Dienstag, 13. Dezember 2011

Die Vernunft kehrt zurück

Nach Aufdeckung der zahlreichen Datenfälschungen durch IPCC & Consorten und in Anbetracht der durch die Realität seit Jahren widerlegten und deshalb immer fragwürdiger aussehenden »Klimamodelle« aus dem Computer, beginnt sich die Vernunft — außer in Europa, speziell in Mitteleuropa, und ganz speziell im deutschsprachigen Mitteleuropa — schön langsam aus der Deckung zu wagen: als erster Staat hat Kanada sich aus dem Lügen- und Fabelgebäude »Kyoto-Protokoll« verabschiedet. Äußerst diplomatisch zwar, mit einer (für die Klima-Hysteriker) gesichtswahrenden Ausrede, aber immerhin: ein Anfang ist gemacht!

Sogar »Die Presse« übt sich in einem Leitartikel in — freilich seeehr vorsichtiger, man will doch seine grünbewegten Bobo-LeserInnen nicht verschrecken! — Relativierung der bislang ziemlich kritiklos nachgebeteten Panikmache:
... wir sind, vor allem in Umweltangelegenheiten, seit vielen Jahren einem beständigen Fortissimo an Warnrufen ausgesetzt, die sich oft als unberechtigt oder übertrieben herausgestellt haben, man denke nur an das (angeblich unwiderrufliche) Waldsterben, den Rinderwahn, die Schweinegrippe und Konsorten, an die Tücken der „Gen-Nahrung“. Fast noch schlimmer als die hysterischen Alarmrufe wirkt es, dass die Rufer uns nie danach in Ruhe erklären, warum die Katastrophe ausgeblieben ist und wie sie sich geirrt haben.

Diese Abstumpfung ist ein Grund dafür, dass „Klimaskeptiker“ auf offene Ohren stoßen, egal, ob sie uns erklären, dass die Atmosphäre sich gar nicht erwärme, dass sie sich schon erwärme, aber wir nichts dafür können, oder dass die anthropogene Erwärmung zwar real, aber gar nicht so schlimm sei.

Ein zweiter Grund für ihren Erfolg sind unsaubere wissenschaftlichen Praktiken mancher Vertreter des Weltklimarats, die nicht zu Unrecht als „Climategate“ bekannt wurden. Motiv dahinter war wohl meist die rotwangige Überzeugung, dass uns eine Gefahr drohe, die mit allen Mitteln abgewendet werden müsse. Das mag sein, aber zu diesen Mitteln darf es nicht gehören, Daten unseriös zu interpretieren oder zu verzerren, um den Druck noch größer zu machen.
Sogar eines der Zentralorgane des gründeutschen Klima-Alarmismus, »Der Spiegel«, läßt zur Vorspiegelung von Meinungspluralität zwei Wissenschaftler zu Wort kommen, die unter dem griffigen Titel »Der die Welt rettende Professor ist gescheitert« vorsichtig (wichtig! GrünInnen nicht verschrecken!) einige vernünftige Anmerkungen zum bisherigen Klimawahnsinn machen dürfen. Daneben steht freilich noch der Link auf die »interaktive Grafik: »Wie warm wird die Zukunft?«, wo man — je nach Gusto — zwischen »optimistisch«, »mittel«, »pessimistisch« ,oder auch im Vergleich aller drei Varianten die Temperaturentwicklung bis ins Jahr 2095 simuliert bekommt.

»Simuliert« ist das richtige Stichwort: was hier simuliert wird, sind dubiose Computerspiele, die sich an Seriosität locker mit den Berechnungen von segensreichen Hebelwirkungen Europäischer Rettungsschirme vergleichen lassen. Vielleicht sollte »Der Spiegel« besser eine interaktive Grafik »Für wie blöd hält 'Der Spiegel' seine Leser?« verlinken.

Ach ja: »linken« wäre übrigens das noch richtigere Stichwort. Aber beim »Spiegel« nicht wirklich was neues ...

Montag, 12. Dezember 2011

Demokratie?

Vielen — ja wohl sogar den meisten! — sicher unwillkommene, doch umso lesenswertere Überlegungen über den fragwürdigen Wert von Demokratie bei Morgenländer.

Die Verteilung der Felle unerlegter russischer Bären

... hat bereits angefangen. Andreas Unterberger sieht beispielsweise eine »Putindämmerung« kommen (wobei, wie man weiß, wegen der Kugelform der Erde mit zunehmendem Breitengrad auch die Dauer von Dämmerungen länger wird). Nun, vielleicht dämmert dem einen oder anderen auch etwas, wenn er etwa folgende Meldung liest:
Die Netzeitung von .RUFO
Dienstag, 06.12.2011 Washington/Moskau.

Das US-Außenministerium hat angekündigt, die Finanzierung russischer NGOs vor den Präsidentenwahlen im März zu erhöhen. Damit solle die Transparenz der Wahlen erhöht werden, erklärte ein Sprecher.

"Wir müssen mehr als neun Millionen Dollar für die Unterstützung eines freien und transparenten Prozesses bei den anstehenden (Präsidenten-)Wahlen ausgeben. Es ist in unserem Interesse, NGOs und den Prozess selbst zu unterstützen, nicht aber irgendwelche politischen Parteien", sagte der Sprecher des US State Departments Mark Toner.
Honi soit qui mal y pense ...

Sonntag, 11. Dezember 2011

Dieser Blog ist kein Parteiforum

... und, da von einer österreichischen Perspektive aus geschrieben, schon gar kein Forum für deutsche Parteipolitik. Dennoch: wenn ein seriöser, besonnener Politiker wie Frank Schäffler ganz offensichtlich mit miesen Verfahrenstricks ausgehebelt werden soll, dann ist es nur recht und billig, seiner Botschaft auch hier eine Plattform zu bieten, die ihm von seinen Partei»eliten« in kalter Machtarroganz verweigert wird:



Medien, die über den empörenden Vorgang kühl wie eine Hundeschnauze einfach hinschreiben:
»In FDP-Kreisen heißt es allerdings, dass die Parteiführung sich auch für einen Abstimmungserfolg Schäfflers gerüstet habe. Für diesen Fall sei ein Weg erdacht worden, den Mitgliederentscheid nicht als solchen zu werten.«
... ohne dazu auch nur ein einziges Wort der Kritik zu finden, haben jedenfalls ihre journalistische Existenzberechtigung eingebüßt, und wirken mit ihrer mantra-artigen Demokratiebeschwörung nurmehr peinlich bis lächerlich! »Systempresse« nannte ich das einmal in »Zettels Kleinem Zimmer« (was zu meinem Hinauswurf aus diesem Anlaß gab). Nun, wie es aussieht, begreift mittlerweile auch Kollege Zettel, daß an dieser meiner anstößigen Wortwahl doch was dransein dürfte ...

Samstag, 10. Dezember 2011

Adventnäschereien vom Systemmedium

... quasi pseudorevolutionäre Brosamen, die der Österreichische Rotfunk unter die Wutbürger rieseln läßt, damit sie nicht merken, daß man ihnen sonst (und auch mit dieser Aktion) nur Sand in die Augen streut.

