Freitag, 6. Februar 2015

Wirklich? Wirklich!

Eben gefunden bei »Steppensturm«:

Ist ja irre!

 Jetzt wird es lustig: Die Bundeswehr bremst mit ihren eigenen Vorschriften die Modernisierung. Denn die Auslieferung von 1.000 Schützenpanzern ›Puma‹ verzögert sich. Weil die derzeitige Ausstattung nicht für hochschwangere Frauen geeignet ist. Entschuldigung, liebe Bundeswehr, was hat bitte eine hochschwangere Frau in einem Schützenpanzer zu suchen? Und liebe Hersteller, denkt an die Kinderwagen-auffahrrampe KWAR 482, den einklappbaren Wickeltisch EWT 2000, den taktischen Windelauswerfer TWA-XL, die Notfallentbindungsstation NoFEBiSt 92.3 ... Man weiß ja nie, welche Narreteien da noch kommen werden.
Den ganzen Tag schwafelt man vom Krieg und dann setzt man die armen Hochschwangeren in einen Schützenpanzer?! Wirklich, Uschi, mir graut vor Dir!
Wie sagte doch Sarrazin? »Deutschland schafft sich ab« — warum soll die Bundeswehr da anders agieren ...?

»Wer da nicht konvertiert, den verfluchen die Engel so lange, bis er aufwacht«

Beschließt der verdienstvolle Informations- & Satireblog »Politplatschquatsch« einen tief-blicken- lassenden Artikel über die Lehren der Religion des Friedens und über ihren beredten Prediger, den Berliner Imam Abdel Moez al-Eila.

»Mindestlohn verstärkt Schwarzarbeit«

... weiß uns »DiePresse« zu berichten:
Der zu Jahresbeginn eingeführte Mindestlohn von 8,50 Euro führt zu einem Anstieg der Schattenwirtschaft um 1,5 Milliarden Euro.
Ei, wer sowas bloß gedacht!

Donnerstag, 5. Februar 2015

Achthunderttausend Zugriffe

... auch wenn dabei jede Menge Zufallsklicks und Doppelzählungen enthalten sind, zeigen schon etwas: es gibt einen Bedarf an offenen Worten (denen es, glaube ich sagen zu können, auf diesem Blog selten gefehlt hat). Herzlicher Dank an alle Leser! 

Und für die Zukunft das Versprechen, daß dieser Blog lieber aufrecht stirbt, als den Stiefel unserer Polit- & Medien-Kanaillen zu lecken.

»Keine Infos mehr zur Terrorabwehr?«

Da beginnen sich unsere Politruks natürlich gleich zu fürchten und gehorsam mit dem Schwanz zu wedeln (wenn sie schon keine Eier haben ...). Denn das heißt im Klartext, daß die deutschen Satrapen nicht mehr über sogenannte »Terroranschläge« des britischen und amerikanischen Geheimdienstes informiert werden — sodaß dadurch irrtümlich auch deutsche Polit-Darsteller in Mitleidenschaft gezogen werden könnten!

Dem kann nur durch Verfassungsbruch und Rechtsbeugung entgegengewirkt werden? Macht nix! Die Sicherheit von Mutti & Consorten geht vor! Alle anderen und ihre Rechte und Freiheiten sind denen doch piepegal ...

(Quelle)

Das Ideal unserer Politkriminellen und ihrer bürokratischen Handlanger: der gläserne Bürger

... ist längst Realität. Die meisten verschließen ihre Augen davor, was unseren Verbrechern in Politik und Verwaltung die Sache nur vereinfacht. Wenn Sie sich abgruseln wollen — »Die Zeit« läd ein zu einer Reise durch das Leben eines Grün-Politikers, der von der Telekom die letzten sechs Monate seiner Voratsdatenspeicherung eingeklagt und der »Zeit« zur Verfügung gestellt hat.

Leute, wacht auf: das gibt's bereits von praktisch jedem von uns! Und der vorgebliche Zweck, dadurch den »Terrorismus« bekämpfen zu können, ist so fadenscheinig, daß dagegen ein Fensterglas undurchsichtig ist. Denn bislang — sofern die Sachen nicht ohnehin als false flag action von den Geheimdiensten, also von den Regierungen selbst, inszeniert wurden, und dagegen helfen bzw. dafür braucht es keine »Vorratsdaten« — konnten höchstens im nachhinein (!) Spuren dadurch leichter rekonstruiert werden. Was den Toten auch nicht hilft. Als prognostisches Instrument hingegen war es völlig wertlos.

