Donnerstag, 15. Oktober 2009

»Obervolta mit Atomwaffen«

So charakterisierte Deutschlands Ex-Kanzler Helmut Schmidt einstmals die Sowjetunion. Nun, mittlerweile existiert die Sowjetunion nicht mehr, und Obervolta heißt seit 1984 (welch ein Zufall?) »Burkina Faso«. Aber das, was Schmidt damals ausdrücken wollte, daß nämlich eine Supermacht in Wahrheit bloß ein atomar hochgerüsteter Koloß auf tönernen Füßen sein kann, das ist noch immer aktuell!

Wir erleben es gerade mit den U.S.A. — die Währung, immer flotter aus der Notenpresse gejagt, schwächelt, die Wirtschaft auf Grund jahrzehntelangen Konsumrausches auf Pump ohne solide Basis, Staats- und Privatschulden bis über beide Ohren. Schön langsam sind es nur mehr die über die ganze Welt verteilten Flugzeugträger und Militärbasen, die einen Investor »überzeugen« können, noch amerikanische (Un-)Wertpapiere zu kaufen. Die Bilder beginnen immer mehr jenen der Sowjetunion der 80er-Jahre zu ähneln ... Amerika ist also auf dem besten Wege, ebenfalls ein »Obervolta mit Atomwaffen« zu werden.

Den passenden Präsidenten haben sie sich bereits zugelegt ...

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Der Blog Politplatschquatsch

... ist bislang außerhalb meiner Wahrnehmung geblieben. Leider. Im Zuge der allgemeinen Sarrazin-Empörung stieß ich zufällig auf ein Posting dieses Blogs, zwar schon vom 9. Oktober (also in Begriffen unserer schnellebigen — ja, wirklich, ganz absichtlich nur mit 2 "l" geschrieben! — Blogwelt schon vor geraumer Zeit) aber noch immer gut: unter dem Titel »Göringgeschütze und Hitlerkanonen« wird über den vor ostentativer Abscheu fast hyperventilierenden Judenzentralratsgeneralsekretär Stephan Kramer drauflosgeätzt, daß es nur so eine Freude ist!
Stephan Kramer, der Generalsekretär des Verbandes, hat fünf Tage angestrengt nachgedacht, nachdem er von den unverantwortlichen, ekelerregenden, betroffenmachenden und völligfalschen Äußerungen des ehemaligen Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin gehört hatte. Was, so fragte sich Kramer, können wir jetzt noch draufsetzen auf das, was bisher an Empörung geheuchelt, an Verdammnis gewünscht und an monströsen Vergleichen an den Haaren herbeigezogen wurde? Selbst im Zentralrat glaubten viele nicht, dass es Kramer gelingen werde, aus der inzwischen schon ein wenig kalt riechenden Skandalasche um die Sarrazinschen Kopftuchmädel noch einmal Flämmchen zu blasen.

Aber siehe da, es war doch möglich, allen Unkenrufen zum Trotz. Kramer bläst nicht nur Flämmchen, er schlägt Flammen, er schießt nicht nur zielsicher auf Sarrazin, sondern auch mit dem größten vorstellbaren Geschütz von allen: Die Hitlerkanone ballert wieder! Und Göringgeschütze dazu! Flankiert von Goebbelsgewehren!
Köstlich! Der Blog kommt sofort auf meine Blogroll!

Dienstag, 13. Oktober 2009

Die Welt ein Tollhaus?

Andreas Tögel bringt obige Frage in seinem jüngsten Artikel auf »eigentümlich frei« auf den Punkt: und zwar anhand der Reaktionen auf die Wortmeldung Sarrazins, des Eiertanzes um den Todestag von Jörg Haider und der — gelinde gesagt — eigenwilligen Vergabepraxis für Friedensnobelpreise.

Lesen!

Samstag, 10. Oktober 2009

Handlungsreisende in Sachen Valium

Selten noch habe ich eine treffendere Charakterisierung der heutigen Politiker gelesen, als diese von Michael Ludwig im Artikel »Gedankensplitter in den Tagen nach der Bundestagswahl« der Zeitschrift »Gegengift«.

Damals, ja damals als manche Entscheidung noch offen war und Willy Brandt, Herbert Wehner, Helmuth Schmidt auf der einen Seite und Franz Josef Strauß, Rainer Barzel und der stahlharte hessische Konservative Alfred Dregger miteinander in den Ring stiegen, um die Fäuste fliegen zu lassen, saßen wir begeistert davor und klatschten Beifall. Heute stehen sich Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier gegenüber. Haben sie gekämpft? Haben sie alles gegeben für ihre Ideen? Wären sie notfalls dafür bereit gewesen, die Zähne des anderen auszuschlagen und sich die eigenen einschlagen zu lassen (was zugegebenermaßen ein etwas schief geratenes Bild ist, denn die beiden haben ja keine)? Niemals. Stattdessen wirkten sie wie Handlungsreisende in Sachen Valium.

