enttäuscht. Ich hatte es brutal erfahren, was der Unterschied zwischen Buch und Film ist, und das als bekennender Bücherwurm. Ein Film kann eine grottenschlechte Handlung haben, aber trotzdem über geschickte Regie, Technik, Musik, schauspielerische Leistung ansehnlich und genießbar werden. Wie ein Lied. Es kann einen fürchterlichen Text haben und doch eine bezaubernde oder mitreißende Melodie. Ein Buch mit einer grottenschlechten Handlung ist und bleibt jedoch grottenschlecht.
Bücher sind gnadenlos.

Ohne den Film gesehen zu haben, hat er mir bei bloßem Nachdenken darüber eine wichtige Erkenntnis gebracht, nämlich wie absolut wichtig es ist, die Kinder trotz den Verlockungen der tönenden und blinkenden Medien dazu zu bewegen, sich in ein Buch zurückzuziehen, um zu lernen, die Erbsen aus der Asche zu picken. Denn wenn ein Buch gut ist, ich meine so richtig fesselnd und phantasiegeladen und mitreißend, dann ist es besser als jeder Film. Wer, um bei Kinderbüchern zu bleiben, den „Kleinen Hobbit“ kennt, weiß, was ich meine. Und das Buch kann man wenigstens einen Zehnjährigen lesen lassen. Den zu einem Dreiteiler aufgeblasenen Film anschauen lassen täte ich ihn nicht...


Ach ja, unser tägliches Trump-Bashing gib uns heute, dachten sich die Macher vom „Kurier“, und nachdem von Trump selbst nun gar nichts Verwertbares geliefert wurde, musste eben darüber berichtet werden, dass eine Zeitung gegen ihn wettert, was ja bereits bedeutet, dass sie Recht haben muss. Und so zitierten sie genüsslich alle möglichen Ausdünstungen, dass Trump eben nicht einmal Kloschüsseln reinigen könne oder Schuhe putzen oder einem Hirsch eine Warnweste anlegen oder wasweißichnoch. Woran anscheinend niemand gedacht hat: für keine dieser Tätigkeiten wird Trump bezahlt, also muss er auch nichts davon können.
Haben wir das auch geklärt.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Zum Thema #metoo: die intelligenteren unter den Damen (wozu Feministinnen definitiv nicht gehören) bekommen bereits ein unangenehmes Gefühl, weil sich die ganze Sache für die Frauen als Bumerang erweist:
https://www.welt.de/politik/deutschland/article171502397/Es-ist-ein-Gefuehl-als-ob-diese-Wand-ploetzlich-da-ist.html

>> „Ich kann schon eine Gegenreaktion grollend aufziehen hören: Darum sollten Sie keine Frauen einstellen!“, heißt es in einem mahnenden Posting von Facebook-Chefin Sheryl Sandberg. Es passiere derzeit so viel Positives, was die Arbeitsatmosphäre und das Verhalten am Arbeitsplatz angehe, würdigt Sandberg die neue Offenheit. „Lassen Sie uns sicherstellen, dass es nicht die ungewollte Folge nach sich zieht, Frauen aufzuhalten.“ <<

Tja, Sheryl, da kannst Du versuchen sicherzustellen, was Du willst, aber genau das wird passieren. Die Frauen haben sich immer über die "gläserne Decke" beschwert, jetzt kommt die gläserne Wand. Die meisten Männer pflegen bei Bedrohungen pragmatisch zu reagieren und diese Bedrohung entweder auszuschalten oder soweit wie möglich zu umgehen. D.h. es werden weniger Frauen eingestellt, weniger Frauen in verantwortliche Positionen berufen, weniger Frauen in informelle, aber bedeutende, Gespräche einbezogen. Und auch für "normale" Jobs braucht man eigentlich nicht wirklich eine Frau; ich kenne eine Firma, die hat einen (männlichen) Sekretär. Funktioniert bestens.

Und auch im Privatbereich werden immer weniger Frauen einen Mann als Versorger abgreifen können. In angelsächsischen Ländern ist bereits von einem "Heiratsstreik" der Männer die Rede. Tough luck, Ladies. Daran wird sich nichts ändern, bis Ihr aufhört, Euch von toxischen Feministinnen instrumentalisieren zu lassen.

FritzLiberal

Anonym hat gesagt…

Tja, lieber Liberaler. Einfach Surensöhne ohne Ende ins Land holen, dann hat sich der Sie so quälende Feminismus schnell auf ewig erledigt und Sie können sich an einer konservativen Revolution freuen, wie sie Österreich noch nicht gesehen hat. Arbeiten Sie weiter dran.

Gerd Franken hat gesagt…

Toxische Feministin. Das muss ich mir merken.

Anonym hat gesagt…

Tja, Anonymer, vernünftige Menschen, aus deren Kreis Sie sich mit jeder Ihrer Wortmeldungen konsequent fernhalten, wünschen sich halt weder Pest noch Cholera.

FritzLiberal

Fragolin hat gesagt…

Werter Anonym,
ich hätte einen viel besseren Vorschlag: den Feminazissen samt den Surensöhnen geschlossen ein One-Way-Ticket im Orient-Express südwärts schenken, dann können sich Sprenggläubige und Männerhasserinnen gegenseitig bereichern und untereinander ausmachen, wer die tolerantere und friedlichere Ideologie verfolgt.
Ich würde mich sogar bereiterklären, in diesem speziellen Fall zum Bahnhof Winken zu kommen und zum Abschied einen Teddy hinterherzuwerfen, gerne auch einen mit pinker Pussymütze.
MfG Fragolin

Atlantiker hat gesagt…

Werter Fragolin, ich nehme Ihren Vorschlag gern auf und ergänze ihn noch: In den Zug kann man auch besten Gewissens linke und rechte Populisten und Angstanbeter reinverfrachten. Die passen bestens zueinander. Steck Linke und Rechte in einen Sack und hau drauf, du triffst auf jeden Fall immer die Richtigen.

Anonym hat gesagt…

@Atlantiker: ach, die Angstkeule mal wieder. Seltsamerweise scheinen auch die pro-atlantischen Eliten Angst zu haben, wie man z.B. an der Errichtung diverser baulicher Sicherungsmaßnahmen rund um das österreichische Bundeskanzleramt im letzten Sommer gut beobachten kann.

FritzLiberal

Fragolin hat gesagt…

Werter Atlantiker,
nachdem die weisen Regenten schon darüber diskutieren lassen, Polizeimeldungen zu unterlassen und Kriminalität bestimmter Bevölkerungsgruppen nicht mehr zu erwähnen (und dafür bei anderen zu erfinden oder wie beim letzten Tatort die Opfer gleich zu Tätern umzudeuten), damit sich keiner fürchten muss (solange er nicht als "rechts entlarvt und somit zur Eliminierung freigegeben wird), wird es so etwas wie Ängste in Ihrer schönen neuen postfaktischen Welt schon bald nicht mehr geben. Die Eloy kennen keine Ängste, sie kennen nur Glück und Liebe und geflochtene Blumenkränze und geworfene Teddybären. Die Morlocks freuts. Die lassen ihre Familien nachkommen.
MfG Fragolin