Dienstag, 5. April 2022

Trans-Energy

 

 
 
 

Und deshalb wurde Tennis-Star Thiem medial hingerichtet?

Gastkommentar
von astuga
 
 
 

Okay, ich gestehe. Es geht in dem Video nicht um unseren österreichischen Tennispieler Thiem, sondern um den Fußballer Kimmich aus Deutschland. 
 
Aber die Causa ist weitgehend identisch: prominenter Sportler will sich einfach nicht impfen lassen und wird dafür von Politik und Medien in infamer Weise bedrängt. Unter Verleugnung der Risiken unerprobter Impfstoffe, deren Nebenwirkungen mitunter erst Jahre später sichtbar werden (siehe Video). 
 

»Es wäre besser für die USA, Russland auf ihrer Seite zu haben«

von LePenseur
 
 
... meint in einem — wie bei ihm gewohnt — klugen und besonnenen Artikel der frühere Chef der FAZ-Wirtschaftsredaktion, Klaus Peter Krause, in dem er ein Statement von John Mearsheimer zitiert:

Fundsache: „Es gibt keinen Grund zu befürchten, dass Russland eine regionale Hegemonie in Europa anstrebt. Russland stellt keine ernsthafte Bedrohung für die Vereinigten Staaten dar. Wir sehen uns jedoch einer ernsthaften Bedrohung im internationalen System gegenüber. Wir haben es mit einem klaren Konkurrenten zu tun. Und das ist China. (…) Wenn man in einer Welt lebt, in der es drei Großmächte gibt – China, Russland und die Vereinigten Staaten – und eine dieser Großmächte, China, ein wirklicher Konkurrent ist, dann möchte man als Vereinigte Staaten Russland auf seiner Seite haben. Stattdessen haben wir mit unserer törichten Politik in Osteuropa die Russen in die Arme der Chinesen getrieben. Das ist ein Verstoß gegen das Einmaleins der Politik des Gleichgewichts der Kräfte.“

(John J. Mearsheimer, Politikwissenschaftler an der University of Chicago, im USA-Magazin „New Yorker“ vom 2. März 2022. Fundstelle: Junge Freiheit Nr. 11/22 vom 11. März 2022, Seite 2).
Also liegt doch — anders als gestern von mir bezweifelt — ein Fall von Verblödung der westlichen »Eliten« vor? Oder handelt es sich um Größenwahn, zu glauben die USA und ihre NATO-Vasallen könnten ein mit China verbündetes Rußland vernichtend schlagen, und so zwei Fliegen mit einer Klatsche erledigen? Ein riskantes Spiel, das leicht mit einem Totalverlust enden könnte. Für alle, peinlicherweise ...
 

Fußnoten zum Dienstag

von Fragolin

 

Unvaccinated lives matter.

***

Der Schmähammer ist stocksauer. Ein Cobra-Beamter soll per anonymen Brief ausgepackt haben, wie die Kanzlerfamilie die Staatsbeamten als eine Mischung aus Babysitter, persönliche Diener und Saufkumpane behandelt. Und nun kocht das Beißerlein, es wäre unerhört, wie seine Familie in die Politik gezogen und „gefährdet“ werde. Und nun tobt das Karlchen, es wäre „eine rote Linie überschritten“.

Hör mal, Charly, kleiner Tipp: du hast mit deiner ekelhaften menschenverachtenden und großkotzigen Politik so viele rote Linien überschritten und zigtausende Familien schwer geschädigt, Kinder und Eltern gestresst und gequält, an die Nadel getrieben und, so sie daran verreckten, sie auch noch kaltschnäuzig verleugnet oder gar verhöhnt. Du bist für das Zehntausendfache an Leid verantwortlich, das du bei deiner Familie witterst, und jetzt jammerst du wie ein kleines Baby und versinkst im Mimimi? Du lächerliches Opfer!

Tritt zurück, wandere aus, werde von mir aus Butler bei deinem Messias in Übersee, aber verschone uns mit deiner weiteren Gegenwart und deinem Gejammere. Wenn du das bekommen würdest, was du dir in den letzten Monaten ehrlich verdient hast, dann hättest du einen Grund zum Jammern.

***

Der „Weltklimarat“ hat verlautbart, dass die Erde sich so erhitze, dass sie für Menschen bald unbewohnbar würde. Nur um mal daran zu erinnern, was die logische Folge des gestern angesprochenen VfGH-Erkenntnisses ist, dass die Regierung auf Anraten einer nicht näher benannten „Expertenkommission“ Bürgerrechte schreddern kann, wie es ihr gerade einfällt: „Änderungen im Lebenswandel, Energieeinsparungen im Haushalt, das Auto gegen ein Fahrrad tauschen, weniger Fleisch essen“ – wetten, dass wir bald erleben werden, wie wir ganz freiwillig und vernünftig und solidarisch den Verzicht leben werden, ansonsten man uns leider Sozialpunkte abziehen, das Essen rationieren, den Führerschein abnehmen und den Strom abdrehen muss.

***

„Weißt du noch, damals in den Zwanzigern? Wir konnten im Geschäft sogar entscheiden, ob wir ein Schnitzel oder ein Henderl essen und bekamen nicht vorgeschrieben, wann der eine Fleischtag im Monat ist und dass es dann nur Insektenproteine gibt...“

***

Dazu: Heute sind wieder Hamsterkäufe fällig. Morgen sind dann die Meerschweinchen dran.


Montag, 4. April 2022

Die EUrokraten schäumen. Gut so!

von LePenseur
 
 
Ach, es gibt bisweilen doch noch gute Nachrichten! DiePresse berichtet sichtlich angepißt:
"Es ist ein riesiger Sieg, so riesig, dass man ihn sogar vom Mond sehen kann, aber aus Brüssel auf jeden Fall", sagte Regierungschef Orbán in seiner Siegesrede in Budapest vor Fidesz-Anhängern. "Wir haben die Unabhängigkeit und Freiheit Ungarns, seinen Frieden und seine Sicherheit beschützt", betonte der seit 2010 ununterbrochen regierende Ministerpräsident, der nun vor seiner insgesamt fünften Amtszeit steht.
 