Ja, leider kann man es gar nicht besser ausdrücken. Sicher: nicht alle Staaten sind mit derart offensichtlich 100%-charismafreien Politikern »gesegnet«, wie Deutschland. Aber wie sieht's denn in Österreich aus? Das Match Dick gegen Doof ist doch von einer gähnenden Langeweile, gegen die ein Hirtenbrief der Österreichischen Bischofskonferenz wie ein Action-Thriller wirkt. Gepflegte Langeweile selbst in traditionell debattenfreudigen Staaten wie Großbritannien (wo nur dieser fleischgewordene Schreibtisch Brown seinem Herausforderer etwas wie ein politisches Profil zu geben imstande ist).

Nein: es geht nicht um Wahlkampfschlachten, nicht um Fernsehduelle und ähnliche Shows: es geht um die durch allgemeines Schielen nach der nächsten Umfrage und ängstliche Rücksichtnahme auf die allgegenwärtigen (und die Parteien finanzierenden) Lobbyisten völlig perspektivlos gewordene Politikergilde. Wer nur mehr beschließt, wozu ohnehin schon alle zugestimmt haben (oder wenigstens zum Stillhalten gekauft wurden), ist eigentlich völlig entbehrlich.

Deshalb auch der hektische Aktionismus in Orchideenfragen, die in Wahrheit keinen interessieren. Von der Gurkenkrümmung über die Weinwerbung bis zur Quotenfrauenquote. Und als Alibibeschftigung, wenn sonst nichts mehr hilft, Bedeutung vorzuschützen: der »Kampf gegen Rechts«.

Der alte Slogan des österreichischen Molkereiverbandes (»Butter kann durch nichts ersetzt werden«) ist — in bewußter Sinn-Umdeutung auf unsere Politiker angewandt — aktuell wie nie zuvor: »Politik kann durch nichts ersetzt werden«. Einfach abschaffen! Nur als kostenintensive Alibiveranstaltung braucht sie keiner. Und an der bürokratischen Vision, durch Regulierung und »Schön-sprechen-bitte!« das Paradies auf Erden wenn schon nicht zu schaffen, so doch wenigstens als — wiewohl unrealisierbares — Projekt umständlich zu beraten, besteht erst recht kein Bedarf!

Denn schon jetzt gilt: »Mit Ezzes sind mer versorgt!«

Freitag, 9. Oktober 2009

Das »Prinzip Hoffnung«

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe in eine afghanische Hochzeitsgesellschaft: Schokobama bekommt den Friedensnobelpreis 2009 verliehen. Und sofort erhebt sich die Frage und eine angeregte Diskussion:

Hat Obama schon genug für diese Auszeichnung geleistet?

(Bei meiner Reifeprüfung hätte ich mir gewünscht, alle Fragen wären so einfach zu beantworten gewesen!
»Nein!«
»Völlig richtig, Herr Kandidat. Verzeihen Sie, die Frage war auch nicht ganz ernstgemeint« ...)

Und ob er jemals dafür genug leisten wird, ist seriös bis dato überhaupt nicht zu beantworten. »Prinzip Hoffnung« in Reinkultur, halt ...

Aber vielleicht könnte man die Nobelpreise in Hinkunft überhaupt nach diesem Prinzip vergeben:
  • z.B. Ökonomienobelpreis 2010 für irgendeinen Finanzminister (egal welchen) aus der EU — Begründung: vielleicht lernen sie noch, daß Staatsschulden keinen Wohlstand schaffen.

  • z.B. Physiknobelpreis für Al Gore — Begründung: vielleicht begreift er irgendwann einmal den Unterschied zwischen Klimareligion und seriöser Wissenschaft.

  • z.B. Literaturnobelpreis für Erwin Pröll — Begründung: vielleicht liest er dann irgendwann das zweite Buch.

Schöne neue Welt, die solche Preise hat ...

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Wer Literatur-Nobelpreise bekam, und wer nicht

Letztere wohl die bei weitem interessantere Liste. Wer nun bekam aus dem deutschen Sprachraum den üppig dotierten Preis? Lassen wir die beiden ersten

1902 Theodor Mommsen (eigentlich ein Historiker), und
1908 Rudolf Eucken (eigentlich ein Philosoph)

einmal »außen vor« (wie das neudeutsch so schön heißt), so finden wir:

1910 Paul von Heyse
1912 Gerhart Hauptmann
1919 Carl Spitteler
1929 Thomas Mann
1946 Hermann Hesse
1966 Nelly Sachs
1972 Heinich Böll
1981 Elias Canetti
1999 Günter Grass
2004 Elfriede Jelinek
2009 Herta Müller

Nun, sicherlich sind all diese irgendwie als »Schriftsteller« zu bezeichnen, aber daß die genannten Schriftsteller wirklich jeweils »das Beste« geschaffen hätten (wie es Nobels Testament verlangt — noch dazu »in idealistischer Richtung«!), kann ernstlich wohl nur von den wenigsten behauptet werden!