Dennoch: Düringer im letzten »Donnerstalk« von Alfred Dorfer zieht eine recht ergötzliche Show ab. Mit den üblichen kleinen Devotionsknicken in die rechte, will heißen: linke Richtung, also dorthin, wo die angemaßte Deutunghoheit ihren Sitz hat, wenn er z.B. von drohend wartenden braunen Horden schwätzt — ach, dieser Popanz ist spätestens seit dem (je nach Gusto und aktueller Nachrichtenlage zwei- bis vierköpfigen) Zwickauer Trio derartig lächerlich geworden, daß wohl nurmehr eingefleischte Systemtrotteln daran glauben können.

Dennoch: auch wenn der inszenierte Tabubruch eben einer ist, der dank dieser Inszenierung (mit »spontanen« Sprechchören aus dem Publikum etc.) keiner ist, damit es — so hoffen unsere Systemlenker wenigstens — auch zu keinem kommen wird, weil sich »die Leute« ja abreagieren konnten ...

Dennoch: es ist ein Symptom damit zutage getreten, das sich leicht verselbständigen kann. Der »Wutbürger«, der jetzt von den Machtklüngeln als Phantom der Bürgerbeteiligung aufgebaut werden soll, um wenigstens für einige Zeit noch einiges zu retten, was unseren »Eliten« (wie übersetzte Karl Kraus doch einst »crème de la crème«? Ach ja: mit »der Abschaum« ...) an der Macht oder wenigsten ihren Trögen hält, dieser medial gelenkte »Wutbürger« wird wohl bald vom »Haßbürger« abgelöst werden — der beim Zusammenbruch unseres Finanzsystems nämlich miterleben muß, wie seine Ersparnisse sich zu Tapetenmaterial verwandeln.

Der beispielsweise als Arzt oder sonstiger Freiberufler nur zu bald miterleben wird, daß sein »Wohlfahrtsfonds« (und ähnliche Zwangseinrichtungen anderer freier Berufe) bestensfalls die Wohlfahrt unserer Politiker förderte, indem er von Gesetzes wegen Staatsanleihen kaufen mußte. Der als Gewerbetreibender demnächst miterleben wird, daß seine Sozialversicherungsbeiträge zur Querfinanzierung defizitärer Gebietskrankenkassen verwendet — im Klartext: veruntreut! — werden. Der von unseren Politruks täglich hört, welche neuen Steuern beschlossen werden müssen, um für »mehr Gerechtigkeit« zu sorgen, aber noch nie andere als halbherzig-nebulöse Wortspenden zum Thema Einsparungen gehört hat.

Und dieser Bürger wird einen vielleicht nicht christlichen, aber umso verständlicheren Haß auf jene entwickeln, die durch das Hochziehen immenser Bürokratien, die zu nichts anderem dienen, als all die betriebene »Umverteilung« möglichst kompliziert und in ihren Machtstrukturen undurchschaubar zu machen, diese vorgeblich »sozialen« Maßnahmen zu einer skrupellosen Machterhaltungsmaschinerie umfunktionierten.

So: und jetzt dürfen Sie sich den netten Videoclip mit Roland Düringer ansehen — noch viel Spaß dabei:

Freitag, 9. Dezember 2011

Ein Mann

... also ein irgendein Mann, ganz anonym und an und für sich, hat vor kurzem in Wien seine Frau mit einem Küchenmesser erstochen. Stand so im ORF-Teletext, sogar mit Altersangabe (37). Ohne weitere Angaben. Zum Mann nämlich. Sonst jede Menge, über die Kinder, die zusehen mußten, und daß die Frau ihren schweren Verletzungen im Spital erlag. Aber über den Mann nur, daß er 37-jährig ist. Der ORF wird schon wissen, warum — oder nein, vielmehr: er weiß es ganz genau ... ... weil nämlich in der Aussendung der Bundespolizeidirektion Wien folgendes stand:
Gestern um ca. 17.25 Uhr waren Sinan M. und seine Ehefrau bei Verwandten in der Dieselgasse zu Besuch und aßen zu Abend. Plötzlich stand der 37-Jährige auf, holte ein Küchenmesser aus der Küche und stach ohne vorangegangenen Streit auf seine Frau ein. Die 29-Jährige erlitt mehrere Bauch- und Rückenstiche und musste mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Spital gebracht werden, wo sie in der Nacht verstarb. Der Beschuldigte stellte sich nach einem kurzen Fluchtversuch in einer Polizeiinspektion in Wien - Favoriten. Sinan M. war Ende 2007 aus Österreich ausgereist. Gegen ihn besteht aufgrund gerichtlicher Verurteilungen ein aufrechtes Aufenthaltsverbot. Am Sonntag war er rechtswidrig wieder nach Österreich eingereist und hatte bei seiner Ehefrau und den vier Kindern im Alter von 5-10 Jahren gewohnt. Die Beschuldigteneinvernahme ist derzeit im Gange. M. ist geständig die Tat begangen zu haben. Als Motiv gibt er Eifersucht an.
Aber wir wissen: Österreich ist ein Einwanderungsland. Ohne den türkischen Beitrag zu unserer Wirtschaft wäre Österreich nicht konkurrenzfähig. Und der Islam gehört zu unserer Kultur. Doch die Österreicher sind ausländerfeindlich und eh alle Nazis ...

In Deutschland wird eine Grünabgeordnete, die im niedersächsischen Landtag den Innenminister untergriffig des Verfassungsbruchs und der Unmenschlichkeit bezichtigt, von einer erbosten Fraktionskollegin des Ministers mit dem Zwischenruf »Am besten schieben wir Sie ab!« bedacht. Die grüne Rednerin ist Filiz Polat, 33-jährig, in Niedersachsen geboren und gehört laut dem Hamburger Morgenblatt »dem Netzwerk türkeistämmiger Mandatsträgerinnen an«. So jemanden abschieben zu wollen (auch rein rhetorisch) ist natürlich ein Sakrileg, das trotz unverzüglicher Entschuldigung seitens der Zwischenruferin postwendend wie folgt instrumentalisiert wird:
Die Grünen-Fraktion beantragte trotz der Entschuldigung eine Sondersitzung des Ältestenrates. Es bestehe ein Unterschied zwischen der Verwendung sogenannter nichtparlamentarischer Begrifflichkeiten oder persönlicher Beleidigungen und rassistisch diskriminierender Angriffe, heißt es in einem Antrag der Grünen auf Einberufung des Gremiums.

Der Ältestenrat müsse klären, wie sich das Parlament bei „Alltagsrassismus in unseren eigenen Reihen“ positionieren wolle.

Der Vorsitzende der Linke-Fraktion, Hans-Henning Adler, forderte Pieper zum Mandatsverzicht auf. Die Äußerung sei kein Kavaliersdelikt, das man durch eine Entschuldigung ungeschehen machen könne. „Sie spiegelt eine beängstigende Geisteshaltung wider, denn aus ihr spricht Rassismus, der aus der Mitte der CDU-Fraktion kommt“, sagte Adler.
Das mit der beängstigenden Geisteshaltung kann ich durchaus nachvollziehen, nur eben nicht bezüglich der Zwischenruferin, sondern gegenüber dem linken Adler. Auch Linke sollten wissen, daß das Mandat eines Abgeordneten frei ist (wenigstens in der Theorie), und deshalb Äußerungen in Parlamentsdebatten keiner Strafverfolgung unterliegen (höchstens einem Ordnungsruf durch den Präsidenten). Sie sind daher kein Delikt — mithin auch kein Kavaliersdelikt. Mal davon abgesehen, daß ein Herr Adler von der Links-Fraktion über Kavaliersdelikte zu urteilen schon mangels persönlicher Voraussetzungen eher unzuständig sein dürfte ...