Gefährlich ist es jedoch, weil dadurch jeder Mißbrauch durch die etablierten Machthaber ermöglicht wird. Wer nicht nach ihrer Pfeife tanzt, wird durch gezielt selektierte Daten an den Pranger gestellt, vor Gericht gezerrt, mundtot gemacht. Wenn nicht noch mehr. Eine Verteidigung dagegen ist nahezu unmöglich, weil sie durch Analyse der Datenprofile schon unterlaufen werden kann, bevor sie wirksam wird.

Wenn der Begriff einer »wehrhaften Demokratie« nicht völlig leeres Geschwätz sein soll, dann muß jetzt der Aufstand der Anständigen erfolgen, dieses korrupt-kriminelle Mafia-Geflecht der Politruks und ihrer Verbündeten bei Bürokratie, staatsverfilzten Großkonzernen, Bankstern und ihren Medien-Hofnarren zu zerreißen. Und zwar

JETZT!

Verweigern Sie diesen Gangstern in Politik, Staat und Großkonzernen die Gefolgschaft!  Wehren Sie sich durch:
  • Skepsis statt Staatsgläubigkeit.
  • persönliche Gespräche — statt Lügenmedien zu konsumieren.
  • Ihre Stimme bei den Wahlen — die Sie immer einer jener Parteien geben sollten, von denen Sie vermuten können, daß sie den Etablierten die meisten Magengeschwüre verursachen.
Mit einem Wort:
Werden Sie zu der Zivilgesellschaft, die jene nur heuchlerisch im Mund führen!

JETZT! 


Denn »demnächst« geht es einfach nicht mehr.

Mittwoch, 4. Februar 2015

»Wäre nicht ein Dschungelcamp im Donbass medienwirksamer? Mit den Stars Merkel und Obama als Hauptattraktion«

Die argentinische Präsidentin Kirchner

... hat Probleme: Ermittler fanden den Entwurf eines Haftbefehls gegen sie im Müll eines getöteten Staatsanwalts.

Meldet »DiePresse« (als gewohnte Abschreibübung von APA/Reuters). Im Müll, also. Genau dort, wo Staatsanwälte üblicherweise ihre Entwürfe von Haftbefehlen abzulegen pflegen. Man kann LePenseur schwerlich übergroßer Sympathien für Exz. Kirchner verdächtigen — nationale Sozialisten, und nichts anderes ist dieses Peronistengesocks, das Argentinien seit Jahrzehnten (mit Ausnahme der Militärzeit) im Würgegriff hält, sind nicht sein Fall — aber dieser Fund stinkt: nach Müll. Und zwar nach bewußt vom Geheimdienst fabriziertem Müll.

Es hat durchaus eine Plausibilität, den Grund für einen geplanten Haftbefehl damit anzunehmen, daß der Staatsanwalt die Indizien einer bewußten Verschleierung und Rechtsbeugung durch Präsidentin Kirchner im Synagogenanschlags-Fall so stark fand, daß er eine Anklage riskieren wollte. Aber bei so einer brisanten Sache landen Entwürfe nicht in lesbarer/rekonstruierbarer Form im Müll — Shredder oder simple Streichhölzer sind auch in Argentinien durchaus verbreitet ...

Das ganze stinkt daher nach Geheimdienstmüll. Ein Geheimdienst, der ursprünglich, um der Präsidentin »behilflich« zu sein, mit ohnedies überschaubar kleiner Plausibilität des Hergangs einen Selbstmord (noch dazu etwas dilettantisch) zu konstruieren versuchte, und der jetzt, als diese Präsidentin unter dem Druck der öffentlichen Meinung die Auflösung des Geheimdienstes verkündet, frei nach dem Motto »Wer uns weh tut, dem tun wir noch viel mehr weh!« eine Retourkutsche fährt, die Kirchner durchaus überrollen kann.

