von Helmut
Es ergab sich die Notwendigkeit, mein Anwesen in Niederösterreich zum Verkauf auszuschreiben, und das erforderte zuvor mehrere Restaurierungsarbeiten. Bei dieser Gelegenheit las ich wieder österr. Zeitungen und hörte den Staatsfunk, in meinem Falle Radio Wien. Meine Beobachtungen und Anmerkungen möchte ich hier wiedergeben, wobei ich gleich dazusage, dass es sich um Vorgänge handelt, die jeder andere auch als nebensächlich oder unwichtig bewerten kann.
Beim Radio befand ich vieles gut, z.B. auch die Auswahl der Musiktitel bei Radio Wien, aber mir fielen auch Punkte auf, die ich in einer schriftlichen Anfrage an den Hörerservice des Senders gestellt habe. Auf manches bekam ich eine Antwort, auf unbequeme Fragen nicht.
Beispiel:
Überhaupt kann ich über die Reportagen hinsichtlich der Sprache oftmals nur den Kopf schütteln. Man erfährt zwar im Kurztext (detailliert wird darauf nicht eingegangen, das ziemt sich für den Staatsfunk nicht), dass es bei den Imigranten, besonders bei deren Kindern in der Schule, erhebliche Probleme aufgrund nicht vorhandener Deutschkenntnisse gibt. Wohlgemerkt, man verweist auf „Deutschkenntnisse“ und nicht auf „Österreichkenntnisse“ der Sprache. Aber darauf komme ich später zurück. (*)
Zum Problem der fehlenden Kenntnis der deutschen Sprache:
Ich stelle fest, dass es sich sicher um ein Problem der Zuwanderer aus anderen Kulturen handelt, aber ich stelle das auch bei den österr. Zeitungen fest. Ich hab mir da mal ein Beispiel herausgenommen, und zwar OE 24 vom 20.3.2026, Nr. 1878, Seite 10: (Anlage 1)
Im Rahmen eines Hinweises auf eine Veranstaltung habe ich mal die Begriffe gefärbt, die mit der deutschen Sprache nichts zu tun haben, für die es aber in der deutschen Sprache auch geeignete Wörter gibt. Nun bemängelt man (zu Recht) die nicht vorhandenen Sprachkenntnisse der Immigranten, - aber ich meine, bei den Zeitungen liegt es doch auch im Argen.
Als Beispiel habe ich eine Seite einer Zeitung kopiert, die mir beim Entfernen des uralten Linoleums in die Hände gefallen ist, weil sich diese unterhalb des Linoleums befand. Es handelt sich um die Kronen-Zeitung vom 22.8.1973, Seite 15: (Anlage 2) Da wird noch in deutscher Sprache geschrieben, allgemein verständlich.
Ist das „normal“ und begrüßenswert, dass man sich zunehmend dieser Fremdwörter bedient? Fühlt man sich da aktueller und moderner, oder – anders ausgedrückt – „upgedatet“? Im TV wird bei den Voransagen für einen später ausgesendeten Filmbeitrag darauf hingewiesen, dass man diesen Beitrag auch „streamen“ kann, oft mit dem Hinweis, dass man sogar kostenlos „streamen“ kann. Ich weiß wirklich nicht, was das ist, und es interessiert mich auch nicht.
Vermutlich hängt das mit dem Gebrauch von Mini-Computern zusammen, die man gemeinhin als Mobiltelefon bezeichnet. Auch ich habe ein Mobiltelefon (Foto – Anlage 3), aber das ist ein Tastentelefon, und kein Streicheltelefon. Aus Prinzip. Dasselbe Prinzip habe ich auch beim Bezahlen. Alles in bar, an jeder Kasse, niemals mit Plastikkarte. Die Bankkarte verwende ich nur, um damit mein Geld vom Konto abzuheben.
