Sonntag, 14. April 2013

»Die Wiederkehr der Anstandsdamen« oder: der ganze Wahnsinn unserer Zeit

Man kann LePenseur sicherlich nicht einer zu großen Voreingenommenheit für die FAZ und ihre FAZkes zeihen — wie Schirrmann & Consorten aus einst einem der besten Blätter der Welt ein derartiges Mainstream-Desaster destillieren konnten, wird ihm für immer unbegreiflich bleiben. Dennoch: auch hier gilt es Spreu von Weizen zu sichten!

Der Weizen findet sich freilich eher nicht im redaktionellen Teil (dessen früher legendäre Wirtschaftsrubrik beispielsweise den Abgang von Klaus Peter Krause auch nicht recht verwunden hat), sondern bisweilen in den Blogs, die der Internetausgabe der FAZ zugeordnet sind. Eben las ich da einen herrlich süffig zu lesenden Artikel: »Die Wiederkehr der Anstandsdame als intolerante Feministin«. Lesen. Erst lachen. Dann weinen — denn es ist mittlerweile so. Wie es ein Kommentar dazu prägnant zusammenfaßte:
Karin Schnellinger 28.03.2013, 14:42 Uhr

Alle Lebensbereiche sollen gegendert werden.
Die Sprache soll gesäubert werden.

"1984"?
"Farm der Tiere"?

Nein, Deutschland 2013.


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P.S.: Der Autor »Don Alphonso« hätte seinen Blog vermutlich nicht bei der FAZ, wenn er nicht bereit wäre, einige Anstandsverneigungen Richtung Blattlinie zu machen, so z.B. in der Diskussion zum Artikel, in der er natürlich gleich sein stromliniges Entsetzen über »Rechtspopulisten« und irgendwelche Frauen der »Jungen Freiheit« bekundet — wie es denn auch in den Kommentaren zum Teil (aber nicht zum guten!) gutmenschelt, daß es nur so a Freud' ist. »Brav, darfst dich wieder setzen« — vielleicht bekommen sie dafür irgendein Häppchen von der hohen Redaktion. Aber egal: das sind peccata minora ...

Die Hampelmännchen von Karlsruhe

... sind also, wie zu erwarten stand, blitzartig eingeknickt, nachdem ein drohenes Knurren aus Ankara zu vernehmen war. Wofür, bitte, braucht Deutschland überhaupt so ein Pseudogericht, das doch in allen entscheidenden Fragen — höchstens mit einem mahnend erhobenen Zeigenfinger »Aber nicht wieder machen!« — umgefallen ist? Man denke an die windelweiche »Argumentation«, mit der die ESM-Abzocke Deutschlands für grundgesetzkonform erklärt wurde. Das sind doch bloß in rote Talare verkleidete Jammerlappen!

Wie sehr die Bundesrepublik längst an den Fäden des türkischen Regimes hampelt, zeigte sich selten so deutlich. Wenn aber nun das Höchstgericht Deutschland schon so eifertig in jede Hose macht, die ihm die Türken hinhalten, kann man sich ja vorstellen, wie der »NSU-Prozeß« vor einer niedrigeren Gerichtsinstanz abgeführt wird. Und erst der Prozeß gegen den »Kartoffel«-Zertreter von Kirchweyhe (wenn es den je geben wird).

Sarrazin hat leider völlig recht: Deutschland schafft sich ab ...

Samstag, 13. April 2013

Kein ungläubiger, sondern ein überaus gläubiger Thomas ..

... und zwar einer der PC-gläubigen Sorte, »ex Gotha« sich benamsend, also entweder ehemals Mitglied dortiger Adelskalender, oder sonst irgendwie »ex« — wer kann's wissen, und, ehrlich gefragt: wen interessiert's ...

Besagter PC-gläubiger Thomas äußerte über ein etwas kopfschüttelndes Posting (vgl hier) meinerseits eine Reihe von Freundlichkeiten über LePenseur und »behelligt« mich (his words, not mine) mit einer »Theorie«, zu der ich im Blog der Freunde geschlossener Anstalten selbst Stellung nehmen wollte (eigentlich sogar genommen hatte, denn das Kommentarposting war fertig getippt) — nur: die Wordpress-Software, das Internet, mein Computer, na was auch immer ... übergab nach Drücken des Buttons das Posting nicht der Öffentlichkeit. Nun schreibe ich zwar durchaus gern Kommentarpostings, aber nicht zum Zweck ihres Verschwindens im E-Nirvana. Da mir derlei bei Blogger eher nicht unterkommt, erlaube ich mir die Theorie des gläubigen Thomas daher hier zu präsentieren:
Vielen Dank, Monsieur Le Penseur, für Ihren Beitrag, der mich zu Ihrer entzückenden kleinen Homepage führte, wo Sie mir unterstellen, ich hinge irgendwelchen “Denkverboten der Political Correctness” an. Mal abgesehen von der Frage, ob es die überhaupt gibt: ich habe lediglich ein Wort (“Verbalmessertürken”) für misslungen gehalten, das Sie für “recht sprachwitzig” erachten. Es handelt sich also um eine Geschmacksfrage, die Sie zu einer grundsätzlich politischen umdeuten, was dazu führt, dass Leuten wie mir, die nicht jede aberwitzige These für beachtenswert halten, unterstellt wird, ich wollte missliebige Menschen “pc-konform” (damit haben Sie’s aber) umerziehen. Nun gut, dürfen Sie schreiben. Ich darf Sie aber im Gegenzug mit meiner Theorie behelligen, dass ich, nachdem ich fast 20 Jahre lang bis zum Erbrechen den Begriff “Political Correctness” habe lesen müssen, zur Erkenntnis gelangt bin, dass er nichts anderes bedeutet als “Gutes Benehmen”.
Da mal drüber nachdenken!
Rät:
Thomas ex Gotha
Nun, LePenseur denkt über viele Dinge gerne nach und tut dies regelmäßig — dennoch kann er auch bei noch so viel Nachdenken der von Thomas ex Gotha aufgestellten Theorie nicht beipflichten. Wir setzen mal voraus, daß Thomas als Kommentarposter auf besagtem Blog mit den Ansichten Sir Karl Poppers (welche ja die »offene Gesellschaft« propagierte) hinreichend vertraut ist, um zu wissen, daß jede wissenschaftliche Theorie nur so viel taugt, wie sie zwar prinzipiell falsifizierbar ist (sonst handelt es sich dabei nämlich um eine Ideologie, eine religiöse Überzeugung oder dergleichen, aber eben um keine Theorie im Sinne der Wissenschaft!), aber eben nicht falsifiziert ist. Denn diesfalls wäre sie zwar noch immer eine Theorie — aber halt leider eine falsche. Beispiel: die wissenschaftlich vielleicht davor zulässige Theorie, daß die Erde eine Scheibe sei und man bei Überquerung ihres Randes in die Unterwelt stürze, wurde durch die Weltumseglung von Magellan (bzw. korrekter: del Cano, denn Magellan starb leider unterwegs) falsifiziert. Jetzt brauchen nicht Weltumrundungen um laufenden Band unternommen zu werden, um dies zu bestätigen, es reicht die einmalige Falsifizierung, um zu erkennen: die Theorie »Erdscheibe« war vielleicht schön, aber eben falsch! Es reicht also auch bei Thomas ex Gotha eine Falsifizierung in einem einzigen Fall, um seine Theorie, der Begriff »Political Correctness« bedeute nichts anderes als »Gutes Benehmen«, als leider falsche Theoriefindung zu enttarnen. Nun, nichts leichter als das.