Was bleibt, ist ein Gefühl eines dicht-verfilzten Geflechts von Staatsverbrechern, also etwas, was dem Ansehen der Politik ebenso wie der Geheimdienste insgesamt nicht eben hilft. Nun gut, das soll nicht die größte Sorge für einen Libertären sein ...

Der Blog »Altmod«

... erinnert aus gegebenem Anlaß an Elias Canetti. Dies ist immer lobenswert — und in diesem Fall ganz besonders lesenswert, weil es etwas den fad-süßlichen Geschmack von Panegyrik aus dem Mund spült, den unsere Systempresse mit lobhudelnden Gedenkartikeln gerade vollgestrichen hat ...

Der letzte Maestroso


Lesenswert!

Dienstag, 3. Februar 2015

»Cui bono?«

... fragt Martin Schweiger im Titel seines jüngst veröffentlichten Artikels »Das derzeitige monetäre Weltbild im Falschgeldsystem – die Preise fast aller Währungen und die wichtigen Rohstoffpreise fallen derzeit bezüglich des US$. Zufall? Cui bono?«

Allein schon die Worte »Cui bono?« stempeln den Artikel bereits zur kruden Verschwörungstheorie. Na, also wirklich — wie kann man bloß auch nur ansatzweise vermuten, daß etwa Wechselkurse manipuliert würden! Pfui! So etwas macht doch eine anständige Zentralbank einfach nicht, und schon recht nicht die alleranständigste aller Zentralbanken, nämlich die des allerdemokratischsten Landes der Welt ...

Noch Fragen? Dann: lesen!

Montag, 2. Februar 2015

Danke, Karl Eduard!

Ein weiterer Blogbetreiber warf das Handtuch: Karl Eduards Kanal, der uns so viele vergnügliche (und zornige) Stunden schenkte, hat mit letzter Woche seinen Weiterbetrieb eingestellt. Hoffentlich bleiben uns wenigstens die bisherigen Artikel (das sind 3347, wenn LePenseur richtig nachgezählt hat!) erhalten als Erinnerung an einen einzigartigen (und gelegentlich einzig unartigen) Blog, dessen Einstellung uns alle ärmer macht.

LePenseur weiß aus eigener Erfahrung: Bloggerei ist ein undankbares Geschäft — oder nein, Geschäft ist's überhaupt keines (wenn man sich nicht an AdSense & Co. verkauft), nur Mühe! Wie selbst schon geseufzt: man sät in Sand und pflügt das Meer ... deshalb nochmals:

DANKE, KARL EDUARD!

Ihre Mühe um »Karl Eduards Kanal« war sicherlich nicht »für'n Kanal« (im Original so etwa »fian Kaneu« ausgesprochen), wie man in Wien zu sagen pflegt ...

»Durch die Kooperation mit der NSA wirkt der dem Bundeskanzleramt unmittelbar unterstehende BND an systematischem Serienmord mit.«

Zu dieser nicht eben beruhigenden Conclusio kommt ein Artikel von Markus Kompa auf Telepolis. Der fängt ja noch vergleichsweise »harmlos« an:
„Wenn es zertifiziert ist, dann ist das Dingen weg.“

30.01.2015
 

Das geheimnisvolle Gerät des BND


Auch die gestrige Sitzung des NSA-Untersuchungsausschusses im Bundestag dokumentiert, dass der Geheimdienst der Kanzlerin die Gesetze und Verordnungen eher subjektiv interpretiert und pragmatisch handhabt. So betrieb der BND zur Weitergabe von Telekommunikationsdaten an die NSA einen sogenannten "Separator", der teutonische Informationen grundgesetzfreundlich ausfiltern sollte.

Ein Ingenieur der Spionage-Anlage gab dem Protokoll zufolge an, "die NSA" sei bei der Entwicklung nicht einbezogen worden und habe auch keine Komponenten geliefert. Heise-Autor Stefan Krempl zitiert den Zeugen jedoch insoweit, dass ein Teil des Erfassungssystems "Geräte von den Amerikanern" gebildet hätten und der BND dies "dem BSI nicht gesagt" habe. Eine weitergehende Überprüfung dieser Komponenten wäre aber möglich gewesen: er selbst habe "die Sachen auseinandergebaut". Demnach handelte es sich mehr oder weniger um handelsübliche Bestandteile: "Die kochen auch nur mit Wasser."

