Freitag, 16. September 2011

»Die EU sollte die Türkei bitten beizutreten«

Meint zumindest der türkische Botschafter in Deutschland, Ali Ahmet Acet, in der »Welt«. Denn:
Die Türkei war immer ein europäisches Land. Unsere Augen waren immer nach Westen gerichtet, auf Modernisierung und Fortschritt. Natürlich geht es in der Europäischen Union ziemlich durcheinander. Aber die Kultur der Harmonie ist so attraktiv, dass die Türkei immer ein Teil dieser Kultur der friedlichen Konfliktlösung sein wollte. Zudem geht unser Außenhandel zu 60 Prozent in die EU, unsere Gesetze sind europäisch.
Und wir sollten im Gegenzug Seine Exzellenz bitten, dieses verlogen-selbstgefällige Gesülze zusammenzurollen und sich irgendwo reinzustecken ...

Kommentare:

Arminius hat gesagt…

Die EU sollte die Türken viel lieber bitten, aus Europa zu verschwinden.

Anonym hat gesagt…

Um den ganzen Legenden von der "starken türkischen Wirtschaft" vorzubeugen:

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/liratuerkei100.html
"Die türkische Wirtschaft wächst seit zehn Jahren. Hauptsächlich, weil aus dem Ausland Devisen in die Türkei fließen", sagt Mustafa Sönmez.
...
Die Türkei führt inzwischen etwa den doppelten Wert an Waren ein, wie sie ausführt. Das gleiche gilt für Dienstleistungen. Aus Sicht von Mustafa Sönmez und anderen Wirtschaftsexperten eine äußerst ungesunde Entwicklung, ebenso wie die Tatsache, dass die türkische Lira stetig an Wert verliert.
...
"Wenn die türkische Lira weiter an Wert verliert, wird es für die Türkei und unsere Unternehmen schwieriger, ihre Auslandsschulden in Höhe von mehr als 300 Milliarden Dollar zurückzuzahlen, weil sie dann für den Dollar mehr Lira auftreiben müssen", sagt Sönmez. "Außerdem ist die Türkei sehr von Importen abhängig. Bei einem teuren Wechselkurs muss die Türkei Energie und ausländische Rohstoffe, die sie weiterverarbeiten will, noch teurer einkaufen als bisher. Ein hoher Wechselkurs passt also überhaupt nicht zum Profil der türkischen Wirtschaft."


Das ganze "Wachstum" der Türkei passiert zudem von einem ca 5x so niedrigen pro Kopf BIP wie jenem von Österreich.

Anonym hat gesagt…

Ich bin nicht der erste Anonymus hier, der vor mir geschrieben hat.

»Unsere Augen waren immer nach Westen gerichtet ...«

Das mit Sicherheit. Diese gierigen Augen und Griffel. Gute dreihundert Jahre lang waren sie »nach Westen gerichtet« und zwar so, dass unsere (d. h. die osteurop. und vor allem auch ostösterr.) damalige Landbevölkerung, würde sie diese Äußerung mitbekommen, im Grabe rotierte.

»... dass die Türkei immer ein Teil dieser Kultur der friedlichen Konfliktlösung sein wollte.«

Deswegen auch Jahrhunderte andauernde Plünderungszüge, Raub, Mord, Brandschatzung, Versklavung, weil sie leider von »der Kultur friedlicher Konfliktlösung« ausgeschlossen waren, nicht wahr?

Da wird mir übel ...