Interessant auch, daß zwar linke selbsternannte Gutmenschen sich über den (ersichtlich nicht ernstgemeinten), rein juristisch als verfassungswidrig zu bezeichnenden Vorschlag, jemanden abzuschieben, alterieren, jedoch die Textierung des Antrages der Linken (nämlich: »Abschiebepraxis in Niedersachsen - menschenrechtswidrig und inhuman. Wann zieht Innenminister Schünemann persönliche Konsequenzen?«) keineswegs thematisiert wird.

Doch wer einen schnellen Zwischenruf mit der Gewichtigkeit eines förmlichen Staatsaktes bewertet, der muß auch einen — zweifellos längere Zeit vorbereiteten! — parlamentarischen Antrag so bewerten.

Der Vorwurf an einen Minister, er handle »menschenrechtswidrig und inhuman« unterstellt diesem mithin ein strafbares Verhalten (»Abschiebepraxis« kann nur so interpretiert werden, nämlich i.S.v. »gesetzwidrige Praxis«). Da die Menschenrechtskonvention bekanntlich Bestandteil der deutschen Rechtsordnung ist (und zwar im Verfassungsrang), und der Vorwurf »inhuman« zu handeln, in diesem Antrag wenigstens nicht hinreichend klar abgrenzt, ob damit ggf. auch ein Vorwurf wegen eines »Verbrechens gegen die Menschlichkeit« oder ähnlichem erhoben wird, fragt sich: können Linke unsubstantiiert und völlig sanktionslos, ja unter dem Beifall der Systempresse einen CDU-Minister als Kriminellen bezeichnen (denn das wäre die logische Folge des Vorwurfs der Menschenrechtswidrigkeit und Inhumanität), wogegen ein Zwischenruf in einer Debatte schon zum Rücktritt der kecken Zwischenruferin führen muß — weil sie sich erfrechte, eine Grünmandatarin, die dem »Netzwerk türkeistämmiger Mandatsträgerinnen« angehört, für gesinnungsmäßig eher keine Bereicherung Deutschlands zu halten, und sie sich daher woanders hin zu wünschen?

Ist die Untergriffigkeit, mit der die Linke einen Minister mit Bedacht kriminalisiert und seinen Rücktritt einfordert wirklich ethisch hochwertiger als der Zuruf, jemanden in die Türkei schicken zu wollen, wenn diese Person selbst sich als Teil eines türkeistämmigen Netzwerks betätigt? Mit einem Wort: gilt politische Korrektheit nur in eine Richtung?

Die Frage zu stellen, heißt, sie zu beantworten ...

»Briten isoliert: Alle anderen EU-Staaten für Fiskalpakt«

... titelt »Die Presse« soeben. Nun, das ist natürlich nicht ganz richtig. Nicht »alle anderen Staaten« sind für den Fiskalpakt, sondern bloß ihre Regierungen (wobei die Freiwilligkeit dieses Dafür-Seins bei Ungarn et al. durchaus hinterfragt werden darf).
Der EU-Gipfel hat sich auf einen zwischenstaatlichen Haushaltspakt für 26 Länder geeinigt. Eine EU-Vertragsänderung ist jedoch gescheitert. Großbritannien verhinderte eine weitreichende Einigung.

Im Kampf gegen die Schuldenkrise werden nun doch 26 Mitgliedstaaten der Europäischen Union bis März 2012 einen zwischenstaatlichen Pakt für mehr Haushaltsdisziplin, den "Fiskalpakt", schließen. Zuvor waren die Länder Ungarn, Schweden und Tschechien dem Vertrag noch ablehnend gegenübergestanden. Die angestrebte große Lösung auf EU-Ebene ist beim Gipfel in Brüssel aber gescheitert. Großbritannien verhinderte mit weitreichenden Gegenforderungen eine Einigung per EU-Vertrag. Diese hätte Einstimmig sein müssen. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy sagte, Großbritannien habe zugunsten seiner Finanzwirtschaft "inakzeptable Forderungen" gestellt.
Ach, inakzeptable Forderungen ...? Der Wunsch, Herr im eigenen Haus zu bleiben, ist nun bereits inakzeptabel? Intéressant ... très intéressant!

Bei Kälteeinbrüchen kommt es durchaus auf Isolierung an — ob man mitfriert, oder gemütlich zu Hause sitzen kann. Abar auch wenn's im Nachbarhaus brennt, ist man für eine Brandschutz-Isolierung dankbar — wenn man rechtzeitig drauf g'schaut hat, daß man's hat, wenn man's braucht ...

Nun, die Briten schauen eben rechtzeitig drauf. Eher ein Grund, sie für ihre Weitsicht zu beneiden, und ihnen für die Verhinderung einer Vertragsänderung zu danken, als sie anzugeifern. Unsere Politiker könnten ja auch so g'scheit sein — naja, lassen wir das lieber ...

»In fünf Jahren werden die meisten froh sein, noch die Hälfte zu haben«

Marc Faber Herausgeber des »Gloom, Boom and Doom Report« spricht in seinem jüngsten Interview Klartext (auf Englisch mit Schweizer Akzent, was einen wenigstens gelegentlich zum Schmunzeln bewegt. Seine Aussagen freilich weniger ...)



Aber der Hosenanzug und der kleine Kläffer im Elysée markieren auf staatsmännisch (respektive: -weibisch) und schießen Worthülsen à la »Wir werden eine neue Fiskalunion schaffen, die zugleich auch eine Stabilitätsunion ist« in den Äther. Und EU-Ratspräsident Van Rompuy frohlockte gar: »Verträge zwischen Regierungen können schneller gebilligt werden als EU-Vertragsveränderungen. Geschwindigkeit ist wichtig, um glaubwürdig zu sein.«

Nö, Herr Van Rompuy! Erstens traut einem bürokratischen Sesselfurzer wie Ihnen ohnedies keiner sowas wie »Geschwindigkeit« zu, und glaubwürdig ist von dem ganzen Zentralkomitee der EUdSSR und ihren Volkskommissaren eh schon längst keiner mehr. Der Unterschied in der Beurteilung ist nur noch, wen man über seine Unglaubwürdigkeit hinaus auch noch für einen Idioten hält. Aber auch in dieser Frage geht die Meinung zunehmend in eine Richtung ...

