Mittwoch, 21. März 2012

So ein Pech!

Der Verdächtige habe in Verhandlungen mit den Polizisten erklärt, er gehöre zu Al Kaida. Guéant, der am Ort des Geschehens ist, teilte mit, der Mann sei in der Vergangenheit in die Unruhegebiete an der pakistanisch-afghanischen Grenze gereist. Er habe "palästinensische Kinder rächen" und die französische Armee angreifen wollen. Der Verdächtige habe Verbindungen zu Salafisten- und Dschihadisten-Gruppen.
... berichtet »Die Tagesschau« mit erkennbarem Bedauern. Es wär' doch so klaß gewesen, wenn man einen »Neonazi« als Täter hätte servieren können — am besten den Stiefzwilling von Marine LePen ...

Tja, herbe Enttäuschung! Wie schon in den letzten Jahrzehnten werden Juden in Frankreich nicht von pöhsen »Neonazis«, sondern vorzugsweise von Muselmanen (bzw. diesen nahestehenden Personen) umgebracht. Und der sofort kolportierte »antisemitische Hintergrund« — na, da gehört nicht viel Intelligenz dazu, das zu erkennen! Nur wäre es halt schön, wenn auch die p.t. Systempresse endlich mal zur Kenntnis nehmen wollte, daß Antisemitismus im muselmanischen »Kultur«kreis weitaus verbreiteter ist — und sich weitaus rabiater artikuliert! — als in unserer abendländischen Gesellschaft. In der wird man zwar auch noch auf gewisse antisemitische Stereotypen stoßen (Juden sind raffgierig, verschlagen etc.), aber über die Grenze eines »Mit-denen-will-ich-möglichst-wenig-zu-tun-haben« gehen die Emotionen wohl kaum hinaus. Ein fanatischer Judenhaß — wie er sich mühelos aus dem Koran und den Hadithen speist — jedoch, der dann zu Gewalttaten bis hin zu Serienmorden führt, ist in Europa schon seit Jahrzehnten faktisch ausgestorben. Europa täte gut daran, das auch nicht dadurch zu ändern, daß es Judenhaß importiert ...

Dienstag, 20. März 2012

»Wenn wir daran denken, was heute in Toulouse passiert ist ...

... erinnern wir uns daran, was letztes Jahr in Norwegen passiert ist, wir wissen was momentan in Syrien passiert und wir sehen, was in Gaza und an anderen Orten passiert, wir denken an junge Menschen und Kinder, die ihr Leben verloren haben.«

Meinte wenigstens EU-Aussenbeauftragte »Lady« Catherine Ashton bei einem Treffen mit palästinensischen Jugendlichen. Christian Ortner stellt dazu die einzig richtige Frage:


Welcher Frage bis auf ein leichtes Befremden, so jemand als »Dame« zu bezeichnen (läge da nicht ein Wort näher, welches auf »..ampel« endet?), eigentlich nichts hinzuzufügen ist ...

= = = = = = = = = = U P D A T E ( 1 8 : 3 0 ) = = = = = = = = = =

Soeben entdecke ich, daß dem doch was hinzuzufügen ist — und »Karl Eduards Kanal« bringt's wie gewohnt auf den Punkt:
... der Frau sollte man nicht vorwerfen was sie ist oder was sie tut oder gar Entschuldigungen von ihr verlangen. Das würde ihre beschränkten Gaben komplett überfordern. Seien wir alle froh, daß sie dort gut versorgt wird in Brüssel und hier niemand anruft, der ihre mundgemalten Grußkarten verkaufen will.
Touché! Chapeau!

Montag, 19. März 2012

Da stürmen sie ...

... geführt von einer schönen Frau, einer besseren Zukunft entgegen. Es war dann nicht die letzte Schlacht, nicht einmal die vorletzte, aber das tat der Kampfeslust keinen Abbruch.
Mit diesen Worten leitet Kollege »Morgenländer« einen höchst lesenswerten Artikel über die Kollateralschäden entlang des Weges in eine glanzvolle Zukunft der Menschheit ein.
Für eine bessere Zukunft - für die Freiheit oder für den Sozialismus - müssen Opfer gebracht werden; es muss gestorben werden; die Menschheit klettert über Leichenberge auf den Gipfel irdischer Vollkommenheit.
Dem ist bis auf eine kleine, mir notwendig scheinende Präzisierung vollinhaltlich zuzustimmen: unter der »Freiheit«, für die Opfer gebracht werden müssen, für die sogar zu sterben ist, ist nicht die individuelle Freiheit gemeint, sondern irgend ein kollektivistischer Freiheits-Popanz, der eine Freiheit »der Nation«, »des Volkes«, »der Klasse« etc. beschwört.

Was alles wunderbar kompatibel ist mit der weitgehenden Unfreiheit des Einzelnen. Denn für die wahre, nämlich die individuelle Freiheit muß der Einzelne zwar manchmal sterben (weil man ihn Frechling deshalb einfach umbringt), er will es manchmal sogar (weil er ohne Freiheit einfach keinen Sinn in seinem Leben sieht), aber sie kann den Einzelnen nie dazu verpflichten, in den Tod zu gehen: über die innere Unlogik, für die Freiheit sein Leben opfern zu »müssen«, hilft eben nur die Begriffs-Eskamotage, die aus der individuellen Freiheit kollektive »Freiheiten« zaubert, hinweg.

Doch von dieser kleinen Präzisierung abgesehen: Morgenländer liefert eine bedenkenswerte Betrachtung jener aufklärerischen Illusion, die sich seit einem runden Vierteljahrtausend trotz regelmäßig erfolgter historischer Widerlegung mit der Hartnäckigkeit eines Aberglaubens in den Hirnen und Herzen der Menschen hält. Und es glaube keiner, daß davon die Libertären nicht betroffen wären: ein kurzer Blick reicht z.B. in die welterlösungsoptimistischen Werke eines Hans Hermann Hoppe, die die Rosenfinger künftiger Paradiesesgärten am Horizont blühen sehen — wenn nur, ja wenn endlich Rechtsagenturen und private Sicherheitsunternehmen von den pöhsen Staaten die Macht übernähmen ...

»Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit«, schrieb Jefferson einmal. Das klingt nicht wirklich sexy und ist für chiliastische Visionen nicht der geeignete Pflanzboden. Aber nur auf diesem Boden gedeihen jene unprätentiösen Güter individueller Lebensführung, die ich für die strahlendsten Luftschlösser irgendwelcher »Brüder zur Sonne zur Freiheit« nicht eintauschen möchte ...

Über magische Dreiecke und ausgestreckte Mittelfinger – Europas Köpersprache

Manche lernen's eben nur auf die harte Tour: indem sie mit der Nase kräftig in die Schei*e gestoßen werden. Was man mit jungen Katzen zwecks Sauberkeitserziehung nie machen sollte, funktioniert offensichtlich bei Zeitungs-Schreiberlingen nur so:
Ob sie mit ihren Fingern das allbekannte magische Dreieck formte, weiß ich nicht mehr. Anzunehmen ist es aber. Denn das ist das Markenzeichen der Kanzlerin. Doch Angela Merkels Worte klingen mir noch genau im Ohr: Sie lasse es nicht zu, dass der Euro destabilisiert werde. Die Maßnahmen seien ein Zeichen der Solidarität. Diese Solidarität und die Stabilität des Euro seien zwei Seiten einer Medaille. Dabei blickte sie ernst und entschlossen.

Es war Ende März 2010. In den Wochen zuvor hatte Griechenland die Schlagzeilen erobert. Die Budgets der vergangenen Jahre waren gefälscht, wie sich herausgestellt hatte. Die Verschuldung lag weit höher als angenommen. Das Land bekam nur noch unter Mühen Geld an den Kreditmärkten, und Europa hatte ein Problem. Auf dem EU-Gipfel in Brüssel am 26. März war nun ein Notfallplan beschlossen worden, der Griechenland Kredite der Euro-Partner sowie vonseiten des Internationalen Währungsfonds zusicherte, sollte es diese benötigen. Solidarität für Stabilität eben.

Für mich war dies ein Zeichen. Denn lange hatte es so ausgesehen, dass Frau Merkel nicht nur die Probleme leugnete, sondern auch jegliche Hilfe für die verschuldeten Hellenen ablehnte. Das entsprach meiner Einschätzung der ostdeutschen Pfarrerstochter - die Europäische Union, so schien mir, war für sie vor allem ein institutionelles Gebilde. Emotionen verband sie damit nicht.

Ganz anders bei mir. Ich war aufgewachsen im deutschen Südwesten, unweit der französischen Grenze, geprägt von europabegeisterten Lehrern und einem Zeitgeist, der in den 70er- und 80er-Jahren die EU als Endziel deutscher Geschichte sah. Als die Einführung des Euro beschlossen worden war, war ich glücklich, über alle medialen Panikattacken ("Man nimmt uns unsere Mark!") hinweg. Europa ist mir ein Herzensanliegen.

Und nun diese Wende von Merkel. Sie weckte in mir die Hoffnung, dass die europäische Integration doch eine Zukunft hat, dass der Euro eben nicht beim ersten Problem geopfert wird. In mir reifte der Entschluss, meinen Beitrag zu leisten, so weit es mir möglich war. Ich beschloss, griechische Staatsanleihen zu kaufen.
((Hier weiterlesen)
Der »Welt«-Schreiber Frank Stocker hat mittlerweile herausbekommen, daß dies vielleicht das nicht gaaanz so tolle Investment war, und betitelt seine θρηνοι demgemäß: »Die griechische Lektion – entrechtet und enteignet«. Es liegt mir fern, über ihn und seinesgleichen billige Häme zu vergießen, zumal auch ich (wenngleich höchst unfreiwillig) zu den Geschädigten gehöre — berufsrechtlich vorgeschriebene »Wohlfahrtsfonds« etc. veranlagen, ganz gesetzeskonform, ihre Beitragsgelder in derlei Schei*papierl'n. Jetzt ist die Marie also größtenteils futsch, und die Klage der Gelackmeierten heftig. Sie wird noch heftiger werden, wenn auch der Rest demnächst den Bach runtergeht.

Wann endlich begreifen die Leute, daß man unseren Polit-Kleptokraten keinen Fingerbreit trauen darf. Und daß die einzige Möglichkeit, sie unschädlich zu machen, ziviler Ungehorsam bei Wahlen ist: keine Stimme mehr für die Parteien des »Demokratischen Blocks«. Solange bei uns noch das Wählen in verschlossenen Wahlzellen üblich ist, sollte man wenigstens diese kleine Chance nutzen ...

Sonntag, 18. März 2012

Hoffentlich kein Gaukler ...

... der da heute gewählt wurde. Denn rhetorische Brillanz — die Gauck zweifellos zu attestieren ist — verbürgt noch nicht Standpunktfestigkeit und politisches Können. Den Lesern dieses Blogs wird nicht entgangen sein, daß Le Penseur dem so überraschend von der FDP zum Kandidaten der Nationalen Front (okay, ohne die SED-Fraktion, ich weiß ...) vorgeschlagenen Gauck mit leichter Reserve gegenübersteht. Manch aufklärungswürdiger Sachverhalt aus DDR-Zeiten bleibt in Erinnerung, und wird sich hoffentlich nicht als Stolperstein oder gar als Erpressungsgrund erweisen. Dies wäre für Deutschland und seine Verfassungsordnung nämlich höchst fatal.

Heute las ich eben in der Biographie der Gattin des ersten Bundespräsidenten, Elly Heuss-Knapp, »Bürgerin zweier Welten« einen Satz aus einem Brief, den sie anläßlich der Wahl Hindenburgs 1925 mahnend an ihren Sohn richtete (bei dem sie offenbar jugendliche »Dummheiten« befürchtete): »Wenn wir ihn auch nicht gewählt haben, so wollen wir ihn doch ehren.«

Nun: Le Penseur als Nicht-Deutscher hat Gauck nicht einmal indirekt über die Wahlmänner der Bundesversammlung gewählt ... und dennoch: bei aller Skepsis, die gegenüber Staatsrepräsentanten aus libertärer Sicht stets vorsorglich entgegenzubringen ist — der nun Gewählte ist zweifellos in vielerlei Hinsicht »ganz anders als die anderen«. Und so wollen wir ihm einen ganz vorsichtigen Vertrauensvorschuß nicht gleich vorenthalten. Vielleicht entpuppt er sich ja noch als Mann von der Integrität und Standfestigkeit eines Dr. Ron Paul. Wenn man den Tag zwar nach einem alten Sprichwort nicht vor dem Abend loben soll, so gibt es umgekehrt auch keinen Grund, ihn schon am frühen Morgen zu verdammen.