Wir erinnern uns alle sicher noch an den »Fall« Eva Herman. Mir ist nicht erinnerlich, daß Eva Herman in ihrer Pressekonferenz (die den »Fall« auslöste) oder in der unsäglichen Fernseh-Hinrichtung in einer Talk-Show auch nur im mindesten schlechtes Benehmen gezeigt hätte. Schlecht benommen haben sich vielmehr die anderen, die »politisch Korrekten«: angefangen vom Kotzbrocken Wagner in »Bild«, über den Sendungs-Moderator (der nicht moderiert, sondern untergriffig insinuiert hat), bis hin zu dem schlichte Halb- bis Unwahrheiten als »wissenschaftlich gesichterte Erkenntnisse« verkündenden Prof. Wippmann. Wenn es einen Fall gibt, der die fundamentalen Unterschiede von »gutem Benehmen« und »political Correctness« geradezu plakativ illustriert, dann den von Eva Herman! Da ich jedoch nicht ausschließen kann, ob damals Eva Herman vielleicht einen für zarte Gemüter zu roten Lippenstift trug, und dadurch gegen die diffizilen Regeln guten Benehmens verstieß, machen wir doch sicherheitshalber die Probe aufs Exempel:

Wir brauchen da nur an die versuchte mediale Hinrichtung von Thilo Sarrazin durch die PC-Meute in den Systemmedien zu erinnern. Wer je Sarrazins Bücher gelesen und/oder seine Interviews gesehen hat, der wird zustimmen müssen, daß diesem Mann was auch immer, aber sicher nicht Mangel an gutem Benehmen nachgesagt werden kann. Trotzdem versuchte man ihn auf dem Altar der politischen Korrektheit zu opfern. Und, gehen wir ein paar Jahre zurück, so finden wir bspw. den »Fall« Martin Hohmann. Welches schlechte Benehmen seinerseits, bitteschön, hätte seine Verfolgung unter den Auspizien einer außer Rand und Band geratenen »politischen Korrektheit« ausgelöst?

Genug der Beispiele (es gäbe unzählige, in Deutschland und anderswo). Ich weiß, cher Thomas ex Gotha, die »politisch Korrekten« hätten's ja gern, daß es so wäre, wie Sie theoretisieren. Dann könnten sie nämlich ihre Gegner als unqualifizierte Rüpel formlos aus dem Diskurs ausschließen, und brauchten sich mit den vielen fundierten Argumenten gegen ihre angeblich doch so »politisch korrekte« Position auseinanderzusetzen. Das ist zwar bequem, das schafft billige Siege, wenigstens eine Zeit lang ... keine Frage.

Aber ist es »gutes Benehmen«? Da mal drüber nachdenken!
Rät:
LePenseur

Freitag, 12. April 2013

Das Schröpfen der »Reichen« als Vorspiel zum Abschlachten des Mittelstands

Ein überaus lesenswerter Artikel von Hans Heckel findet sich in der »Preußischen Allgemeinen Zeitung«, die sich solche Artikel (im Gegensatz zu ihrer Fast-Namensschwester in Frankfurt) noch zu veröffentlichen traut:
Vom Sozialneid geblendet

»Offshore-Leaks« als Türöffner für einen gigantischen Raubzug bei den Bürgern

Die letzten Wochen haben gezeigt, dass Kundengelder keineswegs sicher sind. Über ihr Schicksal entscheidet allein die Kassenlage der Staaten und Banken.

Bei der Jagd auf sogenannte Steuersünder können sich Politik und Medien der Unterstützung breiter Volksschichten sicher sein. Nachrichten über Millionenkonten in geradezu aufreizend behaglichen „Steuerparadiesen“ wie den karibischen Cayman- oder den pazifischen Cook-Inseln bringen die Seele des vom Finanzamt geplagten Durchschnittsverdieners zum Kochen. Er will Rache. Jüngste Taten und Ereignisse aber weisen darauf hin, dass der Durchschnittsverdiener in die Falle gelockt werden. Er wird zum Beifall, damit quasi zur politischen Legitimation einer Kampagne verleitet, die sich am Ende gegen ihn selbst richten wird.

