Montag, 13. Juli 2020

Hans Blumenberg


... wurde heute vor hundert Jahren in Lübeck geboren. Über den Philosophen ein gut gestalteter Film:


Anm.: die »Tonaussetzer« bei min. 25 und 27 werden bei »PhilosophieKanal« wie folgt erklärt: »Im Original gibt es an diesen Stellen eine Hintergrundmusik. Diese musste unterdrückt werden, da sonst das Video nicht hätte gezeigt werden können.«

Ein Youtube-Kommentator meint über den Philosophen: »Ich hörte ca. 81/82 Freitagsvorlesungen von Blumenberg, las ihn auch, und mit ihm blieb die Münstersche Philosophie ohne Habermas. Ein Glück. Leibniz-Forschung, Seminare über Utopie, andere.«

Philosophie in Deutschland ohne Habermas & Consorten? Ein Wunder, in der Tat!

Hörenswerte Dokumentation.

Kommentare:

Günter hat gesagt…

Was haben Sie denn nur gegen Habermas?
Sogar ein so gänzlich andersgearteter Denker wie Ratzinger hat ein Jahr bevor er zu Benedikt mutierte, mit Habermas disputiert, in einem Dialog voller Respekt füreinander, auch wenn man auf verschiedenen Geistesplaneten unterwegs ist.

Ich möchte auch daran erinnern, dass der in diesem Blog recht häufig verwendete Ausdruck "Linke Faschisten" auf keinen anderen als Habermas zurückgeht.

Le Penseur hat gesagt…

Cher Günter,

wenn einer, der Zeit seines Lebens 68er-Neomarxismus-Geschwafel bändeweise von sich gab, darunter mal eine treffliche Wortprägung kreierte, dann reißt mich das noch nicht zu Ovationen hin.

Ich habe von Habermas, gebe ich gern zu, nur relativ wenig gelesen. Aber das, was ich gelesen habe, empfand ich einfach als kopmliziert aufgebrezeltes Geschwurbel. Und dagegen bin ich allergisch, egal von welcher Seite und "Richtung" es kommt.

Ich kann mit Habermas nichts anfangen, aber ich kann auch z.B. mit Heidegger nichts anfangen (Klonovsky, bekennender Heidegger-Fan, möge mir verzeihen, aber es ist halt so ...).

Ich habe wirklich keine Abneigung gegen auch "literarisch" angehauchte Philosophie, das kann durchaus erfrischend sein — aber zeigen Sie mir auch nur einen einzigen Satz von Habermas, den man als literarisch bedeutsam bezeichnen könnte! Bei ihm ist alle ein schwerfälliges Geschwurbel verquerer und unanschaulich ausgedrückter Gedanken.