Gefiltert wurde nach drei Kategorien:

  • eindeutige Verbindungen zwischen Ausland und Ausland
  • Daten mit Inlandsbezug
  • Nicht klar zuzuordnenden Daten

Nur der Zugriff auf erstere seien dem Auslandsnachrichtendienst BND erlaubt gewesen - immerhin 220 Millionen Telefondaten pro Tag.
(Hier weiterlesen)
Ist Deutschland eine Bananenrepublik? Ach, schön wär's. Es ist eine Bananenkolonie der Amis. Mit vom CIA handverlesen in politische Funktionen gehievten Eingeborenen, die unter ständiger Kontrolle durch ihre Washingtoner Vorgesetzten lokale Häuptlinge spielen dürfen ...


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P.S.: Dank an »Die Anmerkung« für den Link.

Sonntag, 1. Februar 2015

Nachklänge zu einer Ballnacht

... serviert »Die Presse«-Redactrice Eva Winroither (das ist dieses Mauserl, das ihre Artikel auch gern mit »EVA Winroither« signiert. No, na — Adam wird s' heißen ...), und wie bei einer Person dieser spitzbübischen — oder bei »EVA« natürlich spitzmädeligen — Lustigkeit nicht anders zu erwarten, so ein bisserl hinterfotzig um Scheinobjektivität bemüht, dafür aber fast jedes Register insinuierender Untergriffigkeit ziehend:

Auf dem Akademikerball: Mehr Proteste als Gäste


Reportage. Der Wiener Akademikerball hat auch heuer wieder für lautstarke Proteste gesorgt. Doch die verbliebenen Gäste, so scheint es, schweißt das nur noch mehr zusammen.
 (DiePresse.com)

Das Seufzen des Taxifahrers ist nicht zu überhören. „Ich habe eigentlich gehofft, heute nicht dorthin fahren zu müssen“, sagt er. Dorthin. Das ist die Hofburg. Zum Akademikerball. Ich habe das Taxi über die Zentrale bestellt. Vom angekündigten Boykott der Taxifahrer, keine Spur. "Wenn ich nicht fahre, dann fährt halt jemand anderer", erklärt der Fahrer. Ohne eine gemeinsame Lobby sei es schwierig, sich an solche Boykotts zu halten.


Wir fahren los. Die Prognosen besagen nichts Gutes. Seit mehreren Stunden laufen die Demos gegen den Ball. Die Polizei hat bereits im Vorfeld Demonstranten, die mit Bussen aus dem Ausland angereist kamen und Messer und Pyrotechnik dabei hatten, aufgehalten. Vor der Uni Wien haben sich mehrere Tausend Menschen versammelt. Aus FPÖ-Kreisen war zu hören, dass man den Ball „unbedingt“ um 18.30 Uhr erreicht haben soll, weil sich die Polizei nicht sicher sei, ob sie danach die Zufahrt offen halten könne. Es ist ein weiteres Aufbauschen in einer Show, die noch den ganzen Abend dauern wird.
 Ja, ja — »weiteres Aufbauschen der Show« ... ... schon vergessen liebe EVA, daß im letzten Jahr randalierende Banden Millionenschäden an Geschäftsauslagen und geparkten Autos anrichteten? Schon vergessen, daß es beim letzten Mal eine erhebliche Zahl von verletzten Polizisten und Ballbesuchern zu beklagen gab? Und daß es auch diesmal, bei den angeblich so »bunt und friedlich« verlaufenen Demos immerhin zu 150 Anzeigen und 54 Festnahmen kam? Aber ja, alles bloß von der FPÖ »aufgebauschte Show« — kurze Frage: haben Sie etwa ganz feige immer Ihren Presseausweis weithin sichtbar getragen, und sind so um das »Vergnügen« gekommen, von DemonstrantInnen als »Nazihure« beschimpft, bespuckt, an den Haaren gerissen und körperlich attakiert zu werden? Das alles ist nämlich letztes Jahr passiert. Oder machen Sie vielleicht der FPÖ einen Vorwurf daraus, nicht über hellseherische Fähigkeiten zu verfügen, daß es dieses Jahr gottlob etwas weniger gewalttätig zuging?

