Als stolzer Abonnent des Deutschland-Abenteuer-Ticket, der zwischen Hannover und dem Niederrhein pendelt, wundere ich mich über die Explosion der Zugstörungen. Wenn z.B. ganze Stellwerke an kritischen Stellen ausfallen, dann vibriert mein Aluhut ganz heftig.
Ich bezweifele die Erklärung, dass alles auf den Wartungssparer Mehdorn und seine Genossen zurückzuführen ist. Ich glaube eher an "Die Antwort könnte sie verunsichern" (Lothar de Maizière). Ein Teil der Störungsmeldungen der Bahn ist verdächtig nichtssagend.
Jüngst fuhr ich bei Unwetter nach Hannover. Die Worte des angolanischen multilingualen und charmanten Schaffners vor Dortmund, dass in Hamm alles stehen bliebe. habe ich nicht glauben wollen. Um 2:30 hatte ich in Hamm den Glauben an den Schienersatzverkehr verloren. 300 Fahrgäste drängelten sich vor dem Eingang des Gliederbusses. Das hatte so Duisburger Loveparade-Charakter ...
Und so kam es, dass ich in einen ICE stieg, den der Lokführer dankenswerterweise als Aufenthaltsraum umdeklariert hatte. Ich fand einen Schlafplatz auf dem Boden eines Gepäckfachs zwische den Sitzen. Die Leute lagen auf und unter den Sitzen, andere quer über den Gang.
Im Sommer ist die Mitnahme einer Thermoskanne mit kühlem Wasser Pflicht für mich bei jede Bahnfahrt. Eine Toilettenrolle in der Reisetasche gehört auch immer dazu.
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