Die Opposition, die erstmals geschlossen gegen Orbán angetreten war, zeigte sich schwer enttäuscht. "Wir erkennen Fidesz' Sieg an", stellte Márki-Zay, der Spitzen-kandidat des Oppositionsbündnisses, am Wahlabend vor Anhängern klar. "Wir wussten im Vorhinein, dass das ein sehr ungleicher Kampf sein würde", so der Oppositions-führer. "Wir bestreiten allerdings, dass diese Wahl demokratisch und frei gewesen wäre. Fidesz hat nur aufgrund dieses (Wahl-)Systems gesiegt", beklagte er.
Ja, eh – was soll ein deprimierter Wahlverlierer denn sonst sagen! Was DiePresse allerdings sagen könnte (wenn sie nicht nur APA/Reuters/MTI abschriebe), als angebliche »Qualitätszeitung«, die zu sein sie stets behauptet, wäre bspw., daß man mit über 53% der Stimmen wohl in keinem Wahlsystem der Welt keinen Sieg davonträgt.

Österreichs Parteien — mit Ausnahme der FPÖ — tragen Trauer, bzw. im Falle der ÖVP ist offenbar schon Totenstarre eingetreten (schwarz tragen die seit Einmottung des Türkis-Schwindels ohnehin wieder als Standardfarbe. Und spätestens nach den NÖ-Wahlen wissen sie dann auch, warum...).

Der »Oppositionsführer« Márki-Zay, der zur Wählertäuschung mit seiner kleinen Splitterpartei als angeblich »bürgerliches« Feigenblatt eines Parteien-Bouquets in verschiedensten Rot-, Grün- und Braunschattierungen  drapiert wurde, hat sicherlich recht, wenn er meint, daß das ein sehr ungleicher Kampf war: es war der Kampf zwischen einem Ministerpräsidenten, der Ungarns Interessen stärken will, und Herausforderern, die die ungarischen Kastanien für ihre globalistischen Strippenzieher herausholen, und Ungarn »auf Kurs« gemäß den Plänen von WEF & Consorten bringen sollten. 
 
So etwas ist, wenn's erkannt wird, halt recht unpopulär — und daß man ohne Popularität Wahlen schwerlich gewinnt, sollte als bekannt vorausgesetzt werden ...
 
Zwei meiner ungarischen Klientinnen, die für den Fall, daß das Oppositionsbündnis siegen sollte, bereits an Auswanderung dachten, habe ich bereits per E-Mail zu ihrem Verbleib in der angestammten Heimat gratuliert. Jetzt warte ich gespannt, wie das offizielle Österreich reagieren wird. Ob nur einem iranischen Präsidenten zum Wahlsieg Glückwünsche übermittelt werden — oder ob da ein Telegramm auch den Weg nach Budapest schafft ...
 


 
Für heute Abend habe ich jedenfalls eine exzellente Flasche Tokajer (5 puttonyos) eingekühlt, aus dem legendären Jahr 1973, mit dem ich mit LaPenseuse auf das Wohl des wahren Siegers der Wahl, nämlich auf Ungarn, anstoßen werde. Und dazu hören wir sicher wenigstens einmal von Johann Strauß Sohn
 
 
Éljen a Magyar! 




Video zum Geschehen in Bucha/Butscha, Ukraine

Gastkommentar
von Nereus
 
 
Bitte hier entlang: https://youtu.be/9MNuMJNIS64

Die Bemerkungen dazu lauten wie folgt:

Am 2. Dezember starteten Spezialeinheiten der ukrainischen Nationalpolizei eine Säuberungsaktion in der besetzten Stadt Bucha in der Region Kiew, wo Saboteure und Kollaborateure der russischen Truppen festgenommen wurden.
Spezialisten des Feuer- und Kampfmitteldienstes haben die Standorte russischer militärischer Verfehlungen inspiziert und nicht zur Explosion gebrachte Kampfmittel und Munition entfernt.
Die Ordnungshüter kontrollieren jeden Hof und jedes Fenster, konfrontieren Personen und helfen den Anwohnern.
Die Bürger, die die Besetzung überlebt haben, arbeiten so weit wie möglich mit den Ordnungskräften zusammen.
Die Polizei setzt alles daran, Recht und Ordnung in den vertriebenen Gebieten wiederherzustellen, damit die Anwohner so schnell wie möglich in ihre Heimatstadt zurückkehren können.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=9MNuMJNIS64

Leider kann ich das im Video Gesagte nicht übersetzen; vielleicht kann das hier jemand, der ukrainisch spricht. Es wäre wichtig für die Behauptungen der nachfolgenden Punkte 1 bis 6. Der Hinweisgeber des Links (aus einer Telepolis-Diskussion) schreibt dazu:

Dies sind offizielle Aufnahmen vom "Einmarsch" der ukrainischen Kräfte in den Ort "Butscha" vom 02.04.2022 ...
..
1. Keine Gefechte. Es sind keine Schüsse zu hören.
2. Keine Leichen in den Straßen.
3. Keiner der Anwohner berichtet auch nur ein Wort über Vergewaltigungen.
4. Keiner der Anwohner berichtet auch nur ein Wort über Erschießungen.
5. Lediglich ein Mann spricht davon, dass scheints Polizisten zu Beginn des Einmarsches zu Befragung mitgenommen wurden. Erschossen wurde davon keiner.
6. Der selbe Mann hatte Angst um sein Leben: Als die russischen Soldaten sie aus den Kellern holten, wurden zugleich deren Wohnungen durchsucht. In seiner Wohnung wurde "patriotisches Material" gefunden ... er wurde zur Seite genommen, befragt. Wie man sieht ... lebt noch, keine Spuren von Folter (er erwähnt auch keine).