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Unterbergers Wortspende zu Putin

... fällt, wie zu erwarten war, etwas bedenkentragend und sehr ausgewogen aus. Was soll man dazu sagen? Nun — vielleicht nichts anderes als das, was Poster »onkel hans« dazu zu sagen wußte:
uijegerl, in russland geht's aber schlimm zu!

dabei hätten sie gar nicht so weit blicken müssen, herr unterberger!

ich kenn auch ein land: in dem werden parteien, die eine - nun sagen wir - restriktive zuwanderungspolitik fordern, eine politik, die bei der bevölkerung und bei wahlen durchaus auf resonanz stoßen würde, gar nicht zu wahlen zugelassen; und die zugelassene opposition wird von den staatsanwaltschaften in den wahlkämpfen schikaniert, da werden wahlwerbungen (in spieleform) konfisziert; da werden wahlversammlungen der opposition vom sj-pöbel gestört, und weder der staat greift schützend ein, noch die medienkamarilla berichtet darüber (wehe, es wäre umgekehrt); da kauft sich die staatsspitze in nordkoreanischer manier die zeitungen, der rundfunk ist ohnehin staatspropagandafunk; da werden informationen zur ausländerkriminalität in den medien schlicht unterdrückt; da wird die stärkste oppositionskraft in allen medien niedergemacht (zB "populismus") und noch der letzte unfug der regierung als staatsmännischer weitblick gelobt (merke: die regierung ist nie populistisch, selbst wenn sie eine "reichensteuer" verlangt); und vieles mehr.

Kennen Sie dieses Land?
Ja, wir kennen es! Oder, bessergesagt: wir alle kennen eine ganze Reihe solcher Länder. Aus eigener Erfahrung, leider ...

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Die Vertöchterung schreitet voran

Seit heute besitzt Österreich eine in ihrer ersten Strophe ziemlich schlampert einherhinkende Bundeshymne. Die Dichterin, Paula von Preradović, hat seinerzeit ein vielleicht nicht eben geniales, aber ohne Zweifel gekonnt in vierhebigen Trochäen einherschreitendes Gedicht verfaßt, dessen vierter Vers bislang »Heimat bist du großer Söhne« lautete. Da nun »große Söhne« von feministischem Standpunkt natürlich gaaaanz schlecht sind, verhunzt man das zu einem »Heimat großer Töchter und Söhne«. Rhythmus? Darauf wird, wie man im Wienerischen unflätig, aber treffend sagt, »net amål g'schissen« ...

»Die Presse« weiß jedenfalls einige Possierlichkeiten zu berichten. Jetzt einmal die grün-roten Hirnlosigkeiten — »Verankerung der Töchter "richtig und wichtig". Es sei gut, dass es heute gelinge, auch die "zweite Hälfte der Menschheit" in die Hymne zu integrieren. — vergessend (was will man von denen auch anderes erwarten), die Zustimmung der ÖVP, der man bislang doch eine gewisse Bildungsbürgerlichkeit nachsagte, offenbart die gähnende kulturell-weltanschauliche Leere dieser einst staatstragenden, doch längst zum Politrukversorgungsapparat verkommenen Partei:
VP-Frauensprecherin Dorothea Schittenhelm, die vor dem Sommer in einer Art Guerilla-Aktion am eigenen Klub vorbei mit Ex-Frauenministerin Maria Rauch-Kallat (ÖVP) und den SPÖ- und Grünen Frauen die Änderung initiiert hatte, meinte, wenn eine Hymne Jubel- und Preisgesang sei, dann solle das nicht nur für die Männer sondern auch für die Frauen gelten. Dass man große Töchter in Österreich habe, sei ja wohl unbestritten. (Hier weiterlesen)
Ebenso unbestritten ist aber, daß Frau Dorothea Schittenhelm nicht zu besagten großen Töchtern Österreichs zählt. Für diese dilettantische Hymnenverhunzung wäre vielmehr ihre sofortige Umbenamsung in »Dorothea Schittenhirn« angebracht — gäbe es da nicht den berechtigten Einwand, daß jegliche Assoziation mit »Hirn« in diesem Zusammenhang verfehlt wäre ...

Dienstag, 6. Dezember 2011

Hinweis auf eine Diskussion in Zettels KZ

Zu Putin hat mein geschätzter Kollege Zettel einen eher seeehr distanzierten Standpunkt, wie man aus seiner Anmoderation des Threads »Marginalie: Putins Sieg« unschwer erkennen kann:
Putin ist schon ein eindrucksvoller Mann; ein würdiger Nachfolger von Lenin und Stalin. Ein eiskalter Geheimdienstler, der Politik mit ebensoviel Intelligenz wie Brutalität betreibt. Es gibt vermutlich keinen effizienteren und gefährlicheren Mann auf der gegenwärtigen Bühne der Weltpolitik.

Gestern ist ihm sein jüngster Schachzug gelungen.

Die Naivität gegenüber Putin, die in Teilen der deutschen Politik und in einem großen Teil der Medien herrscht, ist nachgerade unbegreiflich. Daß Deutschland sich durch die kollektive Besoffenheit des "Ausstiegs" von ihm abhängig gemacht hat, war eine große, eine unverzeihliche Dummheit, für die wir noch teuer bezahlen werden.
Nun, zweifellos kann man viel gegen Putin und sein Regime sagen. Und die deutsche Fukushima-Angst mit planlosem »Ausstieg« kann ebenso fraglos kritisiert werden (wenngleich Putin dafür aber nun wirklich nicht verantwortlich ist — das war ausschließlich hausgemachte Blödheit der Extraklasse)!

Jedenfalls hat Poster »AldiOn« dieser doch recht harscher Einschätzung drohenden Desasters für Deutschland eine recht unterschiedliche Beurteilung der Lage entgegengesetzt, die ich durchaus plausibel finde. Aber lesen Sie doch selbst ...

Abrahamitische Behübschungsökumene

In 50 Staaten der Welt werden Christen heute wegen ihrer Religion verfolgt, so Marte. Dahinter stehen totalitäre Regime und/oder Fundamentalisten anderer Religionen. 35 dieser 50 Länder mit Christenverfolgung sind islamisch. Dies bestätige mit alarmierender Deutlichkeit, dass es hier "schlicht und einfach um Religion geht", sagte der Pro-Oriente-Präsident.

Verbrechen würden "im Namen Gottes" begangen — Entführungen, Vergewaltigungen, Folterungen, Morde, Zwangskonversionen, Niederbrennen von Kirchen und Häusern. Marte nahm in diesem Zusammenhang auf die islamischen Geistlichen in die Pflicht, für die Rechte aller Andersgläubigen einzutreten. Es gelte zu erklären, dass die heiligen Schriften des Islam keine Rechtfertigung für die Verfolgung Andersgläubiger enthalten.


... zitiert »Die Presse« in ihrem Artikel »Christenverfolgung: Lage dramatisch verschlechtert«. Nun, es ist durchaus begrüßenswert, daß auf die dramatische Lage von Christen in vielen, und dabei vorwiegend in islamischen Staaten hingewiesen wird. Daß dabei auch freilich flagrante Faktenverfälschungen mit hineingenommen werden, ist nicht so begrüßenswert! Denn die Behauptung, daß »die heiligen Schriften des Islam keine Rechtfertigung für die Verfolgung Andersgläubiger enthalten«, ist schlicht und einfach Unsinn (oder eine Lüge)!

Und genau das ist nämlich auch der Grund, weshalb von den derzeit rund 45 Staaten mit muselmanischer Mehrheit*) immerhin 35 (d.h. rund drei Viertel von diesen) Christen verfolgen, wogegen von den anderen, nichtmuselmanischen Staaten — bei insgesamt 200 Staaten (inkl. nicht völlig anerkannter) sind das also rund 155 — bloß weitere 15 (d.h. ca. 10%) es ebenso tun.