Der Betrug beginnt schon ganz harmlos bei hohen Steuern, die angeblich nur „Reiche“ treffen: Wie das Bundesfinanzministerium auf Anfrage der Partei „Die Linke“ zugeben musste, nimmt der Fiskus über die „kalte Progression“ von 2011 bis Ende dieses Jahres neun Milliarden Euro mehr ein. Das Geld stammt von Durchschnittsverdienern, deren Steuern automatisch steigen, ohne dass sie real mehr verdient hätten.
(Hier weiterlesen)
Und was wird die Reaktion sein? Null. Wetten werden unbesorgt angenommen. Die AfD wird, wenn überhaupt, im Promillebereich landen, die Scheinalternativen, wie z.B. die Piraten, haben auch längst ihre Schuldigkeit getan, und die »Internationale Front des undemokratischen Deutschland« mit ihren angeschlossenen Blockparteien wird wieder mit 100% im Bundestag sitzen. Wie Maria-Anna Konietzko, eine Posterin zu obigem Artikel treffend schrieb:
... ich denke, auch dann wird der deutsche Michel die gierigen "Reichen" und die noch gierigeren "Spekulanten" verantwortlich machen, sich über deren Steuerspar"tricks" ereifern, Enteignung fordern, und gerne und auch um des lieben Friedens willen in der EU samt Euro verbleiben, dabei alle 4 Jahre die schwere Wahlentscheidung zwischen CDUSPDFDPGRÜNELINKE treffen. Er wird brav seine wenigen Kinder zwecks gerechtsozialverträglich richtiger Erziehung beim Staat abgeben, für wenig Geld immer mehr schuften, sich einen ewigen Nazi nennen lassen und sich Hilfe von noch mehr Staat erhoffen! Und all diejenigen, die eine andere Sichtweise haben, werden irgendwann aufhören flammende Leserbriefe zu schreiben, - und resignieren oder rechtzeitig auswandern müssen!
Voltaire nannte die Deutschen eine »gut durchgeprügelte Nation«. Das war zwei Jahrhunderte vor der »Re-Education« der Alliierten (die aus den Deutschen ebenso rückgratlose wie arbeitsame Jammerlappen fabrizierte), und noch länger vor dem Ausbruch der political correctness, der durch Kontaktinfektion an Alt-Achtundsechzigern übertragbaren Geisteskrankheit unserer Tage. Man kann Voltaire eine beachtliche pürophetische Gabe nicht absprechen ...

Der Versuch, Unsägliches zu benennen

... wird höchst verdienstvoll vom Blogger und — laut Eigendefinition — katholischen Freigeist »Geistbraus« unternommen:
Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren. Im Alter von mindestens 103 Jahren ist sie nun allmählich von uns gegangen. Ihren Vater, Theaterdirektor Alfred von Berger, kennt heute kaum mehr jemand. Ihr Ziehvater hingegen ist als eine der bösesten Zungen aller Zeiten in die Literaturgeschichte eingegangen.

Die Rede ist von der Journaille. Allerdings nicht von jenem Personenstand, der durch das Wort bezeichnet wird (der ist nämlich unsterblich), sondern vom Wort selbst. Müssen wir doch erleben, wie ihm in diesen Tagen dasselbe widerfährt, was einst schon der Gotik, dem Impressionismus und dem Kubismus angetan wurde – die Entpejorisierung.

(Hier weiterlesen)
»Geistbraus« erkennt völlig zutreffend die Gefahr, die damit verbunden ist, wenn ein bislang gerechtfertigtes Schimpfwort in eine neutrale Bezeichnung umgefälscht wird — quasi der spiegelbildlich verkehrte Vorgang zur beliebten Vorgangsweise der political correctness, die sich ja dadurch hervortut, bislang neutrale Bezeichnungen, wie z.B. »Neger« oder »taub«, zu gar erschröcklichen Schimpfwörtern umzufälschen, um sie durch »Schwarzafrikaner« und »gehörlos« zu ersetzen — und schlägt daher für die Angehörigen der Journaille folgende Bezeichnungen vor:
- Journaloser
- Journopfer
- Journ-a-löcher
- J’analisten?
Wovon m.E. »Journ-a-löcher« durchaus das Zeug zur bleibenden Wortprägung zu haben scheint! Die Kommentarposter waren ebenfalls kreativ und produzierten so treffliche Bezeichnungen wie »Journopath« und, last but not least: »Jourschnalle« — ein Begriff, der doch mancher Fernsehmoderatorin wie auf den Leib, mit dem sie die Karriereleiter erkletterte, geschrieben wirkt ...

»Le style, c'est l'homme«, sagt bekanntlich der Franzose. Dies, sowie Wittgensteins Diktum, daß man schweigen müsse, wovon man nicht sprechen könne, ergeben als Schnittmenge die unerquickliche Schlußfolgerung, daß wir wohl Gefahr liefen, durch die Entpejorisierung von »Journaille« die Mitglieder dieses Berufes nicht länger stilvoll charakterisieren zu können.

Eine Gefahr, die dank des Kollegen »Geistbraus« und seiner Kommentatoren glücklicherweise behoben scheint ...

Donnerstag, 11. April 2013

Na fesch!

Wenn das stimmt, was die »Deutschen Wirtschaftsnachrichten« heute berichten, dann wird das recht bald sehr ungemütlich für uns, die wir im Gegensatz zu Mr. Bankfein nicht »das Geschäft Gottes« betreiben, sondern unser Geld durch ehrliche Arbeit verdienen müssen ...

»Kriegs und Frieden«

... betitelt der Hochwürdige Klosterneuburger Chor- und Floridsdorfer Pfarrherr Alipius C. Müller einen für die Situation in Deutschland fürwahr symptomatischen Artikel:
Man scheint an so einer Uni ja 'ne Menge zu lernen...:
Mehrere Dutzend Studenten haben am Mittwochabend an der Humboldt-Universität in Berlin eine Veranstaltung mit Verteidigungsminister Thomas de Maizière verhindert. Der CDU-Politiker wollte einen Vortrag zum Thema "Armee der Einheit - Der Beitrag der Bundeswehr zum gesellschaftlichen Zusammenhalt" halten.