Wichtig: Es handelt sich um offizielles Video-Material der ukrainischen Sicherheits-kräfte, welche als erste den Ort Butscha betreten haben. Begleitet von einem ukrainischen Kamera-Team.

Es ist möglich, dass dieses Video in sehr naher Zukunft "nicht mehr verfügbar" sein wird.
Man möge sich dieses Stück Geschichte sichern.
Jeder möge sich darüber ein eigenes Urteil!

Ich meine zumindest am Anfang zwei Tote gesehen zu haben, doch das nur am Rande. Bemerkenswert ist es aber schon, daß zu diesen Massakern im Bericht nichts gesagt oder gezeigt wird.

Inzwischen stellt sich heraus, daß dieses Video mit den Leichen am Straßenrand schon am 01.04. auf Twitter gestellt worden sein soll (wenn das Datum nicht nachträglich manipuliert wurde) und die Szenen ja auch von ukrainischem Militär aufgenommen wurden.

Hier besteht also eine seltsame Unschärfe, denn zwischen den Toten auf der Straße und dem Bericht der Polizei liegt ein Tag. Dass Militär und Polizei nicht in Kontakt gestanden haben, kann mir keiner erzählen, zumal die "Leichen-Show" der Aufmacher schlechthin gewesen wäre.

Der Bürgermeister von Bucha, Anatoli Fedoruk, erwähnte am 31.03. die Massaker ebenfalls noch nicht und sprach nur von der Befreiung der Stadt. Fedoruk hat dann aber am 02.04. von den Massengräbern und Leichen auf den Straßen berichtet.

In Bucha, einer Stadt am Rande der ukrainischen Hauptstadt Kiew, liegen rund 300 Menschen in einem Massengrab begraben.
Das sagte der Bürgermeister am Samstag gegenüber AFP, nachdem die ukrainischen Streitkräfte die Kontrolle über die russische Großstadt erlangt hatten.
"In Bucha haben wir bereits 280 Menschen in Massengräbern beerdigt", sagte Bürger-meister Anatoli Fedoruk der Nachrichtenagentur AFP per Telefon. Ihm zufolge sind die Straßen der stark zerstörten Stadt mit Leichen übersät.

Quelle: https://news.abplive.com/news/almost-300-people-buried-in-mass-grave-in-bucha-outside-k...

Damit werden zwar die Tagesabstände, Abzug der Russen (30.03.) und Auffindung der Leichen (03.04.) hinfällig, die als Plädoyer zu Gunsten der Russen herangezogen wurden, aber besser wird es für die andere Seite auch nicht — denn jetzt müssten sich Polizei und Bürgermeister erklären.

 

Gefickt eingeschädelt!

 

 

Manchmal staunt man, was so alles in Archiven schlummert ...

von LePenseur
 
 
Man sage nicht, man habe nicht geahnt, was da auf die Welt zukomme — selbst ein »Pop-Philosoph« wie Precht was in der Lage, es vorherzusehen:


Den bis damals begangenen Weg stur weiterzugehen, statt darüber nachzudenken, wohin er führen wird, ist entweder ein Anzeichen totaler Verblödung und Realitätsabkoppelung unserer politischen Eliten, oder — wenn man nur an Blödheit nicht glauben mag — eines für kaltschnäuzigen Zynismus, ein Land durch falsche Anreize zum Auslöserfall eines Weltkriegs zu machen, damit man endlich die offenbar schon lang ersehnte Endlösung des Rußlandproblems zugunsten der Globalisten angehen kann. Thomas Röper spricht bei Tacheles #83 dazu Tacheles.

Keine schönen Perspektiven für die kommenden Jahre, egal wie's ausgehen mag ...

Fußnoten zum Montag

von Fragolin

 

Unvaccinated lives matter.

***

Nachdem der Verfassungsgerichtshof als von genau jenen Parteien besetztes Gremium, das die letzte Verteidigungslinie des Bürgers gegen einen willkürlichen und übergriffigen Staat darstellt, letzte Woche erkannt hat, dass die Impfapartheid, die ab Mitte November 2021 mehr als drei Monate eine unerträgliche und menschenverachtende Grundrechtsverletzung, ja eigentlich Grundrechtsaussetzung, zum Normal erhoben hat, rechtens war, habe ich mir als Nichtjurist und seiner letzten Verteidigungsmöglichkeit gegen den dräuenden Totalitarismus samt der offenen Drohungen eines machtberauschten Generals vor laufender Kamera, mit harten Zwangsmaßnahmen gegen mich und meine Familie vorzugehen, beraubter Bürger da so einige Gedanken darüber gemacht.

Wenn vierzehn mutmaßlich Geimpfte und, wie es scheint, dem Impfen nicht nur positiv gegenüber stehende sondern auch von der inzwischen mehr als ein Jahr dauertrommelnden Hetztiraden gegen Impffreie nicht ganz unbeeindruckte, mehrheitlich zur „Risikogruppe“ gehörende Richter darüber entscheiden, ob die menschenrechtswidrige und durch keinerlei Fakten begründete pauschale Grundrechtswegnahme der Ungeimpften rechtens sei oder nicht, so hat das schon so ein bisschen das G‘schmäckle, als würde eine Kommission aus vierzehn Löwen, Wölfen, Hyänen und Geparden darüber beraten und entscheiden, ob es ein Recht darauf gibt, Antilopen zu jagen und Schafe zu reißen.

Das System des parteienbestellten Verfassungsgerichtshofes bzw. generell der politikbestellten Richterlichkeit sollte meiner Meinung nach überdacht werden. Nein, nicht mit einem Dach versehen, sondern es sollten sich Gedanken darüber gemacht werden, ob unser demokratisches System überhaupt bürgerorientiert und nicht politikorientiert ist.