Aber es ist auch in Kirchenkreisen nicht opportun, Roß und Reiter zu benennen — da schwafelt man lieber irgendwas von »abrahamitischen Religionen« und ergeht sich in wortreichen Beteuerungen gegenseitiger Achtung, die wohl von den muselmanischen Einwanderern in unsere Sozialsysteme beinhart von der Mehrheitsbevölkerung eingefordert wird (indem man bspw. die nötige Assimilation als »Menschenrechtsverletzung« bezeichnet, oder in Tiroler Gemeinden Minarette hochziehen will), jedoch in die Gegenrichtung konsequent verweigert wird — wobei dort die Christen zum größten Teil gegenüber den im Zuge der gewaltsamen Ausbreitung des Islam eingewanderten Muselmanen die (wenngleich durch jahrhundertelange Verfolgung in die Minderheit gedrängte) alteingesessene Bevölkerung bilden!

Wenn sich in einer Umfrage vor einem Jahr 84 % der Ägypter für die Verhängung der Todesstrafe beim »Abfallen vom Islam« aussprachen, bedeutet das (da Ägypten zwischen 5 und 10% Christen zählt), daß von den ägyptischen Muselmanen eine satte Mehrheit von über 90% sich für die Ermordung von Konvertiten erwärmen kann! Dann zeigt das, wie rücksichtslos brutal eine islamische Mehrheitsbevölkerung ihre verquasten Glaubensvorstellungen auf dem Rücken (und an den Hälsen) Andersdenkender auszuleben gedenkt.

Jenen gutmenschlichen Beschwichtigungshofräten aller Couleurs und Professionen, die sich zwar (wie Dawkins, Schmidt-Salomon & Co.) wortreich in Klagen über die schreckliche Geschichte des Christentums (und da wieder besonders der Katholischen Kirche) ergehen, sei ins Stammbuch geschrieben: ja, was vor Jahrhunderten im Zuge der Glaubenskriege und Ketzerverfolgungen geschehen ist, war fraglos ein Verbrechen! Aber: es ist ein vergangenes Verbrechen. Bei den Muselmanen sah die Vergangenheit jedoch ebenso unschön aus, wie jetzt die Gegenwart aussieht — und absehbarerweise die Zukunft aussehen wird.

Und, Mr. Dawkins bzw. Herr Schmidt-Salomon — Sie werden's nicht glauben: nicht die Vergangenheit, sondern die Gegenwart und die Zukunft ist es, die mir höchstpersönlich am Herzen liegt! Die Toten der Inquisition des 16. Jahrhunderts kann ich nicht mehr lebendig machen — aber mich und mehr noch meine jüngeren Anverwandten und Freunde interessieren Gegenwart und Zukunft, da wir schon jetzt, und mit weit größerer Wahrscheinlichkeit in einigen Jahrzehnten wegen »Blasphemie« mit dem Tod bedroht werden, wenn wir beispielsweise die moralische Vorbildlichkeit eines 56-jährigen Religionsstifters, der ein neunjähriges Mädchen sexuell mißbraucht, nicht anerkennen wollen (dies mit Nennung des Namens auszusprechen ist in Österreich dank einer gesinnungslos feigen Justiz heute bereits als Strafdelikt judiziert!).

Statt mit »Nonnen-Puppen« auf Mißbrauchsvorwürfe in der Kirche hinzuweisen, könnten Sie, Herr Professor Schmidt-Salomon, doch zur Abwechslung auch einmal für die Meinungs- und Gewissensfreiheit jener eintreten, die einen Kinderschänder einen Kinderschänder nennen wollen — auch wenn er eine Religion gestiftet hätte. Und ganz besonders, wenn er eine Religion gestiftet hätte, die den »Abfall« von ihr ganz offiziell mit dem Tod bestraft!

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*) Afghanistan, Ägypten, Albanien, Algerien, Aserbaidschan, (Äthopien 50%), Bahrain, Bangladesch, Brunei, Burkina Faso, Dschibuti, Elfenbeinküste, (Eritrea 50%), Gambia, Guinea, Indonesien, Irak, Iran, Jemen, Jordanien, Katar, Kirgistan, Komoren, Kuwait, Libanon, Libyen, Malaysia, Malediven, Mali, Marokko, Mauretanien, Niger, (Nigeria 50%), (Nordzypern — internat. nicht anerkannt), Oman, Pakistan, Saudi-Arabien, Senegal, Somalia, Sudan, Syrien, Tadschikistan, Tschad, Tunesien, Türkei, Turkmenistan, Usbekistan, Vereinigte Arabische Emirate.

Das Orakel von Delphi

... war noch eindeutig im Vergleich zu den Prophezeiungen der »Neuen Zürcher Zeitung« über den Fortbestand des Euro. Für die nächste Zeit stellt sie uns zwei Szenarien zur Wahl (und vermutlich auch noch alles, was irgendwie dazwischen liegen könnte — es erinnert einen irgendwie an die beliebte Wetterprognose: »Morgen heiter bis wolkig, strichweise Niederschläge möglich«):

I. Szenario Euro-Rettung: Die Nationalbank als Vorbild
Die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am 12. Januar 2012 endet mit einem Paukenschlag. Notenbankchef Mario Draghi kündigt in einer schriftlichen Mitteilung an, den Zinssatz italienischer und spanischer Staatsanleihen ab sofort unter 5,5% zu drücken. Auch für die Anleihen Griechenlands, Irlands und Portugals nennt er eine verbindliche Maximalrendite. Grund für die Massnahme sei die akute Deflationsgefahr in der Euro-Zone, schreibt Draghi. Damit beugt er der Kritik vor, das Mandat der EZB zu überschreiten. Weiter heisst es: «Die EZB wird die Höchstkurse mit aller Konsequenz durchsetzen und ist bereit, unbeschränkt Staatsanleihen zu kaufen.» Fast wortgleich hatte die Schweizerische Nationalbank (SNB) am 6. September das Festsetzen des Euro-Franken-Mindestkurses von Fr. 1.20 bekanntgegeben.

Draghis historischer Entscheid war möglich geworden, nachdem die Regierungen der grössten Euro-Länder der EZB Ende 2011 ihre bedingungslose Unterstützung zugesichert hatten.
(Hier weiterlesen)
Oder eben:

II. Szenario Euro-Kollaps: Drohende Abwärtsspirale
Die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am 12. Januar 2012 endet mit einer Enttäuschung. Notenbankchef Mario Draghi erklärt, die Aufkäufe von Staatsanleihen keinesfalls ausweiten zu wollen. Stattdessen fordert er die Regierungen der Euro-Zone zu umfassenden Reformen auf: «Die Währung ist nicht das Problem, die EZB ist nicht das Problem, sondern die Fiskalpolitik, die Wettbewerbspolitik und die Strukturreformen.» Exakt wortgleich hatte sich schon Draghis Vorgänger Jean-Claude Trichet geäussert, kurz bevor er seinen Posten räumte – ohne Erfolg. In den Minuten nach der EZB-Pressekonferenz steigt die Rendite auf Italiens Staatsanleihen auf einen Rekordwert.