Im Verlauf des Artikels entblödet sich EVA nicht, den Mangel an Frauen bei dieser Veranstaltung hämisch zu vermerken. Nun — welche Frau will sich schon von irgendwelchen linksradikalen Randalierern anspucken, beflegeln und (auch das kam letztes Jahr bekanntlich öfters vor) das Ballkleid und/oder die Frisur zerstören lassen. Männer, insbesondere Burschenschafter, sind da zweifellos etwas robuster ...

Nein, liebe EVA, Ihre pseudo-objektive Reportage konnte nicht überzeugen — auch LePenseur nicht, der diesen Ball nicht besuchte, weil er nämlich erstens überhaupt kein Ballgeher ist, und zweitens den mützchen- und bändchentragenden Burschenschaftern — mit oder ohne Mensurenschlagen — nicht viel abgewinnen kann.

Weit qualitätsvoller als Ihre Reportage ist dafür ein Leserkommentar, der »DiePresse« als das bezeichnet, was sie ist — als längst in links-zeitgeistigem Fahrwasser schwimmende, längst nur mehr vorgebliche Qualitätszeitung:
Hausverstand87
01.02.2015 11:20
Auch wenn sich der Redakteur ein bisschen Mühe gibt...

...seinem einseitigen Akademikerball-Bashing einen Anstrich der Objektivität zu geben schlägt die wahre Gesinnung doch offen durch.

Ich zähle mich nicht zu einer Gruppe, die diesen Ball besuchen würde und ich finde Burschenschaften und ihre Traditionen skurril.

Aber was sich die Presse im Allgemeinen und dieses Blatt in den letzten Tagen geleistet hat ist eine Frechheit sondergleichen. Ich habe diese pseudo-objektiven und einseitigen Artikel so satt.

Liebe Journalisten. Reicht es euch nicht, dass Ballgäste, die gegen kein österreichisches Gesetz verstoßen haben, derart terrorisiert werden, dass viele inzwischen auf einen Besuch verzichten?

Offenbar nicht, denn auch nach dem Ball wird weiter auf all jene, die nicht mit der diktierten political-correctnes d'accord gehen übelst eingedroschen. Die Feder ist dabei ein willkommenes Mittel, nachdem von manchen Pflastersteine und Sprenkkörper ja schon am Freitag fleißig eingesetzt wurden.

Aja und zum Thema Taxifahrer: als ich im Vorjahr mit einem Taxi von einem anderen Hofburgball nach Hause gefahren bin, habe ich den Taxifahrer (Anm.: ein Migrant) gefragt, was er denn vom Akademikarball hält, worauf dieser antwortete, dass die Ballbesucher dieses Balles mit zu den angenehmsten und höflichsten Menschen gehören, die er übers Jahr chauffiert. Aber das ist ein Detail, das man in diesem Blatt wohl nicht finden würde, denn hier wird Wahrheit selektiert, wie es gerade passt...
 So ist es! Leider.

Der Fasching wird heiß ...

Kaum haben sich die Pulverdampfwolken um das Massaker in der »Charlie Hebdo«-Redaktion ein wenig verzogen, beginnt man in der Angelegenheit etwas schärfer zu sehen. Und es tauchen — man verzeihe die Pietätlosigkeit — karnevalske Züge  in der Sache auf, die man nicht vermutet hätte.