In diesem Sinne also auch aus Österreich:

Herzlichsten Glückwunsch, Ew. Exzellenz!

Einen herzlicheren jedenfalls, als den hier abgebildeten ...

Vor einigen Tagen

... ging es auf meinem Blog hoch her, als ich einen Aufruf, ein haarsträubendes Verbrechen durch die Medien nicht sang- und klaglos begraben zu lassen, durch Verlinkung auf einenArtikel des Ostseestadion-Blogs unterstützte. Ein von mir wegen seiner Bildung und sachlichen Diskussionsweise sehr geschätzter Kommentator schwang sich im Kommentar-Verlauf zu einer Verteidigung des hierzulande angeblich real existierenden Rechtsstaates auf, die ich — alterprobter Österreicher der ich bin — mit deutlichem Sarkasmus zur Kenntnis nahm.

Nun, wie dem in Deutschland auch sein mag (Kommentator »Volker« brachte einige durchaus erschütternde Belege, daß es mit dem Funktionieren des Rechtsstaats wohl nicht so weit her sein dürfte), in Österreich sind wir jedenfalls in der Verrottung unseres Staatswesens, insbesondere der Justiz, schon ein paar entscheidende Schritte weiter. Meine aber nicht bloß ich, sondern auch der durchaus besonnen und zurückhaltend agierende Andreas Unterberger in seinem Artikel »Krieg der Staatsgewalten«, den ich allerdings nicht direkt von seinem Tagebuch verlinke (wo er in einigen Tagen für Nicht-Mitglieder nicht mehr aufrufbar sein wird), sondern über Ortner Online, wo er noch länger zu lesen sein sollte.

Ich weiß nicht, ob die Verhältnisse in Deutschland wirklich so viel besser sind, wie uns der geschätzte Kollege »Morgenländer« zu vermitteln versuchte — ich hoffe es zwar für Deutschland, allein, mir fehlt der Glaube ...

Wer jedenfalls wissen will, wie untergraben die Fundamente rechtstaatlichen Vorgehens in Österreich bereits sind, der lese den Unterberger-Artikel. Und extrapoliere danach, bis wann es denn wohl in seiner Heimat ähnlich zugehen wird.

Freitag, 16. März 2012

»Unter dem Lindner«

... ja, da soll offenbar die FDP in Nordrhein-Westfalen zu neuer Kraft ersprießen. Tandaradei, wie poetisch ...
Under der linden an der heide,
dâ unser zweier bette was,
dâ mugt ir vinden
schône beide gebrochen bluomen unde gras.
vor dem walde in einem tal -
tandaradei!
schöne sanc die nachtigal.


(Unter der Linde auf der Heide,
wo unser gemeinsames Bett war,
könnt ihr es noch sehen:
gebrochene Blumen und gedrücktes Gras
vor dem Wald in einem Tal -
Tandaradei -
wie schön hat die Nachtigall gesungen)
Nun, daß wir bald »gebrochene Blumen« finden werden, davon kann man schon ausgehen, nach diesem Wahlkampf. Manche Organisationen weigern sich einfach, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Es mangelt der FDP nämlich nicht deshalb an Wählern, weil sie nicht genug smart lächelnde Phrasendrescher aufs Publikum loslassen könnte, sondern sie hat all ihren Wählern durch ihr Verhalten nach der letzten Bundestagswahl zu verstehen gegeben, daß sie nicht nur mit der CDU/CSU regieren will, sondern es dabei auch gleich mit Adenauer hält: »Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern«. Der Wähler ist gewohnt, etwas für blüd verkauft zu werden — nur: zu sehr für blöd verkauft zu werden, vergrämt dann doch viele. Zu viele.

Ein neuer Schwätzer wird das Problem nicht lösen. Und wir werden demnächst eine Rot/Grüne Mehrheitsregierung in Nordrhein-Westfalen antreffen.

Und die FDP in der außerparlamentarischen Opposition. Die Nachtigall hebt schon zum Schlußtriller an ...

Was die Leute aufregt — und was nicht

... bekam ich in den letzten beiden Tagen drastisch vor Augen geführt: Das Posting »Buntes aus Worms« hatte seit Mittwoch am Abend vierhundertundsechs (!) gezielte Seitenaufrufe, und verzeichnete bis dato neunundachtzig Kommentare.

Das Posting »Brauchen die Wiener Sozen etwa Geld?« brachte es demgegenüber auf ganze fünfunddreißig gezielte Seitenaufrufe mit exakt null Kommentaren. Es geht dabei ja bloß um einen der mutmaßlich größten Korruptionsskandale im roten Wien der letzten Jahrzehnte. In Worms hingegen ging es um die — für mich eigentlich selbstverständlich mit »ja« zu beantwortende — Frage, ob Medien über einen bestialischen Vergewaltigungsfall berichten dürfen und sollen, auch wenn die Täter türkischen »Migrationshintergrund« haben, oder ob man das zur Vermeidung von »Vorurteilen« besser gleich nachrichtenlos in die Rundablage entsorgt.

Einerseits finde ich es gut und richtig, daß die Frage der Freiheit der Meinungsäußerung (und darum ging es mir ja!) auch bei »heiklen« Themen wichtiger genommen wird, als die pekuniäre Betroffenheit über eine dreiste Korruptionsaffaire. Andererseits sollte uns aber auch klar sein: genau diese unverfrorene Korruption in linke Taschen verschafft der Linken erst die finanziellen Mittel, ihre ideologische Knebelung der Bürger ins Werk zu setzen. Denn »wo ka Göd, do ka Músi«*), wie wir wissen. Denn Propaganda kostet Geld, sogar viel Geld — und umso mehr Geld, je abstrusere Inhalte die durch die Propaganda bewirkte Gehirnwäsche vermitteln soll. Propaganda für ein kühles Bier im Juli — das geht ganz einfach! Propaganda, daß der Islam zu Deutschland gehöre, daß Schwulsein ganz normal sei, oder daß Deutsche für die Korruption und Raffgier griechischer Politiker solidarisch zu sein haben (um nur ein paar beliebte τόποι gutmenschlicher Gesellschaftsveränderung anzuführen), ist demgegenüber nicht zum Nulltarif zu bekommen.