Doch schon zu Beginn wurde der Minister in dem mit etwa 300 Studenten besetzten Hörsaal nur mit rhythmischem Klatschen und Sprechchören wie "Thomas, wir lieben dich" am Reden gehindert. Nach einiger Zeit waren aber fast nur noch Parolen wie "Nie wieder Deutschland", "Deutschland ist scheiße" und "Nie wieder Krieg" zu hören. Mehrere Gruppen hatten in den vergangenen Tagen übers Internet zum Protest aufgerufen.
Über 190 Länder gibt es in der Welt, die nicht Deutschland (also nicht "scheiße") sind. Trotzdem scheint irgendetwas diese Leute in diesem Tümpel der Unterdrückung, der Überwachung, der Unfreiheit und des Untertanenwesens festzuhalten.
Ja, was könnte es bloß sein ...? Man findet die Antwort eigentlich überall und jederzeit — bspw. wenn man zufällig im Blog »Freunde der offenen Gesellschaft« die Kommentare durchliest zum Artikel »Ich mach Dich Satire!« (der sich mit dem aufsehenerregenden Text von A. Pirinçci aus Anlaß des von einer Türken-Gang bestialisch zu Tode getrampelten Daniel Siefert auf der »Achse des Guten« mit der Frage der Integrationswilligkeit mohammedanischer Zuwanderer befaßt), und feststellen muß, daß — wenigstens die meisten — Kommentarposter unter einer »offenen Gesellschaft« eine für die Denkverbote der Political Correctness »offene« verstehen, und sich höchlichst degôutiert von der recht sprachwitzigen Charakterisierung zweier erbittert streitender türkisch-stämmiger Autoren als »Verbalmessertürken« abgrenzen. Ein einsamer Kommentarposter, der die süffisante Feststellung trifft:
Ui, da hat noch jemand Eier in der Hose. Der fragt ja gar nicht “darf man das?”. Der macht einfach. Das wird Deutschlands Eunuchen-Generation aber nicht gefallen.
... wird natürlich sofort niedergezischt. Ja, ja: »Eunuchen-Generation«, das tut ihnen halt doch weh in den Eiern, die sie nicht haben ...

Die Wahrheit tut meistens weh. Zum ersten Mal, wenn man sie erfährt — auch wenn man sie propmt verdängt. Und ein zweites Mal (oder evtl. noch weitere Male — abhängig vom Verdrängungsgrad), wenn man daran erinnert wird.

Mittwoch, 10. April 2013

Interessant — daß sich das wer zu schreiben getraut ...

Österreicher sind ärmer als Griechen



Wundert's wen? Bei uns sind Politiker und Beamte doch auch besser gestellt, als die Leistungsträger
(egal ob selbständig oder angestellt) in den Privatunternehmen, die das ganze
mit ihren Steuern bezahlen müssen ...

Mancher ist nicht bloß eines, und benimmt sich wie eines, sondern sieht auch noch wie eines aus:



»David Roth, Vizepräsident der SP-Schweiz und Präsident der Jungsozialisten, ist für seine provokativen Äußerungen bekannt«, berichtet die Neue Zürcher Zeitung, und die muß es ja wissen, denn schließlich hat sie mit diesem Juso-Funktionär sicher häufiger zu tun als ein Nicht-Schweizer.
«Ich glaube es ist nicht zynisch heute ein Bier auf Maggies besten Tag zu trinken.» Diesen Satz hat David Roth, Vizepräsident der SP Schweiz und Juso-Präsident, nach der Bekanntgabe des Todes der ehemaligen britischen Premierministerin auf seinem Facebook-Profil veröffentlicht. Öffentlich gemacht haben Roths Kommentar die «Neue Luzerner Zeitung» und der «Blick» in ihrer Ausgabe vom Mittwoch. Bei der SP Schweiz hat man entschieden, den Facebook-Eintrag Roths nicht zu kommentieren, wie Sprecher Andreas Käsermann auf Anfrage mitteilte. Felicitas Zopfi, Präsidentin der SP Luzern, erklärte in der NLZ: «Der Eintrag von David Roth ist ungeschickt.»

«Wohl zu pointiert»

Roth erklärte auf Anfrage, dass sein Kommentar wohl «zu pointiert» ausgefallen sei. «Ich habe mir strafrechtlich nichts zuschulden kommen lassen», wehrt sich der Juso-Präsident.
Ach, »ungeschickt« bzw. »zu pointiert« nennt sich das heute ... ... keine Bange, Herr Roth (welch treffender Name für einen Sozen-Funktionär): Sie haben derlei nicht zu befürchten! Wenn Sie einst versterben, wird es — abgesehen von einer gewissen Erleichterung, die sich dann in Ihrer näheren Umgebung möglicher-, ja sogar wahrscheinlicherweise breitmachen wird — wohl keiner mitbekommen.

Bei Leuten wie Ihnen, Herr Roth, reicht es nämlich nicht einmal zum Nachpinkeln ins Grab — denn selbst dazu sind Sie zu unbedeutend.

Dienstag, 9. April 2013

Lügen haben bisweilen kurze Beine

... und die dreisten Lügen des Hessischen Rundfunks, der mit erfundenen Anschuldigungen eine »Dokumentation« über die Ausbeutung von ausländischen Leiharbeitern durch Amazon zusammengekleistert hat, sind schon nach wenigen Wochen endgültig und rechtskräftig als das enttarnt, was jedem mit ein bisserl Hausverstand schon von Anfang an klar war: als dreiste, unverfrorene Lügen.
Was aufmerksame Zuschauer schon anhand der Machart der vermeintlichen Dokumentation vermuteten, wird jetzt von einer Einstweiliger Verfügung bestätigt, die das Leipziger Job-Touristikunternehmen CoCo gegen den Hessischen Rundfunk erwirkt hat. Dessen Mitarbeiter hatten mit kreativ zusammengeschnittenen dunklen Bildern, Fotos von Emails und geraunten Kommentaren die angeblichen Arbeitsbedingungen von Leiharbeitern bei Amazon angeprangert. Unter anderen hätten Leiharbeiter in Kellern hausen müssen, sie seien von Nazis überwacht und zwangsweise “abgefüttert” worden “wie die Schweine”. (Hier weiterlesen)
... schreibt der verdienstvolle Informationsblog »Politplatschquatsch«. Ganz im Gegensatz zum vornehm sein wollenden, doch nur betreten seienden Schweigen im Medienwald. Nach dem alten Motto: »Qui s'excuse, s'accuse«, vermeidet es die linke Medienmeute, ihre unverholene Hetzkampagne gegen Amazon zuzugeben, die sich so herrlich zum schwächelnden »Kampf gegen Rechts« ebenso instrumentalisieren ließ, wie sie die »Eat-the-rich«-Emotionen der in der Wolle linksgefärbten Journaille bediente. Man fürchtete doch glatt das Gesicht dabei verlieren (meine Mutter pflegte in solchen Fällen zu bemerken: »Bei dem Ponem auch ka Schad'n!«)...