Draghi fehlt die politische Unterstützung. Zwar hatte Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel am 2. Dezember gesagt, sie werde Entscheidungen der EZB nicht kommentieren und ihr auch keine Ratschläge erteilen. In den folgenden Wochen macht sie dennoch deutlich, eine aktivere Rolle der Zentralbank abzulehnen.
(Hier weiterlesen)
Trotz der unterschwelligen, doch erkennbaren Positionierung der NZZ in diesen Szenarien (sie bevorzugt eindeutig das erstere) muß sich der unbefangene Beobachter fragen: sind die beiden Szenarien nicht eher solche der Sorte: »Hätten Sie lieber Krebs oder Aids«? Wer will schon zwischen Wirtschaftscrash und Brüsseler Eurokratendespotie wählen? Und selbst wenn: bei jedem Wirtschaftscrash gibt es nach einer Bodenbildung wieder eine Erholungsphase, mag diese auch einige Jahre auf sich warten lassen.

Wenn hingegen die EUdSSR erst einmal endgültig errichtet ist, dann kann sie möglicherweise ebenso lange dauern wie ihr osteuropäisches Vorbild. Nun, mich betrifft's mit meiner — auch optimistisch*) geschätzten — Restlebenserwartung nur zum kleineren Teil. Aber wie kommt die heutige Jugend dazu, siebzig Jahre Diktatur (mit scheindemokratischer Auslagenbehübschung, zugegeben) aushalten zu müssen ...?

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*) oder sollte ich unter solchen Auspizien nicht besser »pessimistisch« sagen?

Montag, 5. Dezember 2011

»Europa braucht einen großen Sprung nach vorn.

Mutig, entschlossen und kühn. Nicht irgendwann, sondern jetzt.«

... meinte Genscher im Handelsblatt vom 21.11.2011. Erinnert mich irgendwie an eine Anekdote über jenen brasilianischen Finanzminister, der vor einigen Jahrzehnten gegenüber einem Auditorium von Wirtschaftsleuten pathetisch ausrief:

»Vor einem Jahr stand Brasilien vor einem Abgund. Mittlerweile sind wir einen entscheidenden Schritt weitergekommen!«

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P.S.: ein lesenswerter Artikel zu großen Sprüngen und ähnlichem auf B.L.O.G.

Sonntag, 4. Dezember 2011

»Wladimir Putins Stern verblaßt«

... mutmaßt »Die Presse«. Nun, bekanntlich leben Totgesagte länger, und Putin wäre nicht Putin, wenn er diese Niederlage nicht als Ansporn für seinen Präsidentschaftswahlkampf ansähe.

Im Jubel der westlichen Systempresse über das erhoffte Ende Putins gehen freilich einige Dinge unter, die einen eigenartigen Geschmack im Mund hinterlassen. So dürfte die zweitstärkste Kraft mit ca. 20% der Stimmen die Kommunistische Partei geworden sein. Man muß sich das einmal vorstellen: in einem Land, das von dieser Partei über siebzig Jahre lang in teils blutigster Unterdrückung und ständiger Mißwirtschaft kujoniert worden war, wählt ein Fünftel der Wähler freiwillig die Nachfolger dieser Verbrecher! Das ist etwa so, wie wenn bei den nächsten Bundestagswahlen die NDP 20% erhielte — nein, eigentlich ärger, den die KP ist ja keine harmlose Parteiattrappe des staatlichen Geheimdienstes ...

Weitere Pikanterie: in Rußland kamen Schirinowskis Nationalsozialisten (anders kann man diese Partei nicht bezeichnen, denn sie ist ebenso nationalistisch wie sozialistisch in ihrem Programm) auf den dritten Platz mit 13% der Stimmen. Na, da kommt doch gleich Freude auf ...

Wenn jetzt also die westlichen Medien schon über eine Entmachtung Putins zu träumen anfangen, dann sollten sie sich einmal nach den Alternativen fragen: ist ihnen denn wirklich ein kommunistisches Rußland lieber? Bei vielen von ihnen, die bis heute daran knabbern, daß sie für den beruflichen Erfolg ihre kommunistisch-maoistisch-trotzkistischen Altachtundsechziger-Ideale verraten haben, mag das insgeheim schon zutreffen (sie werden es freilich nicht einmal sich selbst gegenüber zugeben).

Bei jenen freilich, die sich — nicht einmal unglaubwürdig — als »Bürgerliche« verstehen, gewinnt der vermutlich verfrühte Jubel über Putins Untergang freilich noch eine Nuance dazu, die jedem freiheitsliebenden Menschen hierzulande zu denken geben sollte. Ist Putin und seine Regierung doch inzwischen das einzige — so halbwegs — demokratische Gegengewicht zum amerikanischen Unilateralismus, zu jenen totalitären Hirngespinsten eines »New World Order«, wie sie an der amerikanischen Ostküste mit Beharrlichkeit gesponnen werden! Bis jetzt Hirngespinste, deren Realisierung u.a. daran scheitert, daß Rußland mit seinen immer noch vielen Atomwaffen einfach nicht dazu zu erpressen ist — solange es eine diesen Plänen abgeneigte Regierung hat. Keinen Tag länger!

So versteht man auch den Haß, mit dem Putin in allen Kreisen der »Transatlanitker« (und wie alle diese Hochverräter eigenstaatlicher Souveränität an einen Hegemon USA sonst heißen mögen) angefeindet wird. Mit China, das durch seine Billionenforderungen ohnehin nur als siamesischer Zwilling der Amerikaner agieren kann, oder mit ihnen auch sich selbst in den Abgrund stürzen würde, gibt es da weniger Probleme. Chinesen sind phantasielos, bürokratisch, merkantil, obrigkeitshörig — und damit die geradezu ideale Ergänzung zum korporatistisch-hedonistischen Konsumismus der USA. Irgendwer muß die Knete ja erarbeiten, damit sie ein anderer aufbrauchen kann ...

Rußland ist da freilich anders. Die russische Seele in ihrer Irrationalität mag all diese glatten Zivilisationsprojekte nicht. Despotismus à la Rußland ist ein archaischer Blutrausch Iwan des Schrecklichen (oder Stalins). Despotismus à la USA spielt in Hollywood oder im War-Room des Weißen Hauses (ist doch fast dasselbe), und trägt pathetische Namen wie »Operation Neptune’s Spear« oder »Desert Storm«. Da werden Medien gebrieft, und Journalisten »embedded«, Verbündete bestochen und erpreßt, und alle denkbaren Rechtsnormen unter dem Vorwand, Freiheit und Demokratie zu bringen, gebrochen ...

Viele, ja die meisten mögen die Despotie der USA angenehmer finden, als die Rußlands. Dem ist bis dato kaum zu widersprechen. Nur gibt es keine Garantie, ja nicht einmal ein hinreichendes Maß an Wahrscheinlichkeit, daß eine weltweite unilaterale Despotie der USA deutlich weniger grausam wäre. Sie wäre anders. Technischer. Mehr »1984« als »Iwan« — aber macht das wirklich einen so großen Unterschied? Die Freiheit der Menschen ist jedenfalls nur durch nicht unilaterale Machtausübung denkbar. Denn wenn, wie es Lord Acton formulierte, Macht korrumpiert, und absolute Macht daher eben absolut korrumpiert, dann muß unser aller Ziel als Freiheitsfreunde sein, niemanden und keine Staatsmacht auch nur nahe an die Erringung absoluter Macht herankommen zu lassen!