Da gibt es einen hochrangigen Polizeiermittler in der Sache, der auf einmal Selbstmord verübt haben soll, und (wie in solchen Fällen üblich) auf eine recht ungewöhnliche Weise: mit einer Pistolenkugel nicht in die Schläfe, sondern geradewegs in die Mitte der Stirn. Als gelernter Österreicher erinnert man sich an einen Verteidigungsminister (und General), der im Zuge eines — für österreichische Verhältnisse gigantischen — Korruptions- und Waffenschieber-Skandals »Selbstmord« beging, indem er sich mit einer Jagdflinte von hinten in den Kopf schoß. Das hat was! Offenbar will Frankreichs Polizei dem österreichischen Militär an Gelenkigkeit nicht nachstehen, und kapriziert sich auf Selbstmord durch Stirnschuß — warum denn auch einfach in die Schläfe, wenn's doch auch viel kompliziert geht ...
Viel Sonderbares geschah rund ums Attentat auf das Pariser Satire-Magazin "Charlie Hebdo" am 7. Januar. Der plötzliche Tod des ermittelnden Kommissars Helric Fredou in der Nacht nach dem Anschlag, war einer der verstörendsten Punkte.
Fredou war stellvertretender Direktor der Kriminalpolizei von Limoges und hatte einen Ermittlungsauftrag zur Vernehmung von Hinterbliebenen. Am späten Abend des 7. Januar wollte er noch einen wichtigen Anruf tätigen und seinen Ermittlungsbericht abschließen. Doch dazu kam es nicht mehr: Helric Fredou starb – laut offizieller Darstellung durch einen Schuss in die Stirn und laut offizieller Darstellung durch Selbstmord. Der Kommissar sei depressiv gewesen, hieß es in den Medien.
Fredou war 45 Jahre alt, alleinstehend, und seine engsten Angehörigen waren seine Mutter und seine Schwester. Die beiden bestreiten vehement, dass er suizidgefährdet war. Die französische Webseite für Investigativ-Journalismus, Panamza, interviewte die beiden und stieß auf eine merkwürdige Verbindung zur selbsternannten Geliebten des ermordeten Zeichners Stéphane Charbonnier... Ausführliche Berichte erschienen am 16. und 25. Januar.
(Hier weiterlesen)
Der Karnevalszug geht aber munter weiter: »DieWelt« entblödet sich nicht, in alarmistischen Tönen Österreichs Untergang zu beschwören:
Der Mann soll großen ideologischen Einfluss auf Putin haben. In einem Interview verkündet Alexander Dugin eine "Ära der Großreiche" – dafür soll Österreich untergehen. Und das ist noch nicht alles.
In der Tat: das ist noch nicht alles, denn wenn man auch bloß diesen »Welt«-Artikel weiterliest, dann kommt man drauf, daß nicht Österreich »untergehen« soll, sondern in der einstigen — vergleichsweisen — Machtstellung als Österreich-Ungarn, arrondiert um angrenzende süd- und westslawische Völker, Ostmitteleuropa und den Balkan beherrschen soll (Hier weiterlesen). Nun mag Dugin zwar ein Wirrkopf sein (dafür spricht einiges) — aber es wäre dennoch irgendwie nett, wenn eine Zeitung ihre Schlagzeilen wengistens so halbwegs mit dem Artikelinhalt korrelieren läßt ... ... doch heiter weiter:

»Speichel-Online« verbreitet unter der tatsachenwidrigen Schlagzeile:
Botschafter einbestellt: Russische Flugzeuge stören Flugverkehr über Großbritannien

die Meldung, Flugzeuge der russischen Luftwaffe seien ohne Verletzung des britischen Luftraums (!)
... von Norden entlang der Küste bis zum Ärmelkanal geflogen, ohne vorher die britische Luftsicherheit zu informieren. Sie hätten den zivilen Luftverkehr im "britischen Interessenbereich" gestört.
Kommentarposter »Einwerfer« findet das ziemlich
Interessant
England hat also einen 'Interessenraum', etwas, das man den Russen abspricht und da als 'altes Denken' brandmarkt ! Aber wie es scheint, spielte sich sowieso alles im internationalen Luftraum ab und es gibt keinerlei Abkommen, welches irgendjemanden verpflichtet, sein Flüge dort vorher irgendjemandem zu notifizieren.
Wundert sich einer dieser Schreiberlinge darüber, daß diese ständigen Desinformationen und die Lobbyisten-Tätigkeit unserer Systemmedien in der Bevölkerung den Eindruck einer »Lügenpresse« geradezu herausfordern?