Und so freue ich mich über die rege (und trotz manch »harter Bandage« durchaus qualitätsvolle) Diskussion über Worms — und hätte mir doch auch ein bisserl mehr Interesse für die Wiener Korruption gewünscht. Na, vielleicht das nächste Mal ...

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*) Für Piefkes: »Wo keine Knete, da keine Musik«

Donnerstag, 15. März 2012

Brauchen die Wiener Sozen etwa Geld?

»Erstaunlicher Zufall bei einem 100-Millionen Euro-Projekt« betitelt sich ein Artikel über eine geplante Auftragsvergabe für den Bau eines Pflegewohnhauses in Wien-Rudolfstadt. Denn als Vertragspartner erkor die Stadt Wien ausgerechnet die SPÖ-nahe Baufirma GESIBA. Na geh!

Abgeordnete der Opposition, die diese seltsame Auftragsvergabe (es gab bei dem Projekt nämlich nur einen Anbieter bis zum Schluß) untersuchen wollten, wurden mit »Datenschutzgründen« abgewimmelt.

Nun wurde seitens der FPÖ das »Kontrollamt der Stadt Wien« (also quasi der »Rechnungshof« der Gemeinde) zwecks Überprüfung dieser Vorgänge angerufen.
Bei den Unternehmen, die aus vorerst unerfindlichen Gründen aus dem Bieterprozess ausgeschieden sind, handelt es sich unter anderem um die ARWAG Holding AG, eine ihrer Töchterfirmen und die Kabelwerk Bauträger GmbH. Diese Kabelwerk Bauträger GmbH hat bereits etwa das Wohn- und Pflegehaus Meidling gebaut.

Wenn man sich GESIBA, ARWAG und Kabelwerk Bauträger anschaut, bemerkt man - das
ist praktisch ein und dasselbe. Da sitzt der Vorstand von dem einen Unternehmen im Aufsichtsrat des anderen und umgekehrt. Darüber hinaus bekleiden in diesem roten Kuddelmuddel viele Vorstände, Aufsichtsräte und Geschäftsführer firmenrechtliche Positionen bei weiteren stadtnahen Unternehmen. Es ergibt sich das optische Bild einer in sich geschlossenen, kartellrechtlichen Verflechtung.
... berichtet »erstaunlich.at« weiter. Nun, da die nächsten Wahlgänge für die SPÖ vermutlich kein besonders erbauliches Ergebnis erwarten lassen, müssen offenbar rechtzeitig Finanzquellen erschlossen werden, um wahlschlappenmäßig ausscheidende Politiker zu versorgen und wankende Parteifinanzen geradezurücken.

Wie halt sozialistische Mißwirtschaft immer funktioniert. Seltsam bloß, daß von dieser 100-Millionen-Euro-Petitesse so gut wie nichts in den Systemmedien unserer Alpenrepublik zu lesen und zu hören ist. Wohl aber hört und sieht man eine ORF-Großberichterstattung wegen eines Telekom-Druckkostenbeitrages von 10.000 Euro, dessentwegen die knallrot eingefürbte Staatsanwaltschaft Wien einen lästigen (weil nicht roten, sondern schwarzen) Vorsitzenden eines Untersuchungsausschusses wegen des »Verdachts der Geldwäsche« (sic!) anklagen möchte. Oder wenigstens zur Einvernahme seine parlamentarische Immunität aufheben lassen will. Hauptsache: weg mit ihm. Semper aliquid hæret ...

Wie es halt so läuft, in einer »Demokratie« à l'Autriche ...

Mittwoch, 14. März 2012

Buntes aus Worms

Der Blog »Ostseestadion« bringt folgenden Vorfall, geschehen vor einigen Wochen in der bunten Stadt Worms, gelegen inmitten der Bunten Republik Deutschland, und seither von unseren Systemmedien mit donnerndem Stillschweigen übergangen, zu unserer Kenntnis:
In der Nacht zum Donnerstag wurde ein 16-jähriges Mädchen Opfer eines Sexualtäters.
Gegen 23:30 Uhr wurde der Polizei in Worms eine verletzte Frau im Parkhaus Friedrichstraße in Worms gemeldet.
Die eintreffenden Polizeibeamten fanden die 16-Jährige im Bereich des Treppenhauses unbekleidet vor. Sie wies starke Verletzungen im Genitalbereich auf und war nicht ansprechbar.
Die junge Frau wurde sofort ins Krankenhaus gebracht und notoperiert. Nach aktueller Auskunft der behandelnden Ärzte besteht keine Lebensgefahr mehr, sie war bis Samstag aber noch nicht vernehmungsfähig. Bei der 16-Jährigen handelt es sich um ein Mädchen aus Worms.

Nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen richtet sich ein Tatverdacht gegen zwei 17-jährige und einen 19-jährigen Täter mit türkischem Migrationshintergrund, die sehr schnell ermittelt wurden. Gegen zwei von ihnen – die als Haupttäter angesehen werden – erging auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mainz Haftbefehl. Bei dem dritten Tatverdächtigen, der nach derzeitigem Kenntnisstand an der Tat aktiv nicht beteiligt war, handelt es sich um einen Jugendlichen, der wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. Alle drei haben sich zur Sache eingelassen. Die weiteren Ermittlungen, zu denen auch kriminaltechnische Untersuchungen zählen, dauern an.

Worms, den 15.02.2012 um 23.30

Dies ist ein Appell an alle!

Bitte versucht diesen Fall an die Öffentlichkeit zu bringen.
Die BRD Presse hat nach §12.1 ihres Kodex ein Berichterstattungsboykott verhängt. Dies gilt es zu brechen.