Wäre es für Rußland besser, einen anderen als Putin an der Spitze zu haben? Wer sich die vorhandenen Konkurrenten ansieht, dem kommen da erhebliche Zweifel. Sjuganow — so ganz wirklich und im Ernst? Oder irgendeiner der von Putin verfolgten Oligarchen? Schirinowski etwa? Oder der greise Gorbatschow? Rußland ist momentan nicht mit großen Staatsmännern übersät, keine Frage!

Aber für jene Europäer, die nicht bloß im devoten Abnicken amerikanischer Politik (und braver Finanzierung ihrer Supermachtallüren) ihr Genügen finden, ist Putin zweifellos das, was man treffend als das »geringere Übel« bezeichnet. Und da in Politik und Geschichte nur selten das Gute, vielmehr zumeist das Übel die über unser Schicksal entscheidenden Fäden spinnt, ist die Wahl des geringeren Übels meist das einzige, was man mit besten Willen machen kann.

Update 5.12.2011 18:45

Kollege Zettel hat zu dem Wahlergebnis noch einige durchaus interessante Anmerkungen zu machen: »Marginalie: Hat Putin wirklich verloren?«. Sie basieren auf einer Analyse von Stratfor (genauer: auf einer Analyse einer gewissen »Senior Eurasia Analyst Lauren Goodrich« — ach Gottchen, Europa und Asien sind für diese Amis halt irgendwas jenseits des Ozeans, außerhalb von »God's Own Country« jedenfalls ... na, was soll's!) — und daß diese alles aus einem unilateral-globalistischen US-Blickwinkel kommentieren, muß man eben berücksichtigen.

Jedenfalls ein fundamentaler Aspekt über »gelenkte Demokratie« wird dabei herausgearbeitet: mehrere Parteien befinden sich in vorgeblichem Wettstreit, aber dahinter verbirgt sich bloß Einheitsbrei. Verschieden gefärbt, jedoch nahezu identer Inhalt — nicht unähnlich dem guten alten Wackelpudding. Quasi die »Götterspeise« für jeden Wähler ...

Kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor?

Samstag, 3. Dezember 2011

Derivativ? Definitiv!

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, heißt es ja — und das unschöne Wort »707,569 Billionen« sagt uns dieses Bild:


Was es sonst noch sagt (nämlich allerhand, und zwar — ich verrate es bereits vorweg — nichts Gutes!), das kann man in einem Artikel von Frank Meyer unter dem süffisanten Titel »Gestern wurde ein Eisberg gerammt. Und schön gefeiert« nachlesen.

Warnhinweis:
Da Lesen dieses Artikel fügt Ihrer Ahnungslosigkeit
nachhaltigen Schaden zu.

Freitag, 2. Dezember 2011

Ein System im Niedergang

Dieses unser System der Parteienfilzokratie ist rettungslos im Sumpf von Korruption (vornehmer »Lobbying« genannt) und Kriminalität versunken. Eine Selbstreinigung (und die ginge nur durch radikale Abwahl der bisherigen Exponenten!) wird durch scheinlegale Wahlgesetze, die jede echte Wahl effektiv zu verhindern wissen, ünmöglich gemacht. Damit bleibt nur die revolutionäre Hoffnung auf einen Bürgerkrieg (was man sich als Mensch mit fünf gesunden Sinnen wohl nicht wirklich wünschen kann!), oder die auf einen irgendwie anders verursachten Zusammenbruch — und das scheint derzeit nicht unrealistisch (wenn die Folgen auch dieses Zusammenbruchs kein Honiglecken werden dürften ...).

Wie sehr die Staatsautorität im »demokratischen« Mitteleuropa mittlerweile im Bereich der Kriminalität agiert, kann man ja an der unsäglichen NSU-Story erkennen (bisher dachte man, der Mannichl-Fall wäre bereits der absolut-dreiste-Nonsense-Gipfel, aber dies hier übersteigt alle Vorstellungen)!

Nun: Österreich ist anders, nämlich kleiner (die »kleine Welt, in der die große ihre Probe hält«, wie schon der gute alte Grillparzer wußte), und wir haben halt den ebenfalls unsäglichen Fall Kampusch (der in Piefkonistan vermutlich nur am Rande wahrgenommen wird), bei dem es vordergründig so wie in Deutschland halt um Dönerbudenmorde, hier eben um ein junges Mädel im Psychopathen-Verließ geht — in Wahrheit jedoch in beiden Fällen um brandheiße Spuren in die organisierte Kriminalität von Staatsstellen!

In Deutschland ist es die für alle Antifa-Organisationen so lukrative Vorspiegelung einer Nazi-Bedrohung, in Österreich ist es (wie typisch!) die »unter-den-Teppich-Kehrung« einer offenbar von hohen Politik- und Justizkreisen gedeckten bzw. beauftragten Kinderschänder- und Sado-Maso-Szene.

Wenn die sehr honorigen ehemaligen Präsidenten des Verfassungsgerichtshofs und des Obersten Gerichtshofs, beide Mitglieder einer Evaluierungskommission in diesem seltsamen Fall, sinngemäß sagen: »Der Fall stinkt nach Amtsmißbrauch und bewußter Verdunkelung durch die Staatsanwaltschaft«, dann sollte das die Alarmblocken läuten lassen! Und wenn Ex-OGH-Präs. Rzeszut in einem Presse-Interview so weit geht zu erklären:
»Presse: Rechnen Sie mit Ermittlungen gegen sich selbst?

Rzeszut: Das wäre zwar nicht sinnvoll, weil ich belege, was ich sage. Rein rechtlich gibt es jedoch denk-logisch nur zwei Varianten: Anklage gegen Staatsanwälte wegen Amtsmissbrauchs oder strafrechtliche Verfolgung meiner Person wegen falscher Beweisaussage und Verleumdung.«
... und bis heute gegen ihn trotz Fallenlassens des Ermittlungsverfahrens gegen die Staatsanwälte durch ihre Kollegen aus Innsbruck nichts unternommen wurde, dann heißt das wohl: Präsident Rzeszut weiß etwas (und diese Staatsanwälte wissen, daß er etwas weiß, oder wenigstens auf der entscheidenden Spur ist!), was sie im Fall einer Prozeßführung gegen ihn (wo sie und v.a. andere dann unter Wahrheitspflicht aussagen müßten) ins Gefängnis, mindestens aber um ihren Posten bringt.

Wenn man dann noch (von der »Presse« ohnehin bis nahe zur Unkenntlichkeit verunklärt!) weitere Pikanterien erfährt, die die Involvierung eines bestimmten Staatsanwaltes und eines bestens vernetzten hohen Milizoffiziers vermuten lassen, schreit das nach Aufklärung.

Natürlich sind das alles nur Verschwörungstheorien, eh klar! Zwei Höchstrichter, einen versuchte man bereits durch einen Ehrenbeleidigungsprozeß zum Schweigen zu bringen, der andere, selbst ehemals Strafrichter, ist offenbar todesmutig, und ein angesehener Journalist wie Unterberger sind Knallköpfe, die sich was zusammenreimen. Ein Polizeioberst Kröll, der nach brisanten Ermittlungen in diesem Fall plötzlich davon abgezogen und gemobbt wird, und — sagt man — Selbstmord begeht, tut das alles aus Jux und Tollerei. Ach, das sollen die doch der Tante Jolesch erzählen ...

