Donnerstag, 12. September 2019

Die Schlacht am Kahlenberg am 12. September 1683

beendete die Zweite Wiener Türkenbelagerung. Ein deutsch-polnisches Entsatzheer unter der Führung des polnischen Königs Johann III. Sobieski schlug die osmanische Armee. Die Niederlage bedeutete den Anfang vom Ende der türkischen Hegemonialpolitik. 

Mit diesem Worten beginnt der bezughabende Wikipedia-Artikel über diese heute vor 336 Jahren  für Wien, für Österreich, und für das gesamte Abendland gewonnene Schlacht.

Vor einigen Tagen gedachten eine ganze Reihe von Menschen dieses für die Geschichte so wichtigen Ereignisses. Unter ihnen u.a. auch Ursula Stenzel von der FPÖ und »nicht amtsführendes« Mitglied der Wiener Landesregierung (eine Konstruktion, die von der SPÖ erfunden wurde, um eine von ihr unerwünschte Regierungsbeteiligung einer Partei zu unterbinden, obwohl sie in der Landesverfassung vorgesehen ist). Da die Veranstaltung von Identitären — also den ganz ganz pöhsen Purschen! — initiiert worden war (was Frau Stenzel nach eigenem Bekunden nicht wußte), wurde die 74-jährige »Grande Dame« der Wiener Politik natürlich postwendend zum Rücktritt aufgefordert. Immerhin: die FPÖ fiel nicht sofort um ...

Einer der ältesten und bekanntesten — und natürlich »umstrittensten« — Kolumnisten Österreichs, Michael Jeannée (Kronenzeitung), war ebenso nicht bereit, ins Geheul des politkorrekten Wolfsrudels einzustimmen, sondern schrieb:
Liebe Frau Stenzel,

diese Kolumne lebt seit 14 Jahren von Personen, über die gredt wird. Von Ihnen redt heut das ganze Land.

Als Unperson, die die rechtsextreme Fackel der Identitären geschwungen hat. Im Gedenken an den 12. September 1683, an dem die Türken auf den Hängen des Wiener Kahlenbergs vernichtend geschlagen wurden. Im Gedenken an jenen Tag vor 336 Jahren, der in der Geschichte unserer Heimat Österreich der vielleicht entscheidendste gewesen ist.

Also schwangen Sie Ihre Fackel und marschierten los. Wurden Sie missbraucht? Wussten Sie nicht, dass der Marsch ein identitärer war? Sie behaupten das jetzt. Aber niemand glaubt Ihnen. Auch ich nicht.

Ich glaube vielmehr, es war Ihnen wurscht. Weil Sie überzeugt sind von diesem Datum. Und weil außer den Identitären weit und breit niemand, keine Gruppierung, kein Verein, keine Partei, bereit gewesen ist für das Gedenken.

Man wird Sie jetzt wahrscheinlich über die politische Klinge springen lassen und die nicht amtsführende Stadträtin Ursula Stenzel in den Ruhestand schicken.

Und ich werde mich an Sie erinnern. Nein, nicht an Ihren Marsch und Ihre Fackel. Sondern an das, was Sie einer ORF-Reporterin live in die Kamera sagten: „Wenn diese Schlacht anders ausgegangen wäre, würden Sie mich hier wahrscheinlich mit Kopftuch sehen und nicht vor der Büste meines jüdischen Urgroßvaters, der Rabbiner war.“

Michael Jeannée, Kronen Zeitung  
... und hat damit um viele hundert Prozent mehr Haltung bewiesen, als die »Haltungsjournaillisten«, die all die Redaktionen unserer Systemmedien bevölkern — und die doch nicht mehr als kleine, angepaßte Duckmäuser und karrierebedachte Opportunisten sind ...


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P.S.: auch Andreas Unterberger fand zu der ganzen Chose treffende Worte, die die Verlogenheit unserer Systemmedien und Systempolitruks in ihrer ganzen Erbärmlichkeit aufdecken.


Kommentare:

Rizzo Chuenringe hat gesagt…

Der Sieg in der Schlacht am Kahlenberg war eines der konstituierenden Ereignisse in der Ethnogenese Österreichs. Wer den 12. September 1683 aus dem kollektiven Gedächtnis Europas löschen will, möge auf seiner eigenen Schleimspur ausrutschend im Rachen des muselmanischen Krokodils landen, wie es allen Appeasern letztlich zusteht.

Anonym hat gesagt…

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Anonym hat gesagt…

Der türkische Chronist Silâhdar berichtete:
"Die Giauren tauchten mit ihren Abteilungen auf den Hängen auf wie Ge­wit­terwolken, starrend vor dunkelblauem Erz. Mit dem einen Flügel gegenüber den Walachen und Moldauern an das Donauufer angelehnt und mit dem anderen Flügel bis zu den äußersten Abteilungen der Tataren hinüberreichend, bedeckten sie Berg und Feld und formierten sich in sichelförmiger Schlachtordnung. Es war, als wälze sich eine Flut von schwarzem Pech bergab, die alles, was sich ihr entgegenstellt, erdrückt und verbrennt.“

Daran sollte man sich immer wieder erinnern!