Dieser Text erscheint in der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Dmitry Orlov. Er erscheint zuerst auf seinem Blog als Disgraceful degradation.
Im Jahr 2005 veröffentlichte ich auf Mike Rupperts Website „From The Wilderness“ eine Reihe von Artikeln unter dem Titel „Post Soviet Lessons for a Post American Century“. Darin stellte ich die These auf, dass die USA im Wesentlichen genauso zusammenbrechen würden wie die Sowjetunion, nur etwas später.
Wie viel später, sagte ich nicht. Diese Artikel bildeten die Grundlage für mein 2008 erschienenes Buch „Reinventing Collapse“, das ziemlich erfolgreich war und sogar einen Independent Publishers Award gewann. Die zentrale These lautete, dass die Sowjetunion unbeabsichtigt wesentlich besser auf einen Zusammenbruch vorbereitet war als die USA. In diesem Buch schlug ich bescheiden vor, gewisse Vorbereitungen auf einen Zusammenbruch der USA zu treffen. Dieser Vorschlag stieß weitgehend auf taube Ohren.
(Hier weiterlesen)
Wenn meine Hypothese stimmt, müssten die Vereinigten Staaten irgendwann tatsächlich zusammenbrechen, so wie die Sowjetunion. Aber es sind inzwischen mehr als zwanzig Jahre vergangen, seit ich diese Hypothese erstmals formuliert habe. In der Vergangenheit habe ich die unangenehme Frage nach dem Zeitpunkt gern mit allgemeinen Überlegungen beiseitegeschoben. Große historische Brüche lassen sich nun einmal schlecht terminieren. Vom Zusammenbruch der Sowjetunion wurden praktisch alle überrascht, also liegt es nahe, dass auch ein amerikanischer Zusammenbruch überraschend käme. Man kann durchaus erkennen, dass etwas irgendwann versagen wird, ohne sagen zu können, wann. Ein Arzt kann wissen, dass ein Krebspatient sterben wird, ohne den Tag zu kennen. Ein Ingenieur kann feststellen, dass eine Brücke nicht mehr sicher ist, ohne sagen zu können, in welcher Minute sie einstürzt. Manchmal machen zusätzliche Informationen eine Prognose sogar schlechter, weil jede neue Variable Unsicherheit mitbringt.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Forums-Trolle, die die Kommentarfunktion zugemüllt hatten, machten die Moderation von Kommentaren nötig. Da der Blogbetreiber weder Zeit noch Lust hat, ständig den Blog zu beobachten, können bisweilen auch mehrere Tage vergehen, bevor ein Kommentarposting freigeschaltet wird. Bitte um Verständnis.
Mit dem Posten eines Kommentars erteilen Sie die gem. DSGVO notwendige Zustimmung, daß dieser im Falle seiner Freischaltung auf Dauer gespeichert und lesbar bleibt. Von der »Blogger«-Software vorgegeben ist weiters, daß Ihre E-Mail-Adresse, sofern Sie sie bekanntgeben, gespeichert wird. Dasselbe gilt für für Meldung als »Follower« u. dergl. Sollten Sie nachträglich die Löschung eines Kommentars begehren, können Sie dies unter Angabe des bezughabenden Artikels, sowie von Datum und Uhrzeit ihres Kommentars tun. Ihr Kommentar wird dann innerhalb einer dem Blogbetreiber zumutbaren Zeit gelöscht wird (auch dies kann mehrere Tage dauern).
Ob etwaige Daten eines Kommentators (IP-Adresse etc.) von der »Blogger«-Software automatisch gespeichert und/oder weiterverarbeitet werden, entzieht sich der Kenntnis des Blogbetreibers, ist von diesem aber weder beeinflußbar noch kontrollierbar. Zu diesem Fragen wenden Sie sich bitte an:
https://www.google.de/contact/impressum.html
Hier finden Sie auch einen Hinweis zur »Datenschutzerklärung«:
https://policies.google.com/privacy?hl=de
Auf diesem Blog herrscht auch hinsichtlich der Kommentare weitestgehende Redefreiheit. Gelöscht werden jedoch Kommentare
1. durch deren Stehenlassen sich der Blogbetreiber strafrechtlichen Sanktionen aussetzen würde;
2. die dazu dienen, diesen Blog öffentlich zu diskreditieren;
3. Werbeeinschaltungen (auch in Form von Schleichwerbung);
4. persönliche Beleidigungen und ähnliches (bitte argumentieren Sie möglichst sachlich).
5. weiters können Kommentare, die ohne oder nur geringen inhaltlichen Zusammenhang mit dem Artikel oder dem daran schließenden Kommentarverlauf gepostet werden (»off topic«) — evtl. nach Abwägung der Informationsinteressen im freien Ermessen des Blogbetreibers — durch den Administrator gelöscht werden.
Wem das nicht frei genug ist, dem sei dringend geraten, seinen eigenen Blog zu eröffnen.