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Schmidt-Salomon befremdet

Der Philosoph Norbert Hoerster ist, wie in der FAZ vom 26.11.2011 vermeldet wurde, aus dem Stiftungsrat der Giordano-Bruno-Stiftung ausgetreten. Deren Chef Schmidt-Salomon zeigt sich über Hoersters Austritt nicht besonders befremdet, umso mehr jedoch davon, daß die FAZ darüber einen Artikel veröffentlichte. Das befremdet, ist es doch an sich die wichtigste Aufgabe von Zeitungen, Artikel über aktuelle Geschehnisse zu veröffentlichen. Die FAZ wird ja zumeist nicht wegen ihrer Inserate abonniert ...

Schmidt-Salomon befremdet seinerseits mit seinen weiteren Ausführung freilich die wenigsten — denn die meisten kennen ihn bereits hinreichend, um zu wissen, daß er ungestüm im Austeilen, aber mimosenhaft im Einstecken ist. Köstlich irgendwie, wenn er gegen Hoersters Gravamina ausführt:
Im FAZ-Artikel mokierte sich Hoerster darüber, dass die gbs eine ‚als Puppe auftretende, prügelnde Nonne‘ auf den Heimkinder- und Anti-Papst-Demonstrationen einsetzte. Dies würde seinem ästhetischen Empfinden nicht entsprechen. Nun lässt sich über Geschmack trefflich streiten. Unbestritten jedoch ist, dass die ‚Prügelnonne‘ wesentlich dazu beigetragen hat, dass die Anliegen der missbrauchten, misshandelten Heimkinder im vergangenen Jahr medial wie politisch stärker wahrgenommen wurden als je zuvor.
Ja — ganz besonders die der Mißbrauchsopfer aus der so humanistischen Odenwaldschule, nicht wahr, Herr Professor Schmidt-Salomon? Diesbezüglich herrscht ein geradezu nie gesehener Aufklärungsdrang unter den Mitglieder der gbs! Possierlich auch folgendes Statement:
Es gilt, Aufklärung populär zu machen, ohne populistisch zu sein. Dafür muss man das richtige Verhältnis von Provokation und Argumentation finden. Das ist ein schwieriges Geschäft – bislang aber bin ich mit unseren Erfolgen sehr zufrieden.
Na klar, Prügelnonnen sind nicht populistisch. Und die Unterstellung, der Papst sei »ein Mann, der Abermillionen von Menschen weltweit zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit Todesfolge anstiftet«, selbstmurmelnd auch nicht. Überhaupt mißversteht Norbert Hoerster den armen Schmidt-Salomon am laufenden Band: da Hoerster sich nie mit den Verhaltensunterschieden von Schimpansen- und Menschenkindern auseinandergesetzt habe, kann er auch — wenigstens nach Schmidt-Salomons Dafürhalten — nicht verstehen, warum im exakten Imitieren anderer die basale Ursache für die so unterschiedliche Kulturentwicklung von Mensch und Schimpanse liege.
Es ist natürlich absurd, wenn Hoerster in der FAZ unterstellt, ich würde Kants ‚Kritik der reinen Vernunft‘ als bloßen Ausdruck dieses Nachäffens begreifen, Fakt ist aber, dass Kant ohne die besondere menschliche Bereitschaft, Laute genau zu imitieren, niemals eine Sprache hätte erwerben, geschweige denn: philosophische Kritiken hätte verfassen können.“
Jetzt liegt uns allen wohl nur noch eine brennende Frage auf der Zunge: welche besondere Bereitschaft zu imitieren ist bei Schmidt-Salomon die basale Ursache für seine im Vergleich zu Menschen, wie z.B. Hoerster, so unterschiedliche Kulturentwicklung ...?

Weltklimaregime

Eine Reportage aus der nahen Zukunft. Soferne wir die Wahnsinnigen in den Staatskanzleien, staatssubventionierten NGOs (»Non-Governmental Organizations« — das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!) und Medienkonzernen weitermachen lassen wie bisher.

Kein schöner Text. Und bestenfalls vordergründig »lustig«. Aber ein umso wichtigerer. Danke PPQ!

Her mit dem Zaster! Her mit der Marie!

Eine österreichische Innenministerin von Erwin Prölls Gnaden, die zwecks Wiederwahl im ÖAAB, der Arbeitnehmerorganisation der ÖVP (welche Abkürzung demnach für »Österreichische Vollproleten-Partei« stehen dürfte) in obenstehende Worte ausbrach, ist vermutlich nur das offensichtliche Symbol unserer Politik: Statt zu sparen, lieber: »Her mit dem Zaster!« Es wäre nun zu billig, in Abwandlung ihrer Worte einfach: »Weg mit der Quotentusse! Weg mit dem Trampel!« zu rufen — denn die Probleme sitzen weit tiefer.

Es ist die genuin sozialistische Ideologie des »Lebens auf Regimentsunkosten«, über die Bastiat schon schrieb: »L'État, c'est la grande fiction à travers laquelle tout le monde s'efforce de vivre aux dépens de tout le monde« ...

Machtgeile, eitle, unfähige Politruks verschulden ihre Ländern zwecks Wählerbestechung auf Generationen hinaus; schlußendlich werden die mittelständischen Sparer die Zeche bezahlen und zumindest durch die kommende Inflation einfach kaltlächelnd enteignet werden. Denn was die EZB jetzt unter ihrem neuen Chef betreibt, das steht bereits unter dem Motto »Nach uns die Sintflut!« (heute recht treffend, wenngleich imer noch zu optimistisch in der »Presse dargestellt).

Nur noch eines: all jene Alt-68er und Neo-68er, die sich seit Jahrzehnten das Maul zerreißen über die Blödheit, Feigheit und Gewissenlosigkeit ihrer Vorfahren dürfen sich jetzt die Frage stellen, warum sie ohne aufzubegehren einfach zusehen, wie unsere angeblich »demokratischen« Staatsverfassungen und EU-Vertragswerke in perfekt durchinszeniertem Komplott einer eng verflochtenen Nomenklatura von Politikern, Medienleuten, staatsnahen (gibt es andere?) Bankern und Lobbyisten zu Makulatur gemacht werden. Unsere »Eliten« haben sich längst darauf verständigt, die faktische Diktatur einer unkontrollierten und unkontrollierbaren EU-Zentrale zu errichten — mit lokalen Demokratie-Attrappen, die über »gegenderte« Bundeshymnentexte und den Trassenverlauf der Straße zwischen Kuhdorf und Hinterptupfing »entscheiden« dürfen.

Nun, vielleicht macht die Rasanz der wirtschaftlichen Entwicklung unseren Nomenklaturisten einen Strich durch die Rechnung. Wobei man freilich nicht weiß, ob man darauf hoffen — oder sich davor fürchten sollte ...

Update 1.12.2011, 15:45

Nach erstmaliger Ansicht des nachstehenden Video-Mitschnitts — bis dato hat ein gnädiges Schicksal meine Kenntnisnahme desselben zu verhindern gewußt —



sehe ich mich genötigt, die obenstehende Wortfolge »Es wäre nun zu billig, in Abwandlung ihrer Worte einfach: »Weg mit der Quotentusse! Weg mit dem Trampel!« zu rufen ...« insoferne zu korrigieren, als ich nunmehr zur Überzeugung gelangt bin, daß es nicht zu billig wäre, sondern billig. Recht und billig, um es präzise zu sagen. Weg mit diesem Trampel!