Nicht nur, dass das Parlament eine Regierung kontrollieren soll, die durch eine Mehrheit des Parlamentes getragen wird (und aktuell sieht man ja an der Korruptions-U-Ausschuss-Farce mit einem von der Korruptionsstaatsanwaltschaft verfolgten mutmaßlichen Amtsmissbraucher als Korruptionsausschussvorsitzenden, wie hervorragend das funktioniert), ist die vorletzte Verteidigungsinstanz des Bürgers, der Bundespräsident, Parteigänger einer Regierungspartei und das Verfassungsgericht als letzte Verteidigungslinie wird von genau den Parteien besetzt, gegen deren Entscheidungen und Handlungen es erkennen soll.

Das amerikanische Modell des von den Bürgern direktdemokratisch gewählten Friedensrichters mag seine Tücken haben, aber es scheint besser zu funktionieren als das österreichische Modell des Parteienproporzes und Packelns.

Dabei finde ich es nicht einmal das erschreckenste, dass die Verfassungsrichter nicht ganz so neutral entschieden haben, wie sie es meiner Ansicht nach dem Amte entsprechend hätten tun müssen, denn sie sind eben auch nur Menschen und sie haben nach zwei Jahren Mediendauertrommelfeuer und aktiver Hetze der Regierung eben auch ihre Überzeugungen. Man muss auch die Wölfe und Hyänen verstehen, wenn sie die Beweggründe der Schafe nicht immer nachvollziehen können und sich um deren Existenzrechte nicht allzu viele Gedanken machen.

Ich finde es katastrophal, wie diese Entscheidung begründet wurde. Denn ich habe das so verstanden, und die „Expertinnen und Experten“ aus dem Juristischen mögen mich korrigieren, wenn ich da vollkommen falsch liegen sollte, dass die Entscheidungen des damaligen Gesundheitsministers und die Ausrufung des „Lockdowns für Ungeimpfte“ deshalb rechtens seien, weil es damals eine durch keine Studien und Fakten belegte Empfehlung eines Gremiums aus von der Regierung selbst handverlesenen „Expertinnen und Experten“ gab, das zu tun, weil man nicht wüsste, ob es schadet oder hilft und erstmal probieren wollte, was passiert.

Es bedarf also keiner Evidenz, keiner Studien, keiner Fakten, keiner Abwägung, ob das Ziel überhaupt erreicht werden kann oder gar ob es überhaupt ein Ziel ist, keiner Einschätzung, ob es gelindere Mittel gibt, also nichts, was die Verfassung eigentlich vorschreibt, sondern es reicht die Empfehlung einer Kommission auf Basis von Vermutungen und Prognosen (von denen nebenbei erwähnt noch nicht eine eintrat), um massive Grundrechtsverletzungen und das komplette Aushebeln ganzer Berge von Gesetzen durch die Regierung zu rechtfertigen. Oder, kurz gesagt: ab sofort ist Willkür höchstrichterlich abgesegnet.

Wenn also morgen eine von der Regierung selbst und nur zu diesem Zwecke eingesetzte „Kommission“ (weder deren Zusammensetzung oder Expertise, noch deren Unabhängigkeit und Zustandekommen wurden hinterfragt) auf Basis von quellenfreien Prognosen und bestellten „Empfehlungen“ der Regierung einen Zettel rüberschiebt, auf dem steht, dass alle Menschen mit einem ungeraden Geburtsjahr kein Auto mehr besitzen dürfen, weil sonst das Klima kippen könnte, dann ist das nach diesem Erkenntnis OK.

Es findet eine Umkehrung, eine Perversion des Rechtssystemes statt, wie ich es laut unserer Verfassung verstanden habe: Wenn die Regierung eines demokratischen Rechtsstaates in welcher Weise und welchem Umfang auch immer in die elementaren Grundrechte der freien Bürger eingreifen will, dann ist sie in der Beweislast und muss es faktenbasiert und mit hieb- und stichfesten Beweisen begründen, dass die von ihr geforderten Maßnahmen unbedingt notwendig und sicher zielführend sind und es ebenso sicher auszuschließen ist, dass es kein erkennbares gelinderes Mittel gibt. All das wurde gerade vom Verfassungsgericht lachend in den Mistkübel getreten und komplett umgekehrt: Die Regierung muss plötzlich gar nichts mehr beweisen, keine Fakten und Belege vorlegen, kann sich auf evidenzlose Behauptungen auf von ihr selbst dafür handverlesene „Kommissionen“ berufen und der Bürger, der willkürlich entrechtet wird, wird nun in die Pflicht genommen, seinerseits den Beweis zu erbringen, dass das übergriffige Vorgehen des totalitären Staates gegen ihn nicht gerechtfertigt war. Ein solches Vorgehen erwartet man vielleicht von irgend einem despotischen Regime, von einem Putin oder Erdogan, aber inzwischen sind wir unter Schwarz und Grün hier in Österreich schon auf deren Niveau angekommen.

Was bleibt, wenn der Rechtsstaat mit Anlauf abgeschafft und mit höchstrichterlicher Segnung die Willkür des Staates gegen den einzelnen Bürger oder gegen beliebig definierte Gruppen von Bürgern zum neuen politischen Normal erhoben wird? Ich habe es im letzten November beschrieben:

„Der "Lockdown für Ungeimpfte" ist nichts weniger als eine Kriegserklärung gegen den demokratischen Rechtsstaat, der offene Ausbruch der Apartheid und der Übergriff eines tief in faschistoide Verhaltensmuster abgeglittenen Staates gegen jene Restbevölkerung, die sich der Abschaffung der Demokratie und der Installation eines kommandierenden und dressierenden Polizeistaates noch in den Weg zu stellen wagt.“

Was der rotzige Aristokratenschnösel und offensichtliche Dollfußjünger Schallenberg da angerichtet hat, unter aktiver Unterstützung der Grünen und, nicht zu vergessen bei allem Neuwahl-Geschrei, der Roten, die das voll und ganz unterstützten und teilweise sogar mit noch größerer Härte einforderten, wurde nun also von einem Richtergremium bestätigt, das seine Existenz in der Konstellation 12:2 genau diesen drei Parteien verdankt.

