Dienstag, 12. Februar 2013

»Das Ende der Barmherzigkeit«

... nannte Blogger »Geistbraus« vor ein paar Tagen einen ausgezeichneten Artikel über Deutschland (und wohl nicht nur dieses!), das er durch ein süffisantes Reihenhausphoto mit der Bezeichnung »Wohnen im Land der Vielfalt« charakterisierte.
2013 – willkommen im weltoffenen Deutschland der vielfältigen Lebensentwürfe:
  • Ein katholischer Publizist äußert sich öffentlich gegen die “Pille danach” und findet schwule Weihnachtsmärkte überflüssig. Daraufhin wird er von seiner Hochschule gefeuert, Qualitätsmedien wie der Kölner Express berichten, der Publizist “empöre” die Nation, das Publikum habe “geschockt” reagiert, er “peste” gegen Schwule. Skandal!
  • Ein Blogger nimmt am Marsch für das Leben teil. Daraufhin erteilt ihm eine Berliner Veganerkneipe Hausverbot. Solche Frauenverachter soll man auch noch anschaun müssen, geschweige denn bedienen? Skandal! (Hier weiterlesen)
Deutschland, nein: die westliche Welt, wie sie leibt und lebt! Das Résumé fällt dann auch adäquat aus:
Im Hause des Vaters sind viele Wohnungen, im Hause des Demokraten aber wohnt nur er selbst. Der Staatsbürger darf sich die Zierfischsorten in seinem Aquarium aussuchen und die Blümlein auf seinem Fenstersims, und das verkauft man ihm als Vielfalt. Aber sobald er Haie haben will oder selber ins Aquarium springt, schmeißt man ihn raus.

Das Zeitalter, in dem Ritter, Schuster, Geißler, Landstreicher, Narren, Philosophen, Feen, Schweine und Engel nebeneinander und miteinander die Welt bevölkern konnten, sind vorbei. Der Bürger hat ihnen den Garaus gemacht. Es hat sich für ihn gelohnt: Die Welt ist zwar todlangweilig. Aber dafür hat er jetzt Stimmzettel.
Willkommen in der Reihenhaussiedlungsidylle von Jessica & Kevin ...

Kommentare:

Nescio hat gesagt…

"Deutschland, nein: die westliche Welt, wie sie leibt und lebt!"

Wohl eher: Wie sie stirbt.
Soll man das bedauern, oder sagt man einfach: "Darwin-Award" ?

Le Penseur hat gesagt…

@Nescio:

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, und so hoffe ich, daß vielleicht doch eher der organisierte ökommunistische Gender-Sozialstaats-Betüddelungswahnwitz stirbt, als unsere westliche Gesellschaft mit ihren durchaus erhaltenswerten Traditionen, die ich durch primitive Barbarismen des Vorderen Orients ersetzt sehen möchte.

Ich bin zwar auch schon (ganz) leicht »betagt«, aber noch längst nicht lebensmüde ...