Ein junges Mädchen (16 Jahre) wurde von 3 Türken (2×17 und 19 Jahre) brutal misshandelt.

Die beiden Haupttäter haben unter Aufsicht des anderen das Mädchen zuerst brutal vergewaltigt. Als ihnen das nicht langte, benutzten sie eine Glasflasche um weiter zu machen. Noch nicht grausam genug zerbrachen sie den Flaschenhals und setzten ihr unmenschliches Handeln fort.

Das Mädchen wurde ohne Bewusstsein, halb verblutet aufgefunden und durch eine Notoperation gerettet. Ihr Darm und ihre Gebärmutter werden für immer zerstört sein.
Sie war 4 Tage nicht ansprechbar und steht unter Selbstmordverdacht.

Für die Blinden und die Tauben, noch ein allerletztes Mal:

IHR KÖNNT ALLE GEHN!

Und vergesst Euer schutzgeldzahlungsunfähiges Drogenverteilergesindel nicht. So, ich geh jetzt erbrechen.
Ich darf mich dem Kotzen anschließen — und zwar im Hinblick darauf, daß angesichts der Charakterlosigkeit und Verkommenheit weiter Teile der deutschen Strafjustiz die beiden Kültürbereicherer vermutlich mit Bagatellstrafen davonkommen werden. So echt kultursensibel halt ...

Blödmösen vor!

Die Auswertung des EMS-Tests für das Medizinstudium erfolgt in Wien heuer genderspezifisch. Das dürfte die Frauen begünstigen.

Jedes Jahr bewerben sich mehr Frauen als Männer für ein Medizinstudium – nach dem EMS-Aufnahmetest geht trotzdem stets die Mehrzahl der Plätze an die männlichen Kollegen. Im Vorjahr waren an der Med-Uni Wien 56 Prozent der Bewerber Frauen, sie ergatterten 43 Prozent der Plätze - immerhin geringfügig mehr als im Jahr davor. Künftig sollen es Bewerberinnen in Wien leichter haben: Wie DiePresse.com erfuhr, wird der Bewertungsschlüssel adaptiert. Die Auswertung des Tests, der Anfang Juli stattfindet, wird heuer genderspezifisch erfolgen.

Soll heißen: Anstatt wie bisher alle Ergebnisse, egal welchen Geschlechts, in einen Topf zu werfen und daraus die Rangliste zu machen, die über die Vergabe der Studienplätze entscheidet, wird nun differenziert: Aus den beim Test erzielten Punkten wird jeweils ein Mittelwert für Frauen und für Männer errechnet. Anhand dessen werden die Ergebnisse angepasst. Vereinfacht gesagt: Jene Gruppe, die im Schnitt schlechter ist, wird besser beurteilt.
... weiß »Die Presse« zu berichten. Die Meldung ist zweifellos geeignet, unsere Meinung über die Qualifikation künftiger Ärztinnen zu beeinflussen. Da wir nunmehr wissen, daß diese zwar in den letzten Jahren zu einem statistisch nicht unerheblichen Ausmaß unterqualifiziert waren (wenn eine Kandidatengruppe von 56% der Gesamtheit bei einem anonymen Test nur 43% der Plätze erzielt, wird der Durchschnittswert bei dieser Gruppe folglich um rund 23 % unterschritten), diese minderqualifizierte Gruppe jedoch durch erleichterte Aufnahmekriterien trotzdem zum Studium zugelassen wird, kann einem Mißtrauen gegenüber der Qualifikation künftiger Ärztinnen die inhaltliche Berechtigung nicht abgesprochen werden.

War es das, was unsere eifrigen GendermainstreamerInnen erreichen wollten? Offenbar ja. Denn ein paar Kunstfehler mehr sind halt einfach jene Kollateralschäden, die zur Erzielung von mehr »Gendergerechtigkeit« in Kauf zu nehmen sind. Quasi frei nach dem Motto:

BLÖDMÖSEN VOR !

Vom Dach der Welt

... kommen die profitabelsten Geschäftsideen:
Dear Sir.

Pardon my intrusion; my name is Lieutenant Andrew Ferrara, presently I'm on active duty in Afghanistan. Please, I have an obscured business proposal that will be of mutual benefit to both of us.
»Obscured«
trifft die Sache in der Tat (bzw. »indeed«, wie der gelernte Angelsachse sagen würde ...)
On Saturday 10th of March, my colleagues and I intercepted a radical Taliban courier transporting huge amounts of funds and on this unfortunate incident, we rounded up a total of US$15,9 Million United States Dollars.
»It's an ill wind that blows nobody any good«, kennen wir, so ist das Leben bzw. »such is life« ...
After detailed discussion with my platoon, we came to a conclusion that if the funds are handed over to the Afghan Police, there is the possibility that the funds will be confiscated for their personal consumption. Therefore, it was my duty to find a partner whom will receive this fund for the benefit of us all.
Geniale Idee — warum einen Fund an öffentlich-rechtliche Gauner abgeben, wenn man ihn als privater Gauner auch einstecken kann ...
With all due humility, I want you to be our partner in receiving this funds. The funds will be moved out of this country through an air cargo transport means and all you are required to do is receive the funds confidentially for our mutual benefit.

Be assured that this fund has been carefully contained and there is no need to worry about the source as we will not do anything that will bring problems to you or traced back to us.

For your honest participation in this deal, we are ready to split it into three equal parts and you keep one part for your self and the rest you send to where I will instruct you.
Das alles kennen wir bereits von Mr. Obobo Wumumba (et al.), Director of the »International Credit Bank of Lagos, Nigeria«. Aber jetzt wird's originell, weil moralisch:
Sir, please this is not about the money, but it is the fact if this funds is returned it will probably be used to buy more weapons and cause more killing here. I come from a generation of military personels and I know that my word is my life but this is getting out of hand here and I just have to do this, so please if you are not willing to work with us, I can understand.
Na, da sind wir aber froh, daß er Verständnis hat, wenn ich nicht mit ihm zusammenarbeiten will. Zum Drüberstreuen noch ein paar Infos:
See link to learn more about my family;
http://www.huffingtonpost.com/2011/11/10/andrew-ferrara-soldier_n_1086991.html?icid=maing-grid7%7Cmain5%7Cdl1%7Csec1_lnk2%7C111643

If you are willing, please send me an email A.S.A.P. with your contact telephone and address to this email address: andrewf@rocketmail.com.