Kurz gesagt: einem reinen Willkürstaat ist Tür und Tor geöffnet und dem Bürger wurde desillusionierend klar gemacht, dass die Verfassung das Papier nicht mehr wert ist, auf dem sie geschrieben steht. Wir werden von menschenverachtenden, demokratie- und verfassungsfeindlichen Hochkriminellen beherrscht, die einen offenen Krieg gegen die freien Bürger führen, und die letzte Verteidigungslinie der freien Bürger gegen den Totalitarismus hat sich gerade in die Knie sinkend kampflos ergeben.

Damit ist klar, was ab Herbst hier passieren wird. Es wird brutal werden. Der „Lockdown für Ungeimpfte“ war nur ein neckisches Vorspiel gegen das, was kommen wird, und es wird alle betreffen, auch die, die sich jetzt noch die Schenkel klopfen bei dem Gedanken an zu Boden gerungene Zwangsgespritzte. Die Ära der von der Verfassung eines demokratischen Rechtsstaates geschützten freien Bürgers ist vorbei.



Sonntag, 3. April 2022

Bild am Sonntag

 

 

The Great Reset in Ägypten

Wort zum 5. Fastensonntag
von Alexandra
 
Joseph vor dem Pharao Moses 47, 13- 27: Es war aber kein Brot in allen Landen; denn die Teuerung war sehr schwer, daß das Land Ägypten und Kanaan verschmachteten vor der Teuerung. Und Joseph brachte alles Geld zusammen, das in Ägypten und Kanaan gefunden ward, um das Getreide, das sie kauften; und Joseph tat alles Geld in das Haus Pharaos. 
 
Da nun Geld gebrach im Lande Ägypten und Kanaan, kamen alle Ägypter zu Joseph und sprachen: Schaffe uns Brot! Warum läßt du uns vor dir sterben, darum daß wir ohne Geld sind? Joseph sprach: Schafft euer Vieh her, so will ich euch um das Vieh geben, weil ihr ohne Geld seid. Da brachten sie Joseph ihr Vieh; und er gab ihnen Brot um ihre Pferde, Schafe, Rinder und Esel. Also ernährte er sie mit Brot das Jahr um all ihr Vieh. Da das Jahr um war, kamen sie zu ihm im zweiten Jahr und sprachen zu ihm: Wir wollen unserm Herrn nicht verbergen, daß nicht allein das Geld sondern auch alles Vieh dahin ist zu unserm Herrn; und ist nichts mehr übrig vor unserm Herrn denn unsre Leiber und unser Feld. Warum läßt du uns vor dir sterben und unser Feld? Kaufe uns und unser Land ums Brot, daß wir und unser Land leibeigen seien dem Pharao; gib uns Samen, daß wir leben und nicht sterben und das Feld nicht wüst werde. 
 
Also kaufte Joseph dem Pharao das ganze Ägypten. Denn die Ägypter verkauften ein jeglicher seinen Acker, denn die Teuerung war zu stark über sie. Und ward also das Land Pharao eigen. Und er teilte das Volk aus in die Städte, von einem Ende Ägyptens bis ans andere. Ausgenommen der Priester Feld. Das kaufte er nicht; denn es war von Pharao für die Priester verordnet, daß sie sich nähren sollten von dem Verordneten, das er ihnen gegeben hatte; darum brauchten sie ihr Feld nicht zu verkaufen. Da sprach Joseph zu dem Volk: Siehe, ich habe heute gekauft euch und euer Feld dem Pharao; siehe, da habt ihr Samen und besäet das Feld. Und von dem Getreide sollt ihr den Fünften geben; vier Teile sollen euer sein, zu besäen das Feld und zu eurer Speise und für euer Haus und eure Kinder. Sie sprachen: Du hast uns am Leben erhalten; laß uns nur Gnade finden vor dir, unserm Herrn, so wollen wir gerne Pharao leibeigen sein. 
 
Also machte Joseph ihnen ein Gesetz bis auf diesen Tag über der Ägypter Feld, den Fünften dem Pharao zu geben; ausgenommen der Priester Feld, das ward dem Pharao nicht eigen. Also wohnte Israel in Ägypten im Lande Gosen, und hatten's inne und wuchsen und mehrten sich sehr. 
 
... war wohl nicht das Wahre mit der Leibeigenschaft ... lange Zeit sehnten und warteten auf einen Befreier ... jemand der die Kinder Israels ins gelobte Land führen sollte ... der Prinz von Ägypten — Moses.
 
 ... und alles hat mit einem Traum des Pharao begonnen ... mit sieben fetten und sieben mageren Kühen und einem »begnadeten Traumdeuter« namens Joseph ...
 

Die Dritte ist mir die liebste

von LePenseur
 
 
 ... obwohl sie alle vier großartige Meisterwerke sind: seine Erste, die etwas scherzhaft auch als Beet-hovens Zehnte bezeichnet wurde, mit ihrem ehern-dramatischen Anfang wie mit dem finalen Schluß-jubel; die Zweite mit ihrer innigen Romantik, die einen gleichsam wie auf eine Postkutschenreise in idyllische Landschaften entführt. Die Dritte eben, die in ihrer logischen Folgerichtigkeit einen Kosmos des Lebens vor das innere Auge stellt — und natürlich die Vierte mit ihren beiden Ecksätzen, die zum großartigsten zählt, was nicht nur dieser Meister, sondern die gesamte Musikgeschichte an Werken hervorgebracht hat: von bezwingend vorgetragener Wehmut überschattet und doch voll von wilder Dramatik, vor allem im Finale, einer »gegen den Himmel trotzig erhobenen Faust«, die dem Hörer den sonst so gern gebrauchten besänftigenden Dur-Schlußakkord vorenthält, sondern ganz unversöhnt ausklingt.