Welch erstaunlicher Gegensatz zur allgegenwärtigen NSU-Schmierenkomödie, bei der die hirnrissigsten Konfabulationen, die irgendeinem Grün- oder Links-Abgeordneten dazu einfallen, noch bereitwilligst von allen Systemmedien in Artikelserien nachgebetet werden. Wer unsere offizielle Medienlandschaft so ansieht, kann sich eines tiefen Ekelgefühls nicht erwehren — Freytags »Schmock« wäre noch ein Ehrenmann in diesem verluderten Haufen!

Vor einiger Zeit schrieb der Sohn eines bekannten österreichischen Meinungsforschers seine (mittlerweile sogar in zweiter Auflage veröffentlichte) Diplomarbeit unter dem schönen Titel »Journalismus: Beruf ohne Moral?« Das Buch und seine »wissenschaftlichen« Ergebnisse waren ... na, sagen wir mal: nicht wirklich erstaunlich.

Erstaunlich war nur das Fragezeichen im Ttitel.

Warum nicht »Die Presse« loben

... wenn sie einmal einen trefflichen Artikel — einen Leitartikel sogar! — veröffentlicht. Und am Artikel von Gerhard Hofer ist in der Tat wenig bis nichts auszusetzen:
Die Steuerinquisition verbrennt auch kleine Sünder

Wenn wir lieber in einem Steuerspitzelstaat als in einer "bösen" Steueroase leben wollen, sollten wir das Bankgeheimnis schleunigst abschaffen.

Jetzt hat Österreich ein Wahlkampfthema mehr: SPÖ-Kanzler Faymann findet, dass wir uns einer europäischen Steueroasendebatte nicht mehr verschließen können und einen gemeinsamen Weg mit Deutschland einschlagen müssen. Die ÖVP beharrt auf dem Status quo. „Weil das bei uns so Tradition ist“, ließ Finanzministerin Fekter am Wochenende ausrichten. Jede Partei bedient ihre Klientel. Beide rechnen damit, dass das Bankgeheimnis nach der Wahl ohnehin obsolet ist. Spätestens wenn die Verhandlungen mit den USA in die heiße Phase kommen.
(Hier weiterlesen)
An dem Befund ist — leider — wenig auszusetzen, bis vielleicht auf die semantische Feinheit, daß der Begriff »Steuersünder« ein Abschweifen in die Morallehre darstellt, der völlig unangebracht ist! Sündhaft ist nicht zu versuchen, sein legitimes Einkommen und sein legal erworbenes Vermögen vor den Klauen der Finanz zu retten, sondern vielmehr die überbordende Steuerbelastung, die mittlerweile längst deutlich mehr als die Hälfte des Einkommens raubt — um dann das Geld für die Wahlzuckerln der Parteipolitruks, für eine ineffiziente, v.a. mit sich selbst beschäftigte Bürokratie, und schließlich für »Leistungen«, die keiner braucht (Antidiskriminierungskommissionen, Gender Mainstreaming und wie all der Scheiß sonst noch heißt!) zu verpulvern. Das ist Sünde, nicht die Frage des Installateurs, »ob man eine Rechnung braucht«! Gerhard Hofer schließt seinen Artikel mit einem glasklar formulierten Satz:
Es geht um die Frage, wie sich Österreich positioniert. Orientiert es sich an Ländern wie Frankreich, die trotz hoher Steuern horrende Defizite fabrizieren? An Deutschland, das um den Preis einer Fiskalinquisition heuer womöglich einen winzigen strukturellen Budgetüberschuss schafft? Oder doch an der „bösen“ Steueroase Schweiz, die in Krisenzeiten Budgetüberschüsse produziert? Weil sie auf einen effizienten und schlanken Staat setzt, statt unentwegt darüber nachzudenken, wie und wo sie mehr Steuern eintreiben kann.
Wer freilich unsere herrschende Politmafia ebenso kennt wie die unzähligen Kevins und Jessicas, die in einer »Demokratie« trotz nachgewiesener Inkompetenz und Stupidität die Wahlen entscheiden, der wird sich über die Positionierung Österreichs nicht wirklich Gedanken machen müssen: na klar werden wir an Frankreichs Seite Defizite fabrizieren! Und Fiskalinquisition ist eh nur zu gerecht, weil »die G'stopften«, denen eine proletoide ÖVP-Ministerin ein lautes »Her mit der Marie!« entgegenschmetterte, einfach ausgesackelt gehören, daß ihnen Hören und Sehen vergeht, diesen G'frastern!

Manchmal fragt man sich schon: warum wurde man nicht als Schweizer geboren? Sicher: die Humordefizienz, die Kleinkariertheit, die Selbstgerechtigkeit sind manchmal schwer auszuhalten — doch wäre nicht ein schlanker Staat ebenso auch mit Wiener Schmäh zu vereinbaren ...?

Montag, 8. April 2013

Was nicht nur Unterberger sprachlos macht

... sondern wohl jeden, der das hier durchliest — oder eigentlich nicht bloß sprachlos, sondern vor Wut nahezu besinnungslos! Wenn Sie noch viel sprachloser aus der Wäsche gucken wollen, dann lesen Sie hier weiter.Die besinnungslose Wut können Sie sich sparen — das bringt nix, wenn man überlegen soll, wie man aus dem Schlamassel irgendwie noch rauskommen könnte. Wem das für den Wochenbeginn nicht reicht: hier werden Sie geholfen ...