Best regards,

Lieutenant Andrew Ferrara
andrewf@rocketmail.com
Die Benutzung einer Email-Adresse von »rocketmail.com« finde ich irgendwie putzig. Wirkt so authentisch. Also: wer will, kann diese Information gerne nutzbringend verwenden. Sobald das versprochene Drittel am Konto gelandet ist, ersuchen wir um kurze Mitteilung an diesen Blog, um Ihnen gebührend gratulieren zu können. Und um Bekanntgabe einer Kontonummer für unsere Kranzspende. Soviel Pietät muß sein ...

Dienstag, 13. März 2012

Die gewohnte Verschleierung

... und zwar diesmal nicht der Frauen, sondern der Tatsachen findet wieder einmal in einem Fall eines moslemischen Gewaltverbrechens statt:
Bei einem Brandanschlag auf eine Moschee in Brüssel ist der Imam getötet worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft drang ein mit einer Axt und einem Messer bewaffneter Mann am späten Montagnachmittag in die Moschee im Stadtteil Anderlecht ein und steckte sie mit Hilfe von Benzin in Brand. Der Mann wurde festgenommen. Die Polizei wollte sich zur Identität des Mannes ebenso wenig äußern wie zu möglichen Motiven. [...]

Laut einem Vertreter der Staatsanwaltschaft überwältigten schiitische Gläubige den mutmaßlichen Täter, als er zu fliehen versuchte, und sperrten ihn in der Moschee ein. Dort wurde er von der Polizei festgenommen. Diese schloss nicht aus, dass der Mann Komplizen hatte. Zu seiner Identität wollten sich die Ermittler zunächst ebenso wenig äußern wie zu seinen möglichen Motiven. Es sei noch zu früh, über die Hintergründe zu spekulieren.
... weiß uns »Die Presse« zu berichten. Aha. Polizei will sich also nicht äußern und lehnt ab zu spekulieren ...

Nun, anderen Medien gegenüber als den politisch korrekten deutschsprachigen wollten sich offizielle Sprecher Belgiens jedoch sehr wohl äußern:
A mosque near Brussels was the target Monday evening of an arson attack in which the imam died, Belgian authorities said late Monday.

One man was arrested — a Muslim who said he was born in 1978 — in the attack on the mosque in Anderlecht, a suburb of Brussels, the Belgian capital, said Jean-Marc Meilleur, a spokesman for the Brussels Prosecutor's Office.

"It seemed that this person showed up and pulled out a knife and an axe, and that he spread flammable products — petrol we assume — in order to start a fire and threaten the mosque occupants," Meilleur said.

He said the man's name and age could not be verified, as he had no identification papers. He said the man had been locked in a room by worshippers at the mosque before authorities apprehended him.

Marie Verbeck, a police spokeswoman, told The Associated Press that no other people were being sought in connection with the attack.
Na, da plaudern aber der Sprecher der Staatsanwaltschaft und die Sprecherin der Polizei doch einiges über Tathergang und den mutmaßlichen Täter (und das vermutliche Fehlen anderer Täter). Warum also schreiben unsere Medien, es gäbe keine Informationen?

Dürfen wir — nein: müssen wir dreimal raten? Ach, geschenkt ...

Montag, 12. März 2012

Neue Auszeichnung für den Führer

... der Türken, Rotzig Arroğan: der »Steiger Award 2012« wird ihm verliehen, und kein geringerer (pun intended) als Gerhard »Gazprom« Schröder wird ihm zur Laudatio in den Hintern kriechen. Henryk M. Broder zeigt sich unter dem Titel »Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!« zutiefst erschüttert: »Eher mach ich Ferien bei den Wulffs in Großburgwedel, als dass ich diese Scheißpartei noch einmal wähle!«

Bemerkenswert. Gibt Henryk M. Broder doch damit zu erkennen, daß er diese Partei schon wenigstens einmal gewählt hat. Was ich bei seiner fast notwendigerweise eintretenden Orientierungslosigkeit als pseudokritischer Hofnarr des Polit-Establishments für durchaus möglich halte. Und mich dabei an das Diktum meines seligen Vaters erinnere, der schon vor Jahrzehnten meinte: »Man muß ja nicht unbedingt ein Volltrottel sein, um Rot zu wählen — aber es erleichtert's einem enorm« ...

»Kuhl, nicht lau«

... so lautete der Titel eines jener Scherzkanons, die Ludwig van Beethoven und Friedrich Kuhlau, sein Freund und Bewundererer, bei inspirierter (und illuminierter) Laune aus Anlaß eines Kuhlau'schen Besuches in Wien fabrizierten. Nun, Beethoven war ein Freund »flüssiger Ernährung«, wie wir wissen, und man kann sich die gehobene Stimmung, wenn die zwei guten Freunde in den Weingärten der Vororte Wiens dem reschen »Heurigen« — oder auch dem milderen »Altwein« — kräftig zusprachen, schon ausmalen ...

Heute vor einhundertachtzig Jahren nun, am 12. März 1832, ist dieser Friedrich Kuhlau in Lyngby bei Kopenhagen gestorben, fast genau fünf Jahre nach seinem so verehrten, älteren Freund. Anlaß für eine kleine Hommage an einen weitgehend Unbekannten — sein Klavierkonzert in C-Dur, op. 7, aus dem Jahre 1810 wird vielen gleich am Anfang sehr bekannt vorkommen, hat Kuhlau doch seiner Verehrung für Beethoven's Genius hier sehr weiten Raum*) gegeben (to put it mildly) ... dennoch: ein gelungenes und im weiteren Verlauf durchaus hörenswertes Beispiel für jenen Musikstil, der zwischen später Klassik und früher Romantik pendelnd, von vielen Komponisten der damaligen Zeit (z.B. Hummel, Onslow, Field, um nur einige zu nennen) gepflegt wurde, und beim Publikum mit Beifall rechnen konnte, später zwischen den beiden »Zentralgestirnen« dieser Epochenfuge, Beethoven und Schubert, jedoch einfach zur Vergessenheit zerrieben wurde.