Samstag, 31. Januar 2015

»Die Presse«


... gedenkt des gestern verstorbenen früheren deutschen Bundespräsidenten Richard von Weizäcker:
Als ein wichtiger Markstein seiner Amtszeit gilt die Rede vom 8. Mai 1985 zum 40. Jahrestag des Kriegsendes, in der er sich ohne Beschönigung mit den deutschen Verbrechen der Nazi-Zeit auseinandersetzte. Er bezeichnete den Tag des Kriegsendes und den Zusammenbruch des Nazi-Regimes als "Tag der Befreiung vom menschen-verachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft".
 Sie vergißt — wie bereits der Verstorbene — leider darauf, auch nur mit einem Wort zu erwähnen, daß diese »Befreiung« für rund ein Viertel der Deutschen die sofortige Unterwerfung unter die nächste, nämlich die realsozialistische Gewaltherrschaft bedeutete, und für den Rest die Unterwerfung unter die gezielt zum Opportunismus korrumpierende Gehirnwäsche der »Re-Education«. Und ein millionenfaches Leid von Heimatvertriebenen Ostdeutschlands, sowie der von Besatzungssoldaten vergewaltigten Frauen und Mädchen bedeutete.
Wie der "Spiegel" berichtet, würdigte der amtierende Bundespräsident Joachim Gauck Weizsäcker als "einen großartigen Menschen und ein herausragendes Staatsober-haupt". In seinem Kondolenzschreiben an Weizsäckers Witwe schrieb er demnach: "Sein Diktum, dass der 8. Mai nicht vom 30. Januar 1933 zu trennen ist, ist eine nicht revidierbare Grundlage für unser Selbstverständnis und unser Handeln geworden". Er habe das Amt des Bundespräsidenten auf bleibende Weise geprägt.
Wie richtig, diese Bemerkung des Bundesgaucklers! Spätestens seit Weizäcker ist das Amt »geprägt« (so ca. wie Lorenz'sche Graugänse) auf patentiertes Antifanten- und politkorrektes Bedenkenträgertum — nur Herzog brach da ein bisserl aus.

»De mortuis nil nisi bene«, heißt es. Schweigen wir also pietätvoll, auch in diesem Fall ...

Was heute verboten ist ...

... z.B. das da:


Wohlgemerkt: diese Umzugswagenidee wurde vom Kölner Karnevalskomitee kurzerhand verboten. Weil es »den Islam« beleidige. Daß es unsere Freiheit beleidigen könnte, wenn durchgeknallte Radikal-Museln Karikaturisten massakrieren, auf die Idee ist das Festkomitee bislang offenbar nicht gekommen ...


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P.S.: Dank an Bellfrell für den Hinweis.

Freitag, 30. Januar 2015

Gedenken?

Aber daran doch nicht ....!

Lesen! Nur zwei kurze Kommentarpostings seien zitiert:

Claire Consomme
30.01.2015 16:38

Man muss die Legenden fortschreiben

Und solche Sachen unterdruecken, sonst bricht die gesamte Nachkriegs"ordnung" zusammen....
 und:
Tempa
30.01.2015 13:08Auf der Gustloff starben 9000 Menschen. Der dafür verantwortliche Uboot-Kapitän Marinesko versenkte auch die Steuben. Da kamen zwischen 1100 und 4200 Menschen (Verwundete, Pflegepersonal, Flüchtlinge) um. Jetzt ist Krieg nun mal grausam.
Warum der Kommandant Alexander Iwanowitsch Marinesko, der später wegen Diebstahl sogar im Gefängnis war, nachträglich (1990, 27 Jahre nach seinem Tod) durch Gorbatschow zum Helden der Sowjetunion ernannt wurde, wirft ein interessantes Licht auf die russische Gesellschaft.
Zu diesem Zeitpunkt wusste man um die unglaubliche Anzahl an unschuldigen Opfern und es bestand keine Not, kein Handlungsbedarf, so zu handeln.
Und jetzt gerade randaliert linker Antifanten-Mob gegen den Wiener Akademiker-Ball, und ein Politologe mit dem treffenden Namen »Brand« darf das in der »Presse« wortreich gutheißen ...