Der Tod einer Symbolfigur

Wie eben durch die Medien verbreitet wird: Lady Margaret Thatcher ist gestorben. Angesichts des EU-weit grassierenden Wahnwitzes: ein Fanal! Was immer man gegen Lady Thatcher vorbringen möchte (und dessen gäbe es durchaus einiges — so z.B. ihr querulatorischer Widerstand gegen die deutsche Wiedervereinigung), eines läßt sich nicht leugnen: sie war besser als alles, was ihr (von Major bis Brown) nachfolgte — und um viele Klassen besser als das linksgewendete Polit-Gesindel, das da derzeit (egal in welcher Partei) herumfleucht! Sogar die EU-handzahme Tante »Presse« versucht sich in einem achtungsvollen Nachruf:
In der Öffentlichkeit war sie nach einer Serie kleiner Schlaganfälle schon lange kaum mehr zu sehen gewesen, doch im gesellschaftlichen Bewusstsein ist sie bis heute omnipräsent: Kein Politiker der Nachkriegsgeneration hat Großbritannien so geprägt wie die nun im 88. Lebensjahr verstorbene Margaret Thatcher. Als erste weibliche Premierministerin des Vereinigten Königreichs schrieb sie Geschichte.

Das Land, das Thatcher 1979 übernahm, kennt man heute (fast) nur mehr aus sozialkritischen Filmen. Drei Jahre zuvor musste der Internationale Währungsfonds die einstige Weltmacht vor dem Staatsbankrott retten. Im „winter of discontent“ 1978/79 brachten Streiks der allmächtigen Gewerkschaften das Land an den Rand des Zusammenbruchs.
(Hier weiterlesen)
Den Nachruf mit den Worten »Die Generation Blair schuf auf ihrem Lebenswerk einen „Thatcherismus mit menschlichem Antlitz« zu beschließen — diesen Tort freilich hätte sich »Die Presse« getrost sparen können: blanker Hohn, wenn man die billige Fake-Kopie mit dem Original vergleicht! Denn Blairs scheinheilige Grinsefratze verkörperte etwa so sehr »menschliches Antlitz« wie die Visage Faymanns.

Wie sagt der Volksmund: »Es kommt nix besser's nach!« — und hat damit, wie so oft, recht ...

Johann Heinrich von Thünen

Zum Abschalten von den mehr als unerfreulichen Gegenwartsverhältnissen empfiehlt sich ein Blick in »Morgenländers Notizbuch«, welches nach zwei langen Monaten Blogpause jetzt mit einer interessanten Serie zu Johann Heinrich von Thünen aufwartet, »... den nur noch wenige kennen, der aber der brillanteste Kopf ist, der sich in Deutschland jemals wirtschaftlichen Fragen gewidmet hat« (wie Kollege Morgenländer meint). Nun, die brillantesten Köpfe Österreichs, die sich wirtschaftlichen Fragen gewidmet haben (und derer gab's genug) sind damit ja nicht in Zweifel gezogen ...

Der Morgenländer wandert zunächst »Von Möglin nach Tellow« und behandelt einige Präliminarien, bevor er sich dem »Isolierten Staat« zuwendet — »Johann Heinrich v. Thünen lesend« — mit einer ersten und, heute, zweiten Fortsetzung, und dem Schluß).

Wandern und lesen Sie mit — es lohnt sich wirklich! Man liest eigentlich fast nur Selbstverständlichkeiten — die nur heute so wenig selbstverständlich sind, daß sie geradezu exotisch anmuten ...

Sonntag, 7. April 2013

Zufälle

Ja, Zufälle gibt's ... Denken wir nur an die Brösel, die's unlängst in Zypern gab, na, Sie wissen schon ... das mit den Sparguthaben ... unschön, irgendwie! Die Leute wollten nicht so recht glauben, daß da nur die pöhsen russischen Oligarchen zum Handkuß kommen (denen es ohnehin nix macht, wenn sie ein paar Milliarden weniger haben. Diese miesen Säcke haben doch eh so viel!) ...

Und — schuppdiwupp! — apert aus dem Daten-Nirvana eine Festplatte mit Gigabites voller Daten aus Steueroasen in Richtung »investigativer« Journaillisten aus, die daraus viele, viele griffige Schlagzeilen und Artikel in der Denk- und Formulierungstadition des »Neuen Deutschland« fabrizieren können, und so helfen, die Leute mit angeblichen Skandalen sinistrer Steuerhinterzieher davon abzulenken, daß der kriminelle Rollstuhlfahrer gerade Luxemburg und Österreich zur endgültigen Aufgabejdes Bankgeheimnisses erpressen will, damit unsere Polit-Nomenklatura den gläsernen Untertanen, den sie dann endlich völlig risikolos und unabsetzbar zu beherrschen vermag, in die Realität umsetzen kann.

Na, ist das nicht ein glücklicher Zufall, daß gerade jetzt, wo man dringend was machen will gegen die »Reichen«, damit die Amtszeit unserer Politruks nicht bereits bei der nächsten Wahl endet, also daß da gerade so ein zufälliger Datenfund eines »Journalisten-Netzwerks« alle Mittel hiefür in die Hand gibt?

Ja, ja, Zufall ... oder, könnte man sagen: Grüße aus Gleiwitz ...

Der restlose Wegfall des Bankgeheimnisses ist bei den Plänen nämlich ein äußerst wichtiger Punkt: sobald die Behörden jederzeit alle Kontodaten abfragen können, bedarf es nur mehr entsprechend ausgeklügelter Programme, um zu jedem Kontoinhaber ein exaktes Profil seiner Zahlungsflüsse zu erstellen, solche Profile sodann statistisch zu verdichten und automatisiert auf Auffälligkeiten und Abweichungen zu prüfen. Ach, bei Herrn X wird ein Mitgliedsbeitrag der FPÖ abgebucht? Das merken wir gleich mal vor! Bei Frau Y wird ein eine Honorarnote eines Psychologen überwiesen? Interessant ...

