Freitag, 15. Oktober 2010

Der Herbst des Ancien Régime

... betitelt der Berliner Sozialwissenschaftler Manfred Kleine-Hartlage eine exzellente Analyse der derzeitigen Lage unseres mitteleuropäischen Polit- & Medien-Establishments (die Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich sind in dem Zusammenhang vernachlässigbar gering). Zu einer »Studie zu Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit« der sozialistischen Friedrich-Ebert-Stiftung, die von der Systempresse in gewohnter Desinformation eilfertig verbreitet und zum Gegenstand tiefschürfender Betrachtungen (à la: »Einfache Antworten auf schwierige Fragen, egal ob als Buch oder in Zeitungsinterviews, führen jene aufs Glatteis, die an schnelle Lösungen glauben.«) gemacht wurde, bringt er das wirkliche Problem unserer heutigen Gesellschaft kurz und bündig auf den Punkt:
Zwanzig Jahre nach dem Untergang der DDR werden wir wieder von einem Kartell aus Machthabern und ihnen zuarbeitenden Ideologen regiert, deren Ideologie die Wirklichkeit weder zu beschreiben noch irgendwelche Probleme zu lösen vermag, dafür aber bestens geeignet ist, Kritiker zu kriminalisieren. Von einer parasitären Funktionärskaste, die sich anmaßt, den Gang der Geschichte zu bestimmen: Den Multikulturalismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf! Von einem korrupten und totalitären Gesindel, dessen Verblendung und Arroganz der des späten Honecker gleichkommt.

Es ist zwecklos, an die Einsicht solcher Leute zu appellieren. Jeder Appell an die Einsicht setzt voraus, dass die Adressaten sich für die Interessen des eigenen Volkes interessieren. Er muss wirkungslos verpuffen, wenn er an Leute gerichtet ist, deren Interesse wahlweise der eigenen Karriere, dem nächsten Beratervertrag, dem Wohlwollen internationaler Elitenseilschaften oder auch all dem zusammen gilt. Wobei das ja nur die Abgebrühteren sind. Gefährlicher sind die, die die Welt verbessern wollen, damit sie nicht bei sich selber anfangen müssen; die, die ihre destruktive Zivilisationsfeindschaft ideologisch rationalisieren, und für die der “deutsche Spießer” – also zwei Drittel ihrer Mitbürger – von jeher das Hassobjekt ist, dass es auszurotten gilt.
(Hier der ganze Artikel)
Lesen! Und hoffen, daß der scharfe Frost der Rezession wenigstens den positiven Nebeneffekt zeitigt, diese üppig wuchernden Schlinggewächse, die unsere westlichen Länder ersticken, zum Verdorren zu bringen.

1 Kommentar:

Alipius hat gesagt…

WOW! Danke für den Link! Bin gespannt, wann die nächste, panik-induzierte "Die Blogger haben keine Ahnung, wovon sie reden!"-Welle durch's Land spült...