Wenn man mir — in Zitierung des gelungenen Buchtitels eines bei weitem weniger gelungenen, etwas, sagen wir: doch überschaubar tiefgründigen, Herz-Schmerz-Romans der Sagan — die Frage gestellt hätte: »Lieben Sie Brahms?« ... so hätte die Antwort für die meisten Jahre meines Lebens wohl in einem etwas verlegen gemurmelten »Liebe ich ...? Nun, ich achte ihn, ganz ohne Zweifel, sehr hoch ... aber lieben — also nein, Liebe würde ich es denn doch nicht nennen« bestanden. Ich mußte meinen Sechziger verstreichen lassen, um Brahms nicht nur zu achten, sondern geradezu lieben zu lernen. Der Anlaß war, seltsam genug, ein Mandant, der mit mir eines schönen Tages (der danach nicht mehr schön war!) zu einem dringenden Problem telefonierte und kurzfristig einen Termin vereinbarte (nur an diesem Tag war er in Wien und die komplizierte Sache konnte nur in persönlichem Gespräch sinnvoll abgehandelt werden) für den ich sofort alles andere liegen und stehen lassen mußte, um mich in die umfangreichen Vorbereitungen auf den Termin zu stürzen. Ich würde wohl, so war mir bald klar, die ganze Nacht durcharbeiten müssen, um dem Klienten wohlvorbereitet alles präsentieren zu können — und was sollte mich, außer kurz gezogenem Tee, die Nacht über gleichzeitig inspirieren, übertriebene Hektik entspannen und das Formtief in den Stunden zwischen Eins und Fünf in der Früh übertauchen helfen ...? Nach einem schnellen Abendessen, von LaPenseuse für die Kanzlei mit einigen Keksen und etwas Obst versorgt, griff ich auf gut Glück ins CD-Regal und zog eine Kassette mit den Brahms-Symphonien heraus. In jener Nacht hörte ich die vier großen Werke in Dauerschleife als Hintergrund-musik wohl sicher drei- oder viermal — und seitdem liebe ich Brahms. Daß auch der Termin dann sehr erfolgreich verlief, sei nur der Ordnung halber vermerkt.

Brahms soll, so überliefert es sein Freund und erster Biograph Kalbeck, geäußert haben, ein moderner (gesprochen natürlich aus seiner, Brahms', zeitlichen Perspektive!) Komponist könne wohl nicht mehr als vier Symphonien komponieren, ohne Gefahr zu laufen sich zu wiederholen, etwas Überflüssiges zu schreiben. Welch unbestechlich-klare Selbstkritik spricht aus diesen Worten — und es ist in der Tat so, daß selbst die größten Symphoniker aller Zeiten in Grunde genommen diesem Gesetz unterlagen. »Moment mal! Aber Beethoven ...«, wird jetzt der empörte Einwand kommen. Ja doch! Auch wenn man Beethoven, um ein auf Euripides geprägtes Wort des ja wahrlich großen Geheimrats von Goethe anzuwenden, nur »auf Knien« tadeln darf — aber hat er denn wirklich mehr als vier Symphonien geschrieben? Symphonien, die den Gang der Musikgeschichte in neue Bahnen lenkten, von denen er mit Recht hätte sagen können: »Exegi monumentum ære perennius!« — dann sind es doch auch wieder vier: die Eroica, die Fünfte, Siebente und Neunte. Sähe die Musikgeschichte ohne Beethovens Achte, Zweite oder Vierte nennenswert anders aus, als sie ist? Wohl kaum ...

Auch Mahler, um ein Jahrhundert weiter zu springen, schrieb im Grund eine Zweite (»Auferstehung«), eine ganz andere Vierte, eine Sechste und seine Achte — die anderen sind (jetzt werde ich sicher von Mahlerianern gesteinigt werden!) mehr oder weniger entbehrlich, im Fall der Fünften und Siebenten sogar bloße Variationen über das Thema der Sechsten. Was nicht heißt, daß es nicht auch in den jetzt scheinbar deklassierten Werken »großartige Stellen« gibt, um die es jammerschade wäre, hätte Mahler sie nicht geschrieben. Aber als Ganzes betrachtet sind es wohl jene erwähnten vier Werke.

Doch um auf Brahms' No. 3 zurückzukommen: warum ist diese mir die liebste? Weil sie m.E. die in sich geschlossenste, in allen Sätzen am besten aufeinander »abgestimmte« unter seinen Symphonien ist. Sicher: der Kopfsatz und das Finale der Vierten ragen darüber hinaus — aber deren Scherzo ... ... nicht böse sein, aber die vom großen alten Kurt Sanderling, wenngleich positiv gemeinte, Beschreibung, ihm käme es fast vor wie eine Gruppe betrunkener Matrosen, die in ein Nachlokal auf der Reeperbahn hereinbrächen, von den anwesenden »Damen« mit Getränken und anderem bewirtet, vor sich hin-pöbelten und rülpsten ... nun, nicht jeder wird diese Assoziationen geeignet finden, aber: daß dieses Scherzo doch einen gewissen Fremdkörper in dem großartigen Bau der Vierten darstellt, das merkten schon Brahms' Freunde und Zeitgenossen ...

Die Dritte hingegen ist aus einem Guß, ohne deshalb auch nur ein bißchen langweilig und gleichförmig zu werden — das verhindert schon das ständige, subtile Changieren zwischen Dur und Moll, das sich durch die Themen und ihre Durchführungen und Verknüfpungen zieht, welches mich an eine liebliche Landschaft im Sonnenlicht erinnert, das infolge durchziehender Wolken andauernd seinen Charakter wechselt. Ich kenne sicherlich ein Dutzend großer Aufnahmen dieser Symphonie, die freilich (und mir unbegreiflich!) nie die Popularität der Ersten oder Zweiten erlangen konnte, und auch im, teilweise verständlichen, Schatten der Vierten steht. Wenn ich unter diesen Aufnahmen wählen muß, so ist für mich die unter Orozco-Estrada mit dem hr-Symphonieorchester Frankfurt eine spontane Entscheidung — und sei's nur darum, weil sie wie kaum eine andere Interpretation, die ich kenne, zur Wiederholung der Exposition (min. 3:20) so bruchlos und natürlich überzuleiten weiß (ich gestehe, daß mir jene Dirigenten, die glauben, Brahms »verbessern« zu können, indem sie die Wiederholung der Exposition weglassen, wie herostratische Unholde erscheinen ...).