Ein kurzer Blick in die Literaturgeschichte Deutschland, Österreichs und der Schweiz beweist, welche großartige Dichter und Schriftsteller durch den Rost fielen — auf Anhieb ein paar:

Aus Deutschland: was ist mit George? Wo blieb Döblin, wo Benn? Hätte ein Jünger nicht weit mehr Anrecht auf den Preis gehabt, als ein Böll oder Grass? Selbst ein Brecht (obwohl ich ihn politisch wie moralisch eher zum Erbrechen finde) ihn eher verdient, als diese Jelinek, die ihn dann bekam! Hat ein Martin Walser weniger »Bestes« geschaffen als Frau Herta Müller?

Aus Österreich: wo sind ein Hugo von Hofmannsthal, oder ein Rilke, Musil, Broch, Kraus oder Kafka geblieben? Nichts gegen Canetti — aber war ein Heimito von Doderer nicht mindestens ebenso »nobelpreiswert«? Selbst Handke, Bachmann und Bernhard waren bzw. sind literarische Giganten, wenn man sie mit Maulwurfshügelgrößen à la Pearl S. Buck, John Galsworthy oder Quasimodo vergleicht (und bei denen kann man nicht einmal vorschützen, sie verträten eben eine »kleine« Literaturnation, die halt auch einmal berücksichtigt werden mußte).

Und aus der Schweiz: wo sind Frisch oder Dürrenmatt abgeblieben?

Manchmal könnte man meinen, daß es die ehrenvollere Position eines Schriftstellers ist, sich in der Gesellschaft der (vielleicht) wohl vorgeschlagenen, aber nicht erwählten »eben-doch-nicht-Preisträger« wiederzufinden ...

Montag, 28. September 2009

Schwarze Sieger sehen anders aus ...

... und wenigstens im Falle von IM Erika ist »Schwarz« ja bloß die gewählte Tarnfarbe. Dennoch: so erfreulich es auf den ersten Blick auch scheinen mag, daß die Mehrheit für Schwarz-Gelb eine p.c.-berufsantifa-gegenderte Volksfront-Koalition verhindert, so unerfreulich ist die Aussicht auf die absehbare Zukunft nach Ende der kommenden Legislaturperiode. »Manfreds politische Korrektheiten« bringen es auf den Punkt:

Die SPD wird, wenn sie clever ist, in den kommenden vier Jahren zur Methode Schröder (”die neue Mitte”) greifen: sich in der Mitte zu plazieren, sich dabei aber Unterstützung von Partnern sichern, die links von ihr selbst stehen. Die nächste Wahl wird sie in einem noch informellen Bund mit Grünen und Linken führen. Da sie sich zugleich auf die Mitte stürzen wird, nagelt sie auch die Unionsparteien in dieser Mitte fest.

Und leider wird durch dieses Wahlergebnis, das durch den Absturz der SPD die Verluste der CDU/CSU marginal aussehen läßt (auch wenn's das schlechteste Wahlergebnis der Schwarzen seit Gründung der Bundesrepublik ist) verhindert, daß die opportunistisch-machtgeile Transuse IM Erika den Stuhl vor die Tür gestellt bekommt, wodurch ein linkslastiges Weiberregiment à la Zensursula & Co. die ehedem bürgerliche CDU wohl endgültig ins Blaßgrau einer »linken Mitte« manövrieren wird.

Nun, vielleicht entpuppt sich Spaß-Guido wider Erwarten doch als Mann mit politischen Steherqualitäten und verhindert so als liberaler Stoperstein das schlendernde Abgleiten Deutschlands in ein linkes System von Parteiattrappen, die dem Stimmvieh zum Abstimmen (recte: Abnicken) vorgeführt werden.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Montag, 21. September 2009

Jetzt ist es amtlich!

Was wir bisher nur zu ahnen vermeinten — seit der Landtagswahl in Vorarlberg ist es amtlich bestätigt: die Österreicher sind ein Volk latenter Antisemiten. Wenigstens laut »Südkurier«, der den Menschen um den Bodensee die weite Welt erklärt — und u.a. auch, wie es geschehen konnte, daß die FPÖ im »Ländle« ein Viertel der Stimmen und Mandate bekam.

Schon der erste Absatz macht klar, worum es geht:

Nach einer Umfrage bezeichnen nur 16 Prozent der Befragten die Äußerung des FPÖ-Spitzenkandidaten in Vorarlberg gegen den Direktor des Jüdischen Museums, „der Exil-Jude aus Amerika solle sich nicht in die Innenpolitik einmischen“, als antisemitisch. 16 Prozent halten die Aussage für gerechtfertigt, 24 Prozent für nicht bedenklich. Ist das Ergebnis für Sie überraschend?