Zweiter Eckpunkt: die Aufzeichnung von IP-Adressen und Rufnummern. Gibt es bereits, und ermöglicht den Behörden die lückenlose Kontrolle über das Kommunikations- und Informationsverhalten aller Menschen, die nicht gelernt (oder schlicht nicht die Zeit und/oder den Nerv) haben, es mit nahezu geheimdienstlichen Verschleierungstaktiken geheimzuhalten (und, bitte: jetzt keine klugscheißerischen Kommentare posten, wie »einfach« das doch gehe — nö, geht es eben nicht! Es kostet Zeit und schränkt Nutzungsmöglichkeiten ein. Wenigstens das ...).

Der dritte Eckpunkt ist das Verbot von Bargeld-Transaktionen. Ist ebenfalls schon weitgehend durchgezogen, wenn das jetzt noch (wie geplant) endgültig auf Bagatellebeträge heruntergesetzt wird, dann haben sie uns alle schon fast an den Eiern. Denn dann muß ich mein Geld über das Konto, das sie mir jederzeit sperren können und dessen Bewegungen sie automatisiert überwachen, einnehmen. Dann darf ich keine Anschaffungen tätigen, von denen der Leviathan Staat nichts wüßte. Die Falle ist zu. Es gibt kein Entrinnen mehr — außer, man wandert aus, solange man das noch ohne Vermögenskonfiskation darf. Aber wohin? Die »Oasen« werden weltweit ausgetrocknet, die bürokratisch-etatistischen Wüsten wachsen.

Als ich vor circa zwei Jahren aus »Zettels Kleinem Zimmer« flog (mit diesem Posting), da war der mittlerweile verstorbene »Zettel« (alias »Wamba«, wenn er Leute rausschmeißen wollte) noch fest der Überzeugung:
»Die Bundesrepublik Deutschland ist selbstverständlich ein demokratischer Rechtsstaat; jeder kann sich durch einen Blick in das Grundgesetz davon überzeugen. Auch die Verfassungswirklichkeit ist die eines demokratischen Rechtsstaats.«
Irgendwie tät's mich schon interessieren, ob er diese (mir schon damals gewagt optimistisch vorkommende) Meinung heute auch noch aufrechterhielte ...

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P.S.: einen hervorragenden Artikel zum Thema gibt's auf »Politplatschquatsch«. Lesenswert!

Was die Leut' so interessiert ...



Dieser Blog zieht — so wollen wir's doch hoffen — vor allem intellektuell anspruchsvollere Geister mit vielfältigen Interessen auf philosophisch-weltanschaulichem, wirtschaftlichem und politischem Gebiet an. Kulturbeflissen und bildungsbürgerlich sind diese ja sowieso. Sollte man meinen ...

In der Realität punkten die Silikon-Titten eines Türkenmädels in geradezu schwindelerregendem Abstand vor der politischen Skandalnudel des Jahres 2011, erst ab Platz drei kann sich mit »Ämter: Würden und Funktionen« die Seriosität von Erörterungen über einen Papst-Rücktritt behaupten. Frustrierend, irgendwie — oder nicht?

Nun, nicht ohne Grund läßt unser verehrter Herr Geheimrat von Goethe im Vorspiel des Faust die Worte sprechen:

Greift nur hinein ins volle Menschenleben!
Ein jeder lebt's, nicht vielen ist's bekannt,
und wo Ihr's packt, da ist's interessant.


Und dazu gehört, offensichtlich, auch der Griff an die Oberweite (mag sie denn auch silikoniert sein) und zum Skandalbericht. Wir werden's nicht ändern können (und wollen) — doch: wundern wird man sich schon ein bisserl dürfen ...

Samstag, 6. April 2013

Messerscharf geschlossen

Tante »Presse« weiß (als gewohnte Abschreibübung von APA/dpa) in der Rubrik »Panorama« Erschöckliches, aber wegen des guten Ausgangs dann doch irgendwie fast Tröstliches zu berichten:
Geiselnahme in Kölner Kindergarten beendet

Die Polizei konnten den Täter nach einem zehnstündigen Nervenkrieg überwältigen. Er hatte den Leiter der Einrichtung mit einem Messer bedroht. Die Kinder waren in Sicherheit gebracht worden.

Nach zehnstündigem Geiseldrama hat die Polizei den Leiter einer Kölner Kindertagesstätte befreit. Spezialkräfte stürmten am Freitagabend den Kindergarten in der Hochhaussiedlung Köln-Chorweiler, nachdem es über Stunden Verhandlungen mit dem zunächst unbekannten Mann gegeben hatte. Bei dem Zugriff erlitt der Geiselnehmer einen Schuss in die Schulter. Den Leiter hatte der mit einem Messer bewaffnete Mann zuvor durch einen Stich ins Bein verletzt.

[...]

Die Identität des Geiselnehmers war lange Zeit unklar. Am Abend teilte die Polizei dann mit: Nach derzeitigen Ermittlungen handle es sich bei dem Täter um einen 47 Jahre alten, in Köln lebenden Mann.
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Ähm, also: »Messer« ... »in Köln lebender Mann« ... was schließt man daraus messerscharf? Nun, politisch korrekt: überhaupt nichts. Steht ja nix da, wer der Täter ist, außer daß er »zunächst unbekannt« war. Die »Presse«-Leser beweisen im Kommentarbereich freilich, daß sie klüger sind, als ihnen die Redaktion erlauben will:


Schön langsam sollten die Systemmedien eigentlich mitbekommen, daß sich die Leute nicht länger verarschen lassen! Einige Medien ziehen daraus den völlig zutreffenden Schluß, daß Realitätsverweigerung nicht der richtige Weg für ein Informationsmedium sein kann. Andere halten sich weiter eisern an die Zensurvorgaben der Nomenklatura fest, die — ebenso eisern — an Multikulti festhalten will, denn nur desinformierte, mental entwurzelte, ihrer Identität beraubte Untertanen sind gefügige Untertanen.

Wie man aus der Geschichte der DDR weiß, geht sowas auf Dauer nicht gut. Wie man in der Realität (siehe obiges Bild) bereits sehen kann: es geht jetzt auch nicht mehr wirklich. Und die Prognose kann gewagt werden: es wird immer weniger gehen!