Schade — so viel ansprechende Musik ist dadurch unseren Konzertprogrammen entgangen! Erst jetzt, durch die elektronischen Hilfmittel unserer Tage und ihren unstillbaren Heißhunger nach »content« unterstützt, ändert sich das langsam, und auch »Kleinmeister« wie eben Friedrich Kuhlau werden wiederentdeckt. Genug der Worte — Auftrittsapplaus für Felicja Blumental am Klavier und das Salzburger Mozarteum-Orchester unter der bewährten Stabführung von Theodor Guschlbauer:

1. Satz: Allegro — Teil I



1. Satz: Allegro — Teil II



2. Satz: Adagio



3. Satz: Rondo Allegro


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*) wie weiten Raum, das kann man im Vergleich mit Beethoven's 1. Klavierkonzert op. 15, gleichfalls in C-dur, deutlich (und durchaus erheiternd) hören:

1. Satz: Allegro con brio (1. Teil2. Teil)
2. Satz: Largo (1. Teil2. Teil)
3. Satz: Allegro scherzando

Sonntag, 11. März 2012

Am 11. März 2011

... wurde klar, daß die »german angst« wohl unbesiegbar bleiben wird. Mitleid mit den Opfern des Erdbebens und der Flutkatastrophe? Fehlanzeige! Die Medien und ihre Konsumenten weideten sich in der Ausmalung möglichst apokalyptischer Szenarien bezüglich möglicher Auswirkungen auf Deutschland (sic!).

Grünpolitiker decouvrierten sich endgültig als jene charakterlose canaille, die zu sein man sie immer schon im Verdacht hatte. Und marschierten wenige Tage später breit grinsend über diese kostenlose Wahlkampfhilfe für ihre Fraktion in Baden-Württemberg in einträchtiger Niedertracht mit ebenso charakterlosen Rotpolitikern durch die Straßen.

Mutti demonstrierte, daß sie jederzeit ihren Standpunkt aufzugeben bereit ist, wenn mediales Ungemach droht. Die FDP bewies ihre Umfallerqualitäten — daß jemand, der bereits am Boden liegt, noch umfallen kann, war vorher eigentlich nicht für möglich gehalten worden.

So, wie schon einst der 11. September 2001 — zwar nicht mit einem Schlag, aber in gekonnt choreographierter Abfolge — die Abschaffung der Grund- und Freiheitsrechte bewirkte und aus westlichen Rechtsstaaten mittlerweile bürokratische Diktaturen der »Sicherheitskräfte« machte, genauso läutete der 11. März 2011 den Untergang Deutschlands als Wirtschaftsstandort ein. Über Rechtsstaatlichkeit braucht man sich in Deutschland ja ohnehin keine Gedanken mehr zu machen — ein Land, das ein »Antidiskriminierungsgesetz« beschließt und in weiten Bereichen unter Billigung durch seine Höchstgerichte die freie Meinungsäußerung unter Strafsanktion stellt, ist in rechtsstaatlicher Hinsicht ohnedies weitgehend auf dem Niveau der DDR angelangt.

So gesehen brachte der 11. März 2011 nicht wirklich Neues ... nur Klarheit über das — verhüllt — bereits bestehende Desaster. Wie beim Arzt, der die Diagnose »Krebs« nennt, ist eigentlich alles wie zuvor. Und doch nichts mehr dasselbe ...

Samstag, 10. März 2012

Backpfeifenbeauftragte

... für unsere Politiker (und ihre Systemmedienschmöcke, selbstmurmelnd) einzuführen, ist ein, nein: das Gebot der Stunde! Karl Eduards Kanal, von dem wir diese Anregung gerne aufgreifen, sei für die praktischen Vorschläge, diesen für das öffentliche Wohl so notwendigen Dienstposten auszugestalten, namens der Blogoszene herzlichst gedankt. Die besten Einfälle kommen einem bekanntlich nicht — auf die muß einer erst kommen!

Karl Eduard — vor den Vorhang!

Über Eigentum

... und seine Begründung hätte ich wohl überall gesucht, nicht aber in den »Kleinoden der Natur« des von mir so geschätzten altösterreichischen (und, wenn man will: schweizerischen und brasilianischen) Reiseschriftstellers Richard Katz, eines Natur- und Kulturbeschreibers allerersten Ranges, dessen Bücher ebenso vollständig wie unverdient in Vergessenheit geraten sind. Und der im zitierten Buch (Eugen Rentsch Verlag, Zürich 1949) an fesselnde Beobachtungen eines Kolibris folgende Gedanken knüpfte (pp. 215 ff.):
Seit Proudhon gerufen hat: »La propriété. c'est le vol!« hat ihm noch kein Zoologe oder Biologe geantwortet, daß dieser berühmte Satz »Eigentum ist Diebstahl!« der die Welt in die beiden feindlichen Lager des Kapitalismus und Kommunismus spaltete, schon deshalb nicht den Tatsachen entspricht, weil fast alle Tiere Eigentumssinn aufweisen. Naturfremd, wie Proudhon war, hat er den Diebstahl, der eine Folge des Eigentums ist, diesem gleichgesetzt. Jeder Hund, der einen Knochen vergräbt, hätte ihn eines andern belehren sollen.

Naturfremd erweisen sich aber auch jene Klassiker des Kapitalismus, die das Privateigentum als Errungenschaft menschlicher Intelligenz preisen. [...] Das Eigentum ist älter als die kapitalistische Wirtschaftsordnung, ja es ist älter als der Mensch. Viel älter. Wenn der Paläontologie zu trauen ist, mehr als siebenhundertmal älter. Denn dieser Wissenschaft zufolge ist der Mensch vor einer halben Million Jahre im Diluvium erschienen, während die heutige Vogelordnung schon im Alttertiär aufgekommen ist, und das war vor hundert Millionen Jahren. Die ersten Säugetiere sind zweihundert, die ersten Haie dreihundertfünfzig Millionen Jahre alt! Und versuche einer, einem Hai sein Eigentum streitig zu machen oder auch nur in seinem Jagdbezirk zu baden! [...]