Wohl nicht, wenn eine Zeitung schon so fragt. Und die rechte (also will heißen: linke) Antwort gleich nachschiebt:
Man weiß, dass 20 bis 30 Prozent der Österreicher latent antisemitisch sind. 84 Prozent der Befragten qualifizieren die Aussage von Landesrat Egger nicht als antisemitisch. Dieses Ergebnis ist überraschend hoch.
Es ist schon etwas weniger überraschend hoch, wenn man bedenkt, von diesen 84 Prozent angeblich latent antisemitischen Österreichern bloß 40 Prozent (d.h. 16+24, s.o.) Eggers Aussage entweder für gerechtfertigt oder nicht bedenklich ansehen. Damit gibt es noch eine Gruppe von 44 Prozent, die zwar keinen antisemitischen Vorwurf in Eggers Satz sehen, diesen aber weder für gerechtfertigt halten und ihn auch nicht explizit als nicht-antisemitisch bezeichnen wollen. Mit anderen Worten: Leuten, denen der Satz einfach am Ohr (oder wo auch immer) vorbeigeht, und die die Nazikeule, die dafür flugs ausgepackt wurde, für doch ein etwas überdimensioniertes Kampfobjekt für derlei Quisquilien ansehen. Oder denen die ganze Aufregung einfach egal war.

Wer frei nach Christi Satz: »Wer nicht für mich ist, ist gegen mich« in allen Fragen jeden, der nicht 100-prozentig auf zeitgeistiger Linie ist, bereits als Nazi bezeichnet, braucht sich nicht zu wundern, von lauter Nazis umgeben zu sein. Wenn auch nur in seiner eigenen Wahrnehmung. Aber auf die Idee, daß diese (ganz hypothetisch wollen wir es einmal annehmen) auch möglicherweise die Realität nicht ganz akurat abbildet, kommt ein Journalist, dessen Wirken und Schaffen doch nur auf die Darlegung der Wahrheit, der reinen Wahrheit und nichts als der Wahrheit zielt, einfach nicht. In anderen Berufen nennt man sowas: »Betriebsblindheit«.

Im Journalismus spricht man hingegen von »medialer Verantwortung« und verspricht sich, wenn man pathetisch zitiert: »Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar!« — es müßte nach der gängigen Praxis der Journalisten nämlich heißen: »... nicht zumutbar!«. Wer je eine Zeitung aufgeschlagen hat, weiß, daß Journalisten alles daran setzen, den Menschen möglichst keine Wahrheiten zuzumuten. Gelegentlich verirrt sich etwas dergleichen in die Leserbriefe und Online-Kommentare — aber im Artikel? Da seien Gott und »Der Spiegel« vor!

Aber, immerhin: der Südkurier ist vorsichtig (»... muß man vorsichtig sein ...«, so das wörtliche Zitat), jetzt einen Großteil der Vorarlberger als Antisemiten zu outen. Offenbar will man sich das Inseratengeschäft ja doch nicht ganz zusammenhauen, in Zeiten wie diesen ...

Deshalb ergeht man sich in beschwichtigenden Floskeln:

Es ist gibt ja keine allgemein verbindliche Definition von Antisemitismus. Dieses große Feld kann anscheinend antisemitische Vorurteilsstrukturen nicht eindeutig einordnen. Die Aussage von Dieter Egger spielt ja mit der Konnotation von eindeutig antisemitischen Klischees, aber es ist offensichtlich dem überwiegenden Teil der Bevölkerung nicht klar, was verwerflich an dieser Aussage ist.

Uff, das war knapp! Aber noch einmal ist die Kurve gekratzt, der Spagat zwischen der einem Systemmedium obligatorischen FPÖ-Schelte und der Anzeigenabteilung ist, obzwar ächzend, gegrätscht. »Offensichtlich war ihnen halt nicht klar, wie verwerflich ...«

Ist jetzt eigentlich jeder ein Nazi, der sich angesichts dieser offensichtlich parteipolitisch motivierten Instrumentalisierung der Nazikeule fragt, was an Eggers Aussage denn so »verwerflich« gewesen sei, wenn der sich schlicht und einfach die naseweise Einmischung eines Ausländers in einen österreichischen Landtagswahlkampf verbeten hat?

Freitag, 18. September 2009

Der wirkliche Bundesbahn-Skandal

Die österreichischen Systemmedien, inklusive der selbsternannten Qualitätszeitung »Die Presse« geraten momentan ob des ganz erschröcklichen »ÖBB-Datenskandals« ins Hyperventilieren. Was ist denn entsetzliches geschehen?

Wurden geheime Gehaltsdaten rüstig werkender ÖBB-Mitarbeiter an kundengeldgierige Finanzhaie verscherbelt? Oder erhielten verbrecherische Syndikate Zugang zu vertraulichen Zweitwohnsitzdaten, wodurch Einbrecherbanden das Werken erleichtert wurde? Aber nein! ... Lesen wir also ergriffen, was »Die Presse« dazu vermeldet:

Der Datenskandal um die ÖBB wächst nun in politische Dimensionen hinein: Nach dem „Geständnis“ des früheren ÖBB-Personalchefs Franz Nigl hat Infrastrukturministerin Doris Bures „Konsequenzen“ angedeutet – allerdings erst nach der Vorlage des ÖBB-Untersuchungsberichts am heutigen Freitag.