Irgendwann bin ich der Frage nachgegangen, woher der Begriff „Deutsch“ resp. das „Deutschtum“ überhaupt stammt oder seine Wiege hatte. Ich sehe den Ursprung in der Nibelungensage, und das spielte sich geographisch damals vom Eisack bis in den Odenwald ab. Das teilt sich heute auf drei Staaten auf, damals gabs aber diese Grenzen nicht. Überhaupt sind aktuelle Grenzverläufe für den deutschen Sprach- und Kulturkreis irreführend.
Deutsch ist nicht nur in meinem Vaterland Österreich und in Südtirol gegenwärtig, sondern auch in der östlichen Schweiz, in den östlichen Landesteilen Frankreichs wie z.B. Elsass-Lothringen, im Süden Dänemarks, in den osteuropäischen Ländern findet man die Pommern, die Ostpreußen, die Schlesier, die Zipser in der Slowakei, die Sudetendeutschen, die Ungarndeutschen in Fünfkirchen, die Deutschstämmigen in der Bukowina (Ukraine) und in Bessarabien (Moldawien), sowie die Siebenbürger und die Banater in Rumänien und in der Batschka im heutigen Serbien.
Deshalb finde ich den Text des alten Deutschlandliedes („von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt“) nicht als territorialen Gebietsanspruch, sondern als ein Bekenntnis zur Existenz der deutschen Kultur und der deutschen Sprache, sowie vielen Traditionen.
Beim Radio befand ich vieles gut, z.B. auch die Auswahl der Musiktitel bei Radio Wien, aber mir fielen auch Punkte auf, die ich in einer schriftlichen Anfrage an den Hörerservice des Senders gestellt habe. Auf manches bekam ich eine Antwort, auf unbequeme Fragen nicht.
Beispiel:
Es würde mich wirklich interessieren, wer und vor allem welche Begründung hinter dem Begriff „Produktplatzierung“ steckt. Aber vermutlich wird auch der „Erfinder“ dieses Kunstwortes das selbst nicht wissen. Zu meiner Zeit hat man dafür die Wörter „Werbung“ oder „Reklame“ verwendet. Diese Wörter zeichnen sich auch durch einfachere und auch kürzere Verwendung aus, nicht so wie bei diesem Wort „Produktplatzierung“, das ja regelrechte zungenbrecherische Passagen beinhaltet und darüber hinaus 5 Silben lang ist.
Die Antwort des Senders:
Was Ihre Anmerkung zum Begriff „Produktplatzierung“ betrifft: Dieser Ausdruck ist ein im Medienbereich gebräuchlicher Fachbegriff, der verwendet wird, wenn Produkte oder Marken im redaktionellen Umfeld sichtbar oder genannt werden und dies entsprechend gekennzeichnet werden muss. Die Kennzeichnung dient der Transparenz gegenüber dem Publikum.
„…und dies entsprechend gekennzeichnet werden muss.“
Verstehe ich nicht. Gibt es da in Österreich ein Gesetz, das aufgibt, bei Werbung im Radio darauf hinzuweisen? Im TV gibt es das ja auch nicht, bei den Privatsendern weiß man ja, dass diese sich von den Werbungen finanzieren. Warum verwendet man dann aber ein absolut unverständliches Wort, anstelle des gebräuchlichen Wortes „Werbung“ oder „Reklame“?
Überhaupt kann ich über die Reportagen hinsichtlich der Sprache oftmals nur den Kopf schütteln. Man erfährt zwar im Kurztext (detailliert wird darauf nicht eingegangen, das ziemt sich für den Staatsfunk nicht), dass es bei den Imigranten, besonders bei deren Kindern in der Schule, erhebliche Probleme aufgrund nicht vorhandener Deutschkenntnisse gibt. Wohlgemerkt, man verweist auf „Deutschkenntnisse“ und nicht auf „Österreichkenntnisse“ der Sprache. Aber darauf komme ich später zurück. (*)
Zum Problem der fehlenden Kenntnis der deutschen Sprache:
Ich stelle fest, dass es sich sicher um ein Problem der Zuwanderer aus anderen Kulturen handelt, aber ich stelle das auch bei den österr. Zeitungen fest. Ich hab mir da mal ein Beispiel herausgenommen, und zwar OE 24 vom 20.3.2026, Nr. 1878, Seite 10: (Anlage 1)
Im Rahmen eines Hinweises auf eine Veranstaltung habe ich mal die Begriffe gefärbt, die mit der deutschen Sprache nichts zu tun haben, für die es aber in der deutschen Sprache auch geeignete Wörter gibt. Nun bemängelt man (zu Recht) die nicht vorhandenen Sprachkenntnisse der Immigranten, - aber ich meine, bei den Zeitungen liegt es doch auch im Argen.