»Der Staatsanwalt hat das Wort«

... übertitelt Josef Bordat sein gestriges Posting (wobei »gestrig« rein zeitlich gemeint ist, um da kein Mißverständnis aufkommen zu lassen!):
Mittlerweile habe ich zu der inkriminierten Predigt des Pastors Olaf Latzel mehr Information und muss noch einmal betonen: Das ist sicher nicht der Exponent guter Homiletik und zudem – was den Katholizismus angeht, da kann ich das etwas beurteilen – von tiefer Unkenntnis geprägt. Mein Rat über den konfessionellen Graben hinweg: Sachkunde und Mäßigung sollten dringend auf die To do-Liste.
Was also hat Pastor Latzel so Erschreckliches gesagt, daß nun der Bemer Staatsanwalt u.a. auch wegen Volksverhetzung ermittelt? »Die Welt« berichtet es, merklich erschüttert, in Auszügen:
In einer Predigt vom 18. Januar bezeichnete der evangelisch-konservative Pastor das islamische Zuckerfest als "Blödsinn", Buddha als "dicken, fetten Herrn" und den Segen des Papstes urbi et orbi als "ganz großen Mist". Reliquien der katholischen Kirche beschimpfte er als "Dreck". Zu Götzen und anderen Göttern sage Gott: "umhauen, verbrennen, hacken, Schnitte ziehen".
Das sei nicht das, was die Stadt zum sozialen Frieden brauche, "nämlich einen Dialog der Religionen und Kulturen", warnte Senatspräsident und Kirchensenator Böhrnsen am Mittwochabend im Gespräch mit Radio Bremen. "Das macht mir Sorge", betonte der Regierungschef. 
Nun, gelebte Ökumene sieht anders aus, hört sich anders an ... wer will's bezweifeln! Aber ist das deshalb schon »Volksverhetzung«? Und ist es in der Diktion wikrlich so weit von dem entfernt, was bei handelsüblichen Freitagsgebeten in einer Moschee Ihres Vertrauens so über die Meidung der »Kuffar« etc. geäußert wird? Wäre das denn etwa auch — »Volksverhetzung«?

»Die Welt« findet natürlich besagte Predigt nicht hilfreich — und wer wird ihr in dieser Einschätzung schon widersprechen wollen. Oder dürfen, ohne selbst vom Staatsanwalt vorgeladen zu werden. Unter den Kommentarpostern (gestern abend wenigstens war die Kommentarfunktion noch nicht abgeschaltet — na, mal abwarten ...) fand freilich ein Poster besonderen Zuspruch


Ich bin mir zu 100 % sicher, hätte er nur die Katholen und vielleicht noch die Buddhisten getroffen, würde jetzt kein Staatsanwalt prüfen, ob er die Meinungsfreiheit mal wieder willkürlich in die Schranken der Zensur zu weisen hat.
LePenseur wünscht Herrn Rosenthal einen gnädigen Staatsanwalt ... denn ist nicht auch der Vorwurf, buntesdeutsche Staatsanwälte — man denke bloß! — könnten die Meinungsfreiheit »willkürlich in die Schranken der Zensur« weisen wollen, eine eindeutig justiziable Aussage ...?

»Mit dem Angriff Steiners wird das alles in Ordnung kommen!«

Ein pöhser Schlußsatz in einem pöhsen Artikel von Luke Lametta auf Ortner Online. Wenn einem das Lachen nicht im Gesicht zu gefrieren drohte, könnt' man direkt lachen drüber ...

Qualitätszeitung zitiert Nazi-Lied

So schnell kann's gehen! Da dachte man gerade noch, daß die NZZ ein Hort demokratischen Bürgertums sei — und dann diese Schlagzeile:

EU schliesst Reihen gegen Russland

Nach langen Diskussionen haben die EU-Aussenminister die Androhung neuer Sanktionen gegen Russland unterstützt. Griechenland hatte diese Massnahmen zunächst kritisiert.
Fehlte nur noch, daß die NZZ »Die Fahne hoch!« über unsere Brüsseler Demokratten schriebe, deren Reihen sie offenbar fest (oder dicht — die Überlieferung geht da auseinander) geschlossen wähnt, und der Skandal wäre perfekt! Aber auch so wird sich das bislang als liberal geltende Medium vom Verdacht der Wiederbetätigung nicht so leicht freischreiben können.

Tja, man/frau muß wachsam sein gegen jedes Wieder-aufflackern des rechten Ungeistes. Und wäre er gleich in Zürich zu erahnen. Oder vielmehr: gerade dort!