Wie berichtet, hat das ÖBB-Management illegal Krankenstandsdaten von Mitarbeitern gesammelt und gespeichert. Eisenbahner wurden unter anderem während des Krankenstandes von ÖBB-Mitarbeitern zu Hause kontrolliert und nach Ende ihrer Krankenstände zu den genauen Ursachen befragt. Nigl räumte am Donnerstag ein, dies sei ein „Fehler“ gewesen, für den er sich nachträglich entschuldige.

Allerdings, so Nigl, hätten die ÖBB auch „ein Krankenstandsproblem“ gehabt, das durch diese Vorgangsweise gemildert worden sei. Statistische Daten untermauern dies: Eisenbahner waren im Schnitt zweieinhalbmal so lange im Krankenstand wie Beschäftigte in der Privatwirtschaft. Durch die – gesetzlich freilich nicht gedeckten – Maßnahmen war es gelungen, die durchschnittliche Krankenstandsdauer von 27 auf 17 Arbeitstage im Jahr zu senken. Zum Vergleich: Beschäftigte in der Privatwirtschaft sind im Schnitt rund zwölf Tage im Jahr in Krankenstand.

Heißt im Klartext:

Da betrügen zigtausende ÖBB-Bedienstete ganz offensichtlich ihren Dienstgeber jahrelang durch Scheinkrankenstände, denn wenn bei jobgesicherten (Quasi-)Beamten zweieinhalbmal längere Krankenstände als in der Privatwirtschaft auftreten, läßt sich wohl kein anderer Schluß daraus ziehen! Und wenn der Dienstgeber gegen diesen Betrug Maßnahmen ergreift, deren Wirkung die Berechtigung des Betrugsverdachtes voll bestätigt, dann ist das auf einmal ein »Skandal«?

Aber der ungleich größere Skandal, daß wir Steuerzahler jahre- und jahrzehntelang durch faule und betrügerische ÖBBler unter offensichtlicher Duldung der ÖBB-Gewerkschaftler beschissen wurden — na, Frau Minister Bures: das ist selbstredend kein Skandal, nicht wahr?! Wird sich vermutlich um »wohl erworbene Rechte«*) der Mitarbeiter gehandelt haben, die ob ihres drückenden Arbeitsleids ihren kärglichen Urlaubsanspruch um eineinhalb Monate auffetten wollten ...
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*) Oder sollte man nicht treffender von »frech erschlichenen Unrechten« sprechen?

Freitag, 11. September 2009

Fortschrittswahn & Fernaugedenken

Unter dem Titel »Fortschrittswahn« findet sich auf dem Blog »Netzwerkrecherche« eine vortreffliche Analyse jener seit Jahr(zehnt)en und heute mehr denn je herrschenden Geisteskrankheit, die sich noch dazu für die Therapie des von ihr erst verursachten Aberwitzes hält.

Ach ja: und der großartige Joachim Fernau, dem ich unzählige vergnüglich bildende Lesestunden verdanke, wäre heute hundert Jahre alt geworden. Was die zitierte Blog-Autorin zum Anlaß eines trefflichen Zitates zu unserem Thema nimmt.

Danke! Lesen!

Donnerstag, 10. September 2009

Die Freiheit Deutschlands wird bekanntlich am Hindukusch verteidigt

... und daher kann ein Oberst, der in einem Partisanenkrieg gegen angebliche Zivilisten einen Einsatz befielt, schon mal in Schwierigkeiten kommen. Denn bekanntlich darf die Bundeswehr nur mit lupenrein völkerrechtskonformen Mitteln und am besten unter ständiger Beiziehung eines ambulanten Senats der Bundesverfassungsgerichtes Einsätze absolvieren, mit dem — möglichst ungeladenen, damit kein Malheur passiert! — Gewehr in der einen und einem dreibändigen Kommentar zur aktuellen Grundrechtsjudikatur in der anderen Hand.

Unter dem Titel »Weimarer Verhältnisse« hat dies der Blog »Mit elektrischer Feder« durchaus treffend bloßgestellt: wer meint, daß gerade die Bundeswehr unbedingt in Afghanistan im Einsatz sein muß, der sollte sich auch nicht wundern, wenn dort ein paar bärtige und bewaffnete »Zivilisten« sicherheitshalber auf die Schnelle für Talibans gehalten werden, statt sie, wie es natürlich korrekt wäre, um ihre Ausweise und nähere Angabe eines allfällig aktuellen Kombattantenstatus zu ersuchen (die detaillierte Protokollierung der Aussage ist für den Fall eines späteren Rechtsmittels zu empfehlen).

Genau so und nur so wurden schon immer und werden bekanntlich auch heute noch Kriege geführt und gewonnen ...