Orozco-Estrada dirigiert das ganz Werk mit einer großen Linie, die den »durchgängigen« Charakter des Werks unterstreicht, und holt mir großer Präzision all die Details, die in weniger guten Interpretatio-nen in einer »Klangsuppe« unterzugehen drohen, heraus — einfach großartig!

Doch behandeln wir auch die anderen Symphonien in diesem nicht eben kurzen Artikel und fangen wir gleich bei der Ersten an: hier sei auf die exzellente thematische und strukturelle Analyse von Richard Atkinson hingewiesen, nach der man die Symphonie »wie neu« hört:


(Hier noch seine Analyse des 4. Satzes). Die Aufnahme mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle ist wirklich hervorragend, und sei deshalb (mit Partitur zum mitlesen) nachgetragen:


Ebenso großartig ist natürlich Bernstein mit den Wienern (1981), aber auch die von Böhm (1975) mit desmselben Orchester in Japan.

Von der Zweiten gibt es so viele hervorragende Interpretatinen, daß es schwer ist, eine auszusuchen. Meine persönliche Wahl fiele wohl auf das Chicago Symphony Orchester unter Sir Geoge Solti:

Ebenfalls eine durchaus hörenswerte Interpretation stammt von einem allerdings weniger bekannten Orchester, dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique (»on period instruments«) unter Sir John Eliot Gardiner (heute habe ich's mit den Sirs ...):
 

Man wird aus meinen eher kurz gehaltenen Worten zu diesem Werk erkennen, daß es mir trotz der bezwingenden Klangschönheit seiner Themen weniger »nahesteht« als seine Geschwister ...
 
Doch nun zur Vierten, bei der ich zunächst auf Richard Atkinsons geradezu stupende Analyse des Kopfsatzes verweisen möchte, an der mich nur eines stört: die dem gräßlichen US-»Englisch« anzu-lastende Verwendung der Worte »Most Apocalyptic« für eine keineswegs »apokalyptische« plagale Kadenz am Ende dieses Satzes:


Nachdem man so geschult sich in dieses Meisterwerk eingehört hat, empfehle ich dessen m.E. beste Interpretation aller Zeiten — von der Bayerischen Staatskapelle unter Carlos Kleiber (1996):


Besonders beeindruckend der Finalsatz, bei dem ich die oft irgendwie »zerflatternde« Streicherstelle (hier bei min: 33:05 ff.) noch nie so packend gehört habe: Kleiber ist in dieser Aufführung wirklich ein überragender »Klangzauberer«! Doch gerade diese Stelle faßt Furtwängler (1948 mit den Berlinern) ganz anders auf, wenngleich ich hier — ungeachtet des Klagerufs Karl Böhms bei der Todesnachricht: »Wer soll jetzt die Vierte dirigieren?« — der Interpretation Kleibers eindeutig den Vorzug gebe.

Über Brahms könnte man noch unendlich mehr schreiben und als Hörbeispiele bringen — es würde ihn nicht ausschöpfen. So habe ich mich in diesem Gedenkartikel — der Komponist starb heute vor 125 Jahren in Wien — bewußt auf seine vier Symphonien beschränkt, die in ihrer Größe und Vollendung ein in der Musikgeschichte selten erreichtes — und sicher nicht überbotenes — Werk-Korpus bieten. Dennoch: das letzte Wort, ganz dem Ernst eines Todestags-Gedenkens angemessen, sei hier einer Vokalkomposition eingeräumt, die ich unter die ergreifendsten »Trauermusiken« aller Zeiten einreihen möchte: die Nänie (nach Friedrich v. Schillers Gedicht), op. 82, hier in einer Interpretation der Berliner Philharmoniker mit dem Rundfunkchor Berlin unter Cladio Abbado:

 
Schillers elegische Distichen, die Brahms nach dem Tod eines Freundes, des Malers Anselm Feuerbach (dessen Mutter das Werk gewidmet ist), zu unsterblicher Musik inspirierten, seien als würdiges Denkmal des Komponisten ans Ende des Artikels gesetzt:

Auch das Schöne muß sterben! Das Menschen und Götter bezwinget,
    Nicht die eherne Brust   rührt es des stygischen Zeus.
Einmal nur erweichte die Liebe den Schattenbeherrscher,
    Und an der Schwelle noch, streng,   rief er zurück sein Geschenk.
Nicht stillt Aphrodite dem schönen Knaben die Wunde,
    Die in den zierlichen Leib   grausam der Eber geritzt.
Nicht errettet den göttlichen Held die unsterbliche Mutter,
    Wann er, am skäischen Tor   fallend, sein Schicksal erfüllt.
Aber sie steigt aus dem Meer mit allen Töchtern des Nereus,
    Und die Klage hebt an   um den verherrlichten Sohn.
Siehe! Da weinen die Götter, es weinen die Göttinnen alle,
    Daß das Schöne vergeht,   daß das Vollkommene stirbt.
Auch ein Klaglied zu sein im Mund der Geliebten ist herrlich;
    Denn das Gemeine geht   klanglos zum Orkus hinab.
 
Durch die Wiederholung des vorletzten Verses vermeidet Brahms die — eigentlich »unkomponierbare« — Trostlosigkeit eines Schlusses, den man im Gedicht gedanklich erfassen, aber eben »klanglos« nicht in Musik umsetzen kann. Nein: Brahms hat es in unzähligen Werken unter Beweis gestellt: sein Werk wird nicht »klanglos zum Orkus hinab« gehen, sondern im Sinne jener Horaz'schen Ode, die ich weiter oben zitierte, überdauern:
 
Exegi monumentum aere perennius
regalique situ pyramidum altius,
quod non imber edax, non aquilo impotens
possit diruere aut innumerabilis
annorum series et fuga temporum.