Nicht Eigentum nämlich widerspricht der Natur, sondern Kommunismus. Den gibt es nicht unter Tieren. Wer uns weismachen will, daß Bienenstöcke oder Ameisenhaufen »kommunistische Tierstaaten« seien, erweist damit die Oberflächlichkeit seiner Beobachtung. Sähe er genauer hin, er bemerkte bald, daß in solchen Tiergesellschaften eine kurzlebige und bis zur Geschlechtslosigkeit entrechtete Mehrheit einer privilegierten, langlebigen Herrscherklasse dient. Auch Privateigentum besteht unter ihnen, und eine Bienenkönigin kämpft auf Leben und Tod mit der Rivalin, die es ihr streitig macht. — Das ist einmal so. Man mag es bedauern, aber man sollte es nicht bestreiten.
Wie so oft, erweist der Rückbezug auf Fakten, daß die ideologischen Gedankengebäude, in die manche Menschen ihre Wahrnehmung pressen, ausgesprochen wahnhaften Charakter haben, daß also jener demütig-selbstkritische Denkansatz eines Ludwig von Mises, den er als »Praxeologie« bezeichnete, ebenso selten, wie notwendig zur Erlangung tauglicher Aussagen über die Realität ist.

Freitag, 9. März 2012

Welch ein Unterschied ...

besteht zwischen folgenden beiden Männern fortgeschrittenen Alters? Der linke ist 14 Jahre älter als der rechte, der dafür politisch der linke ist. Link ist er außerdem.

Nun, jeder weiß: der Strolch da links im Bild ist der mega-ultra-hyper-pöhse Mr. Madoff, der seine so bedauernswerten Gläubiger um 50 Milliarden Dollar geschossen hat. Ein Ex-Banker wie er im Buch steht, und mittlerweile im Häf'n sitzt.



Der da rechts hingegen ist der linke Ex-Premier Griechenlands, der doch so erfolgreich die heute geglückte Sanierung seiner Heimat, für die seine Gläubiger bislang gerade mal schlappe 130 Milliarden Euro abgelegt haben, angeleiert hat. Ein Ex-Politiker, wie er im Buche steht und noch immer nicht sitzt.

Wir haben also, zusammengefaßt, einen Gauner und einen Politiker. Welch ein Unterschied ...!


Entschuldigung: welcher Unterschied denn, eigentlich ...?

Victor Klemperer

... ist mit seinen Tagebüchern aus der Zeit des Drittes Reichs sicher vielen, insbesondere den jüngeren Schülergenerationen der Ära »Nie vergessen«, bekannt. Man feiert ihn hiefür im Deutsch- und Geschichteunterrricht ja mehr als ausführlich. Weniger bekannt ist freilich vielen (die sich höchstens über den »Aufbau-Verlag«, der sie herausbrachte, etwas wunderten, aber daß die Kommunisten alles was nach Antifa klingt, gerne usurpieren, ist ja bekannt!), daß er nach Kriegsende aus Bayern, wohin er sich nach der Zerbombung Dresdens in Sicherheit gebracht hatte, nach Dresden zurückkehrte, und dortselbst noch vor der halbfreiwilligen Zusammenlegung von SPD und KPD der letzteren höchst freiwillig beitrat. Und damit seine von den Nazis so schmählich beendete Karriere förderte:
Von 1947 bis 1960 war Klemperer an den Universitäten Greifswald, Halle und Berlin tätig. Im Jahr 1950 wurde er als Vertreter des Kulturbundes Abgeordneter der Volkskammer der DDR sowie ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften ...
... weiß Wikipedia zu berichten. Nun wird niemand, der Anstand im Leibe hat, Victor Klemperer seine Hochachtung für seine unbeugsame Tagebuchführung während der ganzen NAzi-Zeit versagen: er bringt in ihnen viele Facetten des nationalsozialistischen Wahnsinns im täglichen Leben zu Tage, die unter dem Geröll weltgeschichtlicher Gewalteruptionen sonst verschüttet lägen.

Nur: Klemperer muß doch gewußt haben, welchem theoretischen Ideologiegebäude und welcher ganz realen Mörderbande er sich mit seinem KP-Beitritt in die Arme warf. Und er trat ja nicht bloß bei, um halt seine entzogene Professur leichter wiederzubekommen (das wäre, wenn auch nicht gerade edel, so doch verständlich gewesen!), sondern wurde auch noch KP-Funktionär im »Kulturbund« und Volkskammerabgeordneter. Was dachte er sich eigentlich dann in jenen Tagen des Juni 1953? Was dachte er sich bei der Beschlußfassung über das Paß-Gesetz der Deutschen Demokratischen Republik (15. September 1954), das in seinem § 8 unter anderem unverblümt offenherzig formuliert: »Wer ohne Genehmigung das Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik nach dem Ausland verläßt [...], wird mit Gefängnis bis zu drei Jahren bestraft.« Wer solchen Gesetzen seine Zustimmung nicht verweigert, macht aus seinem totalitären Herzen fürwahr keine Mördergrube.

Nein, ich mache Victor Klemperer nicht wirklich Vorwürfe aus dieser seiner Haltung — die als »gesinnungslos« zu bezeichnen nicht zutreffend wäre. Denn es braucht schon eine Gesinnnung zu solcher Haltung, wenngleich keine besonders sympathische. Aber vorbildliche Kämpfer für Menschenrechte sind aus anderem Holz geschnitzt.

Damit kein Mißverständnis aufkommt: nein, man kann und darf von niemandem »erwarten«, unter Risiko eigener Nachteile ein solcher vorbildlicher Kämpfer zu sein. Das verlang(t)en nur Alt-Altundsechziger und ihre heutigen Nachahmer, die durch die Gnade der späten Geburt jedes Nachweises eigenen Mutes risikolos enthoben sind, von ihren Vorfahren. Ich sehe bloß nicht ein, weshalb man jemandem, der evidentermaßen kein solcher »vorbildlicher Vorkämpfer« war applaudieren soll, nur weil er die rechte — will heißen: linke — »Gesinnung« hatte.

(Wilhelm Pieck verleiht an Victor Klemperer den »Vaterländischen Verdienstorden«, 14.1.1956)