Freitag, 4. September 2009

Es wächst zusammen, was zusammen gehört

Für die etwas unübersichtliche Geschichte der deutschen Sozialisten bis 1933 gibt es ein — ebenfalls etwas unübersichtliches — Bild bei Wikipedia:




Nach 1945 geht es heiter weiter:

Aus SPD und KPD wird (mit ehrfurchtsvollem Aufblick zum sozialistischen Heiland des 20. Jahrhunderts, ei sprich, wer ist's? Stalin natürlich!) die SED. Diese benamst sich 1990 — frisch »gewendet« — in PDS (»Partei demoralisierter Stalinisten«?) um.

Aus den besonders Linken der SPD formiert Lafontaine im Westen die »Linkspartei«, die sich nun mit der PDS vereint »Die Linke« nennt. So wächst zusammen, was zusammen gehört!

Der kollektiv(istisch)e Wahnsinn, man könne dadurch Wohlstand und Gerechtigkeit schaffen, daß man den Leuten ihr Geld, ihr Privateigentum und die Freiheit, sich die Ziele ihrer Handlungen selbst zu bestimmen, wegnimmt, und durch Planvorgaben, Verbote und Bespitzelung ersetzt, ist offenbar unausrottbar.

Nun, es gibt ja auch noch Menschen, die an eine sechstausend Jahre alte, flache Erde glauben ...

Mittwoch, 2. September 2009

Was Barak Hussein Obama würdigt

Bei einem Abendessen anläßlich des Fastenmonats Ramadan z.B. »den Beitrag von Muslimen zur US-Gesellschaft«. Der Islam stehe für Gerechtigkeit und Fortschritt. Er sei eine »große Religion«.

Klare Worte, in der Tat. Die vor der Wahl von ihm bloß niemand erwarten wollte. Mundus vult decipi in Reinkultur ...

Dienstag, 25. August 2009

Blockwarte aller Länder vereinigt euch!

Unter diesem Motto scheinen die weitweit konzertierten Aktionen gegen das »unkontrollierte« Internet und seine durch keine »Professionalität« gefilterte Meinungsvielfalt und Aktualität an Fahrt zu gewinnen. Im Blog »Mit elektrischer Feder« wird das in einem vorzüglichen Artikel unter dem enthüllend-doppelsinnigen Titel »Der rechte Vorwand« vor Augen geführt:

Es scheint als wäre die politische Klasse und ihre Claqueure wild entschlossen ihren verlorenen Anspruch auf die exklusive Verbreitung ihrer Meinung im öffentlichen Raum mit juristischen Mitteln wiederherzustellen. Die Kampagne um die Sperrung von Internetseiten mit kinderpornografischen Inhalten entpuppt sich als das, was ihre Gegner von Beginn an vermutet hatten: als Torbrecher für ganz andere Begehrlichkeiten. Hier geht es im Grunde auch nicht gegen „rechts“ oder kleine grüne Männchen, hier geht es um dass, was der Autor dieses Kommentars, Ulrich Clauß, an andrer Stelle monierte: Der Verlust der Deutungshoheit der klassischen Medien.

Das ist's in Wahrheit! Wo kämen wir denn hin, wenn Krethi & Plethi so einfach ihre Meinung äußern dürften, ohne in das Netzwerk der erlaubten Ansichten »eingebunden« zu sein?! Einfach so über was berichten (oder es gar bewerten!), ohne zuvor bei der Zensurbehörde submissest um gnädige Zustimmungserteilung eingekommen zu sein, ob's denn auch genehm sei, die geäußerte Ansicht zu vertreten!

Denn natürlich herrscht in unserer Demokratie Meinungsfreiheit für alle Meinungen, die den Meinungsmachern in den Kram passen — und andere Meinungen, Hand aufs Herz, muß es doch gar nicht geben ... oder wollen Sie etwa für Kinderpornographie und Neonazis eintreten? Na, also ...

So schnell das Internet das Deutungsmonopol der — größtenteil linken — Medienmacher aufgebrochen hat, so schnell wird die Freiheit dieses Mediums auch abgebrochen sein, indem jede unbotmäßige Äußerung mit Hausdurchsuchung und Beschlagnahmung von Computern sanktioniert wird. Selbstmurmeld nur zur Beweissicherung und nur in streng rechtsstaatlichen Verfahren. So, wie ja auch die Angeklagten vor dem Volksgerichtshof ihre Strafverteidiger haben durften. So viel faires Verfahren muß einfach sein ...

Donnerstag, 20. August 2009

»Gefährlich ist die Dummheit, nicht die Gier«

... resummiert Andreas Unterberger am Schluß eines höchst lesenswerten Artikels in der Wiener Zeitung vom 19.8.2009. Die Leserbriefschreiber (die sich vermutlich zu einem Gutteil aus den Reihen auf Kosten der produktiv Tätigen »unterhaltener« Staatsbediensteter rekrutieren) konnten seinem Artikel allerdings meist wenig abgewinnen. Das Gegenteil wäre verwunderlich gewesen — wie sollte sich ein »Staatsdiener«, der in abgesichterter Position für seinen (im Vergleich mit der Privatwirtschaft immer noch) zumeist unterdurchschnittlichen Arbeitseinsatz überdurchschnittlich entlohnt wird, und eine etwaige »Gier« in Form parteibuchgestützter Karriere auslebt, in die Niederungen der Gedankenwelt eines Selbständigen hineindenken können, der Gewinne zum Überleben, Sichern und Ausbauen seines Betriebes benötigt.