Als Beispiel habe ich eine Seite einer Zeitung kopiert, die mir beim Entfernen des uralten Linoleums in die Hände gefallen ist, weil sich diese unterhalb des Linoleums befand. Es handelt sich um die Kronen-Zeitung vom 22.8.1973, Seite 15: (Anlage 2) Da wird noch in deutscher Sprache geschrieben, allgemein verständlich.
Ist das „normal“ und begrüßenswert, dass man sich zunehmend dieser Fremdwörter bedient? Fühlt man sich da aktueller und moderner, oder – anders ausgedrückt – „upgedatet“? Im TV wird bei den Voransagen für einen später ausgesendeten Filmbeitrag darauf hingewiesen, dass man diesen Beitrag auch „streamen“ kann, oft mit dem Hinweis, dass man sogar kostenlos „streamen“ kann. Ich weiß wirklich nicht, was das ist, und es interessiert mich auch nicht.
Vermutlich hängt das mit dem Gebrauch von Mini-Computern zusammen, die man gemeinhin als Mobiltelefon bezeichnet. Auch ich habe ein Mobiltelefon (Foto – Anlage 3), aber das ist ein Tastentelefon, und kein Streicheltelefon. Aus Prinzip. Dasselbe Prinzip habe ich auch beim Bezahlen. Alles in bar, an jeder Kasse, niemals mit Plastikkarte. Die Bankkarte verwende ich nur, um damit mein Geld vom Konto abzuheben.
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(*) Überhaupt bin ich mit so mancher österreichischen Eigenheit nicht besonders glücklich. Man spricht in den offiziellen Medien vom „Nationalfeiertag“ am 26.10. Ich verwende das Wort „Staatsfeiertag“. Das Wort „Nation“ auf österr. Belange anzuwenden, finde ich etwas deplatziert, obwohl ich auch in Siebenbürger als überzeugter Österreicher auftrete und niemals meine österreichische Staatsbürgerschaft gegen eine andere eintauschen würde.
Irgendwann bin ich der Frage nachgegangen, woher der Begriff „Deutsch“ resp. das „Deutschtum“ überhaupt stammt oder seine Wiege hatte. Ich sehe den Ursprung in der Nibelungensage, und das spielte sich geographisch damals vom Eisack bis in den Odenwald ab. Das teilt sich heute auf drei Staaten auf, damals gabs aber diese Grenzen nicht. Überhaupt sind aktuelle Grenzverläufe für den deutschen Sprach- und Kulturkreis irreführend.
Deutsch ist nicht nur in meinem Vaterland Österreich und in Südtirol gegenwärtig, sondern auch in der östlichen Schweiz, in den östlichen Landesteilen Frankreichs wie z.B. Elsass-Lothringen, im Süden Dänemarks, in den osteuropäischen Ländern findet man die Pommern, die Ostpreußen, die Schlesier, die Zipser in der Slowakei, die Sudetendeutschen, die Ungarndeutschen in Fünfkirchen, die Deutschstämmigen in der Bukowina (Ukraine) und in Bessarabien (Moldawien), sowie die Siebenbürger und die Banater in Rumänien und in der Batschka im heutigen Serbien.
Deshalb finde ich den Text des alten Deutschlandliedes („von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt“) nicht als territorialen Gebietsanspruch, sondern als ein Bekenntnis zur Existenz der deutschen Kultur und der deutschen Sprache, sowie vielen Traditionen.
(Fortsetzung folgt)
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