Freitag, 5. April 2013

Salzburg braucht Verantwortungsbewußtsein

Meint jedenfalls die sozialistische Parteivorsitzende Salzburgs, Gabi Burgstaller, auf ihrem Wahlplakat:


Ganz recht — dies könnte Salzburg in der Tat gut brauchen, nachdem die Sozen seit ihrer Machtübernahme vor allem etwas anderes bewiesen haben (was das Land allerdings weit weniger brauchen kann) — nämlich, daß Sozen ungehemmt Schulden machen können!

Daß diese kriminoiden Gestalten es noch wagen, davon zu faseln, »den Menschen im Wort« zu sein, wo sie ihnen schlicht im Weg sind, nämlich aus ihrem Land etwas Besseres, etwas Nichtsozialistisches zu machen, zeugt von bemerkenswerter Chuzpe!

O ja, Frau Burgstaller! Wer wie Sie dreist behauptet, »den Menschen im Wort« zu sein, der klebt am Sessel und läuft nicht davon — was freilich nicht ausschließt, daß ihn ebendiese Menschen beim Wort nehmen, und mit dem nassen Fetzen davonjagen. Aus dem Verantwortungsbewußtsein heraus, das Salzburg braucht.

Ein Symbolphoto und viele Frage

... bringt der heutige Bericht (recte: die apa/TAN-Abschreibübung) in der KURIER-Rubrik »Weltchronik«:


Mann tötet neun Menschen mit Axt

Fünf Mädchen und vier Frauen wurden Ziel der tödlichen Attacke. Das jüngste Opfer war zwei Jahre alt.

In Indien erschüttert ein brutaler Akt der Gewalt an Mädchen und Frauen erneut die Öffentlichkeit. Am Donnerstag richtete ein Inder in seinem Heimatdorf im zentralindischen Bundesstaat Chhattisgarh ein Blutbad an. Wie die Polizei mitteilte, ging der 35-Jährige mit einer Axt auf fünf Mädchen und vier Frauen los und tötete sie. Das jüngste Opfer war zwei Jahre alt, drei der Frauen waren über 60 Jahre alt.

Über das Motiv herrscht noch Unklarheit. Vermutet wird aber, dass es mit seiner gescheiterten Ehe zu tun hatte – seine Frau hatte den Mann kurz vor seinem Amoklauf verlassen. Der Beschuldigte schlug offenkundig wahllos zu, nachdem die Männer aus der Nachbarschaft zur Arbeit gegangenen waren. Anschließend habe er sich eingeschlossen und gegen seine Festnahme gewehrt, sagte ein anderer Vertreter der Polizei.
(Quelle)
Nun, was soll man dazu sagen: schrecklich, einfach schrecklich! Noch schrecklicher allerdings die Fragen, die sich bei näherer Analyse des Sachverhaltes aufdrängen:
  • War es wirklich nötig, im Bericht zu erwähnen, daß ein Inder in Indien diese Bluttat beging? So etwas fördert hierzulande nur den Alltagsrassissmus, erschwert die Integration von indischen Mitbürgern, und bringt ein großes Land mit mannigfaltigen Kulturtraditionen ungerechtfertigt in einen Generalverdacht! Einfach verantwortungslos, sowas ...

  •  Warum zögert die Politik angesichts des erschreckenden Blutzolls, ein flächendeckendes Verbot von privatem Axtbesitz endlich durchzusetzen, durch welches grauenvolle Untaten wie die vorstehende in Zukunft verhindert werden könten? Zumindest aber wäre an eine drastische Verschärfung des Zuganges zu Äxten — etwa durch Einführung einer Axtbesitzkarte oder eines Axtführerscheines und die Vorschreibung gesicherter Axtaufbewahrungsschränke u. dergl. — zu denken, jedenfalls aber bei Axtbesitzern regelmäßige, unangekündigte Überprüfungen der Verwahrungssicherheit und der Verläßlichkeit des Axtbesitzers durch Polizeiorgane durchzuführen.

Donnerstag, 4. April 2013

Nachtigall, ick hör' dir trapsen!

Interessante Neuigkeiten aus dem Land der Tulpen, Coffeeshops und Käse lesen wir auf »MM News«:
ABN stoppt Gold-Auslieferung

Die niederländische Bank ABN Amro - eines der größten Finanzhäuser weltweit - stoppt die physische Auslieferung für Edelmetalle. Das teilte die Bank in einem Schreiben an ihre Kunden mit. Die neue Regelung gilt ab April.

Osterüberraschung für die Edelmetall-Kunden bei der größten Bank in den Niederlanden - ABN Amro: Das Finanzinstitut teilte seinen Edelmetallkunden in einem Schreiben lapidar mit, dass die physische Auslieferung ab 1.April nicht mehr möglich sei. Dies gelte nicht nur für Gold, sondern auch für alle anderen Edelmetalle wie Silber und Platin. Was so aussieht, als könnte es ein Aprilscherz sein, ist leider nun Realität bei ABN.

In dem Schreiben beruhigte die Bank ihre Kunden: Man müsse sich keine Sorgen machen. Das Gold bei ABN sei sicher aufgehoben. Der einzige Unterschied sei, dass es nicht mehr ausgeliefert werde. Dafür erhalten die Kunden aber den aktuellen Tageskurs in Geld ausbezahlt.

Weiter hieß es in dem Schreiben, dass sich eigentlich für die Kunden "nichts" ändern würde, bis auf die Tatsache, dass sie für ihr Gold nun nur noch Geld ausgezahlt bekämen.
(Hier weiterlesen)
Gehen Sie langsam weiter, meine Herrschaften! Hier gibt's nichts zu sehen! Weitergehen bitte, sonst müssen wir Sie zur Feststellung Ihrer Identität leider festnehmen ... nein, es gibt keinen Bankrun, hier ist nichts zu sehen .... weitergehen, bitte ... keine unangemeldeten Versammlungen, denn dieses werden von den Ordnungskräften aufgelöst ...

Ist es schon wieder so weit? Offenbar ...