Nun ist Unterberger freilich vorzuhalten, daß der Begriff »Gier« (statt z.B. »Ehrgeiz«) eigentlich aus der Sprachregelung der Gegner initiativen, eigenverantwortlichen Handelns stammt — ihn unreflektiert zu rezipieren, ist daher nicht unproblematisch!

Nein, es ist wirklich nicht »Gier«, wenn ein Unternehmer seine Umsätze und Gewinne steigern will. Es ist auch nicht »Gier«, wenn ein Spekulant durch geschickte An- und Verkäufe prächtig verdient. All das ist vielmehr notwendig, um eine funktionerende Wirtschaft zu gewährleisten, und es zu unterbinden, setzt zur Realisierung eine Bevölkerung asketischer Heiliger und an der Spitze einen unbarmherzigen planwirtschaftlichen Diktator voraus, der sich einen Dreck um die Wünsche derer da unten schert. Nur so »funktioniert« das nämlich ...

Da sind mir freilich erfolgreiche Unternehmer und Spekulanten doch bedeutend lieber ...

Donnerstag, 13. August 2009

Hauptsache — die Quote stimmt!

Schreckliches ist geschehen: an den durch ausländische Numerus-Clausus-Flüchtlinge hoffnungslos übervölkerten Medizin-Unis Östereichs sind bei den dadurch erforderlichen Aufnahmetests zwar deutlich mehr Frauen angetreten, doch ebenso deutlich weniger Kandidatinnen (nämlich nur 43,5%) durchgekommen! Darf das sein? Nein, nein und dreimal nein!

ÖVP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger fordert deshalb flugs eine zusätzliche Quotenregelung bei der Aufnahme zum Medizin-Studium: "Die Hälfte der Studienplätze soll an Frauen vergeben werden", meint er im "Standard". Irgendwie eine nette Idee für einen Gesundheitspolitiker, die Befähigung zum Medizinstudium statt durch einen bestandenen Test ersatzweise durch den Besitz einer Gebärmutter nachweisen lassen zu wollen.

Früher hieß es über die Juristen (mehr boshaft als zutreffend, aber halt irgendwie doch nicht ohne Grund): "Wer inskribiert und nicht krepiert, der promoviert". Bei den Medizinern wäre nach Rasingers Willen der Satz auf: "Wer menstruiert, nur inskribiert und promoviert" abzuändern.

Es fragt sich, ob im Fall, daß deutlich mehr als die Hälfte der Kandidaten Männer gewesen wären, und diese nur 43,5% der positiven Ergebnisse erzielt hätten, Herr Rasinger auch vehement auf einer Männerquote bestanden hätte.

Ich habe irgendwie den Eindruck: nein.

Ach ja, die Extraquote für Minderheiten und Behinderte, die Rasinger gleich zum Drüberstreuen fordert, ist auch recht putzig! Es ist sicher tröstlich für den Betreffenden, wenn irgendwann auch ein farbenblinder, taubstummer, schwuler Aschantineger allein wegen seiner Minderheits- und Behinderteneigenschaft in Österreich Medizin studieren darf, ohne den Aufnahmetest bestanden zu haben — nur ist das Gefühl für die künftigen Patienten dann vielleicht etwas weniger tröstlich ...

Vielleicht sollte man diesen Quotenschwachsinn einfach — wie in dem altbekannten Werbespruch über Butter — "durch nichts ersetzen". Und schlichtweg die jeweils bestgeeigneten Kandidaten studieren, Prüfungen ablegen und promovieren lassen.

Und nicht irgendwelche Quotenfrauen, Quotenzigeuner, Quotenschwule, Quotenblinde ...

Mittwoch, 5. August 2009

»Ich kann schreiben links, ...

... ich kann schreiben rechts«, rühmt sich der umtriebige Journalist Schmock in Gustav Freytags Komödie »Die Journalisten«. Inzwischen können die Schmöcke unserer Tage fast ausnahmslos nur mehr links schreiben. Eine Studie*) aus dem Jahr 2005 über deutsche Journalisten und ihre Parteipräferenzen zeigt das recht deutlich:
  • 08,7% CDU
  • 06,3% FDP
  • 26,0% SPD
  • 35,5% Grüne
  • 00,8% PDS
  • 03,2% Sonstige
  • 19,6% neige keiner Partei zu
Das heißt im Klartext: nur 15% der Journalisten bevorzugen »bürgerliche« Parteien, wogegen 62,3% linke Parteien präferieren. Das ist ein Verhältnis von ca. 1 : 4.