Video zum Sonntag

von Fragolin

 

Impfungen – Segen oder Fluch?

Eine sehr interessante Reise durch die Geschichte des „kleinen Piks“:




Samstag, 2. April 2022

Krieg und Börsenkurse

von LePenseur
 
 

Vernünftige Worte in einer zunehmend unvernünftigen Welt ...

Fußnoten zum Samstag

von Fragolin

 

Unvaccinated lives matter.

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Ich staune immer wieder über die Gelassenheit unserer Landsleute. Spritpreise explodieren, Öl und Mehl werden rationiert, Strom und Gas massiv verteuert und Politbonzen mit fetten Bezügen und gut geheizten Villen tönen, 15 Grad in der Wohnung reichen für den Pöbel doch vollkommen aus – und das Volk murrt kein bisschen, sondern mault nur. In Frankreich und Italien täten die Leute schon längst die Warnwesten aus ihren Autos holen und den restlichen Tankinhalt in kleine Flaschen ziehen.

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In Österreich werden gegen den Parlamentspräsidenten Sobotka von der ÖVP wegen Verdacht des Amtsmissbrauchs Ermittlungen durch die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft geführt. Sobotka ist gleichzeitig Führer des Korruptions-Untersuchungsausschusses des Parlamentes, der sich mit den Verstrickungen einer Regierung seiner eigenen Partei beschäftigt.

Inzwischen laufen gegen deren Funktionäre so viele Ermittlungsverfahren, und eine Ex-Ministerin musste schon ein paar Wochen in Untersuchungshaft absitzen, dass sich die Frage stellt, ob da nicht langsam der Mafia-Paragraph („bilden einer kriminellen Vereinigung“) greift...

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Der im Windschatten talentierter und berühmter Eltern dahindümpelnde C-Promi Gil Ofarim machte Schlagzeilen mit schweren Antisemitismus-Vorwürfen gegen Hotelangestellte in Leipzig. Und sofort wurde jeder, der von Anfang an auf die Ungereimtheiten in der Darstellung aufmerksam machte, von linker Seite als Antisemit und Rechtsextremer niedergebrüllt und das Hotel schneller mit Shitstorms und Drohungen überzogen als das Management in den Dauer-Kotau niedersinken und sich für den mutmaßlich judenhassenden Mitarbeiter entschuldigen konnte. Die komplette linksradikale Brüllaffen-Szene vom Hamburger Fischblatt bis zum Süddeutschen Beobachter übertrafen sich in Nazi-Gekreisch.

Und jetzt? Landet er vor Gericht wegen falscher Verdächtigung und Verleumdung. Ob es das Ziel, auch als C-Promi mal groß in die Medien zu kommen, wert gewesen ist, eine solche Hass- und Hetzaktion gegen unbescholtene Hotelangestellte loszutreten, hängt nun von der Entscheidung eines Richters ab. Eines ist auf jeden Fall schon sicher: jüdischen Mitbürgern hat er damit keinen Gefallen getan, denn anstatt auf „latenten Antisemitismus aufmerksam“ zu machen, wie die sofort auf den Zug aufgesprungene linksradikale Empörjournaille faselte, hat er das Bild verstärkt, dass da eine Menge ungerechtfertigter Anschuldigungen herumgeistern – vor Allem dort, wo es keine gerichtliche Prüfung sondern Selbstjustiz gibt, siehe Personenlisten der Antifa, gefüttert von der Kahane-Stasi. Und von dort, wo die Drohungen und Hasstiraden gegen das Hotel und seine Angestellten ausgekübelt wurden, wird jetzt auch keine Entschuldigung zu hören sein.


Freitag, 1. April 2022

Nö, ist einfach zu schön — also: noch einer für heute!

 

 
 
 

Ein Scherz zum 1. April geht noch ...

 
 
... 'nuff joked ... morgen geht's wieder nur um ernste Themen!
 

Zwei Jahre her, aber immer noch sehenswert

von LePenseur


... die Eröffnungsrede der Golden Globes 2020:




Unsere Monatsanfangsfigur April: Einfach Spitze!

von LePenseur
 
 


 
 
 

Fußnoten zum Freitag

von Fragolin

 

Unvaccinated lives matter.

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Der erste April dieses Jahres nennt sich „Freitag“. Alleine das ist schon ein Witz.

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Ab heute schnalzt es die Mieten nach oben. Angeblich wegen Putin. Auch das ist ein Witz. Nur kann darüber kaum jemand lachen. Außer Vermieter, natürlich.

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Der neutrale und nicht mit Richtern aus dem Parteienkartell besetzte österreichische VfGH hat erkannt, dass der willkürliche und evidenzlose „Lockdown für Ungeimpfte“ ein offener Verstoß gegen die EMRK und ein Verfassungsbruch war.

April, April! Natürlich hat er das nicht, sondern alles für rechtens erklärt.

Endlich hat auch der österreichische Verfassungsgerichtshof den Verfassungsbogen verlassen und die Abschaffung des Rechtsstaates besiegelt. Alles andere hätte zu zigtausenden Klagen gegen die Republik geführt und, noch schlimmer, dem Impf-Regime die Möglichkeit genommen, mit diesem Instrument in verschärfter Form ab Spätsommer/Herbst mit voller Brutalität gegen „Ungeimpfte“ vorzugehen und die Agenda des totalitären Überwachungsstaates Schwabschen Traumes weiterzuführen.

Das wurde erfolgreich verhindert.

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Die SPÖ-Bildungssprecherin Petra Vorderwinkler hält die Matura für ein Konstrukt eines veralteten Schulsystems. Prüfungen am Ende der Schulzeit setzen SchülerInnende nur unnötig unter Druck. Eine Teilnahmebestätigung reicht.

Nee, kein Witz. Die meinen das ernst.