Donnerstag, 12. Juni 2014

»Die Überschrift könnte ebenso lauten: NATO Aggression gegen Österreich«

... meint ein Kommentar-Poster süffisant zu folgendem »Presse«-Artikel:

Nato stört Flugverkehr über Österreich


Archivbild: Eine AWACS-Maschine der Nato
Archivbild: Eine AWACS-Maschine der Nato / Bild: REUTERS 


In Mitteleuropa verschwanden zuletzt zwei Mal hintereinander Flugzeuge von den Schirmen der Fluglotsen. Ursache könnten Experimente des Militärs in Norditalien und Deutschland sein.


 (DiePresse.com)

Gefährden Militärexperimente der NATO zur Erprobung elektronischer Kriegsführung die Flugsicherheit in Mitteleuropa? Recherchen der „Presse" scheinen diesen Verdacht zu bestätigen, der nach mehreren Zwischenfällen in den vergangenen Tagen aufgekommen ist.

Am Donnerstag der Vorwoche (5. Juni) und am Dienstag (10. Juni) verschwanden auf den Schirmen von Fluglotsen in Österreich, Deutschland, Tschechien und der Slowakei vereinzelt Flugzeuge und tauchten Minuten später wieder auf. Manchmal fehlten die Angaben zur Position, andere Male Daten zu Flugrichtung, -höhe oder -geschwindigkeit. An beiden Tagen übernahmen Lotsen die Flugzeuge „händisch", also via Funk, berichtete die Tageszeitung „Kurier".

Als Auslöser für die Panne am 5. Juni geriet eine angebliche Übung der Nato in Ungarn in Verdacht, in deren Rahmen elektronische Kriegsführung geübt werden sollte. Tatsächlich bestreitet das Hauptquartier des Verteidigungsbündnisses aber, im fraglichen Zeitraum dort überhaupt ein Manöver durchgeführt zu haben. (Hier weiterlesen)
Hier stellt sich nur eine Frage: was sagt Kurz? Der redet doch sonst auch so viel, was der Tag lang ist ...

Kommentare:

SF-Leser hat gesagt…

Oh je, wenn Journalisten über etwas halb Verstandenes schreiben:
STEALTH Funktionalität per Knopfdruck!

Grüße

Volker hat gesagt…

Wer lesen kann ich klar im Vorteil.
Der Artikel unterstellt keine "STEALTH Funktionalität". Weder expressis verbis noch als Paraphrase.
Im Gegenteil, es wird ja ausgeführt, dass das Ortungssystem „Goldhaube" die Flugzeuge die ganze Zeit im Blick hatte.

Der Artikel erklärt auch, warum das so war.
Die zivilen Beobachter "beobachten" nämlich nicht die Flugzeuge, sondern registrieren die Signale vom Transponder. Offenbar hat das NATO-Militärflugzeug die Transponder-Signale so stark gestört, dass sie nicht mehr wahrnehmbar waren.

Das Ortungssystem "Goldhaube" ist ein militärisches, was sich natürlich nicht darauf verlässt, dass der Feind sein Erscheinen zig Kilometer vorher aktiv ankündigt. Dieses "beobachtet" tatsächlich den Luftraum und registriert alles, was da oben kreucht und fleucht, z.B. Flugzeuge. Und weil es keine "STEALTH-Funktionalität" auf Knopfdruck geben kann (jedenfalls nach dem aktuellen Stand der Technik), waren alle Flugzeuge ohne Unterbrechung sichtbar.

Konnten Sie mir bis dahin folgen?

SF Leser hat gesagt…

Ach Gospodin Volker,

wer richtig lesen kann und dazu auch noch technische Kenntnisse hat, ist noch viel mehr im Vorteil.

Wenn dort steht, daß Flugzeuge verschwunden sein sollen, wie soll man das denn bitteschön verstehen?? Was ja nun mitnichten stimmt, denn es waren ja nur die Transponderdaten nicht mehr lesbar.
Die Radarechos waren bestimmt noch auf den Bildschirmen sichtbar. Egal ob es nun ein zivil oder militärisch genutztes Radarsystem gehandelt hat. Die Physik bleibt gleich.

Lassen Sie sich doch mal von berufener Seite erklären, wie das Transpondersystem der Zivilluftfahrt tatsächlich funktioniert.

Grüße

Volker hat gesagt…

Ohne das Ping-Pong-Spiel in die Länge treiben zu wollen, es steht geschrieben:
"verschwanden auf den Schirmen von Fluglotsen"