Wen wundert es daher, daß die mediale Berichterstattung so ist, wie sie ist ...

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*) Weischenberg: Journalismus in Deutschland 2005. Die Daten dürften mit geringen Abweichungen auch für Österreich Gültigkeit besitzen.

Freitag, 10. Juli 2009

Im Gegensatz zu Al Gore's Klima-Chart

... ist die folgende Graphik nicht extrapolierte Panikmache, sondern leider die bittere Realität:

Dazu kann man eigentlich nur mehr sagen: »Na, g'sund schau ma aus!« ...

Mittwoch, 8. Juli 2009

Der Lemmingstrieb

Angesichts der jüngsten Überschwemmungen kam natürlich in den Medien sofort der Hinweis auf das »global warming«. Dieses ist ein praktisches Vehikel aller Dunkelmänner in Politik und Bürokratie, die ihre Zwangsbeglückungs-Ziele unter dem Deckmantel von Wissenschaft am Radar der Aufmerksamkeit vorbeischmuggeln wollen. Welcher normale Mensch würde folgende Ankündigung nicht mit einem empörten Aufschrei quittieren:

»Wir wollen mehr Kontrolle über alle Lebensbereiche, daher wollen wir unsere Beamtenschaft nicht reduzieren, denn wir brauchen sie für diese neuen Aufgabengebiete. Gezahlt wird ohnehin vom Steuerzahler, also erhöhen wir sicherheitshalber die Steuern, den Rest besorgen wir über die Inflation.«

Das klingt natürlich ganz anders, wenn nach einem bedrückenden Film über vertrocknende Brunnen in der Sahelzone (oder sonst einer melancholisch in Szene setzbaren Gegend) mitgeteilt wird, daß es bald auch bei uns so aussehen wird, wenn nicht ... ja, wenn nicht ehestens Kontrollen über den Energieverbrauch aller Staatsbürger eingeführt werden, durch strenge Aufsicht jegliche Energieverschwendung bestraft und verunmöglicht wird, eine neue Umweltabgabe (nur zur Erreichung der Kyoto-Ziele!) eingeführt und die Energiepreise (natürlich nur zwecks Erhöhung der Sparsamkeitsneigung!) durch Steuern bis auf das Niveau von Solarzellen- und Windkraftstrom angehoben werden. Also im Klartext: mehr Beamte, mehr Überwachung und Gängelung, mehr Steuern und höhere Preise. Aber die Masche ist einfach gut!

Klaus Peter Krause hat in seinem Blog einen treffenden Artikel darüber verfaßt: »Ein Kollektiv-Irrtum zur Selbstzerstörung«. Hoffen wir nur, daß seine Hoffnung auf ein Scheitern der »Klimaschutzkonferenz« in Kopenhagen im Dezember 2009 nicht enttäuscht wird. Denn Massenpsychosen haben, wie uns die Geschichte lehrt, leider ein langes und zähes Leben.

Dienstag, 7. Juli 2009

Terror unter dem Verfassungsbogen

Unter diesem Titel bringt »Gegengift« eine beklemmende Bestandsaufnahme der zunehmenden Fraternisierung zwischen Linksparteien und gewalttätigem Linksextremismus am Beispiel Berlin. Machen wir uns nichts vor: in Wien läuft es nicht viel anders!

Werden in Berlin neue Autos abgefackelt, so ist das bloß einen Schritt weiter als die in Wien allgegenwärtigen Schmierereien an Häusern. Es beginnt mit der Sachbeschädigung, die von den Behörden geflissentlich nicht geahndet wird. »Bagatelldelikte«, insbesondere von Seiten unserer Kulturbereicherer (wie kleine Ladendiebstähle, kleine Wohnungseinbrüche, kleine Raufhändel auf der Straße und in Lokalen etc.), werden ebenso nonchalant als nebensächlich abgetan. Damit kann der gesetzestreue Bürger schon recht wirksam verunsichert werden. Begleitet wird das selbstverständlich von der Gehirnwäsche durch die Systemmedien, die uns die wahren Gefahren von drohenden Neonaziverbänden ausmalt, die offenbar schon knapp vor der Machtübernahme stehen.

Dann kommt eine durch die Gerichte durchgezogene Willkür in der Behandlung prinzipiell gleicher Sachverhalte, die je nach politischem Standort — und nach Geburtsort — des »Täters« eine selbstverständlich zulässige Handlung (»Ich bitte Sie, wir leben doch in einer Demokratie!«) oder als höchst verwerfliche Untat behandelt wird.

Die Parallelen zu Zuständen knapp vor und um 1933 sind nicht von der Hand zu weisen. Damals waren es die Schlägerbrigaden der SA, heute die der ANTIFA, die mit staatlichen Stellen insgeheim »kooperieren«. Und man trägt Rot/Grün/Regenbogenfarben statt Braun.

Nebbich — ein Unterschied ...